vhe

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  • #121
Zitat von Philippa:
Vielleicht ist es auch so, dass ich eigentlich gar niemandem wirklich vertraue.
Vertrauen ist eh so ein Ding. Für mich ist das komplett situationsabhängig. Und eigentlich vertraue ich nur sehr ungern. Mir ist es lieber, ich hab eine Situation so im Griff, dass ich das nicht muss.
 

Mentalista

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  • #122
Zitat von vhe:
Weder schön, noch Geschichte:

Hab grad eine Diät angefangen. Und weil ich den Rest schon ausprobiert hab, ist diesmal so eine Pülverchen-und-Shakes-Diät angesagt. Soll 3 Wochen dauern und währenddessen darf ich nichts anderes essen.

Diäten bringen doch nichts, jedenfalls nicht langfristig. Ich empfehle das nächste Mal, lieber das Geld in eine Ernährungsberaterin zu investieren und ansonsten billig und unkompliziert...Bewegung, Bewegung und Verzicht auf Cola&Co.
 
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Philippa

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  • #123
@vhe: Bist du denn traurig?

Danke für das, was du erzählt hast. Ist irgendwie schon absurd.
Aber: Glaubst du wirklich, so künstliche Ernährung könne dem Körper helfen, gesund zu bleiben/werden? Ich setze da eher darauf, nur natürliche Nahrungsmittel zu essen und auch auf Zucker zu verzichten. Zucker ist gar nicht gut, finde ich. Ich glaube, er stört die Fähigkeit des Körpers, einem "mitzuteilen", was man braucht. Wenn ich eine Weile auf Gesüsstes verzichte, dann habe ich auch gar keine Lust mehr danach und spüre ausserdem dann ziemlich gut, was ich brauche und werde seltener krank.
 

vhe

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  • #124
Zitat von Philippa:
Net wirklich. Bin ich aber generell wenig, dazu hab ich einfach zuviel Galgenhumor.
Ich finde, man kann fast jede traurige Geschichte so erzählen, dass sie lustig wird und wenn der erste drüber lacht, ist es nur noch halb so schlimm.

Zitat von Philippa:
Danke für das, was du erzählt hast. Ist irgendwie schon absurd.
Aber: Glaubst du wirklich, so künstliche Ernährung könne dem Körper helfen, gesund zu bleiben/werden?
Naja, wie schon geschrieben, das meiste andere hab ich schon probiert. Und es ist ja nicht so, dass ich erst gestern dick geworden bin: Mit 6 Jahren war ich auf einer Kur, wegen Bronchitis. Und was haben die Schwestern dort als erstes gemacht? Mich auf Diät gesetzt.

Insofern ist diese Pülverchendiät der letzte Versuch, bevor ich meinen Doc mal wegen einer Magenverkleinerung frage. Ich hab einfach keine Lust mehr. Ich will mal wieder eine Nacht normal durchschlafen und früh munter aufwachen!

Momentan könnte ich ja nicht mal mit jemanden zusammenziehen, weil ich jede Nacht das komplette Mobiliar zersäge.

Zitat von Philippa:
Ich setze da eher darauf, nur natürliche Nahrungsmittel zu essen und auch auf Zucker zu verzichten.
Das mit dem Zucker (bzw. Kohlehydraten) sehe ich ähnlich. Nach der Diät werd ich weiterschauen. Ich hab in den letzten Jahren ja schon gelernt, das Salat nicht nur Deko ist sondern tatsächlich schmecken kann. Also das Graszeug. Wurstsalat hat mir schon immer geschmeckt. ;-)
 
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Philippa

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  • #125
Ja, vhe, Galgenhumor ist was Gutes. Behalt ihn.
Ich wünsche dir, dass die Diät hilft!
 

