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  • #16
AW: Jenseits der "Statistik"

Man kann wohl nichts verallgemeinern. Es gehört einfach das gewisse "Quäntchen" Glück dazu, den richtigen Partner zu finden, egal wo und wie. Es kann beim ersten Date per SB funken oder beim 40. noch immer nicht. Wobei bei letzterem verständlich ist, dass man sich die Sinnfrage stellt.

Sicher verleiten die SB im Laufe der Zeit - auch abhängig der Datingdichte - zu einer gewissen Abstumpfung und Katalogmentalität. Das ist wohl auch nicht ganz zu vermeiden. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Durch PS bspw. hat man eine Menge Informationen über den potentiellen Partner. Die Erwartungshaltung ist entsprechend da. Lernt man im RL jemanden kennen, weiß man erst mal gar nichts und geht vielleicht lockerer heran. Was nun spannender ist, muss jeder selbst entscheiden.
 
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  • #17
AW: Jenseits der "Statistik"

Meinst du? Ich hatte an Sie erst mal keinen weiteren Anspruch als den, dass Sie der Mensch ist mit dessen Wesen ich dauerhaft Nähe kann.

@ maddib
für mich habe ich überlegt, wie real ist PB, die Frage wird hier ja öfters gestellt. Mir ist der Unterschied der mögliche mail- und Telefonkontakt vorab aus dem entsprechenden Angebot einer PB. Das ist eben nicht der übliche Weg der Paarfindung, nichtsdestotrotz völlig real. Bei dem Date hat sich das für mich nicht mehr unterschieden, außer, dass sich dann zwei treffen, die Bindungsabsichten haben.

Dann gibt es noch (mind.) zwei Möglichkeiten das zu handhaben ...
Mir scheint häufiger die Absicht des schnellen Treffens nach einem PB-Erstkontakt - mit der möglichen Folge der Überraschungen, die hier oft geschildert werden.
Meinen persönlichen Erfolg vielleicht überbewertend, fand ich einen aussagefähigen und damit "intensiveren" mail- und Telefonkontakt wichtiger. In Vermeidung überflüssiger Dates war mir das hilfreich. Aus ca. 120 schriftlichen Kontakten in 4,5 Monaten ergaben sich etwa 8 telefonische Kontakte und insgesamt 4 Dates.
Das erste Date war ein völliger Irrtum, da ließ ich mich auf ein schnelles Treffen ein, ein Treffen mit einer wildfremden Frau, nett unterhalten, aber es zeigte mir vor allem, dass das so nur ein Versuch völlig ins Blaue ist.
Die Zweite, auch ganz zu Anfang, war intensiv, obwohl Sie das war, was ich nicht wollte, nämlich zu weit weg und getrennt lebend. Sie ist mir eine bemerkenswerte Freundin geworden - obwohl ich das grundsätzlich in PS vermeiden wollte. Sie hatte einfach höchst plausible Gründe, denen ich mich nicht entziehen konnte. ^^
Die Dritte war bei dem Treffen ohne weitere Wirkung und wohnte auch zu weit weg,
Die Vierte war es dann. Sie hatte einen 3-Tageszugang und meldete sich etwa drei Stunden vor dessen Ablauf und ich war nur zufällig online. Da war dann alles anders. Schon nach den wenigen mails dachte ich, "Ach, du Scheisendreck!" ^^ Die Woche drauf haben wir nicht unter drei Stunden/Tag telefoniert, Sie kam dann nach F zum Kaffee und sind dann ins Senckenberg Museum und anschließend in den Palmengarten bis spät abends. Die Woche drauf sind wir übers WE ihren, für beide 300km entfernten Garten auflösen gefahren. Da ist übrigens noch gar nichts passiert. Wir waren noch weitere Male da und auch bei mir,, halt so der ganz normale Wahnsinn. Für mich war das von Anfang an ausgesprochen eindeutig, Für Sie war es das übrigens nicht! Später erzählte Sie mir, dass das nur deshalb etwas mit uns geworden war, weil ich so schnurstracks, eindeutig und unbeirrt auf Sie zuging. Ich denke schon, dass ich recht gut mitbekomme was um mich herum geschieht, aber von ihren Zweifeln habe ich absolut nichts bemerkt! Dass macht mich heute noch Staunen und ich bin froh, dass ich das nicht bemerkt hatte, denn ich wäre nicht sicher ob das Auswirkungen auf mich gehabt hätte. Halt der ganz normale Wahnsinn.

