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  • #31
Zitat von DerDogi:
Da ich solche Probleme selbst nicht habe interessiert mich das von anderen wie die das so sehen:
Ist der Kinderwunsch wohl wichtiger oder weniger wichtig als der Wunsch den "Richtigen" zu finden?
Laou hat es schon ganz richtig benannt: Für jemanden, der einen festen Kinderwunsch hat, ist "der Richtige" automatisch jemand, der selbst auch einen Kinderwunsch hat. Das ist simple Logik, genauso wie für dich feststeht, dass eine Frau, die eben jetzt schon einen konkreten Kinderwunsch äußert, zurzeit auch nicht "die Richtige" sein kann.

Die Diskussion an sich ist aber an dem Punkt im Grunde überflüssig. Du suchst eine Frau, die keinen unmittelbaren Kinderwunsch hat. Das ist eine völlig legitime Einstellung deinerseits. Dass damit ein (Groß?-)Teil möglicher Partnerinnen für dich wegfällt, ist dann die logische Konsequenz.

Ich glaube allerdings nicht, dass es so wie du es beschreibst ist, dass eine z.B. 33 Jahre alte, kinderlose Frau mit 36 unbedingt zwei Kinder haben möchte - vor so jemandem hätte ich große Angst, weil eben genau die Frage "Passt der Partner eigentlich langfristig zu mir?" in so kurzer Zeit nicht sinnvoll zu beantworten ist. In der Frühphase einer Partnerschaft oder davor beim Dating geht es aber idR erstmal um die Frage: Möchtest du überhaupt Kinder haben? Und da ist eben ein "Ich weiß nicht" als Antwort einigen zu wenig (s.o.). Vielleicht wäre ein "Mit der richtigen Frau an meiner Seite könnte ich mir das vorstellen..." eine Antwort, die durchaus ehrlich und hinsichtlich Partnersuche erfolgversprechender wäre. Allerdings muss man sich dann darauf einstellen, dass nach ein paar Jahren der Kinderwunsch auch wirklich realisiert werden will oder dann die Trennung ansteht...
 
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  • #32
Zitat von Git80:
Ich glaube allerdings nicht, dass es so wie du es beschreibst ist, dass eine z.B. 33 Jahre alte, kinderlose Frau mit 36 unbedingt zwei Kinder haben möchte - vor so jemandem hätte ich große Angst, weil eben genau die Frage "Passt der Partner eigentlich langfristig zu mir?" in so kurzer Zeit nicht sinnvoll zu beantworten ist. In der Frühphase einer Partnerschaft oder davor beim Dating geht es aber idR erstmal um die Frage: Möchtest du überhaupt Kinder haben? Und da ist eben ein "Ich weiß nicht" als Antwort einigen zu wenig (s.o.). Vielleicht wäre ein "Mit der richtigen Frau an meiner Seite könnte ich mir das vorstellen..." eine Antwort, die durchaus ehrlich und hinsichtlich Partnersuche erfolgversprechender wäre. Allerdings muss man sich dann darauf einstellen, dass nach ein paar Jahren der Kinderwunsch auch wirklich realisiert werden will oder dann die Trennung ansteht...

Danke, das sehe mittlerweile auch so.

Und tatsächlich kam mir im Laufe der Diskussion auch die Überlegungen auf, ob das nicht wirklich die richtigere Antwort ist. Aber ich sollte wohl schon die "ich will aber unbedingt" Personen igendwie vorwarnen, dass es nicht als definitive Zusage verstanden werden darf.... wobei so jemand mich wohl schnell genug für einen Kinderhasser halten wird, dass schnell Klarheit besteht.
 
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  • #33
Naja...aber einige Männer halten ihre Frauen ja auch gerne hin mit dem Versprechen eines eventuellen Kindes. Und am Ende kommt dann quasi raus, er hat ihr das nur vorgespielt um sie halten zu können und will eigentlich doch nicht. Im besten Fall ist die Frau zu dem Zeitpunkt dann 38 und denkt sich dann auch nur noch...dieses *piep*.
 
