falballa

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  • #1

Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Hallo liebes Forum,

nachdem ich mit Interesse und Anteilnahme den einen oder anderen Beitrag hier im Forum mitgelesen habe, möchte ich Euch nun doch auch eine Frage stellen.

Ich bin alleinerziehend und habe 2 kleinere Kinder. Wie geht man damit um, wenn die Kinder den potentiellen neuen Partner der Mutter ablehnen oder dessen Kind? Hat hier jemand diese Erfahrung auch schon gemacht? Gesteht man Kindern diesen großen Einfluß zu oder ist dies nur ein Anzeichen dafür, daß man sich selbst nicht ganz so sicher ist? Vielen lieben Dank für Eure Einschätzung hierzu!
 
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  • #2
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Als Mann habe ich erlebt, dass Kinder anfangs eifersüchtig waren und die Liebe der Mutter nicht mit einem Fremden teilen wollten. Die Lösung in solchen Fällen war, dass ich den Kindern Aufmerksamkeit geschenkt habe, mit ihnen gespielt habe, ihnen gezeigt habe, dass ich auch für sie eine Bereicherung bin.

Das hat meistens funktioniert, aber nicht immer.
 

falballa

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  • #3
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Nun, so kann das natürlich gut klappen, das stimmt!

Das Beste wäre natürlich, wenn das Gesamtpaket passt.
Aber es kann sich ja auch eine nicht steuerbare Eigendynamik entwickeln.
Das Ende vom Lied: Kommen die Kinder nicht mit dem neuen potentiellen Partner klar - oder auch umgekehrt (!!!) -, dann ist es auch eine große Hürde, die es für die Partnerschaft zu überwinden gibt. Dann war's das wieder. Durchs Raster gefallen.
 
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  • #4
@ Falballa

Es ist genau so wie Du es beschreibst. Als Mutter kannst Du nicht ganz frei wählen, sondern brauchst einen Mann, der einen positiven Bezug zu Kindern hat. Das ist zum Glück nicht so selten.

Als kleiner Trost: bei mir war einmal mein Hund ein unüberwindliches Hindernis.
 

Naturtrüb

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  • #5
AW: @ Falballa

Zitat von Ingenieur:
Als kleiner Trost: bei mir war einmal mein Hund ein unüberwindliches Hindernis.


Ich persönlich habe mal einen an sich tollen Kontakt "verabschiedet", weil sie beinharte Veganerin war. Und da ich unglaublich gerne koche und auch gerne gut esse, war das für mich das entscheidende No-Go. Kinder und Hunde hätten mir nichts ausgemacht... ein Wellensittich hätte mich wiederum ins Grübeln gebracht.

Was zeigt uns das? Dass Neben Alter, Optik, Bildung, Niveau, Interessen, "Pflegezustand", Wellenlänge und Orientierung noch unzählige weitere Parameter mit im Spiel sind, die es tatsächlich nicht ganz leicht machen, einen Partner/ eine Partnerin zu "suchen"...

... und dann macht es plötzlich einfach so "Klick" und man verliebt sich auf der Straße in die vegetarische Tierheim-Besitzerin, einfach, weil sie ein so tolles Lächeln hat. Und das obwohl man allergisch auf Katzenhaare reagiert und blutige Steaks liebt...

Das soll noch jemand verstehen und erklären können...
 
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  • #6
AW: @ Falballa

Zitat von Naturtrüb:
... und dann macht es plötzlich einfach so "Klick" und man verliebt sich auf der Straße in die vegetarische Tierheim-Besitzerin, einfach, weil sie ein so tolles Lächeln hat.
Selbst schuld. Lächeln kann jede Frau, das ist doch kein Grund, sich zu verlieben. Jedenfalls für mich nicht.
 

faraway

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  • #8
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Hmmm
im" ich versteh die Welt nicht mehr thread" ging's auch grad um Weinen in der Nacht, aber vielleicht doch nicht?
jedenfalls
mein Kind war da... und mein Kind konnte 10 Jahre lang nicht schlafen, ohne dass ich permanent daneben lag. und ihr könnt euch jetzt ans Hirn greifen und den Kopf schütteln.
Immerhin beherrscht er jetzt 3 Spachen und eine 4. sosolala, (wir haben wahnsinnig viel gelesen)... und er weiss, wer Mozart ist... der hat ihn(uns) letztendlich befreit... kurz vor der Pubertät.

