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  • #31
Zitat von unwissend:
Dann darf sich also keiner hier anmelden, der Angst hat vor weiteren Verletzungen oder der in seinem Profil angibt: ich reagiere allergisch auf Egoisten, Lügner usw., was für mich darauf hindeutet, dass bei der Person noch Wunden verheilen müssen / dabei sind zu verheilen?

Oder ich, wenn ich sage: Ich vermisse ihre Kinder?
Was für eine Fragestellung... Man kann schon Dinge ziemlich verdrehen, oder?
du wirst doch merken, wenn du Kontakt zu jemandem hast, wieviel Raum der oder die Ex einnimmt. Ob da Wunden verheilen müssen, ist eine andere Fragestellung.
Wer sich anmelden "darf" oder nicht, wer bestimmt denn das? In den AGB von Parship steht sowas nicht.
 
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Dr. Bean

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  • #32
Meine Ex kann auch keiner ersetzen, deswegen bin ich hier ja auch nicht angemeldet. Aber vielleicht, ganz vielleicht treff ich ja mal wen der weiser ist als ich und solange man diese Hoffnung hat, kann man auch immer wieder neu anfangen.
 
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  • #33
Noch nicht über ihren Expartner hinweg sind immer die anderen. Die sind ja nicht hier, deswegen können wir sie nicht fragen.
Hier sind dafür die, die noch nicht über ihr Exdate hinweg sind. Die sind wirklcih Legion.
Üblicherweise geht es so weiter: wenn sie merken, daß sie es einfach nicht bewältigen können, über ihre Exdates weg zu sein, nehmen sie sich vor, sich ab jetzt nur noch in sich selbst zu verlieben. Weil darüber müssen sie ja nie hinwegkommen, denken sie. Und heiraten also den Selbstbetrug. Weil sie sich nicht zutrauen, über den hinwegzukommen, bleiben sie ihm einfach treu.
 
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  • #35
Zitat von Vizee:
Natürlich kannst Du Dich noch verlieben. Ich vermute aber, daß Du mit den falschen Vorstellungen an die Partnersuche per Singlebörse heran gehst. Diese ersten Kontakte und daraus eventuell resultierende Dates sind noch keine Verpflichtungen und bedeuten erst einmal nichts ausser, daß man jemanden 'kennen lernt'. Das ist viel intensiver als im RL, wo man ganz anders
an die Sache heran geht.

Stell Dir das vor wie in einer Sushi Bar, wo die kleinen Sushi Tellerchen an einem kleinen Fließband an der Sushi Theke an Dir vorbei laufen und wenn Dir eins gefällt greiffst Du es und probierst. Wenn es nicht schmeckt, dann legst Du den Teller weg. Im RL würdest Du ganz bewusst ein bestimmtes Sushi bestellen.

Betrachte die Kontaktaufnahme per PS einfach mal realistisch als ein Angebot auf dem Sushi Fließband und lege da noch nicht zu viel Gefühl oder Erwartungen rein. Eine Ablehnung oder ein wortloses Verschwinden darfst Du dann auch nicht als einen Ego-Kratzer
ansehen und an Dir zweifeln. PS ist der besagte Heuhaufen und darin ist irgendwo die besagte Nadel versteckt. :)

Ich verstehe schon, was Du meinst. Nicht so hohe Erwartungen haben etc. Aber Menschen sind nun einmal kein Sushi, das ist der Unterschied. Sushi kann ich nehmen und wieder weglegen. Aber mit Menschen macht man das nicht.
 
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  • #36
Zitat von Blanche:
:)
Und manchmal mag man einfach kein Sushi.
Oder der Magen kann es nicht verdauen...
Oder man hat erst wieder in 2 Monaten Lust auf Sushi...

Das, was Du beschreibst Freudentanz, ist vielleicht ein gewisses Abstumpfen. Gekoppeltet mit Frustration und Traurigkeit, dass es nicht gelingt.
Kenne ich auch. Das ist der Augenblick, in dem ich mir Pausen von der Suche gegönnt habe.
Bis ich wieder Lust auf Sushi bekam...
Diese Pausen sollte man nicht vergessen...

Ja, ich denke auch, eine Pause ist wohl das Beste. Vielleicht kommt dann das Gefühl irgendwann zurück.
 
