Pit Brett

User
Beiträge
3.521
  • #61
1. Zu bemerken, dass man etwas nicht für gesund hält, hat nichts mit Abwertung der Person zu tun. Oder wertet ihr alle ab, die gerade im Spital sind?
Doch. All die auf ihre Gesundheit achtenden Nichtraucher, Vegetarier, Veganer, Kalorienzähler (soll keine abschließende Aufzählung sein) haben etwas Unversöhnliches in dem Sinn, dass sie von der Richtigkeit ihrer Sichtweise überzeugt sind. Was sie tun und lassen, ist gesund – alles andere nicht. Sie können sich oft nicht vorstellen, dass hinter anderen Lebensweisen ebenfalls ein kluger Kopf steckt. Diese Unversöhnlichkeit wirkt durchaus abwertend.

Der Vergleich mit Patienten im Spital hinkt nicht bloß, dem fehlen die Beine.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Kirstina, Hippo, pleasure und 2 Andere

Rise&Shine

User
Beiträge
4.547
  • #62
weil ich mich über etwas erschrecke und es ungesund finde
Leben und leben lassen.
Was ist daran schlimm, etwas einfach so stehen lassen, wenn es allen Beteiligten gefällt und niemand Drittes schaden nimmt?
Das kannst Du für Dich selbst entscheiden wie es ist. Das bewertet niemand.
Du aber bewertest Cuckold und stattest mit dem Label „ungesund“ aus. Weil Du etwas nicht gut findest, ist es noch lange nicht richtig, dass Du es als schlecht darstellen solltest.

Welche sollten das sein? Du bewertest etwas für Dich, was alle anderen nicht so sehen.

Wie sollte ich da Menschen abwerten, deren Verhalten ich ungesund finde?
Gerade dadurch wertest Du.
Mir ist bewusst, dass mich solche Dinge wie dieses Threadthema wegen meiner eigenen Traumatisierung stärker stressen als es dies sonst würde
Das tut mir leid für Dich. Ernsthaft.
Offenbar seht ihr eure eigenen Themen überall...
Ah, ich glaube eher nicht. Hast Du für Dich selbst ja gerade festgestellt, dass es Dich stärker stresst.
 

Amala

User
Beiträge
92
  • #63
Doch. All die auf ihre Gesundheit achtenden Nichtraucher, Vegetarier, Veganer, Kalorienzähler (soll keine abschließende Aufzählung sein) haben etwas Unversöhnliches in dem Sinn, dass sie von der Richtigkeit ihrer Sichtweise überzeugt sind. Was sie tun und lassen, ist gesund – alles andere nicht. (…) Diese Unversöhnlichkeit wirkt durchaus abwertend.
Hm, wie überall gibt es auch hier Grauwerte. Natürlich liegen den Handlungen jeder Person der für sie richtigen Einsichten zugrunde. Es gibt aber durchaus Menschen, die können tolerant und ohne missionieren zu wollen, ihre Überzeugungen leben. Für mich drückt sich darin Respekt für sich und andere aus.

ABER: Was ich für mich noch nicht gelöst habe, ist die Integration des Toleranz-Paradoxons von Popper:

„Weniger bekannt ist das Paradoxon der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“
 
  • Like
Reactions: Lou Salome and Christian86

Amala

User
Beiträge
92
  • #64
Allerdings muss ich doch noch bemerken, zwar keinesfalls erstaunt, dass meine Fragen nicht beantwortet werden und auch niemand überhaupt inhaltlich Bezug nimmt.
Hierzu würde ich gern noch etwas sagen, wir hatten uns ja auch dazu ausgetauscht. Ab einem bestimmten Punkt finde ich es wenig sinnvoll, weiter zu diskutieren, nämlich dann, wenn die gegenseitigen Standpunkte verdeutlicht wurden und dann klar wird, dass ein weiterer Austausch nicht zunehmend bereichert, in dem Sinne, dass eine oder beide Seiten ihre Sichtweisen erweitern. Das hat in dem Fall sowohl mit dem Medium Forum zu tun, als auch, dass wir Meinungen ohne hinreichende fachliche Grundlage austauschen. Es ist einfach schwierig, das in der nötigen Tiefe zu ergründen und ich lasse das dann lieber so stehen, bevor das Ganze in einen der berüchtigten Schlagabtausche hier abdriftet. Das heißt aber nicht, dass ich mir da nicht noch weitere Gedanken darum mache.
 

