Jan_1984

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  • #66.241
Mir ist in den lezten Jahren immer mehr aufgefallen, dass die Mitbürger, wenn es ein Problem gab, immer öfter den Staat bzw. die Verwaltung gefordert haben.

Z.B. Im örtlichen Park ist es des öffteren dazu gekommen, dass Müll in verschiedensten Formen herum lag.
Hier gab es dann die Forderung dass die entsprecehnden Ämter für Grünflächen und Müllentsorgung doch gefälligst mehr und schneller aufräumen müssen.
Und überhaupt muss da die Ordnungsbehörde gegen die "Müllsünder" hart durchgreifen.

Und alle, die dies von der Verwaltung gefordert haben waren furchtbar erstaunt, als eine Guppe junger Flüchtlinge ganz freiwillig den Park gesäubert haben.

Ich fände es gut, wenn auch hier ein Umdencken statt findet, wie es einst
John F. Kennedy ausgesprochen hat.

„Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!“

Du weißt doch wie das läuft. Erst wird nach "uns" gerufen und wenn wir was machen, dann ist es auch nicht recht. Ist jetzt nicht pauschal so, aber doch häufig. Wenn die Polizei durchgreift, ist sie übergriffig, tut sie nichts, dann ist sie übervorsichtig. Wenn das Ordnungsamt etwas verbietet, dann wird gleich die Grundrechtskeule geschwungen, tut es nichts, ist es zu passiv. Usw. ... Ich habe das Gefühl, dass in Deutschland gern nach der "Obrigkeit" gerufen wird, weil ja "was passieren" muss. Aber wenn dann gehandelt wird, dann bitte nicht "vor der eigenen Tür". Auch da sollten wir vielleicht nochmal drüber nachdenken ... Du bekommst das ja im kommunalen Bereich viel klarer mit als ich beim Land in meinem "exotischen" Arbeitsbereich.
 
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  • #66.242
hmm, das Problem ist doch, dass wir einiges ändern müssten um das zu bezahlen. Soweit wird die Bereitschaft wohl nicht gehen. Wenn Beamte z.B in Rente und KK einzahlen würden, glaub in Holland klappt das ganz gut.

Nicht nur die Beamten sind hier zu nennen.
Auch Selbstständige, Ingenieure und Architekten, Ärzte und alle die, die Aufgrund Ihres Einkommens sich nicht mehr gesetzlich Kranken und Rentenversichern müssen, sondern dies über Private Versicherungen machen können.

Es sollte dann aber auch klar sein, dass diese Sozialkassen nicht herangezogen werden, um "Wahlversprechen" quer zu finanzieren.
 
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  • #66.243
Nicht nur die Beamten sind hier zu nennen.
Auch Selbstständige, Ingenieure und Architekten, Ärzte und alle die, die Aufgrund Ihres Einkommens sich nicht mehr gesetzlich Kranken und Rentenversichern müssen, sondern dies über Private Versicherungen machen können.

Es sollte dann aber auch klar sein, dass diese Sozialkassen nicht herangezogen werden, um "Wahlversprechen" quer zu finanzieren.

Ich unterstelle jetzt mal, dass die Beamten für @creolo nur ein Beispiel waren, weil sie ja auch oft genannt werden in den Medien. Stimmt @creolo? ... Klar ist auf jedenfall, dass wir u. a. in den sozialen Systemen dringend Reformen brauchen, die dazu führen, dass die Versorgung wieder sichergestellt werden kann (gute Rente, gute Leistungen beim Arzt, gute Grundversorgung, usw.) So wie es ist, kann es unmöglich bleiben. Das ist schlicht ungerecht ... Und irgendwelche Querfinanzierungen gehen ohnehin gar nicht.
 
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  • #66.244
In NL klappt offenbar sehr vieles. Da hört man erstaunliches von unseren Nachbarn. Könnte auch für uns ein Weg sein, da gebe ich dir recht. Finde diesen Gedanken, dass wir sozusagen nur noch einen "Topf" haben, in den alle einzahlen gar nicht so schlecht. Und wenn wir weiterhin gut leben wollen, müssen wir wohl zu Zugeständnissen bereit sein.

Wär ja für die große Mehrheit eine Verbesserung. Aber da wir grad recht viel Geld ausgeben, glaub ich nicht, dass wir soziale Berufe aufwerten können.
Kann ja keiner zahlen.
 
