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  • #1

Keine Liebe - oder doch?

Ich bin neu in diesem Forum. Nachdem meine langjährige Beziehung letzten Sommer gescheitert ist, habe ich mich im Jänner dieses Jahres hier angemeldet. Nach einigen mäßig interessanten Mailwechseln, habe ich an das Kundenservice geschrieben, dass der Zeitpunkt wohl nicht der richtige war und ich mein Profil deshalb still legen wolle. In der Sekunde, in der das Mail abgeschickt war, kam - bling! - ein Mail von einem sehr sympathischen Mann, den ich 1 Woche und zahlreiche Mails später auch persönlich getroffen habe.
Es war ein unglaublich netter Abend, der nächste, 3 Tage später, ebenso. Irgendwann wurde es nahe und wunderschön. Dass der Mann nahezu alleinerziehender Vater dreier Kinder zwischen 15 und 9 war - meine Kinder sind erwachsen, ich bin frei - und eigentlich hauptsächlich zu Hause bleiben/kochen/Vater sein wollte, hat mich all die Zeit nicht gestört. Inkompatibilitäten gab es kaum.
Schon zu Beginn hatte er mir gesagt, er sei nicht auf der Suche nach Verliebtheit, halte das für eine biochemische Verirrung auf Zeit, die nur den Blick auf das Wesentliche verstelle. Er suche tiefe Liebe, die entstünde erst mit der Zeit. Das klang für mich vernünftig, allerdings fast zu sehr. Dennoch habe ich mich - verknallt bis über beide Ohren - darauf eingelassen.
Es war im Prinzip alles, wie ich es mir erwünscht hatte, er war liebevoll, zärtlich, witzig, klug und hat nahezu seine gesamte Freizeit auf mich zugeschnitten so wie ich meine auf ihn.
Was mich ziemlich störte, war der Furor, mit dem er immer noch gegen seine Exfrau wütete, die ihn längere Zeit betrogen hatte. Ich hatte das Gefühl, er sei überhaupt nicht fertig mit der Geschichte (Scheidung auch vor einem Jahr nach 18 Jahren Ehe). Nach 5 Monaten habe ich, feig wie ich diesbezüglich nun mal bin via Sms (unserem bevorzugten Kommunikationskanal, wenn wir nicht zusammen waren) die Gretchenfrage gestellt: Liebst du mich? Nach einigen Minuten kam: Ich mag dich sehr, sehr, ich habe dich sehr lieb, aber ich liebe dich nicht.
Ein Schlag in die Magengrube für mich. Vielleicht war es zu früh, die Frage zu stellen, dennoch war es mir ein Bedürfnis, nachdem er davor wenig bis nichts über seine Gefühle für mich preisgegeben hatte.
Ich habe mich daraufhin zurückgezogen und unzulässigerweise begonnen, mich in meiner Kränkung und Verletztheit meinem Expartner wieder anzuähern, der mich seit Monaten umworben hatte.
Bin seit kurzem wieder mit ihm zusammen und nicht sehr glücklich mit der Situation, wie man sich vorstellen kann.
Ich finde mich bestürzend charakterlos, verletze meinen Ex- und Wiederpartner, weil ich ja nicht mit ganzem Herzen bei der Sache bin - und ich kann diesen Mann, der mich nicht liebt, mir gesagt hat, dass er nicht mehr auf der Suche nach DER Frau ist, die hatte er schon und sie ging ihm verloren, nicht vergessen.
Ich sollte dazusagen, dass ich eine selbstbewusste, ziemlich attraktive Frau bin, die sich nicht demütigen lassen mag.
Wie krieg ich den Typen aus Herz und Hirn, das ist ja sinnlos und erniedrigend.
 
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  • #2
Das gbt mir Anlass, das Nähkästchen zu öffnen. So was hab ich auch mal gesagt, nur um herausfinden zu müssen, dass ich mir etwas vorgemacht habe. Vielleicht aus Feigheit; ich weiss es bis heute nicht. Ich würd noch mal nachfragen, wie es um den Herrn jetzt so bestellt ist, wo Du Dich verduftet hast … Du könntest ihm «Liebesleben» von Zeruya Shalev zukommen lassen – ein Lehrstück: Als er endlich für sie bereit ist, ist sie fertig mit ihm. Oder Du bist schon fertig mit ihm, dann weiss ich aber keinen Weg, wie Du ihn aus dem Kopf kriegst. Bei uns hat das auch nicht geklappt …
 
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  • #3
AW: Keine Liebe - oder doch?

