Mentalista

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  • #1.051
Zitat von BoiledFrog:
Was tut man seinen Kindern an ihren berechtigten Anspruch gegen die Eltern einklagen zu müssen, weil diese ihren Verpflichtungen nicht nachkommen!

Richtig.

Vor allen Dingen in keinster Weise nachvollziehbar, diesen Fakt unreflektiert hier im Forum preis zu geben.
 

lisalustig

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  • #1.053
Zitat von Jett Rink:

Spielt keine Rolle ;-)
Ich kenne genug Eltern-Kind-Dramen aus der Bekanntschaft / Verwandschaft....

Und es müssen ja nicht immer Dramen sein. Ein Bekannter hat Kinder in Australien. Die sind dann auch nicht für einen da - oder man geht nach Australien...
 
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Yvette

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  • #1.055
Zitat von lisalustig:
Spielt keine Rolle ;-)
Ich kenne genug Eltern-Kind-Dramen aus der Bekanntschaft / Verwandschaft....

Und es müssen ja nicht immer Dramen sein. Ein Bekannter hat Kinder in Australien. Die sind dann auch nicht für einen da - oder man geht nach Australien...

Ich finde nicht, dass Kinder den "Job" haben für die Eltern da zu sein ... damit würden sie instrumentalisiert. Es ist gut, wenn Kinder sich den Eltern so verbunden fühlen, dass das so geschieht, aber daraus eine Funktion abzuleiten kann ich nicht nachvollziehen.
 
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Philippa

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  • #1.058
Ich schreib's mal hier hin, weil es ein von mir begonnener Thread ist, im "Nur mal so" ist's grad sehr unpassend...

Gerade lag ich sinnierend auf meinem Sofa und dachte über die Liebe nach und dann auch über dieses Forum. Und dann hatte ich den Gedanken, dass Heike (gerade durch ihre Härte) einen lehren kann, sich selbst zu lieben.

Dadurch, dass sie unverfälscht sagt, was sie denkt, aber auch als verlässliches Gegenüber da ist. Gerade weil sie manchmal über die Forumsdummheit herzieht, traut sie allen viel zu.

Ich glaube, wer ganz echt und tief liebt, der kann nicht lügen, auch nicht, um das Gegenüber vor Verletzungen zu schützen. Eine Gutreden eines negativen Verhaltens verfehlt den anderen.
 
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Philippa

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  • #1.060
:) Das Eltern-Kind-Thema passt irgendwie auch zu dem, was ich gerade dachte.
 

Yvette

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  • #1.061
Zitat von Jett Rink:

Zunächst müssen, sollten, usw. Eltern die ganz archaischen Bedürfnisse von Kleinkind, Kind und Jugendlichem erfüllen. Gelingt das nicht, gerade von Müttern, braucht meiner Meinung nach nicht erwartet werden, dass sich, in einem Alter, wo sich das Verhältnis der Fürsorge drehen sollte, dies auch gelingt.
 

Jett Rink

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  • #1.062
...
 
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Philippa

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  • #1.063
Zitat von Yvette:
Zunächst müssen, sollten, usw. Eltern die ganz archaischen Bedürfnisse von Kleinkind, Kind und Jugendlichem erfüllen. Gelingt das nicht, gerade von Müttern, braucht meiner Meinung nach nicht erwartet werden, dass sich, in einem Alter, wo sich das Verhältnis der Fürsorge drehen sollte, dies auch gelingt.

Erwarten kann das sowieso keiner. Aber es wäre dennoch nichts Schlechtes oder Dummes.
 
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Philippa

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  • #1.065
Zitat von Yvette:
Es wäre sogar gut, wenn man verzeihen könnte, wenn die Wunden endlich heilen könnten - manchmal geht das aber nicht, wenn man verkauft wurde. Das bleibt ewig!

Die Prägungen, die einen vielleicht sehr belasten und viel Leiden bringen können, kann man nicht einfach wegwischen. Aber wenn man es schafft, durch das Verändern der eigenen Rolle gegenüber den Eltern die Beziehung so zu verändern, dass man spüren kann, dass die Eltern einen lieben, dann ist das für alle sehr heilsam und vielleicht ein wichtiger Schritt dahin, auch die Liebe eines Partners zu finden.