Und wer weiss, vielleicht hat mich das alles vor viel Wahnsinn bewahrt. Den gab es daneben sowieso auch noch, nur eben gewissermassen begrenzt.
Vielleicht wäre mein Leben ganz anders gewesen/geworden, wenn es nicht so gewesen wäre, wie es eben war.
Wer weiss?
Es war eben so.
je ne regrette rien.... good old Piaf.
 

falballa

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  • #10
AW: @ Falballa

@ Ingenieur

Zitat von Ingenieur:
Es ist genau so wie Du es beschreibst. Als Mutter kannst Du nicht ganz frei wählen, sondern brauchst einen Mann, der einen positiven Bezug zu Kindern hat. Das ist zum Glück nicht so selten.

Als kleiner Trost: bei mir war einmal mein Hund ein unüberwindliches Hindernis.

Also habe ich wohl noch Einiges vor mir!...vielleicht aber doch nicht mit DEM Mann, sondern mit einem, der einen positiven Bezug nicht nur zu seinen eigenen Kindern hat!
Ich bleibe guter Dinge! Danke für den Trost! :)

Falballa
(Sorry, bin mit der Zitierfunktion noch nicht so vertraut)
 

falballa

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  • #11
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

:)))
 

falballa

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  • #12
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Das zeigt nur, daß es noch schlimmer sein kann...ich bin beruhigt. :)
Das "Nicht-Allein-Schlafen"-Thema ist bei meinen Kindern schon durch. Aber Du hast Recht, sicher bringt die Situation auch etwas Gutes mit sich! Wahrscheinlich sehe ich das bald auch entspannter. Die Dinge sind eben so. Danke!
 
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  • #13
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Zitat von falballa:
Wie geht man damit um, wenn die Kinder den potentiellen neuen Partner der Mutter ablehnen oder dessen Kind?
Ich habe leider keine Erfahrung diesbezüglich, aber für mich persönlich wäre es wichtig, dass ich zunächst einfach mal so ganz unverbindlich die Kinder kennenlerne. Ich stelle es mir schwer vor, wenn die Kinder das Gefühl haben, dass jetzt ein neuer Papa kommt... und für mich persönlich wäre es Stress, wenn ich da zu früh irgendeine Rolle erfüllen muss.
Mich würde da aber mal interessieren, wie lange ihr (also nicht nur du, falballa) es probieren würdet und ab wann ihr es dann als gescheitert aufgebt? Ich stelle mir das als sehr langwierigen Prozess vor - immerhin ist Veränderung manchmal "doof" und von daher kann ich die Kinder auch sehr gut verstehen.
Und bezüglich Kinder untereinander zusammenzubringen: Ich fand das als Kind sooo schrecklich, wenn ich mit anderen Kindern spielen sollte, weil sich unsere Eltern gut kannten. Das war so verkrampft - obwohl ich im Grunde gar nichts gegen die anderen hatte, aber dieses: "Komm, jetzt spielt doch (endlich mal!) miteinander"... argh, schrecklich. :)

Zitat von falballa:
Gesteht man Kindern diesen großen Einfluß zu oder ist dies nur ein Anzeichen dafür, daß man sich selbst nicht ganz so sicher ist?
Man kann gewiss nochmals drüber reden etc. - aber ich denke, dass auch wenn man sich absolut sicher ist und die Kinder dennoch immer und immer wieder sich dagegen aussprechen, man es irgendwann akzeptieren sollte. Ich sehe das aber nicht als: Man hat auch selbst am potenziellen Partner gezweifelt. Den Einfluss sollte man ihnen also schon zugestehen - die Frage ist nur immer, wie sie damit umgehen und ob/ wie man sie bei der Wahrnehmung dieses wichtigen Rechts unterstützen kann?!
 