Danke für die Antwort. Wie meinst du das, du hast sowas auch mal gesagt? Dass du eine Frau nicht liebst, mit der du seit Monaten zu Gange bist? Ich bin ja der Meinung, die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar, aber an manchen Wahrheiten kaut man dennoch ganz schön lange.
Und nein, ich bin gar nicht fertig mit ihm - aber er mittlerweile mit mir.
Wochen nach dem Ich-liebe-dich-nicht-Debakel haben wir uns zu einer letzten Aussprache getroffen und sind noch einmal miteinander im Bett gelandet, aber ich konnte mich nicht mehr fallen lassen.
Und danach ist ihm zu Ohren gekommen, dass ich mich kurz davor wieder meinem Ex angenähert hatte, was er als unmoralisch und Verrat einstuft. Ich habe ihm noch eine Mail geschrieben, wie sich der Verlauf unserer Beziehung für mich darstellt, er antwortet allerdings nicht mehr.
Und weil ich keine Veranlassung sehe, mich vor ihm in den Staub zu schmeißen, versuche ich, ihn zu vergessen. Es gelingt mir nur nicht.
 
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  • #4
AW: Keine Liebe - oder doch?

Hallo Clara,

ich will dir mal schreiben, wie ich die Sache aus seiner Sicht sehe:
Er ist von seiner Frau, die ihn betrogen hat, sehr verletzt.
Er hat dir offen gesagt, wie er zu dem Konzept Liebe steht. Er hat dir seine Zuneigung durch seine Aufmerksamkeit, seine Zeit und Vieles mehr gezeigt.
Jetzt hast du, als du nicht die Antwort bekamst, die du dir wünschtest - auch wenn sie seeehr liiieeb war - ihn auch hintergangen.

Was genau empfindest du jetzt als demütigend und erniedrigend für dich? Wie zeigst du ihm deine Liebe?

C.
 
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  • #5
AW: Keine Liebe - oder doch?

Liebe Carlo, das ist es ja. Ich fühl mich mies, dem einen wie dem anderen gegenüber. Gedemütigt gefühlt habe ich mich durch das klare "Ich liebe dich nicht" (Ja, ich bin froh, dass er nichts vorgetäuscht hat, was nicht ist. Dennoch.) und nein, ich will nicht mit jemandem zusammensein, für den ich nicht DIE Frau bin. Nichtsdestotrotz sehe ich sehr wohl, dass mein Vorgehen mir nicht gerade zum Ruhm gereicht. Kränkung, Verletzung und ab zurück in die Zukunft? Eigentlich hab ich mir gedacht, über solche Dinge hinaus zu sein. Bin ich aber nicht. Und jetzt sitze ich und heul mir die Augen aus nach jemandem, der mich nicht liebt und mittlerweile vermutlich verachtet.
 
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  • #6
AW: Keine Liebe - oder doch?

Meine Frage ist an Dich - warum muss man immer die Worte 'Ich liebe Dich' hören? Der Mann hat Dir seine Zeit geschenkt, unmissverständlich klar gemacht, dass LIEBE für ihn etwas anderes bedeutet. Liebe kann doch auch anders ausgedrückt werden... Ich würde sagen, dass hast Du jetzt verbockt. Sorry für die harten Worte!

Du schreibst, dass Du attraktiv bist und dich nicht für ihn in den Staub schmeißt. Mmmhh, da hat dein Ego wohl nicht das bekommen, was es wollte. Ich hoffe, Du hast aus der Geschichte gelernt. Er wird vermutlich nicht zu Dir zurückkommen, da er schon eine schmerzliche Verletzung hinter sich hat. Vielleicht hättest Du ihm auch mal besser zuhören sollen..

Da hilft nur eins, Zähne zusammen beißen, ablenken und in die Zukunft schauen! Die neue Beziehung zu deinem Ex ist ja auch nicht auf einer gesunden Basis gebaut, vielleicht solltest Du dir erst mal überlegen, was Du im Leben willst.

Viel Glück!
 
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  • #7
AW: Liebe-liebhaben-mögen

Hallo Clara,

Ja, das scheint alles recht widersprüchlich. Wie für mich auch dieser Satz:

Zitat von ClaraGeist:
... Ich sollte dazusagen, dass ich eine selbstbewusste, ziemlich attraktive Frau bin, die sich nicht demütigen lassen mag. ...

Es liegt ja an dir, die Zuwendung, die Fürsorge, das Interesse, die gemeinsame Zeit als Liebe zu verstehen, auch wenn er es nicht Liebe nennen will.

Für mich bedeutet Selbstbewusstsein, mit mir selbst soweit im Reinen zu sein, dass ich mich auch auf den Anderen und seine Bedürfnisse genauso einstellen kann, wie auf meine eigenen.

Liebst du ihn eigentlich?

LG
C.
 
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  • #8
AW: Keine Liebe - oder doch?

