faraway

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  • #1

Kommunikation - eine Kunst?

Kommunikation – eine Kunst?
Wie stelle ich dar? Wie drücke ich mich aus?
Wie vermittle ich mein Problem? Meine Meinung? Meine Zustimmung? Meine Ablehnung?Meine Kritik? meine Zweifel?
Wie frage ich? Wie antworte ich? Warum?
Wie reagiere ich... und warum reagiere ich auf einen ¨¨ahnlichen Inhalt“ einmal so und einmal so?
Warum verstehe ich den einen und den anderen nicht (obwohl sie eigentlich dasselbe sagen)?
Warum vertrage ich Aggressivität in einem Fall, aber nicht in einem anderen?
Warum vertrage ich Kritik in einem Fall, aber nicht in einem anderen?
Warum versteht mich einer und der andere nicht?
Etc.etc.etc.
Eurer Phantasie/Ausdrucksbedürfnis seien keine Grenzen gesetzt. .-)))

Mich interessiert das. Hoffentlich euch auch. Ist ja in letzter Zeit ein akut schleichendes Thema...
 

Pit Brett

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  • #2
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Gute Frage – gute Antworten wird es nicht viele geben können. Sprache ist komplex, Ausdruck individuell, dem einen liegt's, dem andern nicht.
Das geht nicht nur Forenteilnehmern so. Lies Buchkritiken. Giraldi hat Ohlins «Inside» in der NYT praktisch hingerichtet; andere finden es gar nicht so übel. Auch sprachlich nicht.Das Beispiel ist willkürlich, fällt mir aber gerade ein, weil Giraldi «echt krass» war.
Erwartest Du wirklich Aufschluss, oder möchtest Du etwas (anderes?) anstoßen?
 

faraway

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  • #3
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von Pit Brett:
Gute Frage – gute Antworten wird es nicht viele geben können. Sprache ist komplex, Ausdruck individuell, dem einen liegt's, dem andern nicht.
Das geht nicht nur Forenteilnehmern so. Lies Buchkritiken. Giraldi hat Ohlins «Inside» in der NYT praktisch hingerichtet; andere finden es gar nicht so übel. Auch sprachlich nicht.Das Beispiel ist willkürlich, fällt mir aber gerade ein, weil Giraldi «echt krass» war.
Erwartest Du wirklich Aufschluss, oder möchtest Du etwas (anderes?) anstoßen?

Vielleicht möchte ich (eben) an subjektive Aufnahme/Verständnis anstossen. (wo hast du plötzlich das scharfe s her - nur nebenbei . -)))
z.B. (damit es ein bisschen süffisanter wird, ahimé)
bei der Schreiberin - Winzling Debatte stosse ich (oft) auf beidseitigen Schnelltippredeschwall, der mein Aufnahmevermögen überfordert und mich dann "langweilt", obwohl mir beide Ansichten schleierhaft verständlich sind und ich keine "spontan-tendenziösen" Reaktionen in mir feststelle.
über mein paradox" paralleles Verständnis Freitag-Heike", hab ich mich ,galub ich schon 2x geäussert.
usw.
mele mobbing tangiert mich nicht, Amygdala bringt mich aus der Fassung...

Why?
I just wonder....
 

faraway

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  • #4
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Und... ich möchte nämlich lernen... wie gehe ich damit um,bzw. wie kann ich trotzdem lernen = trotzdem verstehen/verstanden werden etc. also einen Subjektiv/objektiv Spiegel beibehalten (das erscheint mir nämlich bei Beziehungen eigentlich ganz wichtig)
 

Jörg739

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  • #5
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von faraway:
Vielleicht möchte ich (eben) an subjektive Aufnahme/Verständnis anstossen. (wo hast du plötzlich das scharfe s her - nur nebenbei . -)))
z.B. (damit es ein bisschen süffisanter wird, ahimé)
bei der Schreiberin - Winzling Debatte stosse ich (oft) auf beidseitigen Schnelltippredeschwall, der mein Aufnahmevermögen überfordert und mich dann "langweilt", obwohl mir beide Ansichten schleierhaft verständlich sind und ich keine "spontan-tendenziösen" Reaktionen in mir feststelle.
über mein paradox" paralleles Verständnis Freitag-Heike", hab ich mich ,galub ich schon 2x geäussert.
usw.
mele mobbing tangiert mich nicht, Amygdala bringt mich aus der Fassung...

Why?
I just wonder....

Also, passend zum Thema: Ich verstehe dich nicht. ;-)

Du, die Kommunikation ist so schon schwierig genug, mach doch bitte keine Wissenschaft draus.

Ob ich (!) mit jemandem klar komme, entscheidet sich meist sehr schnell, und bei mir gibts auch nur zwei "Klassen" von Menschen: Die, mit denen ich klar komme, und die, mit denen das nicht der Fall ist. Das hat aber bei mir weniger mit der Kommunikation zu tun, zumindest nicht mit der schriftlichen oder verbalen, sondern mehr mit meinem Gefühl. Fühle ich mich in Gegenwart des Anderen wohl oder nicht?