Amala

User
Beiträge
92
  • #66
Und das wiederum bedeutet, dass man ein Prinzip über sich selbst und sein eigenes Erleben, seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse, sein eigenes Wohlergehen setzt. Und das finde ich nicht gesund.
Das ist jetzt zwar aus dem Zusammenhang gerissen, aber doch, übergeordnete Prinzipien finde ich wichtiger. Hierauf gründet sich unsere gesamte Ethik und Gesetzgebung. Ob das jetzt absolute Handlungsrichtlinien sein müssen (Du darfst nicht stehlen), oder eine flexible Orientierung á la Sartre (Handle so, dass es richtig wäre, wenn jeder in dieser Situation genauso handeln würde)... hat beides seine Berechtigung ;)
 
  • Like
Reactions: Bastille
Beiträge
8.018
  • #67
ABER: Was ich für mich noch nicht gelöst habe, ist die Integration des Toleranz-Paradoxons von Popper:

„Weniger bekannt ist das Paradoxon der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“
Ich weiß nicht, ob ich Deine "Unlösbarkeit" richtig verstanden habe: zentral ist m.E. jedoch der Begriff "uneingeschränkte" Toleranz.

Diese Uneingeschränktheit habe ich hier nirgends wahrgenommen. Die in diesem Thread dargestellte Toleranz ist immer verknüpft mit der Freiwilligkeit, dem Wohlbefinden, der Unabhäbgigkeit aller Beteiligten. Die Toleranz ist nicht bedingungslos, sie ist gebunden an die Wahrung bestimmter Werte.

Verantwortungsvolle Toleranz kann m.E. weder unkritisch noch kontextfrei erfolgen. Das grenzt sie ab von Gleichgültigkeit, Verantwortungslosigkeit und Laissez faire. Wahre (?) Toleranz erfordert eine klare (differenzierte?) Haltung.

Spontane Gedanken. Danke für die Anregung. 🙂
 
  • Like
Reactions: Christian86, Anthara, Hängematte und 2 Andere

Voldemort

User
Beiträge
2.971
  • #69
Interessant, wie ihr euch aufregen und empören könnt, nur weil ich mich über etwas erschrecke und es ungesund finde. Zum Thema dagegen sagt ihr rein gar nichts und auch auf meine Argumente geht keiner ein. Nur Abwertung, fertig machen, fiese Unterstellungen. Offenbar seht ihr eure eigenen Themen überall...

Mir ist bewusst, dass mich solche Dinge wie dieses Threadthema wegen meiner eigenen Traumatisierung stärker stressen als es dies sonst würde, Betonung auf "stärker". Wie sollte ich da Menschen abwerten, deren Verhalten ich ungesund finde? Ihr hingegen habt nicht einmal etwas mit dem Thema am Hut und könnt nicht aufhören, Fiesheiten von euch zu geben. Ausserdem thematisierte ich es gerade deshalb, weil ich mir bewusst bin, dass es für mich ein schwieriges Thema ist. Ich habe ja auch Fragen gestellt. Statt Antworten zu bekommen oder eine Auseinandersetzung mit dem Thema erlebe ich nur Anfeindungen. Das ändert ganz sicher nichts an meinem Erschrecken über dieses Thema, sondern lässt mich höchstens erschrecken über euch.


Diese Unterstellung verbitte ich mir. Sie ist dermassen daneben!

Ich komme übrigens aus der Schweiz, falls dies eventuell in Deutschland anders wahrgenommen werden sollte. Hier ist das Wort "Volk" nicht negativ belastet, sondern beispielweise in der Politik ist es gang und gäbe.

Ich sage jetzt zu all dem gar nichts mehr.
Hä, wenn du mit dem Thema ein Problem hast lies das halt nicht. Auf jeden Fall hat der TE mit deinem Teauma nicht zu tun, der hat eine einfache Frage gestellt und du schweifst hier rum mit Kindheitstraumata und sonstwelchen blühenden Unterstellungen in diese Richtung. Mach das doch bei dir selber, da scheinst noch genug Stoff zu haben.

Deine Fragen muss dir keiner beantworten, weil sie nicht relevant sind. Für dich vielleicht, siehe oben. Weil du es ungesund findest aufgrund deiner Historie ist es das noch lange nicht, das macht die Diskussion mit dir sinnlos.