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  • #37
Zitat von Butte:
Noch nicht über ihren Expartner hinweg sind immer die anderen. Die sind ja nicht hier, deswegen können wir sie nicht fragen.
Hier sind dafür die, die noch nicht über ihr Exdate hinweg sind. Die sind wirklcih Legion.
Üblicherweise geht es so weiter: wenn sie merken, daß sie es einfach nicht bewältigen können, über ihre Exdates weg zu sein, nehmen sie sich vor, sich ab jetzt nur noch in sich selbst zu verlieben. Weil darüber müssen sie ja nie hinwegkommen, denken sie. Und heiraten also den Selbstbetrug. Weil sie sich nicht zutrauen, über den hinwegzukommen, bleiben sie ihm einfach treu.

Was soll das denn heißen? Alle, die von den Dates frustriert sind, verlieben sich in sich selbst? Das ist doch Unsinn. Und was das mit Selbstbetrug zu tun hat, weiß ich auch nicht.
 
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  • #38
Zitat von Freudentanz:
Was soll das denn heißen? Alle, die von den Dates frustriert sind, verlieben sich in sich selbst? Das ist doch Unsinn. Und was das mit Selbstbetrug zu tun hat, weiß ich auch nicht.

Weshalb nimmst du, wenn du etwas nicht verstehst, im Zweifelsfall an, es handele sich um Unsinn?
 
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  • #39
Zitat von Butte:
Weshalb nimmst du, wenn du etwas nicht verstehst, im Zweifelsfall an, es handele sich um Unsinn?
Ich hatte im letzten Jahr ein date, wir haben uns aus den Augen verloren oder sagen wir so, es gab viele Unterschiedlichkeiten und Unverständnis, ein Masch-Bauer, der im Nebenerwerb noch richtig viel Landwirtschaft erledigen muss, wir haben wieder Kontakt uns siehe: Wir verstehen uns besser, sind aufmerksamer miteinander ... was haltet ihr davon? Kennt ihr das auch? Ich möchte damit andeuten, dass Gefühle wachsen können ...
 
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  • #41
Zitat von flower_sun:
Ich hatte im letzten Jahr ein date, wir haben uns aus den Augen verloren oder sagen wir so, es gab viele Unterschiedlichkeiten und Unverständnis, ein Masch-Bauer, der im Nebenerwerb noch richtig viel Landwirtschaft erledigen muss, wir haben wieder Kontakt uns siehe: Wir verstehen uns besser, sind aufmerksamer miteinander ... was haltet ihr davon? Kennt ihr das auch? Ich möchte damit andeuten, dass Gefühle wachsen können ...

Das kenne ich auch. Ich habe das schon öfters angesprochen. Das Gefühl ist ein Produkt des Verstands.
 
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  • #42
Zitat von chiller7:
Das kenne ich auch. Ich habe das schon öfters angesprochen. Das Gefühl ist ein Produkt des Verstands.
Wäre das schlimm? Eine "Vernunft"-Beziehung? Besser als gar nichts, oder soll ich doch den Hund als "Ersatzbefriedigung" für Nähe, Verantwortungsübernahme usw. anschaffen? Ich hatte die Diskussion - das Fazit war: Warum eigentlich nicht. Ob daraus ne Handlung folgt in die Richtung, glaube ich derzeit nicht. (Man muss nicht immer nur heilig tun und sein).
 
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  • #43
Das hieße, der Verstand sei vordergründig vernünftig, ich denke nicht, dass er das immer ist. Vernunft ist eine mögliche Ausdrucksform des Verstands.
Nein, es war nicht schlimm, zumal ich mich nicht gerne schnell verliebe. Dazu brauche ich Zeit und Hinwendung.
 

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  • #44
Zitat von Freudentanz:
Ich verstehe schon, was Du meinst. Nicht so hohe Erwartungen haben etc. Aber Menschen sind nun einmal kein Sushi, das ist der Unterschied. Sushi kann ich nehmen und wieder weglegen. Aber mit Menschen macht man das nicht.

Du machst das nicht. Aber es gibt Menschen, die das genauso machen. Mir persönlich sind Menschen sympathischer, die andere Menschen nicht wie eine Ware im Regal behandeln Freudentanz :) Erhalte Dir das...
 
