Baba

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  • #1

Ist Verliebtsein am Anfang des näheren Kennenlernens nötig?

Liebe Forum-Gemeinde,
es interessiert mich, ob ihr beim Kennenlernen Schmetterlinge braucht? Ich habe nämlich mit einem Mann eine Vertrautheit und Nähe erlebt, die einzigartig war (damit meine ich nicht nur körperliche Nähe!). Leider meinte er nach einigen Wochen mit Bedauern, es würden ihm die Schmetterlinge fehlen, er sei nicht verliebt (auch wenn er diese Nähe auch als einzigartig empfunden habe). Wir treffen uns nun nicht mehr.
Meine Frage an euch: muss sich bei beiden im gleichen Tempo ein Verliebtheitsgefühl einstellen, das über eine große Sympathie hinausgeht, damit man ein Paar werden kann?
 
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nonamespls

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  • #2
Das Tempo kann man nicht bestimmen. Aber wenig Geduld haben viele. Und Ich denke auch, wenn es dich nicht auch schnell einstellt, dieses Gefühl oder einseitig ist, geht es auch schnell zu Ende. Das liegt wohl auch daran, dass man schnell das Interesse verliert. Man sucht eben auch nach diesem Wow-Gefühl. Zumindest war es bisher bei mir immer so.
 

Baba

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  • #3
Ehrlich gesagt, war ich gerade ganz anders gepolt: ich hatte zwar auch keine wahnsinnig umherflatternden Schmetterlinge, hab die aber auch nicht vermisst. Hab meine Gefühle auch gar nicht hinterfragt, es hat sich mit dem Mann einfach nur gut angefühlt und ich hätte das gerne langsam sich entwickeln lassen.
Was ich nicht verstehe: er hat immer wieder beteuert, wie sehr er sich auf mich freut, dass die Treffen mit mir Highlights für ihn wären, er schickte mir sogar ein Liebesgedicht-da frage ich mich schon, was ihm eigentlich für ein Gefühl gefehlt hat.
Oder er hat mir was vorgemacht, was mein Vertrauen in meine Menschenkenntnis noch mehr erschüttern würde...
 
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  • #5
Ehrlich gesagt, war ich gerade ganz anders gepolt: ich hatte zwar auch keine wahnsinnig umherflatternden Schmetterlinge, hab die aber auch nicht vermisst. Hab meine Gefühle auch gar nicht hinterfragt, es hat sich mit dem Mann einfach nur gut angefühlt und ich hätte das gerne langsam sich entwickeln lassen.
Was ich nicht verstehe: er hat immer wieder beteuert, wie sehr er sich auf mich freut, dass die Treffen mit mir Highlights für ihn wären, er schickte mir sogar ein Liebesgedicht-da frage ich mich schon, was ihm eigentlich für ein Gefühl gefehlt hat.
Oder er hat mir was vorgemacht, was mein Vertrauen in meine Menschenkenntnis noch mehr erschüttern würde...

Ich glaube, das ist bei jedem Menschen anders.

Ich kenne beides.

In Deinem Falle scheint mir womöglich sein Wunsch die Wirklichkeit überflügelt zu haben - und das kommt dann dabei 'raus ! :(
 
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Abstaubär

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  • #6
Baba, ich denke, es gibt da kein muss und ich würde mir an deiner Stelle keine großen Gedanken machen.
Sieh mal, du kannst im Detail gar nicht wissen warum er das beendet hat. Das er nicht verliebt sei - diese Begründung fällt in die Kategorie Standard-Antwort, das kann stimmen, muss aber nicht.
Schmetterlinge sind toll, keine Frage: Aber das verklärte Bild der leidenschaftlichen Romanze ist inzwischen sooo arg strapaziert, dass die Menschen/Beziehungen reihenweise an ihren eigenen, überzogenen Ansprüchen scheitern.

Deine Einstellung finde ich genau richtig. Bauchgefühl, Basis finden und Raum geben, damit es sich entwickeln kann.
Du hast alles richtig gemacht :)
Mach einen Haken dran. Wer weiß was der hatte.
 
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Baba

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  • #7
Und wie hätte ich dann auf den Langsamfühlenden eingehen sollen? In Anbetracht der Tatsache, dass man im Umgang miteinander schon ziemlich vertraut war?
 

lisalustig

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  • #9
Und wie hätte ich dann auf den Langsamfühlenden eingehen sollen? In Anbetracht der Tatsache, dass man im Umgang miteinander schon ziemlich vertraut war?
Wenn der Langsame zurückschaltet, musst Du auch einen Gang zurückschalten. Ob es dann in naher oder ferner Zukunft ein Wiederhochschalten gibt, bleibt ungewiss. Bedrängung oder ein Bestehen auf den Vertrautheitsstatus hilft m. E. nicht.

Manchmal merkt man im Laufe des Kennenlernens, dass die Gefühle stagnieren oder sich sogar zurückentwickeln. Weil der andere eben nicht so ist, wie vermutet bzw. wie er sich anfangs zeigte oder man bemerkt irgendwelche Eigenschaften, mit denen man nicht zurechtkommt. Und dann wird erstmal gebremst und ggf. entfärbt die rosa Brille ...
 
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Inge21

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  • #10
Und wie hätte ich dann auf den Langsamfühlenden eingehen sollen? In Anbetracht der Tatsache, dass man im Umgang miteinander schon ziemlich vertraut war?
Mir ist es ähnlich passiert. Und dabei war ich eher die Langsamfühlende. Viele Männer geben am Anfang so richtig Gas und wenn Du als Frau dann soweit bist, dass Du anfängst Dich zu verlieben geht es ihnen plötzlich zu schnell oder sie sind plötzlich doch nicht verliebt. Ich hab aufgehört das verstehen zu wollen. Eine ehrliche Erklärung kriegst Du ja doch nicht.
 
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  • #11
Mir ist es ähnlich passiert. Und dabei war ich eher die Langsamfühlende. Viele Männer geben am Anfang so richtig Gas und wenn Du als Frau dann soweit bist, dass Du anfängst Dich zu verlieben geht es ihnen plötzlich zu schnell oder sie sind plötzlich doch nicht verliebt. Ich hab aufgehört das verstehen zu wollen. Eine ehrliche Erklärung kriegst Du ja doch nicht.
Ja Ja, so sind sie, die Männer. Sie reizt das Unerreichbare.
 

Baba

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  • #12
Vielen Dank für eure lieben Beiträge!
Es fällt mir zwar schwer, Herzensdinge abzuhaken, die ich nicht verstehen oder aus denen ich nichts lernen kann, aber ich muss mich wohl damit abfinden. Es gibt einem halt schon einen Dämpfer bei der Suche, weil man seinen eigenen Interpretationen von Signalen des Gegenüber scheinbar nicht mehr trauen kann.
Danke, Abstaubär, für deinen netten Zuspruch! Und Danke an all die anderen für ihre Kommentare-man fühlt sich mit so einer geteilten Erfahrung nicht mehr alleine und schon dadurch besser!
 
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Inge21

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  • #17
Hat auch was mit Mut zu tun. vermeiden ist abwarten, alles bleibt offen. Manchmal braucht es auch eine Entscheidung, auch wenn es weh tut.
 
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