Icebear

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  • #126
Zitat von vhe:
Weder schön, noch Geschichte:

Hab grad eine Diät angefangen. Und weil ich den Rest schon ausprobiert hab, ist diesmal so eine Pülverchen-und-Shakes-Diät angesagt. Soll 3 Wochen dauern und währenddessen darf ich nichts anderes essen.

Das klingt voll eklig :eek:.

Bei mir hat es mit Mentalistas Tipps geklappt. Insgesamt komme ich mittlerweile auf knapp 30 Kilo weniger in 18 Monaten. Dadurch, dass ich mir noch immer mal was gönne, dauert es halt etwas länger. Ansonsten hätte ich schon mehr weg.
 

vhe

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  • #127
Zitat von Icebear:
Werd ich morgen sehen. Ich muss dann jede Stunde was essen. 3 Kekse oder eine Mini-Tasse Suppe und so. Und 3-4 Liter Wasser trinken. Vermutlich ist das Wasser das, was noch am besten schmeckt...

Zitat von Icebear:
Bei mir hat es mit Mentalistas Tipps geklappt.
Was waren denn die Tipps? Hast Du noch nen Link? Momentan sammle ich noch Ideen für die Zeit danach.
 

Icebear

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  • #128
Zitat von Mentalista:
Diäten bringen doch nichts, jedenfalls nicht langfristig. Ich empfehle das nächste Mal, lieber das Geld in eine Ernährungsberaterin zu investieren und ansonsten billig und unkompliziert...Bewegung, Bewegung und Verzicht auf Cola&Co.

Ich habe das Feierabendbier weggelassen, Cola gestrichen und Sport getrieben. Mehr steckt bei mir gar nicht dahinter. Ab und zu gönne ich mal ein Stück Kuchen oder ne Flasche Mate. Ohne das wäre ich sicher noch etwas leichter, aber ohne solche Kleinigkeiten würde ich auch durchdrehen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Fackel

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  • #129
vhe, um wieviel geht es? Ich kenne mehrere Männer, die über 50 kg abgenommen haben, alleine über die Kombination Bewegung und "ausgewogene Ernährung". Einer davon läuft im kommenden Jahr mit mir beim Halbmarathon, einen anderen sehe ich recht regelmäßig auf der Laufstrecke.
Wenn Du nichts Obskures bestellt hast, schaden die Pülverchen und Shakes für ein paar Wochen nicht, aber es verzögert den Beginn einer nachhaltig vernünftigen Ernährungsweise.

Ich selbst brauchte mich um mein Gewicht nie ernsthaft zu kümmern, aber ich wollte mal (weil ich nach 25 Jahren wieder in den Neoprenanzug steigen wollte, den ich mir mit 17 gekauft hatte ...) 10 kg abnehmen. Die ersten 8 kg waren über eine Saftkur auf Gemüsebasis (Tipp: Youtube: Fat, sick and nearly dead) weg, dann folgte langes Verharren auf dem Gewicht trotz ausgewogener Ernährung (einfache Grundregel: eine Hälfte auf jedem Teller gehört dem Gemüse; ja, auch beim Frühstück). Die letzten 2 kg klappten trotz Sport nicht - bis ich das Getreide weggelassen habe. Und schon passte der Neoprenanzug wieder.

Die DGE-Empfehlung hinsichtlich der hohen empfohlenen Menge an Getreideprodukten halte ich für falsch; anders formuliert: ich nähme damit deutlich zu.
 

Frau M

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  • #130
Also ich habe beschlossen, Butter und Sahne wegzulassen. Das wird eine Umstellung.
 

vhe

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  • #131
Zitat von Icebear:
Ich habe das Feierabendbier weggelassen, Cola gestrichen und Sport getrieben.
Feierabendbier trink ich eh keins, cola auch eher selten - Sport ist ein Problem.
Ich hasse Routine. Sowas wie "2x pro Woche joggen" ist schlimm.

Was mir als Programmierer am liebsten wäre, wäre eine Tastatur, die so groß ist, dass man von Taste zu Taste hüpfen muss.
 

