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  • #61
AW: Keine "Beziehung"

Hallo Highlander,
wollte gerade schreiben, dass er bei dem Trainingspensum schon ziemlich gut sein muss.. (8-10 Trainings ist ja schon deutlich über Schwimmclubniveau)

Es ist natürlich sehr schade, wenn Väter sich nicht mehr so um die Kinder kümmern (das sind ja leider keine Einzelfälle, ohne jetzt pauschalisieren zu wollen ).

Ich schrieb ja schon mal in dem anderen Thread, dass ich das Gefühl habe, dass zwischen dir und deinem Exmann noch viel Verletzung, Wut, Unaufgearbeitetes.. vorhanden ist. Versuche, so gut es geht, bei dir zu bleiben. Du kannst die eventuellen „Verfehlungen“ nicht kompensieren und du musst es auch nicht. Es reicht, wenn du das „normale“ Mutterpensum leistest :)

(Du schriebst ja mal, dass dein Sohn da auch sehr enttäuscht ist; habt ihr mal über eine familientherapeutische Unterstützung nachgedacht, notfalls auch ohne den Vater, wenn er denn gar nicht will?)

Zum Praktischen..
Schwimmen ist ja schon zeitintensiv. Habe ich als Jugendliche auch eine Zeit lang gemacht, aber dann aufgehört, als mir das Training zu viel wurde. Was schwimmt er denn - Kurzstrecke, verschiedene Disziplinen? Dann ist ja schnell mal ein Tag weg beim Wettkampf -oder sind es auch die Reisezeiten? Musst du ihn immer ins Training fahren /abholen oder kann er evtl. mit dem Fahrrad fahren, sind ggf. Fahrgemeinschaften möglich oder kannst du vielleicht doch den Vater noch etwas einspannen? Beim Kadertraining gibt es ja auch manchmal Fahrdienste. Wie ist es denn an Wettkampftagen an Vaterwochenenden? Geht der Vater dann mit?

Mal eine „ketzerische“ Frage: wenn ihr euch nicht getrennt hättet, wann hättet ihr unter den jetzigen Gegebenheiten Zeit für Euer Paarleben?

Du musst nicht die Supermutter sein.

Und wie ist denn mit dem netten date von neulich weitergegangen? Ist er es, für den du keine Zeit hast ;)) ?
 
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  • #63
AW: Keine "Beziehung"

Zitat von Highlander:
Och, danke, das tut so gut!! Verständnis von einem Mann!!! =))
Gerne.

Zitat von Highlander:
Ja klar haben meine Kinder auch einen Vater! Aber was und wie, wenn ihm alles am A..... vorbei geht!
So bedauerlich dies für die Kinder & Dich sein mag. So etwas lässt sich - leider ??? - nicht erzwingen. - Zumindest weißt Du so, dass von dieser Seite - zumindest aktuell - keine Lösung zu erwarten ist ...

Und: natürlich musst Du keine Supermutter sein. Aber Du darfst ...
 
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  • #64
AW: Keine "Beziehung"

Zitat von Freitag:
tja... wenn ich das wüsste.
einen mittelweg versuchen? du musst doch nicht immer dabei sein wenn die kinder trainieren. fahrdienst organisieren. kindermädchen einstellen. den vater mehr rannehmen. arbeitszeit runterschrauben. weniger verpflichtungen eingehen. anstatt kuchen selber backen, welchen kaufen.

mal was anderes: hab eben einige deiner äjteren beiträge quergelesen.
ergab sich noch was wegen dem typen, mit dem du in urlaub warst und der sich danach verabschiedet hatte? hat er mal was gesagt, was damals sache war?
Nein! Der war einfach weg, obwohl ich mehrmals nachgefragt hatte! Seine Antwort war stets: Trauere nicht um das Verlorene, sondern freue dich über das Erlebte......
Das war alles!

Was das mit den Trainings und den Wettkämpfen betrifft: Natürlich bilden wir Fahrgemeinschaften, und er kann ja auch selber hinfahren - öfters mal. Aber wenn er nach Hause kommt, ist es wichtig für ihn, wenn ich da bin. Weil der Vater meiner Kinder uns buchstäblich von heute auf morgen verlassen hat - bei uns raus, bei der Anderen rein - hat er grosse Verlustangst. Er sucht Sicherheit, braucht mich sehr.Die Kleine ist da anders. Aber auch sie will,dass ich da bin!
Ja was soll ich denn nun? Scheint so, dass ich mich erst mal um meine Kinder kümmere und die Partnersuche noch ein wenig hinausschieben muss.....
 