Ich denke aber, du wirst hier mindestens ein Dutzend unterschiedlicher Ansichten und Meinungen erhalten, warum und wieso jemand mit einem anderen klar kommt oder nicht. Ich muss gestehen, ich habe immer noch nicht verstanden, was du eigentlich genau wissen möchtest. Ein Rezept für alle Fälle gibt es nicht. Es wird immer Menschen geben, mit denen du einfach nicht klar kommen wirst, und genauso umgekehrt. Man kann nicht jedermanns Freund sein.
 

faraway

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  • #6
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von Jörg739:
Also, passend zum Thema: Ich verstehe dich nicht. ;-)

Du, die Kommunikation ist so schon schwierig genug, mach doch bitte keine Wissenschaft draus.

Ob ich (!) mit jemandem klar komme, entscheidet sich meist sehr schnell, und bei mir gibts auch nur zwei "Klassen" von Menschen: Die, mit denen ich klar komme, und die, mit denen das nicht der Fall ist. Das hat aber bei mir weniger mit der Kommunikation zu tun, zumindest nicht mit der schriftlichen oder verbalen, sondern mehr mit meinem Gefühl. Fühle ich mich in Gegenwart des Anderen wohl oder nicht?

Ich denke aber, du wirst hier mindestens ein Dutzend unterschiedlicher Ansichten und Meinungen erhalten, warum und wieso jemand mit einem anderen klar kommt oder nicht. Ich muss gestehen, ich habe immer noch nicht verstanden, was du eigentlich genau wissen möchtest. Ein Rezept für alle Fälle gibt es nicht. Es wird immer Menschen geben, mit denen du einfach nicht klar kommen wirst, und genauso umgekehrt. Man kann nicht jedermanns Freund sein.

...meine Vorliebe für den theoretischen Ansatz!!! nimm es mir nicht übel - und sei unbesorgt:
ich lese gern Rezepte, weiss aber, dass es keine gibt. (auch in der Küche)

es interessiert mich aber WIRKLICH , wie es andere sehen... wie in der Küche kann man eventuell eine gewisse Zutat, ein Gewürz entdecken (oder etwas weglassen), sodass es (das eigene und das andere Gekoche) schmackhafter, geniessbarer, leichter verdaulich wird; unbeschwerter gegessen, whatever... nicht nur hier im Forum....
ich sehe es im Zeichen von Horizonterweiterung
von der Theorie zur Praxis ist ja auch ein Weg
besonders wenn man Theorien ja auch irgendwie von der Praxis her betrachtet .-))

Wie oft scheitern wir nicht an unkluger Kommunkation?
 
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  • #7
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von faraway:

sicher....das Zuhören/Lesen aber auch!

Zitat von faraway:
Wie stelle ich dar? Wie drücke ich mich aus?
Wie vermittle ich mein Problem? Meine Meinung? Meine Zustimmung? Meine Ablehnung?Meine Kritik? meine Zweifel?
Wie frage ich? Wie antworte ich? Warum?
Wie reagiere ich... und warum reagiere ich auf einen ¨¨ahnlichen Inhalt“ einmal so und einmal so?

Ich gehe nur auf Threads ein, die mich inhaltlich interessieren. Am Anfang habe ich Tipps gegeben, dass habe ich mir ganz schnell abgewöhnt. Schreibe von meinen Erfahrungen oder meine Meinung, aber ich will nicht stundenlang darüber brüten, wie ich es jetzt formuliere,
daher schreibe ich, wie mir der Schnabel gewachsen ist....

Zitat von faraway:
Warum verstehe ich den einen und den anderen nicht (obwohl sie eigentlich dasselbe sagen)?

im RL hängt es sicherlich mit Sympathie zusammen...

Zitat von faraway:
Warum vertrage ich Aggressivität in einem Fall, aber nicht in einem anderen?
Warum vertrage ich Kritik in einem Fall, aber nicht in einem anderen?
Warum versteht mich einer und der andere nicht?

Aggressivität vertrage ich allgemein nicht....aber auch hier stelle ich fest, wenn Sympathie vorhanden ist, kann ich besser darüber weg schauen.
 
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faraway

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  • #8
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von nanunana:

Natürlich, gerade eben auch.

plus:
du hast mich falsch verstanden
so habe ich es nicht gemeint
das wollte ich damit nicht sagen
kannst du mir das nicht irgendwie netter sagen
ich versteh dich nicht(mehr)
was willst du überhaupt damit sagen
etc.
 