Mach einen Strang auf wenn du DEIN Thema diskutiert sehen willst, aber pathologisiere nicht andere aufgrund deiner Einzelerfahrung.

Welche Themen sehen „wir“ überall? Ist doch eher bei dir der Fall.
 
Zuletzt bearbeitet:

Amala

User
Beiträge
92
  • #70
@himbeermond: Danke, gleichfalls für die Anregung. Denn ja, das klärt für mich schon einiges! Ich bin mir grad noch nicht ganz sicher, ob abschließend.

@Hängematte: Ja, da hast Du Recht. Dann korrigiere ich meine Aussage, indem ich das differenziere: der Handlung der genannten Haltungsüberzeugten (Vegetarier & Co.) liegt eine bewusste Entscheidung zugrunde.
Gleichwohl denke ich, dass es kein sinnloses Verhalten gibt, auch mitunter oder ständig entgegen der eigenen (bewussten) Überzeugung zu handeln, muss (vermutlich meist unterbewusst und eher kurzfristig) auf irgendeine Art gewinnbringend sein.
Vielleicht hat es auch schlichtweg mit dem Selbstbild zu tun, das man von sich hat.
 
  • Like
Reactions: pleasure and Hängematte

HrMahlzahn

User
Beiträge
9.775
  • #71
Ich musste bei dem Begriff Cuckold erst mal bei Wikipedia nachschauen. Dann merkte ich dass mein Onkel und seine Frau mitten in einem dörflichen Bereich so eine Beziehung führten. Sie starben beide mit über 90 Jahren an Altersschwäche glücklich und von uns allen unverstanden. Über meine Tante gab es immer Gerüchte dass fremde Autos vor der Tür standen und junge Männer ein und ausgingen wenn mein Onkel nicht zu Hause war. Mein Onkel selbst war sehr nett und überall beliebt . Als mein Grossvater, also sein Vater ihn zur Rede stellte..verbat er sich den Eingriff in seine Beziehung. MEINE Tante war sehr schön und sonst nix. Sie hatte keinerlei Interessen, war immer freundlich und und wohl strohdoof. SIE hatte keinerlei Interessen, las nix und ging in keine Vereine. Beide waren nach aussen immer ein Herz und eine Seele. Sie galt als falsch und oberflächlich und wurde von ihren Schwägerinnen missachtet. Ich war der Einzige in der Fsmilie der sie mochte, weil ich als Kleinkind einige Zeit bei ihnen verbrachte. Siehatten keine Kinder aber sie hatte einige Fehlgeburten.
Ich nehme an, das sie eine Cuckold Beziehung hatten, die beide befriedigte. Ich versuche, gerade etwas zu verstehen, was mich immer berührte und doch ein Rätsel war.
Verzeihung für meine Rechtschreibfehler, ich bin zur Zeit nicht so gut drauf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
8.018
  • #72
…ohne sie dem anderen aufoktroyieren zu wollen.
Sicher. Die Gefahr sehe ich bei Toleranz eher nicht. Sie ist ja mehr passiv, ein bewusstes "Hinnehmen". Toleranz kommentiert nicht einmal.

Anders ist das m.E. bei (sogenannten) Meinungsäußerungen. Gerade im Forum lässt sich immer wieder beobachten, dass Belehrungen, Bewertungen und Unterstellungen aktiv vorgebracht, aber nicht als solche benannt werden. Dann müsste man ja selbstbewusst Stellung beziehen, Haltung zeigen.

Stattdessen werden derartige Aussagen mit "nur meine Meinung" gelabelt. Selbst Beleidigungen, Anmaßungen und Übergriffigkeiten werden mit dem Mäntelchen der Meinungsfreiheit (vermeintlich) legitimiert.

