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  • #91
Hm, ich weiß nicht, ob der Partnerwunsch als solcher oberflächlich ist.
Ich interessiere mich ja dafür, was in diesen Oberflächlichkeitsdiskursen so unter oberflächlich verstanden wird.

Zitat von Howlith:
So nach dem Motto: Du willst keine Rothaarigen. Du bist oberflächlich, die Haarfarbe ist nicht wichtig. Du willst als Mann keinen Mann als Partner, oh je wie oberflächlich ... als ob das Geschlecht wichtig wäre?
WEnn jemand einen Filter setzt, ist davon auszugehen, daß ihm da was wichtig ist. Der "Vorwurf" der Oberflächlichkeit ist ja, daß ihm etwas Oberfächliches, Äußeres wichtig ist. Und da ist meine Frage eben, ob der Geschlechtsunterschied auch etwas Oberflächliches ist, ganz gleich, ob er wem wichtig ist oder nicht. Wenn der Mensch aus Oberfläche und inneren Werten besteht, wozu gehört dann beispielsweise der Umstand, daß man eine Frau oder ein Mann ist? Ist das ein innerer Wert? Oder ist das was Oberflächliches?
 
A

authentisch_gelöscht

  • #92
Sicher steckt hinter einem Partnerwunsch vieles, das nicht oberflächlich ist. Aber könnte all das nicht auch theoretisch durch einen sehr guten Freund/eine sehr gute Freundin oder das Leben in einer Gemeinschaft abgedeckt werden? Ich könnte doch z.B. auch eine seelenverwandte Freundin haben und fast alles mit ihr teilen, ohne dass wir Partnerinnen wären.
Ist eigentlich Körper=Oberfläche?
 
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  • #93
Innerflächlich und oberflächlich: Alles ist 3-D, und auch 4-D, wenn man die Zeit berücksichtigt. Es gibt Ansichten, die gehen dahin, ein x(nummerischer Platzhalter)-D-Universum zu imaginieren. Ist aber verbal schwer vermittelbar. Weil: die uns bekannte Sprache innerhalb stattfindet.
Was rothaarig betrifft kann ich eine Attraktion verifizieren. Ja, mir ist es attraktiv. Oberflächlich und innerflächig.
 
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  • #94
Zitat von authentisch:
Sicher steckt hinter einem Partnerwunsch vieles, das nicht oberflächlich ist. Aber könnte all das nicht auch theoretisch durch einen sehr guten Freund/eine sehr gute Freundin oder das Leben in einer Gemeinschaft abgedeckt werden? Ich könnte doch z.B. auch eine seelenverwandte Freundin haben und fast alles mit ihr teilen, ohne dass wir Partnerinnen wären.
Wieso ist die Frage, welche Aspekte einer Partnerschaft auch gut durch andere sozialen Beziehungen "ersetzt" werden könnten, eine danach, was an einer Partnerschaft oberflächlich oder nicht ist?

Eigentlich müßte man da die Verächter der Oberflächlichkeit fragen, wie sie das sehen. Aber üblicherweise ist von ihnen nichts mehr zu hören, wenn mal fragt, was Oberflächlichkeit eigentlich ausmacht. Es scheint so, als gehöre zum Vorwurf der Oberflächlichkeit, daß er selbst oberflächlich ist.
Ich selbst würde erstmal feststellen, daß ein Körper eine Oberfläche hat, aber nicht nur Oberfläche ist. Ob ein Filter "Appendix vorhanden / nicht vorhanden" für die Partnersuche oberflächlich wäre, müßtest du wie gesagt diejenigen fragen, die ständig von Oberflächlichkeit reden.
 
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  • #95
Ich habe mich oben verschrieben. Numerisch wie sumerisch.
 
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Gast

  • #96
"Ist jeder Mensch eine Enttäuschung" und die "Schwächen des Partners" empfinde ich schon als extrem komische Überlegungen. Da kommt ja der Verdacht auf, als würde sich die Fragestellerin lieber einen Partner selbst bauen, als einen Menschen kennen zu lernen.

Ich persönlich kann solche Fragestellungen überhaupt nicht verstehen, da ich mir immer Wünsche, dass meine Freunde oder Partnerin anders ist als ich und damit eine qualitative Bereicherung für mein Leben. Ich würde auch nie einem anderen Menschen in Bereichen eine Schwäche attestieren, nur weil ich es besser kann.
 
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  • #98
Zitat von Heike:
Eigentlich müßte man da die Verächter der Oberflächlichkeit fragen, wie sie das sehen. Aber üblicherweise ist von ihnen nichts mehr zu hören, wenn mal fragt, was Oberflächlichkeit eigentlich ausmacht. Es scheint so, als gehöre zum Vorwurf der Oberflächlichkeit, daß er selbst oberflächlich ist.
Die Elite hat das auch schon mal diskutiert ...

https://www.elitepartner.de/forum/frage/wodurch-empfindet-ihr-jemanden-als-tiefgruendig-oberflaechlich.34257/

Was macht Oberflächlichkeit aus ? Oberflächlichkeit scheint zuerst einmal etwas zu sein, was man oft bei anderen findet aber man selbst nie sein mag.

