Single1970

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  • #72.391
@chrissi22
Bedenke Folgendes:
Dort, so weit weg von dir, darf es an diesem Tag der Hochzeit nur um dein Kind und seinen/ihren PartnerIn gehen!

Das, was ich zu Beginn des vorherigen Beitrages geschrieben habe, stimmt aber trotzdem, denn die Welt ist nicht schwarz-weiss. Ich kenne schwierige Muster und ihre schmerzhaften Vorgeschichten aus eigener Erfahrung und keiner muss sich dessen schämen! Man kann aber immer weiter lernen im Leben und auch alle Beziehungen verbessern! Denn ich glaube, du wünschst dir von Herzen ein gutes, herzliches Verhältnis mit deinem Kind.

Und das wünsche ich dir und deinem Kind ganz, ganz fest, obwohl ich vielleicht hier auch etwas Schwieriges dazu geschrieben habe.

Lass dich drücken!
Dir kann man gar net böse sein 🙂 Laß Dich auch mal lieb drücken 🤗
 
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chrissi22

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  • #72.392
@authentisch Du bist ja süß, alles gut, brauchst keinen Anlauf nehmen, das sehe ich ja genauso ;) Aber man begleitet so lange und dann würde man auch diesen Schritt gerne begleiten, ich helfe ihr sogar, aber ich bin einfach geplättet. Wir sind sehr ehrlich zueinander und unser Verhältnis trägt das, darum werde ich ihr deutlich nochmal spiegeln, was es für mich heißt. Das muss sie abkönnen, denn so hab ich die beiden auch erzogen, dass sie weder finanziell noch emotional hauptamtlich Kinder bleiben sondern nach und nach anerkennen müssen, dass ihre Eltern ihre eigene Sicht auf die Dinge haben. Die Dinge liegen irgendwann komplett in ihrer Verantwortung (zum Glück) aber sie haben Auswirkung auf andere. Und das muss man anerkennen im erwachsen werden und sein. - Tja, und dann wird nachgefeiert dass die Schwarte knackt und ich lege mit dem Schwiegersohn einen fetten Salsa hin 💃 🕺
 
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Maron

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  • #72.393
Ich glaube es geht über das Thema Scham noch hinaus. Dein Muster ist ja schon da, bevor du merkst, dass es wieder ein Katastrophski ist, wie du das nennst. Sonst würdest du ja nicht immer wieder denselben Typus Mann anziehen und dich auf ihn einlassen.

Als kleines Mädchen wolltest du sicher in dieser Hinsicht noch mehr von deinem Vater als dich nur nicht schämen zu müssen. Du wolltest wohl eigentlich stolz auf ihn sein und ihm vertrauen können. Und vielleicht hast du das immer wieder so erlebt, dass du diese Gefühle aufbringen konntest, bis du erneut merken musstest, dass du seiner Schauspielerei wieder auf den Leim gegangen bist. Aber du konntest mit der Gutgläubigkeit nicht aufhören, denn als Kind braucht man das Gefühl, seinen Eltern vertrauen und auf sie stolz sein zu können. Und wenn man das nicht irgendwann merkt und damit aufhört und stattdessen sich selbst vertrauen und auf sich selbst ausreichend stolz sein kann, dann führt man das Muster bei seinem Partner weiter. Das kann man aber überwinden, oder man kann es jedenfalls schaffen, ihm nicht mehr auf den Leim zu gehen, wenn man sich dessen bewusst wird. Dafür braucht es aber auch ein Annehmen des damit verbundenen Schmerzes und Trauer darüber.

Manchmal glaub ich, du tust gerne alles in den gleichen einen Topf. Als Kind war er mein Held und ich hab ihm vertraut. Das ist Kindern mal so eigen. Und seine Art zu leben weiß ich erst, seit ich erwachsen bin. Als Kind konnte ich seine Ohnmacht nur spüren. Und so kann ich es mir wohl vorstellen, dass ich gleich direkter bei Personen darauf achte. Und rückwirkend hab ich natürlich ein großes Mitgefühl mit mir.
 

