cold_fire

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  • #1

Kennt ihr das: Meckern und unzufrieden

Kennt ihr das?
Die Wünsche der Frau ändert sich im Laufe der Beziehung.
Wir sind 3 Jahre zusammen und haben eine gemeinsame Wohnung. Und ich fühle mich oft angemeckert.

1. Ich möchte mit Freunden auf der Terasse grillen und möchte mir ihr einen Termin ausmachen.
Sie hat keine Lust auf die Arbeit mir den Gästen und sagt sie möchte nicht grillen.
Ich verspreche ihr dann also freiwillig, dass ich alle Aufgaben übernehme und sie ist als Gast eingeladen. Die Kosten für den Abend übernehme ich auch.
Trotzdem muss ich mir wochenlang anhören, dass sie gar nicht grillen möchte und überhaupt. Ich habe schon gar keine Lust mehr auf das grillen, weil mich mich regelmäßig mit ihr auseinandersetzen musste.
Als das Grillen stattfindet ist Mega Stimmung und sie sagt später so einen netten Abend hat sie schon lange nicht mehr gehabt

2. Wir fahren im Sommer in den Urlaub. Dabei ist eine Woche ihre Family dabei (drei ihrer Kinder). Für mich ist dies anstrengend aber ich willige ein.
Ich möchte einmal im Jahr auf eine Party 300 km entfernt. Der Termin rückt näher. Sie möchte nicht dass ich fahre, weil es ihr momentan nicht so gut geht weil sie Stress im Beruf hat und ich auch anschließend noch zwei Tage Termine mit meinen Kindern habe. Sie stellt in Frage, dass ich ein guter Partner bin, der sich um sie kümmert wenn sie krank ist - weil ich ja am Stück 4 Tage nicht für sie da sein kann. Am Ende des Sommers möchte sie selbst 3 Tage mit Ihrer Schwester alleine verreisen

Solche Geschichten häufen sich zur Zeit immer mehr. Am Anfang gab solche Themen nicht. Ich habe es auch schon in anderen Beziehungen erlebt.

Ich habe keine Luste auf diese Konflikte. Es ist anstregend und es ist schwierig überhaupt mit Argumenten zu diskutieren, wenn das weibliche Gefühl dann am Start ist. Da helfen Argumente gar nichts. Leider ist das weibliche Gefühl aber auch immer sehr unterschiedlich und es ist auch verwöhnt, denn es wird mit der Zeit anspruchsvoller.

Manchmal hilft nur noch: Nicht nach Hause kommen. Wenn sie einen vermisst, dann hört das für eine Weile auf.

Ich frage mich, wie kann man damit langfristig klarkommen? Die Steitigkeiten werden jedendalls unangenehmer...

Was meint ihr?
 
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cold_fire

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  • #2
Freue mich auf eure Antworten
 

vivi

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  • #4
Also spontan wollte ich ja nur schreiben, dass du dich "nur angemeckert fühlst" liegt daran, dass du vermutlich lernresistent gegenüber von Hinweisen bist, aber dann hab ich den Rest gelesen. Schwierig....

Pkt. 1 könnte ich noch verstehen bzw. nachvollziehen, geht mir manchmal genauso. Bei mir wäre da erstmal im Hinterkopf die Vermutung, dass ich doch alles machen und mich um alles kümmern müsste...inkl. aufräumen. Fällt ja aber bei deiner Ansage weg und würde ich dann auch ernst nehmen, sprich mich raushalten. ;-)

Pkt. 2 ....tja....kann ich nur von mir ausgehen. Was spricht dagegen?....Nichts. Ein gesunder Ausgleich und Freiraum für jeden selbst sollte aus meiner Sicht schon da sein.

Vielleicht (!!!) bist du im Laufe der Zeit zu entgegkommend gewesen, was dann eine gewisse Selbstverständlichkeit - auch für kommende Ereignisse - nach sich zieht. Da sollte aber angesprochen werden. So vermeintlichen Konflikten aus dem Weg gehen zu wollen ist a. m. S. keine gute Lösung, würde mich zumindest provozieren "nachzulegen". :)

Langfristig Klarkommen wird keiner damit, merkst du ja schon selber am Niveau der Streitigkeiten.


@Yvette, die Frage versteh ich in diesem Zusammenhang nicht und finde sie auch nicht unbedingt passend....sorrry!
 

vhe

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  • #5
Zitat von vivi:
@Yvette, die Frage versteh ich in diesem Zusammenhang nicht und finde sie auch nicht unbedingt passend....sorrry!
Ich schon. Ist halt ein Messwert mehr, wenn es um die Qualität der Beziehung geht.

Was cold_fire angeht: Persönlich denke ich, dass sie sich Deiner nicht sicher ist und denkt, es wird besser, wenn sie Dich isoliert.