@Happysunshine
Du hast natürlich recht. Und auch du, Carlo, mit deiner Frage. Und wenn ich nicht so ambivalent wäre und nicht wüsste, wie bescheuert und unreif ich mich verhalten habe, würde ich hier gar nicht schreiben, dann wäre eh alles klar.
Zurückhaben? Nein. Ja. Nein. Einerseits kommt es nicht in Frage, weil er natürlich und verständlicherweise sehr verletzt ist, immerhin hab ich durch mein Verhalten quasi das Messer in einer noch gar nicht verheilten Wunde gedreht.
Andererseits möchte ich gar nicht mit jemandem zusammensein, der mir sagt, ich bin definitiv nicht DIE Frau. Das meine ich mit demütigen, obwohl er ja nichts dafür kann, dass es die Ex war und ich eben nicht. Ja, ich hab es als Kränkung und auch irgendwie als Demütigung empfunden, es tut mir leid.
Es geht gar nicht darum, ihn wieder-, sondern nur darum ihn aus dem Herz zu bekommen.
Selbst schuld, kein Mitleid, ich weiß. Aber wer sich in Beziehungen immerzu und jederzeit reif verhalten hat, werfe den ersten Stein.
 
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  • #9
AW: Keine Liebe - oder doch?

@Carlo Ja, ich liebe den Kerl noch immer.
 
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  • #10
AW: Keine Liebe - oder doch?

@clara

Also ich werfe nicht mit Steinen. ;-)

Du willst ihn also definitiv nicht zurück?

Ich kann ja hier nur spekulieren, wie du ihn wieder aus Herz und Hirn kriegst. Es scheint mir mit der Kränkung darüber, dass DU nicht DIE Frau bist zusammen zu hängen. Oder mehr damit, dass er es dir gerade nicht sagen kann. Kennst du das auch aus anderen Beziehungen, dass es für dich besonders interessant ist, was du gerade nicht haben kannst. Und warum hast du die SMS geschrieben, wohl wissend, dass es zu früh ist?

LG
C.
 
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  • #11
AW: Keine Liebe - oder doch?

Ich will ihn lieben und von ihm geliebt werden. Einseitig ist das nichts für mich, ehrlich, das macht mich fertig.
Mir ist es auch nicht zu früh erschienen, die Sms zu schreiben, das kam mir erst retrospektiv so vor. Ob ich immer das Unerreichbare anstrebe? Im Gegenteil, gar nicht.
Naja, ich hab's verkackt.
Und lieb, dass du keine Steine wirfst, Carlo ;-)
 
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  • #12
AW: Keine Liebe - oder doch?

Zitat von ClaraGeist:
Andererseits möchte ich gar nicht mit jemandem zusammensein, der mir sagt, ich bin definitiv nicht DIE Frau. Das meine ich mit demütigen, obwohl er ja nichts dafür kann, dass es die Ex war und ich eben nicht. Ja, ich hab es als Kränkung und auch irgendwie als Demütigung empfunden, es tut mir leid.
Es geht gar nicht darum, ihn wieder-, sondern nur darum ihn aus dem Herz zu bekommen.
..
Ja, ich liebe den Kerl noch immer.

Manchmal macht Drama ja auch Spaß.

Als Übung: wie definierst du für dich Liebe?

Schon zu Beginn hatte er mir gesagt, er sei nicht auf der Suche nach Verliebtheit, halte das für eine biochemische Verirrung auf Zeit, die nur den Blick auf das Wesentliche verstelle. Er suche tiefe Liebe, die entstünde erst mit der Zeit. Das klang für mich vernünftig, allerdings fast zu sehr. Dennoch habe ich mich - verknallt bis über beide Ohren - darauf eingelassen.
..
Nach 5 Monaten habe ich, feig wie ich diesbezüglich nun mal bin via Sms (unserem bevorzugten Kommunikationskanal, wenn wir nicht zusammen waren) die Gretchenfrage gestellt: Liebst du mich? Nach einigen Minuten kam: Ich mag dich sehr, sehr, ich habe dich sehr lieb, aber ich liebe dich nicht.

Die Gretchenfrage per SMS - ist das Liebe?
Ihm nicht glauben (tiefe Liebe, die entstünde erst mit der Zeit) - ist das Liebe?
Mit dem Expartner zusammen zu sein, obwohl du angeblich einen anderen liebst - ist das Liebe?
 
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  • #13
AW: Keine Liebe - oder doch?

"Manchmal macht Drama ja auch Spaß."

Aus dem Alter bin ich eigentlich raus.

"Die Gretchenfrage per SMS - ist das Liebe?
Ihm nicht glauben (tiefe Liebe, die entstünde erst mit der Zeit) - ist das Liebe?
Mit dem Expartner zusammen zu sein, obwohl du angeblich einen anderen liebst - ist das Liebe?"