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  • #45
Zitat von chiller7:
Das hieße, der Verstand sei vordergründig vernünftig, ich denke nicht, dass er das immer ist. Vernunft ist eine mögliche Ausdrucksform des Verstands.
Nein, es war nicht schlimm, zumal ich mich nicht gerne schnell verliebe. Dazu brauche ich Zeit und Hinwendung.
Es war nicht schlimm? Dann hattest du so eine Beziehung? Und du verliebst dich nicht gerne schnell? Hast du das im Griff, kannst du das steuern? Bei meinen zwei letzten "Unglücklich-verliebt-sein" hatte ich das gar nicht im Griff - es war einfach da das Gefühl. Ich handelte mir daraufhin von meiner besten Freundin ein "verliebt in das Verliebt-sein zu sein", was ich gar nicht fand ...
 
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  • #46
Zitat von Butte:
Noch nicht über ihren Expartner hinweg sind immer die anderen. Die sind ja nicht hier, deswegen können wir sie nicht fragen.
Hier sind dafür die, die noch nicht über ihr Exdate hinweg sind. Die sind wirklcih Legion.
Üblicherweise geht es so weiter: wenn sie merken, daß sie es einfach nicht bewältigen können, über ihre Exdates weg zu sein, nehmen sie sich vor, sich ab jetzt nur noch in sich selbst zu verlieben. Weil darüber müssen sie ja nie hinwegkommen, denken sie. Und heiraten also den Selbstbetrug. Weil sie sich nicht zutrauen, über den hinwegzukommen, bleiben sie ihm einfach treu.

Ich glaube aber auch, das Egoismus ein bißchen weiblicher Selbstschutz ist. Wenn sie egoistischer werden, schützen sie ihre Gefühlswelt bewußter. Natürlich ist das ein Teufelskreis, denn es macht sie unattraktiv; nur ich vermute sie glauben, dass ein Mann der sie wirklich liebt, nun ihre guten Gefühle wieder hervorbringen kann und ihnen hilft das Beste zu entdecken. Da bräuchte es dann also einen wirklich interessierten Mann.
 

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  • #47
Frage an alle: Immer wieder lese ich hier, daß der/die Ex noch in den Gedanken fest verankert ist und manche verpönen das. Was ist so schlimm daran, wenn der/die Ex unvergesslich ist? Das sagt doch nur aus, daß dieser Mensch etwas ganz besonderes war und bleiben wird. Es dauert seine Zeit, bis man über diesen Menschen hinweg ist und manchmal ist man es nie (meint man). Das einzig Schlimme für die vermissende Person ist, wenn der/die Ex der Riesenfindling ist, der den weiteren Liebesweg einfach blockiert. Dann lässt man lieber los oder man hemmt sich weiter und hockt auf dem Findling. Die nächste Frage, die sich mir dann stellt ist: Wieso mag man auf dem Findling hocken bleiben? Der für mich logischste Grund ist: Angst. Angst erneut Verluste zu erleiden und den nächsten wichtigen Ex-Menschen als eine Narbe auf dem Herzen markiert zu sehen.
 
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  • #48
Zitat von flower_sun:
Es war nicht schlimm? Dann hattest du so eine Beziehung? Und du verliebst dich nicht gerne schnell? Hast du das im Griff, kannst du das steuern? Bei meinen zwei letzten "Unglücklich-verliebt-sein" hatte ich das gar nicht im Griff - es war einfach da das Gefühl. Ich handelte mir daraufhin von meiner besten Freundin ein "verliebt in das Verliebt-sein zu sein", was ich gar nicht fand ...

Verliebt in die Liebe war ich nie. Komplett im Griff hat man es immer, manches legt dabei nur einen Grundstein. Kleinigkeiten, die einem gefallen. Die Liebe ist eine Poetin, die nicht selbst spricht.

("Man", weil ich denke, dass es generell so ist.)
 
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  • #49
PS
Wenn Du also "unglücklich verliebt" warst, dann hatte es trotzdem Bedeutung.
 
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  • #50
Zitat von Vizee:
Frage an alle: Immer wieder lese ich hier, daß der/die Ex noch in den Gedanken fest verankert ist und manche verpönen das. Was ist so schlimm daran, wenn der/die Ex unvergesslich ist? Das sagt doch nur aus, daß dieser Mensch etwas ganz besonderes war und bleiben wird. Es dauert seine Zeit, bis man über diesen Menschen hinweg ist und manchmal ist man es nie (meint man). Das einzig Schlimme für die vermissende Person ist, wenn der/die Ex der Riesenfindling ist, der den weiteren Liebesweg einfach blockiert. Dann lässt man lieber los oder man hemmt sich weiter und hockt auf dem Findling. Die nächste Frage, die sich mir dann stellt ist: Wieso mag man auf dem Findling hocken bleiben? Der für mich logischste Grund ist: Angst. Angst erneut Verluste zu erleiden und den nächsten wichtigen Ex-Menschen als eine Narbe auf dem Herzen markiert zu sehen.