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  • #65
AW: Keine "Beziehung"

Zitat von Highlander:
Ja was soll ich denn nun? Scheint so, dass ich mich erst mal um meine Kinder kümmere und die Partnersuche noch ein wenig hinausschieben muss.....
Sorry highlander, für meine Direktheit. Ja, so ist es mir auch ergangen.meine Kinder sagen mir heute, dass sie es als sehr verlässlich empfunden hatten, dass ich immer da war für sie und sie nicht jeden Hans und Franz kennenlernen mussten, wie bei einem geschiedenen Mann (sorry, sie hießen natürlich Franzie und Hanssie... ;-)) bei ihm war ständig eine neue Lebensabschnittsverschönerin zum Frühstück da, das mochten sie gar nicht. Will sagen, ich habe in der zeit auch weitergesucht, aber nur, wenn ich mir ganz sicher war, die Kinder einbezogen.
 
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  • #66
AW: Keine "Beziehung"

@ Tina, Freitag, Suzanne, Howlith und alle anderen
 
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  • #67
AW: Keine "Beziehung"

Zitat von Dreamerin:
Sorry highlander, für meine Direktheit. Ja, so ist es mir auch ergangen.meine Kinder sagen mir heute, dass sie es als sehr verlässlich empfunden hatten, dass ich immer da war für sie und sie nicht jeden Hans und Franz kennenlernen mussten, wie bei einem geschiedenen Mann (sorry, sie hießen natürlich Franzie und Hanssie... ;-)) bei ihm war ständig eine neue Lebensabschnittsverschönerin zum Frühstück da, das mochten sie gar nicht. Will sagen, ich habe in der zeit auch weitergesucht, aber nur, wenn ich mir ganz sicher war, die Kinder einbezogen.
Danke für deine Direktheit!
Ich glaube, so wird es auch bei mir sein!
 
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  • #68
AW: Keine "Beziehung"

Liebe Highlander,

Ich schreibe Dir einfach mal, was ich von Dir so lese, wie es bei mir ankommt und welches Bild bei mir da so entsteht.

Ich sehe vor mir eine Mutter, die sich sehr liebevoll um ihre Kinder sorgt, interessiert, kümmert und engagiert. Die Kinder haben eine Trennung erfahren und der Vater kümmert sich aus Sicht der Kinder und der Mutter nicht so um sie, wie sie es sich wünschen bzw. vorstellen. Für die Kinder ist es natürlich am schönsten und das wünschen sich Kinder immer, wenn beide Elterteile für sie da sind. Jedoch geht das nicht immer und auch wenn beide Elternteile zusammen leben würden, ginge es nicht immer, sich nach den Wünschen der Kinder zu richten. Auch das ist normal. Von daher ist der Vater noch da, nur eben anders.
Ich lese eine Mutter, der es sehr leid tut, wie der Vater zu den Kindern ist. Sie gibt jeden Tag das Beste für Kinder und er aus ihrer Sicht nicht. Vielleicht versucht die Mutter deshalb auch, etwas auszugleichen, was vom Vater vielleicht fehlt. Sie gibt etwas zu viel vom Besten. Aus Mitleid. Das wird jedoch auf Dauer nicht gehen und es ist auch eigentlich nicht ihre Aufgabe. Das „Mit-leiden“ hilft niemanden. Weder ihr noch den Kindern. Wenn sie ihr Bestes gibt, reicht das und sie ist trotzdem toll und eine gute Mutti.
Ich lese noch etwas anderes. Eine Mutter, die nicht nur Mutter sondern auch Frau ist.
Eltern die zusammen leben, sollten auch Zeit haben, für ihre Paarbeziehung. Genauso gilt das für eine Mutter. Sich Zeit für einen Partner nehmen. Denn eine Paarbeziehung kann Kraft geben, bereichert das Leben.
Kindern kann man durchaus erklären, dass man für sie da ist. Jedoch nicht immer so, wie sie es sich wünschen. Kinder verstehen das auch, wenn man es ihnen erklärt. Letztendlich ist ihr Vater auch für sie da, nur anders und es geht auch. Natürlich geht es nicht darum, jeden Mann den Kindern vor zustellen. Es geht erstmal darum, sich zu gestatten, dass es für eine Mutter und Frau einen „neuen“ Mann geben darf. Und dazu muss eine Mutter/Frau erstmal einen Platz schaffen, dass dieser Partner sein darf. Den sehe/lese ich bei Deiner beschrieben Situation nicht.
Ich sehe eine Frau, die von einer Beziehung träumt, möglichst ohne Erwartungen und nur für schöne Stunden. Ich denke, es handelt sich hier auch um Wünsche, die eben niemand erfüllen kann. Und wenn dann"anders"als "Wünsche". Denn eine Beziehung ohne Erwartungen erscheint mir ziemlich utopisch, denn auch „schön“ ist eine Erwartung. Eine Affäre käme da evtl. in Frage, mehr nicht. Einen Partner zu haben, bedeutet auch, sich verletzlich zu zeigen. Das darf und sollte eine Frau die Mutter ist, sich selbst erlauben und auch sein. Sie würde sich und ihren Kindern keinen Gefallen tun, wenn sie all das unterdrücken würde. Das würden die Kinder auch nicht wollen. Und dazu brauch es einen Partner bzw. Freunde.
Partnerschaften beinhalteten nicht nur schönes im Leben gemeinsam zu erleben, sondern die meiste Bindung erfährt man, wenn man durch gemeinsame Tiefen geht. Bei Freundschaften ist das auch so.
Liebe Highlander, ich wünsche Dir, dass Du Dir „Raum“ + Zeit nimmst, um Dich auch als Frau zu erleben zu dürfen. Und eine tolle Mutti bist Du auch dann noch.
 