Mentalista

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  • #72.394
Da es ein Feuerchen für die Verwirrten und Traurigen ist, bin ich grad mal dabei. Meine Tochter hat holterdipolter entschieden, früh zu heiraten, und zwar gleich. Da es am A... der Welt ist und mit viel Bürokratie verbunden, sind wir einfach nicht dabei. Fertig. Mein Kind heiratet und ich kuck wenn überhaupt per facetime zu? Grad find ich sie total blöd 😠 Ichweißichweiß, es ist ihr Leben, soll sie machen, kein schlechter Fang, aber ich bin doch irgendwie vorn Kopp geknallt, so mit lieber begründeter sülzsülz - aber Ausladung. Grmpff. Es gibt bestimmt eine Nachfeier hier für die Familie, aber sie sitzt erstmal alleine dort und sagt ja und wir sitzen hier und bohren uns in der Nase? Jaullll....
*schmeißt Holz ins Feuer und gießt sich nen whisky in den Blechnapf - - rin damit.... wer noch? 🥃🥃🥃
Ich drück dich mal!
 
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  • #72.396
@authentisch Du bist ja süß, alles gut, brauchst keinen Anlauf nehmen, das sehe ich ja genauso ;) Aber man begleitet so lange und dann würde man auch diesen Schritt gerne begleiten, ich helfe ihr sogar, aber ich bin einfach geplättet. Wir sind sehr ehrlich zueinander und unser Verhältnis trägt das, darum werde ich ihr deutlich nochmal spiegeln, was es für mich heißt. Das muss sie abkönnen, denn so hab ich die beiden auch erzogen, dass sie weder finanziell noch emotional hauptamtlich Kinder bleiben sondern nach und nach anerkennen müssen, dass ihre Eltern ihre eigene Sicht auf die Dinge haben. Die Dinge liegen irgendwann komplett in ihrer Verantwortung (zum Glück) aber sie haben Auswirkung auf andere. Und das muss man anerkennen im erwachsen werden und sein. - Tja, und dann wird nachgefeiert dass die Schwarte knackt und ich lege mit dem Schwiegersohn einen fetten Salsa hin 💃 🕺
Da bin ich froh. :) Ich hatte nur den Eindruck, schon als du erzählt hattest, dass du gerade von den Hochzeitsplänen erfahren hattest, dass du sehr stark im eigenen Schmerz über das Fehlen eines Partners reagiert hattest, statt dich über die gute Nachricht wirklich zu freuen. Das hat ja auch seine Gründe, kann aber vielleicht für einen Sohn oder eine Tochter auch schwierig sein.

Ich wünsche dir und deinem Kind alles Gute und hoffe, ihr könnt die Hochzeitsnachfeier dann so schön, wie du sie dir jetzt vorstellst, erleben!
 
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  • #72.397
Manchmal glaub ich, du tust gerne alles in den gleichen einen Topf.
Hmm.
Als Kind war er mein Held und ich hab ihm vertraut. Das ist Kindern mal so eigen. Und seine Art zu leben weiß ich erst, seit ich erwachsen bin. Als Kind konnte ich seine Ohnmacht nur spüren. Und so kann ich es mir wohl vorstellen, dass ich gleich direkter bei Personen darauf achte. Und rückwirkend hab ich natürlich ein großes Mitgefühl mit mir.
Ja, das ist dann vielleicht tatsächlich anders als ich den Eindruck hatte. Es waren ja auch nur ein paar Zeilen, die du darüber geschrieben hattest und vielleicht etwas voreilig von mir, das überhaupt verstehen zu wollen.