Insgesamt war Sie, trotz meines erheblichen schriftlichen Aufwandes, ein ausgesprochener Glücksfall, denn ich hielt und halte mich für "schwer vermittelbar", d.h. lieber keine Beziehung als einen mir irgendwie halbgaren Kram. Sie hatte vorher schon ein ergebnisloses Jahres-Abo hinter sich und wollte auch keinen Kompromis. Ganz kompromislos geht es natürlich nicht, denn Sie lebt 150km entfernt. Beide wollen wir zusammen leben, dafür wird sich eine Lösung finden.

Na ja, jenseits der Statistik ist der eigene Fall ein Einzelfall. Insofern ist es völlig unerheblich, ob sich alle 11 Minuten ein Paar oder anders ~40% der PS-User einen Partner findet. Gerade bei einer kommerziellen und so undurchsichtigen PB wie Parship wird eine Statistik eher die Geschäftsintressen unterstützen. Für mich war es die Chance viele Menschen kennenlernen zu können und ist darüber hinaus ein selbst zu gestaltendes. Mir waren es mental extrem anstrengende 4,5 Monate, zeitweise emotional ausgebrannt, und es erscheint mir undenkbar diese Nummer 3 Jahre lang, sicherlich mit immer größeren Pausen, aufrecht zu erhalten. 40 Dates beeindrucken mich sehr, könnte ich ziemlich sicher nicht.. Das würde ich dann schon in den Raum stellen wollen, für mich sähe ich die Gefahr drohender Abstumpfung und ob ich dann noch in der Lage wäre Meine zu finden, da hätte ich allergrößte Zweifel.

Aber wie es halt so ist, auch als Meine sich gemeldet hatte, war ich mental wieder mal runter und die ersten mails waren belanglose, ja lustlose Ein- und Zweizeiler. Und plötzlich wurde es intensiv, da kam ein Satz von ihr und ich dachte: "Ach du Scheisendreck!"
Für mich bleibt insgesamt der Eindruck von PB, es ist irre und war (m)ein riesengroßes Glück! Darf man wirklich nur hinterher drüber nachdenken. Ich hatte viel Energie in die Vorabkonversation gesteckt. Das ist sicher nicht generell die beste Lösung, für mich, denke ich, war es das schon.

DbC
 
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  • #18
AW: Jenseits der "Statistik"

Hallo Maddib,
ich vermute, der Wert ermittelt sich aus der Standardantwort, die beim "Verabschieden" ein gestellt ist, dass man sich verliebt hat. Das ist zwar nur Spekulation und ich kann es nicht sicher sagen, dass dies noch die Voreinstellung ist, da ich nicht mehr bei Parship aktiv bin. Aber wie bei jeder Statistik hilft es nicht, mit Wahrscheinlichkeiten auf einen speziellen Fall zurückzurechnen. Im Konkreten bedeutet es, dass du beim ersten Date die Frau oder den Mann treffen kannst, bei dem es passt - oder eben auch nie! Das ist im realen Leben (was ein Schwachsinn, Parship ist durchaus auch real!) nicht anders, da die Menschen, die sich da tummeln ja nicht etwa per Programmcode erzeugt werden, sondern aus dieser Welt, unserer Gesellschaft stammen -- mit all ihren Erfahrungen und Erwartungen, ihrer "Geschichte", ...
Parship ist eine von vielen Möglichkeiten Menschen kennen zu lernen. Bei diesen Menschen ist zumindest in der Masse der Wunsch da, jemand anderen kennen zu lernen. Dass es davon Ausnahmen gibt und dass nicht alle dazu in der Lage sind, mit Menschen, die sie kennen lernen, auch eine Partnerschaft einzugehen, ist davon unabhängig. Dass man sich auch nicht sympathisch sein muss, weil irgendein Algorithmus dies "berechnet" hat, sollte eigentlich jedem klar sein. Es gehört eine Menge Glück dazu, zum richtigen Zeitpunkt (!) genau das Profil anzuschreiben, das einer der möglichen geeigneten Partner (ich gehe davon aus, dass für -fast- jeden Menschen auf der erde so jemand existiert) erstellt hat. Der Zeitpunkt muss passen in Hinblick darauf:
- derjenige gerade sich nicht auf einen oder mehrere andere Datinngpartner konzentriert
- gerade beziehungsfähig ist
- aktuell sich nicht aus Frust aus der Suche und Antworttätigkeit zurückgezogen hat
- ...