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  • #69
AW: Keine "Beziehung"

Ach Heppy, das gefällt mir, wie du das geschrieben hast.

Ich wollte ja erklären, was ich mit Supermutter meine, aber wenigstens eine hat es verstanden ;)

Etwas OT
Zitat von Highlander:
Er hat jetzt sechs Trainingseinheiten pro Woche, schwimmt in einem Training bis zu sechs Kilometer und Ziel ist es, 8-10 Trainings zu machen. Und nein, nicht ich will das, sondern mein Sohn.
Ich gehe mal davon aus, da steht ein fachlich fundierter professioneller Trainingsplan dahinter und nicht nur der sportliche Ehrgeiz deines Sohns oder des lokalen Schwimmtrainers?

Zitat von Highlander:
Aber wenn er nach Hause kommt, ist es wichtig für ihn, wenn ich da bin. Weil der Vater meiner Kinder uns buchstäblich von heute auf morgen verlassen hat - bei uns raus, bei der Anderen rein - hat er grosse Verlustangst. Er sucht Sicherheit, braucht mich sehr.
Was soll er daraus lernen und wie lange?
 
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  • #70
AW: Keine "Beziehung"

@ Heppy

Viiiiielen Dank für deinen Beitrag!
Du machst mich zu einer Qualle - ich habe das Gefühl, du schaust durch mich durch! Hast voll ins Schwarze getroffen!! Schön sich so verstanden und so feinfühlig beschrieben zu fühlen!!! Das tut echt gut!!
Nun, ich gebe mein Bestes! Im Frau sein, im Mama sein, im nicht perfekt zu sein, im potentielle Partnerin zu sein.....
Gebe nicht auf....
Herzfest Highlander
 
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  • #71
AW: Keine "Beziehung"

Zitat von tina*:
Ach Heppy, das gefällt mir, wie du das geschrieben hast.

Ich wollte ja erklären, was ich mit Supermutter meine, aber wenigstens eine hat es verstanden ;)

Etwas OT

Ich gehe mal davon aus, da steht ein fachlich fundierter professioneller Trainingsplan dahinter und nicht nur der sportliche Ehrgeiz deines Sohns oder des lokalen Schwimmtrainers?


Was soll er daraus lernen und wie lange?

Schön, dass du sagst, "Ehrgeiz deines Sohnes"! Ich muss mich so oft rechtfertigen als Mutter eines Leistungssportlers! Ja, er will es, nicht ich. Aber ich unterstütze ihn, wie und wo ich kann. Und momentan ist es Zeit, die ich ihm geben kann. Das ist für ihn wichtig!
An der Verlustangst meines Sohnes arbeiten wir natürlich. Klar doch. Aber es ist nicht einfach! Jetzt, wo er ans Gymi geht, morgens das Haus verlässt und erst abends nach Schule und Training nach Hause kommt, muss er sich abnabeln. Und da spricht doch nichts dagegen, wenn ich da zu Hause bin. Noch. Er ist ja "erst" 14.
Und letztendlich habe ich noch eine knapp 12jährige Tochter!
Ich finde, für die Kinder sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sie ein zu Hause haben, wo sie jemand liebevoll erwartet, ihnen aber auch die Möglichkeit gibt, sich selbständig zu entwickeln und wenn die Zeit für sie richtig ist, sich selbständig zu machen. Das ist mein Ziel.
 
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  • #72
AW: Keine "Beziehung"

@highlander:
Ich denke, du machst alles richtig! Meine Kinder sind ähnlich aufgewachsen und sagen mir heute, dass sie es schön fanden, ein verlässliches Zuhause gehabt zu haben!
 