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  • #34
Zitat von koerschgen:
@Laou: imho sollte man diesen logischen Fehlschluss zu Beginn (versuchen zu) verhindern. Der Ton macht die Musik, auch in diesem Fall.
Mir hat man mal in einem initialen Kontakt mitgeteilt, dass die Partnervermittlung fuer 'sie' das Ziel hat, Kinder und Haus zu haben. Da war die Reaktion "Mach's gut, ..." sehr zeitnah. Fuer dieses Ziel ist kein Partner noetig.
Stattdessen steht der Satz "Ich wuensche mir eine Familie" in einem ganz anderen, viel erstrebenswerteren, Kontext.

Das sehe ich genauso. Ich würde auch den Kinderwunsch nicht gleich am Anfang ansprechen, sondern frühestens wenn ich merke, dass mir der andere sympathisch ist und grundsätzlich nichts gegen ein weiteres Kennenlernen spricht. Tatsächlich habe ich den Kinderwunsch in keinem Fall von mir aus angesprochen, weil mir die Männer immer zuvor kamen.
Mir ging es mehr um die Diskussion hier im Forum, da hier auch ein paar Bemerkungen in die Richtung gingen.
 
G

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  • #35
Es passt, wenn beide ein Kind wollen? Die Scheidungsraten sprechen da eine andere Sprache.
 
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  • #36
Zitat von DerDogi:
Wie steht ihr denn dazu? Mich würden einfach die verschiedenen Positionen interessieren. Oder auch wie ein Mann der bei der Vorstellung kinderlos alt zu werde keine heulkrämpfe kriegt von den Frauen gesehen wird.
Beispiel aus meinem Freundeskreis. Ein guter Freund von mir war sehr lange mit einer Frau zusammen. Es war eine gute Partnerschaft, dachten sie (sie ist älter als er gewesen). Doch er wollte mit den Jahren, die die Partnerschaft andauerte, ein gemeinsames Kind mit ihr. Doch sie wollte keines haben und lehnte es partout ab. (Sie gehört dann wohl zu den 20% der Frauen). Daran ist die Partnerschaft zerbrochen. Heute ist er glücklich verheiratet und wird gerade zum zweiten Mal Vater. War es also eine dumme Idee, dass mein Bekannter mit dieser Frau zusammen war? Ich finde nicht. Sein Kinderwunsch war auch nicht von Anfang an da - er hatte nur irgendwann das Gefühl, daß genau diese Frau die Mutter seines Kindes sein solle. Leider jedoch war es der falsche Zeitpunkt.
 
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  • #37
ich bin 38, w und hatte nie einen Kinderwunsch. Und muss sagen, dass genau eine Beziehung dran scheiterte, dass er Kinder wollte. Mit 36 hab ich mich operieren lassen (müssen wegen med. Ursachen) und kann seitdem definitiv keine Kinder mehr bekommen. Ich kenne in meinem Freundeskreis durchaus noch andere Frauen ohne Kinder und auch ohne Kinderwunsch.​
Das Ding für mich ist dann halt, dass viele Singlemänner in meinem Alter schon Kinder haben, was für mich absolut nicht infrage kommt (es sei denn sie sind schon erwachsen). Da muss ich mir auch einiges anhören. Ich finde, man sollte damit offen und ehrlich umgehen. Ich steh dazu, dass ich nichts anfangen kann mit Kindern und ob das nun als oberflächlich oder wie auch immer gilt, ist mir nicht so wichtig.
Aber auch ich würde wohl kaum eine neue Bekanntschaft mit dem vorhandenen oder nicht vorhandenen Kinderwunsch abschrecken. Ich erzähle ja auch nicht jedem sofort, dass ich keine Kinder bekommen kann. Gut, rein alterstechnisch ist das Thema bei meinen potentiellen Bekanntschaften in der Regel schon durch, aber es gab es auch schon, dass jemand mit fast 50 noch sehr am Kinderwunsch festgehalten hat und dann lohnt sich für mich ein vertieftes Kennenlernen dann tatsächlich nicht.
 