Die Diskussionen im Vorfeld Grillaktion kenn ich auch - von meinen Eltern. Da geht es meinem Papa mit meiner Mama ähnlich. Sie ist immer dagegen, redet das, wo sie dagegen ist, schlecht und wenn man es dann einfach macht, gefällt es ihr doch. Aber schön ist diese Meckerei vorher wirklich nicht.

Weder sollte man sich angewöhnen, seine Frau einfach zu ignorieren, noch sich auf den Buchleser in der Sofaecke reduzieren lassen.

Zitat von cold_fire:
Manchmal hilft nur noch: Nicht nach Hause kommen. Wenn sie einen vermisst, dann hört das für eine Weile auf.
Hach - Auszeit in der Kneipe. Und dann heißt es: "Von der Frau in den Suff getrieben." :)

Aber jetzt ernsthaft: Zeit für eine Paarberatung?
 

cold_fire

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  • #6
Ja wir sind im Gespräch. Wir haben gestern den ganzen Abend geredet und heute am Morgen auch.
Ich bin mir momentan noch nicht so ganz sicher, was das wirkliche Problem ist.

Heute am Morgen, war es die Lampe, bei der ich die Birne seit einer Woche nicht gewechset habe und der Einkauf den ich gestern vergessen hatte und wegen unseres Streits dann auch nicht mehr geschafft hatte am Abend nachzuholen, weswegen sie dann heute meckerte.

Sie fühlt sich nicht genügend geliebt, umsorgt, beachtet. Der Einkauf ist ihr immer total wichtig. Und das alles in Ordnung in der Wohnung ist. Für sie ist es eine Lieblosigkeit ihr gegenüber wenn ich mich darum nicht mit großer Aufmerksamtkeit kümmere. Allerdings kenne ich ihre alte Wohnung, die sie hatte, bevor wir zusammen gezogen sind. - Da war seit Jahren nicht renoviert und vieles war nicht in Ordnung.

Also ich glaube mittlerweile, dass wir unterschiedliche Erwartungen und Wünsche an die Beziehung haben weil wir unterschieliche Startpunkte hatten.

Sie möchte eine Beziehung mit allem was so ingesamt geht: Fürsorge, Ehe, Familie, Romantik. Gemeinsamer Zukunft etc. Sie hatte dies lange nicht gehabt und wünscht sicht dies und stellt es sich so vor.

Und ich setze Grenzen.Ich möchte nicht wirklich heiraten - das habe ich ihr auch gesagt. Ich versuche mir auch etwas Unabhängigkeit zu bewahren - mit eigenen Interessen und Freunden, weil ich nach meiner letzten Ehe in ein tiefes Loch gefallen war und ich keine Freunde mehr hatte, weil ich mich zu 100% von der Beziehung aufnehmen lassen hatte.

Das Pflegen von Frau und ein paar Freunden, Beruf und außerhäusigen Kindern und Sport ist aber auch ein ewiger Zeitkonflik. Es lassen sich nicht immer alle gleichzeitig zu 100% zufrieden stellen. Und wenn man das versucht, dann verausgabt man sich selbst sehr stark und ist am Ende kaputt und müde.

Trotzdem ist mir ein bischen Selbständigkeit wichtig, denn ich werde unzufrieden, wenn ich zu stark fremdgesteuert werde von den Wünschen der Frau.
 

Lineal

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  • #7
Zitat von cold_fire:
Kennt ihr das?
Die Wünsche der Frau ändert sich im Laufe der Beziehung.
Wir sind 3 Jahre zusammen und haben eine gemeinsame Wohnung. Und ich fühle mich oft angemeckert.

Kenne ich nur zu gut! Es gibt scheinbar Frauen, denen man es nicht recht machen kann.
In meiner letzten Beziehung war es auch so! Ich könnte hier jetzt 1000 Beispiele aufzählen, in denen irgendetwas total Belangloses an mir heftigst kritisiert wurde! Ich habe z.B. "manchmal" mit "manschmal" ausgesprochen (bin nun mal Hesse ;-)), dann habe ich morgens zu viele Krümel beim Brötchenaufschneiden gemacht, oder ich habe eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen, was ihrer Meinung ein Zeichen wäre, dass ich das nur machen würde, weil ich vielleicht nicht mehr mit ihr in den Urlaub fahren will. Im übrigen habe ich deshalb bei dem letzten gebuchten Urlaub deshalb keine mehr abgeschlossen. Die Beziehung ist kurz vorher in die Brüche gegangen und wir mussten den vollen Preis der Reise zahlen. Shit happens ;-)

Ein Freund meinte nach dem Beziehungsende zu mir, dass er auch mal mit extrem launischen Frauen zusammen war und ihn das auf Dauer nicht glücklich gemacht hätte. Nun ist er mit einer "unkomplizierten" Frau zusammen und glücklich.
Ich hoffe nun auch, dass meine nächste Partnerin in der Hinsicht "einfacher" wird. Zumindest werde ich darauf mehr achten. Oder zumindest nicht mehr alles tolerieren!

