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  • #16
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von anaj:
Fuer mich ist dieses Desinteresse schon am Anfang ein eher schlechtes Zeichen. Ist mir naemlich schon passiert und ich fand es nicht gut, weil sich das auch im Laufe der Zeit nie geaendert hat.
Als schlechtes Zeichen sehe ich es auch. Jedenfalls werde ich bei einem zweiten Treffen auf den Aspekt achten.
 
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  • #17
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Else:
Vielleicht interessieren ihn einfach andere Dinge mehr als Dein Beruf?
Warum erzählst Du nichts von Dir aus, sondern nur wenn Du gefragt wirst? Du willst Dich ihm doch auch "vorstellen" und "zeigen".
Es sollte hier kein falscher Eindruck entstehen. Ich erzähle durchaus auch etwas, wenn ich nicht gefragt werde, z. B. ein Erlebnis, das zum Gesprächsthema passt. Zu meiner Vorstellung einer gelungenen Kommunikation passt es aber nicht, dass ich ohne konkreten Anlass über meinen Beruf spreche.

Mir fiel übrigens erst nach den Gesprächen auf, dass sie mich nicht nach meiner Tätigkeit gefragt hatten und deshalb eigentlich nicht wissen konnten, ob ich überhaupt noch berufstätig bin oder was ich mache.
 
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  • #18
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Mira:
Ich müsste demnach nicht annehmen, dass sie mich über Dritte kannten. Meinst Du das auch?
Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es ihn entweder nicht besonders interessiert hat oder er die Frage vielleicht aus irgendeinem Grund 'indiskret' fand.
 

Mrs

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  • #19
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Ich finde den Beruf von Männern und Frauen beim ersten Kennenlernen uninteressant.
Wenn das Gespräch drauf kommt, gut. Wenn nicht, auch gut.
 
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  • #20
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Mira
Keiner der beiden fragte mich nach meinen beruflichen Aktivitäten, obwohl das Arbeitsleben der Männer Thema war.

anaj
Ich brauche keinen Partner, dem ich nach drei Jahren noch erklaeren muss was ich mache. Es spielt fuer mich keine Rolle was der Mann beruflich macht, aber es interessiert mich, weil er mich interessiert

Traumichnich
Mich interessiert in 1. Linie der Mensch, der Beruf ist da nur ein kleiner Teil. Schließlich suche ich eine Partnerin, keinen Kompagnon.

Rätsel
Klar spielt für uns das Aussehen eines Mannes auch eine wichtige Rolle. Wir sind jedoch in der Lage, einen Mann, der uns anfangs optisch nicht unbedingt zugesagt hat, mit der Zeit lieben zu lernen, wenn er uns mit anderen Qualitäten beeindruckt, z.B. er ist erfolgreich oder besonders humorvoll. Männer können das nicht: wenn eine Frau vom Aussehen her nicht ihr Typ ist, dann kann sie noch so erfolgreich oder lustig sein, ändern wird das leider nichts.


Sehr spannende Aussagen:

ad mira:
Das ist schon sehr auffällig und merkwürdig. Ein berufstätiger Mensch, der nicht nur einen ungeliebten Brot-Job ausübt, wird sich immer über sein Tun definieren. Wenn man(n) sich dafür nicht interessiert, interessiert sich man(n) sich auch nicht wirklich für den Menschen.

ad anaj:
Zumindest für mich spielt es immer (!) eine sehr große Rolle, was der andere beruflich macht. Denn das (auch berufliche) Sein definiert noch immer das Bewusstsein. Fiktives Beispiel: es scheint mir durchaus nicht bedeutungslos, ob jemand, der "Öffentlichkeitsarbeit" als Arbeitsfeld angibt, seine Tätigkeit für ein Waffen produzierendes Unternehmen, einen Konzern, der gentechnisch verändertes Saatgut vertreibt, oder für ein Theater oder eine Kommune ausübt.

ad Traumichnich:
Nein, der Beruf ist kein 'kleiner Teil' des Menschen. sondern von wenigen Ausnahmen abgesehen einer der zentralen Lebensmittelpunkte. Und Persönlichkeit und Beruf haben sehr wohl etwas miteinander zu tun! Und warum nicht auch irgendwann gemeinsam arbeiten?

ad Rätsel:
Soviel Anpassungsbereitsschaft gegenüber 'erfolgreichen' (!?) Männern erschreckt mich dann doch. Wo bleibt da das weibliche Selbstbewusstsein? Aber dafür funktionieren Männer ja wenigstens so schlicht, dass Frau sofort erkennen kann, ob sie ihm passt oder nicht ... ich dachte irgendwie, wir wären schon etwas weiter.
 