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  • #14
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Die Fragestellung hört sich für mich ein bisschen so an, als wolle man sich hinter den Kindern verstecken.
Das Beziehungsleben ist doch das der der Erwachsenen und so sind sie doch die , die steuern, ausgestalten und strukturieren...

Als Mutter hat man dabei den wichtigen Faktor der Kinder mit zu berücksichtigen. Wie das dann im einzelnen aussieht, ist eine riesige Palette von Möglichkeiten, mal schwierig und mal einfach zu organisieren.

Wenn deine Kinder noch klein sind, ist die Trennung ja wahrscheinlich noch nicht so lange her und ich würde erst mal gucken, wie die Kinder mit ihrem "neuen" Leben klarkommen. Welche Netzwerke es bei der Betreuung gibt es, welche Rolle spielt der Kindesvater, wie sind die Kinder als Persönlichkeiten gestrickt etc.

Es gibt Kinder, die sehr offen einen neuen Menschen aufnehmen und Kinder, die dadurch total verunsichert reagieren, bis hin zu sehr ängstlichen Verlustgefühlen oder Aggression. Da kann man als Mutter nicht drüber hinweg sehen - es muss aber nicht zwangsweise heißen, dass dann eine neue Beziehung nicht möglich ist.

Wenn es im Alltag Nischen gibt (Kinder zeitweise beim Vater oder anderweitig betreut) ist es durchaus möglich, eine neue Partnerschaft erst mal etwas außen vor ganz parallel entstehen zu lassen. Aber das hängt eben von den Gegebenheiten und Bedürfnissen aller Beteiligten ab.

Die Kinder vorschieben, weil man dann doch unsicher ist ? Klar, kann man machen. Ob das aber ein Vorschieben ist oder man auch einfach merkt, dass man so einen neuen Anfang nur mit den Kindern will, da muss man dann wohl in sich horchen, um was es geht...
 
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  • #15
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Zitat von falballa:
Hallo liebes Forum,

nachdem ich mit Interesse und Anteilnahme den einen oder anderen Beitrag hier im Forum mitgelesen habe, möchte ich Euch nun doch auch eine Frage stellen.

Ich bin alleinerziehend und habe 2 kleinere Kinder. Wie geht man damit um, wenn die Kinder den potentiellen neuen Partner der Mutter ablehnen oder dessen Kind? Hat hier jemand diese Erfahrung auch schon gemacht? Gesteht man Kindern diesen großen Einfluß zu oder ist dies nur ein Anzeichen dafür, daß man sich selbst nicht ganz so sicher ist? Vielen lieben Dank für Eure Einschätzung hierzu!

Ich kann Dir nur den Rat geben Deinem Bauchgefühl zu folgen und nicht auf Deine Kinder zu hören, es sind Kinder, Kinder sind meist egoistisch und wollen die Liebe der Mutter nicht teilen um es mal direkt zu sagen.

Man sollte Kinder auch nie unterschätzen, sie haben Strategien und können sehr berechnend werden, wenn sie jemanden "los werden" wollen.

Du solltest aber Weitblick entwickeln und wissen, irgendwann sind die Kinder erwachsen, schneller als Du denkst, sie werden selbstständig und Dich verlassen.

Wenn Du immer einen Partner abgelehnt hast, weil die Kinder ihn nicht mochten wirst Du eines Tages alleine sein, weil Du alles für die Kinder aufgegeben hast auch die Liebe zu einem Menschen, der Dich vielleicht glücklich gemacht hätte.

Ist es das wert??

Denk auch an Dich und sag Deinen Kindern, ich mag XY und werde es mit ihm versuchen.
Gibt euch ein wenig Mühe, ihr müsst ihn nicht lieben, aber respektieren sollte man alle Menschen.

