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  • #36.121
Nun, ich kann's zumindest mal versuchen.:)
Verantwortung habe ich in gewisser Weise nur für meine Entscheidungen, nicht jedoch für das, was dann tatsächlich passiert, weil vieles davon außerhalb meines Einflussbereichs liegt.
Wenn wir unter "Planen" verstehen, dass ich mir alle mir verfügbare Fakten ansehe und dann ein sachlich begründbares Vorgehen festlege, dann grenzt das in gewisser Weise die Freiheit meiner Entscheidungen ein. All das, was die Faktenlage nicht hergibt ist schon mal nicht mehr Teil des Plans. Ich habe, überspitzt formuliert, weniger Chancen mit meiner Entscheidung mit Blick auf die Fakten so richtig ins Klo zu greifen. Ich habe im Zweifel nach bestem Wissen und Gewissen auf Basis eines nachvollziehbaren Kenntnisstands geplant, auf das, was dann kommt habe ich zumindest in Teilen keinen Einfluss und insofern auch keine Verantwortung.
Halbwegs nachvollziehbar?




Ja. Aber das, was passiert liegt dann ggf. außerhalb meiner Verantwortung. Wenn ich bspw. einen Ausflug mit Freunden plane, mit die verfügbaren Wetterberichte und dergleichen ansehe und statt des Sonnenscheins plötzlich ein Unwetter herrscht und irgendwer zu Schaden kommt liegt das, sofern ich meine Hausaufgaben bei der Planung ordentlich gemacht habe, außerhalb meiner Verantwortung.



Man schaue sich beispielsweise die soziale Selektivität des deutschen Bildungssystems an und mache sich dann bewusst, warum das "angeblich" in obigem Satz zu wichtig ist. Theoretisch kann jeder alles erreichen, wenn man sich jedoch die Zahlen anguckt merkt man schnell, dass das in der Realität mitunter recht anders aussieht.




Ich halte mal dagegen: "Früher": Wer am Boden liegt hat offenbar Gottes Strafe für Was-auch-immer zu erdulden. "Heute": Wer am Boden liegt erhält die Untersützung der Gesellschaft in Form einer materiellen Existenzsicherung.

Ich denke, an der Stelle hat sich unser Glaube gewandelt, früher an Gott, heute an die Freiheit, ansonsten ist alles beim Alten geblieben. Wer früher helfen woltle hat geholfen, wer draufhauen wollte hat draufgehauen, so wie heute auch.



Wenn ich nahezu unendliche Möglichkeiten habe kann ich nicht wirklich fundiert Planen, weil ich die Folgen all dieser Möglichkeiten in endlicher Zeit nie werde abschätzen können.



Man schaue sich die Bildungsbeteiligungsquoten in Deutschland in Abhängigkeit des Elternhauses an und wundere sich. Wer heute als Kind von Eltern ohne Schulabschluß zur Welt kommt wird mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Hochschule von innen sehen, wer Akademiker als Eltern hat kann sich, ich überspitze das mal, im Grundschulalter schon mal nach der Studentenbude umsehen.
In Zahlen: Von 100 Kindern aus Akademikerhaushalten beginnen 79 ein Studium, bei Nicht-Akademikern sind es gerade mal 27 von 100 (http://www.datenportal.bmbf.de/portal/de/grafik-2.3.31.pdf).

