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  • #31
AW: Kann aus Liebe Freundschaft werden?

Zitat von Schreiberin:
Nun ja, aber Kinder fühlen sich schnell mitverantwortlich und meinen, sie müssten sich auf irgendwems Seite stellen. Wenn sie nun mitkriegen, wie negativ du den Vater siehst und dass damit auch traurige Gefühle verbunden sind - dann ist der Weg schwuppdiwupp nicht mehr so "frei" und sie solidarisieren sich mit dir, unnötigerweise.
Ich habe beruflich schon viele Elternkriege mitgekriegt und teilweise ist das schon abartig, wie geschickt und hintenrum die Kinder manipuliert werden...
(wobei ich dir so was nicht unterstellen will - ich kenne dich ja gar nicht, fällt mir nur gerade so ein..)
Hey Kollegin, ich weiss, wovon du sprichst....=))
 
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  • #32
AW: Kann aus Liebe Freundschaft werden?

Zitat von Heike:
Ich sags mal ganz offen: ich höre diesen "Traurig, oder???"-Satz als einen der herzlosesten, der mir hier heute begegnet ist.
Natürlich ist es nicht leicht, den Kindern gegenüber offen in seiner Einstellung zum Expartner und anderen Elternteil zu sein und zugleich deren Kontakt zu ihm zu fördern. Aber sich so hinzustellen und festzustellen, der eigene Sohn möchte keinen Kontakt mehr zum Vater, und ja, "Traurig, oder???" zu fragen (oder zu heucheln?) und ständig davon zu sprechen, man solle nicht die Schuld beim anderen suchen, aber dann in einem fort andere, Abwesende als schuldig richten, finde ich in der Tat einfach gräßlich.
Eben, Kinder sind nicht blöd. Man kann sie auch auf subtile Weise manipulieren, und natürlich auch so, daß man es selbst nicht merkt.

Liebe Heike!
Ich weiss nicht, ob du weisst, wovon du redest/schreibst!
Geh mal davon aus, dass mein Sohn kein Kind mehr ist! Und geh mal davon aus, dass dieser junge Mann ein sehr erfolgreicher Sportler ist! Und geh mal davon aus, dass jeder junge Mann ein gutes männliches Vorbild braucht und dass dies in der Regel der Vater ist! Und nun geh mal davon aus, dass genau selbiger die sportlichen Leistungen seines Sohnes in keinster Weise honoriert geschweige denn noch beachtet! Es interessiert ihn einfach nicht! Und da entsetzt du dich darüber, dass dieser Sohn keinen Kontakt mehr zu seinem Vater haben will? Und glaubst du wirklich, dass ich das gut finde bzw. unterstütze! Ich will meinem Sohn gegenüber einfach nur ehrlich sein! Herzlos??? Du hast ja gar keine Ahnung, wie weh mir das tut! Nicht für mich, sondern für meinen Sohn!!!
 
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  • #33
AW: Kann aus Liebe Freundschaft werden?

Zitat von Highlander:
Liebe Heike!
Ich weiss nicht, ob du weisst, wovon du redest/schreibst!
Geh mal davon aus, dass mein Sohn kein Kind mehr ist! Und geh mal davon aus, dass dieser junge Mann ein sehr erfolgreicher Sportler ist! Und geh mal davon aus, dass jeder junge Mann ein gutes männliches Vorbild braucht und dass dies in der Regel der Vater ist! Und nun geh mal davon aus, dass genau selbiger die sportlichen Leistungen seines Sohnes in keinster Weise honoriert geschweige denn noch beachtet! Es interessiert ihn einfach nicht! Und da entsetzt du dich darüber, dass dieser Sohn keinen Kontakt mehr zu seinem Vater haben will? Und glaubst du wirklich, dass ich das gut finde bzw. unterstütze! Ich will meinem Sohn gegenüber einfach nur ehrlich sein! Herzlos??? Du hast ja gar keine Ahnung, wie weh mir das tut! Nicht für mich, sondern für meinen Sohn!!!
Geh mal davon aus, daß ich bei solchen Beurteilungen einen ganz guten Instinkt habe und deine Antwort meine Vermutung ziemlich gut bestätigt.
 