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  • #73
AW: Keine "Beziehung"

Zitat von Highlander:
Glaub ich dir sofort, daß er es will. Und auch, daß du ihn nicht mit der Peitsche in die Schwimmhalle jagst. Aber das "nicht ich" glaube ich dir nicht. Und vor allem glaube ich, daß du nicht wirklich die Umstände verstehen möchtest, weshalb jemand etwas will oder nicht will.

Guck mal, Highlander. Der Thread startet mit der Frage momentaner Beziehungsfähigkeit. Da fehlt ja was: Zeit, Gelegenheit, vielleicht Einstellung. Dann kommen die Kinder, als primärer Grund. Aber natürlich sind Kinder nicht verantwortlich und Schuld. Und ein Tabu ist es, das zu denken. Es sind Kinder und du liebst sie und es ist ganz natürlich, seine Zeit für die Kinder aufzuwenden. Die fallen raus. Es braucht aber jemanden, der schuld ist. Da kommt der Vater der Kinder wie gerufen. Den magst du nicht mehr, er ist hier auch nicht im Forum vertreten, seine Perspektive spielt keine Rolle. Ich finde sehr auffällig, wie schnell und oft dein Expartner vorkommt.
Und es paßt so gut: Weil dein Expartner dich von einem Tag auf den anderen verlassen hat, hat dein Sohn starke Verlustangst, und deswegen mußt du immer da sein. Weil dein Expartner andere Frauen trifft, darfst du keine Männer treffen. Weil dein Expartner die Sportambitionen nicht so unterstützt wie du, mußt du es doppelt und dreifach machen.
Alles, wo du in manchen MOmenten vielleicht ein wenig zweifelst, ob du es nicht übertreibst, kannst du dir und anderen gegenüber dann gleich rechtfertigen. Es liegt halt am Expartner, also dem Vater der Kinder.
Ich versteh schon, daß es dir was nützt, das so zu sehen. Aber ich glaube nicht, daß es auf Dauer wirklich hilft. Weder dir noch den Kindern.

Nein, bei mir ist da gar nichts mehr! Keine Entäuschung, keine Wut - einfach nichts! Aber um meine Kinder tut es mir leid.
Das stimmt doch nicht. Da ist doch eine Menge Enttäuschung und Wut. Und eine Menge Versuch, das vor sich selbst zu verdecken, wie mir scheint. Was ich schlimm finde: welche Rolle die Kinder für dieses Verdecken spielen. Tu dir selbst leid. Und versuche, dieses Selbstmitleid zu unterscheiden von den Kindern.
Da erinnere ich mich an einen entsprechenden Thread vor einigen Monaten, wo du mit einer ganz ähnlichen "er, nicht ich"-Formulierung beteuert hast, nicht du, sondern den Sohn wolle nicht mehr zum Vater. Schon damals fand ich diese Blindheit gegenüber den Umständen schlimm, wie jemand welchen Willen ausbildet. Du schiebst es auf deinen Sohn. Und in all den Sätzen drumherum wetterst du gegen den Vater. Und gabst dann auch zu, daß du das gegenüber deinem Sohn auch so machst. Von Einsicht, daß du damit seinen Willen prägst, hab ich keine Spur vernommen.

Ich weiß, das ist alles sehr direkt. Aber du schriebst ja, daß du Direktheit magst. Oder nur, wenn dich das direkt Gesagte darin bestärkt, nciht nachdenken zu müssen?
Vielleicht hast du auch in den Beiträgen von Heppy und Tina die sehr sanften und wohl verpackten Denkempfehlungen nicht wahrgenommen. Dann geb ich halt den bad cop und schreibs mal ganz unsensibel. Vielleicht führt ja das zu irgendetwas anderem als der Beteuerung, ich würde dich ja gar nicht kenne und hätte keinerlei Ahnung.

Zitat von Dreamerin:
@highlander:
Ich denke, du machst alles richtig! Meine Kinder sind ähnlich aufgewachsen und sagen mir heute, dass sie es schön fanden, ein verlässliches Zuhause gehabt zu haben!
Es hängt an vielen Kleinigkeiten, und jeder Fall ist anders.
Verläßlichkeit ist super. Dem widerspricht hier glaub ich niemand. Darum gehts auch nicht. Kinder haben oft auch ein feines Gespür dafür, wenn sie für etwas herhalten müssen, etwa als Entschuldigung der Mutter, daß sie nicht "ihr eigenes Leben" leben konnte. Und einige davon leider später nicht nur drunter, sondern knallen dir die Vorwürfe ins Gesicht.
 