Ich will Dir jetzt bestimmt nicht Deine Beziehung madig reden. Aber Du musst für dich entscheiden, ob Du auf Dauer damit klar kommst. Um 180 Grad kann sich kein Mensch drehen.
 

cold_fire

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  • #8
Ja, sehe ich auch so. Ich muss mich selbst entscheiden, ob ich bei den Grenzen bleiben möchte, die ich nunmal gesetzt habe oder diese aufweiche um sie vielleicht zufriedener zu stellen. Allerdings ist die Frage ob dies dann die Lösung ist.


Sie war bis vor 6 Monaten ein Mensch der ein Nein akzeptierte und auch ingesamt einfach zu handhaben war. Warum sich dies in den letzten 6 Monaten nach und nach änderte ist mir leider gar nicht klar.

Ein wenig meckern konnte sie schon immer. Aber es war bis dahin nicht so persönlich und nicht so mit der Tendenz: du bist irgendwie schlecht.

Ich schließe daraus sie ist unzufrieden.

Aber was kann ich ändern ohne selbst unzufrieden zu werden?!
 

Yvette

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  • #9
Zitat von cold_fire:
J

Ich schließe daraus sie ist unzufrieden.

Aber was kann ich ändern ohne selbst unzufrieden zu werden?!

... vor allen Dingen mit sich selber.

Für mich handelt es sich bei deinen Schilderungen um ganz klassische Projektionen. Gerade auch, weil du schreibst, dass ihre Wohnung vorher gar nicht so in Ordnung war, wie man es sich gemeinhin vorstellt. Mit Projektionen ist gemeint, dass sie Dinge auf dich "überträgt", die im Grunde mit dir weniger zu tun haben als mit ihr. Wenn die Glühbirne gewechselt werden muss, und sie sich so daran stört, der Einkauf super wichtig ist ... warum erledigt sie dann nicht diese Dinge? Es hört sich für mich so an, als seid ihr (sie offenbar mehr als du) zu sehr aufeinander bezogen, schon zu symbiotisch - es könnte auch Eifersucht auf deine Unabhängigkeit dahinter stecken, dass sie also emotional zu 100% auf dich bezogen ist, du aber auf sie nur sagen wir mal zu 80%, weil dir andere Dinge auch wichtig sind. Sie will dich abhängig von ihr und den "Gefallen" tust du ihr nicht (meine Gedanken dazu).
 

cold_fire

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  • #10
danke euch für die super Kommentare hier im Forum.

Es hilft mir, nicht selber an mir zu zweifern - auch wenn es keine Patentlösung gibt.

Ich bin sehr gerne mir ihr zusammen und wir sind uns tatsächlich sehr nahe.

Und wenn wir viel schöne Nähe hatten, ist oft der Wunsch da weitere schöne Nähe zu haben.

Aber so ticken Beziehungen ja leider nicht.

Wenn es ein paarmal sehr schön war, bedeutet dies nicht auch zwangsläufig, das es bei Wiederholung wieder schön wird

Projektion war jedenfalls eins der ersten Themen elchs ich gestern zu Sprache brachte. Allerdings nützt es ja leider nichts wenn man darüber spricht.

Die einzige Möglichkeit ist ja leider für sich zu entscheiden wo ziehe ich die Grenze und wo gehe ich mit.

Am Ende ist dann vielleciht doch einer unzufrieden und das ist dann doch irgendie dann der Anfang vom Ende.

Wie macht ihr das? Seit ich konsequent und nehmt auch dadurch Risiken in kauf? Oder verschiebt ihr eurre Grenzen, wenn euch klar wird, dass der Partner sonst nicht klar kommt. Also z.B. Heiraten, weil der Partner es sich so sehr wünscht. Oder was anderes?
 
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  • #11
Zitat von cold_fire:
Sie war bis vor 6 Monaten ein Mensch der ein Nein akzeptierte und auch ingesamt einfach zu handhaben war.
Vielleicht eine Fortbildung auf dem Hundeplatz? "Sitz!", "Platz!", "Aus!"?


Ein wenig meckern konnte sie schon immer. Aber es war bis dahin nicht so persönlich und nicht so mit der Tendenz: du bist irgendwie schlecht.
Also wie du es gerade machst?

Liebst du sie?
Hast du aus deinem letzten thread irgendwelche Erkenntnisse gezogen?

Damals hast du die Frage auch nicht beantwortet, warum du mit ihr zusammengezogen bist.

