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Gast

  • #1

Kontakt aufnehmen? Nein? Ja? Aber wie?

Hallo Ihr Lieben,

vielleicht hat irgend jemand von euch den einen brillanten Tipp für mich.

Gerade heute - Feiertag und so tolles Wetter - macht mich die Sehnsucht nach den beiden Kindern meiner Ex fertig. Seit über vier Monaten habe ich sie nicht mehr gesehen oder irgend etwas von ihnen gehört, und ich möchte nur allzu gern wissen, wie es ihnen geht, mal wieder etwas mit ihnen spielen oder zusammen kochen. Ob die Große noch Klavier spielt? Schließlich hat sie noch mein altes Keyboard, das sie mit meiner Hilfe für sich entdeckt hat. Und ich weiß doch nicht, ob ich diesen Kontakt verkraften würde.

Es sind nicht meine Kinder. Nur kenne ich sie ihr Leben lang, habe sie in verwandtschaftlich-nachbarschaftlicher "Entfernung" aufwachsen sehen, an ihrem täglichen Leben Anteil genommen. Irgendwann habe ich dann schließlich die Spannungen zwischen den Eltern wahrgenommen, die sich auf die Kinder übertragen haben. Und dann ist das passiert, was nie hätte passieren dürfen: Plötzlich habe ich in der Mutter die Frau gefunden, mit der ich mir endlich vorstellen konnte, zusammen alt zu werden. Doch erstens war ich selbst noch verheiratet und dooferweise war sie auch noch die Schwägerin meiner Frau, die Frau meines Lieblingsschwagers (Achtung: Ganz verkürzte Kurzfassung, weil es um dieses Thema hier nicht geht!)

Bevor ich an dieser Stelle gleich zerfleischt werde in aller Kürze nur so viel: Ich bin nicht stolz auf den Weg, den ich gegangen bin und ich hätte sonst etwas dafür gegeben, irgendeine andere Lösung zu finden, eine Lösung, mit der wir uns alle noch irgendwie hätten in die Augen sehen können. (Wie gesagt: Stark verkürzt.) So war das Urteil aber gnadenlos: Ich bin noch heute derjenige, der "Unglück über die Familie gebracht hat". Als wir vier im letzten Jahr auf dem Weg waren, zu einer Familie zusammenzuwachsen, war ich nur erschüttert, wie gerade die Große regelrecht aufgeatmet hat, wie sie ruhiger und entspannter geworden ist. Ob ich mit meiner Art daran einen Anteil hatte? Keine Ahnung, aber ich bilde es mir ein. Dabei hatte ich mir im Vorfeld doch die meisten Sorgen um die Kinder gemacht: Darf ich das den Kindern zumuten? Wie werden sie darauf reagieren?

Nun denn. Das schlechte Gewissen war schließlich wohl eine zu große Belastung für unsere Partnerschaft, obwohl sie körperlich nicht von mir wegkam und ich emotional nicht von ihr.

Zufällig habe ich jetzt den Konzerthinweis gelesen, an dem die beiden süßen Mäuse mitwirken könnten. Es findet am nächsten Samstag in einer Kirche statt, und es werden wohl die stolzen Großeltern kommen, wahrscheinlich der Vater, vielleicht auch der neue Freund der Mutter? Und ich?

Ich habe keine Ahnung, wie ich mit dieser Sehnsucht umgehen soll? Ich schaffe es nicht sie zu begraben und habe gleichzeitig auch Angst davor, dass ich einen Kontakt nicht verkraften werde. Habt ihr eine Idee?
 
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  • #2
Ich wäre da sehr, sehr vorsichtig. Zum einen könnte der Kontakt zu den Kindern dazu führen, dass Du die Trennung von der Kindsmutter nie überwindest und emotional an sie gebunden bleibst. Zum anderen könnte es vielleicht passieren, dass ihr beide wieder in der Kiste landet, was dazu führen könnte, dass die Kindsmutter sexuell an Dich gebunden bleibt. Vier Monate sind keine lange Zeit in einer on/off-Beziehung.