Fackel

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  • #132
Würdest Du eher eine OP zulassen als ein bißchen Routine?
 

vhe

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  • #133
Zitat von Fackel:
Bin derzeit bei 102kg, ich hoffe, mit der Diät auf 95kg runterzukommen.
Wenn ich nur an einer alten Messinglampe rubbeln müßte, würde ich mir 75kg wünschen. Dann hätte ich meinen idealen BMI.

Zitat von Fackel:
Ich kenne mehrere Männer, die über 50 kg abgenommen haben, alleine über die Kombination Bewegung und "ausgewogene Ernährung". Einer davon läuft im kommenden Jahr mit mir beim Halbmarathon, einen anderen sehe ich recht regelmäßig auf der Laufstrecke.
Mal sehen. Momentan würde ich nur meine Knie kaputtmachen.

Zitat von Fackel:
Die DGE-Empfehlung hinsichtlich der hohen empfohlenen Menge an Getreideprodukten halte ich für falsch; anders formuliert: ich nähme damit deutlich zu.
Mit den Kohlenhydraten bist Du nicht der erste, der mir (bekennender Brotfan) das sagt, das werd ich sicher auch anfangen. Hab in letzter Zeit in unserer Firmen-Kochgruppe eh schon ziemlich Gemüse-lastig gekocht.
 

Frau M

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  • #134
Wie wäre Dreisprung?
 
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Philippa

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  • #137
Was mich gerade traurig macht: Für die Männer, mit denen sich ein Austausch ergibt, der Lust auf mehr macht (gegenseitig), bin ich dann immer optisch der falsche Typ. Die sagen dann noch so vermeintlich tröstend: "Es ist nichts Persönliches, du bist halt einfach nicht mein Typ."
Wenn's mir nicht gut geht, ziehe ich aus dieser sich immer wiederkehrenden Erfahrung den Schluss, dass meine Persönlichkeit und mein Aussehen nicht zusammen passen.

Wenn ich doch etwas falsch gemacht hätte! Ich hätte die Chance, es zu ändern.
 

vhe

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  • #138
Zitat von Philippa:
Wenn's mir nicht gut geht, ziehe ich aus dieser sich immer wiederkehrenden Erfahrung den Schluss, dass meine Persönlichkeit und mein Aussehen nicht zusammen passen.

Wenn ich doch etwas falsch gemacht hätte! Ich hätte die Chance, es zu ändern.
Man kann auch was ändern, ohne was falsch gemacht zu haben. Warst Du schonmal bei 'ner Typberatung?

Im Idealfall räumt ihr zusammen Deinen Kleiderschrank aus, geht shoppen, zu Friseur und einer Profi-Kosmetikerin und wenn alles klappt, passt am Ende Dein Aussehen zu Deinem Typ.
 
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  • #139
Es ist eine fürchterliche Gewissheit.
Wir leiden alle an einer grausigen Psychose namens Realität.
Sie verschwindet erst beim Einschlafen und ist beim Erwachen wieder da.
Heilung oder Linderung: Aussichtslos
 
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Philippa

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  • #140
Zitat von vhe:
Man kann auch was ändern, ohne was falsch gemacht zu haben. Warst Du schonmal bei 'ner Typberatung?

Im Idealfall räumt ihr zusammen Deinen Kleiderschrank aus, geht shoppen, zu Friseur und einer Profi-Kosmetikerin und wenn alles klappt, passt am Ende Dein Aussehen zu Deinem Typ.

Was?!
Bezieht sich die Aussage "du bist nicht mein Typ" auf meine Kleidung?! Ich dachte, es ginge um mein Gesicht.

Das wäre ja dann noch absurder, wenn ein Mann mich deswegen nicht möchte. Er könnte einfach mit mir shoppen gehen und mir sagen, was ihm gefällt, und das Problem wäre gelöst.
 