Zitat von cold_fire:
1. Ich möchte mit Freunden auf der Terasse grillen und möchte mir ihr einen Termin ausmachen.
Sie hat keine Lust auf die Arbeit mir den Gästen und sagt sie möchte nicht grillen.
Ich verspreche ihr dann also freiwillig, dass ich alle Aufgaben übernehme und sie ist als Gast eingeladen. Die Kosten für den Abend übernehme ich auch.
Immer noch ein für mich echt schräges Beziehungsverständnis. Da hapert’s ungefähr an allem.
 

Yvette

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  • #12
Zitat von cold_fire:
Die einzige Möglichkeit ist ja leider für sich zu entscheiden wo ziehe ich die Grenze und wo gehe ich mit.

Am Ende ist dann vielleciht doch einer unzufrieden und das ist dann doch irgendie dann der Anfang vom Ende.

Wie macht ihr das? Seit ich konsequent und nehmt auch dadurch Risiken in kauf? Oder verschiebt ihr eurre Grenzen, wenn euch klar wird, dass der Partner sonst nicht klar kommt. Also z.B. Heiraten, weil der Partner es sich so sehr wünscht. Oder was anderes?

Es sind Fragen nach den Grenzen der Kompromissbereitschaft; diese Frage kannst Du nur mit deiner Partnerin gemeinsam angehen. Könnt ihr euch denn auch erzählen, dass du solche Gedanken hast, die du hier im Forum äusserst? "Anfang" vom Ende, evtl. Trennung, ...

Ich habe in der Zwischenzeit Probleme mit Menschen, die sich zu sehr an mich klammern, ganz Teil von mir werden möchten, "übergriffig" sind in dieser Hinsicht ... ich möchte keinen Mann, der sich nur oder fast nur noch über mich und mein Privatleben definiert, über meine Sozialkontakte, das finde ich arm und überfordert mich auch ... daher finde ich dein Anliegen legitim. Mir fällt noch ein, dass es ein Kontrollzwang sein könnte. Sie müsste sich mal fragen, was ihr einfällt, dir Gebote und Verbote zu unterbreiten (bzw. wenn deine Partnerin das nicht denken kann, müsstest du es wohl im Gespräch in die Richtung lenken). Soll das Liebe sein? Im übrigen hat kein Mensch das Recht den anderen in dieser Art zu dominieren und zwar wegen des Menschseins, nichtmal wegen Beziehung oder Mann und Frau.

Um auf deine Frage einzugehen: ein Mann heiratet mich wegen eines "Gefallens"? Nicht weil er aus eigenem Antrieb und Motivation das selbst auch möchte? Stranger Gedanke, würde ich sofort "NEIN" sagen ... mal abgesehen davon, dass es wirklich nicht erforderlich ist und wenn jetzt schon soviel Dysfunktion da ist ohnehin nicht!
 

cold_fire

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  • #13
@Tina: ich bin mit ihr zusammengezogen weil ich sie liebe.


Wenn ich hier gestern ins Forum gegangen bin, dann liegt der Grund darin, dass ich keine Antworten habe warum es manchmal so schwierig ist. Man kann es auch wahrscheinlich vorübergehende Verzweifelung nennen. Manchmal braucht man einfach einen Speigel Da warst du doof und must was ändern und da würde ich so bleiben wie du bist. Wer ist sich schon immer sicher, die richigen Dinge zu tun?

Sie sagt zu mir: Du machst dein Ding und wirft mir dies auch vor. Anderseits ist sie genau deswegen mit mir zusammen. An diesen Stellen frage ich mich dann eben: mache ich es falsch und muss etwas ändern oder mache ich es eben genau richtig.
 
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  • #14
Zitat von cold_fire:
Manchmal braucht man einfach einen Speigel Da warst du doof und must was ändern und da würde ich so bleiben wie du bist. Wer ist sich schon immer sicher, die richigen Dinge zu tun?
Manchmal kommt es auch drauf an, die "richtigen" Fragen zu stellen ;). Z.B. zu deiner letzten Frage folgende Gegenfragen: wer definiert für wen, was richtig ist? Wer legt fest, dass wir immer die richtigen Dinge tun sollen oder warum ist das relevant?

Das mit dem Spiegel ist eine unausweichliche Sache in einer Partnerschaft.
Allerdings die Sätze "da warst du doof und musst was ändern" setzen immer beim andern an.

Das ist hier im Forum ein weit verbreitetes Muster, dass das Fehlverhalten des anderen dargestellt wird und ein Urteil erwartet wird. Da springen auch immer einige an.

In deinem ersten Beispiel in diesem thread ging es unter anderem auch wieder um's Geld. Habt ihr da zwischenzeitlich eine für beide zufriedenstellende Lösung gefunden?

Zitat von cold_fire:
Ja wir sind im Gespräch. Wir haben gestern den ganzen Abend geredet und heute am Morgen auch.

