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  • #1

Ist er bindungsunfähig

Hallo,

vor 4 Monaten habe ich mich in einen Kollegen verliebt. Wir sehen uns dienstlich aber kaum, wir haben uns zufällig privat kennengelernt .
Jeden Tag schrieben wir. Ich bin 38, alleinerziehend, er 43, seit 8 Jahren Single. Wir verstehen uns super und er sagte mir auch sofort, dass er glaubt er sei paarunfähig aber bei mir hätte er besondere Gefühle. Nach 2 Monaten landeten wir im Bett und wir waren sehr glücklich. 3 Wochen später sagte er wir sind doch jetzt offiziell zusammen und das soll jeder wissen. Ich habe ihm nie Druck gemacht. Glücklich ist er nach Hause abends gefahren. Dann habe ich 2 Tage nichts von ihm gehört. Dann schrieb er : es tut ihm leid. Aber ich bin nicht die Frau die er aufrichtig lieben kann. Ich War total fertig. Paar Tage später simste er wieder, es tut ihm leid , er hätte nur Angst, 8 Jahre alleine, jetzt tolle Frau mit tollem Kind. Wir redeten nochmal. Ich muss auch sagen in den 4 Monaten War er nur bei mir, ich War noch nie bei ihm. Wir verbrachten tolle Zeit zusammen, ich merkte er wollte es nach dem Rückzieher ganz langsam angehen lassen. Auch kein Sex oder Küssen. wir trafen uns, Simsen jeden Tag, telefonierten oft. Er kam überraschend ins Krankenhaus und nach der OP rief er mich sofort an, ich solle kommen, seine Eltern sind auch da . Ich bin sofort gefahren. Er hatte oft Stimmungsschwankungen. Und als mein Kind Geburtstag hatte stand er überraschend vor der Tür mit Geschenken, wollte meineFamilie kennenlernen. Ich War so happy, das War ein toller Tag...er hat sich sehr wohl gefühlt. Paar Tage später hat er gesimst er kann das nicht, sein innerer Kern lässt es quasi nicht zu. Er wünscht mir alles Gute. Ich habe ihn angerufen. .keine Reaktion. Wir hatten auch mal über eine Therapie für ihn gesprochen. Er verneinte nicht mal. Er sagte mal seine Exfreundin wäre sehr schlimm gewesen..hätte ihm Hund, Haus weggeholt...seitdem hätte er Angst. Ich bin nur am weinen wegen ihm. Habe nichts mehr gehört von ihm. Was ist da los? Danke Euch.
 
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  • #2
Hallo Sonnelacht,

was Sie beschreiben, muss ja wirklich ein Wechselbad der Gefühle gewesen sein. Immer dann, wenn es zu Nähe zwischen ihnen beiden gekommen ist, scheint er einen Rückzieher gemacht zu haben. Das ist für Sie besonders schwer, weil es für Ihr Empfinden in der jeweiligen Situation natürlich sehr plötzlich kommt, er wird sehr wahrscheinlich auch darunter leiden. Vieles spricht dafür, dass er – evtl. durch die Vorbeziehung mit seiner Ex-Freundin – eine Bindungsangst oder Bindungsvermeidung, vielleicht auch beides, entwickelt hat. Personen mit einer erhöhten Bindungsangst sehnen sich zwar nach Liebe und Bestätigung, haben gleichzeitig aber auch große Angst vor Zurückweisung. Personen mit einer stärker ausgeprägten Bindungsvermeidung vertrauen und verlassen sich eher weniger auf andere, haben Angst vor Intimität und gehen einer engeren Bindung deshalb eher aus dem Weg. In beiden Fällen kann dennoch der Wunsch nach einer Paarbeziehung vorhanden sein, was dann infolge zu psychischen Spannungen beim Betroffenen selbst führt.
Sie müssen sich klarmachen, dass Sie ihn aus dieser Situation alleine nicht herausholen können und – sollten Sie in der Zukunft eine Partnerschaft mit ihm führen wollen – viel Geduld brauchen werden. Er muss sich fachliche Unterstützung holen, um seine Schwierigkeiten zu thematisieren, zu bearbeiten und letztlich zu lösen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist ja bereits erkennbar, indem er eine Therapie nicht von vornherein für sich ausschließt. Sollten sie wieder Kontakt haben, können Sie ihm ja mitteilen, wie sehr Ihnen an ihm liegt, gleichzeitig aber auch deutlich machen, dass eine therapeutische Aufarbeitung seiner Problematik Voraussetzung für eine gemeinsame Zukunft wäre.