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Philippa

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  • #141
Das bringt mich gleichzeitig zum Weinen und zum Lachen!

Ich bekomme mehr und mehr den Eindruck, irgendein unlösbares Problem zu haben, einen angeborenen Defekt, und gräme mich deswegen jahrelang fast zu Tode! Dabei sollte ich nur andere Kleidung tragen und eine andere Frisur haben?!

Was ist das für eine oberflächliche Sache! Jemanden abzuweisen, nur wegen solcher Dinge, die innerhalb eines Tages geändert werden können!
 
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fafner

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  • #142
Zitat von vhe:
Insofern ist diese Pülverchendiät der letzte Versuch, bevor ich meinen Doc mal wegen einer Magenverkleinerung frage. Ich hab einfach keine Lust mehr. Ich will mal wieder eine Nacht normal durchschlafen und früh munter aufwachen!

Momentan könnte ich ja nicht mal mit jemanden zusammenziehen, weil ich jede Nacht das komplette Mobiliar zersäge.
Übergewicht begünstigt Schnarchen, aber es muß nicht daher kommen. Bei meiner (Ex)Freundin ist es weder das noch die Apnoe, die ja wirklich gefährlich ist, sondern schlicht die Erschlaffung des Rachenraumes nachts. Wir haben es dann mit so einer "Schnarchspange" probiert (Velumount) und das funktioniert gut.

Zitat von Philippa:
Was mich gerade traurig macht: Für die Männer, mit denen sich ein Austausch ergibt, der Lust auf mehr macht (gegenseitig), bin ich dann immer optisch der falsche Typ. Die sagen dann noch so vermeintlich tröstend: "Es ist nichts Persönliches, du bist halt einfach nicht mein Typ."
Wenn's mir nicht gut geht, ziehe ich aus dieser sich immer wiederkehrenden Erfahrung den Schluss, dass meine Persönlichkeit und mein Aussehen nicht zusammen passen.
Ich finde, an Dir paßt alles gut zusammen. Aber ich bin ja auch nicht Deine "Zielgruppe". ;-)

Drehen wir den Spieß mal um: kennst Du irgendeinen Menschen, von dem Du sagen würdest, daß seine Persönichkeit und das Aussehen "nicht zusammenpassen"?
 

IPv6

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  • #143
Zitat von vhe:
Insofern ist diese Pülverchendiät der letzte Versuch, bevor ich meinen Doc mal wegen einer Magenverkleinerung frage. Ich hab einfach keine Lust mehr. Ich will mal wieder eine Nacht normal durchschlafen und früh munter aufwachen!

Das mit dem Zucker (bzw. Kohlehydraten) sehe ich ähnlich. Nach der Diät werd ich weiterschauen. Ich hab in den letzten Jahren ja schon gelernt, das Salat nicht nur Deko ist sondern tatsächlich schmecken kann. Also das Graszeug. Wurstsalat hat mir schon immer geschmeckt. ;-)

Magenverkleinerung, puhh, das verorte ich eher bei lebensbedrohlichem Übergewicht, aber da bist du doch weit von entfernt.
So eine OP ist nicht ohne.

Beim Zucker bist du auf der richtigen Fährte, insbesondere der Fruchtzucker. Da hat man schon vor langer Zeit (20J) festgestellt, dass er schlimmer ist als das Fett, aber die "No-Fett" Lobby ist da sehr mächtig.

Schau dir mal den Film "That Sugar Film" an. In der WDR 3 Mediathek unter Quarks + Co gibt es auch noch was; Stichwort "Trend Essen" oder so.
 
P

Philippa

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  • #144
Zitat von IPv6:
Beim Zucker bist du auf der richtigen Fährte, insbesondere der Fruchtzucker. Da hat man schon vor langer Zeit (20J) festgestellt, dass er schlimmer ist als das Fett, aber die "No-Fett" Lobby ist da sehr mächtig.