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  • #34
AW: Kann aus Liebe Freundschaft werden?

Sollte ich jetzt von deinem Blabla beeindruckt sein? Ich glaube nicht! Besserwisserinnen gibt es immer wieder!!!
Schlat gut! ;))
 
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  • #35
AW: Kann aus Liebe Freundschaft werden?

Es hat mich sehr gefreut, hier so viele Meinungen zu meinem Thema lesen zu dürfen. Habt alle vielen Dank dafür.
Fazit für mich:
grundsätzlich kann aus Liebe Freundschaft werden. Schwierig wird es, wenn es um Kinder, Scheidung, Haus etc. geht und es zu viele Verletzungen gab.
Euch allen einen schönen Start in die Woche!
 
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  • #36
AW: Kann aus Liebe Freundschaft werden?

@Highlander

Ich habe das Gefühl, dass du den einen oder anderen Beitrag anders interpretiert hast (insbesondere auch die von Schreiberin - bei Heike ging es ja nicht anders zu interpretieren). Allerdings kann es auch sein, dass ich es falsch interpretiert habe.

Ich habe eine ähnliche Situation in der eigenen Familie erlebt und ich kann dir sagen, dass die Entscheidung zum Umgang mit dem leiblichen Vater z.T. erst sehr spät eigenständig getroffen werden kann: In dem konkreten Fall erst mit über 30 Jahren. Und der Clou an der Sache: Obwohl die Entscheidung erst so spät getroffen wurde (und auch nur mit professioneller Hilfe), habe ich bisher kaum einen reiferen Menschen kennengelernt! Fazit für mich: Kaum ein Mensch wird jemals die Reife und Stärke besitzen, sich gegen ein kontinuierlich angelerntes Verhalten eigenständig zu wehren.

Wenn dein Kind die Augen verdreht, weil du es zu seinem Vater schickst, dann (erst dann!) weißt du, dass du nicht aus Eigennutz gehandelt hast und deinem Kind auch alle Optionen für sein weiteres Leben offen gehalten hast. Es in seinem bisherigen Verhalten zu bestärken hat hingegen einen bitteren Beigeschmack.

Andernfalls kann ich nur hoffen, dass dein Sohn seinen Vater komplett vergisst - und nicht eines Tages an seinem Grab steht und sich denkt: Hätte ich mal... Daher immer Optionen schaffen - auch wenn es einem selbst schadet (du kennst den Deal ja selbst, den du als Elternteil eingegangen bist).
 
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  • #37
AW: Kann aus Liebe Freundschaft werden?

@agony

Lieber agony!
Danke für deine Gedanken!
Also, zu meiner Reaktion zu Schreiberin: "Kollegin" meinte ich beruflich! Auch ich habe mit Kindern, mit Familien zu tun und habe solche Geschichten oft 1:1 miterlebt! Durch meine Ausbildung und meine berufliche Erfahrung hoffe ich doch, das Richtige zu tun! Für mich steht diesbezüglich Ehrlichkeit in vorderster Front! Aber ich bemühe mich auch immer wieder um Objektivität, und ich versuche, meinen Kindern den Weg zu ihrem Vater freizuhalten! Es geht ja gar nicht in erster Linie um uns! Vielmehr ist es der Vater, der abblockt! Ich helfe lediglich meinen Kindern, insbesondere meinem Sohn, die Situation zu meistern. Beide dürfen, sollen ihren Vater gern haben dürfen! Und sie dürfen, sollen Zeit mit ihm verbringen! Aber wie soll ich denn mit der Enttäuschung der Kinder umgehen? Und da meinte ich eben, dass ich die Situation nicht schönreden mag! Es ist, wie es ist, und ich bemühe mich, den Kindern zu helfen, damit umzugehen! Schliesslich trägt er ja auch einen gewissen Teil der Verantwortung!
Weisst du, die Situation ist sehr kompliziert! Und das Problem ist viel komplexer, als ich bisher zu beschreiben Lust hatte! Ich kämpfe sozusagen gegen Windmühlen......