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  • #1

Kennen Sie Bindungsängste?

Eigentlich sehnen Sie sich nach einer Partnerschaft, andererseits kommen Ihnen, je enger eine Bindung wird, doch immer Zweifel, ob das alles richtig ist. Kennen Sie diese Angst vor den eigenen Gefühlen? Ist das die sogenannte Bindungsangst?
 
J

jolie_geloescht

  • #2
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Ja, ich kenne diese Gefühl, aber ich weiß nicht, ob das eine Bindungsanst ist oder nur nicht verarbeitete schlechte Erfahrungen. In diesem Jahr habe ich einen Mann auf der Arbeit kennengelernt, der offensichtich Interesse an mir als Mensch und nicht an meinen Körper hatte und ich fand es sehr unangenehm, denn ich hatte das Gefühl er nimmt mir meine Luft, die ich brauche. Er war nett, sah gut aus und es gibt bestimmt Frauen, die ihn haben wollen, aber mir war es zuviel. Ich glaube, ich weiß gar nicht so genau, was an mir nicht stimmt/was ich will. Da will ich die Nähe eines Mannes und auf der anderen Seite brauche ich meine Ruhe/freiheit. Ich glaube durch meine schlechten Erfahrungen mit meinem Ex bin ich etwas Beziehungsunfähig geworden. Und ich frage mich selbst, ob ich je wieder mit einem Mann zusammenleben werde und ob ich es noch kann. Jetzt genieße ich meine Ruhe abends, vermisse aber dabei auch einen zu sprechen und zum knuddeln. Es ist zum Verrücktwerden. Fast schon paradox, man vermisst dass, was man nicht hat und wenn man es haben könnte, will man es nicht. Tja, mehr fällt mir jetzt auch nicht ein.
 
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  • #3
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Ich bin da auch noch unsicher. Wenn der Richtige kommt .... wo auch immer, ändert sich das hoffentlich.
Warum denn nicht?
 
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  • #4
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Hm, so generell eigentlich nicht. Die Male, die ich ein "komisches Gefühl" hatte und mich nicht richtig fallen lassen wollte, stellte sich ohnehin bald heraus, dass es nicht gepasst hat. Wahrscheinlich also so eine Art innere Stimme , Intuition.
Wenn ich mich in der Beziehung/ mit dem Mann wohl fühle, habe ich auch kein Problem, die Gefühle zuzulassen und auszuleben.
 

vhe

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  • #5
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von PARSHIP:
Eigentlich sehnen Sie sich nach einer Partnerschaft, andererseits kommen Ihnen, je enger eine Bindung wird, doch immer Zweifel, ob das alles richtig ist. Kennen Sie diese Angst vor den eigenen Gefühlen? Ist das die sogenannte Bindungsangst?
Ich zweifle eher daran, ob die Frau die richtige ist.

Leider hab ich mich bisher erst einmal so verknallt, dass ich keine "Zweifel" hatte. Dummerweise wollte die Frau aber nix von mir wissen. :-/

Bindungsangst hab ich eher keine. Höchstens Angst vor der Trennung. (Danke, Smiler, ich arbeite daran.)
 
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  • #6
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Ja, mir geht es auch so. Und nächste Woche habe ich wieder ein Date. Ich habe jetzt schon Angst, dass ich wieder einen Rückzieher mache. Ich möchte mich so richtig verlieben, mit Schmetterlings-Gefühlen. Ob das noch geht? Mit 70 Jahren???? Ich bin voller Erwartung.
Margret
 
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  • #7
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Vielleicht findet der eine oder andere bei der Lektüre von 'Frauen wollen erwachsene Männer' von Roland Kopp-Wichmann erhellende Gedanken zur Beziehungsfähigkeit.
 

vhe

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  • #8
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von Margret:
Ja, mir geht es auch so. Und nächste Woche habe ich wieder ein Date. Ich habe jetzt schon Angst, dass ich wieder einen Rückzieher mache. Ich möchte mich so richtig verlieben, mit Schmetterlings-Gefühlen. Ob das noch geht? Mit 70 Jahren????
Ja.