Was die Kinder über ein Treffen mit Dir denken würden, vermag hier aufgrund Deiner Schilderungen niemand zu sagen.

Auf gar keinen (!!!) Fall würde ich zu einem Event gehen, wo die Kinder im Zentrum stehen sollten, die ganze Familie aufeinandertrifft, also die Kindsmutter, der Kindsvater, Du, die Kinder, die Grosseltern und weiss der Himmel wer noch. Das ist eine sehr ungute Situation; zumindest könnte es u.U. für die Kinder sehr ungut kommen.

Wenn Dein Wunsch die Kinder zu sehen sehr gross ist und Du glaubst, ein weiterer Kontakt wäre auch für die Kinder gut (denn das ist das wichtigste bzw. das, was eigentlich zählt), dann würde ich Dir raten, Kontakt zur Kindsmutter aufzunehmen und sie zu fragen, wie sie dazu stet und –– sollte sie einverstanden sein –– was eine gute Gelegenheit für ein Treffen wäre. Also nichts unternehmen ohne Absprache mit ihr.
 
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Gast

  • #3
Ich stimme Suzanne in ihrem Beitrag vollkommen zu. Solltest du bei diesem Event nächste Woche erscheinen, geht das Ganze wahrscheinlich nach hinten los. Auch ich plädiere für die Absprache mit der Kindesmutter. Allerdings solltest du dir davor vielleicht darüber im klaren sein, was ein erneuter Kontakt zu der Mutter, evtl. bei dir auslösen wird. Ich persönlich würde davon Abstand nehmen, sollte ich merken, dass es mir dabei nicht gut gehen wird. Aber, das muss jeder für sich selbst entscheiden.
 
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Deleted member 4363

  • #4
Hallo unwissend,

ich kann mir gut vorstellen, wie schwer es für dich ist, diese Kinder nicht zu sehen.

Die Entwicklung von Kindern zu beobachten, zu fördern, mit Ihnen zu leben, (mit allen Herausforderungen) kann unser Leben sehr bereichern. Kinder machen das Leben, natürlich neben anderen wichtigen Aspekten, so wunderbar!

Aber Kinder sind auch verletzlicher als Erwachsene( Hm......) Und genau deshalb ist es auch wichtig, gerade in Zeiten von Streitigkeiten zwischen Erwachsenen, auf das Wohl der Kinder zu achten.
Deshalb würde ich dafür plädieren, das Wollen der Kinder in den Vordergrund zu stellen. Was hier heisst, erst mal Kontakt zur Mutter auf zu nehmen und sie nach ihrer Einschätzung, betreffend eines Kontaktes, zu fragen. Oder kannst du ihr nicht sagen, wie sehr du die Kinder vermisst?

Die Veranstaltung würde ich, auch im Sinne der Kinder, nicht besuchen. Das kann eigentlich nur "böses Blut" bringen.

Du schreibst auch, dass du nicht weisst, ob du diesen Kontakt verkraften kannst. Was genau meinst du damit?
 
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  • #5
Lieber unwissend,
bei diesem Konzert stehen die Kinder im Vordergrund und sollten bei dieser Veranstaltung (und sonst bitte auch!) zu nichts instrumentalisiert werden. Sie haben es mit den wechselnden Bezugspersonen wohl auch nicht gerade leicht.
Suchst du wirklich die Nähe der Kinder oder die der Ex-Frau (da du ja noch emotional mit ihr verbunden scheinst, wie du sagst)?
Wenn du wirklich die Kinder vermisst, halte ich es mit Mohnblume: du kannst nur den Weg über ihre Mutter gehen, nach ihnen fragen. Wenn du den Kindern auch fehlst, wird sie ja kaum etwas gegen ein Treffen haben (Auch ich habe einen Patchworkversuch hinter mir und da etwas Erfahrung...).
 
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Gast

  • #6
Wenn ich das jetzt richtig verstehe, spielen im Leben der Kinder, drei Männer eine Rolle? Ist das korrekt? Unwissend, sei mir bitte nicht böse. aber sollte es dir wirklich um das Wohl der Kinder gehen, lass es gut sein! Es ist dein Bedürfnis. Ist es auch das der Kinder? Hast du dich gefragt, ob du sie damit nicht überforderst?
 