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  • #9
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von faraway:
Natürlich, gerade eben auch.

plus:
du hast mich falsch verstanden
so habe ich es nicht gemeint
das wollte ich damit nicht sagen
kannst du mir das nicht irgendwie netter sagen
ich versteh dich nicht(mehr)
was willst du überhaupt damit sagen
etc.

so was blödes....falsche Taste gedrückt....mein ganzer Text ist weg!!! ;o(((

Habe den vorherigen Beitag noch mal vervollständigt...allerdings jetzt ein bißchen abgekürzt! ;o)
 
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faraway

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  • #10
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von nanunana:
so was blödes....falsche Taste gedrückt....mein ganzer Text ist weg!!! ;o(((

Habe den vorherigen Beitag noch mal vervollständigt...allerdings jetzt ein bißchen abgekürzt! ;o)

ich hoffe du hast meine allgemeinen brainstorming Vorschläge nicht auf dich bezogen . - )))))
das wär ein kommunikativer Hammer!!!
 
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  • #11
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Hallo Faraway !
Danke für deine Wahrnehmung in #3 - lustig ! Da müht man sich ab und denkt, man wäre wer-weiß-wie stringent und die anderen denken nur HÄÄÄ ??? :)

Ich habe ja letztens auch einen Thread zu Sprachstilen aufgemacht, aber es scheint so, dass wir die größten Fans des Themas sind und die anderen....nö.... jedenfalls nicht hier im Forum.

Falls dich eine Rückmeldung zu deiner Kommunikationsart interessiert : wenn ein Beitrag von dir erscheint, starre ich mit angehaltenem Atem darauf und denke - wie ist es diesmal ??? Manche deiner Beiträge finde ich äußerst scharfsinnig und bereichernd - dann wieder geht es mir wie Jörg und ich grübel, was du uns wohl sagen willst... Ich habe auch schon mal überlegt, welche Uhrzeit bei dir gerade ist und ob es wohl daran liegt ... ;-))
Mit deinem exotischen Mitteilungscocktail wirkst du aber sehr authentisch auf mich und deshalb nehme ich auch das mir Unverständliche positiv auf. Ich glaube, das ist für mich ein wichtiges Kriterium : jemand kann total skurril und konträr zu meiner Meinung sein - solange es einigermaßen authentisch und nicht aufgesetzt ist, komme ich damit klar... (Den Inhalt mal weitgehend außer acht lassend).
 

faraway

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  • #12
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von Schreiberin:
Hallo Faraway !
Danke für deine Wahrnehmung in #3 - lustig ! Da müht man sich ab und denkt, man wäre wer-weiß-wie stringent und die anderen denken nur HÄÄÄ ??? :)

Ich habe ja letztens auch einen Thread zu Sprachstilen aufgemacht, aber es scheint so, dass wir die größten Fans des Themas sind und die anderen....nö.... jedenfalls nicht hier im Forum.

Falls dich eine Rückmeldung zu deiner Kommunikationsart interessiert : wenn ein Beitrag von dir erscheint, starre ich mit angehaltenem Atem darauf und denke - wie ist es diesmal ??? Manche deiner Beiträge finde ich äußerst scharfsinnig und bereichernd - dann wieder geht es mir wie Jörg und ich grübel, was du uns wohl sagen willst... Ich habe auch schon mal überlegt, welche Uhrzeit bei dir gerade ist und ob es wohl daran liegt ... ;-))
Mit deinem exotischen Mitteilungscocktail wirkst du aber sehr authentisch auf mich und deshalb nehme ich auch das mir Unverständliche positiv auf. Ich glaube, das ist für mich ein wichtiges Kriterium : jemand kann total skurril und konträr zu meiner Meinung sein - solange es einigermaßen authentisch und nicht aufgesetzt ist, komme ich damit klar... (Den Inhalt mal weitgehend außer acht lassend).

Danke Schreiberin
für dein Interesse an der "Theorie"
und für die Rückmeldung. Hab grad recht gelacht. Theoretisch müsste ich immer nüchterner und wacher sein als ihr .- ))) .aber bei meinem Hang zum "Experimentieren" liegt das vielleicht nicht immer auf der Hand. Ich versteh mich selber auch nicht immer (auch verbal nicht . -)) aus rationaler Sicht.

Aber weisst du, ich frage mich einfach:
z,B seit gestern heute:
Warum ist Freitag seit ein paar Tagen fast ausschliesslich mit dem Dreschflegel unterwegs?
Was heisst das wirklich? Ich kenne ihn ja auch anders.
Wie gehe ich damit um? Wie kann ich da noch kommunizieren?

Wie geht man mit kritischen Kommunikationssituationen um.
Gibt es ja ständig und nicht nur im Forum.
Auch zwischen Menschen, die sich mögen und verstehen wollen.
Empörung ausdrücken ohne gnadenlos zu veruteilen.
you name it.... alles halt
ich finde man könnte soviel dazulernen.
 
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  • #13
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von faraway:
mele mobbing tangiert mich nicht, Amygdala bringt mich aus der Fassung...
Why?
I just wonder....

Gut, ich nehme jetzt mal an, da ich hier keine Mele kenne, meinst Du mich. Und da ich dich nicht tangiere, werde ich mit Dir in Zukunft nicht mehr korrespondieren. Schade,

Das ist Kommunikation.
 

faraway

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  • #14
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von Merle:
Gut, ich nehme jetzt mal an, da ich hier keine Mele kenne, meinst Du mich. Und da ich dich nicht tangiere, werde ich mit Dir in Zukunft nicht mehr korrespondieren. Schade,

Das ist Kommunikation.