Alles Gute und herzliche Grüße aus Hamburg,
Markus Ernst
 
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  • #3
Das muss alles sehr verwirrend für dich sein und das kann ich gut verstehen.
Alles Gute!
 
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  • #4
Hallo,

vor 4 Monaten habe ich mich in einen Kollegen verliebt. Wir sehen uns dienstlich aber kaum, wir haben uns zufällig privat kennengelernt .
Jeden Tag schrieben wir. Ich bin 38, alleinerziehend, er 43, seit 8 Jahren Single. Wir verstehen uns super und er sagte mir auch sofort, dass er glaubt er sei paarunfähig aber bei mir hätte er besondere Gefühle. Nach 2 Monaten landeten wir im Bett und wir waren sehr glücklich. 3 Wochen später sagte er wir sind doch jetzt offiziell zusammen und das soll jeder wissen. Ich habe ihm nie Druck gemacht. Glücklich ist er nach Hause abends gefahren. Dann habe ich 2 Tage nichts von ihm gehört. Dann schrieb er : es tut ihm leid. Aber ich bin nicht die Frau die er aufrichtig lieben kann. Ich War total fertig. Paar Tage später simste er wieder, es tut ihm leid , er hätte nur Angst, 8 Jahre alleine, jetzt tolle Frau mit tollem Kind. Wir redeten nochmal. Ich muss auch sagen in den 4 Monaten War er nur bei mir, ich War noch nie bei ihm. Wir verbrachten tolle Zeit zusammen, ich merkte er wollte es nach dem Rückzieher ganz langsam angehen lassen. Auch kein Sex oder Küssen. wir trafen uns, Simsen jeden Tag, telefonierten oft. Er kam überraschend ins Krankenhaus und nach der OP rief er mich sofort an, ich solle kommen, seine Eltern sind auch da . Ich bin sofort gefahren. Er hatte oft Stimmungsschwankungen. Und als mein Kind Geburtstag hatte stand er überraschend vor der Tür mit Geschenken, wollte meineFamilie kennenlernen. Ich War so happy, das War ein toller Tag...er hat sich sehr wohl gefühlt. Paar Tage später hat er gesimst er kann das nicht, sein innerer Kern lässt es quasi nicht zu. Er wünscht mir alles Gute. Ich habe ihn angerufen. .keine Reaktion. Wir hatten auch mal über eine Therapie für ihn gesprochen. Er verneinte nicht mal. Er sagte mal seine Exfreundin wäre sehr schlimm gewesen..hätte ihm Hund, Haus weggeholt...seitdem hätte er Angst. Ich bin nur am weinen wegen ihm. Habe nichts mehr gehört von ihm. Was ist da los? Danke Euch.
Lass ihn los. Wer nicht will, der hat schon. Ganz ehrlich. Wahrscheinlich sind seine Gefühle nicht so groß und/oder er hat eine "bessere" kennengelernt.
Sein Verhalten schmerzt, das tut mir sehr leid für dich. Aber was soll das bringen? Willst du so einen Mann, der dir weh tut?
 