Ich find aber, man sollte am Anfang nur nicht mehr erwarten, als einen schönen Abend. Ach ja, und bei den Fotos nicht allzusehr schönen...

(
Und: Wes das Herz voll ist...
Hatte gestern ein Date (ich 42, Sie 50). Das Mädchen war sogar hübscher als auf dem Foto! Lief prima, bis zum Ende, wo dann mein Bauch spontan meinen Kopf kurzgeschlossen und ihr beim Abschied (in ihrem Auto) einen Bussi auf die Wange gedrückt hatte. Hatte leider keine Reaktion von ihr mitbekommen, da ich schon aus dem Auto raus war, als mir klar wurde, was ich da getan hatte.

Hab mich heut bei ihr mal vorsorglich entschuldigt. War aber trotzdem schön. :)
)

Viel Erfolg!
 
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  • #9
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von vhe:
Lief prima, bis zum Ende, wo dann mein Bauch spontan meinen Kopf kurzgeschlossen und ihr beim Abschied (in ihrem Auto) einen Bussi auf die Wange gedrückt hatte. Hatte leider keine Reaktion von ihr mitbekommen, da ich schon aus dem Auto raus war, als mir klar wurde, was ich da getan hatte.

Hab mich heut bei ihr mal vorsorglich entschuldigt. War aber trotzdem schön. :)

Süss :). Wie hat sie denn auf die Entschuldigung reagiert?
 

vhe

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  • #10
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von Lisa:
Süss :). Wie hat sie denn auf die Entschuldigung reagiert?
Der Kuß hat ihr gefallen. :)
Wir hatten 3 schöne Stunden in einem Straßencafe, Sie will mich wiedersehen und ich sie auch.

Bin nur ein bisschen unsicher, weil wir nicht wirklich viele Berührungspunkte haben, sie ist Erzieherin in einem Schulhort, ich Programmierer.

In einer idealen Welt würde man das vermutlich als "Synergiepotential" sehen, sie ist die Expertin, was emotionale Intelligenz angeht und ich ja eher der Rationale.

Eigentlich will ich das ja auch so, ein geklontes "ich" brauch ich wirklich nicht. Aber wie kriegt man sowas zum funktionieren?
 
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  • #12
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von PARSHIP:
Eigentlich sehnen Sie sich nach einer Partnerschaft, andererseits kommen Ihnen, je enger eine Bindung wird, doch immer Zweifel, ob das alles richtig ist. Kennen Sie diese Angst vor den eigenen Gefühlen? Ist das die sogenannte Bindungsangst?

Möglich, dass diese Angst bei anderen eine Bindungsangst ist, bei mir ist es die Verlustangst, die mich an der Sinnhaftigkeit tieferer Gefühle hat zweifeln lassen, weil das (unberechtigte) Misstrauen zeitweise schwerer wog als die positiven Gefühle meinen Partnern gegenüber.
Heute habe ich das glücklicherweise ganz gut im Griff. Zum einen, weil ich der Ursache meiner Verlustangst auf den Grund gegangen bin und sie nur noch sehr selten auf meinen Partner projektiere und zum anderen, weil ich einen Mann gefunden habe, der mit meiner Angst umzugehen weiß.


Zitat von vhe:
Eigentlich will ich das ja auch so, ein geklontes "ich" brauch ich wirklich nicht. Aber wie kriegt man sowas zum funktionieren?


Wenn eine technische Assistentin mit einem schreibwütigen Kunsthistoriker kann, könnt ihr schon lange. Der Beruf kann doch kein allumfassendes Bild des Charakters eines Menschen sein. Wenn es keine Berührungspunkte gäbe, wie könntet ihr dann drei schöne Stunden in einem Straßencafé gehabt haben? Ihr habt die gemeinsame Zeit genossen und wollt euch wiedersehen, das sind doch hervorragende Voraussetzungen. Nur Mut! Und selbst wenn ihr dermaßen verschieden seid, könnt ihr im besten Fall jede Menge voneinander lernen. Wir tun das auch. :)
 
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  • #13
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von goldmarie:
Möglich, dass diese Angst bei anderen eine Bindungsangst ist, bei mir ist es die Verlustangst ...
Wobei ich denke, dass es zwischen beidem einen Zusammenhang gibt. Bindungsangst sozusagen als vorauseilende Vermeidung von Verlustangst. (Wenn man sich nicht bindet, kann man auch nichts verlieren.)

