Miss-Green

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  • #31
Zitat von 0815User:
Wenn man das hier sio liest, merkt man, warum die meisten Single sind oder nicht über eine kurzfristige Beziehung hinauskommen. Schade, das es euch offensichtlich noch nicht passiert ist, wirklich Liebe zu empfinden. Da spielen sogenannte Macken gar keine Rolle mehr. Allerdings hat man dann auch nicht immer die Kontrolle über alle Ereignisse im Leben. Furchtbare Vorstellung für die meisten hier, oder ?

Ich kann dir nur zustimmen. Beim Lesen dieses Beitrags habe ich mich auch gefragt, was die eigentliche Frage ist. Das Wort Macken finde ich im Zusammenhang mit pot. neuen Partnern sehr befremdlich.
 
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Mercedes

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  • #32
Zitat von Laurel:
Danke, genau das ist die Formel zum unglücklich sein! ;)

Ich denke, viele Menschen haben ihre Projektionen und Idealisierungen nicht im Zaum. Mir ist es total unangenehm, wenn ich einen Herrn kennenlerne, bzw. wir uns noch kaum kennen, und er plötzlich totaaal verliebt ist. Ich frag mich dann, woher das kommt, wo er doch noch (fast) gar nichts über mich weiß.

Meist sind es dann seine eigenen kühnen Fantasievorstellungen darüber, wie ich so bin.

Das setzt mich unter Druck diesen Vorstellungen zu genügen, um nicht zu enttäuschen. Das macht mich dann nervös, kein gutes Gefühl.

Ich habe mir angewöhnt mich selber immer wieder selbstreflexiv anzuhalten bei dem Menschen, den ich gerade kennen lerne, hübsch bei der Realität zu bleiben und nicht allzu viel hinzu zu fantasieren.

Und zu hoffen, dass sich da genug liebenswertes zeigt, so dass sich daraus eine Beziehung mit gegenseitiger Toleranz auch für die Schwächen aller beteiligten entwickeln kann.
 

GoodGuy

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  • #33
„So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.“ Arthur Schopenhauer

Ich denke man muss die Differenz der wahrgenommenen "Realität" zum erhofften Ideal in einem gewissen Maß einfach als gegeben hinnehmen. Die so entstehende Reibungswärme macht die Sache doch erst interessant, so lang es nicht zu heiß wird.
 

Victor

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  • #34
Ein Mensch definiert sich viel eher durch seine Schwächen, weil es der Bereich ist, wo er selber nachbessern muss, um nicht anzuecken. Gerade der Umgang mit seinen eigenen Fehlern, Schwächen und Eigenarten ist genau das, was den einen Menschen von den Anderen abhebt und ihn zu etwas Einzigartigem macht. Auch bildet dies allzuoft die Grundlage für eine besondere Stärke die daraus hervorgeht.

Es ist naiv zu glauben, dass Menschen perfekt sind und noch törichter es zu erwarten.
Wer das tut, verpasst wirklich etwas.
 
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awesome

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  • #35
Zitat von Victor:
Ein Mensch definiert sich viel eher durch seine Schwächen, weil es der Bereich ist, wo er selber nachbessern muss, um nicht anzuecken. Gerade der Umgang mit seinen eigenen Fehlern, Schwächen und Eigenarten ist genau das, was den einen Menschen von den Anderen abhebt und ihn zu etwas Einzigartigem macht. Auch bildet dies allzuoft die Grundlage für eine besondere Stärke die daraus hervorgeht.

Es ist naiv zu glauben, dass Menschen perfekt sind und noch törichter es zu erwarten.
Wer das tut, verpasst wirklich etwas.

sehr schön beschrieben :)
 
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  • #36
Zitat von Victor:
Ein Mensch definiert sich viel eher durch seine Schwächen, weil es der Bereich ist, wo er selber nachbessern muss, um nicht anzuecken. Gerade der Umgang mit seinen eigenen Fehlern, Schwächen und Eigenarten ist genau das, was den einen Menschen von den Anderen abhebt und ihn zu etwas Einzigartigem macht. Auch bildet dies allzuoft die Grundlage für eine besondere Stärke die daraus hervorgeht.