Lehmann/Peek haben schon 1997 gezeigt, dass selbst Schulempfehlungen von Leherinnen und Lehrer mehr vom Bildungsstand der Eltern als von den Fähigkeiten der Kinder abhingen:
Diese Ergebnisse bestätigen zunächst die immer wieder berichtete Abhängigkeit der Empfehlungspraxis derGrundschulen von Faktoren des sozialen Kontextes. So steigt die Wahrscheinlichkeit, eine Gymnasialempfehlungzu erhalten, in deutlicher Abhängigkeit vom Bildungsabschluß des Vaters, wobei das Kind eines Vaters mit Abitureine rund viereinhalbfache Chance für eine Gymnasialempfehlung hat wie das Kind eines Vaters ohneSchulabschluß. Der Effekt ist übrigens noch stärker, wenn man die Bildungsabschlüsse der Mütter betrachtet:Kinder von Müttern mit Abitur haben im Vergleich zu Kindern von Müttern ohne Schulabschluß (ohne Tabelle)die sechseinhalbfache Chance, für das Gymnasium empfohlen zu werden. Allerdings ist dem Einwand zubegegnen, daß sich die Chancen von Kindern aus verschiedenen Bildungsschichten nur deshalb unterscheiden, weilauch ihre Schulleistungen voneinander abweichen. Die Angaben zu den gruppenspezifischen Standards zeigenindessen jenseits allen vernünftigen Zweifels, daß die Grundschülerinnen und Grundschüler – je nach Bildungsnähedes Elternhauses – mit sehr unterschiedlichen Anforderungen konfrontiert werden: Das Kind eines Vaters ohneSchulabschluß muß ein Leistungsniveau aufweisen, das noch wesentlich über dem durchschnittlichen Testwert der"Springer" liegt, um mit einiger Wahrscheinlichkeit für das Gymnasium empfohlen zu werden. Dem Kind einesVaters mit Abitur dagegen genügt eine Testleistung, die noch unter dem allgemeinen Durchschnitt liegt!
(https://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/2815702/3b66049d4257501a0d44dce9b7ca449c/data/pdf-schulleistungstest-lau-5.pdf)

Geändert hat sich seitdem nichts, im Gegenteil, solche Empfehlungen sind inzwischen noch bindender geworden.

Mit Verlaub, aber die Vorstellung, dass der Schustersohn heute völlig problemlos jeden Beruf ergreifen könnte und dass Bildungserfolg heute primär vom persönlichen Leistungsvermögen und der persönlichen Leistungsbereitschaft abhängt ist vorsichtig formuliert naiv und deckt sich nicht mit der entsprechenden Datenbasis, wie man sie beispielsweise seit Jahrzehnten in den Sozialerhebungen des DSW findet.
Verzeihung, Sie erinnern mich an Xe.
.mit ihren einseits tollen als auch ellenunendlichlangen Beiträgen.
Xe hätte zwischendurch auch mal *wirklichen Humor.
Was gibt's an der Liebesfront bei Ihnen Neues;)
 
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  • #36.122
*aaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrgggggggg
*renn Haare raufend ums Feuer
Wo sind die Männer mit Anstand und Mut und einem funktionierenden Sprachapparat (also wo drin steckt, was raus kommt und wo raus kommt, was drin steckt).
*aaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrgggggggg
 
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o_Oo_Oo_O:eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek:
Lolli! Loooolllii!
*fuchtelt wie wild mit den Armen*
:eek::eek::eek::eek::eek:
Macht - Macht etwas!!:eek:
Haltet die Diebin!!!!
Ruft die Lagerfeuergarde!
Feuert die Kanonen!!!!
*rennt im Kreis ums Feuer und kreischt wie ein Mädchen*
:eek::eek::eek::eek::eek::eek:
Polizei! Polizei!
elve!!
glas!!!!!
Lollli!
*steht auf den Schanze der Katze*
Katze FASSSS!
Lolllllii
:eek::eek::eek::eek:

*sinkt auf dem Sofa zusammen und begibt sich Daumen lutschend in die Embriostellung..*
lolli jetzt brauch ich nen lollio_O
OmG hoffentlich komme ich noch rechtzeitig! :(
*reißtimlaufeneineriesenpackungslollisaufverstreutdabeivieleversuchtwolverineeinenindenmundzustecken* nimm ihn schon, alles wird gut!
:oops:
 
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  • #36.124
@Maron hast Du nicht ein passendes Lied?
 