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  • #74
AW: Keine "Beziehung"

Zitat von Highlander:
Der Vater meiner Kinder ist nur gerade jedes zweite Wochenende da, nimmt die Kinder zu sich, zieht aber sein Ding durch. Will heissen, dass er sie auch alleine zu Hause lässt und mit seiner Neuen in den Ausgang geht, an Partys geht, die Kids mitnimmt und sie sich selbst überlässt usw. Die Kinder finden das doof und gehen nicht gern zu ihm.

Wir reden nicht mehr miteinander, geht alles per sms oder eMail. Und es geht entweder um die Wochenenden oder ums Geld.

Natürlich übernimmt er an seinen Wochenenden den Fahrdienst, interessiert sich aber nicht für die Wettkämpfe!

Mein Sohn schwimmt an nationalen und regionalen Meisterschaften Medaillen, er reagiert nicht! Er wird als erfolgreicher Nachwuchssportler geehrt, der Vater reagiert nicht. Er wird in der lokalen Presse portraitiert, der Vater reagiert nicht!
Meine Tochter hat verschiedene Aufführungen (sie ist eine wundervolle Tänzerin), der Vater hat sie seit 2 1/2 Jahren nicht mehr tanzen sehen. Sie voltigiert und hat enorme Fortschritte gemacht, dito!

Nein, bei mir ist da gar nichts mehr! Keine Entäuschung, keine Wut - einfach nichts! Aber um meine Kinder tut es mir leid. Ich hoffe, man spürt, wie stolz ich auf meine Kinder bin. Und ich möchte, dass das auch meine Kinder spüren.
.
wenn du mal ganz ehrlich zu dir selber bist und sehr tief in dich gehst, merkst du dann was?
ich lese eine frau heraus, die unsagbar enttäuscht ist von ihrem ex.
du kannst ihn nicht zwingen auf die erfolge seiner kinder zu reagieren. für ihn sind vielleicht andere dinge wichtiger als siege beim sport. kann man es ihm verdenken? MUSS er es gut finden? wenn ja, warum? ist es so erstrebenswert, wenn die kinder kaum freizeit haben und nur leistung zeigen (müssen)?

woher ziehst du deinen stolz? aus den erfolgen deiner kinder? was wäre denn, wenn deine kinder unsportlich wären, dicklich und schlechte schüler? wärst du immer noch stolz auf sie?
worauf bist du denn stolz, was nur mit dir zu tun hat und nicht mit deinen kindern? gibt es da was? oder ziehst du allen selbstwert aus den leistungen deiner kinder?
was denkst du, wie deine kinder denken, ob du nur dann stolz auf sie bist, wenn sie leistung und erfolge zeigen?

Nimm mir meine fragen nicht übel. du musst sie hier nicht beantworten. aber höre mal tief in dich selber rein.
 
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  • #75
AW: Keine "Beziehung"

@ Heike

Liebe Heike!
Danke für deine ausführlichen Anschauungen!
So habe ich das wirklich noch nicht gesehen. Ich meine, dass man es so wie du verstehen kann. Ich versuche einfach nur mein Bestes. Einen Schuldigen zu finden liegt mir eigentlich fern. Und Schuld sein sollen schon gar überhaupt nicht meine Kinder. Ich glaube und hoffe, dass sie das nicht so empfinden! Aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke, muss ich zugeben, dass du wahrscheinlich recht hast! Aber weisst du, ich bin mir gegenüber auch sehr kritisch. Was ich erlebt habe, hat mich geprägt. Und ich stehe noch ziemlich am Anfang. Ich will und muss mir die Zeit zugestehen, damit zurecht zu kommen.
Deshalb bin ich dir echt dankbar für deine Offenheit. Es wird mich (hoffentlich) weiterbringen!
Highlander



@Freitag
Lieber Freitag!
Hallo??? Natürlich bin ich auf meine Kinder und auch auf deren Leistung stolz! Aber bei dir klingt das so furchtbar negativ!
Schau, meine Kinder sind nun mal sehr sportlich. Sie besuchen zuverlässig ihre Trainings, ohne mein zutun. Das einzige, was ich mache, ist sie hinfahren oder abholen. (Wie gesagt, wir haben Fahrgemeinschaften gebildet.) Ich sorge dafür, dass sie gut ernährt und gesund sind, und dass sie aber auch Kontakt zu ihren Freunden pflegen können. Ich glaube, meine Kinder sind soweit glückliche Kinder.
Was sie in ihrem Sport erreichen, ist für mich weniger wichtig als für sie. Ich unterstütze sie aber!
Stolz bin ich auf sie! Wäre schlimm, wenn ich es nicht wäre! Aber das hängt nicht von ihren Leistungen ab! Stolz macht mich ihre Stärke, ihr Willen, ihre Zuverlässigkeit, ihre Freude am erreichten. Und ich liebe meine Kinder.
Du fragst mich, ob ich auf meine Kinder auch stolz wäre, wenn sie nicht so erfolgreich wären? Oder dicklich? Ich glaube, dass jedes Kind seine Eltern stolz machen kann. Vielleicht, weil es über eine starke Sozialkompetenz verfügt, besonders kreativ oder musikalisch ist, oder was auch immer!
Für ein Kind ist es wichtig zu spüren, dass seine Eltern stolz auf es sind, es unterstützen und lieben! Meine Kinder sollen das jedenfalls spüren dürfen!
Danke für dein Mitdenken!
Highlander
 