Weißt du, Tina, wie ich schon gesagt habe: Ruhmesblatt ist mein Verhalten keines, ich schäme mich selbst dafür.
Aber diese Kränkung hat etwas mit mir gemacht. Und mitunter reagiert man dann nicht ideal/schäbig/panisch. Ich bin in dieser Situation keineswegs ein Ausbund an Reife gewesen, hab auch überlegt, ob ich mich mit der Rückkehr zum Ex auf irgendeiner infantilen Ebene vielleicht an dem Mann meines Herzens dafür rächen wollte, dass er mich nicht lieben konnte - aber ich weiß es nicht, das Unterbewusste ist ein weites Land. Und wir können jetzt natürlich darüber diskutieren, dass ich mich besser anders verhalten hätte. Das mach ich aber lieber im Freundeskreis. Ich bleibe dabei: Ich mag nicht mit jemandem zusammensein, für den ich definitiv nicht DIE Frau bin. Ich mag nicht mit jemandem zusammensein, der mich definitiv nicht liebt. Und ich wüsste gerne, wie und wann ich den Mann vergessen kann. Blöde Frage, ich weiß.
 
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  • #14
AW: Keine Liebe - oder doch?

Zitat von ClaraGeist:
"Die Gretchenfrage per SMS - ist das Liebe?
Ihm nicht glauben (tiefe Liebe, die entstünde erst mit der Zeit) - ist das Liebe?
Mit dem Expartner zusammen zu sein, obwohl du angeblich einen anderen liebst - ist das Liebe?"

Weißt du, Tina, wie ich schon gesagt habe: Ruhmesblatt ist mein Verhalten keines, ich schäme mich selbst dafür.
Aber diese Kränkungung hat etwas mit mir gemacht. Und mitunter reagiert man dann nicht ideal/schäbig/panisch. Ich bin in dieser Situation keineswegs ein Ausbund an Reife gewesen, hab auch überlegt, ob ich mich mit der Rückkehr zum Ex auf irgendeiner infantilen Ebene vielleicht an dem Mann meines Herzens dafür rächen wollte, dass er mich nicht lieben konnte - aber ich weiß es nicht, das Unterbewusste ist ein weites Land. Und wir können jetzt natürlich darüber diskutieren, dass ich mich besser anders verhalten hätte. Das mach ich aber lieber im Freundeskreis. Ich bleibe dabei: Ich mag nicht mit jemandem zusammensein, für den ich definitiv nicht DIE Frau bin. Ich mag nicht mit jemandem zusammensein, der mich definitiv nicht liebt. Und ich wüsste gerne, wie und wann ich den Mann vergessen kann. Blöde Frage, ich weiß.

Die Fragen nach der Liebe könnten ja so gemeint sein, daß sie ein Bewußtsein dafür schaffen, welche unterschiedlichen Facetten Liebe so hat und in unterschiedlichen Zusammenhängen bei unterschiedlichen Menschen sich unterschiedlich zeigt.
Auch wenn der Mann die drei berühmten Wörtchen nicht sagt, kann es ja eine Form von Liebe sein. Klar ist es eine riesige Enttäuschung. Aber die kann ja auch eine Chance sein. Wie es für dich ja vielleicht auch eine große Enttäuschung ist, daß du so reagiert hast, wie du reagiert hast und deutest das vielleicht so, daß das Handeln nicht einfach Ausdruck einer im besten Sinne liebenden Einstellung war. Und trotzdem lebst du ja weiter mit dir, ganz ok, mit jemandem, der solche Strukturen hat, daß er in solchen Momenten so reagiert, und trennst dich nicht einfach von dir.
Sicherlich möchtest du von ihm, daß er dir sagt, was du hören willst, nämlich die drei Worte und daß du DIE Frau für ihn bist. Und vermutlich möchtest du auch von dir, daß du anders reagierst als du es getan hast. Die Frage ist, welche Schlüsse du jeweils ziehst, wenn der Wunsch nicht einfach in Erfüllung geht.
Insofern kann der Vergleich doch schon was erhellen. Es muß ja nicht alles immer gleich sein. Vielleicht habt ihr nicht einfach die gleichen Liebes"defizite", sondern eben verschiedene. Vielleicht hat er Stärken, wo du Schwächen hast, und du STärken, wo er Schwächen hat. - Klar, das heißt nicht notwendig, daß es schon paßt. Aber oftmals kann so ein Blick auf die Gesamtsituation schon helfen, die eigene "Ich krieg zu wenig."-Einstellung zu überprüfen.
 
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  • #15
AW: Keine Liebe - oder doch?