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  • #36.125
Verzeihung, Sie erinnern mich an Xe.
.mit ihren einseits tollen als auch ellenunendlichlangen Beiträgen.
Xe hätte zwischendurch auch mal *wirklichen Humor.
Was gibt's an der Liebesfront bei Ihnen Neues;)
So ein Blödsinn! Mal auf den Inhalt der Beiträge geachtet? Gegensätzlicher geht es kaum.
@Sine Nomine
Danke.
Und entschuldige, ich habe keine Lust mich näher zu erklären.
Darf ich stattdessen?
Also natürlich nicht Dich erklären!
Ich finde das nämlich tatsächlich interessant, wie die Antwort hier total am (wie ich es sehe!) eigentlichen Thema vorbei geht.
Ich denke, bei der Verantwortung (resp. Schuld? am eigenen "Versagen"?) geht es tatsächlich um gefühlte Wahrheiten.
Da geht es nicht um Tatsachen oder Chancengleichheit, sondern um den ganz persönlichen Druck den man verspürt, die richtige Wahl zu treffen.

Was macht dich so sicher, immer alle Eventualitäten bei deiner Entscheidung berücksichtigt zu haben? Selbstwert / Selbstbewusstsein würde ich vermuten? Oder vielleicht eine sehr perfektionistische oder gewissenhafte Veranlagung.
Das hat / kann nicht jeder. Und das führt bei anders gepolten / oder gerade sehr perfektionistisch veranlagten Menschen zu Verunsicherung, Ängsten und Schuldgefühlen.
Auch wenn diese vielleicht faktisch zu widerlegen wären hilft das nix. Es ist ein Gefühl und das ist da und somit Fakt - selbst wenn es unbegründet sein sollte.
Also ich finde es sehr nachvollziehbar, dass Wahlmöglichkeit verunsichert. Nicht jeden, aber viele.

Mit der Gottesstrafe gebe ich dir allerdings Recht. Wobei das sehr von der Konfession abhängt, denke ich..
 
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  • #36.128
Ja, auch an meinem Thema vorbei.
Daher mir zu mühsam nochmal nachzuerklären.
In Kürze: es geht mir nicht um kleine Entscheidungen, wo man sich selbst noch mit einer Excel-Tabelle unterstützen kann (oder wenn man es nicht mehr kann, eben Heuristiken und das Bauchgefühl zu Rate zieht). Das ist mMn ein anderes Thema.
Es ging mir um sehr viel größere Entscheidungen (erwähnte ich bereits: Berufswahl, Elternschaft, Lebensumfeld, Lebensentwurf).
Und es geht nicht um die tatsächlichen Verhältnisse (z.B. Bildungswegoffenheit), sondern die wahrgenommenen oder suggerierten Verhältnisse, wobei auch nicht nur die eigenen Überzeugung von Bedeutung ist, sondern die meines Umfeldes auch eine Rolle spielt und sogar eigentlich von größerem Gewicht sind, weil die Anderen meine Umwelt sind, in der ich navigieren muss.

Jetzt hab ich's doch gemacht... *facepalm Aber nur so halb. Damit habe ich wenigstens gleich eine Entschuldigung, wenn man mich wieder nicht versteht.
 
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  • #36.132
OmG hoffentlich komme ich noch rechtzeitig! :(
*reißtimlaufeneineriesenpackungslollisaufverstreutdabeivieleversuchtwolverineeinenindenmundzustecken* nimm ihn schon, alles wird gut!
:oops:
Nett von dir. Danke. Ich dachte schon die Diskussionswütigen hier lassen mich die ganze Nacht in der Embriostellung daumenlutschend vor micht hin flennen.. :D

Nixda, mich hat keiner gejagt.:D:D:D
Oder bin ein Chamäleon und unsichtbar:p:p:p
*Legtsichsattundzuckerverschmiertanskuscheligefeuer:):):)*
Stelltdasleerelollyglasleisewiederhin:rolleyes::rolleyes::rolleyes:
Auahabbauchschmerzen,warnwohldochzuvielelollllies:eek::eek::eek:
Hoffentlich tuts arg weh! :p Von so viel Zucker wird man dick! :D:D

*sammelt die Lollies auf, die Seelchen verstreut hat, macht sie ins Glas und klebt das Glas mit Heissleim auf die Bartheke..*
 
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