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  • #38
Zitat von DerDogi:
Wie steht ihr denn dazu? Mich würden einfach die verschiedenen Positionen interessieren. Oder auch wie ein Mann der bei der Vorstellung kinderlos alt zu werde keine heulkrämpfe kriegt von den Frauen gesehen wird.
Voraussetzung für eine Beziehung ist für mich, die gleichen bzw. ähnliche Ziele und Träume zu haben.
Der Andere sollte wissen, worauf er sich einlässt...
Natürlich kann sich ein Standpunkt im Laufe der Zeit auch ändern - d.h. wenn man selbst merkt, dass Träume und Ziele von dem abweichen, was der Partner für Vorstellungen hat oder sich unsicher ist - dann sollte man darüber reden - schauen ob es überhaupt noch einen gemeinsamen Weg geben kann. Ohne dass einer auf einen Herzenswunsch verzichtet...
Ohne dass sich einer verbiegt oder ein Opfer eingeht, das er später bereut...
Schauen, ob es ein Kompromiss gibt, mit dem beide gut leben können?

Ich hatte mal eine Beziehung, da dachte der Andere zu Beginn, er könne sich Kinder gut vorstellen...
(Thema Kinderwunsch wurde besprochen, bevor ich mich auf die Beziehung einließ)...
Er merkte dann nach 2- 3 Monaten, dass er es sich doch nicht mehr vorstellen konnte.
Merkte, erst durch die Beziehung, wie wichtig ihm seine "Freiheit" war.
Dass er Angst hatte, Verantwortung für ein neues Leben zu übernehmen. Dass er stets davon ausging, dass er "irgendwann mal Kinder wolle", ihm alles so weit weg erschien.
Es nie wirklich Thema war... Er sich darüber nie konkrete Gedanken gemacht hatte...
Da er jedoch schon um die 40 war - merkte er - dass er keinen Wunsch verspürte, Vater zu werden.
Es fiel ihm schwer, sich das einzugestehen.
Und er wollte nicht, dass ich auf meinen Wunsch verzichtete, und ich wollte ihn nicht zu einem Kind "überreden".
So blieb uns nichts anderes übrig, als die Beziehung zu beenden - auch wenn beidseitig Gefühle vorhanden waren.
Meine Ziele und Träume waren mit seinen Träumen nicht mehr konform...

Zitat von DerDogi:
Vorab schonmal meine (vielleicht zu harte) Einstellung zu dem Thema:
Ich finde jedes Kind hat es verdient ein Wunschkind zu ein! Das ist für mich nicht diskutierbar!
Ich finde unverantwortlich einem Menschen das Leben zu schenken, wenn man nicht auch ehrlich dahinter stehen kann. Hier geht es ja um ein menschenleben, das darf keine Verhandlungsmasse sein. Deswegen würde ich nie ein Kind in die Welt setzen, nur um einer Frau zu gefallen. Wenn, dann nur dann wenn ich es mir auch für mich vorstellen kann.
Ich kenne einige Personen aus meinem Bekanntenkreis, die keine Wunschkinder waren - und bin den "Rabenväter" und "Rabenmütter" dankbar, dass sie - (obwohl sie keine Wunschkinder waren) - "passiert" sind - denn sonst hätte ich einige eindrucksvolle und liebe Menschen nicht kennengelernt...
Nur so ein Gedanke, der mir kam, als ich deinen Satz mit "unverantwortlich" las...
 
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  • #41
Zitat von Blanche:
Er merkte dann nach 2- 3 Monaten, dass er es sich doch nicht mehr vorstellen konnte.
Merkte, erst durch die Beziehung, wie wichtig ihm seine "Freiheit" war.
Wenn er das nach so kurzer Zeit merkt es klar kommuniziert und sich beide einig sind weiter zu suchen, dann ist das doch der beste Fall überhaupt. So einen ehrlichen Mann finde erstmal! Schlimm sind ja diejenigen, die einer Frau ein Kind zu einem späteren Zeitpunkt versprechen um die Frau möglichst lange hinhalten zu können.