Aber dein Stichwort "Verlustangst" kommt mir trotzdem entgegen, da ich zu "Bindungsangst" nicht so recht was sagen konnte, da es letztere in meinen Augen nicht so richtig trifft. -- Also Verlustangst kenne ich natürlich auch. Aber die schwelt nicht permanent im Hinterkopf, sondern überfällt mich gelegentlich wie aus dem Nichts geradezu schlagartig, in zwei (gottseidank sehr lange zurückliegenden Fällen) regelrecht panikartig. Im Nachhinein versuche ich natürlich herauszufinden, wovon das ausgelöst wurde. Nehmen wir mal die beiden "Panikattacken". Die eine sich hinterher als irreal und unbegründet herausgestellt, bei der anderen hat sich meine überfallartige Vorahnung jedoch vollkommen bestätigt. Da weiß ich heute, dass da doch unbemerkt etwas im Hinterkopf schwelte, dass es eine Reihe von Vorzeichen gab, die sich nach und nach wie Puzzleteile zusammenfügten und wie beim echten Puzzeln kommt irgendwann das Puzzleteilchen, wo man schlagartig erkennt, was das Gesamtbild darstellen wird. Das ist dann sozusagen die Stichflamme.

Eine andere "Variante" entsteht durch Momente/Situationen der Ungewissheit, wo man etwas erlebt/mitbekommt, was man nicht deuten kann -- genauer gesagt: wo einem der Partner sehr fremd vorkommt. Rational weiß ich natürlich, dass man Dinge, die man nicht versteht, auch nicht beurteilen sollte, sondern sie mit nüchternem, vorurteilsfreiem Blick erstmal verstehen/aufklären muss. Bei emotionalen Dingen wird das aber zweifach erschwert: 1. kann man sie nicht wie einen logischen Sachverhalt objektiv analysieren und 2. schießen einem sofort ähnliche Stuationen ein, die man schonmal erlebt hat und wo die Verlustangst sich als berechtigt herausgestellt hat (siehe oben). -- Hinzu kommt bei mir noch die sehr ärgerliche Neigung, mir von den verschiedenen Möglichkeiten, was es bedeuten könnte, immer die schlimmstmögliche "auszusuchen". ("Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft")

Das ist für mich wie gesagt ärgerlich und für den, der das "abkriegt", nicht weniger. Andererseits sage ich mir aber auch: wer noch nie eifersüchtig war, hat auch noch nie geliebt. Es kommt nur auf das Maßhalten an, und das erreicht man nur, wenn man seine Angst/Panik nicht erst lange in sich hineinfrisst und sich Horrorgeschichten ausmalt, sondern den Partner darauf anspricht, damit es schnell aufgeklärt werden kann. Das setzt allerdings voraus, dass der andere einen nicht für bescheuert hält oder gar auslacht, weil er selbst sich üüüüberhaupt nicht vorstellen kann, wie der andere auf so eine beknackte Idee kommt. (Das gibt es aber eben auch und bestätigt in gewisser Weise die böse Vorahnung sozusagen hintenrum).

Wie oben bei "emotionalen vs. logischen Dingen" schon angedeutet, fehlen mir in Sachen emotionaler/intuitiver Wahrnehmung ein paar Antennen. Die sind mir stattdessen zusätzlich auf der logischen "Hirnhälfte" gewachsen, was ja auch sehr schön ist, mich aber in emotionalen/sozialen Belangen manchmal etwas hilflos und unsicher macht. Und so schließt sich der (Teufels)Kreis.

Was bleibt mir übrig? Ich kann nur mit den "Antennen" und Fähigkeiten arbeiten, die mir gegeben sind, und muss das beste draus machen und mich so durchwurschteln. Wenn ich damit nicht alleingelassen werde, geht das aber ganz gut.
 
