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  • #16
Zitat von Pit Brett:
Wohl wahr. Aber ob sich das über den Kopf einfädeln lässt? Oder ob der Alte nicht doch recht gehabt hat mit

Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen,
Wenn es nicht aus der Seele dringt
Und mit urkräftigem Behagen
Die Herzen aller Hörer zwingt.

Ja - so ist es - manchmal versäumt man den richtigen Zeitpunkt, weil man diesen Moment verpasst.
Es erst merkt, wenn es zu spät ist.
Aber vielleicht lernt man auch daraus?
Und erkennt es beim nächsten Mal doch rechtzeitig...
Oder man schlägt einen anderen Weg ein - und lässt sich überraschen, was noch kommt.
 
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  • #17
Sich verlieben können setzt meiner Meinung nach voraus, dass man sich öffnet und offen ist. Das macht einen leider auch verwundbar. Verletzt werden, Enttäuschung und Zurückweisung erleben, das möchte aber vermutlich niemand gern. Daher entsteht bei manchen von uns vielleicht der Impuls, sich schützen zu wollen. Darum verschließt man sich und auch dem, was kommen mag. Aber so wird das nichts mit dem Verlieben. Daher glaube ich auch nicht, dass man es verlernen kann, wohl aber bewusst oder unbewusst verhindern kann, indem man sich verschließt.
 
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  • #18
Zitat von Else:
Sich verlieben können setzt meiner Meinung nach voraus, dass man sich öffnet und offen ist. Das macht einen leider auch verwundbar. Verletzt werden, Enttäuschung und Zurückweisung erleben, das möchte aber vermutlich niemand gern. Daher entsteht bei manchen von uns vielleicht der Impuls, sich schützen zu wollen. Darum verschließt man sich und auch dem, was kommen mag. Aber so wird das nichts mit dem Verlieben. Daher glaube ich auch nicht, dass man es verlernen kann, wohl aber bewusst oder unbewusst verhindern kann, indem man sich verschließt.

Trotzdem macht man es immer wieder. Weil der Wunsch danach so stark ist. Ohne Liebe ist alles nichts.
 
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  • #19
Zitat von Else:
Sich verlieben können setzt meiner Meinung nach voraus, dass man sich öffnet und offen ist. Das macht einen leider auch verwundbar. Verletzt werden, Enttäuschung und Zurückweisung erleben, das möchte aber vermutlich niemand gern. Daher entsteht bei manchen von uns vielleicht der Impuls, sich schützen zu wollen. Darum verschließt man sich und auch dem, was kommen mag. Aber so wird das nichts mit dem Verlieben. Daher glaube ich auch nicht, dass man es verlernen kann, wohl aber bewusst oder unbewusst verhindern kann, indem man sich verschließt.
Nun ist es aber gut, haben nun alles durchgekaut und gemeinsam abgenickt, wissen wieder, wie es geht - emotional; Aber: man muss auch WOLLEN und das WOLLEN hat auch was mit dem KOPF zu tun ... es muss irgendwie passen und beide müssen wollen und dann geht auch viel ... wenn keinerlei Abhängigkeit mehr da ist, kann man sich "echte" Liebe leisten - gibts die überhaupt? Hoher Anspruch und ne bürgerliche Erfindung, ihr erinnert euch? :)
 
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  • #20
Zitat von flower_sun:
Nun ist es aber gut, haben nun alles durchgekaut und gemeinsam abgenickt, wissen wieder, wie es geht - emotional; Aber: man muss auch WOLLEN und das WOLLEN hat auch was mit dem KOPF zu tun ... es muss irgendwie passen und beide müssen wollen und dann geht auch viel ... wenn keinerlei Abhängigkeit mehr da ist, kann man sich "echte" Liebe leisten - gibts die überhaupt? Hoher Anspruch und ne bürgerliche Erfindung, ihr erinnert euch? :)
Eine Verbrämung des Notwendigen, ein Schmäh der Libido ist sie m.E. nicht. Sie ist der letzte Grund allen Seins.

Und ich teile auch nicht die Ansicht, "die Liebe" sei eine Notwendigkeit jenseits der Romantik.
Wer das behauptet hat nichts von Romantik verstanden.
 
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  • #21
klar kann man sich immer wieder verlieben.aber ich denke mal das sollte man nicht lernen müssen oder gelernt haben.ich glaube das ist der anfang allen übels.also warum über etwas bücher wälzen sich coachen lassen etc was sowieso nicht beeinflussbar ist.
das ist einfach da..das kann man sobald man rausgeflutscht ist.

dieser satz wegen vieler forumsdiskussionen:

aber es ist wohl besser aus allem ne wissenschaft zu machen,alles zu hinterfragen und nix zu nehmen wie es gekommen ist.
 