MeRle BITTE NICHT!!!!
Wie kannst du nur auf den Gedanken kommen, dass ich dich meine??? Welchen Grund könnte ich haben? I am crazy but not really. Bitte registrieren: es gibt auch eine Frau mele.
Die mobbt manchmal (nicht immer) ein bisschen vor sich hin, aber so surrealistisch, dass es fast zum Lachen ist.

Ha! Kommunikationsproblem im richtigen thread! Bingo.
Ich hoffe wir können das auskommunizieren . .-))) Don't worry, ich weiss, du bist sehr sensibel.
 

No_Kitty

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  • #15
Kommunikation eine Kunst.. oder Notwendigkeit oder sonst was?

Mir hat mal ein lieber Mensch was erzählt, was ich als Bild berührend fand: alle Menschen seien Lotusblüten auf Seen, diejenigen, die auf dem eigenen Teich schwimmen, könne man gut verstehen, je näher desto besser (und lieber), die aus anderen Gewässern sind schwerer bis unmöglich.

Und da kommt noch eine Assoziation zum Tragen: Andre hat sich hier mal über sein Konzept des Wesenskern geäussert. Vielleicht ist es ein inneres Bedürfnis - damit Teil unseres Wesenskern, dass wir verstanden werden wollen und andere verstehen wollen.

Vielleicht wird die Reaktion umso vehementer, je weniger wir uns verstanden fühlen oder je weiter weg das Verständnis des anderen von unserem eigenen sind.

Auch wuwei, im Auge des Betrachters, stimmungsabhängig, eben variabel: die eigene Befindlichkeit - mal können wir gut verstehen, sind duldsam im Annehmen der anderen Position, sind gelassen und können auch so agieren und reagieren.

Mal sind wir gestresst, traurig oder mit anderen negativen Gefühlen geladen, dann wird unser Agieren und unsere Reaktion auch entsprechend - vielleicht geben wir uns dann auch weniger Mühe?

Vielleicht können wir es in diesem Zustand auch nur einfach nicht besser? Gestehen wir jedem so viel zu, dass er/sie gute und schlechte Tage hat, dann wird es einfacher auch mit 'ungewöhnlichen' Beiträgen. Und geben wir uns selbst die Achtsamkeit auf die eigene Situation, dann gelingt es auch manchmal nicht zu reagieren, wie von der Tarantel gestochen. Ich geniesse es, wenn ich diesen Sieg über mich erringe - ist aber noch selten ;o)))))

Und wie sagte mal der gute Dieter Nuhr: '.... wenn man mal nichts zu sagen hat, einfach die Fresse halten.....'
(Ich bin mir sicher, dass ich das nur sinngemäß zitiert habe ;o) )
 

Abby

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  • #16
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von faraway:
Und... ich möchte nämlich lernen... wie gehe ich damit um,bzw. wie kann ich trotzdem lernen = trotzdem verstehen/verstanden werden etc. also einen Subjektiv/objektiv Spiegel beibehalten (das erscheint mir nämlich bei Beziehungen eigentlich ganz wichtig)

Wenn du Lust drauf hast, kann ich hier mal ein bisschen aus dem "Nähkästchen" plaudern. Job-bedingt bin ich zu diesem Thema fast bis zum "Erbrechen" geschult - was natürlich freiwillig war und ich es auch gern und sehr interessiert mitgenommen habe.
Ich habe viele Dinge auch nur zur Kenntnis genommen, aber auch einiges wirklich versucht in mein Kommunikationsleben "einzubauen". Klappt nicht immer, man will sich auch nicht verbiegen oder die eigene Identität verlieren, aber es sind viele interessante Aspekte dabei. Ich gehe mal davon aus, dass es hier einige gibt, die das eine oder andere schon kennen... : )
Wenn es nervt - bitte sagen- ich hör sofort damit auf ; )

Also hier mal Web-Seminar 1. Teil Kommunikation - die „Basics“ …erkenne dich und die anderen:
Quelle:LIFO (Dr.Stuart Atkins, Dr. Allan Katcher)
Auszüge aus LIFO/Stärkenmanagement/Stärkenentwicklung, zur besseren Nutzung der pers. Stile und Stärken....

hier werden Persönlichkeiten in 4 Bereiche unterteilt, was also heißt, da es verschiedene Kommunikationsstile auf Grund verschiedener Persönlichkeits- und Denkstrukturen gibt, kann man sich im eigenen Kommunikationsstil besser auf das Gegenüber konzentrieren und auf ihn eingehen, wenn man erkennt, was dem anderen an Botschaften wichtig ist.