Eine Garantie auf Liebesglück gibt es eh nicht, auch nicht, wenn Deine Kinder den neuen
Partner positiv aufgenommen hätten.

Wünsche Dir eine Entscheidung, die Du nicht bereuen wirst, aber hör auf Dein Herz.

Gruss
Feuerschwalbe
 
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  • #16
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Feuerschwalbe, ich hoffe, du hast keine Kinder und schreibst so was nur aus Unwissenheit. Das meine ich sachlich und nicht böswillig-aggressiv.
Du hast recht, dass Kinder durchaus auch sehr egoistische Motive haben können und sicher sollte man als Erwachsener mehr Weitblick haben und sich nicht alles von ihnen diktieren lassen.
Die Situation, um die es hier geht, kann aber von einem Kind als sehr bedrohlich empfunden werden und das Leid und die Panik dann einfach so lapidar zur Seite zu schieben kommt mir doch eher herzlos vor. Für die Kinder sind die Ängste echt und nicht unbedingt "Theater".

Du hast auch damit recht, dass die Kinder nicht ewig bei einem bleiben und man ab irgendeinem Punkt auch wieder vorrangig für sich selbst sorgen muss. Aber da ist es doch wohl ein riesiger Unterschied, ob die Kinder noch klein sind oder schon halbwegs erwachsen. Und selbst , wenn sie schon groß sind, würde ich im Kopf haben : nur noch so wenig Zeit, wo sie bei mir und in ihrem Zuhause sind - muss ich diese Zeit jetzt so drastisch umgestalten, dass unser Verhältnis so belastet wird ? .....
 

faraway

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  • #17
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Zitat von Schreiberin:
r
Die Situation, um die es hier geht, kann aber von einem Kind als sehr bedrohlich empfunden werden und das Leid und die Panik dann einfach so lapidar zur Seite zu schieben kommt mir doch eher herzlos vor. Für die Kinder sind die Ängste echt und nicht unbedingt "Theater".

Hallo, meine Liebe
und manchmal erfährt man Gewisses unter Umständen erst 10 years later. Was auch bedeuten kann, dass man es vielleicht nicht ganz falsch gemacht hat.
Theorie und Praxis sind zwei paar Schuhe.
Ich bin so froh und dankbar, dass ich es doch irgendwie letztlich ganz dezent geschafft habe.
Letztlich ist man eben auch nur ein Mensch... mit allem pi pa pö :)
 
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  • #18
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Zitat von faraway:
Hallo, meine Liebe
und manchmal erfährt man Gewisses unter Umständen erst 10 years later. Was auch bedeuten kann, dass man es vielleicht nicht ganz falsch gemacht hat.
Theorie und Praxis sind zwei paar Schuhe.
Ich bin so froh und dankbar, dass ich es doch irgendwie letztlich ganz dezent geschafft habe.
Letztlich ist man eben auch nur ein Mensch... mit allem pi pa pö :)

OT : meine Tochter fährt im August mal wieder in deine Richtung - wie gerne würde ich sie bei dir vorbeischicken ! :)
 

Dreamerin

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  • #19
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Solange meine Kinder mit mir unter einem Dach gelebt haben, habe ich immer viel wert drauf gelegt, dass sie nur mir wirklich wichtige Menschen kennengelernt haben. Sie waren eh schon traumatisiert durch die Trennung, die vom Vater ausging. Dieser wandte sich immer mal wieder neuen Frauen zu. Daher fand ich es wichtig, eine stabile Größe für eine Kinder zu sein. Ich habe ihnen nur Männer vorgestellt, die mir wirklich wichtig waren und mit denen ich mir eine Zukunft vorstellen könnte. Dies waren zwei in zehn Jahren. Alles andere passierte ohne ihr wissen. Heute sind meine Jungs erwachsen und sie sagen mir, dass sie es sehr befremdlich fanden, an jeder neuen Beziehung des Vaters teilhaben zu müssen. Ob sie wollten oder nicht, war immer mal eine andere Frau da an den kinderwochenenden. Ich dagegen war immer für sie allein da und neue Männer tangierten sie wenig. Die hab ich dann getroffen ohne sie.
Insofern finde ich die frage nach den Kindern in einer neuen Beziehung schon bedeutsam. Jemand, der mit meinen Kindern nicht klar kommt, wäre für mich nicht infrage gekommen. Aber nur als guter Freund, nicht als Vater! Bin froh, dass sich mir diese frage nicht mehr stellt.
 