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  • #14
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von vhe:
Der Kuß hat ihr gefallen. :)
Wir hatten 3 schöne Stunden in einem Straßencafe, Sie will mich wiedersehen und ich sie auch.

Bin nur ein bisschen unsicher, weil wir nicht wirklich viele Berührungspunkte haben, sie ist Erzieherin in einem Schulhort, ich Programmierer.

In einer idealen Welt würde man das vermutlich als "Synergiepotential" sehen, sie ist die Expertin, was emotionale Intelligenz angeht und ich ja eher der Rationale.

Eigentlich will ich das ja auch so, ein geklontes "ich" brauch ich wirklich nicht. Aber wie kriegt man sowas zum funktionieren?

Das hört sich doch gut an, ihre Reaktion auf Deinen Kuss. :),
Und warum soll das nicht funktionieren? Es gibt doch in Bezug auf Partnerschaft und zueinanderpassen diesen einen Satz "Gegensätze ziehen sich an". Demnach wäre es also genau passend. Wobei nur die unterschiedlichen Berufe ja noch nicht auf einen Gegensatz schließen lassen. Ihr scheint einander aber auch eher eine gute Ergänzung des Anderen zu sein. Nur bitte, lass den Gedanken an "funktionieren". Eine Beziehung oder der Beginn davon ist m.E. nichts, das nach Schema F, nach bestimmten Regeln funktioniert, auch wenn es vielleicht leichter wäre, man könnte sich da auf bestimmte Regeln verlassen und wüßte genau, wenn ich dies oder das tue oder lasse, dann geschieht das. Das macht einen handlungssicherer, aber Menschen (auch Programmierer) funktionieren nicht, sondern leben.
 
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  • #18
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

@ Goldmarie

Ich fand deine Antwort super.

"Nur Mut! Und selbst wenn ihr dermaßen verschieden seid, könnt ihr im besten Fall jede Menge voneinander lernen. Wir tun das auch. :) "

Berührungspunke sollten auf menschlicher Ebene da sein, und nicht auf der Ebene der Kriterien. Wir identifizieren uns viel zu oft mit dem was wir sind (Stellung) und Haben (Luxus), als mit den ursprünglichen Werten als Mensch. Das wird bei einer Wahl des Partners oft übersehen. Es stellt sich die Frage wonach wir suchen, nach dem Menschen oder den Krierien?

Zum Thema selbst ... Angst vor Bindung:
Ich denke, die kennt in irgendeiner Form jeder, und Sie beruhen ausnahmslos aus dem Unterbewußsein, der Erfahrung. Könnte man die Erinnerung löschen, gäbe es keine. Für die einen ist es die Angst des Verlassen werdens, für die anderen das Gefühl der Unfreiheit, eine Situation ertragen zu müssen, in der man sich nicht wohlfühlt. Inwieweit sind wir heute noch in der Lage überhaupt eine freie Entscheidung treffen zu können? Man möchte keinem wehtun, und es gibt oft finanzielle Abhängigkeiten, die eine Partnerschaft beeinflussen.

Für die emotionelle Seite gibt es eine Lösung, nämlich wenn man erkennt, dass man sein Glück nicht von einer anderen Person abhängig machen kann. Ein Partner wäre bestenfalls eine Ergänzung. Für eine materielle Abhängigkeit gibt es in der Regel keine Lösung, weil es immer ein radikaler Neuanfang wäre. Da muß der Schmerz schon ziemlich tief sein. Wirklich frei kann man aber nur sein, wenn man in keinerlei Abhängigkeiten gerät. Ich denke, hier hat die Angst vor Bindung seine wirkliche Ursache.

Ich denke außerdem, dass jeder Mensch seine persönliche Entwicklung hat, und wir uns alle mehr oder weniger, im Laufe der Zeit ändern. Das betrifft Bildung, Lebenseinstellungen, Ziele und Erwartungen. Auch das erste Gefühl von verliebtsein verblasst relativ schnell, und an dessen Stelle sollte die Achtung treten. Wenn man den Entschluß der Trennung fasst, sollte es auf Augenhöhe geschehen, und nicht verletzlich. Jede Partnerschaft wird irgendwann einmal getrennt, es sollte trotzdem die Achtung siegen und nicht der Hass oder die Schuldzuweisung.