Nettmann
 
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  • #19
AW: Jenseits der "Statistik"

Allerdings... auf die ältere direkte Nachfrage, ob denn die Abschiedsfloskeln irgendwie ernsthaft ausgewertet werden, kam natürlich ein großes Nein. Nun ja...
Du hast natürlich recht - am Ende gehört auch eine gehörige Portion Glück dazu, dass zwei sich finden. Nur, inwieweit ist ein derart gezieltes Suchen, wie es solche Portale nunmal fördern, nicht vielleicht gar kontraproduktiv für das Finden statt es zu erleichtern.
Inwieweit bleiben die Teilnehmer flexibel, vorurteilsfrei, offen und "risikofreudig", wenn doch schon so viele "Fakten" im Raum stehen? Das Gefühl vermeintlicher Sicherheit, ein zweites Treffen "berechtigt" zu riskieren oder bleiben zu lassen. Ich glaube, solche Portale schüren des öfteren ein vorzeitiges "sorry aber" - auch wenn es keine Frage des Typs ist. Die Partnersuche wird extrem rational veranstaltet. Und das empfinde ich als - ernüchternd.

Aber genau das würden die Portal Betreiber möglicherweise als DEN großen Vorteil preisen. Niemand soll mehr gezwungen sein, sich sinnlos/vergeblich zu treffen, denn es sind ja schon so viele "Fakten" auf dem Tisch.
Aber das Ergebnis - möglicherweise noch größere Enttäuschungen, dass es trotz der 100+ Matching Punkte wieder keine Punktlandung geworden ist.
Und wir sind uns sicher einig, dass ein tolles Profil und hohe MPs meist nichts, aber auch gar nichts darüber real verraten, ob ein erstes oder gar zweites Treffen JEMALS stattfinden wird. Jede andere Annahme ist schlicht naiv - trotz eindeutig forcierter Suggestion.
 
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  • #20
AW: Jenseits der "Statistik"

Ich kann mir vorstellen, dass bei den werbeträchtigen 11 Minuten die Standardantwort: "Ich habe mich verliebt" getrackt wird.
Was wiederum statistisch gesehen quatsch wäre und die Aussage, dass sich alle 11 Minuten ein Single verliebt falsch wäre.

Denn wenn ich mich einmal verliebe und dann 5x den Button "Abschied wegen verliebens" anklicke, dann habe ich mich doch nur einmal verliebt und nicht fünfmal.
Macht sich aber sicher gut.

Gibt es noch den Fragebogen nach Beendigung der Mitgliedschaft?
 
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  • #21
AW: Jenseits der "Statistik"

Zitat von akku1987:
Ich hatte schon häufiger das Pech, dass ich mich hier mit Frauen traf, deren erstes Date über Parship ich war. Und natürlich haben diese Frauen alle ein Abo von Minimum 6 Monaten und wenn es auch nur etwas an mir auszusetzen gab, dann war diese Dame schon am nächsten Tag hier wieder online auf der Suche nach was besserem. Spätestens bei der vierten Dame habe ich nicht mehr nachgehakt. Dass sie noch lebt und auf der Suche ist sehe ich ja am nächstenTag bei Parship.
Es ist an sich nichts Ungewöhnliches, wenn sich Frau/Mann nach einem ersten Date mit jemandem wieder bei PS einloggt. Vielleicht (oder eher höchstwahrscheinlich) ist die Person noch mit mindestens jemandem in Kontakt, vielleicht war es die gewohnte Betätigung des Apps auf dem Smartphone, vielleicht wollten die betreffenden Frauen auch nachschauen, ob du wieder online warst. Es gibt Tage, da "appe" ich mich ein, ohne mit jemandem zu schreiben. Ein erstes Date ist zumindest für mich kein Grund, PS ab sofort den Rücken zu kehren. Mit deiner Denkweise bläst du den Ofen vermutlich selber aus.
 