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  • #5
@Sonnelacht Eigentlich ist die Frage irrelevant, ob er Bindungsunfähig ist oder nicht. Er müsste sich selbst die Frage stellen, ob er (noch) Beziehungsfähig ist und es auf einen Versuch ankommen lassen würde? Würde hier unterscheiden zwischen Bindungsunfähig und Beziehungsunfähig. Für die Panik-Attacken (= plötzlicher Rückzug) würde sich dann eine Lösung finden lassen, wenn da auf seiner Seite auch ein großes JA wäre. Ein WOLLEN. Dann kann man Nähe und Distanz gemeinsam austüfteln nach und nach. Wenn er bereit wäre es zu versuchen, könntest du dem auch ein Go geben und mehr Verständnis aufbringen, weil es dann nicht mehr verletzend ist, wenn er sich dann zurück zieht.
Ob du das kannst, weiss ich nicht. Du brauchst dafür eiserne Nerven und den festen Glauben an die Sache. Menschen die zu viel Nähe nicht aushalten können, haben fiese Stacheln, die dann zum Einsatz kommen können. Kannst du das akzeptieren? Damit umgehen? Diese Stacheln sind Selbstschutz und beziehen sich nicht aufs Gegenüber. D.h. du müsstest davon unbeeindruckt bleiben und dürfest dich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Abweisung die du dann manchmal erfährst, nicht als verletzend empfinden. Kannst du das? Man braucht Selbstvertrauen dafür, weil man in sich ruhen muss, um das Tauziehen aushalten zu können. Wenn du dem hin- und her wie ein Fähnchen im Wind ausgesetzt bist, wird das auf Dauer nichts. Das würde dich zu sehr mitnehmen. Wenn du allerdings wie ein großer Baum mit den Wurzeln fest verankert bist und dir Stürme nicht anhaben können, dann kannst du mit der Zeit ein Anker und Ruhepol für den anderen werden, der selbst zwischen Nähe und Distanz hin- und her geworfen wird.
 
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  • #6
@Sonnelacht Eigentlich ist die Frage irrelevant, ob er Bindungsunfähig ist oder nicht. Er müsste sich selbst die Frage stellen, ob er (noch) Beziehungsfähig ist und es auf einen Versuch ankommen lassen würde? Würde hier unterscheiden zwischen Bindungsunfähig und Beziehungsunfähig. Für die Panik-Attacken (= plötzlicher Rückzug) würde sich dann eine Lösung finden lassen, wenn da auf seiner Seite auch ein großes JA wäre. Ein WOLLEN. Dann kann man Nähe und Distanz gemeinsam austüfteln nach und nach. Wenn er bereit wäre es zu versuchen, könntest du dem auch ein Go geben und mehr Verständnis aufbringen, weil es dann nicht mehr verletzend ist, wenn er sich dann zurück zieht.
Ob du das kannst, weiss ich nicht. Du brauchst dafür eiserne Nerven und den festen Glauben an die Sache. Menschen die zu viel Nähe nicht aushalten können, haben fiese Stacheln, die dann zum Einsatz kommen können. Kannst du das akzeptieren? Damit umgehen? Diese Stacheln sind Selbstschutz und beziehen sich nicht aufs Gegenüber. D.h. du müsstest davon unbeeindruckt bleiben und dürfest dich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Abweisung die du dann manchmal erfährst, nicht als verletzend empfinden. Kannst du das? Man braucht Selbstvertrauen dafür, weil man in sich ruhen muss, um das Tauziehen aushalten zu können. Wenn du dem hin- und her wie ein Fähnchen im Wind ausgesetzt bist, wird das auf Dauer nichts. Das würde dich zu sehr mitnehmen. Wenn du allerdings wie ein großer Baum mit den Wurzeln fest verankert bist und dir Stürme nicht anhaben können, dann kannst du mit der Zeit ein Anker und Ruhepol für den anderen werden, der selbst zwischen Nähe und Distanz hin- und her geworfen wird.
Ich gebe dir völlig recht, dass jemand mit starkem Selbstbewusstsein, genügend Selbstliebe und sicherer Bindungsfähigkeit so etwas aushalten würde. Ich denke mir nur, warum sollte er/sie sich das antun? Jemand der all diese Eigenschaften mitbringt, würde sich sehr wahrscheinlich auch einen unkomplizierteren, bindungsfähigen Partner aussuchen und hätte keine Lust auf dieses "Hin- und Her-Drama", sondern würde das irgendwann aufgeben.
Das ist zumindest meine persönliche Erfahrung im Umgang mit "bindungsunentschlossenen" Männern.
 
