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  • #1

Körpersprache: Interesse oder Desinteresse?

Hallo ihr Lieben, folgendes Problem: Auf der Arbeit ist mir ein junger, attraktiver Mann aufgefallen, der wiederholt den Blickkontakt gesucht hat. Er kam mir entgegen und grüßte freundlich, nachdem er gesehen hat, dass ich den Flur in seine Richtung hinab laufe. Mehrmals am Tag passiert dies, er sitzt direkt vor Kopf, so dass sich Blickkontakt herstellen lässt. Als wir einmal fast zusammen gestoßen wären, schaute er mich auch ziemlich eindringlich an - in die Augen. Einen Morgen kam ich mit sehr, sehr guter Laune zur Arbeit und mir fiel auf, dass er beim Frisör war. Ich sprach ihn an und gab einfach ein kurzes Kompliment mit Daumen hoch. 2 Tage später kam es wieder zu der "Flur-Situation". Zunächst Beschäftigte er sich mit seinem Handy. Dann schaute er mich intensiv, bewusst und mit voller Absicht an und presste dabei die Lippen aufeinander. Ich habe wohl dasselbe getan. Jedenfalls stelle ich mir nun die Frage, was dieser Ausdruck zu bedeuten hatte. Er war nicht unfreundlich, aber es war auch kein breites Lächeln... Wollte er mir damit sein Desinteresse bekunden oder was meint ihr? Diese Situation ist nun ein paar Wochen her. Seitdem grüßt er mich weiterhin jedes Mal, wenn wir uns begegnen. Auch 10mal am Tag, auch sagt er "Morgen" wenn ich daher laufe und den Blick gesenkt habe .. Manchmal mit einem Lächeln, manchmal beschäftigt er sich direkt wieder mit seiner Arbeit. Dienstlich haben wir nichts miteinander zu tun. Sitzen nur direkt nebeneinander auf dem Flur. Jedenfalls frage ich mich, ob ich unbewusst etwas ausgestrahlt habe und ihm zu nahe kam?! Er sich evtl belästigt gefühlt hat und dieser intensive Blick mir genau dies vermitteln sollte... Im ersten Moment dachte ich eher an ein "hey was ist los? Warum guckst du so traurig?" niemals hätte ich aufeinander gepresste Lippen als negativ bewertet.. Eher als ein Zeichen von "ich will was sagen, traue mich aber nicht".. Kennt jemanden diesen Gesichtsausdruck? Ich überlege schon ihn demnächst anzusprechen und mit einem Missverständnis aufzuräumen...
 
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  • #2
Als Desinteresse würde ich das nicht deuten. Ich habe den Eindruck, dass du dich sehr mit dieser Person beschäftigst. Möglicherwese hat er auch Interesse, ein offener Blick, Augenkontakt deutet eher darauf hin. Du kannst Signale senden mit Lächeln, in ein beiläufiges Gespräch kommen.... und dann kannst du aus seiner Reaktion Rückschlüsse ziehen.
 
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  • #3
Ich würde ihn morgen ansprechen wollen, ob ich ihm zu nahe getreten bin. Wir haben dienstlich nichts miteinander zu tun, theoretisch würde ich nicht mal den Namen kennen und schon mache ich ein Kompliment. Meine Kollegen verwenden dies gegen mich (die, die es mitbekommen haben) und sagen, ich hätte eine Grenze überschritten.

Wie gesagt, die Situation war genauso wie beschrieben. Er schaute auf sein Handy, dann steckte er es weg. Schaute mich ganz intensiv an und presste die Lippen aufeinander. Wollte er was sagen und traute sich nicht? Oder sollte das bedeuten "bis hierhin und nicht weiter?"

Ich bin niemand der mit gesenktem Blick über den Flur läuft. Gestern habe ich es mal getan und schon bekam ich ein Morgen von ihm, ohne das Blickkontakt da war.

Mehr als mich blamieren kann ich ja nicht. Aber ich denke, wenn ich nachfrage und ihm erkläre, dass ich mit einem schlechten Gewissen unter Druck gesetzt werde, wird er verstehen, warum ich nachfrage... Dann wäre für Ihn ja die Gelegenheit zu reagieren, so fern wirklich Interesse da ist. Oder mache ich die Situation damit schlimmer?
 
