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Deleted member 24688

  • #1

Ist die Vernunft überhaupt noch zu retten?

Was ist Wahrheit?
Was ist Lüge?

Ist es vernünftig nicht die Wahrheit zu sagen?

Wäre es sinnvoll, sich auf einen Menschen zu verlassen, von dem man weiß, er lügt, weil, diese Art der Lügen sind einem bekannt ... man weiß dann schon was einen erwartet ... ;)

Oder gibt es den Anspruch, auf "nur die Wahrheit"?

:)
 
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  • #2
Was ist Wahrheit?
Was ist Lüge?

Ist es vernünftig nicht die Wahrheit zu sagen?

Wäre es sinnvoll, sich auf einen Menschen zu verlassen, von dem man weiß, er lügt, weil, diese Art der Lügen sind einem bekannt ... man weiß dann schon was einen erwartet ... ;)

Oder gibt es den Anspruch, auf "nur die Wahrheit"?

:)
Nur kurz zum Verständnis (dann kann ich besser drauf rumdenken :)).
"Weil, diese Art Lügen sind einem bekannt..." bedeutet für dich "ich" verwende diese Lügen auch?"
 
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  • #3
Was ist Wahrheit?
Was ist Lüge?

Ist es vernünftig nicht die Wahrheit zu sagen?

Wäre es sinnvoll, sich auf einen Menschen zu verlassen, von dem man weiß, er lügt, weil, diese Art der Lügen sind einem bekannt ... man weiß dann schon was einen erwartet ... ;)

Oder gibt es den Anspruch, auf "nur die Wahrheit"?

:)
Oh, oh - ein weites Feld ! :rolleyes:

Ich denke, die Antworten werden so vielschichtig ausfallen wie die Menschen sind.

Ich versuch' mich mal an einer "Kurzfassung" meiner Auffassung : Grundsätzlich fährt man nach meiner Erfahrung mit der Wahrheit immer besser, auch wenn es unangenehm ist. Zum einen ist Ehrlichkeit auch eine Frage des Respekts gegenüber dem Gegenüber, zum anderen muß man sich dann keine "Lügen" merken, um nicht irgendwann doch aufzufliegen.

Ausnahmsweise halte ich es aber für zulässig, nicht die (ganze) Wahrheit zu sagen, wenn nämlich dadurch jemand derart verletzt würde, daß die Folgen nicht abschätzbar wären. Selbst dann sollte man aber "möglichst nahe an der Wahrheit" bleiben und diese jedenfalls schnellstmöglich - die Betonung liegt auf "möglich" - nachholen.

Sich auf einen Menschen zu verlassen, von dem man weiß, daß er lügt, scheint mir ein Paradoxon zu sein und wenig sinnvoll.
 
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  • #5
Für mich ist Aufrichtigkeit eine wichtige Basis einer Beziehung. Kann ich mir gar nicht anders vorstellen. Das ist doch gerade das Schöne und Wichtige, einander vertrauen zu können.

Einen Anspruch darauf habe ich natürlich nicht, aber es gäbe mir einen Knacks, würde ich feststellen, dass mein Partner mich anlügt. Mir fällt da auch nichts ein, wo das in einer guten Partnerschaft nötig sein könnte.
 
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  • #8
Meine Beobachtung:

(1) Menschen kommen sehr gut damit klar, sich selbst zu belügen.

(2) Die gleichen Menschen reagieren empört, wenn man sie darauf aufmerksam macht.

(3) Lüge und Wahrheit sind manchmal eine Frage der Perspektive.

(4) Wenn sich Menschen zwischen Wahrheit und Lüge entscheiden müssen, nehmen sie oft das, was für sie bequemer ist.

Ob es einen "Anspruch auf Wahrheit" gibt ... hmmm, da muss ich nochmal nachdenken.
 
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  • #13
Ein Beispiel:
Papa hustet.
Die 5-jährige Tochter fragt: "Papa, musst Du sterben?"

Ist es vernünftig nicht die Wahrheit zu sagen?
Bezogen auf den Husten sicherlich. Papa wird sehr wahrscheinlich nicht am Husten sterben. Aber auf lange Zeit betrachtet, wird wohl auch Papa irgendwann sterben müssen. Da dies aber die Vorstellungskraft einer 5-Jährigen sehr wahrscheinlich deutlich überfordert, dürfte es vernünftig sein, hier zu lügen und zu behaupten:

"Nein, Papa muss nicht sterben."

Meine Beobachtung:

(5) Es gibt Erwachsene, die erwarten (unbewusst), dass man sie wie eine 5-Jährige behandelt ...

Oder gibt es den Anspruch, auf "nur die Wahrheit"?
Meine Beobachtung:

(6) Manchmal lügt man, weil man ahnt, dass der andere nicht mit der Wahrheit klar kommen wird.