Es ist naiv zu glauben, dass Menschen perfekt sind und noch törichter es zu erwarten.
Wer das tut, verpasst wirklich etwas.

LIKE!!!! LG, t&l
 

Gulliver

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  • #38
Zitat von Mercedes:
... Ich denke, viele Menschen haben ihre Projektionen und Idealisierungen nicht im Zaum. Mir ist es total unangenehm, wenn ich einen Herrn kennenlerne, bzw. wir uns noch kaum kennen, und er plötzlich totaaal verliebt ist. Ich frag mich dann, woher das kommt, wo er doch noch (fast) gar nichts über mich weiß ...
Hallo Mercedes !

Bei uns war es genau so und ihr war das genau so unangenehm, wie Dir. Beim 1.Date stand sie vor mir, "EIN BILD VON EINER FRAU" in grandioser Anmut, mit einem strahlendem Lächeln im Gesicht. Freudig kommt sie mir entgegen und zeigt mir den ganzen Abend, wie sehr sie sich über das Treffen freut.

Na und ich? Ich war hin und weg, geplättet ohne Ende, meiner Muttersprache kaum mehr mächtig und klarer Gedanken sowieso nicht mehr. Ich habe mich "augenblicklich" in diese Frau verliebt, also dieses ominöse "Auf den ersten Blick" und es ist auch heute noch so.

Klar hat sie gesagt, ich solle sie nicht sooo anhimmeln, das sei ihr unangenehm. Dann habe ich halt nachgelassen damit und es ihr auf viele andere Arten gezeigt. Heute ist es ein Wechselspiel, das wir beide ziemlich gut beherrschen und genießen.

Meines Wissens war "DAS" für sie nie ein Grund, mich abzulehnen. Sie hat es eher genossen. Wenn es ihr zu viel wurde, hat sie halt die Temperatur etwas heruntergedreht. Das haben Frauen doch voll im Griff. Da zweifle ich keinen Augenblick daran. Männer, die nichts zeigen, gibt es doch in Hülle und Fülle.

Liebe Grüße
Gulliver
 
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  • #39
Ha ! Das muss Heike gewesen sein. Und ich Depp suche sie im Supermarkt !
 
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  • #40
Zitat von Victor;n180638:
Ein Mensch definiert sich viel eher durch seine Schwächen, weil es der Bereich ist, wo er selber nachbessern muss, um nicht anzuecken. Gerade der Umgang mit seinen eigenen Fehlern, Schwächen und Eigenarten ist genau das, was den einen Menschen von den Anderen abhebt und ihn zu etwas Einzigartigem macht. Auch bildet dies allzuoft die Grundlage für eine besondere Stärke die daraus hervorgeht.
Ich kann mich dieser Aussage nicht anschließen (bin wahrscheinlich zu unsensibel). Menschen, die sich über ihre Schwächen definieren, finde ich nicht besonders anziehend. Vielleicht ist mein Helfersyndrom auch einfach zu schwach ausgeprägt. Ich persönlich finde den Ansatz „Stärken stärken“ leichter umzusetzen und auch freudvoller ;)

Es ist naiv zu glauben, dass Menschen perfekt sind und noch törichter es zu erwarten.

Noch naiver ist es wohl, zu vermuten, dass in Partnerbörsen andere oder „viel bessere“ Menschen unterwegs sind als sonst so. Ein Paralleluniversum ist das ja nicht. Und auch kein Partnerbringservice ;)
 

IMHO

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  • #43
Zitat von Blackangel:
AW: "Ist nicht eigentlich jede Frau/Mann eine Enttäuschung?"

Kommt auf die Erwartungen an ;-)

Sehe ich auch so. Eine hohe Erwartungshaltung kann zu einer hohen "Schwächenfindungsquote" führen.