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  • #76
AW: Keine "Beziehung"

es gibt diese Freundschaften, ein Bekannter (6x Jahre alt) erzählte neulich, daß er und seine Freundin seit 25 Jahren getrennte Wohnungen haben.

Aber es gibt auch Freundschaften mit mehr (friendship with benefits) - also Sex.

Werd Dir klar, was Du Dir wünschst und was nicht und such das doch.
 
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  • #77
AW: Keine "Beziehung"

ich finde das wichtigste ist dass eltern ihre kinder lieben und nicht (nur) stolz auf sie sind.
stolz hat für mich immer etwas mit leistung zu tun und ist für mich eine eigenschaft, die ich eher zweitrangig finde.
liebe hingegen ist elementarer.
kanns nicht besser erklären.
oder ich versuchs: ich will nicht stolz auf meine partnerin sein müssen. ich will sie nur lieben können.
 
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  • #78
AW: Keine "Beziehung"

Hallo @highlander,

sei mir nicht böse, aber ich fand @freitags aussage nicht negativ. Er hat - aus meiner sicht - nur angeregt mal dich selbst zu hinterfragen bzw. "in dich reinzuhorchen" und dafür kam deine antwort...die er noch nicht einmal haben wollte...m.E. zu schnell. Es ist normal / gut & verständlich, dass du auf deine kinder stolz bist. es ist auch verständlich das du das verhalten von deinem ex nicht verstehen kannst / willst. Aber das trägt nichts dazu bei deine Eingangsfrage - für dich - zu beantworten. du solltest wissen was du willst bzw. was du dafür bereit bist zu tun, also solltest du "in dich reinhorchen". @heike hat es anders formuliert, trifft aber irgendwie den punkt.
 
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  • #79
AW: Keine "Beziehung"

danke vivi
ich versuche nur ihr klar zu machen, was stolz eigentlich ist und wie wichtig "stolz sein" bezogen auf irgendwelche leistungen überhaupt ist.

es gibt bestimmt jede menge kinder, die nichts gut können. die sind nicht kreativ nicht sportlich nicht musikalisch. die haben auch ein recht darauf vor allem geliebt zu werden.

da ist es natürlich schwerer als elternteil "stolz" zu empfinden.
vielelcht einfach mal 3 schritte zurücktreten und nur dankbar sein, wenn man gesunde kinder hat. und nichts weiter. ohne stolz ohne irgendwas.
aber womit profiliert man sich dann bloss?
was bleibt?
nur die nackte existenz.
reicht die denn nicht, um geliebt zu werden? auch ohne leistung?
 
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  • #80
AW: Keine "Beziehung"

Zitat von Freitag:
ich finde das wichtigste ist dass eltern ihre kinder lieben und nicht (nur) stolz auf sie sind.
stolz hat für mich immer etwas mit leistung zu tun und ist für mich eine eigenschaft, die ich eher zweitrangig finde.
liebe hingegen ist elementarer.
kanns nicht besser erklären.
oder ich versuchs: ich will nicht stolz auf meine partnerin sein müssen. ich will sie nur lieben können.
Schön gesagt, lieber Freitag!
Eigentlich meinen wie dasselbe, brauchen einfach nur andere Wörter dafür....
 
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  • #81
AW: Keine "Beziehung"

Zitat von Freitag:
danke vivi
ich versuche nur ihr klar zu machen, was stolz eigentlich ist und wie wichtig "stolz sein" bezogen auf irgendwelche leistungen überhaupt ist.

es gibt bestimmt jede menge kinder, die nichts gut können. die sind nicht kreativ nicht sportlich nicht musikalisch. die haben auch ein recht darauf vor allem geliebt zu werden.

da ist es natürlich schwerer als elternteil "stolz" zu empfinden.
vielelcht einfach mal 3 schritte zurücktreten und nur dankbar sein, wenn man gesunde kinder hat. und nichts weiter. ohne stolz ohne irgendwas.
aber womit profiliert man sich dann bloss?
was bleibt?
nur die nackte existenz.
reicht die denn nicht, um geliebt zu werden? auch ohne leistung?