SineNomine

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  • #21
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Zitat von falballa:
Wie geht man damit um, wenn die Kinder den potentiellen neuen Partner der Mutter ablehnen oder dessen Kind?

Ich denke die Antwort auf die Frage nach dem „richtigen“ Umgang mit solcher Ablehnung hängt sehr davon ab um welche Art von Ablehnung es dabei geht und worauf diese beruht.
Lehnen die Kinder den neuen Partner ab weil es eben ein neuer Partner ist oder haben sie ganz konkrete Gründe diesen speziellen neuen Partner abzulehnen? Falls ersteres, warum, weil sie die Mutter quasi für sich alleine beanspruchen wollen? Weil sie insgeheim darauf hoffen, dass Vater und Mutter wieder zusammenkommen? Falls letzteres, warum? Weil sie ganz grundsätzlich ein Problem mit dieser Person haben, mit seiner Art und seinem Charakter einfach nicht klarkommen? Oder weil ihnen irgendwelche Details nicht passen?
Bevor man sich Gedanken um den richtigen Umgang mit der Ablehnung macht sollte man sich in meinen Augen erst mal sehr gründlich Gedanken über die Ablehnung selbst machen, man sollte für sich, ggf. im Gespräch mit den Kindern, zu klaren versuchen was genau eigentlich Ursache der Ablehnung ist.


Zitat von falballa:
Hat hier jemand diese Erfahrung auch schon gemacht?

Als sagen wir zunächst mal eher skeptisch beurteilter neuer Partner einer alleinerziehenden Mutter, ja. Dagegen hilft in meinen Augen zweierlei. Einmal ein Verständnis für die Ursachen, s.o. Wenn man zu verstehen beginnt wie bestimmte Verhaltensweisen begründet sind ergibt sich der passende Umgang damit fast von selbst.
Und zum anderen Authenzität, Ehrlichkeit im Umgang mit sich, dem Partner und den Kindern. Kinder haben ein gutes Gespür dafür wer ehrlich mit ihnen umgeht, sich wirklich für sie und ihre Gedanken und Anliegen interessiert und wer „schauspielert“, Interesse heuchelt wo keines ist oder versucht als Geschenkeonkel ihre Zuneigung zu erkaufen.


Zitat von falballa:
Gesteht man Kindern diesen großen Einfluß zu […]?

Diesen Einfluss haben sie auch ohne Zugeständnisse der Erwachsenen schon. Wenn keine Kinder im Spiel sind müssen im Zweifel nur zwei Menschen zueinander passen, mit Kindern wird´s ungleich komplexer. Die Kinder müssen halbwegs mit dem neunen Partner klarkommen, der mit ihnen, die Mutter damit, dass da jetzt noch jemand ist der vielleicht langsam in eine Rolle als neue Bezugsperson für die Kinder hineinwächst, ... --- da gibt es eine Menge Möglichkeiten, dass es an irgendeiner Stelle so hakt, dass eine dauerhafte stabile Partnerschaft nicht funktionieren wird. Ganz simpel gesprochen wird eine Partnerschaft langfristig kaum /gegen/ die Kinder funktionieren, sondern immer nur /mit/ ihnen. Das heißt nicht, dass die Kinder über mögliche Partnerschaften quasi alleine bestimmen, aber es bedeutet, dass die Partnerschaft ab einem gewissen Punkt die Kinder schlicht einbeziehen muss.
 