Wichtig: Jeder von uns trägt „Kuchenstücke“ dieser einzelnen Kategorien in sich, die Kunst besteht darin zu erkennen, wie kommuniziere ich mit meinem Gemisch am besten mit dem Gemisch des Gegenübers : )

Da gibt es zum einen die "Gelben": Ihnen ist es wichtig als zugänglicher, wertvoller Mensch angesehen zu werden, sie sind leistungsorientiert, unterstützend - hergebend, Leitsatz: Wenn ich gewissenhaft bin und meinen Wert beweise, werde ich belohnt, ohne darum gebeten zu haben. Diesen Menschen ist Leistung wichtig!

Die "Roten": Ihnen ist wichtig, als aktiver und fähiger Mensch angesehen zu werden, sie sind bestimmend – übernehmend, Leitsatz: Wenn ich will, dass etwas geschieht, muss ich dafür sorgen, dass es geschieht! Diesen Menschen ist Aktion wichtig!

Die „Blauen“: Ihnen ist wichtig, als objektiv und vernünftig angesehen zu werden, sie sind bewahrend ,analytisch– festhaltend, Leitsatz: Ich muss bewahren, was ich habe und darauf die Zukunft sorgfältig und vernünftig aufbauen. Diesen Menschen ist Vernunft wichtig!

Die „Grünen“: Ihnen ist wichtig, als beliebt und liebenswert angesehen zu werden, sie sind anpassend – harmonisierend, Leitsatz: Ich kann nur mit Belohnungen rechnen, wenn ich vorher anderer Leute Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle befriedigt habe. Diesen Menschen ist Kooperation wichtig!

Also um in Kommunikation zu treten, sollte man sich das Gegenüber nicht nur durch die rosarote sondern auch durch die rot/gelb/grün/blaue Brille betrachten. Ich finde diese Art sehr interessant, weil es mir zum Beispiel als Rot-gelber Mensch mit viel grün-Anteil immer super-schwer gefallen ist mit Blauen zu kommunizieren.
Seit ich weiß, dass ein Blauer mit meiner Sprache, in der ich viele emotionale Worte wie schön, kreativ, phantasievoll, gefühlvoll etc. verwende, nix anfangen kann, lass ich eben diese Worte einfach weg und begebe mich auf seine Vernunftebene, wenn ich etwas erklären möchte. Klappt !!
Lust auf Web-Seminar 2 demnächst?? Bitte Feedback.
 
W

winzling_geloescht

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  • #17
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von Abby:
Lust auf Web-Seminar 2 demnächst?? Bitte Feedback.

Yep, hätte ich gern, Farben sind total meins, danke :eek:).

Zum Thema selbst:
Kommunikation in einem Internetforum läuft ausschließlich über technische Kommunikationsmittel und ja, für mich ist das verdammt schwer. Völlig fremde, total unterschiedliche Menschen (mit zum Teil auch völlig unterschiedlichen Zielen) suchen gemeinsam nach der besten Lösung für ein Problem eines ihnen völlig unbekannten Menschen. Sind Missverständnisse da nicht vorprogrammiert? Ich glaube, es geht gar nicht ohne.

Immerhin eine interessante Herausforderung mit Lerneffekt und Spaß, daher worschdel ich mich durch, so gut und so lange ich es eben kann und will. Natürlich ist jeder, also auch ich, dafür verantwortlich, was er/sie schreibt, aber nicht dafür, was und wie andere das verstehen. Wie der einzelne Nutzer damit am besten umgeht, dafür gibt's kein Rezept.
 

Abby

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  • #18
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von winzling:
Yep, hätte ich gern, Farben sind total meins, danke :eek:).

Zum Thema selbst:
Kommunikation in einem Internetforum läuft ausschließlich über technische Kommunikationsmittel und ja, für mich ist das verdammt schwer. Völlig fremde, total unterschiedliche Menschen (mit zum Teil auch völlig unterschiedlichen Zielen) suchen gemeinsam nach der besten Lösung für ein Problem eines ihnen völlig unbekannten Menschen. Sind Missverständnisse da nicht vorprogrammiert? Ich glaube, es geht gar nicht ohne.

Immerhin eine interessante Herausforderung mit Lerneffekt und Spaß, daher worschdel ich mich durch, so gut und so lange ich es eben kann und will. Natürlich ist jeder, also auch ich, dafür verantwortlich, was er/sie schreibt, aber nicht dafür, was und wie andere das verstehen. Wie der einzelne Nutzer damit am besten umgeht, dafür gibt's kein Rezept.

Das hast du schön geschrieben und auf den Punkt gebracht : )
Ich finde es auch sehr interessant, sowohl hier als auch im RL.
Missverständnisse sind nun mal Teil der Kommunikation, wie der Einzelne allerdings damit umgeht ist eben sehr individuell.
Bleibt die Frage nach dem "Warum" - will ich kommunizieren, weil ich lernen oder helfen will, oder will ich Menschen maßregeln und meinen Willen durchsetzen...das macht uns ja so einzigartig und facettenreich.
Wenn wir es schaffen, wertfrei zu bleiben bleibt es bei wertvollen Begegnungen!
 