Dennoch glaube ich, dass es einen Grund gibt, weshalb du überhaupt immer wieder an Männer gerätst, die du als problematisch erlebst. Vielleicht konnte ich dich ja doch ein wenig anregen, darüber nachzudenken? Wirklich der Sache auf den Grund gehen, kann man meines Erachtens sowieso nur selbst. Und wie gesagt, die Lösung liegt in der emotionalen Verarbeitung, glaube ich.
 

chrissi22

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  • #72.398
Warte ab, manchmal ändern sich Dinge, schneller als du glaubst. Der Alltag wirds zeigen.
Die beiden kennen sich ja schon länger und haben zeitweise zusammen gelebt, ich denke schon es passt. Fühlt sich halt nur komisch an, wenn man als Mutter nicht bei der Hochzeit dabei sein kann. Egal, genug gejammert. Am Wochenende kommt sie und dann schnacken wir nochmal. Ich freu mich über ihr Glück ;)

Wie kommst Du durch den Streik, fährt ja kaum ne S Bahn oder? Die GdL ist echt hacke, den Wesselsky kann ich nicht ab. Der hat so eine ungute Ausstrahlung nach Macht. Ich gönne denen mehr Lohn, die Manager sahnen ja ordentlich ab trotz tw Missmanagement aber die Gewerkschaftsoberfritzen sind mittlerweile nicht viel anders.... 🚂
 

chrissi22

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  • #72.399
Und wie gesagt, die Lösung liegt in der emotionalen Verarbeitung, glaube ich.
Generell. Und manchmal muss man akzeptieren, dass es keine endgültige Lösung oder Heilung für Sachen gibt, die uns von den Eltern oder Großeltern etc. mitgegeben wurden, dass man die Dinge anschaut und sortiert aber dann am Weg liegen lässt, weil man keine Macht über die Vergangenheit hat und sie nicht mehr ändern kann.
 
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  • #72.400
Generell. Und manchmal muss man akzeptieren, dass es keine endgültige Lösung oder Heilung für Sachen gibt, die uns von den Eltern oder Großeltern etc. mitgegeben wurden, dass man die Dinge anschaut und sortiert aber dann am Weg liegen lässt, weil man keine Macht über die Vergangenheit hat und sie nicht mehr ändern kann.
Ja. Man hat ja nicht einmal Macht über viele Dinge in der Gegenwart.
 

Saucebox

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  • #72.401
keine Macht über die Vergangenheit hat und sie nicht mehr ändern kann.
Stimmt schon, ändern kann man die Vergangenheit nicht - sehr wohl aber, wie man damit umgeht.

Es geht mMn auch nicht darum, alles zu "vergeben und vergessen", wer aber die Ursache(n) für seine(n) Trigger kennt, kann eben jene(n) Trigger neutralisieren, auch wenn er/sie einen das ganze Leben lang begleitet/n. Ein gesunder Nebeneffekt der Selbstreflexion.

Menschen, denen das nicht gelingt, weil sie entweder nichts davon wissen oder wissen wollen, werden ihren "Rucksack" nie wirklich los.
 
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chrissi22

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  • #72.402
Menschen, denen das nicht gelingt, weil sie entweder nichts davon wissen oder wissen wollen, werden ihren "Rucksack" nie wirklich los
Das meine ich mit Anschauen und Sortieren.
Man bekommt Lasten übertragen, die man nicht heilen kann. Trauer und Verdrängung familiär, die man als überwiegend geschonte Generation nun nachträglich abarbeitet. Auch gesellschaftlich. Aber was soll ich jetzt noch damit anfangen? Ich arbeite tw. sogar Symptome der Großeltern ab. So ein Quatsch im Grunde. Man ist da eingebunden und hat ein Leben lang Zeit, das loszuwerden. Das ärgert mich schon, denn es bindet jede Menge Glück und Energie, man macht Sachen, die man so sonst nicht tun würde. Vertreibt sein Glück, weil man es nicht verdient zu haben glaubt, Muster in sich hat, die sagen: aua tut weh, hau ab.
Indem ich es anerkenne - okay, das war so bei ihnen, Leid Schmerz Enttäuschung, Krieg Krankheit persönliches Versagen, Düsternis....., aber ich kann es eh nicht ändern - habe ich den Rucksack ausgeleert und sortiert und muss damit klar kommen, dass nun einiges an Müll rechts und links liegen bleibt und ich aus der Schei...e eben keine Bonbons gezaubert habe. Ich kann nur versuchen, möglichst wenig Müll selber zu produzieren und ansonsten die Recyclingfirma anzurufen und mich aufs Rad zu schwingen und in den warmen oder kalten Wind zu fahren...
 