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  • #7
Kannst du vielleicht diesen Auftritt als Aufhänger nehmen um die Kindesmutter zu kontaktieren?
 
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Deleted member 4363

  • #8
Zitat von unwissend:
BellaDonna, vielleicht kannst du verstehen, dass ich diesen Schritt (noch?) nicht gehen will, die Mutter anzusprechen... :-/
BellaDonna vielleicht?? Ich nicht! Wenn du so große Sehnsucht nach den Kindern hast, was hält dich dann davon ab, Kontakt zur Mutter aufzunehmen? Es geht ja deiner Aussage nach nicht um die Mutter, sondern um die Kinder. Oder habe ich da was falsch verstanden?
 
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Deleted member 4363

  • #9
Zitat von unwissend:
Mohnblume, leider ist die letzte mir bekannte Aussage: Dafür ist es noch zu früh. Seitdem ist Funkstille, es gab seitdem noch nicht einmal mehr ein zufälliges Treffen - und wir wohnen ziemlich dörflich.
Ja, das habe ich verstanden. Und auch auf die Gefahr hin zu nerven, frage ich mich, was dich davon abhält sie anzurufen, ihr zu sagen, dass du die Kinder vermisst und gerne sehen möchtest. Vielleicht hat sie dich falsch verstanden und denkt du möchtest über die Kinder wieder Kontakt zu ihr aufbauen.
 
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Deleted member 4363

  • #10
Oder sind es nicht nur die Kinder, sondern auch die Idee davon eine "vollständige" Familie zu haben, von der du Abstand nehmen musst. Das sind zwei unterschiedliche Dinge. Und es braucht Zeit sich von Idealvorstellungen zu lösen.
 
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  • #11
Lass es einfach, lieber unwissend! Das ist der Preis, den du aus der gescheiterten Beziehung zahlen musst: du hast jetzt eben keinen Einfluss mehr auf diese Kinder. Hier gehts nicht darum, was "dir guttun wird", sorry. Wenn dich ein "Ankriechen" in dieser Sache in deinem Stolz verletzt, zeigt es doch, dass da noch andere Beziehungs-Probleme eine Rolle spielen und es eben nicht nur um die Kinder geht! Lass die Zeit vergehen, die nötig ist.
 
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Deleted member 4363

  • #12
Zitat von unwissend:
Nein, Mohnblume, du nervst nicht - ich muss ja selber nachdenken.

Es ist wahrscheinlich meine Angst vor dem Kontakt, den ich mir so wünsche und von dem ich nicht weiß, ob er mir guttun wird; es ist vielleicht das kleine bisschen Reststolz in mir, der sagt: Nein, ich will nicht angekrochen kommen, denn ich hatte ja schon mal nachgefragt.
Das kann ich gut nachvollziehen. Danke für deine Offenheit! Wenn es "nur" um die Kinder gehen würde, wäre es mir, wäre ich an deiner Stelle, ziemlich egal was meine Expartnerin über mich denkt. Stolz kann viel verhindern. Sogar Glück.

Die andere Seite ist natürlich deine Verletzung. Die macht hilflos, traurig und ängstlich.Könnte ich mir vorstellen. Hast du Menschen mit denen du darüber sprechen kannst?
 
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  • #13
Für mich kommt ziemlich klar heraus, dass es dir mitnichten um diese Kinder geht. Die sind für dich nur ein Nebenschauplatz, eher Mittel zum Zweck.
Um die Mutter geht es dir auch nicht wirklich, sondern eigentlich nur darum, eine Familie zu haben. Du erinnerst dich der schönen Zeiten und und das gute Gefühl, was du damals hattest und möchtest das wieder empfinden. Ich würde sagen, es geht dir in allererster Linie nur darum, dass du dich besser fühlst und gar nicht so sehr um diese Kinder als Personen.
.
 