Vielleicht sollten wir den Begriff als solches etwas weniger inflationär gebrauchen ... gibt es da eigentlich irgendwas Wissenschaftliches zu, so ne Art psychologischer Oberflächlichkeits-Erkennungs-Test? Ich kann nix finden im Netz, das macht mich ganz nervös ...
 
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  • #99
Je früher man feststellt, "es paßt nicht", desto oberflächlicher ist man geblieben. Denn je tiefer man sich in das Gegenüber hinabbegibt, desto mehr Ausschlußgründe fördert man zutage.
 
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  • #100
Die Elite hat das auch schon mal diskutiert ...
Jesus, Maria und Josef! Das ist die Elite? Wenn das typisch ist, ist es dort aber peinlicher als hier ... Elite ist dann evtl so änhlich zu verstehen wie sehr attraktiv im Profil. Oder ehrlich. Oder humorvoll. Könnte eine lohnende Aufgabe sein für Heike. Aber nicht, dass Du Dir einen Bruch zuziehst bei dem Versuch, das Niveau zu heben.
 
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  • #101
Zitat von Howlith:
Die Elite hat das auch schon mal diskutiert ...

https://www.elitepartner.de/forum/frage/wodurch-empfindet-ihr-jemanden-als-tiefgruendig-oberflaechlich.34257/

Was macht Oberflächlichkeit aus ? Oberflächlichkeit scheint zuerst einmal etwas zu sein, was man oft bei anderen findet aber man selbst nie sein mag.

Vielleicht sollten wir den Begriff als solches etwas weniger inflationär gebrauchen ... gibt es da eigentlich irgendwas Wissenschaftliches zu, so ne Art psychologischer Oberflächlichkeits-Erkennungs-Test? Ich kann nix finden im Netz, das macht mich ganz nervös ...
Lach. Und das vom google-Meister.
Ich bin auch oberflächlich. Weil ich mich eher nach Männern mit dunklem Haar umschaue, Männer mit Brillen mag, größere Männer attraktiv finde, Wert auf ein gepflegtes Äußeres lege, auf Männerhände schaue, mir der Bildungsstand nicht gleichgültig ist.... Und hatte schon Beziehungen mit Männern, die nichts von dem hatten. Für mich ist es absolut ok, auch oberflächlich zu sein.

Und für die Definition empfehle einen kurzen Blick in den guten, alten Duden:
sich an oder auf der Oberfläche befindend
nicht gründlich; flüchtig
am Äußeren haftend; ohne geistig-seelische Tiefe
 
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authentisch_gelöscht

  • #102
Ist das Problem am Begriff der Oberflächlichkeit nicht seine negative Konnotation? Vielleicht wäre es gut zu akzeptieren, dass das Oberflächliche auch zum Leben gehört, genauso wie das Tiefgründige. Und statt schwarz-weiss zu denken unsere eigenen Farbtöne zu finden und die, die uns anziehen.
 
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  • #103
Zitat von authentisch:
Ist das Problem am Begriff der Oberflächlichkeit nicht seine negative Konnotation? Vielleicht wäre es gut zu akzeptieren, dass das Oberflächliche auch zum Leben gehört, genauso wie das Tiefgründige. Und statt schwarz-weiss zu denken unsere eigenen Farbtöne zu finden und die, die uns anziehen.
Naja, das Negative gehört auch zum Leben. Und neben den Farben gibt es natürlich auch Schwarz-Weiss. Also ich denke, das sind andere Punkte.
Offensichtlich bin ich so einfach gestrickt, daß ich unter Oberfläche Oberfläche verstehe. Und wenn ich unwichtig meine, sage ich einfach unwichtig.
 
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  • #105
Zitat von Mrs.Right:
Wenn sich zwei Menschen näher kennenlernen, bleibt es nicht aus, dass man seine/ ihre Schwächen kennenlernt. Wie geht ihr mit der "Enttäuschung" um? Nennen wir es Überraschung, oder wie würdet ihr es nennen?
Es fragt sich halt, wie hoch die Messlatte gelegt wird? Ich bin manchmal schon erstaunt, was für Wünsche Frauen so um die 50 herum noch haben, die können nur enttäuscht werden. Wie viele Männer campen noch um die 50, fahren schwere Motorräder, reisen und wandern um die halbe Welt? Dass ein Mann um die 50 vielleicht noch Kinder hat oder schlichtweg nicht mehr 20 ist und keine Lust mehr hat zu campen (der Rücken lässt danken) kommt denen gar nicht in den Sinn.