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Deleted member 21128

  • #4
@Saga89 Meiner Ansicht nach ist es höchst heikel und selten förderlich, Körpersprache analytisch lesen zu wollen, vor allem, wenn man nicht sehr viel darüber weiß und keine Übung hat. Einzelne Gesten oder Mimiken herauszupflücken und daraus eine echte Haltung abzulesen, halte ich gar für völlig absurd. Vor allem, wenn kein Gespräch stattfindet und man gar nicht weiß, wo der andere sich gedanklich gerade befindet.
Zusammengekniffene Lippen können zB bedeuten, dass jemand angespannt ist oder etwas nicht aussprechen will. Da du aber ohnehin nicht weißt, warum der Mann angespannt ist oder was er nicht aussprechen will, hilft das kaum weiter und sämtliche Spekulationen sind vermutlich völlig daneben.
Da hilft nur, den gesamten Ausdruck intuitiv zu erfassen, und zu "fühlen", was der andere aussendet.
Bis auf die etwas eindringlicheren Blicke, die zwischen spielerisch und interessiert alles bedeuten können, klingt das alles für mich nach Freundlichkeit.
Mit deinem Kompliment hast du IMHO schon ausreichend Interesse signalisiert, dass er bei Interesse von seiner Seite aktiv werden sollte. Folglich hat er wahrscheinlich keines.
 
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  • #6
Da dieses Gespräch bei der Leitung gegen mich verwendet wird und meine Kollegen mich unter Druck setzen, dass ich zu weit gegangen bin.
Spreche ich ihn an, dass ich ihm nicht zu nahe treten wollte, weiß ich mehr, was er denkt. Und bei mir verschwindet der Druck eines schlechten Gewissens..
 
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  • #7
@Saga89 ich verstehe nicht mit welchem
Missverständnis Du aufräumen willst.
Kannst Du das näher erörtern?
 
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  • #8
Missverständnis ist vielleicht falsch ausgedrückt.. Eher möchte ich ein schlechtes Gewissen beseitigen und so herausfinden, was er denkt. Nachdem ich ihm ein Kompliment gemacht habe, habe ich ihm mehr oder weniger die kalte Schulter gezeigt. Vielleicht traut er sich deswegen auch nicht, mich anzusprechen, weil er denkt, ich hätte kein Interesse. Fakt ist, diesen eindringlichen Blick hat es gegeben - NACH dem Kompliment. Auch schaut er jedes Mal in mein Büro, wenn er dort lang läuft (was auch nur Neugierde sein kann, ob ich arbeite). Ich suche nach einer Möglichkeit, herauszufinden, ob da Interesse ist oder nicht. Und da meine Kollegen mich sehr unter Druck Setzen, wäre eine "Entschuldigung" ein Grund ins Gespräch zu kommen.
 
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  • #10
Ich habe die Reaktion nicht ganz verstanden, da ich schon weiter ging. Ich ging dann nochmal zu ihm zurück und meinte "bitte? Haben Sie was gesagt?" und da meinte er "Ja ich habe danke gesagt. Ich habe das Daumen hoch (was er dann auch machte) als positiv bewertet."
Ich würde sagen, es hat ihn verwundert und schüchtern war er. Er konnte auch keinen Blickkontakt halten, als er meine Geste wiederholt hat. Ich meinte dann auch nur "so war es auch gemeint. Positiv" und ging in mein Büro. Eine Kollegin bekam das mit und meinte, ob ich sie nicht mehr alle hätte. Ich würde ihn nicht kennen außer vom sehen und sollte mich zurück halten. Das habe ich in den letzten Wochen auch getan. Ich habe nicht weiter versucht, Interesse zu zeigen. Deshalb möchte ich ihn ansprechen und diese Situation als Vorwand nehmen, um es nicht zu aufdringlich zu gestalten. Spätestens dann sollte ich wissen, ob seinerseits Interesse vorliegt oder nicht.
 
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  • #12
Ach du liebe Zeit ... :eek: ...