Zitat von ClaraGeist:
Ich mag nicht mit jemandem zusammensein, der mich definitiv nicht liebt.
wenn du es für dich so essentiell brauchst, "es" zu hören, (sei lieb mit dir), dann ist er mit seinem liebesverständnis und -verhalten nicht der passende. und wenn er deine rückkehr zum ex nur als verrat verstehen kann, bist du derzeit nicht die passende für ihn. wenn ihr also nicht jeweils abstriche von euren (legitimen) bedürfnissen machen könnt, bleibt nur, traurig darüber zu sein, dass man einander lieben kann, ohne dass es für eine beziehung langt, da ihr euch in euren anscheinend wesentlichen bedürfnissen frustriert.
Zitat von ClaraGeist:
Und ich wüsste gerne, wie und wann ich den Mann vergessen kann. Blöde Frage, ich weiß.
es kommt für dich nicht in frage, ihn nochmals um eine aussprache (ohne bett :)) zu fragen?
 
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  • #16
AW: Keine Liebe - oder doch?

Bitte, missversteht mich nicht.
Ich muss keineswegs die berühmten drei Worte hören, "um mich geliebt zu fühlen", und ich weiß, dass manche es leichter sagen - auch nicht unbedingt erstrebenswert, wenn´s inflationär gebraucht wird - und andere nicht so leicht oder eben nie. Und dass Liebe tausend Facetten hat, ist natürlich auch klar.

Meine Frage, ob er mich denn liebe, hatte schon einen Grund, ein latentes Unbehagen, das bei mir immer wieder aufgeflammt ist, wenn er doch mal über seine Gefühle gesprochen hat. Es ging nicht um mich, um uns, sondern ausschließlich darum, "was ich in ihm auslöse", in so einer introspektiven, therapeutischen Manier. Ich hatte mitunter den Eindruck, ich wäre in einen James-Joyce-Roman oder in eine Selbsterfahrungsgruppe geraten.
Dazwischen habe ich an einem Nachmittag fünfmal gehört, wie schön seine Ex war. Derartige Situationen gab es immer wieder. Wir haben mehr über die Exfrau gesprochen als über uns.
Auch darüber haben wir geredet, ich habe das angesprochen, ich meinte, er scheine mir noch so verhaftet im Verlust, rückwärtsgewandt, und ich wisse nicht, ob ich damit auf Dauer würde umgehen könne.
Ich habe ja genau gespürt, dass er mich nicht liebt, dass er mich gern mag, gern mit mir ins Bett geht, aber mehr wohl nicht, deshalb habe ich ihn danach gefragt.

Irgendwie hilft mir dieser Thread dabei, das alles noch einmal Revue passieren zu lassen und einzusehen, dass es im Grunde schon gut ist, dass es aus ist, das wäre nichts geworden.
Ich hab diese latente Gewissheit, dass mir da etwas Elementares gefehlt hat, aus lauter Sehnsucht in den letzten Wochen wohl ein bisschen weggeschoben und nur die innigen Momente, die es ja auch gab, im Kopf gehabt.
 
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  • #17
AW: Keine Liebe - oder doch?

Zitat von nuit:
... wenn ihr also nicht jeweils abstriche von euren (legitimen) bedürfnissen machen könnt, bleibt nur, traurig darüber zu sein, dass man einander lieben kann, ohne dass es für eine beziehung langt, da ihr euch in euren anscheinend wesentlichen bedürfnissen frustriert. ...

Das ist auf dem Punkt.

C.
 
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  • #18
AW: Keine Liebe - oder doch?

Zitat von ClaraGeist:
Bitte, missversteht mich nicht. ....
Irgendwie hilft mir dieser Thread dabei, das alles noch einmal Revue passieren zu lassen und einzusehen, dass es im Grunde schon gut ist, dass es aus ist, das wäre nichts geworden.
Ich hab diese latente Gewissheit, dass mir da etwas Elementares gefehlt hat, aus lauter Sehnsucht in den letzten Wochen wohl ein bisschen weggeschoben und nur die innigen Momente, die es ja auch gab, im Kopf gehabt.

Ich finde es gut, dass du es noch einmal ein bisschen genauer beschreibst, was abgelaufen ist. Das rückt alles in Balance.

Ich hatte ja auch und sogar mehrere Beziehungsversuche bei denen ich mich so verstrickt zu haben schien in eine Idee von einer Partnerschaft, die dann aber trotz großer Sympathie und Übereinstimmungen ja sogar dem berühmten Knistern einfach nicht "laufen" wollten. Man (frau) kann sich da ganz schön reinsteigern, wenn die Gefühle überschwappen und man plötzlich merkt, dass der andere auf einem ganz anderen Kurs segelt, wo es einem doch so gut tat, endlich wieder die "Bande zu finden".