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  • #66.245
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  • #66.246
Wär ja für die große Mehrheit eine Verbesserung. Aber da wir grad recht viel Geld ausgeben, glaub ich nicht, dass wir soziale Berufe aufwerten können.
Kann ja keiner zahlen.

Wie die Schulden, die im Moment gemacht werden in den nächsten 10 Jahren getilgt werden, ist ehr noch das große Thema für nach der Krise.
Es gibt da bereits von der Politik diverse Forderungen wie z.B. Reichensteuer etc.
Es wird aber vermutlich so laufen wie immer, dass die Kleineren und Mittleren Einkommen zahlen dürfen, und die Reichen "außen vor" sind, da Sie mehr Möglichkeiten haben die Steuerlast zu drücken.
 

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  • #66.247
@creolo
Wenn ich die Ausführungen von @Jan_1984 alle richtig verstanden habe, geht es Ihm darum, dass die Gesellschaft Ihre Werte überdenkt, nach denen Sie Leben möchte.

Vor der Krise waren Werte wie Schönheit, Sport, Erfolg Reichtum erstrebenswert.
Vielleicht ändern sich dies Werte ja in soziale Gerechtigkeit, Rücksichtnahme auf Mensch und Natur, ein wenig mehr Altruismus
Träumst du?

Zu viel Eierlikörprodukte ..?

Hammer, Hammer. Unsere zwei Beamten .im Forum fordern..und im NRWsystem - auch so deutlich ?

Forder das doch mal von Krankenkassen , Krankenhäusern und bestimmten Behörden / Trägern .
ihr sitzt doch vor Ort ..
 
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  • #66.248
Wär ja für die große Mehrheit eine Verbesserung. Aber da wir grad recht viel Geld ausgeben, glaub ich nicht, dass wir soziale Berufe aufwerten können.
Kann ja keiner zahlen.

Weißt du, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Das wäre aber, finde ich, vor allem Aufgabe der Tarifpartner, hier zu entsprechenden Ergebnissen zu kommen. Die politisch Verantwortlichen sollten hier lediglich wie gehabt den Rahmen vorgeben und darüber nachdenken, vielleicht zukünftig Tarifverträge öfter für allgemeinverbindlich zu erklären. Und der Mindestlohn muss eben steigen, wo er zu gering ist. ...
 

bega

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  • #66.249
jo, wobei ich bei Menschen, die für die Gesellschaft arbeiten und von ihr bezahlt werden, natürlich eher hoffe, dass sie diese nicht so ausnutzen.
Wenn sich "Selbsständige" selbst versorgen, ist das schon was anderes. Zahlen ja auch viel ein.

Ich Glaube nicht, dass Selbsständige für Ihre Kranken- und Altersversorgung gut ein Viertel Ihres Einkommens aufbringen müssen.
Bei Sozialversicherungspflichtigen ist das aber so.
Die genauen Abgaben richten sich halt nach den individuellen Verhältnissen.
 

Jan_1984

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  • #66.250
Träumst du?

Zu viel Eierlikörprodukte ..?

Hammer, Hammer. Unsere zwei Beamten .im Forum fordern..und im NRWsystem - auch so deutlich ?

Forder das doch mal von Krankenkassen , Krankenhäusern und bestimmten Behörden / Trägern .
ihr sitzt doch vor Ort ..

Ich hab dir ja letztens schonmal gesagt, dass wir hier nur unsere private Meinung wiedergeben. Im dienstlichen Rahmen ist das sehr viel schwerer, da was zu bewegen. Dafür sind wir nicht "groß" genug, also zumindest ich nicht.

Und was genau sollten wir fordern? Und wie?
 
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  • #66.251
Weißt du, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Das wäre aber, finde ich, vor allem Aufgabe der Tarifpartner, hier zu entsprechenden Ergebnissen zu kommen. Die politisch Verantwortlichen sollten hier lediglich wie gehabt den Rahmen vorgeben und darüber nachdenken, vielleicht zukünftig Tarifverträge öfter für allgemeinverbindlich zu erklären. Und der Mindestlohn muss eben steigen, wo er zu gering ist. ...