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Saucebox

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  • #72.403
Ich arbeite tw. sogar Symptome der Großeltern ab. So ein Quatsch im Grunde.
Ich bin über Jahrzehnte quasi mit Autopilot und Vollgas durchs Leben gerauscht, bis mich ein bestimmtes Erlebnis abrupt gebremst hat.

Was folgte, war in der Tat eine Aufarbeitung bis hin zurück zu den Grosseltern. Die Erkenntnise daraus sind letztlich unbezahlbar, seither gehe ich wesentlich aufmerksamer durchs Leben und fokussiere mich auf das Hier und Jetzt. Das mag jetzt fast schon esoterisch klingen, hat aber seine Wurzeln in ganz anderen Dingen.

Der frühere Inhalt meines geleerten Rucksacks interessiert mich mittlerweile überhaupt nicht mehr, viel mehr profitiere ich von all den Erkenntnissen, die mir geblieben sind. Das ist eine ganz andere Lebensqualität, jeden einzelnen Tag. Auch deswegen, weil ich für mich Negatives auf Anhieb erkennen und aussortieren kann. Meine alten Muster habe ich durch neue ersetzt, sehr bewusst und sehr gezielt.
 
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  • #72.406
Manchmal kommt man mit den üblichen MItteln nicht weiter, weil man sich ja im eigenen Horizont dreht, wenn man nur nachdenkt. Es braucht da meines Erachtens vor allem auch ein Nachspüren. Erst dann kommt man tiefer. Indem man die Dinge anschaut und aussortiert, hat man tatsächlich kaum Einfluss auf die grundlegenden Problematiken, man schaut sie ja immer durch die eigene Brille an. Und je nachdem nützt einem da eine Therapie auch nichts, weil die TherapeutInnen ja hauptsächlich von dem ausgehen, was man ihnen erzählt. Und sie sehen einen selten in Interaktionen mit anderen Menschen. Es bringt einen erst dann wirklich tiefergehend weiter, wenn man dort nachspürt, wo es schmerzhaft wird. Und bei Erfahrungen, von denen man gar nichts weiss, weil man entweder noch zu klein oder noch gar nicht da war oder eine Amnesie hat oder sie einfach radikal verdrängt und wenn einem keiner davon erzählt, dann geht es nicht anders als übers Fühlen und über den Körper.
Ich fand das Buch von Maria Sanchez "Die revolutionäre Kraft des Fühlens" diesbezüglich interessant, weil es sich genau um den Unterschied dreht, wann man sich im eigenen Karussell drehend "selbst optimiert" und wann/wie man tiefer kommen könnte. Es gibt auch Videos dieser Autorin auf Youtube.
 

fafner

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Saucebox

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  • #72.408
Mir war ein anderes Buch den entsprechenden Aha-Moment gebracht, es stammt von einem amerikanischen Autor, der selbst betroffen war, sein Name ist Pete Walker, sein Buch über Traumas aus der Kindheit (CPTSD) gibt es auch auf Deutsch. Sehr einfühlend geschrieben, mit Praxisbeispielen und Anleitungen für die Hilfe zur Selbsthilfe, bis hin zur Auswahl des richtigen Therapeuten, wenn man das bevorzugt.
 
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chrissi22

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  • #72.409
Vor allem dynamisch! Jedenfalls was mit ...isch ;)
Indem man die Dinge anschaut und aussortiert, hat man tatsächlich kaum Einfluss auf die grundlegenden Problematiken, man schaut sie ja immer durch die eigene Brille an.
Sicher, aber es geht ja um einen selbst in dem Falle. Wenn man nicht weiter kommt, sollte man immer Hilfe organisieren, egal wobei, Dachdecken oder Nachdenken. Mir hat letztens die Parkbank in der Sonne geholfen.... 🌞 Sonne ist gut gegen Gespenster.
 