Du wirst Distanz zu ihm gewinnen, allein durch die Zeit, die ihr nicht in Kontakt seid. (Wie lange ist das jetzt eigentlich her?) Und vielleicht wirst du es dann als eine schöne kleine Liebesgeschichte sehen können, die dein Leben bereichert hat. So geht es mir jetzt. Mein erster PS-Kontakt hört ab und an bei mir nach, wie es mir geht. Das ist wirklich ein schönes Gefühl.

LG
Carlo
 
G

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  • #19
AW: Keine Liebe - oder doch?

Zitat von ClaraGeist:
Wenn da nicht das eigentlich wäre…

Und wir können jetzt natürlich darüber diskutieren, dass ich mich besser anders verhalten hätte.
Das war nicht mein Punkt. Der ist gegessen.
Sei doch mal ehrlich, warum du hier schreibst. Schreiben klärt den Geist :)

Und ich wüsste gerne, wie und wann ich den Mann vergessen kann. Blöde Frage, ich weiß.
Blöde Antwort: vergiss ihn halt. Das funktioniert so ähnlich wie mit dem rosa Elefanten. Oder noch langweiliger: die Zeit heilt alle Wunden. Etwas, was man gar nicht glauben mag, wenn sie noch so doll schmerzen. Und man vielleicht das Messer noch und noch mal drin rumdreht.

Ich weiß nicht, ob dir so auffällt, was du hier schreibst - von wegen zweierlei Maß.
Du bist mit einem Mann zusammen, der nicht DER Mann für dich ist, möchtest aber nicht mit einem Mann zusammen sein, für den du nicht DIE Frau bist.
Du wirfst ihm vor, dass er über eure Beziehung theoretisiert hat, dabei machst du nichts anderes. Sogar schon von Anfang an.

Du bist erst kurz getrennt - und noch nicht so richtig damit fertig (du wolltest dich bereits bei PS abmelden, jetzt bist du sogar mit dem Ex wieder zusammen). Er ist erst ein Jahr geschieden - nach langer Ehe und so wie ich das verstanden habe als Hauptverantwortlicher für 3 minderjährige Kinder, was den Kontakt mit der Ex ja irgendwie beinhaltet (also nicht so einfach aus den Augen, aus dem Sinn). Die Diskussionen, wann eine Beziehung verarbeitet ist und man wieder mit sich im Reinen ist (Ariel lässt grüßen), sind hier Legion. Ein Patentrezept gibt es nicht - dass BEIDE mit Argusaugen die Reaktion des anderen bewachen, ob die auch richtig beziehungskonform ist, scheint mir häufig zu beobachten. Eifersucht, verletzter Stolz (Demütigung), Selbstunsicherheit, Wettbewerb, wer den clararen Geist hat usw. – nicht schön, das an sich zu entdecken - aber menschlich. Wer mag da die Deutungshoheit für Liebe für sich beanspruchen?

Ich habe ja genau gespürt, dass er mich nicht liebt, dass er mich gern mag, gern mit mir ins Bett geht, aber mehr wohl nicht, deshalb habe ich ihn danach gefragt.
Er hatte also keine Chance. Auf wen ist denn die Frage in deinem Threadtitel bezogen?

Sprichst du eigentlich mit deinem Ex-Ex und jetzigen Ist darüber? Was würdest du auf eine SMS von ihm antworten, in der steht „Liebst du mich“?

(ich schreibe das hier nicht zum Steinewerfen, nur dass das "clar" ist :))


Nachtrag.
Weißt du, Tina, wie ich schon gesagt habe: Ruhmesblatt ist mein Verhalten keines, ich schäme mich selbst dafür.
Wofür schämst du dich eigentlich genau? Dafür, dass du ihn überhaupt gefragt hast? Oder dass du ihn per SMS gefragt hast? Dass du daraufhin die Beziehung beendet hast? Dass du dich wieder mit dem Ex eingelassen hast? Oder wofür?
Wenn dir das selbst etwas clarer wird, erschließt sich dir der nächste Schritt vielleicht besser.
 
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  • #20
AW: Keine Liebe - oder doch?