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  • #22
AW: Jenseits der "Statistik"

Zitat von Chirat:
Es ist an sich nichts Ungewöhnliches, wenn sich Frau/Mann nach einem ersten Date mit jemandem wieder bei PS einloggt. Vielleicht (oder eher höchstwahrscheinlich) ist die Person noch mit mindestens jemandem in Kontakt, vielleicht war es die gewohnte Betätigung des Apps auf dem Smartphone, vielleicht wollten die betreffenden Frauen auch nachschauen, ob du wieder online warst. Es gibt Tage, da "appe" ich mich ein, ohne mit jemandem zu schreiben. Ein erstes Date ist zumindest für mich kein Grund, PS ab sofort den Rücken zu kehren. Mit deiner Denkweise bläst du den Ofen vermutlich selber aus.
Nein, ich glaub ich hab mich etwas unglücklich ausgedrückt. Ich war deren allererstes Date, welches Sie über PS vereinbart hatten. Ich hab denen auch nicht sofort dann den Rücken gekehrt. Ich hab den Abend noch aus Höflichkeit ordnungsgemäß Zuende gebracht. Hab mich auch am nächsten Tag artig für den tollen Abend bedankt usw. Aber ich wusste schon vorher in welche Richtung das läuft. Nur bei der letzten habe ich die Augen verdreht als ich es erfahren habe. Das geschah aber eher impulsiv als beabsichtigt.

Mir kommt es auch so vor, wenn eine Frau hier ein Abo abschließt, dass Sie erstmal "die Lage abchecken" möchte, damit sie nichts verpasst. Eine richtige Bindung wird erst kurz vorm Ende des Abos gesucht.
 
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  • #23
AW: Jenseits der "Statistik"

Zitat von akku1987:
Mir kommt es auch so vor, wenn eine Frau hier ein Abo abschließt, dass Sie erstmal "die Lage abchecken" möchte, damit sie nichts verpasst. Eine richtige Bindung wird erst kurz vorm Ende des Abos gesucht.
Denkst du wirklich, Frau/Mann steuert allfällige Sympathien/Anziehung/Gefühle nach Abodauer?!? ;-)
 
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  • #24
AW: Jenseits der "Statistik"

Zitat von Chirat:
Denkst du wirklich, Frau/Mann steuert allfällige Sympathien/Anziehung/Gefühle nach Abodauer?!? ;-)
Ehrlich gesagt, weiß ich das nicht. Aber ich glaube durch die Katalogisierung findet im Kopf ein Prozess statt, dass einen unbewusst so ausrichtet. Stellen Sie sich mal vor: Sie schließen ein Abo für 24 Monate ab und finden jemanden nach 3 Monaten, mit dem sie eine Beziehung eingehen würden. Aber im Hinterkopf hat man trotzdem das eine oder andere trotzdem an dieser Person auszusetzen. Und die Gefahr hin, dass diese Person es am Ende doch nicht die eine ist, lässt Sie weiter Ausschau halten. Schließlich haben sie bewusst für 24 Monate bezahlt und es wäre doch schade um das Geld und die vergebenen Möglichkeiten.
Erst im zweiten Abschnitt des Abos weiß man, was sich alles hier so rumtobt und mit was man sich zufrieden geben möchte. Wie im Ikea-Katalog halt. Das Bett auf Seite 20 gefällt, aber man blättert erstmal trotzdem weiter, vielleicht ist auf der Seite 24 ein noch schöneres Bett, welches besser zu ihnen passt und gefällt.
 
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  • #25
AW: Jenseits der "Statistik"

Unsere Denkensart ist offenbar ganz anders. Wenn ich einem Mann nicht gefalle, dann beziehe ich es eher auf mich (ich gefalle ihm wohl nicht so wie er mir) und ziehe da selten die von dir erwähnten Kriterien/Ausreden bei. Liegt wohl daran, dass mir ein Mann entweder sympathisch genug ist, ihn wiederzutreffen oder eben nicht. Komplett wurst, wie lange mein Abo noch dauert und wieviel ich bezahlt habe.
 