Es macht mich traurig, dass du dich von deinen Eltern verkauft fühlst. Das muss sehr schwierig sein.
 
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fafner

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  • #1.066
Zitat von Philippa:
Ich glaube, wer ganz echt und tief liebt, der kann nicht lügen, auch nicht, um das Gegenüber vor Verletzungen zu schützen. Eine Gutreden eines negativen Verhaltens verfehlt den anderen.
Ich hab Dir das heute schon mal geschrieben. :)

Was Du als negatives Verhalten ansiehst, muß ja Dein Gegenüber nicht auch so sehen. Es wird sogar genau umgekehrt sein. Wo ist die neutrale Instanz, die Dir recht gibt und Deinem Gegenüber nicht?

Dieses Ich-muß-dem-Gegenüber-sagen-was-es-falsch-macht-auch-wenn-es-verletzt ist die SICHERSTE Methode, um eine Beziehung zu ruinieren...
 

Yvette

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  • #1.067
Zitat von Philippa:
Die Prägungen, die einen vielleicht sehr belasten und viel Leiden bringen können, kann man nicht einfach wegwischen. Aber wenn man es schafft, durch das Verändern der eigenen Rolle gegenüber den Eltern die Beziehung so zu verändern, dass man spüren kann, dass die Eltern einen lieben, dann ist das für alle sehr heilsam und vielleicht ein wichtiger Schritt dahin, auch die Liebe eines Partners zu finden.

Es macht mich traurig, dass du dich von deinen Eltern verkauft fühlst. Das muss sehr schwierig sein.

Das ist sicher kein Thema für hier - ich möchte das Päckchen jetzt wieder schliessen, danke!
 
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Philippa

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  • #1.068
Zitat von fafner:
Dieses Ich-muß-dem-Gegenüber-sagen-was-es-falsch-macht-auch-wenn-es-verletzt ist die SICHERSTE Methode, um eine Beziehung zu ruinieren...

fafner, es ist ja hoffentlich nicht das dominierende Thema, dass der Partner etwas falsch macht. Man kann doch ebenso darüber sprechen, was er gut macht und weshalb man ihn liebt! Ausserdem habe ich geschrieben, ein Gutreden sei nicht hilfreich. Ich habe nicht geschrieben, dass man jahrelang auf einem Fehler des Partners herumreiten soll.
 
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Philippa

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  • #1.069
Zitat von fafner:
Was Du als negatives Verhalten ansiehst, muß ja Dein Gegenüber nicht auch so sehen. Es wird sogar genau umgekehrt sein. Wo ist die neutrale Instanz, die Dir recht gibt und Deinem Gegenüber nicht?

Ich möchte keine Beziehung mit einem Mann, der bezüglich dessen, was ich gut und schlecht finde, die gegenteilige Haltung hat.
 
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Philippa

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  • #1.070
So, jetzt mache ich aber Schluss für heute. Gute Nacht allerseits!
 

fafner

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  • #1.072
Zitat von Philippa:
Ich glaube, wer ganz echt und tief liebt, der kann nicht lügen, auch nicht, um das Gegenüber vor Verletzungen zu schützen. Eine Gutreden eines negativen Verhaltens verfehlt den anderen.
Was Du als negatives Verhalten ansiehst, muß ja Dein Gegenüber nicht auch so sehen. Wo ist die neutrale Instanz, die Dir recht gibt und Deinem Gegenüber nicht?
 
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Philippa

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  • #1.074
Zitat von fafner:
Was Du als negatives Verhalten ansiehst, muß ja Dein Gegenüber nicht auch so sehen. Wo ist die neutrale Instanz, die Dir recht gibt und Deinem Gegenüber nicht?

Du gibst also immer deiner Partnerin Recht, weil es keine neutrale Instanz gibt?