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  • #72.411
Manchmal kommt man mit den üblichen MItteln nicht weiter, weil man sich ja im eigenen Horizont dreht, wenn man nur nachdenkt. Es braucht da meines Erachtens vor allem auch ein Nachspüren. Erst dann kommt man tiefer. Indem man die Dinge anschaut und aussortiert, hat man tatsächlich kaum Einfluss auf die grundlegenden Problematiken, man schaut sie ja immer durch die eigene Brille an. Und je nachdem nützt einem da eine Therapie auch nichts, weil die TherapeutInnen ja hauptsächlich von dem ausgehen, was man ihnen erzählt. Und sie sehen einen selten in Interaktionen mit anderen Menschen. Es bringt einen erst dann wirklich tiefergehend weiter, wenn man dort nachspürt, wo es schmerzhaft wird. Und bei Erfahrungen, von denen man gar nichts weiss, weil man entweder noch zu klein oder noch gar nicht da war oder eine Amnesie hat oder sie einfach radikal verdrängt und wenn einem keiner davon erzählt, dann geht es nicht anders als übers Fühlen und über den Körper.
Ich fand das Buch von Maria Sanchez "Die revolutionäre Kraft des Fühlens" diesbezüglich interessant, weil es sich genau um den Unterschied dreht, wann man sich im eigenen Karussell drehend "selbst optimiert" und wann/wie man tiefer kommen könnte. Es gibt auch Videos dieser Autorin auf Youtube.
Ein guter Therapeut schubst Dich mit gezielten Fragen in eine andere Richtung und Du schaust die Dinge dann aus der gegenüberliegenden Perspektive an.
Wenn er Dir nur nach dem Mund redet, bringt es nichts.
Und raus in's Leben gehen und sich diesem stellen, es darf weh tun.
Zuhause oder virtuell sinnieren, erspart Dir die Reaktionen von Menschen, die Dich in echt erleben.
 
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  • #72.412
Dennoch glaube ich, dass es einen Grund gibt, weshalb du überhaupt immer wieder an Männer gerätst, die du als problematisch erlebst. Vielleicht konnte ich dich ja doch ein wenig anregen, darüber nachzudenken? Wirklich der Sache auf den Grund gehen, kann man meines Erachtens sowieso nur selbst. Und wie gesagt, die Lösung liegt in der emotionalen Verarbeitung, glaube ich.

Ich hab das jetzt lange mit meinen Freunden durch gequatscht. Sie finden den Pfad recht treffend, je doofer jemand ist desto mehr schwinge ich mich zur Höchstleistung auf. Das blieb nicht unbemerkt und niemand hat s verstanden. Aber jetzt: um dieses (mir bekannte) Schamgefühl zu umgehen. Was mich aber natürlich näher an die Person brachte, anstatt in die Distanz. Hach, ich bin sowas von erleichtert. Das mach ich nicht mehr und Zufall ((??!!) .. konnte Ich es auch gleich in einem ungeplanten Dialog mit Katastrofski ausprobieren. Ich hab geschwiegen wie ein Grab, geniales Gefühl... so viel freier und anhaltender als bisher. 🥳 Ich find das Lagerfeuer hier supergut!!
 
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  • #72.413
Verrätst du uns, in welchem Land sich die Romanze abspielt ? Dann weiss ich, ob ich mir mit dir arge Sorge mach' , oder wir nur einer live Hochzeit in weiß nachtrauern müssen...
Trag es mit Fassung..
Oh, ihr denkt sie bleibt dann dort? Neenee zum Glück kommt sie zurück und er wird dann herziehen. Insofern war das Jammern auf hohem Niveau 🙃 ging nur um die Hochzeit an sich. Aber ist ein weitweitwegland wo ich nicht einfach hinschwimmen kann 😌 🏊‍♀️🐬
 
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  • #72.414
Oh, ihr denkt sie bleibt dann dort? Neenee zum Glück kommt sie zurück und er wird dann herziehen. Insofern war das Jammern auf hohem Niveau 🙃 ging nur um die Hochzeit an sich. Aber ist ein weitweitwegland wo ich nicht einfach hinschwimmen kann 😌 🏊‍♀️🐬

ist doch auch nett, total romantisch.. zu zweit plus Menschen von der Straße als Trauzeugen 🤩.. na dann....schick mal das blaue Strumpfband in die Ferne :)
 
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  • #72.415
Hallo, ich kenn euch nicht und war noch nie in diesem Strang. Aber hier ist am meisten los. UND ich bin im weitesten Sinne verwirrt. Nämlich über die Un-Möglichkeit gescheit mit Basismitgliedern in Kontakt zu treten.
Und da hatte ich jetzt eine schlaue Idee, wie das gehen könnte. (Wahrscheinlich hatte die schonmal jemand vor mir. Aber egal.) Es geht aber nicht alleine, man muss sich zusammentun. Jemand interessiert?
 