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  • #26
AW: Jenseits der "Statistik"

Zitat von Chirat:
Unsere Denkensart ist offenbar ganz anders. Wenn ich einem Mann nicht gefalle, dann beziehe ich es eher auf mich (ich gefalle ihm wohl nicht so wie er mir) und ziehe da selten die von dir erwähnten Kriterien/Ausreden bei. Liegt wohl daran, dass mir ein Mann entweder sympathisch genug ist, ihn wiederzutreffen oder eben nicht. Komplett wurst, wie lange mein Abo noch dauert und wieviel ich bezahlt habe.
Wir sind da doch schon gleich in der Denkweise. Ich würde auch lieber heute als Morgen meine Partnerin finden und auf das restliche Abo verzichten.
Ich seh es auch ein, dass es auch an mir liegen könnte, weshalb ich ihr nicht gefiel.
Aber ich hab nur gesagt, dass die meisten Damen, die ich bis jetzt hier getroffen habe, am Anfang standen und den Eindruck vermittelt haben. Ein Date von mir war zu dem Zeitpunkt schon 5 Monate dabei und zack 2 Wochen nach dem Date war sie in einer Beziehung. Nicht mit mir, was wohl an mir lag.
 
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  • #27
AW: Jenseits der "Statistik"

Zitat von maddib:
Weil vlt. durch so ein Portal Erwartungen geschürt werden, die nur all zu leicht nicht erfüllt werden können.
Ich glaube das ist ein wichtiger Punkt. Ich bin absoluter Anfänger in Online-Singlebörsen. Ich sehe das zunächst mal als Erweiterung. Über eine Plattform hatte ich einmal ein Date (obwohl ich das schon nicht gerne so nenne, wir haben uns auf einen Kaffee getroffen und uns 2,5 Stunden nett unterhalten). Es ist halt so wahnsinnig bedeutungsschwer. Die Erwartungshaltung ist für viele den Partner fürs Leben zu finden. Hätte ich auch gerne, das ist klar. Aber so kann ich doch nicht in ein Treffen mit einen Menschen gehen, den ich noch nie zuvor in meinem Leben gesehen habe. Ich gehöre zu den Menschen die eher nicht so an die Liebe auf den ersten Blick glauben. Ich hatte einmal eine Beziehung, da ging das sehr schnell von ersten Sehen, bis zum Aufkommen echter Gefühle, aber selbst das ging nicht in 2 oder 3 Treffen. Und so wie ich das hier lese, bricht vieles nach dem ersten mal schon ab. Das ist in vielen Fällen vielleicht auch schon gar nicht mal schlimm, dann war es halt ein schönes Treffen und gut ist, aber in den Fällen wo man sich einfach nochmal ein wenig "beschnuppern" müsste, lässt man sich gegenseitig die Chance nicht dazu.

Deswegen mag ich das Wort Date nicht. Ein Date habe ich mit jemanden, den ich ein wenig kenne und schon ein gewisses Interesse habe. Mir reicht es eine Frau erstmal zu treffen und dann müsste man halt einen Ankerpunkt finden "oh, du gehst gern klettern? - dann lass uns doch in einer Woche mal zum Klettergarten gehen" - "Ja, die Musik höre ich auch gerne - Samstag spielen die wieder, ich geh hin, kommst du auch?" usw. es wird doch irgendetwas geben. Und wenn es nichts gibt, dann ist es vielleicht eh gut so.

Ich glaube es wird hier alles sehr verkopft angegangen. Ich habe jetzt einer Frau geschrieben, mit der ich schon mehrere Mails ausgetauscht hatte, dass ich den Kontakt toll finde, aber nicht glaube, dass wir wohl ein Liebespaar werden, ich aber den Kontakt weiterführen möchte. Und ab dem Moment war der Kontakt plötzlich sowas von entspannt, dass es anfängt interssant zu werden. Auf Grund der Entfernund läuft es jetzt schriftlich oder über Skype. Ich würde es aber auch nicht ausschließen, dass da mehr draus werden könnte. Nur tut es vielleicht gut, mal ein Level tiefer zu gehen.Und wenn man sich dann trifft, dann datet man sich nicht gleich, sondern dann treffen sich 2 Menschen, die ein paar Dinge gemeinsam haben, so wie man mit einer Kollegin Mittagessen geht etc. Und dann sieht man weiter.
 