Könnte man nicht einfach eine ehrliche Auseinandersetzung darüber führen, was einem auf den ersten Blick nicht gefällt?
 

fafner

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  • #1.075
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Philippa

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  • #1.076
Zitat von fafner:
Im Grunde meinte ich das. Nur klang es bei Dir anfangs nicht so, als würdest Du es auch so sehen.

fafner, ich hatte geschrieben, dass ein Gutreden eines negativen Verhaltens den anderen verfehle. Du hast dich dagegen gewendet und behauptest jetzt, dass du gemeint hättest, man solle eine ehrliche Auseinandersetzung führen. Vielleicht denkst du da nochmals darüber nach?
 

fafner

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  • #1.077
Es fehlte mir schlicht in Deiner Feststellung des "negativen Verhaltens" die Option der ehrlichen Auseinandersetzung. Anscheinend meintest Du das doch aber (implizit), oder nicht? Es gibt durchaus Leute, die meinen das nicht so.

Also natürlich ist ein Gutreden nicht hilfreich. Mir ging es nur darum, wie ein Nicht-Gutreden beim Gegenüber ankommen kann. Verstehst Du?

Oder anders: was nützt es Dir, wenn Du ganz echt und tief liebst, aus dem Grunde Dein Gegenüber nicht anlügst, ein Deiner Meinung nach negatives Verhalten nicht gutredest, und damit sich Dein Gegenüber von Dir verletzt fühlt?
 
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Philippa

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  • #1.078
@fafner: Ich habe den Eindruck, du weichst der Einsicht aus.

Es ist keine Schande, bei bestimmten Themen ein Durcheinander im Kopf zu haben/gehabt zu haben. Das hat seine Ursachen.

Eine neue Einsicht ist vor allem dann wirksam und heilsam, wenn man sich auch eingesteht, dass es etwas Neues ist, und vor allem, wenn man sich gut überlegt, weshalb man da ursprünglich einen Knopf hatte und welche nun eine neue, sinnvollere Haltung zum Thema sein könnte.

Es ist nicht sehr hilfreich, finde ich, wenn man behauptet, man hätte das eigentlich alles schon gemeint. Ich kann aber nachvollziehen, dass man das macht. Ich habe es früher auch immer getan und mir damit beim Lernen ein Bein gestellt.

Ein Lernprozess beinhaltet, dass man merkt, dass man zuvor etwas Falsches oder Unangemessenes gedacht/geglaubt hat. Es ist auch heilsam, zu merken, dass man manchmal Falsches/Unangemessenes denkt, und dass das spätere Eingeständnis davon nichts Schlimmes ist.
 

fafner

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  • #1.079
Jetzt fängst Du hier ganz was anderes an. Hast Du noch Lust, auf meine letzte Frage zu antworten? Sonst lassen wir es halt.
 
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Philippa

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  • #1.080
Zitat von fafner:
Es fehlte mir schlicht in Deiner Feststellung des "negativen Verhaltens" die Option der ehrlichen Auseinandersetzung. Anscheinend meintest Du das doch aber (implizit), oder nicht? Es gibt durchaus Leute, die meinen das nicht so.

Also natürlich ist ein Gutreden nicht hilfreich. Mir ging es nur darum, wie ein Nicht-Gutreden beim Gegenüber ankommen kann. Verstehst Du?

Oder anders: was nützt es Dir, wenn Du ganz echt und tief liebst, aus dem Grunde Dein Gegenüber nicht anlügst, ein Deiner Meinung nach negatives Verhalten nicht gutredest, und damit sich Dein Gegenüber von Dir verletzt fühlt?

fafner, du änderst ständig deine Haltung. Befürwortest du jetzt ein Gutreden oder eine ehrliche Auseinandersetzung?

Die ehrliche Auseinandersetzung kann natürlich besser und problemloser geführt werden, wenn es sich um zwei reflektierte, reife Personen handelt, als wenn jeder bei jeder Kritik gerade schreit "Hilfe! Du liebst mich nicht (mehr)!"
Doch wie kommt man dazu, reflektierter zu werden? Doch nicht, indem jedes Gegenüber alles gutredet...