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  • #14
Zitat von unwissend:
Truppenursel, diese Mäuse sind für mich alles Andere als ein "Mittel zum Zweck". Aber was stelle ich mich so an: Schütteln, Krone richten und weitermachen? Ist es das, was du mir mitteilen möchtest oder habe ich etwas überlesen?
Mich stört bereits, dass du Menschen als Mäuse bezeichnest. Damit entwertest und versachlichst du sie und bestätigst mir auch mein ungutes Gefühl, dass es dir in erster Linie um dich selber geht.

Was du machen sollst, einsehen, dass du in dieser Familie viel verbrannte Erde hinterlassen hast und daher solltest du weitergehen, um sie nicht noch mehr zu schädigen.

Was sagt denn deine Lebensberatung zu deiner Problematik?
 
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  • #15
Zitat von unwissend:
Mit der verbrannten Erde hast du leider völlig Recht, nur gegen meine Gefühle kann ich mich auch nicht wehren. Gerade nicht an einem Wochenende, an dem nichts los ist, und von der Lebensberatung auch noch nichts gekommen ist.
Du solltest deine Gefühle zurückstellen und auch mal über die Gefühle derer nachdenken, die du so sehr verletzt hast. Das wäre ein Anfang.
Dir geht es einzig und alleine um dich selber, die Gefühle anderer lassen dich doch völlig kalt.

Es geht auch nicht darum, dir deine Langeweile an einem einsamen Wochenende zu vertreiben, und von einer Lebensberatung an einem Wochenende zu erwarten, sich bei dir zu melden, finde ich auch ganz schön egoistisch.
 
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Deleted member 4363

  • #16
Zitat von Truppenursel:
Du solltest deine Gefühle zurückstellen und auch mal über die Gefühle derer nachdenken, die du so sehr verletzt hast. Das wäre ein Anfang.
Dir geht es einzig und alleine um dich selber, die Gefühle anderer lassen dich doch völlig kalt.

Es geht auch nicht darum, dir deine Langeweile an einem einsamen Wochenende zu vertreiben, und von einer Lebensberatung an einem Wochenende zu erwarten, sich bei dir zu melden, finde ich auch ganz schön egoistisch.
Meine Güte Ursel, wat biste auf Krawall gebürstet. Hast du das auch bei der Bundeswehr gelernt, auf Menschen rumzuhacken, die eh schon am Boden sind. Manchmal ko......mich deine wenig empathische Haltung schon an. Deine Überheblichkeit und dein Hellsehen genau so, wie deine moralisierende Haltung und dein verurteilen, ohne zu wissen, was wirklich passiert ist! Menno...........
 
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  • #17
Ich denke, wenn sich die beiden Kinder gut mit dir verstanden haben, werden sie sich selber bei dir melden.
Dass du hier als Sündenbock her halten musst, ist für die anderen sehr bequem. Aber wie du schon sagtest, vier erwachsene Personen waren an den beiden gescheiterten Ehen im Spiel. Als sich deine Schwägerin in der Depression befand, du ihr bei gestanden bist, hast du dich da in sie verliebt? Sie suchte vielleicht nur einen Retter...und du hast es als Liebe von Ihrer Seite betrachtet. Wie lange hielt eure Beziehung? Waren es diese erwähnten vier Monate? Das war dann nur eine Phase für sie, dann wollte sie ihren Retter nicht mehr und hat sich mit einem anderen getroffen weil der familiäre Druck für sie zu groß wurde. Wie steht es mit der Beziehung zu dir und deinem Schwager, dem Betrogenen? Ist er böse auf dich, oder sieht er auch bei ihr die Schuld. Hat er ein gutes Verhältnis zu seinen beiden Töchtern? Dann würde ich ihm die Vaterrolle auch überlassen und du solltest sie nicht versuchen ihm weg zu nehmen indem du der bessere Vater oder der väterliche Freund der Töchter sein willst. Wenn du sie so sehr vermisst, solltest du trotzdem nicht ohne Einverständnis der Mutter mit ihnen Kontakt aufnehmen. Falls du unbemerkt bei diesem Konzert erscheinst, wird es niemanden auffallen und du würdest sie erst mal wieder sehen, musst ja nicht gleich in Kontakt treten. Ich selbst hatte bis zur Trennung 6 Jahre Kontakt mit meinen beiden Patchwork Kindern, natürlich wachsen sie einem ans Herz, man lernt von und mit ihnen, bleibt mit ihnen verbunden durch die gemeinsam verbrachte Zeit.
 