Hmm. Wenn das heißt, dass einer dem anderen vorwirft, was er alles falsch macht, kann ich mir nicht vorstellen, dass da eine Gesprächskultur erwächst, die in eine irgendwie geartete Einsicht ausartet, außer der "du verstehst mich einfach nicht".
Zitat von cold_fire:
Projektion war jedenfalls eins der ersten Themen elchs ich gestern zu Sprache brachte. Allerdings nützt es ja leider nichts wenn man darüber spricht.
Splitter, Balken sage ich da nur.


Zitat von cold_fire:
Also ich glaube mittlerweile, dass wir unterschiedliche Erwartungen und Wünsche an die Beziehung haben weil wir unterschieliche Startpunkte hatten.
Dass mit den unterschiedlichen Erwartungen und Wünschen nehme ich auch so wahr. Ist an sich auch die Regel. Was meinst du mit den unterschiedlichen Startpunkten? Ich hätte ja vermutet, dass die Erwartungen bzw. Wünsche schon beim Zusammenziehen etwas abgeglichen werden.

Zitat von cold_fire:
Wie macht ihr das? Seit ich konsequent und nehmt auch dadurch Risiken in kauf? Oder verschiebt ihr eurre Grenzen, wenn euch klar wird, dass der Partner sonst nicht klar kommt. Also z.B. Heiraten, weil der Partner es sich so sehr wünscht. Oder was anderes?
Ich nehme es eher so wahr, dass mit dem Heiraten bei euch eine Machtfrage verknüpft ist. Wer hat die "richtige" Meinung.

Zitat von cold_fire:
Ich möchte nicht wirklich heiraten - das habe ich ihr auch gesagt. Ich versuche mir auch etwas Unabhängigkeit zu bewahren - mit eigenen Interessen und Freunden, weil ich nach meiner letzten Ehe in ein tiefes Loch gefallen war und ich keine Freunde mehr hatte, weil ich mich zu 100% von der Beziehung aufnehmen lassen hatte.


Das Nähe/Distanz-Thema ist eines der wesentlichen in einer Partnerschaft. Da gibt es kein richtig oder falsch - sondern nur die Möglichkeit, es miteinander "auszutarieren".

Warum assoziierst DU denn mit Beziehung/Heiraten die Punkte
Abhängigkeit, totale Aufgabe, eigene Wünsche sind nicht wichtig, ich frage um Erlaubnis, meine Freunde zu treffen usw.

Das wäre für dich m.E. wichtiger zu klären als das "Missverhalten" deiner Freundin.



Wertschätzung ist auch ein zentrales Thema. Da können durch unterschiedliche Schwerpunktsetzung auch viele Missverständnisse entstehen. Kennst du das Buch von Gary Chapman „Die 5 Sprachen der Liebe“? Keine Angst, du brauchst es nicht zu lesen … vielleicht hilft dir schon die Wiki-Zusammenfassung weiter.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fünf_Sprachen_der_Liebe
oder einfach mal googlen, z.B.
http://www.healthyhabits.de/sprichst-du-die-5-sprachen-der-liebe/

Was meinst du, was deine Sprache ist, was ihre?
(sollst du nicht hier schreiben, du kannst ja mal drüber sinnieren).
 

cold_fire

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  • #15
naja, ich meinte mich hier eigentlich selbst mit: "Da warst du doof und must was ändern"

Und zu den unterschiedlichen Startpunkten:
ich: 15 Jahre Ehe und geschieden - wünscht sich eine stabile Beziehung aber auch ein Leben, dass nicht nur auf die Beziehung alleine fixiert ist. Ich möchte einfach gerne ein wenig Souverän bleiben

Beispiel für Abhängigkeit
- Deine Frau sagt dir: Ich möchte nicht, dass du alleine in den Urlaub fährst. Ich fühle mich dann von dir vernachlässt
Du bleist zu Hause weil du die Auseinandersetzung scheust und du sie nicht enntäuschen möchtest, weil du sie liebst. Ausserdem hast du Angst sie zu verlieren .

Beispiel für Unabhängikeit
- Deine Frau sagt dir: Ich möchte nicht, dass du alleine in den Urlaub fährst. Ich fühle mich dann von dir vernachlässt
Du sagst ihr: Schatz, ich fahre sehr gerne mit dir in den Urlaub, aber auf diese 4 Tage mit meinen Freunden freue ich mich schon das ganze Jahr. Du fahrst dann in den Urlaub weil du auch weißt dass sich gegenseitig vermissen sehr wichtig in der Beziehung ist. Du kannst ihre Argumente verstehen, aber wenn sie so ungeschickt ist, dir wegen dieser 4 Tage dauernd Stress zu machen, dann hast du die Gewissheit, dass du nette Freundw hast, die mir dir Reden, falls sie die Beziehung beendet, weil sie es so will oder weil du die Beziehung nicht fortführen kannst, weil du sie nicht aushälst.