Am besten erstmal vor der eigenen Haustüre kehren, an die eigene (vielleicht viel zu große oder krumme) Nase fassen und dann schauen,
ob es sich wirklich um eine "Schwäche" oder um eine möglicherweise liebenswerte "Macke" handelt, der man noch einiges abgewinnen könnte.

Im Übrigen dürfte kein Mensch der Welt eine einzige Enttäuschung sein - es sei denn, er wäre ein Tier, Pflanze, Stein etc. ;-))
 

Victor

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  • #44
Zitat von tina*:
Ich kann mich dieser Aussage nicht anschließen (bin wahrscheinlich zu unsensibel). Menschen, die sich über ihre Schwächen definieren, finde ich nicht besonders anziehend. Vielleicht ist mein Helfersyndrom auch einfach zu schwach ausgeprägt. Ich persönlich finde den Ansatz "Stärken stärken" leichter umzusetzen und auch freudvoller ;)
Hallo Tina

Das hat nichts mit Helfersyndrom zu tun, sondern mit der Tatsache, dass ein Mensch nicht besonders Stark ist, wenn er sich nicht mit seinen eigenen Schwächen auseinandersetzt. Die Kette wird so immer am schwächsten Glied reissen, ganz egal wie stark die anderen Glieder sind.

Auch hat es für mich nichts mit Stärke zu tun, wenn man einen Bogen um schwächere Meschen macht. Für mich ist es stets die Idealsituation, wenn ich über Stärken verfüge, die anderen fehlt. Wenn ich in der Lage bin zu helfen, dann kann ich im Gegenzug auch Hilfe einfordern. Stärken sollen sich ergänzen und nicht decken.

Aber ein bischen naiv bin ich schon, denn ich hatte lange geglaubt, dass Parship meine beste Option zum suchen einer Partnerin ist. Ich hätte mir einfach mehr zutrauen sollen. ;)
 
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  • #46
Zitat von Viktor:
Das hat nichts mit Helfersyndrom zu tun, sondern mit der Tatsache, dass ein Mensch nicht besonders Stark ist, wenn er sich nicht mit seinen eigenen Schwächen auseinandersetzt. Die Kette wird so immer am schwächsten Glied reissen, ganz egal wie stark die anderen Glieder sind.
?? Was hat das mit Partnersuche zu tun?

Auch hat es für mich nichts mit Stärke zu tun, wenn man einen Bogen um schwächere Meschen macht.
Für mich auch nichts. Was soll denn Stärke in dem Zusammenhang sein?

Für mich ist es stets die Idealsituation, wenn ich über Stärken verfüge, die anderen fehlt.
Für mich nicht. Wenn’s so ist, fein. Wenn nicht, nicht.

Wenn ich in der Lage bin zu helfen, dann kann ich im Gegenzug auch Hilfe einfordern.
Das hat für mich nicht viel mit Helfen zu tun. Klingt eher nach einem Geschäft.

Stärken sollen sich ergänzen und nicht decken.
Ist das Bestandteil deiner "Sollte"-Liste?


Weil ich seit 2 Jahren noch an keine Frau geraten bin, die ich unbedingt haben will oder die mich unbedingt haben will. Und eigentlich darf man ja wohl erwarten, dass beide wollen, oder?
Ach, erwarten darf man viel.
 
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ENIT

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  • #47
Zitat von Victor:
Ein Mensch definiert sich viel eher durch seine Schwächen, weil es der Bereich ist, wo er selber nachbessern muss, um nicht anzuecken. Gerade der Umgang mit seinen eigenen Fehlern, Schwächen und Eigenarten ist genau das, was den einen Menschen von den Anderen abhebt und ihn zu etwas Einzigartigem macht. Auch bildet dies allzuoft die Grundlage für eine besondere Stärke die daraus hervorgeht.
Es ist naiv zu glauben, dass Menschen perfekt sind und noch törichter es zu erwarten.
Wer das tut, verpasst wirklich etwas.