Äh ja ... aber kann es nicht sein, dass du dir viel zu viel zu viel zu viel Gedanken machst? ....
Ich mache mir immer sehr viele Gedanken, da ich zum einen alles richtig machen möchte und zum anderen keine mögliche Chance vergraulen möchte. Einen solchen Gesichtsausdruck kann ich absolut nicht deuten. Ich weiß nur, dass ich mich zurück gezogen habe, allein schon wegen meiner Kollegen
 
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  • #13
Um wirklich sicher ob Interesse besteht, würde ich die Person einfach mal ansprechen und ein unverfängliches Gespräch zu stande kommen lassen, evtl. einfach mal fragen, ob Lust besteht die Pause gemeinsam zu verbringen.

Stolz, kann vielen kaputt machen und deinerseits scheint ja Interesse zu bestehen. So what...
 
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  • #14
Ja irgendwie besteht Interesse, seitdem ich denke, seine "Zeichen" sollten Interesse bedeuten. Allerdings laufe ich ziemlich ohne Mimik herum und ein Lächeln ist bei mir immer aufgesetzt. Auch wenn ich ihn sympathisch finde, schaffe ich es nicht eine herzliche Mimik ihm gegenüber herzustellen.

Da er höheren Rang ist, kann ich nicht einfach hingehen und nach einer gemeinsamen Pause fragen. Das gibt es bei uns nicht. Niemals mit den kleinen Angestellten...

Daher ja die Überlegung ihn nochmal wegen des Kompliments anzusprechen. Reagiert er da kühl, weiß ich, dass ich etwas ganz falsch verstanden habe.. Oder gibt es noch andere Tipps? Niemals wird er mich ansprechen auf Grund der unterschiedlichen Dienstgrade..
 
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  • #16
Ja irgendwie besteht Interesse, seitdem ich denke, seine "Zeichen" sollten Interesse bedeuten. Allerdings laufe ich ziemlich ohne Mimik herum und ein Lächeln ist bei mir immer aufgesetzt. Auch wenn ich ihn sympathisch finde, schaffe ich es nicht eine herzliche Mimik ihm gegenüber herzustellen.

Da er höheren Rang ist, kann ich nicht einfach hingehen und nach einer gemeinsamen Pause fragen. Das gibt es bei uns nicht. Niemals mit den kleinen Angestellten...

Daher ja die Überlegung ihn nochmal wegen des Kompliments anzusprechen. Reagiert er da kühl, weiß ich, dass ich etwas ganz falsch verstanden habe.. Oder gibt es noch andere Tipps? Niemals wird er mich ansprechen auf Grund der unterschiedlichen Dienstgrade..
Du machst dir tatsächlich viel zu viele Gedanken. Du hast offensichtlich Interesse an ihm oder daran die 'Situation' aufzuklären. Also geb ich dir mal meinen Rat als Mann in deinem Alter:
  1. Er spricht dich nicht desshalb nicht an, weil er einen höheren Dienstgrad hat oder so, sondern weil er am gleichen Ort arbeitet! Don't fuck the company. Schonmal gehört? Die letzten Monate mit diesem metoo Geschwurbel haben dazu geführt, dass man als Mann bei der Arbeit einer Frau absolut keine Komplimente mehr machen darf. Oder sie gar auf einen Kaffe einladen darf. Das gilt unter Umständen bereits als sexuelle Belästigung und kann dich als Mann den Job und die Karriere kosten. Deshalb hat deine Kollegin auch so reagiert.
  2. Klär die Situation mit ihm und mach dir aber voher Gedanken, was du willst. Willst du nix von ihm und nur das Missverständnis aufklären, dann sprichst du ihn an und sagst ihm dass, wenn ihr unter euch seid. Willst du was von ihm, dann kannst du ja dieses Gespräch benutzen und ihm sagen, dass ihr zwei mal nach der Arbeit einen Kaffee zusammen trinken gehen könnt. Falls du keine Situation findest, in der ihr zwei zusammen alleine seid, fragst du ihn im Flur. Aber seh zu, dass euch niemand sieht.
Warum das? Weil du nicht erwarten kannst, dass er von sich aus auf dich zukommt. Und das auf jeden Fall unter euch zwei bleiben muss. Heute wirst du als Mann, der mit einer Arbeitskollegin offen flirtet gleich vor den Vorgesetzten beordert. Dabei können die Leute ja nicht wissen, dass du Interesse hast. (oder auch nicht..) Dein Arbeitsplatz klingt dabei noch viel steifer, als andere. In einem kleinen Betrieb mit 20 Leute wäre es theoretisch kein Problem, wenn sich zwei finden, solange die Arbeit nicht darunter leidet. Aber da ist schon das Problem: Wann leidet die Arbeit darunter? Spätestens dann, wenn man sich trennt.