Highlander

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  • #22
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Es kommt doch auch einfach darauf an, wie alt die Kinder sind und wie lange die Mutter schon alleine, also ohne Partner ist. Bei mir ist das so, dass meine Kids beide in, bzw. anfangs der Pubertät sind, beide intelligent und sehr selbständig und beide machen Leistungssport. Wir sind seit etwas mehr als zwei Jahren ohne Papa (und das meine ich wörtlich), und wir sind ein extrem gut eingespieltes Team! Da hat es ein Mann einfach, wenn er mich als Frau sieht, denn ich habe jedes zweite Wochenende frei (das hatte ich vorher nicht!), und schwer, wenn er mich als Mutter sieht! Wenn sich dann was Ernstes ergibt, werden es meine Kinder toll finden, wenn ihre Mam glücklich ist! So einfach ist das! Aber eben, wenn die Kinder noch klein sind, kann das auch anders sein!
 
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  • #23
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Zitat von Schreiberin:
Feuerschwalbe, ich hoffe, du hast keine Kinder und schreibst so was nur aus Unwissenheit. Das meine ich sachlich und nicht böswillig-aggressiv.
Du hast recht, dass Kinder durchaus auch sehr egoistische Motive haben können und sicher sollte man als Erwachsener mehr Weitblick haben und sich nicht alles von ihnen diktieren lassen.
Die Situation, um die es hier geht, kann aber von einem Kind als sehr bedrohlich empfunden werden und das Leid und die Panik dann einfach so lapidar zur Seite zu schieben kommt mir doch eher herzlos vor. Für die Kinder sind die Ängste echt und nicht unbedingt "Theater".

Du hast auch damit recht, dass die Kinder nicht ewig bei einem bleiben und man ab irgendeinem Punkt auch wieder vorrangig für sich selbst sorgen muss. Aber da ist es doch wohl ein riesiger Unterschied, ob die Kinder noch klein sind oder schon halbwegs erwachsen. Und selbst , wenn sie schon groß sind, würde ich im Kopf haben : nur noch so wenig Zeit, wo sie bei mir und in ihrem Zuhause sind - muss ich diese Zeit jetzt so drastisch umgestalten, dass unser Verhältnis so belastet wird ? .....

Gerade wenn die Kinder klein sind, sind sie noch formbar, mit Kindern im Teenageralter ist es schwieriger, dennoch kenn ich ein Paar, das zusammengeblieben ist, obwohl die 16-jährige Tochter die neue Frau des Mannes anfangs nicht ausstehen konnte.

Sorry, aber die These, wenn man keine Kinder hat weiß man nix ist dämlich, denn jeder Mensch war selbst mal ein Kind und weiß wie er gefühlt hat und ich komme sehr gut mit Kindern klar, weil ich sie von Anfang an wie Erwachsene respektiere und nicht wie ein Duzidu mit ihnen umgehe, Ausnahme Babys natürlich. Das gefällt den Kindern und sie stellen viele Fragen und werden immer neugieriger.

Der Fehler ist man sollte sich nie bei Kindern "anbiedern" mit Geschenken und dramatischen Gesten, ich glaube viele machen diesen Fehler, denn Kinder sind sehr ehrlich und erkennen das sofort.

Wenn einen ein Kind nicht mag, sollte man es erstmal in Ruhe lassen, es ignorieren, aber sich in seine Beobachtung begeben und sehen lassen, wir man mit anderen umgeht.

Letztendlich muss die TE eine Entscheidung finden, zugunsten der Kinder, kann sein, sie bleibt auf Dauer Single und ihr eigenes Leben bleibt unerfüllt, die beste Mutter ist sie dann auch nicht, weil sie im innern unglücklich und einsam sich fühlt. Nur eine glückliche Mutter ist auch eine gute Mutter, dass sollte allerdings auch beachtet werden.