Wenn das wirklich deine Meinung ist, finde ich sie sehr gut und schön geschrieben.
 

ENIT

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  • #48
Zitat von Victor:
Weil ich seit 2 Jahren noch an keine Frau geraten bin, die ich unbedingt haben will oder die mich unbedingt haben will. Und eigentlich darf man ja wohl erwarten, dass beide wollen, oder?

Jo, dass sollte Mann/Frau wirklich erwarten.
Ich habe mal gelesen, dass man für eine Partnersuche 5 Jahre einplanen "darf". Also 3 hast du noch. ;) Was denkst du, woran liegt es, dass die Partnersuche so schwer ist. Haben wir zu hohe Ansprüche?
 

Miss-Green

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  • #49
Was denkst du, woran liegt es, dass die Partnersuche so schwer ist. Haben wir zu hohe Ansprüche?


Wir haben Ansprüche, unser Leben eingerichtet, unsere festen Strukturen und zahlreiche Möglichkeiten, Menschen kennenzulernen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen sehr festgefahrene Strukturen haben, in die nur wenige neue Menschen passen. Kompromisse werden eher bei langjährigen Freunden gemacht, als bei pot. neuen Partnern. Schließlich könnte das 100% passende Gegenstück nur einen Klick entfernt sein.
Zudem scheint auch die Oberflächlichkeit großes Thema bei der Partnersuche zu sein. Passt die Größe, Haarfarbe, der Bildungsstand o.ä. nicht in unsere Vorstellungen, scheidet dieser Mensch für eine Partnerschaft aus. Aber Singlebörsen beruhen nun einmal genau auf diesen hard facts und nicht auf Mimik und Gestik, Stimme, die Art zu lachen....
Da immer mehr Menschen Single-Börsen für die Partnersuche nutzen und (meiner Meinung nach) im Supermarkt nicht mehr auf die Idee kommen, freundlich zu lächeln und die nette Frau/ den sympathischen Mann an der Kühltheke einfach mal anzusprechen, gestaltet sich die Partnersuche immer schwieriger.
 
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  • #50
Zitat von Mrs.Right:
Wenn sich zwei Menschen näher kennenlernen, bleibt es nicht aus, dass man seine/ ihre Schwächen kennenlernt. Wie geht ihr mit der "Enttäuschung" um?

Sorry, aber ich finde das Blödsinn. Warum sollten "Schwächen" eine Enttäuschung sein? Und wie genau werden diese Schwächen definiert? Was für den einen eine Schwäche ist, ist für den anderen vielleicht eine Stärke (Beispiel Sensibilität)?

Das mit dem Schnarchen ist ein saudummes Beispiel, da könnte der Partner auch an MS erkranken. Ist das dann auch eine Schwäche?

Und Cindys Leberfleck war damals in der Modelwelt sehr wohl eine (offensichtliche) "Schwäche", ein Makel, nun ist es eine Art Erkennungsmerkmal, im positiven Sinne.

Wer Fehler sucht, wird Fehler finden. Das geht immer und überall.

Ich denke auch, dass es den "perfekten" (eher passenden) Partner gibt, den man dann inkl. aller Stärken und Schwächen liebt, ohne von Stärken und Schwächen zu reden.

Wer sich ständig mit den Fehlern, Schwächen, Eigenschaften anderer Menschen beschäftigt, sollte aufpassen, nicht das Leben zu versäumen.

Grüße
Michael
 

Miss-Green

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  • #51
Zitat von MichaelX:
Wer sich ständig mit den Fehlern, Schwächen, Eigenschaften anderer Menschen beschäftigt, sollte aufpassen, nicht das Leben zu versäumen.

Es sei denn, man verdient sein Geld damit ;-).
Bei der Partnersuche sollte man sich generell weniger mit Fehlern und Schwächen beschäftigen, als viel mehr mit der Freude, dem Interesse und der Neugier auf die Begegnung neuer Menschen.
 