Ich selbst hatte schon die Situation: Ich hatte mit einer Mitarbeiterin etwas agefangen und die anderen Männer im Betrieb waren so eiversüchtig, dass normales Zusammenarbeiten danach fast unmöglich war. Wir haben beide danach den Betrieb gewechselt und aus der Beziehung wurde nach paar Wochen auch trotzdem nix. Sie hat mir damals ihre Facebook Nachrichten gezeigt. Die halbe Firma inkl. CFO und co. haben sie ausgefragt..

Auch hatte ich schon die Situation, dass ich mich nicht traute eine anzusprechen und ein Jahr danach über eine Kollegin erfuhr, dass sie damals auch mich stand. Wir beide haben damals aber klare Signale ausgesendet. Aber damals war ich viel zu schüchtern. Heute nach metoo ist die Situation wohl nicht viel anders, weil man jetzt als Mann jedes Wort auf die Goldwage legen muss.

Ich hatte auch schon die Situation, dass eine Mitarbeiterin, die im HR gearbeitet hat meine Nummer rausgesucht hat und mich so kontaktiert hat. Mach sowas nicht. selbst bei mir als Mann kam das creepy rüber. Sie war zwar genau mein Typ und wir hatten uns auch wochenlang mit Blicken gequält. Aber wirklich was Echtes wurde daraus aus anderen Gründen nicht.

Mach den Schritt auf jeden fall, wenn du ihn interessant findest. Du lebst nur einmal. Aber akzeptier auch ein nein.
Schau einfach, dass ihr zwei das unter euch ausmacht und keine Arbeitskollegen und kein Getuschel zwischen euch kommt. Deine Arbeitskollegin könnte z.B. den Mann selbst attraktiv finden und deshalb so reagieren..

Edit:
Hätte ich fast vergessen: Ja, er hat Interesse. Sein Verhalten sagt das klar aus. Nur mach dir bewusst, dass junge Männer generell Interesse an Frauen haben. Vielleicht findet er dich auch einfach interessant und hätte nix gegen ein paar schöne Stunden zu zweit..:D;)
 
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  • #17
Wir sind im öffentlichen Dienst beschäftigt..eigentlich ist unsere Behörde ziemlich locker, es gibt viele Paare bei uns. Aber es gibt auch viele Gerüchte UND Neid/Konkurrenz.
Meine Kollegin dürfte 20 Jahre älter als er sein. Ich schätze ihn auf mein Alter um die 30, daher schließe ich ein Interesse ihrerseits an ihm aus.

Es wird schwierig, ein Gespräch mit ihm anzufangen, ohne das es jemand sieht. Entweder sind seine Kollegen da oder meine. Eine E-Mail zu schicken wäre wahrscheinlich auch nicht ratsam? Frauen könnten ja genauso belästigen.

[QUOTE="Wolverine, post: 379332, member: 21702]
Edit:
Hätte ich fast vergessen: Ja, er hat Interesse. Sein Verhalten sagt das klar aus. Nur mach dir bewusst, dass junge Männer generell Interesse an Frauen haben. Vielleicht findet er dich auch einfach interessant und hätte nix gegen ein paar schöne Stunden zu zweit..:D;)[/QUOTE]

Woran ist denn das Interesse deutlich erkennbar? Sagen wir so, ich bin die einzig junge Frau, die in diesem Gebäudeteil ihr Büro hat.
 
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  • #18
Kennt jemanden diesen Gesichtsausdruck? Ich überlege schon ihn demnächst anzusprechen und mit einem Missverständnis aufzuräumen...
Kann es sein, dass ihr bei der Sternenflotte arbeitet und er Vulkanier ist?
In diesem Fall wäre sein Verhalten vollkommen logisch.

Ansonsten fällt mir auf dass es zwischen deinen Kollegen und dir dringender etwas zu klären gäbe.
 