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  • #22
Zitat von flower_sun:
Nun ist es aber gut, haben nun alles durchgekaut und gemeinsam abgenickt, wissen wieder, wie es geht - emotional; Aber: man muss auch WOLLEN und das WOLLEN hat auch was mit dem KOPF zu tun ... es muss irgendwie passen und beide müssen wollen und dann geht auch viel ... wenn keinerlei Abhängigkeit mehr da ist, kann man sich "echte" Liebe leisten - gibts die überhaupt? Hoher Anspruch und ne bürgerliche Erfindung, ihr erinnert euch? :)
Für dich ist verlieben eine Kopfsache? Für mich hat das etwas mit Gefühlen zu tun, und die sind nicht so ganz steuerbar.
Und der Fragestellerin ging es nicht um die Liebe und deren Konstruktion durch das Bürgertum, sondern um das sich verlieben. Für mich Zwei verschiedene Dinge.
 
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  • #23
Zitat von Else:
Für dich ist verlieben eine Kopfsache? Für mich hat das etwas mit Gefühlen zu tun, und die sind nicht so ganz steuerbar.
Und der Fragestellerin ging es nicht um die Liebe und deren Konstruktion durch das Bürgertum, sondern um das sich verlieben. Für mich Zwei verschiedene Dinge.
Das ist eine Huhn-Ei Situation. Was war zuerst da? Verlieben hat mit Kopf + Herz zu tun. Je nachdem wer schneller ist beginnt damit :)
 
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  • #24
Wenn erst kein Treffen zustande kommt, weil vorher (oder zum Teil auch nicht) abgesagt wurde, kann auch kein Verlieben stattfinden.
Bei den Männern, die du getroffen hast und die angeblich noch nicht über die "Ex" hinweg sind, gebe ich zu bedenken, dass diese "Variante" auch eine Ausrede sein KANN, um nicht mit der Wahrheit ("Du bist einfach nicht mein Typ") herausrücken zu müssen.

Verlieben hat meiner Meinung nach auch nichts mit "Wollen" zu tun. Ich "will" wirklich wieder eine Beziehung, aber ich kann diese Gefühle nicht erzwingen - auch nicht, wenn ich offen bin, mich auf eine neue Partnerin einzulassen.

Sich verlieben passiert einfach. Meist ist es nicht erklärbar, oft genug passiert es mit den "falschen" Menschen. Auf alle Fälle ist es immer wieder möglich. Und selbst dann gibt es die Möglichkeit, dass nur eine der beiden Personen derart empfindet - und das Gegenüber eben nicht.

Ich denke, dass mehr und mehr Leute mit "angezogener Handbremse" unterwegs sind, um möglichst nicht so tief verletzt werden zu können.
Denn klar ist auch: Wer sehr hoch fliegt (Wolke 7 und höher), der kann auch sehr tief fallen.

Der Prozess des Verliebens kann ja auf unterschiedliche Arten erfolgen.
Die berühmte Liebe auf den ersten Blick. Haben viele bereits erlebt und möchten das auch gerne erneut durchleben. Kopf aus, Bauch (und die sich darin tummelnden Schmetterlinge) an. WOW! Kann aber auch mit sehr schmerzhaften Landungen verbunden sein, weil manchmal nicht wirlklich viel Substanz dahinter steckt (wenig Gemeinsamkeiten, unterschiedliche Lebenseinstellungen etc.). Aber die Gefühle sind überwältigend.

Verlieben kann man sich aber auch allmählich, durch langsames, sanftes Kennenlernen. Immer wieder ein Stückchen mehr. Vielleicht mit etwas mehr Kopf und ein bisschen weniger Bauch an die Sache herangehen. Kann auch funktionieren.

Die Wissenschaft kommt überwiegend zu dem Schluss, dass nachhaltige Beziehungen in wichtigen Eckpunkten tatsächliche Gemeinsamkeiten aufweisen. Die oben zitierte "Liebe auf den ersten Blick" wird zwar von vielen herbeigesehnt, führt jedoch in der Regel nicht so häufig zu langfristigen Partnerschaften. Gegensätze ziehen sich eben doch nicht so an, wie manche glauben möchten.

Ähnliche Interessen, Lebensplanungen, Moral- und Wertevorstellungen, Lebensphilosphien werden diesbezüglich doch als erheblich wichtiger erachtet.
 
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  • #25
Zitat von Vizee:
Das ist eine Huhn-Ei Situation. Was war zuerst da? Verlieben hat mit Kopf + Herz zu tun. Je nachdem wer schneller ist beginnt damit :)
Hmmm - ich weiß nicht...
Sehe das eher wie Else.
Verlieben hat mit Herz & Gefühlen zu tun...
Hat man doch manchmal - dass man sich in jemanden verliebt - und der Kopf/ Verstand sagt: "bloß nicht, der andere passt nicht - aber - zu spät - die Gefühle sind schon da und man ist verliebt..."