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  • #28
AW: Jenseits der "Statistik"

Diese Ansicht/Einschätzung möchte ich absolut teilen.
Der Anspruch hier, bei einem ersten Treffen schon "etwas geboten bekommen" zu müssen, scheint relativ weit verbreitet zu sein, sowohl was die "Fakten" als aber auch das Gefühl betrifft.
Und mit dieser Grundeinstellung - so behaupte ich einfach mal - verlassen die ALLERMEISTEN diese Portale wieder, ohne dem eigentlichen Ziel irgendwie näher gekommen zu sein. Das ist wirtschaftlich gesehen ja auch kein Problem, denn JEDEN TAG kommen etliche neue verlorene Seelen zum Portal.

Eine sauber durchgeführte Statistik über jene, die das Portal mit Beginn einer Beziehung verlassen haben im Vergleich zu jenen, ohne Erfolg unter Einbeziehung der aktiven Zeit im Portal habe ich jedenfalls noch nicht gesehen. Dürfte auch eher enttäuschend sein. Also bleibt es beim bereits bekannten Marketing Ansatz mit schönen und bisweilen bekannten Gesichtern und markigen Sätzen.

Es ist und bleibt eine Kontaktbörse und eben keine Partnervermittlung. Auch deshalb, weil sich viele Menschen hier nunmal so verhalten, wie sie es tun. Mit Erwartungen im Kopf, die weder dieses System noch der Mensch gegenüber je erfüllen kann. Das Geschäftsmodell ist und bleibt die Sehnsucht.

Eine weitere Frage kann man sich hier natürlich auch noch stellen. Inwieweit ist der hier vertretene Menschentyp eigentlich so der Bundesdurchschnitt? Gibt es da wirklich keine nennenswerten Unterschiede?
Sind hier vielleicht gerade jene aktiv, die eben fordern, fordern, fordern und dabei gar nicht bemerken, dass sie selbst auch keine Prinzessin oder kein Prinz sind...?
 
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  • #29
AW: Jenseits der "Statistik"

Zitat von maddib:
Sind hier vielleicht gerade jene aktiv, die eben fordern, fordern, fordern und dabei gar nicht bemerken, dass sie selbst auch keine Prinzessin oder kein Prinz sind...?
Genau so. Die meisten sehen das hier als Menschensupermarkt. Ich bringe das Geld und suche mir natürlich das Beste aus, was geboten wird. Besonders Männer Ü50, nach gescheiterter langjähriger Beziehung wollen doch eigentlich keinen wirklichen Neuanfang mit allem Drum und Dran, weder wollen sie noch mal Vater werden, noch wollen sie das, was ihnen nach Unterhaltszahlungen bleibt eventuell noch mit einer neuen Frau zusammenschmeissen. Und mit einer ähnlich reifen Partnerin möchten sie schon gar nichts zu tun haben. Sie haben sich eingerichtet in ihrer unverbindlichen Single-Welt, ab und zu plagt sie die Einsamkeit, draussen jemanden kennenlernen ist halt auch nicht so einfach, also landen sie - sicherlich zumeist spät abends nach drei Glas Wein - in besagten Singlebörsen. Einfach mal schauen, was der Markt noch hergibt. Profil wird halbherzig oder gar nicht ausgefüllt, Photos sind schon verpixelt als von anno dazumal zu erkennen, dann findet man sie auf der Profilbesucherseite, und entweder sie schreiben einfach nur "Gibst Du Deine Fotos frei?" oder eben gar nichts. Und dann beschweren sie sich wahrscheinlich noch darüber, dass sie keine Antwort bekommen. Es ist einfach eine völlig indiskutable Erwartungshaltung die sie treibt. Ich denke, es gibt durchaus eine Gruppe Suchender, die hier fündig werden, wahrscheinlich sind das die 30 - 40 jährigen, darunter und darüber ists wie die Nadel im Heuhaufen. Daher würde mich vor allem interessieren, ob es eine Statistik gibt (der man glauben kann) wie viele Suchende Ü50 sich hier finden und innerhalb welchen Zeitraumes.
 
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  • #30
AW: Jenseits der "Statistik"

hierzu heute: Der Tatort! Inklusive Liebesformel...vielleicht erfährt man da noch was:)