Na, wir hatten nicht mal genug Geld Masken für nen Notfall einzulagern. Eigentlich sollten 2/3 der Krankenhäuser dicht gemacht werden, oder so.
Jetzt merkt man, das dezentral doch super ist. Aber auch das kostet.
Glaub große Sprünge gibts erstmal keine.
 
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  • #66.252
Und ich habe dir geschrieben hier, dass man als Beamter auch mal seine Stimme erheben sollte..
Du bestätigst leider was ich an mehreren Schulen erlebt habe..die agilsten und geradesten waren die Angestellten - allesamt kündbar, übrigens .
Ich hatte das Vergnügen von Kettenbefristungen ...Zu wichtigen Punkten habe ich mich trotzdem geäußert.
 
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Na, wir hatten nicht mal genug Geld Masken für nen Notfall einzulagern. Eigentlich sollten 2/3 der Krankenhäuser dicht gemacht werden, oder so.
Jetzt merkt man, das dezentral doch super ist. Aber auch das kostet.
Glaub große Sprünge gibts erstmal keine.

Was die großen Sprünge angeht, da geb ich dir recht. Da glaube ich ist erstmal Schicht im Schacht ... Wir werden sehen, was kommt.

Ansonsten siehst du ja, dass auch dezentrale Strukturen, wie wir sie in Deutschland haben, nicht perfekt sind. Viele Köche, na du weißt schon. Und dieser Engpass bei der Versorgung mit "Masken für den Notfall", das ist in der Tat ein unhaltbarer Zustand. Da zeigt sich eben, wie wichtig es ist, heute schon an morgen zu denken und nicht einfach alles "mal laufen" zu lassen.
 

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  • #66.254
Forder das doch mal von Krankenkassen , Krankenhäusern und bestimmten Behörden / Trägern .
ihr sitzt doch vor Ort ..

@fraumoh Die o.g. Einrichtungen setzten das um, wass die Politik, also der Gesetzgeber vorschreibt.
Wenn also in der Politik beschlossen würde, dass alle öffentlichen Gebäude grün gelb gestrichen werden müssen, dann hat das die Verwaltung um zu setzten, egal ob das einen Sinn macht oder nicht.

Z.B. die Fallpauschalen im Gesundheitssystem machen zu großen Teilen Sinn.
Eine Blinddarm OP ist standartisiert und die Kosten hierfür können pauschaliert werden.

z.B. in der Kindermidizin passt diese Vorgehensweise gar nicht.
Wurden im entsprechenden gesetztesvorbereitendem politischen Gremium aber nicht berücksichtigt, da kein Vertreter für diese Gruppe vertreten ist.

Also nicht auf die "ausführenden Organe" schimpfen, sondern die in die Pflicht nehmen, die sollche Dinge beschließen bzw. Finanzieren müsen.
 
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  • #66.255
Ich schimpfe nicht . Ich zeige auf .

Und ich wähle.
 
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  • #66.257
Dafür sind Beamte doch bekannt....

sie tun eben einfach nichts:rolleyes:
 
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  • #66.258
Was die großen Sprünge angeht, da geb ich dir recht. Da glaube ich ist erstmal Schicht im Schacht ... Wir werden sehen, was kommt.

Ansonsten siehst du ja, dass auch dezentrale Strukturen, wie wir sie in Deutschland haben, nicht perfekt sind. Viele Köche, na du weißt schon. Und dieser Engpass bei der Versorgung mit "Masken für den Notfall", das ist in der Tat ein unhaltbarer Zustand. Da zeigt sich eben, wie wichtig es ist, heute schon an morgen zu denken und nicht einfach alles "mal laufen" zu lassen.

Weiss ich doch. Mal gespannt. Die Mittelschicht bzw. die 10%, die jetzt schon die Hauptlast an Steuern und Abgaben tragen, kann auch nicht unendlich weiter belastet werden.
Anscheinend wird auch wieder ein Zuzug aus anderen Ländern erwartet, da wir ja einigermaßen ungeschoren wegkommen werden. Da wird keine Zeit für einen Systemwechsel sein.
 

bega

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  • #66.259
Ich hatte das Vergnügen von Kettenbefristungen ...Zu wichtigen Punkten habe ich mich trotzdem geäußert.