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  • #18
Ich finde, wir sollten jetzt nicht damit anfangen, wie es unbewusst anfänglich in seinem Thread beschrieben hat, ihn zu zerfleischen. Ich glaube nicht, dass er eine Erklärung unsererseits darüber braucht, welche Fehler er in der Vergangenheit gemacht hat. Er hat sich mit seinem derzeitigen Problem ans Forum gewandt. Mutig, wie ich auch finde. Also sollten wir uns vielleicht auch nur auf den IST Stand konzentrieren.
 
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  • #19
Ich glaube du bist kurz davor, dich in etwas zu verrennen, wobei du dir gehörig die Finger verbrennen kannst. Die Kinder stehen für deine Sehnsucht, das Problem ist deine Sehnsucht, nicht die Kinder. Mein Rat: lass los. Dreh dich um, und baue dir etwas neues auf. Du hast oben geschrieben: aufstehen, Krone gerade und weiter. Erst wenn du die Distanz zu den Kinder geschafft hast, dann ist es sinnvoll ein Konzert zu besuchen. Du schneidest dich selbst wenn du hin gehst und hoffnungslos ist es sowieso.

Hier ist die Waage verrutscht. Mich wundert es nicht, dass die Beziehung nach der Vergangenheit die ihr gemeinsam habt, nicht funktioniert. Das geht gar nicht, dafür ist zuviel kaputt gegangen. Sündenbock? Der ist leicht gefunden, aber oft ist der Sündenbock nur der auf dem man am einfachsten die Last ablädt, die die anderen nicht tragen wollen. Ich finde die Bezeichnung "schwarzes Schaf" hier wesentlich amüsanter. :) (Schwarz kann eine sehr edle Farbe sein, siehe Autos, oder das Kleine Schwarze).

Ich würde dir empfehlen, versuche deine Wunde zu heilen, auch wenn es saumäßig weh tut. Notfalls suche dir Hilfe, du wirst das schaffen.

Aber eines muss ich dir sagen: was hätte mein Sohn dafür gegeben, wenn sein Vater sich so um ihn gekümmert hätte, wie du dir Gedanken um die "Mäuse" machst.
 
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  • #20
Der Herr wird dir kein Hirn vom Himmel werfen und dich auch nicht treffen! Du bist im Besitz eines eigenen Hirns. Sehnsucht nach dem, was verloren ist, kennen die Meisten von uns. Verlorenes, ist verloren. Es gibt auch kein zurück mehr. Nur einen Neubeginn. Den kannst du nur starten, wenn du mit dir im Einklang bist. Alles, was du jetzt versuchst, unaufgeräumt in dir selbst, geht nach hinten los.

LG
Pea
 
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  • #21
Zitat von Pea:
Der Herr wird dir kein Hirn vom Himmel werfen und dich auch nicht treffen! Du bist im Besitz eines eigenen Hirns. Sehnsucht nach dem, was verloren ist, kennen die Meisten von uns. Verlorenes, ist verloren. Es gibt auch kein zurück mehr. Nur einen Neubeginn. Den kannst du nur starten, wenn du mit dir im Einklang bist. Alles, was du jetzt versuchst, unaufgeräumt in dir selbst, geht nach hinten los.

LG
Pea
Genau das ist es.

Unwissend: Deine Frage womit geht es ihnen am Besten ist der Beste Ansatz den du machen kannst. Nicht dir, sondern den Kindern. Da gehören deine Gefühle, nicht mehr dazu. Wenn du denkst dass nur du den Kindern das geben kannst was sie brauchen um glücklich zu sein, dann hast du ein großes Problem. Dann ist das aber - Sorry das ist jetzt echt fies: Stolz und Egoismus.
 