W

winzling_geloescht

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  • #19
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von Merle:
Gut, ich nehme jetzt mal an, da ich hier keine Mele kenne, meinst Du mich. Und da ich dich nicht tangiere, werde ich mit Dir in Zukunft nicht mehr korrespondieren. Schade,

Das ist Kommunikation.

Liebe Merle, erinnere dich bitte an das Missverständnis zwischen uns beiden, denn dieses hier ist ganz sicher auch eins. Es gibt noch mehr außer mir, die dich sehr wertschätzen, glaub es doch bitte endlich mal und vertrau drauf, dass es so ist ;o). (bitte als freundlich-aufmunterndes Zwinkern verstehen und nicht als Ironie)


Vielleicht meinte faraway nele? Kann das sein?
 
W

winzling_geloescht

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  • #20

faraway

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  • #21
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von winzling:
Liebe Merle, erinnere dich bitte an das Missverständnis zwischen uns beiden, denn dieses hier ist ganz sicher auch eins. Es gibt noch mehr außer mir, die dich sehr wertschätzen, glaub es doch bitte endlich mal und vertrau drauf, dass es so ist ;o). (bitte als freundlich-aufmunterndes Zwinkern verstehen und nicht als Ironie)


Vielleicht meinte faraway nele? Kann das sein?

Natürlich meinte ich nele....wär mir doch das M nicht passiert... und die gute Merle interpretiert ein R dazu....
aber vielleicht hilft das ja gerade in diesem thread und besonders inständig hoff ich auch, dass es Merle hilft
ich weiss, wie sehr man unter Felinterpretationen leiden kann
 

faraway

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  • #22
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Euch allen vielen lieben Dank für die Beiträge zu meinem " theoretischen" Thema.

Abby, bitte weitermachen!
ich setze mich selber seit ein paar Wochen( wieder einmal!) mit meiner komplexen Persönlichkeitsstruktur auseinander. Ich habe kurz schon in einem anderen thread erwähnt, dass mir der Myers Briggs Test diesbezüglich zu ungeahnten Erkenntnissen verhalf. Das Gefühl des Unverstanden/Anders/seins schleppe ich nämlich seit früher Kindheit mit mir herum und seit dem Test kann ich zum ersten Mal damit umgehen und mich selbst (und mein paradoxes Muster) schon einmal besser verstehen . -)))
Wahrscheinlich verdanke ich es meiner psychischen Zusammensetzung, dass ich immer den Urgrund verstehen will und dann sozusagen aus jedem Sandkorn die Essenz der Welt. WUWEI. Und meine "obstrusen" Gedankengänge und andere Exzesse sind für die Mehrheit der Weltbevölkerung nicht leicht nachvollziehbar (sagt das Testergebnis und jahrzehntelange Eigenerfahrung).
I can't help it... und so schlimm ist es nicht - ich habe mein Leben diesbezüglich eigenbrötlerisch und einsiedlerisch zurechtgestaltet.
Vielleicht ist für mich gerade aus diesem Grund das Schreiben hier so verlockend.
 

iceage

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  • #23
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von faraway:
Euch allen vielen lieben Dank für die Beiträge zu meinem " theoretischen" Thema.

Abby, bitte weitermachen!
ich setze mich selber seit ein paar Wochen( wieder einmal!) mit meiner komplexen Persönlichkeitsstruktur auseinander. Ich habe kurz schon in einem anderen thread erwähnt, dass mir der Myers Briggs Test diesbezüglich zu ungeahnten Erkenntnissen verhalf. Das Gefühl des Unverstanden/Anders/seins schleppe ich nämlich seit früher Kindheit mit mir herum und seit dem Test kann ich zum ersten Mal damit umgehen und mich selbst (und mein paradoxes Muster) schon einmal besser verstehen . -)))
Wahrscheinlich verdanke ich es meiner psychischen Zusammensetzung, dass ich immer den Urgrund verstehen will und dann sozusagen aus jedem Sandkorn die Essenz der Welt. WUWEI. Und meine "obstrusen" Gedankengänge und andere Exzesse sind für die Mehrheit der Weltbevölkerung nicht leicht nachvollziehbar (sagt das Testergebnis und jahrzehntelange Eigenerfahrung).
I can't help it... und so schlimm ist es nicht - ich habe mein Leben diesbezüglich eigenbrötlerisch und einsiedlerisch zurechtgestaltet.
Vielleicht ist für mich gerade aus diesem Grund das Schreiben hier so verlockend.

Ich wollte hier eigentlich nicht schreiben, da ich Kommunikation als Leben betrachte und somit auch also so vielfältig und nicht einordenbar ansehe. Aber zu deinem sezierten Selbstversuch der Persönlichkeit will ich anmerken, dass wir so sind, wie wir sind. Natürlich ist das Erkennen von Muster und Strukturen und auch das Zuordnen der eigenen Persönlichkeit in diese hilfreich, aber je mehr du dich als Paket aktzeptierst, je mehr wirst du bemerken, dass auch deine Umwelt dich als Gesamtes liebt und aktzeptiert ...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

faraway

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  • #24
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Ich weiss nicht, um wieviel besser man mit einen Menschen in Fleisch und Blut kommunizieren kann, Von nahen Menschen fühle ich mich besonders oft unverstanden und da ist es auch am schmerzlichsten. Da bin ich mir der aufgebauten "möglichen" Kommunikationsebene, die für mich aber nicht wirklich Kommunikation bedeutet, am meisten bewusst.
 