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  • #7
Ich denke mir nur, warum sollte er/sie sich das antun?
Viele suchen auf der Suche nach dem significant other immer weiter und immer weiter. Der oder die Richtige scheint aber nie nicht aufzutauchen.
Ich kenne das von mir selbst. Ca. 2,5 bis 3 Jahre habe ich gesucht. Und dabei vorallem eins gemacht "aussortiert". Eigentlich nichts anderes.
....weil "wer suchet, der findet"... den Fehler, das Haar in der Suppe.
Und ich war sehr erfolgreich darin, Gründe zu finden, warum xy nicht in Frage kommt. Dieses Phänomen - ob es nun der hohen Auswahl geschuldet ist, oder den zu hohen Ansprüchen - findet man sehr häufig bei jenen, die lange Single sind. Ich könnte allein drei Freundinnen aufzählen, bei denen das so ist. Eine davon ist schon über 8 Jahre Single. Dabei hat sie Dates, immer mal wieder. Wenn du nun schaust, woran es liegt, wird klar: die Ansprüche sind zu hoch. Würde ich ihr das so sagen, dann würde sie mit dem Kopf schütteln und wäre entsetzt, wie ich das behaupten könne - sie würde das in einer Absolution entschieden von sich weisen. Die Meisten haben zu hohe Ansprüche. Da sind die Idealvorstellungen vom anderen einfach übermächtig - und sie alle - mich damals eingeschlossen - würden so reagieren, wenn ein anderer ihnen das vor den Kopf sagen würde. Weil die Einsicht, dass man zu hohe Ansprüche hat, sehr schwer ist. Wer da drin steckt, nimmt das bei sich selbst nicht wahr. Im Gegenteil. Manche denken auch noch von sich selbst sogar, ihre Ansprüche wären vergleichsweise niedrig. Und irren sich gewaltig. Es wäre also Argument Nummer eins, zu sagen, dass es immer etwas geben wird, wo man Kompromisse machen muss. In diesem Fall wäre es die Problematik mit dem Nähezulassen können. Wenn ER auf der anderen Seite aber alle Eigenschaften mitbringt, mit denen eine lange und glückliche Beziehung möglich wäre, wenn er tolle Seiten an sich hat, liebevoll ist und was auch immer noch - wieso dann bei dieser Sache keinen Kompromiss machen - weil es ja Mr Perfekt nicht gibt! Mal mutig sein, etwas riskieren.
Das zweite Argument wäre: Wer sollte denn für IHN in Frage kommen für eine Partnerschaft, wenn nicht eine Frau, die selbstbewusst ist und damit umgehen kann? Sollen alle, die seltsame Macken oder Eigenarten haben, die Bindungsängste haben, oder was auch immer, dann für immer Single bleiben? Diese haben doch auch ein Recht darauf, geliebt zu werden. Und zwar so wie sie sind. Zu schnell auszusortieren, sich an einer imaginären (vielleicht auch unbewussten) Check-Liste entlangzuhangeln, ist das Dümmste, was man machen kann. Weil dann wird man immer irgendwas finden. Einen Grund, warum der andere nicht passt.
Es ist wie immer die Frage: Wie groß ist das WOLLEN? Wie sehr möchte man in einer Beziehung sein? Und damit meine ich nicht, dass man "faule Kompromisse" eingeht. Sondern vernünftige Kompromisse. In uns allen steckt irgendwo das Hollywood-Klischee. Selbst wenn wir uns dessen bewusst sind, hat es sich oft tief in das Unterbewusstsein eingegraben. In Zeiten der Romantik. Vielleicht ist eine Beziehung aber nicht nur Romantik, Lust, Liebe und Zärtlichkeit. Vielleicht ist sie eigentlich etwas ganz anderes.
Ich weiß aus Erfahrung, weil ich selbst mal in diese Falle getappt bin, dass es nichts nützt, wenn ein anderer sagt "Deine Ansprüche sind auch recht hoch". Da kommt es unweigerlich zur Reaktanz. Es gibt eine menge Ausreden und Begründungen, warum man bisher immer noch Single ist, um ja nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, dass man Beziehung und Partnerschaft und den potenziellen Anderen, übermäßig idealisiert. Die Erwartungen viel zu hoch sind. Es wird nicht funktionieren, wenn ich das hier schreibe. Es ist wie so häufig eine Selbsterkenntnis. Entweder man kommt irgendwann dahinter, oder nicht.