Heike

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  • #52
Bleibt halt immer so unkonkret, was jemand als Schwächen, Makel, Macken im Sinne hat.
Es gibt ja, wenn ich es übersehe, gerade drei Threads diesbezüglich. Im einen gehts um Schwächen, die wenn sie rauskommen, enttäuschend sind. Im anderen geht es darum, daß Macken, auch starke, gerade das sind, was liebenswert an einer Person sind. In einem dritten geht es darum, daß Schwächen die Person definieren, aber eher in dem Sinn, als der Umgang mit diesen Schwäche und die Weise ihrer Bekämpfung die Person ausmachen.
Das auf Nachfrage, um welche Schwächen, Makel, Macken es denn gehe, kommt in der Regel keine Antwort - was vielleicht anzeigt, daß da eher so dahergeredet wird.

Der Schönheitsfleck ist kein Schönheitsfleck, weil er die Schönheit befleckt, sondern weil er auf eine bestimmte Weise gerade zur Attraktivität beiträgt. Diese Erkenntnis ist auch nicht mit Cindy in die Welt gekommen. Liebhaber alter Filme kennen ihn beispielsweise von Marilyn. Also Monroe, nicht Manson. Und in früheren Jahrhunderten soll er auch mal künstlich aufgeklebt worden sein. Welchen Status er in der Steinzeit hatte, darüber ist mir keine Studie bekannt. Aber vielleicht können die älteren Semester hier von ihren Erfahrungen berichten.

Daß insbesondere von denen, die ein Loblied auf die Macken singen, auf Nachfrage meist keinerlei Auskunft darüber zu erhalten ist, was sie da so im Sinn haben, hat vermutlich damit etwas zu tun, daß es vermutich toll klingt, wenn man nicht nur Unperfektion toleriert, sondern es gerade so umkehrt, daß man das Unperfekte zum Fetisch erhebt. Ob das ein abstrakter Wortfetisch ist oder auch in der Realität mit wirklichen Macken so gehandhabt wird, müßte man sehen. Hier beispielsweise wird selten mit "echten" Macken kokettiert. Also Pit tut das zuweilen. Wird aber meinem Eindruck nach meist eher mißverstanden.

Ein Unterschied ist natürlich auch, ob die sogenannten Macken unverzichtbar werden bei einer Person, die man länger kennt und liebt, oder ob sie vorweg Attraktionsmerkmal sein sollen.
 
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  • #53
Wer zur Hölle ist eigentlich Cindy ?
Aber sie kann ja eigentlich nur aus dem Osten kommen, oder ;-)
 

ENIT

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  • #54
Zitat von Miss-Green:
Wir haben Ansprüche, unser Leben eingerichtet, unsere festen Strukturen und zahlreiche Möglichkeiten, Menschen kennenzulernen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen sehr festgefahrene Strukturen haben, in die nur wenige neue Menschen passen. Kompromisse werden eher bei langjährigen Freunden gemacht, als bei pot. neuen Partnern. Schließlich könnte das 100% passende Gegenstück nur einen Klick entfernt sein.
Zudem scheint auch die Oberflächlichkeit großes Thema bei der Partnersuche zu sein. Passt die Größe, Haarfarbe, der Bildungsstand o.ä. nicht in unsere Vorstellungen, scheidet dieser Mensch für eine Partnerschaft aus. Aber Singlebörsen beruhen nun einmal genau auf diesen hard facts und nicht auf Mimik und Gestik, Stimme, die Art zu lachen....
Da immer mehr Menschen Single-Börsen für die Partnersuche nutzen und (meiner Meinung nach) im Supermarkt nicht mehr auf die Idee kommen, freundlich zu lächeln und die nette Frau/ den sympathischen Mann an der Kühltheke einfach mal anzusprechen, gestaltet sich die Partnersuche immer schwieriger.