No_Kitty

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  • #25
... 'nur' eine Lernerfahrung

@Abby: gerne doch, Watzlawick, Schulz von Thun denke ich stehen auch noch aus....
Dann noch Wahrnehmungskanaele und ihre Auspraegung, ihren Effekt auf die Kommunikation, Ausdruck von Liebe (die verschiedenen Sprachen der Liebe), herrlich, immer wieder gut....

@Iceage: hej, das sind ja mal Toene von dir, Chapeau - reifer Umgang mit dir selbst ;o)

@faraway: ich mag dein wuwei - loest bei mir so ein bisschen die Assoziationskette mit den Bildern bei Tiger and Dragon aus, und als westliches Pendant "panta rhei"... ich hoffe das Allerlei des Forums hilft bei der Selbsterkenntnis

... oder ist es doch die Katharsis des Schreibens? Wer weiss?
 

faraway

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  • #26
AW: ... 'nur' eine Lernerfahrung

Zitat von No_Kitty:
@faraway: ich mag dein wuwei - loest bei mir so ein bisschen die Assoziationskette mit den Bildern bei Tiger and Dragon aus, und als westliches Pendant "panta rhei"... ich hoffe das Allerlei des Forums hilft bei der Selbsterkenntnis

... oder ist es doch die Katharsis des Schreibens? Wer weiss?

ja.. wuwei...ist für mich so eine Art ozeanisches Akzeptieren, eigentlich kann ich es nicht definieren, vielleicht liegt der Sinn des Wortes gerade in seiner "rationalen Unsinnigkeit"

Alles hilft, ihr alle helft, das Schreiben hier hilft - Denn ich teile mit.
Anonyme Fernnähe.
 

Abby

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  • #27
AW: ... 'nur' eine Lernerfahrung

Zitat von No_Kitty:
@Abby: gerne doch, Watzlawick, Schulz von Thun denke ich stehen auch noch aus....
Dann noch Wahrnehmungskanaele und ihre Auspraegung, ihren Effekt auf die Kommunikation, Ausdruck von Liebe (die verschiedenen Sprachen der Liebe), herrlich, immer wieder gut....

?

Prima, das kenn ich wiederum nicht - nur her damit!! : )
Ansonsten hab ich noch ein bisschen Erklärung der Farbraster zusammengeschrieben:
Demnächst dann mehr zur "Kooperativen Kommunikation"
Teil 2:
Gelb: (Leistung)Der Werte-Idealist: Gibt dem anderen das Gefühl wichtig zu sein, ist leicht zu beeinflussen, vertraut und glaubt anderen, stellt hohe Ansprüche an sich, nimmt andere in Schutz, gibt unnötig Hilfe und Ratschläge, identifiziert sich stark mit dem Gegenüber, möchte Dinge tun, die dem anderen von Nutzen sind, möchte das Beste für den anderen, macht anderen Zugeständnisse und setzt sich für ihre Ansprüche ein…..Stärken: Gewissenhaftigkeit, Loyalität, Idealismus – Schwächen: Perfektionismus, Mitläufertum, Naivität

Rot: (Aktivität) Der Macher: will aktiv und fähig sein, übernimmt ungefragt die Führung, testet gern aus, will Hindernisse aus dem Weg räumen, versteht schwierige Situationen als Herausforderung, handelt vorschnell und setzt andere unter Druck, dominiert, schafft und ergreift schnell günstige Gelegenheiten, nimmt Herausforderungen auch dann an, wenn sie nicht sinnvoll sind….Stärken: Veränderungsbereitschaft, Dynamik, Risikofreudigkeit, Selbstbewusstsein – Schwächen: Oberflächlichkeit, Aktionismus und Verzettelung, Eigenmächtigkeit, Arroganz

Blau:(Vernunft) (Der Analytiker) greift gern auf Bewährtes zurück, geht methodisch vor- entsprechend der Abläufe und Richtlinien, begründet seine Meinung, ist umsichtig, maximierend, abwägend, will jeden Schaden wieder gut machen, verstrickt sich in Details, steht neuen Dingen skeptisch gegenüber, reagiert abwartend, unterschätzt sein Gegenüber oft, bemerkt oft nicht nachlassendes Interesse und verwirrt andere mit zu vielen Lösungsansätzen…..Stärken: Sorgfalt, Systematik, Traditionsbewusstsein, Sicherheitsorientiert – Schwächen: Entscheidungsschwäche, Fakten- und Methodengläubigkeit, Visionslosigkeit, Geiz