Wenn dieser Mann für sie von Bedeutung ist und zur ihr zu passen scheint, wenn er ihr etwas geben kann, was sie fasziniert und bindet, dann kann sie es versuchen. Dann spricht nichts dagegen.
 
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  • #8
Toll, was du schreibst, Julianna! I like!!!
Aber: bei Bindungsangst gibt es leider keine Kompromisse, wenn man eine Beziehung mit Nähe will. Selbstverleugnung ist auch kein Weg...!
 
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  • #9
Toll, was du schreibst, Julianna! I like!!!
Aber: bei Bindungsangst gibt es leider keine Kompromisse, wenn man eine Beziehung mit Nähe will. Selbstverleugnung ist auch kein Weg...!
Ja das stimmt. Aber Sie kann ihm das Angebot machen, mit ihm daran zu arbeiten. Und ER muss sich da entscheiden, ob er das kann und möchte. Wenn er Sie wirklich gern hat und wertschätzt, wird sich da eine Lösung finden. Auch können solche Differenzen Menschen einander näher bringen mit der Zeit. Es kann ein tieferes Vertrauen geschaffen werden. Denn Bindungsangst (und wir wissen nicht, ob das überhaupt bei ihm zutrifft?) kann nur überwunden werden, wenn der andere eben nicht weggeht. Wenn der andere verfügbar bleibt und zeigt, hier bin ich und ich lass dich jetzt nicht hängen. Weil doch genau dies die Erfahrung des Bindungsängstlichen ist: Niemand ist vertrauenswürdig und Bindung bedeutet Verletzung und Risiko und Ungewissheit. Und so wird in der selbsterfüllenden Prophezeiung der andere so lange immer wieder "weggeschoben" bis er tatsächlich geht. Und der Bindungsscheue wird sich bestätigt fühlen. Deswegen muss es jemanden geben, der dies versteht und sich nicht wegschieben lässt. Der einen klaren Standpunkt bezieht und diesen negativ-Mechanismus durchbricht. Oftmals haben Bindungsängstliche Angst davor, die eigene Autonomie zu verlieren. Und dafür gibt es einen Grund. Denn sie selbst lieben sehr innig und tiefgreifend. Können sich in einer Liebe schnell verlieren. Wenn die TE es also schafft, die Nähe-Distanz-Balance nach und nach einzupendeln durch ihr konstantes Verhalten, dann wird sie da wohlmöglich etwas bekommen, wovon andere lange träumen: bedingungslose und aufrichtige Liebe. Denn dazu sind Bindungsängstliche in der Lage. Und eben weil sie auf diese Weise lieben können, haben sie Schutzmechanismen. Ich würde versuchen die Nuß zu kacken ;) Was drin steckt, ist jede Mühe wert :) Zumindest würde ich mal einen Blick riskieren und unter die Schale schauen. Denn wenn Sie es nicht macht, macht es eine andere. Irgendwo ist eine Frau, die sich ihn schnappt. Und die mit ihm, trotz der Problematik. sehr glücklich werden kann. Es ist eine Frage der Einstellung. Weiter suchen? Oder jetzt doch mal volles Risiko fahren?
 