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  • #72.416
Diesbezüglich (Authentizität) macht es vielleicht keinen Unterschied, das weiss ich aber nicht so recht. Ich finde das Wort recht schwer zu definieren, diese Diskussion hatten wir ja vor langer Zeit, u.a. mit Heike. Ich finde, ich bin auf eine Art authentischer geworden, ich muss mich weniger an - vermeintlichen? - Normen ausrichten, sondern meine Gefühle sind für mich klarer und dürfen so sein, ich muss sie längst nicht mehr so stark unterdrücken; andererseits kann ich nun eher auch Dinge einfach für mich behalten, habe nicht mehr den krassen Erklärungsdruck, was ja auch eine Art Selbstoffenbarung war/ist.

Aber jedenfalls fühlt es sich wie ein Ankommen im eigenen Leben an. Lebendiger und stimmiger und weniger belastet. Gelassener, lockerer. Ich habe das Gefühl, dass ich stärker so bin, wie ich wirklich tief im Innern bin, es ist nicht mehr verzerrt durch das, was im Kopf an (z.B. moralischen) Vorstellungen herrscht. Wenn es auch trotzdem nicht immer leicht ist und ich immer noch zwischendurch mit psychotischem Erleben oder auch mit heftigen Gefühlen "kämpfen" muss. Aber ich glaube, das ist eigentlich auch eine Form von Bewusstwerdung. Meine Stimmen machen all das Unterdrückte laut. Und ich arbeite dann Tag für Tag daran, diesen ganz persönlichen, symbolischen "Film" mit der von uns allen geteilten Realität deckungsgleich werden zu lassen, was auch immer stärker gelingt. Gerade, weil ich stärker zum fühlenden statt zum (wie bisher) denkenden Wesen geworden bin.

(Das, was ich kursiv geschrieben habe, dünkt mich etwas Allgemeines.)
 
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  • #72.417
Ein guter Therapeut schubst Dich mit gezielten Fragen in eine andere Richtung und Du schaust die Dinge dann aus der gegenüberliegenden Perspektive an.
Wenn er Dir nur nach dem Mund redet, bringt es nichts.
Und raus in's Leben gehen und sich diesem stellen, es darf weh tun.
Zuhause oder virtuell sinnieren, erspart Dir die Reaktionen von Menschen, die Dich in echt erleben.
Wenn er gar nichts versteht, sich gar nicht auf das einlässt, was schwierig ist, weil er denkt, wenn du eine Psychose hast, bist du einfach krank, was nützt dir das? Du streitest dann nur immer wieder darüber, wenn du eigentlich über die Schwierigkeiten und Belastungen sprechen möchtest... Grrrrrrrr! Das Konstruktivste ist dann immer die Anerkennung im Nachhinein, wenn du wieder selbst etwas geschafft hast. Aber ich habe jetzt ja gottseidank endlich den Therapeuten gewechselt - dafür musste ich aber zuerst auch tief im Innern daran glauben lernen, dass mir jemand helfen kann. Ausserdem: eine Stunde pro Woche reicht doch auch tatsächlich nirgends hin bei komplexen Traumatisierungen, da muss man viel mehr daran arbeiten.