Ja, da gehe ich mit, und sehe dies auch so. Am meisten stört mich diese Oberflächlichkeit. Wer nicht so fotogen ist hat eben die "A-Karte". ;) Über den Satz ... "100% passende Gegenstück"... musste ich lächeln. So etwas gibt es sicherlich nur im Traum. Hoffentlich wachen die "Träumenden" auch mal auf. ;))) Die "Supermarktgeschichte" wurde ja schon thematisiert. Es ist eigentlich traurig, dass man nicht mehr aufeinander zugehen kann. Oder eben, dass manche sich nicht trauen.
 

Miss-Green

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  • #55
Zitat von ENIT:
Ja, da gehe ich mit, und sehe dies auch so. Am meisten stört mich diese Oberflächlichkeit. Wer nicht so fotogen ist hat eben die "A-Karte". ;)
Oder man wird durch seine Äußerlichkeit direkt in eine Schublade gesteckt. Ich habe lange, sehr helle blonde Haare und wurde schon darauf hingewiesen, dass Mann gar nicht davon ausgegangen ist, wirklich tiefgründige Gespräche mit mir führen zu können....weil ich ja eher wie eine Frau ohne großes Allgemeinwissen aussehe. Hallo? Nun erkennt Mann den Bildungsstand und die Intelligenz an der Haarfarbe?? Wenn ich Männer ausserhalb dieser virtuellen Welt kennenlerne, passiert mir so etwas übrigens fast nie.
 

Heike

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  • #56
Oberflächlich ist es weniger, einen Sinn für Oberfläche und somit das Aussehen zu haben, sondern eher, wenn man das, was nicht Oberfläche ist, so oberflächlich verhandelt, als sei es Oberfläche. Etwa das Gerede von "inneren Werten", "gutem Charakter" usw. - das ist in seiner Plakativität und Undifferenziertheit meist oberflächlich.


Zitat von 0815User:
Wer zur Hölle ist eigentlich Cindy ?
Aber sie kann ja eigentlich nur aus dem Osten kommen, oder ;-)

Ja, liegt östlich von Lichtenberg.
 

ENIT

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  • #57
Zitat von Miss-Green:
Oder man wird durch seine Äußerlichkeit direkt in eine Schublade gesteckt. Ich habe lange, sehr helle blonde Haare und wurde schon darauf hingewiesen, dass Mann gar nicht davon ausgegangen ist, wirklich tiefgründige Gespräche mit mir führen zu können....weil ich ja eher wie eine Frau ohne großes Allgemeinwissen aussehe. Hallo? Nun erkennt Mann den Bildungsstand und die Intelligenz an der Haarfarbe?? Wenn ich Männer ausserhalb dieser virtuellen Welt kennenlerne, passiert mir so etwas übrigens fast nie.

Oh, oh, oh, dass ist ja unter aller Kanone. Nimm dir das bloß nicht zu Herzen! Vielleicht besitzen manche Männer ja die Fähigkeit, die Intelligenz und den Bildungsstandard von der Haarfarbe ableiten zu können. ;))))) Ich denke, die haben zu viele Blondinenwitze gehört. ;) Aber nun weiß ich ja, woran es bei mir liegt. ;) Bin dunkelblond und habe nicht die "Modelgröße". Vielleicht solltest du im Profileinführungstext schon mal anfragen, welche Haarfarbe denn genehm wäre. Mir ist aber aufgefallen, dass eher Männer suchen, die selber "helle Typen" sind. Aufgefallen ist mir auch, dass Männer, die nicht aus meiner Region (BRB) kommen, vielfach netter und nicht so stieselig sind. Nur leider kann ich hier nicht weg, höchstens als Rentnerin. :(
 
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  • #58
Habe heute eine wunderschöne Erfahrung gemacht: ich habe heute einer ganz lieben Freundin beigestanden, ihr Baby zur Welt zu bringen. Ein kleines Mädchen. Das Wunder der Geburt ist einfach einzigartig. Alles andere verblasst plötzlich, und man beginnt die Welt noch einmal mit ganz anderen Augen zu sehen. Eine absolut schöne Erfahrung, daran werde ich noch lange Freude haben, vor allem wenn ich die kleine Maus wieder sehe.