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  • #10
Ja das stimmt. Aber Sie kann ihm das Angebot machen, mit ihm daran zu arbeiten. Und ER muss sich da entscheiden, ob er das kann und möchte.
Das ist aber der Knackpunkt: Wenn ER Kann und will. Frau sollte als genau schauen, ob er überhaupt können kann und überhaupt möchte, bevor Sie ihm das Angebot machen sollte.

Was ich definitiv nicht machen würde. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Dazu ist mir meine Lebenszeit zu kostbar, als das ich mich an so einem Mann abarbeite.

Ist so ähnlich gelagert mit den frisch getrennten/verlassenen Männern. Die Next hilft ihm mit ihrem Angebot, an seinen Ängsten zu arbeiten, baut ihm auf usw. und so fort. Sobald Er genesen ist, hat die Next ihren Dienst getan und er sucht sich befreit und genesen, was anderes, oft was Jüngeres.
 
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  • #11
Das ist aber der Knackpunkt: Wenn ER Kann und will. Frau sollte als genau schauen, ob er überhaupt können kann und überhaupt möchte, bevor Sie ihm das Angebot machen sollte.
Ja so in der Art. Es kommt aber auch hier darauf an. Was für ein Typ man bzw. Frau ist. Es gibt auch die cleveren, die die Verführung beherrschen, die genau wissen, wie sie bekommen was sie wollen. Solche Frauen gibt es auch. Ich bin auch mehr der "Verstands-Typ" und beherrsche diese weiblichen Talente nicht so sehr gut. Aber manchmal kann man sich hier und da eine Scheibe davon abschneiden ;)

Was ich definitiv nicht machen würde. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Dazu ist mir meine Lebenszeit zu kostbar, als das ich mich an so einem Mann abarbeite.
Ja das sind Glaubenssätze. Ich hab viele solcher Glaubenssätze abgelegt nach und nach. Sowas blockiert nur.
Deine Lebenszeit ist dir dafür zu kostbar? Gut. So soll es dann sein. Es gibt aber auch den Umkehrschluss: Meine Lebenszeit ist mir zu kostbar, um auf Liebe, Zuneigung, Umarmungen und dergleichen zu verzichten. Man kann es also auch umdrehen.


Ist so ähnlich gelagert mit den frisch getrennten/verlassenen Männern. Die Next hilft ihm mit ihrem Angebot, an seinen Ängsten zu arbeiten, baut ihm auf usw. und so fort. Sobald Er genesen ist, hat die Next ihren Dienst getan und er sucht sich befreit und genesen, was anderes, oft was Jüngeres.
Hm da kann ich nicht mitreden. Ich war noch nie Lückenfüller oder Übergangsfrau. Wenn ich mich für jemanden entscheiden hatte, einen Mann als Partner auserwählt habe, dann ist dieser auch immer an mir kleben geblieben :D Entweder ich bin gut darin, die richtige Auswahl zu treffen, oder ich bin gut darin, jemanden an mich zu binden. Keine Ahung. ;)
 
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  • #12
Ja so in der Art. Es kommt aber auch hier darauf an. Was für ein Typ man bzw. Frau ist. Es gibt auch die cleveren, die die Verführung beherrschen, die genau wissen, wie sie bekommen was sie wollen. Solche Frauen gibt es auch. Ich bin auch mehr der "Verstands-Typ" und beherrsche diese weiblichen Talente nicht so sehr gut. Aber manchmal kann man sich hier und da eine Scheibe davon abschneiden ;)
Clever, sind solche Frauen? Ich finde das als eine falche Begrifflichkeit. Ich denke, eher, dass hat was mit Glück, mit der Typfrage und der Abhängigkeit von einem Mann zu tun. Ich möchte nicht wissen, was hinter der Fassade so abläuft.