Ach komm! Jeder Mensch hat Seiten an sich, die ihn zu was Besonderem machen! Die ihn liebenswert machen!
Aber ja, wenn mein Sohn oder meine Tochter an einem Wettkampf auf dem Treppchen steht und strahlt wie ein Honigkuchenpferd - da empfindet man als Mutter halt einfach Stolz! Was bitte sehr spricht denn dagegen!
 
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  • #82
AW: Keine "Beziehung"

Zitat von Highlander:
Schön gesagt, lieber Freitag!
Eigentlich meinen wie dasselbe, brauchen einfach nur andere Wörter dafür....
nein, ich fürchte wir meinen nicht dasselbe.
du suchst was, was dich in deinen augen anerkennenswert macht. du suchtst anerkennung, weil deine kinder so tolle sportler sind. und mutti dazu beigetragen hat, indem sie butterbrote schmierte, die kids chauffiert hat, ihnen applaudiert hat und zahlreiche "opfer" gebracht hat.

es geht darum dass du meinst deinen wert zu erhöhen, weil du ja auch was geleistet hast, nach deiner denke.

streich mal alle diese leistungsdinge weg und schau, was übrigbleibt. jenseits aller leistung und anstrengung.
konzentriere dich auf die wirklich wesentlichen dinge im leben. dass ein mensch nur um seiner selbst geliebt wird, ohne dafür leistung bringen zu müssen.

du fürchtest dich davor, dass dann nicht mehr viel an "wert" übrig bleibt. sei ehrlich zu dir selbst.
 
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  • #83
AW: Keine "Beziehung"

Zitat von Highlander:
Ach komm! Jeder Mensch hat Seiten an sich, die ihn zu was Besonderem machen! Die ihn liebenswert machen!
Aber ja, wenn mein Sohn oder meine Tochter an einem Wettkampf auf dem Treppchen steht und strahlt wie ein Honigkuchenpferd - da empfindet man als Mutter halt einfach Stolz! Was bitte sehr spricht denn dagegen!
deine erstgenannten beispiele waren alle leistungsbezogen.
sportlichlich, erfolgreich, musikalisch, kreativ.

was bedeutet für dich liebenswert?
schon wieder so ein wort mit "wert".
ist ein behindertes kind auch liebenswert? es wird nie auf einem treppchen stehen. nie lieder trällern. es kann dich nur anlächeln. was würde dich da stolz machen?
 
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  • #84
AW: Keine "Beziehung"

Also, lieber Freitag! Es scheint so, als möchtest du mich einfach nicht verstehen. Und ich habe keine Lust mehr, dir das zu erklären. Ich liebe meine Kinder! Bedingungslos und ohne jede Erwartung! So!!!
Alles andere - nun, ich definiere mich nicht über meine Kinder! Weil ich das schlicht nicht nötig habe!
Und grad ärgere ich mich total darüber, dass ich mich nun doch rechtfertige!
 
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  • #85
AW: Keine "Beziehung"

Zitat von Freitag:
deine erstgenannten beispiele waren alle leistungsbezogen.
sportlichlich, erfolgreich, musikalisch, kreativ.

was bedeutet für dich liebenswert?
schon wieder so ein wort mit "wert".
ist ein behindertes kind auch liebenswert? es wird nie auf einem treppchen stehen. nie lieder trällern. es kann dich nur anlächeln. was würde dich da stolz machen?

Das Kind als Individuum! Himmel nochmal!
Wir haben in unserer Familie ein Kind mir Trisomie 21! Und wir alle lieben es uns sind STOLZ auf es!!!!!
 
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  • #87
AW: Keine "Beziehung"

Zitat von Highlander:
Also, lieber Freitag! Es scheint so, als möchtest du mich einfach nicht verstehen. Und ich habe keine Lust mehr, dir das zu erklären. Ich liebe meine Kinder! Bedingungslos und ohne jede Erwartung! So!!!
Alles andere - nun, ich definiere mich nicht über meine Kinder! Weil ich das schlicht nicht nötig habe!
Und grad ärgere ich mich total darüber, dass ich mich nun doch rechtfertige!
nochmal:
ich will dir nichts böses! wirklich nicht!
aber was macht dich nun so wütend?
dass ich an der fassade kratze? hinterfrage?

und ich kratze trotzdem weiter:
du konntest wunderbar ausführlich erläutern, was kinder machen oder können müssen damit man stolz auf sie sein kann.
die frage bleibt, sehr karg von dir beantwortet, was DICH ausmacht. worüber definierst du dich? was macht deinen "wert" aus?

wie gesagt, beantworte es nicht mir, beantworte es für dich selber. es kann dich weiterbringen. denn ich erlebe dich hier (weiss ja nicht wie du in echt bist) als einen menschen, der seinen "wert" sehr aus leistungsorientierten dingen schöpft. viellecht zu sehr.