Dabei scheint es für die Schreibenden gar nicht das Schlimmste, dass man nicht ihrer Meinung ist.
Viel schlimmer scheint zu sein, dass mehrere andere die gleiche andere Meinung haben. ;-)
 
  • Like
Reactions: Christian86 and Anthara
Beiträge
8.018
  • #73
Ich musste bei dem Begriff Cuckold erst mal bei Wikipedia nachschauen. Dann merkte ich dass mein Onkel und seine Frau mitten in einem dörflichen Bereich so eine Beziehung führten. Sie starben beide mit über 90 Jahren an Altersschwäche glücklich und von uns allen unverstanden. Über meine Tante gab es immer Gerüchte dass fremde Autos vor der Tür standen und junge Männer ein und ausgingen wenn mein Onkel nicht zu Hause war. Mein Onkel selbst war sehr nett und überall beliebt . Als mein Grossvater, also sein Vater ihn zur Rede stellte..verbat er sich den Eingriff in seine Beziehung. MEINE Tante war sehr schön und sonst nix. Sie hatte keinerlei Interessen, war immer freundlich und und wohl strohdoof. SIE hatte keinerlei Interessen, las nix und ging in keine Vereine. Beide waren nach aussen immer ein Herz und eine Seele. Sie galt als falsch und oberflächlich und wurde von ihren Schwägerinnen missachtet. Ich war der Einzige in der Fsmilie der sie mochte, weil ich als Kleinkind einige Zeit bei ihnen verbrachte. Siehatten keine Kinder aber sie hatte einige Fehlgeburten.
Ich nehme an, das sie eine Cuckold Beziehung hatten, die beide befriedigte. Ich versuche, gerade etwas zu verstehen, was mich immer berührte und doch ein Rätsel war.
Verzeihung für meine Rechtschreibfehler, ich bin zur Zeit nicht so gut drauf.
Viele waren sicher neidisch auf dieses Glück. Denen kommt es doch gerade recht, wenn es auf ungewöhnlichen (?) Wegen zustande kam.
Ich finde, es ist eine berührende Geschichte. Sollte man nicht dran rühren.
 

HrMahlzahn

User
Beiträge
9.775
  • #76
Da waren auch noch Beziehungen wo er dabei war. Es gab einen "Hausfreund" der über Jahre bis zu seinem Tod fast immer bei ihnen zu Haus war egal ob mein Onkel zu Hause war oder nicht.
 

HrMahlzahn

User
Beiträge
9.775
  • #77
  • Like
Reactions: mitzi

HrMahlzahn

User
Beiträge
9.775
  • #78
Hallo @authentisch da ich nur sporadisch im Forum bin habe ich dich nicht bemerkt. Ich kenne eine hochsensible Schweizerin die im Forum war, als ich noch als der böse König Henry VIII hier agierte. wenn ihr identisch seid, bin ich hocherfreut dich hier wieder zu sehen. Es ist schön, dass es dich gibt.
 

mitzi

User
Beiträge
3.784
  • #79
Es gibt überhaupt kein Unterbewußtsein. Es gibt ein Bewußtsein (ganz klein) und es gibt das Unbewußte (ganz groß) und die stehen miteinander in einer komplizierten Beziehung, wobei das Unbewußte viel, viel älter und stärker ist und sich gern hinter dem Bewußtsein versteckt.

Das Unbewusste sind alte, prägende Erinnerungen in der Amygdala. Psychologie halt und Dank Freud, Jungermittler usw. bereit sich im Lebenslauf wichtig zu machen. Definition mortale katastrophale. Träumte mir heute ich wäre in der Basilika San Pietro aufgewacht, dabei fand vor meiner Nase die griechische Pfingstmesse statt. So ein unorthodoxer Lärmpegel für entspannte Ohren. 😃😇
 

HrMahlzahn

User
Beiträge
9.775
  • #80
Das Unbewußte ist älter als die Amygdala. Es ist so alt wie das Leben selbst. In der Amygdala sitzt es nur im Hirn der Mammalia
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: SoulFood

HrMahlzahn

User
Beiträge
9.775
  • #82
Jetzt wirst noch mystisch auf deine alten Tag. :);)
So war ich doch schon immer. Nur bin ich im Forum manchmal abgeflacht um verstanden zu werden. Im Hirnanalogon anderer Lebewesen wie Tintenfische die ein Bewusstsein haben wie Tintenfische und Vögel bei denen ist die Amygdala für die Intelligenz zuständig)gibt es sicher auch viel Unbewußtes neben einem Bewußtsein
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
162
  • #85
ABER: Was ich für mich noch nicht gelöst habe, ist die Integration des Toleranz-Paradoxons von Popper:

„Weniger bekannt ist das Paradoxon der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“
Dass ich jemanden nochmal Popper zitieren sehe - nicht schlecht :)

Poppers Paradoxon ist nicht lösbar. Das muss zwingend so hingenommen werden, da nicht falsifizierbar.
 