Sie: 15 Jahre alleinerziehend und nur mit Kinder wohnend, mit wechselnden instabilien Partnerschaften - wünscht sich Stabiliät, Geborgenheit und eine lange Ehe - es also mal "ganz und richtig" zu machen.
 

Yvette

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  • #17
Zitat von cold_fire:
naja, ich meinte mich hier eigentlich selbst mit: "Da warst du doof und must was ändern"

Und zu den unterschiedlichen Startpunkten:
ich: 15 Jahre Ehe und geschieden - wünscht sich eine stabile Beziehung aber auch ein Leben, dass nicht nur auf die Beziehung alleine fixiert ist. Ich möchte einfach gerne ein wenig Souverän bleiben

Beispiel für Abhängigkeit
- Deine Frau sagt dir: Ich möchte nicht, dass du alleine in den Urlaub fährst. Ich fühle mich dann von dir vernachlässt
Du bleist zu Hause weil du die Auseinandersetzung scheust und du sie nicht enntäuschen möchtest, weil du sie liebst. Ausserdem hast du Angst sie zu verlieren .

Beispiel für Unabhängikeit
- Deine Frau sagt dir: Ich möchte nicht, dass du alleine in den Urlaub fährst. Ich fühle mich dann von dir vernachlässt
Du sagst ihr: Schatz, ich fahre sehr gerne mit dir in den Urlaub, aber auf diese 4 Tage mit meinen Freunden freue ich mich schon das ganze Jahr. Du fahrst dann in den Urlaub weil du auch weißt dass sich gegenseitig vermissen sehr wichtig in der Beziehung ist. Du kannst ihre Argumente verstehen, aber wenn sie so ungeschickt ist, dir wegen dieser 4 Tage dauernd Stress zu machen, dann hast du die Gewissheit, dass du nette Freundw hast, die mir dir Reden, falls sie die Beziehung beendet, weil sie es so will oder weil du die Beziehung nicht fortführen kannst, weil du sie nicht aushälst.

Sie: 15 Jahre alleinerziehend und nur mit Kinder wohnend, mit wechselnden instabilien Partnerschaften - wünscht sich Stabiliät, Geborgenheit und eine lange Ehe - es also mal "ganz und richtig" zu machen.

Das was sie sich wünscht wird sie gerade weil sie komplett dagegen arbeitet, nicht bekommen - warum will sie das denn unbedingt? Wofür steht der Wunsch!? Und ... Dass man dafür auch Zugeständnisse machen muss, ist doch selbstredend - 4 Tage Urlaub mit Freunden? Super!!!
 

Aitutaki

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  • #19
Fahre zu deiner 300 km entfernten Party, genieße die Tage dort mit deinen Freunden und verlängere die Reise noch um ein paar Tage. Nutze die Zeit dir Gedanken zu machen wie und ob das funktioniert mit deiner Freundin.



Wie kann man einen geplanten Grillabend so boykottieren im Vorfeld? Ohne Worte!



Ich bin bestimmt auch nicht ganz frei von Nörgeleien, vor allem beim Autofahren. Ich bin der schlechteste Beifahrer der Welt. Und weil ich darum weiß, fahre ich längere Strecken, um diesem Problem aus dem Weg zu gehen.



Jeder kann, wenn er der Meinung ist etwas "besser" zu machen, das ohne Kommentar selbst tun, und dann ist alles in Ordnung.



Eine andere Möglichkeit ist eine Unzufriedenheit charmant zu äußern. Ein Ex-Freund von mir, der einen akribisch geführten Haushalt hat, fing immer mit den Worten an "meine Lieblingskatastrophe...." Darüber muss ich heute noch schmunzeln, und wir lachen auch noch darüber. Er hatte ein sehr großes Problem mit meiner Küchen-Koch-Angewohnheit. Während noch in der Küche das für ihn Chaos herrschte, konnte er das Essen nicht genießen..... Naja, bis heute profitiere ich davon. Ich habe was gelernt. Alles gut, und er hat das sehr charmant rüber gebracht, wir haben dabei geflirtet und viel gelacht.





 

hmm

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  • #21
cold_fire... treffender Name. Du schilderst das, was ich auch erlebt habe und wo ich männlichem Nachwuchs unterstütze, Grenzen zu setzen. Endlich mal die Emanzipation der Männer. Vor völlig überzogenen Ansprüchen, die drohende Selbstaufgabe von so etlichen Männern, all diesen Ansprüchen, Erwartungen zu entsprechen... wie früher bei der Mutti....

Nein, danke, die Zeiten sollten vorbei sein, bleib bei deinen doch recht bescheidenen Unabhängigkeiten.
 