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  • #21
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von equinox:
Soviel Anpassungsbereitsschaft gegenüber 'erfolgreichen' (!?) Männern erschreckt mich dann doch. Wo bleibt da das weibliche Selbstbewusstsein? Aber dafür funktionieren Männer ja wenigstens so schlicht, dass Frau sofort erkennen kann, ob sie ihm passt oder nicht ... ich dachte irgendwie, wir wären schon etwas weiter.
Ja, erfolgreiche Männer wirken attraktiv auf beachtenswert viele Frauen. Und Loser eben nicht. Ist einfach so.

Und ja, es wäre eigentlich einfach zu erkennen, ob ein Mann auf uns steht oder nicht, aber viele meiner Geschlechtsgenossinnen können das leider nicht! Bedauerlicherweise kenne ich ziemlich viele Frauen, die Männern hinterher laufen, versuchen, sie zu überzeugen, verschwenden Haufen Zeit damit und vergießen letztendlich jede Menge Tränen, weil es nicht geklappt hat…
 
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  • #22
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Nach all den verschiedenen Beiträgen würde ich vielleicht sagen, dass es mal wieder ein typisches Beispiel dafür ist, wie unterschiedlich Menschen ticken.
Für jemanden, der seinen Beruf als Berufung sieht, ist es vielleicht eher ein zentrales Thema als für jemanden, der einen Routinejob ausführt und da nichts besonderen Gesprächsbedarf hat.
Ich persönlich würde zwar auch eher denken, dass das Thema sich ganz am Anfang mal ergeben müsste, kann aber auch Mira verstehen, wenn sie einen natürlichen, ungezwungenen Gesprächsfluss nicht damit unterbrechen will zu sagen, so, und nun sprechen wir mal über das Berufliche...
Irgend wie kann ich hier fast jeder Aussage zustimmmen - welch seltenes Ereignis... Mal kommt es so, mal anders....
 
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  • #23
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von equinox:
Mira
ad anaj:
Zumindest für mich spielt es immer (!) eine sehr große Rolle, was der andere beruflich macht. Denn das (auch berufliche) Sein definiert noch immer das Bewusstsein. Fiktives Beispiel: es scheint mir durchaus nicht bedeutungslos, ob jemand, der "Öffentlichkeitsarbeit" als Arbeitsfeld angibt, seine Tätigkeit für ein Waffen produzierendes Unternehmen, einen Konzern, der gentechnisch verändertes Saatgut vertreibt, oder für ein Theater oder eine Kommune ausübt.
Da stimme ich Dir natuerlich zu, denn mit einigen Berufszweigen koennte ich mich auch nicht wirklich anfreunden. Ich sollte daher meinem Kommentar zufuegen, dass es fuer mich absolut keine Rolle spielt, ob der Mann weniger oder mehr verdient als ich.
 
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  • #24
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Schreiberin:
Für jemanden, der seinen Beruf als Berufung sieht, ist es vielleicht eher ein zentrales Thema als für jemanden, der einen Routinejob ausführt und da nichts besonderen Gesprächsbedarf hat.
Für jemandem, bei dem Persönlichkeit und Beruf ganz nah zusammenliegen, könnte es wieder weniger wichtig werden, über den Beruf zu sprechen. Eben weil das dann gar nicht so sehr etwas zu seiner Person Zusätzliches ist; und von seiner Person sollte man ja was mitkriegen, wenn man sich mit ihm unterhält.
 