PS: tut mir leid zu lesen mit dem trisomie Kind. ich weiss nicht ob es deins ist (geht mich auch nichts an) oder in der verwandschaft.
denk mal drüber nach: auf was ist der vater dieses kindes stolz?

ich hab das alles doch nur geschrieben, weil es mir merkwürdig vorkam, wie du dich an deinem ex festgebissen hast, er habe doch gefälligst stolz auf seine kinder zu sein weil sie so viel erfolge haben.
ich hab auch rausgelesen, dass dich das sehr kränkt. (auch wenn du die kinder vorgeschoben hast). aber wenn du ganz ehrlich bist, kränkt dich doch am allermeisten, dass er euch verlassen hat und eine neue frau hat und nicht, dass er nicht solz auf seine kinder und ihre medaillen ist etc pp.
aber ich glaube, es fällt dir sehr schwer, dir das so einzugestehen.
 
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  • #88
AW: Keine "Beziehung"

@Highlander

Nicht aufregen !!! Ich denke, dass Du ALLES richtig machst. Man kann über das eine oder andere nachdenken, versuchen seinen Blickwinkel mal für einen kurzen Moment zu verändern. Aber: nicht provozieren lassen. Lohnt nämlich nicht. - Ich denke, vieles von dem was Du schreibst, können nur Eltern wirklich nachvollziehen, "nachfühlen" ...

Für mich erstaunlich, dass der Beitrag von Heike Dir geholfen hat. Ich hatte mit dem Beitrag so meine Schwierigkeiten. Hmmm, man lernt nie aus.

Schluss für heute. Ich hab noch so ein Klingeln in den Ohren. War vielleicht doch ein wenig laut auf dem Konzert ...bleib herzfest!
 
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  • #89
AW: Keine "Beziehung"

Zitat von Howlith:
@Highlander

Nicht aufregen !!! Ich denke, dass Du ALLES richtig machst. Man kann über das eine oder andere nachdenken, versuchen seinen Blickwinkel mal für einen kurzen Moment zu verändern. Aber: nicht provozieren lassen. Lohnt nämlich nicht.!
ich provoziere sie nicht.
schade, wenn du das so siehts. Ich versuche sie selbst erkennen zu lassen was der Ist-Zustand ist. der nicht erfreulich ist, denn glücklich ist sie ja nicht in ihrer situation. da hilft ihr auch kein betätscheln weiter, dass sie alles richtig macht.
ich glaube es lohnt sich sehr wohl, wenn sie mal ganz tief in sich geht und darüber nachdenkt, ob es wirklich rein altruistische motive sind und es wirklich nur um die armen kinder geht, die vom vater TROTZ ihrer ERFOLGE frecherweise vernachlässigt werden.

sie solte so ehrlich sein und sich eingestehen, dass sie nicht (nur) deswegen tief verletzt ist weil der mann sich nicht um die kinder kümmert. sondern dass er sie verlassen hat, er eine neue hat und sie nun doppelt und dreifach stress hat.
sie kann gerne wütend auf ihn sein, weil er ihr das alles aufbürdet und nun ein vermeintlich stressfreies leben mit neuer frau an seiner seite führt. .
aber dann auch bitte ehrlich sein und das zugeben. aber es ist ja viel leichter, das schlechte am Ex nur daran festzumachen, dass er die erfolge der kinder (die auf dem sponsoring der mutter beruhen) nicht würdigt. damit ist sie nämlich aussen vor und glaubt, als aufopfernde mutter "wertvoller" zu sein als "nur" als verletzte Ehefrau.

ich habe lediglich versucht sie auf den weg zu bringen, sich IHRE EIGENE rolle mal genauer zu betrachten. WAS es genau ist, was sie so verletzt. und da denke ich, ist sie nicht ganz ehrlich zu sich selber.
 
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  • #90
AW: Keine "Beziehung"

Na klar provozierst Du, Freitag. Du stellst ihr nicht nur Fragen, die sie sich stellen soll, sondern beantwortest sie schon. Selbstverständlich provoziert das. Das kann als "Denkanstoßtechnik" ja auch so gedacht sein, ist aber selten erfolgversprechend.