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  • #22
Zitat von cold_fire:
naja, ich meinte mich hier eigentlich selbst mit: "Da warst du doof und must was ändern"
Stimmt, ich habe es unzulässig zusammengefasst ;)

Deine "eigentliche" Frage kommt mir eher rüber wie "gell ich war gut und sie war doof" - jetzt mal überspitzt gesagt – siehe auch

Zitat von cold_fire:
Es hilft mir, nicht selber an mir zu zweifern - auch wenn es keine Patentlösung gibt.

Ist ja immer die Frage, was will ein Threaderöffner? Einfach nur ein bisschen Bestätigung oder neue Gedankenimpulse? Was ist eine "neutrale" Sicht? Inwiefern kann man die anstreben, wenn man involviert ist? Inwieweit kann man die als Außenstehender annehmen, wenn man auch fleißig projiziert?

Ich bin der Auffassung, wenn was schief läuft, liegt es immer an beiden - das greift ja ineinander mit den Mustern.

Deine Sicht:
Und zu den unterschiedlichen Startpunkten:
ich: 15 Jahre Ehe und geschieden - wünscht sich eine stabile Beziehung aber auch ein Leben, dass nicht nur auf die Beziehung alleine fixiert ist. Ich möchte einfach gerne ein wenig Souverän bleiben

Beispiel für Abhängigkeit
- Deine Frau sagt dir: Ich möchte nicht, dass du alleine in den Urlaub fährst. Ich fühle mich dann von dir vernachlässt
Du bleist zu Hause weil du die Auseinandersetzung scheust und du sie nicht enntäuschen möchtest, weil du sie liebst. Ausserdem hast du Angst sie zu verlieren .

Beispiel für Unabhängikeit
- Deine Frau sagt dir: Ich möchte nicht, dass du alleine in den Urlaub fährst. Ich fühle mich dann von dir vernachlässt
Du sagst ihr: Schatz, ich fahre sehr gerne mit dir in den Urlaub, aber auf diese 4 Tage mit meinen Freunden freue ich mich schon das ganze Jahr. Du fahrst dann in den Urlaub weil du auch weißt dass sich gegenseitig vermissen sehr wichtig in der Beziehung ist. Du kannst ihre Argumente verstehen, aber wenn sie so ungeschickt ist, dir wegen dieser 4 Tage dauernd Stress zu machen, dann hast du die Gewissheit, dass du nette Freundw hast, die mir dir Reden, falls sie die Beziehung beendet, weil sie es so will oder weil du die Beziehung nicht fortführen kannst, weil du sie nicht aushälst.

Sie: 15 Jahre alleinerziehend und nur mit Kinder wohnend, mit wechselnden instabilien Partnerschaften - wünscht sich Stabiliät, Geborgenheit und eine lange Ehe - es also mal "ganz und richtig" zu machen.

Ihre Sicht könnte sein (Vorsicht, Glaskugelalarm):

Ich: seit 15 Jahren alleinerziehend, mit Kindern wohnend, die nun im Studium außer Haus sind; bin es gewohnt, mich alleine durchzuwurschteln; trotz nicht allzu üppigem finanziellem Rahmen habe ich es immer geschafft. Die Kinder sind mir wichtig, Familie hat Vorrang vor Männern, die immer nur kurz ihren Spaß mit mir wollten. Ich wünsche mir sehr eine stabile Beziehung mit Zukunftsperspektive.

Er: war 15 Jahre verheiratet, in der er mehr oder weniger die Frau hat alles machen lassen und sich bequem zurückgehalten hat. Er geht Konflikten eher aus dem Weg und geht ziemlich sorglos mit unserem Budget um, ohne sich entsprechend zu beteiligen (obwohl er viel mehr zur Verfügung hat). Seit wir zusammen wohnen, habe ich deutlich weniger Geld in der Kasse. Manchmal habe ich das Gefühl, Sex und Essen ist das einzige, was ihn interessiert. Und dass er nicht so viel machen muss. Festlegen will er sich auch nicht; heiraten kommt nicht in Frage. Er besteht auf seinem Freundewochenende; immer dieses Gerede, dass er sie braucht, wenn es mit uns nicht mehr ist - was soll das? Und was machen die da? Gehen auf die Pirsch nach anderen Frauen schauen - und wenn eine ihm besser gefällt, bei der er’s bequemer hat, ist er weg. Pffft, dafür soll ich auch noch Verständnis haben. Wenn er es noch nicht mal schafft, eine Birne reinzudrehen.

Tja. Liebevoll klingen alle Varianten nicht. Jeder will "im Recht" sein.
Kann ja gerne als Emanzipation der Männer bezeichnet werden. Das finde ich wenig hilfreich.
Miteinander wirklich reden, die eigenen Bedürfnisse erspüren und benennen; sich zeigen; gegenseitig respektieren, könnte ein Weg sein. Ergebnisoffen. Nicht mit der Einstellung, ich bin richtig und du bist falsch.