Ich habe übrigens vielleicht mehr mit Menschen zu tun als die meisten hier. Und ich bin einfach sehr hochsensibel, d.h. ich nehme mehr Infos auf allen Sinnen auf als andere und erlebe sie viel stärker. Deshalb brauche ich schon von meiner Art her mehr Zeit für die Verarbeitung, mehr Reflexion. Ich komme rasch durch den Wind, wenn ich nicht genügend Rückzug habe. Wenn ich die Dinge nicht klar habe, stresst mich das wohl auch viel mehr als andere. Aber ich bin auch extravertiert, weshalb es mir beim Denken hilft, wenn ich rede oder schreibe. :)
 
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  • #72.418
Wenn er gar nichts versteht, sich gar nicht auf das einlässt, was schwierig ist, weil er denkt, wenn du eine Psychose hast, bist du einfach krank, was nützt dir das? Du streitest dann nur immer wieder darüber, wenn du eigentlich über die Schwierigkeiten und Belastungen sprechen möchtest... Grrrrrrrr! Das Konstruktivste ist dann immer die Anerkennung im Nachhinein, wenn du wieder selbst etwas geschafft hast. Aber ich habe jetzt ja gottseidank endlich den Therapeuten gewechselt - dafür musste ich aber zuerst auch tief im Innern daran glauben lernen, dass mir jemand helfen kann. Ausserdem: eine Stunde pro Woche reicht doch auch tatsächlich nirgends hin bei komplexen Traumatisierungen, da muss man viel mehr daran arbeiten.

Ich habe übrigens vielleicht mehr mit Menschen zu tun als die meisten hier. Und ich bin einfach sehr hochsensibel, d.h. ich nehme mehr Infos auf allen Sinnen auf als andere und erlebe sie viel stärker. Deshalb brauche ich schon von meiner Art her mehr Zeit für die Verarbeitung, mehr Reflexion. Ich komme rasch durch den Wind, wenn ich nicht genügend Rückzug habe. Wenn ich die Dinge nicht klar habe, stresst mich das wohl auch viel mehr als andere. Aber ich bin auch extravertiert, weshalb es mir beim Denken hilft, wenn ich rede oder schreibe. :)
Wie geht es Dir denn?
 
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  • #72.419
Ich hab das jetzt lange mit meinen Freunden durch gequatscht. Sie finden den Pfad recht treffend, je doofer jemand ist desto mehr schwinge ich mich zur Höchstleistung auf. Das blieb nicht unbemerkt und niemand hat s verstanden. Aber jetzt: um dieses (mir bekannte) Schamgefühl zu umgehen. Was mich aber natürlich näher an die Person brachte, anstatt in die Distanz. Hach, ich bin sowas von erleichtert. Das mach ich nicht mehr und Zufall ((??!!) .. konnte Ich es auch gleich in einem ungeplanten Dialog mit Katastrofski ausprobieren. Ich hab geschwiegen wie ein Grab, geniales Gefühl... so viel freier und anhaltender als bisher. 🥳 Ich find das Lagerfeuer hier supergut!!
Ich find's super, dass du es verstanden hast, wenn ich es auch nicht wirklich nachvollziehen kann, so wie du es hier formulierst. Muss ich ja aber auch nicht.
 
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  • #72.420
Danke, gut. Und dir?

Mir geht's immer gut, wenn ich das Gefühl habe, dass ich jemandem etwas erklären konnte. ;-) Früher in der Schule (wie überall) habe ich mich einsam gefühlt und mich nicht getraut, mit anderen in engeren Kontakt zu kommen, obwohl ich es eigentlich mit allen gut hatte. Die mochten mich alle, aber ich hatte trotzdem Angst, konnte mir nicht vorstellen, dass ich für jemanden von Interesse sein könnte. Aber da ich schulisch nie Probleme hatte, gab ich allen, die wollten, Nachhilfestunden. Das war eine gute Sache und eine Möglichkeit für mich, doch etwas mehr Kontakt zu haben. Ich habe ja mein (einstiges) Helfersyndrom gebraucht, um mich selbst aus dem Dreck zu ziehen. Die einzigen Leute, vor denen ich keine Angst hatte, waren diejenigen, denen ich helfen konnte...

Wenn ich mich hier also der Illusion hingeben kann, dass ich jemandem etwas erklärt haben könnte, dann geht es mir auch sofort wieder besser, wenn es mal nicht so gut ging. Nur haut das nicht immer dauerhaft hin, weil dann einige meckern und behaupten, es sei Bullshit... ;-)
 
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