Gilt das nur für künstlich beigefügten Fruchtzucker, oder etwa auch für Früchte?
 

t.b.d.

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  • #145
Zitat von Claudi:
Hallo Loner,
im Grunde stellst Du genau die richtigen Fragen, das ist mir hier im Forum schon aufgefallen. Verbinde doch mal Dein "Wie schafft man es, sich mit dem Alleinsein und -bleiben abzufinden?" mit "Ist eine Therapie sinnvoll?". Dann wäre die Entscheidung, die Du fällen kannst: Kannst Du Dir vorstellen, daß eine Therapie Deine Situation verbessern würde? Und ist Deine Bedrängnis durch Alleinsein, Traurigkeit und Einsamkeit groß genug, um die Hemmschwelle zu überwinden in die Therapie zu gehen.

Ich finde die Therapie sinnvoll, obwohl ich das jetzt fast 6 Jahre mache und keine eindeutigen Erfolge vorzuweisen habe. Weder habe ich es geschafft, eine neue Partnerschaft auf Dauer einzugehen noch alleine glücklich zu werden. Aber ich kann das, was Alleinsein und Einsamkeit mit mir macht, mit Hilfe der Therapie besser managen.

Und ich kann Therapie begleitend zum Online Dating nur dringend empfehlen. Nach ein paar Jahren davon bist Du mit hoher Wahrscheinlichkeit therapiebedürftig.

Interessant ist die Reaktion einiger Leute aus meinem näheren Umfeld. Wenn die von meiner bestehenden Traurigkeit erfahren, kommt fast reflexhaft:"Dann mach doch mal eine Therapie." Wenn ich dann sage, mach ich ja, kommt die Empfehlung, dann müsse man da wohl mal andere Saiten aufziehen: stationäre Einweisung, Psychopharmaka oder mindestens ein Wechsel der Therapeuten.

Manchmal ist die Therapie wie sich mit einem guten Freund auf einen Kaffee treffen. Einem, dem Deine Probleme nie zu viel werden (er/ sie lebt schließlich davon). Ich finde aber nicht, dass das die Sinnhaftigkeit der Therapie zwangsläufig in Frage stellt. Vor allem nicht, wenn man keine solchen Freunde hat.
Das "Aufarbeiten der Kindheit/Vergangenheit" kann wichtig und nützlich sein, muss aber nicht. Ist auch nicht meine Lieblingsdisziplin. Ich arbeite besser mit, wenn es um das Hier und Jetzt geht. Vom Gefühl her würde ich sagen, viele mögen das Rühren in der Vergangenheit nicht, weil es so anstrengend und auch oft schmerzhaft ist. Und nicht mehr zu ändern. Aber es gibt bestimmt viele, die finden, dass genau das Aufarbeiten von Früher eine ordentliche Therapie ausmacht.

Ich habe mal gelesen, dass man mit dem Therapeuten ein Therapieziel vereinbaren soll. Sonst therapiert der womöglich vogelwild daher und man weiß nicht wohin die Reise geht.
Man muss aber aufpassen dass man nicht die falschen Ziele setzt. Wenn man also traurig ist und fröhlicher werden will, versehentlich aber "schön, reich und berühmt" als Ziel vereinbart hat, dann kann es sein, dass der Frohsinn trotzdem ausbleibt.
 
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Philippa

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  • #146
Ich mag diese Auftragsgeilheit der Psychiatrie nicht. Ich finde, ein guter Therapeut hat ein intuitives Gespür fürs Gegenüber und den Mut, Dinge anzusprechen und sich auf schwierige Prozesse einzulassen. Er sollte ausserdem ein wenig Lebenserfahrung haben und wissen, wie sich verschiedene Stimmungen anfühlen können und was den Menschen gut tut.
Wenn gerade bei Menschen, denen es besonders schlecht geht, niemand helfen will, weil dieser Mensch keinen (sinnvoll erscheinenden) Auftrag formulieren kann oder weil es so aussieht, als ob es über längere Zeit keine Fortschritte gibt, dann empfinde ich das als ein schlimmes Versagen der Fachleute und des Versorgungssystems. Leider ist es aber oft Alltag.
 