Im Grunde genommen sind wir Menschen doch selten wirklich eine Enttäuschung. Manchmal lernen wir Menschen im Laufe der Zeit näher kennen und merken, dass wir mit manchen Eigenarten nicht zurecht kommen. Dann ist es doch unsere Erkenntnis, dass wir bestimmte Erwartungen haben, die dann der andere nicht erfüllt. Aber deswegen darf man doch einen Menschen nicht als Enttäuschung ansehen. Nur feststellen, dass unser Wunsch nicht in Erfüllung gegangen ist. Nun ist die Frage, ob es Sinn macht, zu warten ob jemand kommt, der diesen Wunsch erfüllt oder es einfach belassen. Ich glaube, jeder sollte dann die Entscheidung treffen mit der er sich am wohlsten fühlt.
 

ENIT

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  • #59
Zitat von fleurdelis:
Habe heute eine wunderschöne Erfahrung gemacht: ich habe heute einer ganz lieben Freundin beigestanden, ihr Baby zur Welt zu bringen. Ein kleines Mädchen. Das Wunder der Geburt ist einfach einzigartig. Alles andere verblasst plötzlich, und man beginnt die Welt noch einmal mit ganz anderen Augen zu sehen. Eine absolut schöne Erfahrung, daran werde ich noch lange Freude haben, vor allem wenn ich die kleine Maus wieder sehe.

Schön. Ja, dass ist wirklich Wunderbar. Alles Gute für die Beiden. :)

Im Grunde genommen sind wir Menschen doch selten wirklich eine Enttäuschung. Manchmal lernen wir Menschen im Laufe der Zeit näher kennen und merken, dass wir mit manchen Eigenarten nicht zurecht kommen. Dann ist es doch unsere Erkenntnis, dass wir bestimmte Erwartungen haben, die dann der andere nicht erfüllt. Aber deswegen darf man doch einen Menschen nicht als Enttäuschung ansehen. Nur feststellen, dass unser Wunsch nicht in Erfüllung gegangen ist. Nun ist die Frage, ob es Sinn macht, zu warten ob jemand kommt, der diesen Wunsch erfüllt oder es einfach belassen. Ich glaube, jeder sollte dann die Entscheidung treffen mit der er sich am wohlsten fühlt.

M. E. n. sollte man nicht warten und hoffen. Da baut man sicherlich zu sehr eine Erwartungshaltung auf. Entweder man hat mal Glück oder eben auch nicht. Man muss es halt lernen, sich an den schönen Dingen des Lebens zu erfreuen, und seinen Weg alleine zu gehen. Auch wenn das manchmal nicht so recht klappen will, und man den Kopf hängen lässt. Es gibt Schlimmeres als keinen Partner zu haben. Ein ganz toller Kollege von mir ist sehr, sehr schwer erkrankt, und da frage ich mich, was ich eigentlich für "Problemchen" habe. Eigentlich doch gar keine so großen.
 
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  • #60
Zitat von ENIT:
. Ein ganz toller Kollege von mir ist sehr, sehr schwer erkrankt, und da frage ich mich, was ich eigentlich für "Problemchen" habe. Eigentlich doch gar keine so großen.

Genau das meine ich. Der Mensch an sich ist keine Enttäuschung. Sondern wenn wir etwas wollen und es nicht kriegen sind wir enttäuscht. Eine Geburt, also ein neues Leben, oder ein Mensch der eine vielleicht sogar tödlich verlaufende Erkrankung hat, bringen einen immer mal wieder dazu, - also mir zumindest geht es so: alles mal wieder auf "reset" zu bringen und zu schauen: wo stehe ich, wie geht es mir, und dann mal wieder darüber dankbar zu sein, was ich alles habe.