Grün: (Kooperation)Der Synthetiker: nutzt die Gelegenheit anderen zu gefallen, kann gut vermitteln, ist flexibel und probiert neue Wege aus, wird gern zum Opportunisten , verhält sich taktierend, tritt mehr als Unterhalter auf und untergräbt oft die Ernsthaftigkeit des Gespräches, gewinnt Sympathie mit Charme und diplomatischem Geschick, hat ein feines Gespür für Erwartungen anderer, will Harmonie schaffen , passt sich an, jeder soll mit ihm zufrieden sein und konzentriert sich sehr darauf mit anderen Menschen zusammen zu sein…. Stärken: Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Verhandlungsgeschick, Sozialkompetenz – Schwächen: Wankelmütigkeit, Konfliktscheu, Ziel- und Prinzipienlosigkeit, Eitelkeit

(Hier sind jetzt viele positive als auch negative Merkmale aufgeführt. Grundsätzlich können positive Eigenschaften bei übertriebenem Einsatz zu Negativen werden)

Diese Raster werden hier als sogenannte Typologien bezeichnet. Es sind Wahrnehmungsraster, die helfen, die Komplexität der uns umgebenden Realität zu vereinfachen.
Vereinfachungen helfen, Unterschiede zu sehen
.
Wir können über den Umgang mit Typologien lernen, dass Menschen, die anders denken und handeln, nicht „Feinde“ sind und Anlass zum Streit geben sondern wir sollten sie als Ergänzung zu uns selbst betrachten.

Auf Dauer ist es langweilig, nur mit Menschen zu tun zu haben, die ähnlich wie ich sind, von denen kann ich nichts lernen. Aber es ist auch schwierig!

„Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“ ist hier irgendwie falsch, denn in der Kommunikation und Kooperation möchten andere Menschen anders behandelt werden als ich. ; ) – eben, weil ich anders bin!
 

Abby

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  • #28
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Dazu ein konkretes Beispiel direkt aus dem Leben gegriffen: da ich Rot-Gelb mit Grün-Anteil bin und "Schatz" viel Blau mit Gelb ist, war neulich der Unterhaltungsschwerpunkt auf: Wir renovieren sein Haus....
ich hab die Pläne "vorgelegt" und angefangen groß und breit zu erklären, nach zwei Minuten kam dann, : Ja, Gut, Farben interessieren mich nicht, mach wie du willst, wo ist der Anschluss für die Dusche geplant, wo verleg ich die Warmwasserrohre im Flur? Podest für deine Tochter im Zimmer? Hm, was soll der Blödsinn?
Ich: Naja, sie wünschst es sich halt...(Blaues Argument: Da ist viel Stauraum drunter!!),
Er: ok. Wie willst du das stabilisieren?
Ich: Ich hab gedacht, um das Parkett zu schonen, wir verankern es lieber in der Wand.....
er: Nee, Quatsch, viel zu umständlich...was darfs kosten?.....usw.
Früher hätte ich mich drüber aufgeregt, dass er nichts zum Schönen und Farbigen sagt oder zur Gestaltung an sich. Ist nicht sein Ding, kann ich mit leben - ich kann mich austoben - prima
 
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  • #29
AW: Kommunikation - eine Kunst?

Zitat von Abby:
ich hab die Pläne "vorgelegt" und angefangen groß und breit zu erklären, nach zwei Minuten kam dann, : Ja, Gut, Farben interessieren mich nicht, mach wie du willst, wo ist der Anschluss für die Dusche geplant, wo verleg ich die Warmwasserrohre im Flur? Podest für deine Tochter im Zimmer? Hm, was soll der Blödsinn?
Ich: Naja, sie wünschst es sich halt...(Blaues Argument: Da ist viel Stauraum drunter!!),
Er: ok. Wie willst du das stabilisieren?
Ich: Ich hab gedacht, um das Parkett zu schonen, wir verankern es lieber in der Wand.....
er: Nee, Quatsch, viel zu umständlich...was darfs kosten?.....usw.
Früher hätte ich mich drüber aufgeregt, dass er nichts zum Schönen und Farbigen sagt oder zur Gestaltung an sich. Ist nicht sein Ding, kann ich mit leben - ich kann mich austoben - prima

Köstlich , Abby - ich lach mich scheckig ! Gelb-rote Grüße von mir ! :))
 
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  • #30
AW: ... 'nur' eine Lernerfahrung

Zitat von No_Kitty:
Watzlawick, Schulz von Thun denke ich stehen auch noch aus....

Schulz von Thun und die vier Seiten einer Nachricht .

Situation an der Ampel , sie am Steuer.
Er : "Es ist grün."

Immer wieder gut, hilft mir privat SEHR, aber ich will hier nicht ins Dozieren kommen, sonst krieg ich wieder die Lehrer-Klatsche.

Die Techniken aus dem "Aktiven Zuhören" haben mich auch schon oft gerettet und manchmal muss ich grinsen, wenn ich hier merke, dass jemand sie auch kennt und anwendet (Verstehe ich dich richtig, wenn....) :)

Wer sich näher interessiert, kann ja googln.