G

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  • #147
Ziel aller Therapie ist häufig, sein eigener Therapeut zu werden.
Was mich schnurrstraks zu dem Film "What About Bob" bringt. Er segelte, er war ein Segler. Lustiger Film.
 

Icebear

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  • #148
Zitat von vhe:
Feierabendbier trink ich eh keins, cola auch eher selten - Sport ist ein Problem.
Ich hasse Routine. Sowas wie "2x pro Woche joggen" ist schlimm.
Eine gewisse Routine wird sich beim Abnehmen mit Sport nicht vermeiden lassen. Du kannst zwar Abwechslung reinbringen (Schwimmen, Joggen, Fahrrad fahren etc.) aber zumindest die Regelmäßigkeit ist halt schon entscheidend.
 

t.b.d.

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  • #150
Zitat von Icebear:
Eine gewisse Routine wird sich beim Abnehmen mit Sport nicht vermeiden lassen. Du kannst zwar Abwechslung reinbringen (Schwimmen, Joggen, Fahrrad fahren etc.) aber zumindest die Regelmäßigkeit ist halt schon entscheidend.

Das seh ich ebenso.

Meine Erfahrung beim Abnehmen ist, dass Diät / Mangelernährung allein kaum etwas bringt. Mein Körper ist da recht flexibel und anpassungsfähig. Das heißt, man kann über den Verbrauch in Ruhe nur sehr begrenzt Fett abnehmen.
Mir ist außerdem aufgefallen, dass man sich leicht verschätzt wenn man die Kalorienaufnahme und den Kalorienverbrauch Pi mal Daumen abschätzt. Meist wird das eine unter- und das andere überschätzt. 1 Kg Körperfett entspricht 7000Kcal.
Vertut man sich aber pro Tag nur um ca. 100-150 Kcal, macht das pro Monat ein ca. halbes Kilo aus. Macht zwischen Neujahr und Weihnachten 5-7kg frisches Körperfett.
Falls man merkt, dass man sich regelmäßig verschätzt oder dazu neigt sich etwas vorzumachen ist messen eine gute Methode. Gewissenhaft Messen, Aufschreiben und Rechnen. Es gibt gute Tools und Apps die das sehr erleichtern.
Wenn man die überschüssigen Kilos nun rein mittels FdH wegbringen will, wird man feststellen, dass zunächst mal Muskeleiweiß abgebaut wird, vor allem wenn Muskeln nicht benutzt werden.

Während Fett isolierend wirkt, verbrauchen Muskeln Energie. Es macht also Sinn, sich um seine Muskulatur zu kümmern.
1 Kg Körperfett entspricht 7000Kcal. Siebentausend Kilokalorien!
Fett kann mit Training zur Fettverbrennung nur bis 50% verbrannt werden. Das heißt, es müssen weitere 7000Kcal Kohlehydrat und Protein aufgenommen und verbraucht werden um ein Kilo Fett loszuwerden. Bei intensiverer Betätigung sinkt der prozentual verbrauchte Fettanteil. Es muss also noch mehr Kohlehydrat verbraucht werden. Hungrig ins Training gehen führt dazu dass die Leistungsfähigkeit ziemlich bald aprupt einbricht.
Das Modell menschlicher Körper wurde für steinzeitliche Lebensverhältnisse optimiert. Für Mangel und stänig wechselnde Herausforderungen. Darum ist der Mensch extrem flexibel und kann fast jeden Lebensraum besetzen. Heutzutage wäre Beständigkeit von Vorteil. Muskeln die nicht abbauen wenn sie nicht regelmäßig genutzt werden. Nicht benötigte Kalorien sollten ausgeschieden statt für schlechte Zeiten eingelagert zu werden.
Nun, der menschliche Körper ist keine Maschine.
Während langer Winter in steinzeitlichen Höhlen und mit begrenzten Vorräten wäre das sogar kontraproduktiv.
Der menschliche Körper ist ein Wunderwerk der Anpassungsfähigkeit.
Da macht es Sinn, dass Energie verbrauchende Muskulatur, die zeitweise kaum genutzt wird, abgebaut und isolierendes Fett erst danach angegriffen wird.
Sobald wieder Nahrung (Beute) verfügbar ist werden die Muskeln neu aufgebaut und wenn im Spätsommerund Herbst Nahrungsüberfluss herrscht wird Energie in Form von Fett gespeichert. Der nächste Winter kommt bestimmt und so geht es dahin.
In gut geheizten Häusern mit prall gefüllten Vorratsschränken und der Möglichkeit jederzeit kalorienreiche Nahrung im Überfluss zu finden (Supermarkt) ist der frühere Vorteil nun ein Nachteil. Dem kann man aber bewusst entgegenwirken. Wenn man mal festgestellt hat, dass es unbewusst nicht klappt, dann muss man´s halt bewusst tun, sofern man tatsächlich abnehmen will.