Ja, Angst in einem selbst blockiert selbst und den anderen. Ein neuer Partner kann zwar unterstützen diese Blockade zu lösen aber der Knoten muss in einem selbst gelöst werden. Ist der Expartner ein fester Knoten kann der neue Partner diesen Knoten nicht selbstverständlich lösen. Die Verletzung in sich selbst ist nur heilbar durch sich selbst, andere Menschen können nur helfen. Das ein Ex-Partner Bedeutung hat stört nicht, wenn der neue Partner keine Angst hat.

Treffen zwei Menschen aufeinander, die in sich tief verletzt sind ist das Ergebnis eine kranke Beziehung solange bis die Verletzung beide in sich selbst aufgelöst haben. Eine Beziehung kann durch Verletzung verhindert werden oder eine Verletzung kann dazu führen, dass unterbewusst genau der Mensch gesucht wird der die Verletzungen bestätigt.
Die Frage ist, wieviel Zeit gibt man jemanden und wann ist der Ausstiegspunkt (oder erst gar kein Einstieg) gesund ?
Liebe oder Verliebtsein steuert man nicht mit dem Kopf. Beziehungen kann man mit dem Kopf steuern. Verletzungen sind nicht heilbar durch den Kopf, die Erkenntnis kann nur dazu führen das ein Mensch erkennt das er Hilfe braucht und damit kann man entscheiden welche Hilfe man braucht. Das Erkennen kann durch einen selbst erfolgen, ist aber häufig getriggert durch Menschen, die zunächst den Menschen stärken, reicht oft auch um die Verletzung zu heilen.

Sprachlich ist die Trennschärfe für mich schwer zu erreichen, da es unterschiedliche Ursachen sowie Intensitäten von Verletzungeng gibt, sowie die Frage von welcher Perspektive man sich einen Knoten anschaut und von welcher Perspektive man die Beziehung / den Menschen VERSUCHT zu erklären.
 
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  • #51
Zitat von Chaos:
Ja, Angst in einem selbst blockiert selbst und den anderen. Ein neuer Partner kann zwar unterstützen diese Blockade zu lösen aber der Knoten muss in einem selbst gelöst werden. Ist der Expartner ein fester Knoten kann der neue Partner diesen Knoten nicht selbstverständlich lösen. Die Verletzung in sich selbst ist nur heilbar durch sich selbst, andere Menschen können nur helfen. Das ein Ex-Partner Bedeutung hat stört nicht, wenn der neue Partner keine Angst hat. Treffen zwei Menschen aufeinander, die in sich tief verletzt sind ist das Ergebnis eine kranke Beziehung solange bis die Verletzung beide in sich selbst aufgelöst haben. Eine Beziehung kann durch Verletzung verhindert werden oder eine Verletzung kann dazu führen, dass unterbewusst genau der Mensch gesucht wird der die Verletzungen bestätigt. Die Frage ist, wieviel Zeit gibt man jemanden und wann ist der Ausstiegspunkt (oder erst gar kein Einstieg) gesund ? Liebe oder Verliebtsein steuert man nicht mit dem Kopf. Beziehungen kann man mit dem Kopf steuern. Verletzungen sind nicht heilbar durch den Kopf, die Erkenntnis kann nur dazu führen das ein Mensch erkennt das er Hilfe braucht und damit kann man entscheiden welche Hilfe man braucht. Das Erkennen kann durch einen selbst erfolgen, ist aber häufig getriggert durch Menschen, die zunächst den Menschen stärken. Sprachlich ist die Trennschärfe für mich schwer zu erreichen, da es unterschiedliche Perspektiven gibt und Läuse (Expartner nicht als Beleidigung zu verstehen) und Flöhe (andere vielleicht sogar tiefere Verletzungen) gibt.
Ich habe es auch schon erlebt, dass mir gesagt wurde, man hätte sich noch nicht richtig gelöst oder sei noch im Prozess der Verarbeitung und würde das gerade JETZT merken, wo man mit mir näher zu tun bekommt, dass es noch nicht geht . steht man auch blöd da, finde ich, nach dem Motto "Falscher Zeitpunkt" - da wird sich doch auch in die Tasche gelogen.
 