Carlo, du bringst es auf den Punkt, genauso ist das. Mir geht es seit gestern viel besser, es ist schon gut so. Zu deiner Frage: Es ist 3 Wochen her. Und die Geschichte mit deiner ersten PS-Bekanntschaft finde ich sehr schön. Es funktioniert aus verschiedenen Gründen nicht, aber man mag sich, und wenn sich die erste Enttäuschung gelegt hat, kann daraus vielleicht auch eine Freundschaft erwachsen.
@Tina
Warum ich hier schreibe? Weil es den Geist clärt, wenn der mal aussetzt, völlig richtig ;-)
Weil das hier quasi ein Knotenpunkt ist, weil alle, die hier schreiben, sich mit dem Thema gerade intensiv auseinandersetzen, scheitern, Hoffnung schöpfen, vielleicht wieder scheitern, wieder Hoffnung schöpfen, verzweifelt oder glücklich sind - suchen halt. Und das in einer Dichte, die man IRL nicht in gleichem Maße findet.
Mein "eigentlich aus dem Alter raus sein", war eine klitzekleine Selbstironie. Man glaubt, man hat das alles hinter sich und plötzlich wird man zur Dramaqueen wie eine 15-Jährige.

Und ja, der Kontakt mit der Ex ist wichtig, vor allem für die Kids, da bin ich die Letzte, die sich sträubt, im Gegenteil.
Aber der tobsüchtige Hass, den man nicht thematisieren durfte, weil "das nicht stimmt, ich habe damit abgeschlossen", die Subbotschaften, die den Kindern vermittelt wurden ("Ihr sollt euch ja wohlfühlen bei der Mama, aber sie macht gerade eine schwierige Phase durch, wenn ihr heimkommen wollt, könnt ihr das IMMER") - du weißt schon, der Ton macht die Musik - hat mich immer wieder beklommen gemacht. Der 9-Jährige, der den Freund der Mutter (den Scheidungsgrund) mochte, wurde allein mit wütenden Blicken des älteren Bruders zum Schweigen gebracht, wenn er erzählen wollte, was er am Weekend Tolles erlebt hat, weil das dem Papa nicht zugemutet werden durfte. Der Freund der Mutter war in dieser Familie nur "der A..." und "der Trottel", außer für den Kleinen, der natürlich total verunsichert ist, wenn er mögen darf, ohne dem Papa untreu zu werden. Ich habe das einige Male angesprochen, bin allerdings nicht auf Resonanz gestoßen.
Verstehst du, ich war immer AUCH Stiefmutter, seit ich 25 bin, mir ist die Situation nicht neu, ich glaub, ich hab´s ganz gut hinbekommen, meine beiden Stiefsöhne hängen an mir, ohne dass die Mama dadurch gefährdet ist, und ich finde, wenn mir mein 20-Jähriger sagt: Mama, so wie du und der Papa das seit der Scheidung gemacht habt, ist das eigentlich mein Vorbild, das war wirklich super., kann es nicht so übel gelaufen sein. Was ich sagen will: Die Ex MUSS Thema sein, aber sie kann es auf sehr verschiedene Art und Weise sein. Und dieser explizite Hass, der sich mit Runtermachen des neuen Freundes paart, dieses Dauerthema der Mama, "für die müsst ihr Verständnis haben, Kinder", als ob sie eine arme Irre wäre, die nicht mehr ganz bei Sinnen ist, ist definitiv nicht das Klima, in dem gutes Einvernehmen mit der Exfrau gedeihen kann.
Der Mann hatte hier eingecheckt, weil ihm sein Therapeut dazu geraten hatte (Wollen Sie jetzt nie wieder eine Frau anschauen, oder was?).
Ich beanspruche keineswegs die Deutungshoheit über die Liebe generell. Aber das, was ich spüre, kann ich deuten, meist nicht übel. Meine Intuition hat mir nach 14 Tagen geraten: Finger weg, das geht nicht, es ist der falsche Zeitpunkt, vielleicht für uns beide. Er war halt der, bei dem es offensichtlich war, und natürlich ist es schwieriger abzuschließen, wenn man der Betrogene/Verlassene ist.
Nein, ich war mit meinem Ex auch nicht "fertig", im klassischen, psychotherapeutisch "richtigen" Sinn. Vielleicht nicht mehr so sehr dominiert und fixiert und im Scheitern gefangen, denk ich. Deshalb bin ich nicht "besser" oder "erfolgreicher" im Abschließen, es war eine völlig andere Geschichte, es gab 3 Kinder, aber kein gemeinsames, und es war auch keine 18-jährige Ehe. Zusätzlich bin ich selbst gegangen, da hat man es immer leichter.
Warum ich zum Ex zurückgekehrt bin, hat mit meiner Enttäuschung zu tun, mit meiner Verbitterung in diesen Tagen, und es ist, wie gesagt, nichts, das mich als reflektierte Person ausweist. DAFÜR schäme ich mich, vor mir selbst und vor beiden beteiligten Männern, nicht für die Sms, nicht für die Frage selbst, ich finde, sie war legitim und ich wollte hören, was ich gespürt habe. Das kann man jetzt auch als selffulfilling prophecy lesen, für mich ist es legitim, dem sogenannten Bauchgefühl nachzugeben und wissen zu wollen, was Sache ist - egal, ob man bestätigt wird oder sich eingestehen müsste, dass das Bauchgefühl leider auch nicht mehr das ist, was es einmal war.
Und ja, mit meinem Ex und Wieder spreche ich manchmal darüber. Er wusste, dass es den Mann gibt, als er wieder begann, sich um mich zu bemühen.
 