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  • #25
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Ich meine, es kann auch daran liegen, dass die Datingpartner feste Vorstellungen von Miras Beruf haben und darum nicht gefragt haben. Z.B. Lehrerin, da glaubt jeder genau zu wissen, was ein/e Lehrer/in so tut. Ganz gleich, ob die Vorstellungen der Realität entsprechen oder nicht.
 
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  • #26
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Ich finde es sehr wichtig, dass mein Partner sich für meinen Beruf interessiert - ich habe da auch die Einstellung, "when work is a pleasure - life is a joy".
Da meine Kreativität ein Hauptbestandteil meines Wesens und meines Lebens ist, erwarte ich da auch die Unterstützung von meinem Partner und sein Brötchen- verdienen sollte ihm möglichst auch Spaß machen, weil ich finde, es gibt nichts Frustrierenderes als die schönste und längste Zeit des Tages und des Lebens mit einer Tätigkeit verbringen zu müssen, die keine Freude bereitet.
 
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  • #27
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Mira:
Ich müsste demnach nicht annehmen, dass sie mich über Dritte kannten. Meinst Du das auch?
Wieso sollten sie Dich über Dritte kennen? Das glaube ich ganz und gar nicht.

Ich habe auch einen interessanten Beruf und die meisten Dating-Partner fragen mich auch nichts über den Beruf. Aber auch sonst nichts, außer vielleicht, ob ich Kinder habe bzw. warum ich keine habe. Ansonsten wollen sie sich selbst darstellen und von sich erzählen, ihre Erfolge und Leistungen darstellen - oder manche fangen auch das Jammern an und wollen sich einfach mal so richtig ausk*tzen über andere dates, das Leben, ihre schwere Kindheit..... Das ist ihnen wichtiger, als etwas über mich zu erfahren.

Sie sind offenkundig einfach froh, dass ihnen endlich mal jemand zuhört.
 
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  • #28
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

übrigens: wenn der Dating-Partner mich nach ANDEREN Dingen fragt als nach meinem Beruf, würde es mir nicht fehlen, dass der Beruf ihn augenscheinlich nicht interessiert.

Es stört mich nur, wenn die Männer mich ÜBERHAUPT NICHTS fragen.

Aber das kommt eben sehr sehr oft vor - um ehrlich zu sein: fast immer. Schlimm.
 
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  • #29
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Lisa:
Und was hat dich daran gehindert, von dir aus was zu erzählen?
Ich würde nicht von mir aus über meinen Job reden - es sei denn, es ergäbe sich aus dem Gesprächszusammenhang automatisch. Ansonsten käme ich mir angeberisch oder selbstdarstellerisch vor. Ich gehe davon aus, dass mein Gegenüber sich dafür nicht interessiert, wenn er mich nicht fragt.
 
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  • #30
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Es stört mich nur, wenn die Männer mich ÜBERHAUPT NICHTS fragen.

Aber das kommt eben sehr sehr oft vor - um ehrlich zu sein: fast immer. Schlimm.
Ich bin auch kein Fragetyp. Ich erfahre über den anderen im "ganz normalen" Gespräch so dieses und so jenes und so nach und nach ergeben die einzelnen Puzzleteilchen dann ein Bild. Diese Art des Kennenlernens beim "absichtlosen Plaudern" liegt mir mit Abstand am besten. Fragen und neue Themen ergeben sich währenddessen wie von selbst. Ich hab's da auch nicht so eilig. Und manchmal ergibt sich ein Thema eben doch nicht von selbst, weil erstmal andere Dinge Thema sind und die Zeit nicht für alles reicht, oder auch, weil ein bestimmtes Thema gerade "irgendwie" nicht passte, weil es den "Flow" unterbrochen hätte.

Also ganz klares "Statement": Nicht zu fragen, bedeutet nicht zwangsläufig Desinteresse. Kann sein, kann aber auch genau das Gegenteil sein. -- Es ist nur so, dass die "Gesprächsstile" unterschiedlich sind und nicht jeder was mit jedem anfangen kann. Wenn man überhaupt keinen Draht zueinander findet, dann passt es wohl ohnehin nicht. Aber vielleicht wäre in Grenzfällen schon hilfreich, nicht die generelle Schlussfolgerung "Keine Fragen -- kein Interesse" zu ziehen.