Müsste man da verliebt und lieben differenzieren?
"Verliebt" war für mich eher die erste Phase - die der Schmetterlinge...
Die Gefühle (Hormone) bilden da den Schwerpunkt...
Interessant finde ich persönlich die Phase, wenn die rosarote Brille abgelegt ist - denn da arbeitet bei mir plötzlich der Verstand vermehrt + Gefühle mit.
Und wenn beides noch passt, fühlt es sich vom Herzen UND vom Kopf her richtig an.
Wobei ich denke, dass das jeder unterschiedlich wahrnimmt/ braucht.
Ich glaube an Elses "These" ist was dran.
Ja - vielleicht muss man sich öffnen können, den Selbstschutz runterfahren, weil es sonst nicht geht.
Oder es ist einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt.

Ich konnte mich jedoch noch nie zuerst "mit dem Verstand verlieben".
Weil ich eher ein Gefühlsmensch bin.
Andererseits... Weiß ich, dass es auch anders geht. (Nur ist mir das persönlich nie gelungen)...
Ein Exfreund von mir, mit dem ich noch gut befreundet bin, hat seine Beziehungen vorwiegend Kopfgesteuert - und die Gefühle kamen bisher immer erst im Nachhinein...
(Wobei ich mich dann immer frage, ob das eine Art Selbstkontrolle/ oder wiederum Selbstschutz ist: man lässt erst Gefühle zu, wenn der Verstand begeistert ist, bremst sich also im Prinzip aus bis man sich vom Kopf her grünes Licht gibt... Oder auch nicht... Dann wird es beendet bevor man zu verletzlich wird.)

Jedenfalls danke für die letzten Beiträge, die haben mich mal wieder zum Nachdenken angeregt...
(Mein Beitrag bitte nur als Gedankensammlung betrachten, die mir beim Lesen der anderen Beiträge durch den Sinn kamen...)
 
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  • #26
Zitat von Blanche:
Müsste man da verliebt und lieben differenzieren?
"Verliebt" war für mich eher die erste Phase - die der Schmetterlinge...
Die Gefühle (Hormone) bilden da den Schwerpunkt...
Interessant finde ich persönlich die Phase, wenn die rosarote Brille abgelegt ist - denn da arbeitet bei mir plötzlich der Verstand vermehrt + Gefühle mit.
Und wenn beides noch passt, fühlt es sich vom Herzen UND vom Kopf her richtig an.
Wobei ich denke, dass das jeder unterschiedlich wahrnimmt/ braucht.
Schau, das ist doch was ich sage:Kopf und Herz, beides arbeitet daran. Irgendwann übernimmt entweder der Kopf oder das Herz, aber beides ist beteiligt..
 
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  • #27
Zitat von Else:
Für dich ist verlieben eine Kopfsache? Für mich hat das etwas mit Gefühlen zu tun, und die sind nicht so ganz steuerbar.
Und der Fragestellerin ging es nicht um die Liebe und deren Konstruktion durch das Bürgertum, sondern um das sich verlieben. Für mich Zwei verschiedene Dinge.
Sorry, ich schrieb AUCH eine Kopfsache ... Nicht immer so hinbiegen, wie man es gerade benötigt, ok! Interessanterweise wird hier gerne Schwarz-Weiss gemalt, davon kann keine Rede sein!
 
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  • #28
Zitat von Freudentanz:
Ach ja, und dann sind da noch die Kandidaten, die noch nicht über ihre Ex hinweg sind. (...)
Über diesen Satz bin ich schon häufiger gestolpert.... Wann bin ich eigentlich "über meine Ex hinweg"? Ist das eine Frist wie der Ablauf des Trauerjahres? Woran mache ich das fest - oder anders gefragt: Woran macht das meine potenzielle Partnerin fest?
 
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  • #29
Zitat von unwissend:
Über diesen Satz bin ich schon häufiger gestolpert.... Wann bin ich eigentlich "über meine Ex hinweg"? Ist das eine Frist wie der Ablauf des Trauerjahres? Woran mache ich das fest - oder anders gefragt: Woran macht das meine potenzielle Partnerin fest?
Wenn die Ex imaginär noch gegenwärtig ist und viel Raum im Denken und Handeln einnimmt.
 
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  • #30
Zitat von Truppenursel:
Wenn die Ex imaginär noch gegenwärtig ist und viel Raum im Denken und Handeln einnimmt.
Dann darf sich also keiner hier anmelden, der Angst hat vor weiteren Verletzungen oder der in seinem Profil angibt: ich reagiere allergisch auf Egoisten, Lügner usw., was für mich darauf hindeutet, dass bei der Person noch Wunden verheilen müssen / dabei sind zu verheilen?

Oder ich, wenn ich sage: Ich vermisse ihre Kinder?
 
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