Vielleicht noch eine Bemerkung am Rande:
Wahre Liebe und wahres Glück kennt keine Bedingungen. Ein Satz über den man ruhig einmal nachdenken sollte.

LG Frank
 
M

Minze

  • #19
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von Frank56:
Vielleicht noch eine Bemerkung am Rande:
Wahre Liebe und wahres Glück kennt keine Bedingungen. Ein Satz über den man ruhig einmal nachdenken sollte.

Was bedeutet denn "wahre" Liebe und "wahres" Glück?
Woran erkennt man, dass es sich um wahre Liebe und wahres Glück handelt?
Daran, dass es keine Bedingungen gibt?

Wie soll das gehen, dass etwas ohne Voraussetzung, ohne Basis, ohne Ausgangspunkt usw. ... entsteht?
 
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  • #20
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

@ Minze

“Was bedeutet denn "wahre" Liebe und "wahres" Glück?
Woran erkennt man, dass es sich um wahre Liebe und wahres Glück handelt?
Daran, dass es keine Bedingungen gibt?“

Nun, es mag vielleicht paradox klingen, und für viele zunächst unverständlich, aber es tatsächlich so, auch meiner Meinung nach! Die Basis für dein Glück bist allein du selbst. Eine Partnerschaft kann lediglich eine Ergänzung sein, aber nie Mittel zum Zweck für dein Glück. Menschen die glauben, dass sie nur mit einem Partner glücklich sein können, werden Ihr Glück nie finden. Nachden was ich gelesen und selbst erfahren habe, leiden Menschen deshalb, weil sie Ihr Glück von anderen Bedingungen abhängig machen, wie beispielsweise einen passenden Partner, doch dieser Zustand ist vergänglich und wird sich ständig wiederholen. Man läßt sein Leben viel zu oft von seinem Unterbewußtsein steuern, ohne diesen Umstand zu bemerken.

Ich habe zu diesem Thema auch im Beitrag “Muss ich Abschied von ihm nehmen?“ etwas verfasst, natürlich nicht kritiklos, aber es soll da jeder seine Meinung haben. Ich möchte lediglich einen Gedankenanstoß geben.

Frieden in unserem Geist kommt nicht durch die Erfüllung unserer Wünsche, sondern durch das Loslassen unserer Wünsche. (Harry Palmer)

http://www.youtube.com/watch?v=fQ9FFECThBo

Kritik willkommen
LG Frank
 
M

Minze

  • #23
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von vhe:
Bin nur ein bisschen unsicher, weil wir nicht wirklich viele Berührungspunkte haben, sie ist Erzieherin in einem Schulhort, ich Programmierer.

Zitat von Andre:

Diese Antwort wirkt übrigens auch etwas esoterisch ;-). Bist du Hellseher? ;-)

Er schrieb, dass wenige Berührungspunkte vorhanden seien, dann wird das schon so sein, denk' ich mal.
 
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  • #24
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Och, ich denk’ so dies und das in meiner Welt und ein anderer denkt so dies und das in seiner Welt. Und dann denk’ ich, was ist denn nun die Welt. Und die Welt, die der sich so denkt, ist so anders als meine, die ich mir denke. Aber vielleicht ist ja seine die bessere Welt.
Und ja, dann beschleicht mich doch so manches Mal die Angst, zu sicher an mich selbst gebunden zu sein.
Aber ob man das jetzt als Bindungsangst bezeichnen kann, das weiß ich auch wieder nicht.
Doch, wie gesagt, da gibt es schon manches Mal die Angst zu sehr an mich selbst gebunden zu sein. Ansonsten ist alles gut in Bezug auf Bindungsmut.
 
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  • #25
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von Minze:
Zitat von vhe:
"Bin nur ein bisschen unsicher, weil wir nicht wirklich viele Berührungspunkte haben, sie ist Erzieherin in einem Schulhort, ich Programmierer."



Diese Antwort wirkt übrigens auch etwas esoterisch ;-). Bist du Hellseher? ;-)

Er schrieb, dass wenige Berührungspunkte vorhanden seien, dann wird das schon so sein, denk' ich mal.