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  • #22
Wenn du die vermeintliche Frau mit der du alt werden wolltest, gerade in derjenigen deines Ex-Schwagers gefunden zu haben glaubtest, warum sagst du dann, dass du nicht in sie verliebt warst?
Die Frau war wohl in dich verliebt, bis ihr der Druck zu groß wurde, dann hat sie dich aber nicht wirklich geliebt. Sehnsucht hast du jetzt nicht mehr nach ihr, sondern nach ihren Kindern, denen du eine Zeit lang eine wertvolle Hilfe warst. Die Sehnsucht wird schwächer werden, du solltest dich nicht mit den Erinnerungen quälen. Oder du überwindest deinen großen Stolz und näherst dich der Kindsmutter freundschaftlich an, so kannst du auch wieder Kontakt zu ihren Kindern kommen.
Hat dir deine Ex-Frau verziehen? Alles Gute für dich.
 
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  • #23
Zitat von Feuerdrago:
Wenn du die vermeintliche Frau mit der du alt werden wolltest, gerade in derjenigen deines Ex-Schwagers gefunden zu haben glaubtest, warum sagst du dann, dass du nicht in sie verliebt warst?
In die depressive Schwester meiner Frau hatte ich mich tatsächlich nicht verliebt; sie hatte ich begleitet, weil sie mich um diese Begleitung gebeten hatte bzw. weil sich diese Begleitung, das Vertrauensverhältnis ziemlich schnell entwickelt hatte, in der sie mir die Verantwortung für ihr Leben "überlassen" hatte. Einige Jahre später habe ich dann tatsächlich in der Frau meines Schwagers (also dem Bruder sowohl meiner Frau als auch der depressiven Schwester) die Frau gefunden, mit der ich zusammen alt werden wollte - und es mir heute, über vier Monate nach der Trennung, noch immer vorstellen kann...

Kompliziert?! Moralisch nicht zu akzeptieren?!
 
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  • #24
Das klingt gut unwissend! Ich bin mir auch sicher, du schaffst das. Dich werden wahrscheinlich noch ein paar Stolpersteine begleiten, aber du weißt ja, der Weg ist das Ziel!

Dir alles Gute!

LG
Pea
 
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  • #25
Das Ziel ist das Ziel, nicht der Weg. Immer wieder lese ich, der Weg sei das Ziel. Warum?
Ist das buddhistisch? Nein. Beim (buddhistischen) Bogenschießen ist man eins mit dem Ziel. Man verfehlt es nicht, weil kein Weg da ist. Das ist ZEN.
Oooooooooohm.
 
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  • #26
Na, lass das aber mal nicht den alten Konfuzius hören. ;-)
 
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  • #27
Wenn der Weg das Ziel ist, dann ist das Ziel auch der Weg. Vielleicht meinte er es quantenmechanisch. Das Teilchen, das gleichzeitig auch Welle war.
Zen-buddhistisch betrachtet ist dies abzulehnen. Es bedeutet Verstrickung. Und nicht alles mündet in Rom; aber gut, das ist das Leben auf Erden. Medizinisch betrachtet, viel Tier gegen viel Krankheit. Ich mag die Japaner, ihr Design. Ich glaube, ich war früher mal eine japanische Frau. Japanische Frauen haben enorm schöne Haare.
 