Ich plädiere nicht dafür, dass die TE sich Hals über Kopf einen neuen Mann an Land zieht und die Kinder außen vor lässt. Aber sie sollte es langsam und nicht hektisch angehen lassen, viel reden, den Kindern nix aufzwingen, auch den Mann nicht nötigen, den lieben Onkel zu spielen, das geht eh schief.

Wenn sie nicht gleich zusammenziehen, sondern noch getrennt wohnen ist es für alle das Beste. Letztendlich hoffe ich aber, dass sie ihr eigenes Leben nicht zugunsten der Kinder vernachlässigt, denn sie wird es später einmal bereuen.
 
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  • #24
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Feuerschwalbe,
Du formulierst für meinen Geschmack immer etwas krass - dein vorletzter Beitrag hatte so den Ton von "Scheiß auf die kleinen Egoisten und zieh dein Bauchgefühl durch", in deinem nächsten Beitrag klingt es dann wieder ganz anders. Was denn jetzt ?

Du kannst es gerne dämlich finden, aber ich denke schon, dass Leute ohne Kinder natürlich mitreden und auch gute Ideen einbringen können - in einigen Bereichen aber schon an ihre Grenzen kommen, wenn sie nie die tägliche intensive Aufzucht eigener Kinder erlebt haben. Ist ja auch nicht schlimm.
Mir fehlen dafür ja die Erfahrungswerte, wie man drauf kommt, wenn man früher ein Moppelchen war und jetzt mit einem 10 Jahre jüngeren Kerl durchstartet. Da kann dann ich eben nicht mitreden, nicht qualifiziert, zumindest.... ;-)
 

faraway

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  • #25
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Zitat von Feuerschwalbe:
Letztendlich hoffe ich aber, dass sie ihr eigenes Leben nicht zugunsten der Kinder vernachlässigt, denn sie wird es später einmal bereuen.

Das ist auch noch ein heikler Punkt, denn das könnte ja durchaus auch unter "Schonung" fallen; im Sinne von "geschonte 50". Nicht nur Karriere sondern auch Kinder können einen "schonen"
ich meine ja nur...

OT ich seit 3 Tagen grippig = krank, also vergnüg ich mich hier ausgiebigiger denn je, amen.
Ob ich dabei gesunde, ist eine andere Frage :)
 
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  • #26
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Zitat von faraway:
OT ich seit 3 Tagen grippig = krank, also vergnüg ich mich hier ausgiebigiger denn je, amen.
Ob ich dabei gesunde, ist eine andere Frage :)

Sei bloß vorsichtig, dass du dir nicht noch eine handfeste Depression einfängst. Oder Hornhaut an den Fingerspitzen - dann musst du zur Maniküre oder ständig Handschuhe tragen..... gar nicht schön,,,, :))
 

faraway

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  • #27
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Zitat von Schreiberin:
Sei bloß vorsichtig, dass du dir nicht noch eine handfeste Depression einfängst. Oder Hornhaut an den Fingerspitzen - dann musst du zur Maniküre oder ständig Handschuhe tragen..... gar nicht schön,,,, :))

Keine Sorge, aber ich geh jetzt trotzdem rechtzeitig Kamillentee trinken :)
 

falballa

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  • #28
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Hallo liebes Forum, danke für Euren Meinungsaustausch!

@highlander:
Wir sind ebenfalls ohne bei uns wohnenden Papa seit 2 Jahren etwa ein gut eingespieltes Team! Meine Kinder sind noch in der Grundschule, trotzdem sehr selbständig und aufgeschlossen. Daß es ihnen gut geht, wenn die Mama glücklich ist, das habe auch sie schon verstanden. Sie würden ihrer Mama einen neuen Partner sehr wünschen. Sie brauchen keinen „Ersatz-Papa“, da ja einer für sie da ist. Das „Teilen der Mutter mit einer anderen Person" ist vielleicht ein Thema – aber das haben wir schon diskutiert.