Könntest du dir vorstellen, ihr die beiden Threadverläufe zu zeigen? Oder bekommst du Schnappatmung bei der Vorstellung?

Viel Erfolg!
 
G

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  • #23
"Ich bin okay, du bist okay." *lach*
Wenn die Beziehung die Komfortzone verlässt, in Bayern auch Hinbenzen genannt (Mann schuld oder wohlwollender, Mann "beratungsresistent") - ja, was dann? Neue/r Frau/Mann, neues Glück? Oder an ihr arbeiten, schrecklicher Gedanken. "Lass uns an der Beziehung arbeiten."
Eine Liebesbeziehung als Ziel ist somit Arbeit. Kann nicht funktionieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
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  • #24
Hängt vermutlich auch davon ab, was für einen Klang das Wort "Arbeit" bei einem hat.
Wenn man darunter elendes Abrackern versteht, hört es sich vermutlich nicht so sexy an.
 

cold_fire

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  • #25
@Tina: nein - ich bin nicht direkt hier, um eine Bestätigung für meine Meinung zu finden - sondern um meine emotinal aufgescheuchten Gedanken zu sortieren. Was ist wichig für mich und mit welchen Kompromissen könnte ich leben und wo muss ich Grenzen setzen.

Mittlerweise hat sich der Sturm auch etwas gelegt.
Ich habe ihr versprochen mehr auf den Haushalt zu achten - ich denke vielen Fraunen interpretieren es so, als "er liebt mich nicht", wenn er sich nicht auch zu 50% in den Haushalt einbringt, sondern nur zu 40% oder noch weniger. Sicherlich ein valider Punkt von ihr.
Dafür möchte ich aber auch keine 100 Erinnerungen pro Tag, was alles im Haushalt noch so zu erledigen ist. Und ich möchte über mich selbst bestimmen können. Und wenn ich 4 Tage mit Freunden unterwegs bin, dann ist das so. Die große Mehrzahl meiner Urlaubstage verbringe ich ja mit ihr - also gibt es da wirklich nix zu meckern. Und natürlich würde ich sofort absagen, wenn es einen wichtigen Grund gibt (Krankheit, Tod, wichtige Familientermine, etc)

Also es läuft wieder - mit dieser Abstimmung.
 
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  • #26
Ich finde den Hinweis von Tina zu den Sprachen der Liebe sehr wichtig. Es geht da letztendlich auch um unterschiedliche Wahrnehmungen, Bedürfnisse, Empfindungen. Das hat nichts mit Aufrechnen von Haushalts- oder Abwesenheitsstunden zu tun. Ich schätze mal, solange ihr das so an der Oberfläche abhandelt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es wieder kracht und irgendwann nicht mehr geht.
 
M

Marlene

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  • #27
Zitat von cold_fire:
Ja wir sind im Gespräch. Wir haben gestern den ganzen Abend geredet und heute am Morgen auch.
Ich bin mir momentan noch nicht so ganz sicher, was das wirkliche Problem ist.


Also ich glaube mittlerweile, dass wir unterschiedliche Erwartungen und Wünsche an die Beziehung haben weil wir unterschieliche Startpunkte hatten.

Sie möchte eine Beziehung mit allem was so ingesamt geht: Fürsorge, Ehe, Familie, Romantik. Gemeinsamer Zukunft etc. Sie hatte dies lange nicht gehabt und wünscht sicht dies und stellt es sich so vor.

Und ich setze Grenzen.Ich möchte nicht wirklich heiraten - das habe ich ihr auch gesagt. Ich versuche mir auch etwas Unabhängigkeit zu bewahren - mit eigenen Interessen und Freunden, weil ich nach meiner letzten Ehe in ein tiefes Loch gefallen war und ich keine Freunde mehr hatte, weil ich mich zu 100% von der Beziehung aufnehmen lassen hatte.
Hallo cold_fire,
hinter Meckern, Unzufriedenheit steckt immer etwas Grundsätzliches und, wenn man diesen Grundkonflikt nicht lösen kann, nimmt man Ersatzdinge, über die man sich abreagieren kann.
Ich finde, Du hast mit obigen Zeilen Euren Konflikt doch gut erkannt, an Deiner Stelle würde ich über das "nicht wirklich heiraten" nachdenken. Was heißt das? Möchtest Du nicht mehr heiraten oder erst vielleicht nach einer bestimmten Zeit, wenn Dir die Beziehung gefestigt erscheint? Oder, spielt für Dich Ehe gar keine Rolle mehr, hat überhaupt nichts mehr mit der Qualität einer Beziehung zu tun?
Überlege Dir, wie Du Dich dazu positionieren kannst und wie Du ihr sie zur Zeit vermittelst, ob nur so halb und offenbleibend und mit Fragezeichen? Besser wäre ganz klar und dann könnt Ihr darüber reden.
 
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