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  • #52
Zitat von Dr. Bean:
Ich glaube aber auch, das Egoismus ein bißchen weiblicher Selbstschutz ist. Wenn sie egoistischer werden, schützen sie ihre Gefühlswelt bewußter. Natürlich ist das ein Teufelskreis, denn es macht sie unattraktiv; nur ich vermute sie glauben, dass ein Mann der sie wirklich liebt, nun ihre guten Gefühle wieder hervorbringen kann und ihnen hilft das Beste zu entdecken. Da bräuchte es dann also einen wirklich interessierten Mann.

Mir gefällt das Wort Egoismus gar nicht an dieser Stelle, ob und wann man egoistisch handelt ist für mich eine Entscheidung. Vor Verletzung schützt Egoismus nicht. Egoismus kann eine vollendete Selbstverletzung sichtbar machen, dann ist die Frage bis zu welchem Punkt noch duldbar? Ist es einem Menschen einfach nur scheissegal ob und in welchem Umfang er andere zu seinem Vorteil ausnutzt hat das für mich nur bedingt mit Verletzungen zu tun. Schwierig wird es bei Menschen, die ihre Verletzung an ihren Kindern abreagieren und dann ihre eigene Entschuldigung über die eigenen Verletzungen rechtfertigen. Ich bin kein Richter habe aber zu viele Menschen kennengelernt, die z.B. durch den Alkoholismus ihrer Eltern Höllenqualen erlitten haben. Das traurigste ist für mich, dass oft sogar diese Kinder versuchen ihre Eltern zu schützen, indem diese erklären, die Mutter konnte ja nichts dafür sie hatte ja so ein schweres Leben. Ich hüte mich davor an dieser Stelle einfach zu urteilen der Mensch ist schlecht, kann aber in diesem Fall eine lapidare Entschuldigung auch nicht einfach gelten lassen.
Gehe ich weg von diesem Thema finde ich es schon bedenklich wie oft Eltern/Menschen überhaupt ihre eigenen Unzulänglichkeiten vor oder über Kinder/n austragen, da kann ich dann noch eher Verständnis entwickeln würde aber auch versuchen einzuwirken. Ich kann mich da selbst auch nicht als perfekt hinstellen, aber egal ist es nicht.
 
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  • #53
Sehe ich nicht so, für mich ist Egoismus nicht die Folge einer Entscheidung; das wäre sehr manipulativ. Für mich ist Egoismus ein emotionaler Schutzschild, der ein Signal ist, dass mit den eigenen Gefühlen etwas nicht stimmt. Gegensätzlich zur Meinung in diesem Land, glaube ich nämlich nicht daran, dass man seine Gefühle immer unter Kontrolle halten muss.
 
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  • #54
Zitat von Dr. Bean:
Sehe ich nicht so, für mich ist Egoismus nicht die Folge einer Entscheidung; Ddas wäre sehr manipulativ. Für mich ist Egoismus ein emotionaler Schutzschild, der ein Signal ist, dass mit den eigenen Gefühlen etwas nicht stimmt. Gegensätzlich zur Meinung in diesem Land, glaube ich nämlich nicht daran, dass man seine Gefühle immer unter Kontrolle halten muss.

Das glaube ich auch nicht, dass irgendjemand immer seine Gefühle unter Kontrolle haben muss. Das wäre letztlich vollständig nur möglich wenn man keine Gefühle mehr hat. Das ist grausam.
Über verletzte Gefühle Egoismus zu erklären ist mir zu kurz in der Betrachtung und da ist das Wort Egoismus für mich auch fehl am Platz. Das wird dann aber zur Wortklauberei.
 
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  • #55
Zitat von Dr. Bean:
Ich glaube aber auch, das Egoismus ein bißchen weiblicher Selbstschutz ist. Wenn sie egoistischer werden, schützen sie ihre Gefühlswelt bewußter. Natürlich ist das ein Teufelskreis, denn es macht sie unattraktiv; nur ich vermute sie glauben, dass ein Mann der sie wirklich liebt, nun ihre guten Gefühle wieder hervorbringen kann und ihnen hilft das Beste zu entdecken. Da bräuchte es dann also einen wirklich interessierten Mann.