Wichtig ist dabei körperliche Betätigung. Egal ob Tanzen, Sport, körperliche Arbeit, anstrengende Hobbies, beim Sex oben toben, in der Mittagspause spazieren gehen oder mit dem Rad zur Arbeit fahren.

Ob und warum man wirklich abnehmen will muss jeder selbst wissen. Die Motivation dazu muss glaub ich von innen kommen. Auch das Ziel das man erreichen will sollte vlt. nicht nur im abnehmen selbst bestehen. Ich denke es macht Sinn, sich zu überlegen, was man mit seinem neuen schlankeren Körper gern anfangen will.

Welchen Sport, welches Hobby oder welche Tätigkeiten will ich künftig mit Spaß und Freude ausführen (können)?

Klar, auch der Gesundheit wegen..., dabei muss man aber auch sehen, welchen gesundheitlichen Risiken sich Freizeitsportler fast täglich aussetzen. Das geht bei falschem Ehrgeiz los der Gelenke und Kreislauf schädigt über fahrlässiges oder riskantes Verhalten im Straßenverkehr die mit Gefahr für Leib und Leben einhergeht bis hin zu Selbstüberschätzung die nicht nur einen selbst sondern auch andere in Gefahr bringt.
Also auch da bewusst mit Sinn und Verstand rangehen.
Apropos gesundheitliches Risiko. Das größte Risiko in Bezug auf Körperfett geht nicht von jenem Fett aus, welches man von außen sehen und anfassen kann. Das "böse" viszerale Körperfett ist jenes, welches von der Nebenniere als Reserve für den Hirnstoffwechsel um die inneren Organe herum angelagert wird. Fatalerweise kann man es nicht direkt durch Muskeltätigkeit verbrauchen. Man muss erreichen, dass es nach und nach vom Gehirn "freigegeben" wird. Das passiert jedoch nur, wenn sowohl das Stresslevel (Stress im Sinne von ständiger Überforderung) als auch das Zufriedenheitsniveau (hier vor allem dauernde Unzufriedenheit) dauerhaft so eingepegelt ist, dass das Hirn nicht ständig nach mehr Nahrung ruft und damit Fressattacken oder Heißhunger auf Süßes auslöst.
Teilweise geht das schon über die geistige Einstellung. Ärgere ich mich über die körperliche "Quälerei" oder freue ich mich über die erbrachte Leistung auch wenn sie dem Vergleich mit anderen kaum standhält?
Auch hier wichtig - alles was man selbst geleistet hat zählt.
Weiterhin kann die steigende Leistungsfähigkeit ein Grund zur Freude sein. Jeder Schritt voran ist ein Schritt in die richtige Richtung.