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  • #28
Lieber unwissend,
was ich zusammenfassend verstanden habe, ist: Du konntest dich schwer aus deiner Ehe lösen, was zu einem eigenen Suizidversuch geführt hat. Du hast dich um die depressive Schwester deiner Frau angenommen, die mehrere Suizidversuche hinter sich hat. Du hast dich um die Ehe deines Schwagers (des Bruders deiner Frau) kümmern wollen und dich dabei in seine Frau bzw. in seine Familie verliebt. Die beiden haben 2 Kinder und mit der Themaeröffnung hier, schreibst du von deinen Schwierigkeiten den Verlust des Kontakts zu deren Kindern zu akzeptieren.
Zitat von unwissend:
Dazu gehört es auch, die alleinige Verantwortung für dieses ganze Chaos zurückzugeben, weil sie mich erdrückt, weil ich mich mit deren Übernahme schlicht und ergreifend überfordert habe.
Zu trennen, wofür du verantwortlich bist und wofür nicht, denke ich, ist ein guter Ansatz.
- Zu einer Affäre gehören zwei, die direkt beteiligt sind. Und dazu, dass eine Zweierbeziehung in die Binsen geht (und ein Dritter in die Paarbeziehung eindringen kann) tragen meiner Ansicht nach auch beide Partner bei. An der "verbrannten Erde" (und auch Waldbrände haben ihr Gutes) haben aus meiner Sicht also mehrere Personen mitgewirkt.
- Bei schweren Depressionen mit klarer Selbstgefährdung, was durch die Suizidversuche deutlich wurde, trägt man als naher Angehöriger insofern Verantwortung, dass man professionelle Hilfe (als erste Anlaufstelle Psychiater, psychiatrische Ambulanz) anregt bzw. organisiert, nicht aber dafür, selbst alleinig diese zu leisten. Das kann schlicht niemand.
- Schwierig wird es, wenn man sich überzogene "Verantwortung" im Sinne eines "Helfersyndroms" für andere auflädt; vielleicht aus dem (unbewußten) Motiv heraus, eigene Themen (Ehekrise, Depressionen, Trennungsschmerz) auch stellvertretend bei anderen sehen und lösen zu wollen: Die Probleme der Anderen kann man nicht lösen, weil man schlichtweg nicht an ihrer statt handeln kann und die eigenen Probleme bleiben darüber ungelöst. Und Kindern gegenüber hat man nochmals mehr Verantwortung als Erwachsener, die eigenen Themen und Bedürfnisse nicht mit denen der Kinder zu verwechseln. Ich finde es sehr gut, dass du, wie du schreibst, in Beratung bist. Denn deine innere Situation hat sich ja bereits einmal gefährlich zugespitzt. Mit der Aufarbeitung dessen und der Neugestaltung deines Lebens, denke ich, hast du einen wesentlichen Ansatzpunkt im Sinne deiner Selbstverantwortung und dies sollte dein primäres Projekt sein. Ich wünsch dir, dass du deine Bedürfnisse und Sehnsüchte von diesem konkreten Familiensystem ablösen kannst und es dir gelingt, sie in neuen (!) Konstellationen umzusetzen und dir zu erfüllen.

Zitat von unwissend:
Und es gab ja auch noch die Drohung: Was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht scheiden.
Würde ich an einen Gott glauben, dann an einen liebenden und nachsichtigen, und nicht an einen rigid strafenden.
 
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  • #30
Zitat von lone rider:
Wenn der Weg das Ziel ist, dann ist das Ziel auch der Weg. Vielleicht meinte er es quantenmechanisch. Das Teilchen, das gleichzeitig auch Welle war.
Zen-buddhistisch betrachtet ist dies abzulehnen. Es bedeutet Verstrickung. Und nicht alles mündet in Rom; aber gut, das ist das Leben auf Erden. Medizinisch betrachtet, viel Tier gegen viel Krankheit. Ich mag die Japaner, ihr Design. Ich glaube, ich war früher mal eine japanische Frau. Japanische Frauen haben enorm schöne Haare.
Denke die Wahrheit liegt - wie so oft - zwischen Zen-Buddhismus und Quantenchromodynamik, nämlich in der Realität.
Ein bewegtes Teilchen verändert seine Massenträgheit durch die Bewegung. Damit müssen sich die Kräfte ändern, die es beschleunigen, damit es nicht an Geschwindigkeit verliert oder die Richtung ändert. Viele bewegte Teilchen in einer kausalen Kette unterliegen unterschiedlichen Schwingungen und eine Kette, die vorher in statischer Betrachtung auf ihre potentielle Bewegung analysiert wurde, verhält sich plötzlich mit den dynamischen Massekräften ganz anders als im Anfangszustand angenommen.

Das heißt ein perfekter Plan verändert sich und wird perfekter auf dem Weg zur Zielerreichung. Somit ist der Weg das Ziel. q.e.d.

xD