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  • #19
Kann es sein, dass ihr bei der Sternenflotte arbeitet und er Vulkanier ist?
In diesem Fall wäre sein Verhalten vollkommen logisch..
Da die Männer hier ja offensichtlich davon ausgehen, dass Interesse da ist, aber er sich verhält aus besagten Gründen, suche ich heute das Gespräch. Notfalls per Mail.
Und ja, das mit den Kollegen wird geklärt - zum richtigen Zeitpunkt
 
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  • #20
Da die Männer hier ja offensichtlich davon ausgehen, dass Interesse da ist, aber er sich verhält aus besagten Gründen, suche ich heute das Gespräch.
Ich denke, du suchst das Gespräch weil du Gewissheit darüber willst, ob das was du gern glauben möchtest der Wahrheit entspricht oder ob der Kollege aus anderen Gründen nett ist.
Weniger deutlich ist, warum dir daran gelegen ist, dass er sich für dich interessiert. Vielleicht weißt du es ja, willst es hier aber nicht ausbreiten.

Ich rate davon ab, ein dienstliches Mailkonto für private Zwecke zu nutzen. Das gäbe den lieben Kollegen nur noch mehr Möglichkeiten dich anzuschwärzen.
 
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  • #21
Der Post ist doch Verarsche. Selbst in Behörden kann es nicht so gestört zugehen.
 
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  • #22
Leider ist das keine Verarsche.
Ich habe sogar die Kündigung erhalten. Danach habe ich tatsächlich eine Mail geschickt und eine sehr kurze und höfliche Antwort erhalten, in der er mir versichert hat, dass er sich nie belästigt gefühlt hat. Auf eine weitere direkte Nachfrage zur geschilderten Situation leider keine Antwort mehr. Was ich ehrlicherweise sogar verstehen kann. Wahrscheinlich habe ich diese eine Situation total überbewertet. Wahrscheinlich auch, weil ich ihn doch ganz sympathisch gefunden habe und es mir nicht eingestehen wollte. Ich werde damit leben müssen, nie zu erfahren, was mich da so irritiert hat und ob es überhaupt einen Grund für meine Irritation gab. Am Ende behält man mich nun in absoluter Peinlichkeit in Erinnerung. Auch das ist egal. Ich bin raus aus dieser Behörde. Und falls da doch was war, meine Handynummer hat er jetzt
 
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  • #24
Eine Kündigung ohne vorhergehende Abmahnung? Weswegen?
 
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  • #25
Nein, ich hatte einen befristeten Vertrag, der nun ausläuft und auf Grund meines "Sozialverhaltens" nicht verlängert wird. Ich konnte nur noch in Erfahrung bringen, dass meine Kollegin sich von mir bedrängt gefühlt hat. Ich mich übrigens auch von ihr. Obwohl sie es doch war, bezogen auf den jungen Mann, die mir sagte, ich muss das alles auf mich beziehen und sollte nur abwarten, da sei Interesse vorhanden. Im weiteren Verlauf hat sie mich ja unter Druck gesetzt und mich bei den Kollegen und der Leitung, angeschwärzt - mit wilden Gerüchten, die nie niemals nie der Wahrheit entsprachen. Leider kam ich nicht dazu, meine Sicht der Dinge zu schildern. So konnte ich wenigstens dem jungen Mann erklären, leider in viel zu vielen und langen Mails, dass nichts von den Gerüchten wahr ist und ich keinerlei Absichten hatte. Außer ihn zu kennen und ihn sympathisch zu finden. Wahrscheinlich war es auch so, dass all die Situationen nur Zufälle waren und diese gar nichts mit mir zu tun hatten. Ich bleibe ihm nun in peinlicher Erinnerung - anders wird er meine Erklärungen mit Sicherheit nicht deuten, evtl noch als eindeutig verrückt. Ich habe ihm zwar mitgeteilt, dass ich mich freuen würde, irgendwann nochmal von ihm zu hören, aber ich glaube, ich habe nach seiner kurzen und höflichen Antwort eine deutliche Grenze überschritten. Ich stehe auch noch unter Schock und erfahre nun leidvoll, wie belastend all das für mich war, was wahrscheinlich nie hätte sein müssen, wenn ich all die Blicke und Situationen nicht überbewertet auf mich bezogen hätte. Erfahren, ob es tatsächlich so war, werde ich nie. Da bin ich mir sicher.
 
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  • #26
Ich mag mich irren, aber irgendwie klingt das alles wirr und an den Haaren herbeigezogen.