Finde ich gut, wenn du dich äußerst.
Nun ja, und bei der Kettenbefristung von Arbeitsverträgen ohne triftigen sachlichen Grund gibt es eindeutige Urteile zu.
Man kann dann den festen Arbeitsvertrag einklagen, ob dann das Arbeitsklima noch stimmt ist eine andere Frage.:oops:
 
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  • #66.261
Und ich habe dir geschrieben hier, dass man als Beamter auch mal seine Stimme erheben sollte..
Du bestätigst leider was ich an mehreren Schulen erlebt habe..die agilsten und geradesten waren die Angestellten - allesamt kündbar, übrigens .
Ich hatte das Vergnügen von Kettenbefristungen ...Zu wichtigen Punkten habe ich mich trotzdem geäußert.

Ich war nicht von Beginn meiner beruflichen Laufbahn an im öffentlichen Dienst bzw. Beamter. Ich kenne das Problem befristeter Arbeitsverhältnisse (auch aus dem Öffentlichen Dienst) zur Genüge. Glaub mir ... Ich habe mehrere Berufsausbildungen hinter mir, eine Umschulung, befristete Arbeitsverhältnisse, Zeiten der Erwerbslosigkeit. Ich habe keinen goldenen Löffel im Mund, im Gegenteil ...

Und die Stimme zu beheben als Beamter, das ist schon so eine Sache für sich. Wir werden dieses System nicht retten, wir sind Staatsdiener und eng an den Staat per Diensteid gebunden. So einfach ist die Sache nicht ... Wir können nicht so einfach auf die Barrikaden gehen, wenn uns etwas nicht passt (Neutralitätsgebot, Streikverbot, usw.) ...
 
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  • #66.266
Weiss ich doch. Mal gespannt. Die Mittelschicht bzw. die 10%, die jetzt schon die Hauptlast an Steuern und Abgaben tragen, kann auch nicht unendlich weiter belastet werden.
Anscheinend wird auch wieder ein Zuzug aus anderen Ländern erwartet, da wir ja einigermaßen ungeschoren wegkommen werden. Da wird keine Zeit für einen Systemwechsel sein.

Ich weiß nicht was kommen wird. Gibt es überhaupt jemanden, der das schon weiß? Aber dass sich was ändern muss, das ist wohl jedem klar. Und dein Punkt (Steuern) ist dabei nur eine Baustelle ...

Doch, find ich immer noch gut. War eine meiner Diplomarbeiten. Ökologisch orientierte Regionalplanung :D
In Krisenzeiten muss man dann natürlich etwas umdenken.

Sag mal, was bist du von Beruf? Das klingt schon sehr kompliziert dieses Thema.
 

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  • #66.267

Die Beamten von Feuerwehr und Polizei, Zoll etc. sind dann auch Ausnahmen. :)

Nun ja, und ich kenne jede Menge Beamte, die sehr fleißig sind.
Manches mal ist es halt nicht so ersichtlich, warum viele Dinge so lange dauern.
Was aber z.B. bei vergabe von öffentlichen Aufträgen alles zu berücksichtigen und zu prüfen ist, ist oftmals der Hammer.
Mir ist bis jetzt nicht klar, wum ich prüfen muss, wenn ein Wasserhahn ausgetauscht weden soll, ob der entsprechende Handwerker, weil er 25 Mitarbeiter hat auch due Frauenförderung beachtet und nachweißt, dass sein Werkzeug nicht durch Kinderarbeit hergestellt wurde.:eek:
 
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  • #66.269
Die Beamten von Feuerwehr und Polizei, Zoll etc. sind dann auch Ausnahmen. :)

Nun ja, und ich kenne jede Menge Beamte, die sehr fleißig sind.
Manches mal ist es halt nicht so ersichtlich, warum viele Dinge so lange dauern.
Was aber z.B. bei vergabe von öffentlichen Aufträgen alles zu berücksichtigen und zu prüfen ist, ist oftmals der Hammer.
Mir ist bis jetzt nicht klar, wum ich prüfen muss, wenn ein Wasserhahn ausgetauscht weden soll, ob der entsprechende Handwerker, weil er 25 Mitarbeiter hat auch due Frauenförderung beachtet und nachweißt, dass sein Werkzeug nicht durch Kinderarbeit hergestellt wurde.:eek:

Naja,Beamte müssen halt irgendeine Pseudo Aufgabe haben ,halt mehr Schein als Sein:rolleyes:
 
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