Wenn man aber beginnt, sich mit dem neuen Partner nun auch außerhalb der jeweils kinderfreien zweiten Wochenenden zu sehen, und dann aber unglücklicherweise zwischen dem Partner und den Kindern gewisse Spannungen entstehen und ...
@agony: ...vielleicht auch noch andere „Muss“-Kinder zum Spielen dabei sind, dann ist diese Situation nicht so schön.

Wir nehmen uns noch ein bisschen die Zeit, uns alle gut vertragen zu lernen.
Wenn es nicht klappen sollte, dann war es der Versuch wenigstens wert!
Wir sehen’s positiv!
 

Novacita

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  • #29
AW: Läßt man Kinder das Beziehungsleben steuern?

Ich kann aus meiner Erfahrung nur sagen, dass es ein Tauziehen ohne Ende gibt, wenn das Kind den neuen Partner blockiert bzw. ablehnt. Natürlich sollte das Kind nicht die Macht zugestanden bekommen, aber es weiß ganz genau, welchen Einfluss es auf die Mutter hat! Da muss Frau schon stärker als Mutter sein!
Es klappt wohl nur, wenn man behutsam, aber klar und bestimmt diesen Weg geht, sich langsam aneinander gewöhnt.
Ich habe es damals nicht ausgehalten - es hat uns DREIEN am Ende nicht gut getan. Er hat sich damals SEHR um mein Kind bemüht - und genau das hat es registriert und umso gereizter reagiert - es spürte, dass er es "kaufen" wollte. Damit hat er also das Gegenteil erreicht.
Wenn man als Frau und Mutter ständig in der Vermittlerrolle ist, ist das zudem unheimlich stressig. Allerdings war damals die Trennung vom Vater meines Kindes noch nicht allzu lange her, verbunden mit Umzug, Schulwechsel etc. - diese neue Beziehung wäre tatsächlich zu diesem Zeitpunkt zuviel gewesen für ein Kind. So habe ich - wider aller Ratschläge von Freunden und Familie - auf mein Bauchgefühl gehört und habe der neuen Beziehung Adé gesagt...
Damit will ich sagen: es kommt auch auf den Zeitpunkt und die sonstigen Umstände an.
Potentiellen neuen Partnern kann ich nur den Rat geben: offen sein, aber sich auf keinen Fall aufdrängen oder irgendwie beliebt machen wollen beim Kind. Lieber das Kind auf sich zukommen lassen und nicht mit der Tür ins Haus fallen - bei Katzen ist das ähnlich ;-)
 

Novacita

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  • #30
AW: @ Falballa

Zitat von Naturtrüb:
Ich persönlich habe mal einen an sich tollen Kontakt "verabschiedet", weil sie beinharte Veganerin war. Und da ich unglaublich gerne koche und auch gerne gut esse, war das für mich das entscheidende No-Go. Kinder und Hunde hätten mir nichts ausgemacht... ein Wellensittich hätte mich wiederum ins Grübeln gebracht.

Was zeigt uns das? Dass Neben Alter, Optik, Bildung, Niveau, Interessen, "Pflegezustand", Wellenlänge und Orientierung noch unzählige weitere Parameter mit im Spiel sind...

Das ist ja lustig - und wahr. Ich habe auch schon oft Menschen kennengelernt, bei denen ich mir niemals hätte vorstellen können, auch nur 3 Tage miteinander verbringen zu können. Vegetarisches Essen kann schon auch ganz lecker sein, wenn es aber nicht toleriert wird, dass der Andere auch mal Fleisch essen will - das wird schwierig.
Kinder und Hunde. Aber stubenrein sollten sie sein, oder?

Also für mich wäre auch ein Hund (in der Wohnung!) ein Graus. Allein der Geruch - das wäre mir widerlich.

Ist es nicht ein Glück, wenn man so etwas frühzeitig bemerkt - da kann man gleich die Handbremse ziehen!