Erst erzählst du hier nur von einigen Begegnungen und jetzt von vielen und langen Mails.
Sorry, aber ich schreibe einem Kollegen, den ich nur vom Sehen und Grüßen her kenne, NICHT viele und lange Mails.
Das ist ein merkwürdiges Verhalten, das scheinen deine Kollegen und Vorgesetzten wohl auch so aufgefasst zu haben.
 
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  • #28
Die langen Mails sind erst nach der Kündigung entstanden. Ich musste davon ausgehen, mich grenzwertig verhalten zu haben und stand dermaßen unter Druck und Schock, dass ich gar nicht mehr wusste, was ich tue. Wirklich alles, was ich meiner Kollegin anvertraut habe, ist gegen mich verwandt worden. Warum ich all diese Blicke auf mich bezogen habe, viele Details wahr genommen habe, liegt mitunter auch daran, dass ich Autistin bin und ich alles, was non-verbal passiert, extrem lange und detailliert aufschlüsseln muss, bevor ich zu einem Ergebnis komme. Da war es natürlich "hilfreich", dass man mir noch eingeredet hat, es müsse was mit mir zu tun haben, da meine Kollegin sagte, bei ihr sei es nicht so.
Erst dann habe ich mich in einem absoluten Wunschgedanken verfangen, aus dem ich nun mit voller Härte herausfinde, weil Ich Abstand gewinne und seine kurze, sehr höfliche und förmliche Reaktion eindeutig war. Wenigstens ist es gut, zu wissen, eine absolute Lachnummer zu sein. So ist man nicht ganz so traurig, dass die Sympathie nicht auf beiden Seiten vorhanden war.
 
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  • #29
wenn du Autistin bist, hast du bestimmt einen Behindertenausweis und einen Behindertenbeauftragten in der behörde und du hast besonderen Schutz. jedoch bei befristeten Verträgen hilft dir das auch nicht mehr. Wenn du deinen Ruf schützen willst, kontaktiere den Behindertenbeauftragten.
 
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  • #30
Ja richtig. Der war auch informiert und bei der Entscheidung dabei. Hat allerdings in Personalentscheidungen kein Stimmrecht und auch kein Vetorecht. Demnach konnte er nichts für mich tun, allein schon wegen der Befristung.
Es ist jetzt nun mal alles schief gelaufen und ich sollte lernen, dass ich mich nicht erklären muss, wo keine Erklärung nötig oder gewünscht ist. In meiner Welt denke ich halt immer, ich muss es tun. Bis zuletzt wusste ich ja nicht, wie meine Außenwirkung auf ihn war und ob ich diese Situationen selbst geschaffen hatte. Ich habe es eben überbewertet und die Sorge war da, dass er mich nie ansprechen wird, als ich davon ausging, dass sehr wohl Interesse vorhanden ist.

Wenigstens habe ich versucht, alles sachlich zu schreiben und im nächsten Satz direkt wieder abzuwerten. Aber ich war ehrlich und habe zum Schluss eingeräumt, dass ich ihn sehr wohl sympathisch fand und ich persönlich einfach nicht den Mut gefunden hatte, ihn anzusprechen und mit den Gerüchten aufzuräumen und schon gar nicht mein Interesse an ihm bekunden konnte. Auch habe ich eine deutliche Grenzüberschreitung eingeräumt und mich dafür entschuldigt. Dass ich meine Handynummer mitgeteilt hatte, war aus dem Grunde, da ich davon ausging, dass die Dienst-Mailaccounts mitgelesen werden. Am Ende habe ich mich so in Details und Erklärungen verloren, dass ich schon über mich selbst lachen sollte. Wenigstens weiß er nun, warum ich diese non-verbalen Situationen so bewertet habe und was anschließend für Gerüchte existierten. Natürlich habe ich ihn gebeten, laut zu lachen. Aber nicht, weil ich Spaß gemacht habe, sondern weil ich mir doch ziemlich sicher bin, was ich für einen Eindruck erweckt haben muss. Wie mein Handeln bei anderen ankommen könnte, wird mir meist erst später bewusst. Jedoch ist ja auch jeder Mensch anders. Es soll sie ja geben, die Menschen mit Verständnis. Ob da noch was arbeitsrechtliches nachkommt, nachdem er herzlich gelacht hat, weiß ich nicht und hoffe ich auch nicht. Schlimmer kann es nicht mehr kommen.