Beiträge
162
  • #86
Sicher. Die Gefahr sehe ich bei Toleranz eher nicht. Sie ist ja mehr passiv, ein bewusstes "Hinnehmen". Toleranz kommentiert nicht einmal.

Anders ist das m.E. bei (sogenannten) Meinungsäußerungen. Gerade im Forum lässt sich immer wieder beobachten, dass Belehrungen, Bewertungen und Unterstellungen aktiv vorgebracht, aber nicht als solche benannt werden. Dann müsste man ja selbstbewusst Stellung beziehen, Haltung zeigen.

Stattdessen werden derartige Aussagen mit "nur meine Meinung" gelabelt. Selbst Beleidigungen, Anmaßungen und Übergriffigkeiten werden mit dem Mäntelchen der Meinungsfreiheit (vermeintlich) legitimiert.

Dabei scheint es für die Schreibenden gar nicht das Schlimmste, dass man nicht ihrer Meinung ist.
Viel schlimmer scheint zu sein, dass mehrere andere die gleiche andere Meinung haben. ;-)

Was erwartest du denn in einem "öffentlichen" Forum, liebe @himbeermond ? Niemand hier ist Zen-Meister oder Zen-Meisterin. Alle haben ihre Meinung und tun sie kund - das ist doch eben nur menschlich. Man möchte gesehen werden, man hat ja etwas Wichtiges zu sagen.

Ist doch völlig egal, ob du Belehrungen oder Bewertungen als "Meinung" oder als "Banane" labelst. Du labelst an dieser Stelle übrigens auch - die Belehrenden als "rückgratlos" :p
Ein ewiger Kreislauf.

Wir drehen uns hier alle im Kreis - die Einen Kritisieren die Anderen, die Anderen kritisieren die Kritik der Einen, die Einen kritisieren die Kritik der Anderen über die Kritik der Einen - es nimmt kein Ende.

Das zeugt jetzt auch nicht gerade von Toleranz oder Akzeptanz.

Vielleicht lernen wir alle einfach mal, dass das Alphabet nicht nur aus A und B besteht, sondern aus deutlich mehr Buchstaben. Wenn jemand einen Sachstand kritisiert, lasst ihn doch. Passt es euch nicht, dann toleriert diese Meinung doch einfach. Irgendwann wird dem Kritiker langweilig und er wird still.
 
  • Like
Reactions: Amala, lila_lila and SoulFood
Beiträge
8.018
  • #88
Ist doch völlig egal, ob du Belehrungen oder Bewertungen als "Meinung" oder als "Banane" labelst. Du labelst an dieser Stelle übrigens auch - die Belehrenden als "rückgratlos" :p
Ein ewiger Kreislauf.
Auf die Schnelle
- Du hast das, was ich auseinanderklamüsert habe, alles wieder in einen Topf geworfen. 🤷‍♀️
- Kritik war nicht mein Thema, das Stichwort war "aufoktroyieren" im Zusammenhang mit Toleranz
- Deine Folgerung, die Belehrenden seien rückgratlos passt nach meinen Ausführungen nur, wenn sie nicht dazu stehen.
- Ja, ich bewerte. Und weiß auch, dass ich damit falsch liegen oder jemandem unrecht tun kann. Ich belehre auch mal, vielleicht beleidige ich auch usw. Das ist nicht nett. Ich stehe dazu, nicht immer nett zu sein.
 
  • Like
Reactions: Christian86
Beiträge
162
  • #89
Das ist auch vollkommen okay - du bist toll, genau so, wie du bist @himbeermond :) - ich mag deine meist reflektierte Art.
Wollte nur auch mal meinen Senf dazugeben :D

Einen schönen Tag allen :)
 
Zuletzt bearbeitet:

fafner

User
Beiträge
13.241
  • #90
Nicht zu allem, was den eigenen Horizont übersteigt, eine abwertende Meinung haben ist allerdings auch eher gesund für die eigene Psyche, meinst nicht?
Nö. Ich muß doch nicht für das skurrilste Zeug Verständnis aufbringen. Wozu denn. 🤨
Es geht euch doch hauptsächlich darum, zu betonen resp. behaupten resp. darzustellen, wie offen und modern und attraktiv ihr seid... Das ist es, was ich denke.
Da denkst Du m.E. richtig. :)