Ja das sind Glaubenssätze. Ich hab viele solcher Glaubenssätze abgelegt nach und nach. Sowas blockiert nur. Deine Lebenszeit ist dir dafür zu kostbar? Gut. So soll es dann sein. Es gibt aber auch den Umkehrschluss: Meine Lebenszeit ist mir zu kostbar, um auf Liebe, Zuneigung, Umarmungen und dergleichen zu verzichten. Man kann es also auch umdrehen.
Das sind für mich auch keine Glaubenssätze, sondern gemachte Erfahrungen, die mich dazu gebracht haben, so zu denken. Ich bringe da gerne wieder eine Buchempfehlung ins Spiel. "Alles für ein bisschen Liebe...."
 
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  • #13
Clever, sind solche Frauen? Ich finde das als eine falche Begrifflichkeit. Ich denke, eher, dass hat was mit Glück, mit der Typfrage und der Abhängigkeit von einem Mann zu tun. Ich möchte nicht wissen, was hinter der Fassade so abläuft.
Es kommt halt darauf an, was man möchte. Ich hadere da auch manchmal noch mit mir selbst. Im Grunde möchte doch jeder "erkannt" werden. So gesehen werden, wie man sich selbst sieht. Man möchte, dass das Gegenüber nicht nur einen Blick riskiert, sondern mit Leichtigkeit hinter die Fassade schaut. Einen durchdringt und den Kern des eigenen Daseins erfasst. Man kann jetzt auf bedingungslose Direktheit setzten. Oder auf das Spiel in den Gezeiten. Verführung und Direktheit schließen sich aus. Oder man schafft eine Balance dazwischen. Zwischen Vertrauen und Mysterium.
Das ist nicht nur Glück, wie du schreibst. Es ist die Kunst zwischen analytischem Verstand und dem "sich-fallen-lassen". Zu spielen und zu wissen, gleichermaßen. Eine Frau die das kann, wird jeden an sich binden, wenn sie denn möchte. Aber das sind seltene Exemplare. Und wenn mir eine solche Frau begegnet, schaue ich sie mir auch zwei mal an und versuche sie zu ergründen. Das sind nämlich clever women. ;)


Das sind für mich auch keine Glaubenssätze, sondern gemachte Erfahrungen, die mich dazu gebracht haben, so zu denken. Ich bringe da gerne wieder eine Buchempfehlung ins Spiel. "Alles für ein bisschen Liebe...."
Ja Erfahungen möchte niemand absprechen. Klar zählen Erfahrungswerte.

Eine Frage wäre da:
War zuerst die Erfahrung da oder der Glaubenssatz?

Wenn wir Glaubenssätze haben, dann korrelieren unsere Erfahrungen unweigerlich damit.

...Alles für ein bisschen Liebe...?

Oder man nimmt sich, was man will ;):p
 
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  • #14
Eine Frage wäre da:
War zuerst die Erfahrung da oder der Glaubenssatz?

Wenn wir Glaubenssätze haben, dann korrelieren unsere Erfahrungen unweigerlich damit.

...Alles für ein bisschen Liebe...?

Oder man nimmt sich, was man will ;):p
Zu deiner Frage: Definitiv die Erfahrungen.

Ich nehme mir, was ich will. Die Freiheit zufirdener Single zu sein und Gottseidank nicht von einem Mann abhängig zu sein.

Sah gerade im Berliner Regional TV RBB, dass die Zahlen der flüchtenden Frauen in die Frauenhäuser immer mehr steigen. Nein, die meisten sind Deutsche und keine Flüchtlinge.
 
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  • #15
Ich entschuldige mich gleich im Vorfeld, habe nicht den Ganzen fred jetzt gelesen, auch was ich jetzt von mir lasse, wird den einen oder anderen vielleicht vor den Kopf stoßen.

Für mich, nein ich bin weder Psychologe noch arbeite ich in der Materie (also Schande über mich), kommt hier der vage Verdacht einer manischen Depression auf.

Dieses ewige hin und her, dieses auf und ab in seiner Stimmung sind doch sehr typisch für diese Krankheit.
Vielleicht sollte mal ein Therapeut sich die Sache bei ihm anschauen.

lg
SeTi