Ach, Egoismus ist kein reines Frauending. Es ist ebenso ein Männerding. Halt nein - es ist ein menschliches Ding. Von daher finde ich jetzt nicht, daß es ein rein weiblicher Selbstschutz ist.
 

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  • #56
Zitat von Chaos:
Ja, Angst in einem selbst blockiert selbst und den anderen. Ein neuer Partner kann zwar unterstützen diese Blockade zu lösen aber der Knoten muss in einem selbst gelöst werden.

Ja, das versuchen leider viele mit einem neuen Partner den Ex-Partner aus dem Herzen zu ziehen. Ich persönlich finde das dem neuen Partner gegenüber sehr unfair, denn dieser hat unter den Folgen zu leiden, welche die Ex-Partnerschaft beschworen hat.
Ausserdem kann man sich doch dann auf den neuen Menschen gar nicht richtig einstellen. Empfinde es als Flucht, wenn man so handelt. Flucht vor dem alten.
 
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  • #57
Zitat von Vizee:
Ach, Egoismus ist kein reines Frauending. Es ist ebenso ein Männerding. Halt nein - es ist ein menschliches Ding. Von daher finde ich jetzt nicht, daß es ein rein weiblicher Selbstschutz ist.

Mir fällt au nix besseres mehr ein, was ich hier noch bequatschen kann. :/ hab aber grad mein neues Schiff bei startrek online bekommen ^o^
 

Blanche

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  • #58
Zitat von Chaos:
Treffen zwei Menschen aufeinander, die in sich tief verletzt sind ist das Ergebnis eine kranke Beziehung solange bis die Verletzung beide in sich selbst aufgelöst haben. Eine Beziehung kann durch Verletzung verhindert werden oder eine Verletzung kann dazu führen, dass unterbewusst genau der Mensch gesucht wird der die Verletzungen bestätigt.
Die Frage ist, wieviel Zeit gibt man jemanden und wann ist der Ausstiegspunkt (oder erst gar kein Einstieg) gesund ?

Naja... Hatte selbst eine Kurzbeziehung, nach einer "schweren" Trennung (war tief verletzt) und traf einen Menschen, der genau das gleiche erlebt hatte...
Auch wenn diese Beziehung "kurz" blieb - sie war alles andere als ungesund.
Im Gegenteil.
Wir haben uns wortlos verstanden. Konnten nachempfinden, wie es dem Anderen ging.
Haben uns nicht weiter nach unten ziehen lassen, sondern uns gegenseitig gestützt, Mut gemacht, geholfen.
Ohne ihn wäre ich damals noch länger "im Agrund" geblieben - und er ohne mich auch...
Was ich damit sagen möchte - es MUSS nicht immer eine kranke Beziehung daraus entstehen.
Dafür gibt es keine Regeln.
 
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  • #59
Zitat von Blanche:
Naja... Hatte selbst eine Kurzbeziehung, nach einer "schweren" Trennung (war tief verletzt) und traf einen Menschen, der genau das gleiche erlebt hatte...
Auch wenn diese Beziehung "kurz" blieb - sie war alles andere als ungesund.
Im Gegenteil.
Wir haben uns wortlos verstanden. Konnten nachempfinden, wie es dem Anderen ging.
Haben uns nicht weiter nach unten ziehen lassen, sondern uns gegenseitig gestützt, Mut gemacht, geholfen.
Ohne ihn wäre ich damals noch länger "im Agrund" geblieben - und er ohne mich auch...
Was ich damit sagen möchte - es MUSS nicht immer eine kranke Beziehung daraus entstehen.
Dafür gibt es keine Regeln.

Ja da hast Du recht das gibt es auch. Die neue Beziehung als Brücke, so wie geschildert war es für beide gut.
 
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  • #60
Zitat von Vizee:
Ja, das versuchen leider viele mit einem neuen Partner den Ex-Partner aus dem Herzen zu ziehen. Ich persönlich finde das dem neuen Partner gegenüber sehr unfair, denn dieser hat unter den Folgen zu leiden, welche die Ex-Partnerschaft beschworen hat.
Ausserdem kann man sich doch dann auf den neuen Menschen gar nicht richtig einstellen. Empfinde es als Flucht, wenn man so handelt. Flucht vor dem alten.

Schwer zu bewerten. Wann ist es Flucht vor dem alten oder wann ist man bereit für was neues ? Aber welcher Mensch ist so rücksichtsvoll, dass er ständig sich selbst hinterfragt und kann man das von einem Menschen überhaupt erwarten ?