Erin

User
Beiträge
2.405
  • #571
sondern darum, seine eigenen tieferen Wünsche und Gefühle ernst zu nehmen und dann um harte Arbeit an sich und den Mut, sich auf Neues Denken und Handeln einzulassen -
Und dazu gehören halt auch Wünsche, Mut und Neues Denken seine Beziehung zu öffnen und eine andere Person zum Sex einzuladen. In was für Konstellationen auch immer (Swingen, 3-er etc.). Nicht jeder braucht Sex um Innigkeit zu bestärken.

Mein Mann verstarb innerhalb eines Jahres an einem bösartigen, unheilbaren Hirntumor.
 
Beiträge
670
  • #572
Mein Mann verstarb innerhalb eines Jahres an einem bösartigen, unheilbaren Hirntumor.
Das tut mir sehr leid zu lesen. Es muss ein sehr schwerer Verlust für dich gewesen sein. Ich hoffe, du hattest/hast Angehörige und Freundinnen, durch die du dich gut begleitet fühlen konntest/fühlst.

Wie lange ist das denn her? Hattest/hast du seither eine neue Beziehung?

Und dazu gehören halt auch Wünsche, Mut und Neues Denken seine Beziehung zu öffnen und eine andere Person zum Sex einzuladen. In was für Konstellationen auch immer (Swingen, 3-er etc.). Nicht jeder braucht Sex um Innigkeit zu bestärken.
Hmm. Da bin ich skeptisch, denn damit geht doch die Verbindung zum Partner in der Intimität verloren, oder wie habt ihr das gemacht, damit es nicht geschieht? Mein Gefühl wäre eher, dass das dann etwas Zerstörerisches hätte.
Natürlich kann man Innigkeit auch anders bestärken, dem widerspreche ich überhaupt nicht. Aber man könnte auch die (zusätzlich) Sexualität dazu nutzen. Ich habe das Buch von David Schnarch erst angefangen zu lesen, vielleicht schreibt er zu solchen Arten von Sex noch etwas. In seinem ersten Fallbeispiel kam vor, dass die Frau Phantasien von Sex mit anderen Männern hatte und beide während dem Sex nicht wirklich da waren, nicht beieinander, sondern er hauptsächlich bei seinen körperlichen Wahrnehmungen/Bedürfnissen und sie bei ihren Phantasien. Als sie anfingen, darüber zu sprechen und sich durch die Phantasien anregen liessen, miteinander Neues auszuprobieren, vor allem aber nicht mehr das taten, was sie glaubten, der andere wolle es, sondern sich so zu zeigen begannen, wie sie sein wollten - was sie vorher nicht getraut hatten, weil sie sich zuerst die Bestätigung des anderen wünschten - kam ein Prozess ins Rollen, den beide zuvor nicht für denkbar gehalten hätten. Es mussten dazu aber beide bereit sein. Schnarch sagt übrigens auch, dass sich die Phantasien nicht selten im Lauf solcher Entwicklungen verändern.
 
Zuletzt bearbeitet:

Rise&Shine

User
Beiträge
4.547
  • #573
@Erin was für eine schöne lange Zeit, die ihr zusammen verbringen durftet und wie das Leben einem dann einen so fundamentalen und grausamen Strich durch die Rechnung macht und diese Zeit so jeh und abrupt enden lässt. Meine aufrichtige Anteilnahme. Ich hoffe, Du konntest schöne Erinnerungen mitnehmen und die nicht so schönen wegpacken/verarbeiten.
 
  • Like
Reactions: himbeermond, Hängematte, pleasure und 4 Andere

Erin

User
Beiträge
2.405
  • #574
@Erin was für eine schöne lange Zeit, die ihr zusammen verbringen durftet und wie das Leben einem dann einen so fundamentalen und grausamen Strich durch die Rechnung macht und diese Zeit so jeh und abrupt enden lässt. Meine aufrichtige Anteilnahme. Ich hoffe, Du konntest schöne Erinnerungen mitnehmen und die nicht so schönen wegpacken/verarbeiten.
Danke.. ja es ist jetzt einige Jahre her und konnte es gut verarbeiten. Einzig solche Momente wie das erste Enkelkind, da fehlt der Grossvater, der sich mit uns mitfreuen hätte können und schöne Erlebnisse mit dem Baby zusammen haben.
 
  • Like
Reactions: pleasure, Megara, authentisch und 3 Andere

Erin

User
Beiträge
2.405
  • #575
Das tut mir sehr leid zu lesen. Es muss ein sehr schwerer Verlust für dich gewesen sein. Ich hoffe, du hattest/hast Angehörige und Freundinnen, durch die du dich gut begleitet fühlen konntest/fühlst.

Wie lange ist das denn her? Hattest/hast du seither eine neue Beziehung?
danke. Ja, zwei Beziehungsversuche die über einige Monate dauerten, aber dann doch nicht stimmig waren.
In seinem ersten Fallbeispiel kam vor, dass die Frau Phantasien von Sex mit anderen Männern hatte und beide während dem Sex nicht wirklich da waren, nicht beieinander, sondern er hauptsächlich bei seinen körperlichen Wahrnehmungen/Bedürfnissen und sie bei ihren Phantasien. Als sie anfingen, darüber zu sprechen und sich durch die Phantasien anregen liessen, miteinander Neues auszuprobieren, vor allem aber nicht mehr das taten, was sie glaubten, der andere wolle es, sondern sich so zu zeigen begannen, wie sie sein wollten - was sie vorher nicht getraut hatten, weil sie sich zuerst die Bestätigung des anderen wünschten - kam ein Prozess ins Rollen, den beide zuvor nicht für denkbar gehalten hätten. Es mussten dazu aber beide bereit sein. Schnarch sagt übrigens auch, dass sich die Phantasien nicht selten im Lauf solcher Entwicklungen verändern.
Offenheit gehört definitiv dazu; Wünsche äussern, schauen ob man sie zusammen erfüllen kann. Kann dann aber auch sein, dass der eine Partner sich mehr als 2-er Sex wünscht und auch da kann man einen Konsens finden.
 