Ja, und als Begründung hat er ihre unterschiedlichen Berufe angegeben.
Ich habe weiter oben auch gesagt, dass das geht. Das hat nix mit Esoterik oder Hellseherei zu tun, sondern einfach nur mit gelebtem Leben ;-).
Sprich eigene Erfahrungen und Beobachten im Kontakt mit anderen.
 

vhe

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  • #26
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von Minze:
Zitat von vhe:
Bin nur ein bisschen unsicher, weil wir nicht wirklich viele Berührungspunkte haben, sie ist Erzieherin in einem Schulhort, ich Programmierer.
Zitat von Andre:
Diese Antwort wirkt übrigens auch etwas esoterisch ;-). Bist du Hellseher? ;-)

Er schrieb, dass wenige Berührungspunkte vorhanden seien, dann wird das schon so sein, denk' ich mal.
Kein Streß, ich hatte ihn einfach so verstanden, dass die wenigen Berührungspunkte kein prinzipiell unüberwindbares Hindernis darstellen.
 
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  • #27
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von Minze:
Ist geheuchelte Liebe unwahr? Wobei das ja schon merkwürdig zu lesen ist... "geheuchelte" Liebe...
Ich kann mir den Grund für die Anwendung des Begriffes "wahr" nur so erklären, dass es neben der "wahren" Liebe noch eine oder mehrere "nicht-wahre" Lieben geben muss. Meine Frage ist, ob eine "nicht-wahre" Liebe überhaupt noch Liebe ist.

Mir fällt gerade kein besseres Beispiel ein als dieses: Sowohl der Nordpol als auch der Südpol existieren ja "wahrlich", aber würde jemand am Südpol stehend sagen: dies ist der wahre Nordpol? Gibt es noch einen nicht-wahren? Würde also jemand, der sich vermessen hat und an der falschen Stelle steht, dennoch am Südol stehen, nur eben am "nicht-wahren"?
 
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  • #28
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von Minze:
Zitat von vhe:
Bin nur ein bisschen unsicher, weil wir nicht wirklich viele Berührungspunkte haben, sie ist Erzieherin in einem Schulhort, ich Programmierer.

Zitat von Andre: Doch, das geht.

Diese Antwort wirkt übrigens auch etwas esoterisch ;-). Bist du Hellseher? ;-)
Nein, ich hab's selbst erlebt.

Zitat von Minze:
Er schrieb, dass wenige Berührungspunkte vorhanden seien, dann wird das schon so sein, denk' ich mal.
Ich hab das so verstanden, dass sich das mit den Berührungspunkten vorrangig auf die Berufe bezog. Und nur darauf bezog sich wiederum mein Zitat.
 
M

Minze

  • #29
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von Andre:
Ich kann mir den Grund für die Anwendung des Begriffes "wahr" nur so erklären, dass es neben der "wahren" Liebe noch eine oder mehrere "nicht-wahre" Lieben geben muss. Meine Frage ist, ob eine "nicht-wahre" Liebe überhaupt noch Liebe ist.

Ich mag derartige Wortbeifügungen nicht. "Wahre" Liebe, auch wirklich und immer sind Wörter, die zu wenig bedacht und überdacht eingesetzt werden.
 
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  • #30
AW: Kennen Sie Bindungsängste?

Zitat von Minze:
Ich mag derartige Wortbeifügungen nicht. "Wahre" Liebe, auch wirklich und immer sind Wörter, die zu wenig bedacht und überdacht eingesetzt werden.
Ich mag sie auch nicht. Zu wenig bedacht ... ach, ich weiß nicht, mir begegnet diese "Beifügung" häufig in Zusammenhängen, wo "wahre" als "einzig wahre" gemeint ist. Also z.B. der "einzig wahre Glaube". Ist (sinngemäß) gang und gäbe, wenn Eiferer und Fundis den Gelassenen und Toleranten sagen wollen, dass ihr Glaube minderwertig und eigentlich gar keiner ist. Kurz: An "wahre XXX" statt einfach nur "XXX" erkennt man Besserwisser und Klugschei*er.