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  • #21
AW: Keine Liebe - oder doch?

Allen, die damals mitgeschrieben haben, wollte ich noch einmal herzlich danken.
Und updaten ;-)
Uns beide hat die Geschichte nicht losgelassen, wir hatten kurzzeitig Dates und jeweils einen anderen Beziehungsversuch, haben allerdings schnell gemerkt, dass wir überhaupt nicht frei voneinander sind. Letzte Woche haben wir unabhängig voneinander und nahezu zeitgleich via Mail bzw Sms Kontakt miteinander aufgenommen, uns getroffen und lange Gespräche miteinander geführt. Wir sind einander sehr nahe, mehr noch als früher. Mal sehen, was wird.
Schönen Sonntag an euch alle, ich geh wieder mal die Welt umarmen....
 
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  • #22
AW: Keine Liebe - oder doch?

Liebe Clara

Ich habe damals nicht mitgeschrieben, war aber sehr versucht... und habe mitgelesen.
Hat sich denn inzwischen etwas zwischen Euch verändert? Viel Zeit ist ja nicht gerade verstrichen... Das würde mich interessieren. Was hat sich in diesem kurzen Zeitraum (und sogar noch kurzen weiteren Beziehungen dazwischen) denn grundsätzlich verändert?

Brauchst Du nun weniger Nähe, Bestätigung, Rückhalt und Liebe? Oder kann er Dir mittlerweile mehr davon geben? Wie steckt er es weg, dass da auch noch Dein Exfreund mitmischt/e, als ihm klar wurde, dass er Dir nicht genug geben kann?

Liebe Grüsse, Suzanne
 
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  • #23
AW: Keine Liebe - oder doch?

ich habe die Geschichte jetzt erst gelesen. Der Mann hat doch von Anfang an gesagt dass er nicht verliebt in dich ist und du hast das akzeptiert. Und dann fragst du ihn danach und fühlst dich gedemütigt, weil er immer noch dasselbe sagt??

Frauen....
 
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  • #24
AW: Keine Liebe - oder doch?

Zitat von suzanne:
Liebe Clara

Ich habe damals nicht mitgeschrieben, war aber sehr versucht... und habe mitgelesen.
Hat sich denn inzwischen etwas zwischen Euch verändert? Viel Zeit ist ja nicht gerade verstrichen... Das würde mich interessieren. Was hat sich in diesem kurzen Zeitraum (und sogar noch kurzen weiteren Beziehungen dazwischen) denn grundsätzlich verändert?

Brauchst Du nun weniger Nähe, Bestätigung, Rückhalt und Liebe? Oder kann er Dir mittlerweile mehr davon geben? Wie steckt er es weg, dass da auch noch Dein Exfreund mitmischt/e, als ihm klar wurde, dass er Dir nicht genug geben kann?

Liebe Grüsse, Suzanne
Es hat sich etwas verändert: Wir beide hatten mit unserer Geschichte sehr zu raufen, beide haben versucht, den jeweils anderen aus dem Kopf zu bekommen - unzulässigerweise über Techtelmechtel mit Menschen, denen wir damit wohl weh getan haben. Und unabhängig voneinander, nahezu zeitgleich, haben wir über unterschiedliche Medien wieder schriftlich Kontakt miteinander aufgenommen. Er meinte, seine Antwort sei falsch gewesen (Brett Pitt hatte recht), er hätte mich erst verlieren müssen, um sich das einzugestehen. Es gab und gibt lange Gespräche über das erste halbe Jahr, den mehr als besch.... Kontaktabbruch, meine (un)heimliche Angst, nicht liebenswert für nahestehende Menschen zu sein, die mich zeitlebens begleitet, seine Überforderung als AE-Vater mit forderndem Job und, ja, auch über meine Flucht zum Ex. Ich weiß nicht, wohin das führt, wirklich nicht. Aber es fühlt sich gerade für uns beide sehr, sehr gut an.
 
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  • #26
AW: Keine Liebe - oder doch?

Zitat von Pit Brett:
Ich hab immer recht, da hättet Ihr Euch längst mal dran gewöhnen können. Ist anstrengend, aber auch eine Abkürzung.
"Solang du schimpfst und tobst und bellst,
Bleibst du dem Volk erfreulich.
Doch wenn du einfach Recht behältst,
Finden sie's unverzeihlich." (P. von Heyse) ;-)