  • Like
Reactions: authentisch

pleasure

User
Beiträge
850
  • #578
Danke.. ja es ist jetzt einige Jahre her und konnte es gut verarbeiten. Einzig solche Momente wie das erste Enkelkind, da fehlt der Grossvater, der sich mit uns mitfreuen hätte können und schöne Erlebnisse mit dem Baby zusammen haben.
Ohh ja...........und noch einige Augenblicke mehr. Der Schulabschluss, der erste große Liebeskummer, wo der Vater als Geschlechtsgenosse fehlt....die berufliche Orientierung, der Abschluss......der Stolz, der zu teilen wäre.
Wir haben ihn in Gedanken immer dabei, reden auch heute noch viel über ihn........das ist tröstlich und hilft über manchen Kummer. Findest du nicht?

@Erin, sorry ich wollte nichts aufrollen, ich war nur so eingefangen, als ich deinen Post gelesen habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: authentisch

pleasure

User
Beiträge
850
  • #579
  • Like
Reactions: himbeermond

Erin

User
Beiträge
2.405
  • #581
  • Like
Reactions: LenaamSee and pleasure

LenaamSee

User
Beiträge
2.858
  • #583
Mach mal halblang, es gibt bestimmt
einige hier, die ähnliche Päckchen tragen und sich bei solchen Pauschalfragen wundern. Man könnte auch anders fragen........
Und @authentisch ist selber so zart unterwegs, das müsste sie doch locker schaffen.

Und NEIN, ich möchte das nicht diskutieren. Danke
Du musst es nicht mit mir diskutieren.
Ich schreib trotzdem was dazu:

Zunächst einmal, kam mir auch als Erstes in den Sinn, dass der Partner von @Erin gestorben ist, ich habe in Erinnerung, dass sie es schon mal erwähnt hat.

Ich halte mich nicht für oberempathisch, aber Verlust des Partners durch Tod war das erste was mir in den Sinn kam als ich @Erin s Post las.
Mangelnde Empathie erkenne ich nicht, nur zu wenig reale Kontakte mit den Menschen. Es scheint mir viel in's Theoretische zu gehen.

Und nur weil man selber etwas voraussetzt, heisst das nicht, daß auch der andere das so am Schirm hat.


Im übrigen finde ich dieses sich aufplusternde Gegacker als unnötig.
 
  • Like
Reactions: fafner
Beiträge
670
  • #585
Woran machst du das fest? Kennen wir uns persönlich und du meinen Tagesablauf?
Ich glaube, sie meint mich. :)

Es stimmt aber bei mir überhaupt nicht, dass ich kaum reale Kontakte zu Menschen hätte, im Gegenteil. Ich habe wohl mit viel mehr Menschen ganz nahe, tiefgründige Gespräche als die meisten, aber es ist ein bestimmter, wohl auch eher untypischer "Ausschnitt" aus der ganzen Bevölkerung. Ich kenne niemanden gut, der in relativ jungen Jahren einen Partner durch den Tod verloren hat - dies kenne ich nur (persönlich) bei Leuten, die schon über 70 sind.

Betreffend dem Theoretischen: @LenaamSee (falls sie tatsächlich mich gemeint hat) hat insofern recht, als dass ich hier neben der Übung zur Selbstbehauptung oder Antworten auf Themen von Hilfesuchenden manchmal tatsächlich hauptsächlich mitschreibe, weil mich Psychologie interessiert. Ich möchte ganz grundsätzlich verstehen, wie menschliche Psyche funktioniert, was wer zu welchem Zweck tut und was sich als langfristig hilfreich und weiterführend erweist. Wenn es nicht auch um tiefere Hintergründe, Ursachen, Gründe und Folgen von verschiedenen Verhaltensweisen geht, interessiert es mich nicht wirklich. Ich möchte die Zusammenhänge verstehen und bin manchmal etwas frustriert, wenn das die anderen nicht so interessiert.
 
Zuletzt bearbeitet:

LenaamSee

User
Beiträge
2.858
  • #587
Mangelnde Empathie erkenne ich nicht, nur zu wenig reale Kontakte mit den Menschen. Es scheint mir viel in's Theoretische zu gehen.

Und nur weil man selber etwas voraussetzt, heisst das nicht, daß auch der andere das so am Schirm hat.
Ich glaube, sie meint mich. :)



Betreffend dem Theoretischen: @LenaamSee (falls sie tatsächlich mich gemeint hat)
Ja, da habe ich @authentisch 🙂 angesprochen.
 

fafner

User
Beiträge
13.241
  • #594
Ich habe das Buch von David Schnarch erst angefangen zu lesen, vielleicht schreibt er zu solchen Arten von Sex noch etwas.
Du hast ja noch den anderen 600-Seiten-Wälzer vor Dir: Intimität und Verlangen. Da schreibt er zumindest ein Kapitel über Monogamie. 👨‍🏫
..., es gibt bestimmt einige hier, die ähnliche Päckchen tragen und sich bei solchen Pauschalfragen wundern.
Das ist dann aber ihr ganz eigenes Problem. 🙄
Ich bin sicher, es enden erheblich mehr Beziehungen nach 25 Jahren durch eine ganz ordinäre Scheidung als durch Tod eines Partners. Insoweit ist es völlig normal, zunächst das anzunehmen. 🤷‍♀️
 
  • Like
Reactions: authentisch and LenaamSee