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  • #31
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Abby:
Ich finde es sehr wichtig, dass mein Partner sich für meinen Beruf interessiert - ich habe da auch die Einstellung, "when work is a pleasure - life is a joy".
Da meine Kreativität ein Hauptbestandteil meines Wesens und meines Lebens ist, erwarte ich da auch die Unterstützung von meinem Partner und sein Brötchen- verdienen sollte ihm möglichst auch Spaß machen, weil ich finde, es gibt nichts Frustrierenderes als die schönste und längste Zeit des Tages und des Lebens mit einer Tätigkeit verbringen zu müssen, die keine Freude bereitet.

Nur zur Vermeidung von Missverständnissen : es geht in diesem Thread nicht um das grundsätzliche Interesse am Beruf innerhalb einer Partnerschaft, sondern um die Frage, ob man aus dem Nicht-fragen beim ersten Date irgendetwas schließen kann.
 
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  • #32
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Wenn man die Beiträge von Fenster zum Hof und von Andre liest, ergibt sich die interessante Frage, ob da häufiger sehr unterschiedliche Gesprächsstile aufeinandertreffen und die "falsche" Interpretation dann dazu führt, dass manche Frauen mit immer negativerer Einstellung in die Gespräche gehen....
Das wäre mal wieder ein deprimierender Fall von fehlgeleiteter Kommunikation...
 

equinox

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  • #33
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Heike:
Für jemandem, bei dem Persönlichkeit und Beruf ganz nah zusammenliegen, könnte es wieder weniger wichtig werden, über den Beruf zu sprechen. Eben weil das dann gar nicht so sehr etwas zu seiner Person Zusätzliches ist; und von seiner Person sollte man ja was mitkriegen, wenn man sich mit ihm unterhält.

... würde ich genau anders sehen, denn für jemanden, der voll und ganz in seinem beruflichen Tun aufgeht, ist das fraglos immer ein Lebensmittelpunkt. Und über etwas, das man mit Begeisterung und Engagement tut, spricht man doch auch ganz selbstverständlich. Ich denke, es sind eher die Personen, die mit wenig Enthusiasmus (und desinteressert) einem Broterwerb nachgehen, die kein oder nur sehr wenig Interesse haben, ausserhalb des Arbeitskontextes darüber zu reden.
 

Else

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  • #34
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Schreiberin:
Nur zur Vermeidung von Missverständnissen : es geht in diesem Thread nicht um das grundsätzliche Interesse am Beruf innerhalb einer Partnerschaft, sondern um die Frage, ob man aus dem Nicht-fragen beim ersten Date irgendetwas schließen kann.

Genauer, ob man daraus schließen kann, dass sie Mira über Dritte kennen. (Denn Googlen sei ja nicht möglich). Ich glaube nicht, dass man dies aus den ausbleibenden Fragen zur beruflichen Tätigkeit schließen kann. Weil den beiden Männer Mira ja verschiedene Dinge gefragt haben (also keine reinen Selbstdarsteller sind), schätze ich, sie glaubten zu wissen, was sie tut, oder es ist ihnen nicht wichtig. Was das bedeuten kann, lässt sich im Thread nachlesen.
 

anka

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  • #35
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von equinox:
... würde ich genau anders sehen, denn für jemanden, der voll und ganz in seinem beruflichen Tun aufgeht, ist das fraglos immer ein Lebensmittelpunkt. Und über etwas, das man mit Begeisterung und Engagement tut, spricht man doch auch ganz selbstverständlich. Ich denke, es sind eher die Personen, die mit wenig Enthusiasmus (und desinteressert) einem Broterwerb nachgehen, die kein oder nur sehr wenig Interesse haben, ausserhalb des Arbeitskontextes darüber zu reden.

Ich glaube auch, dass dies teilweise so ist. Es MUSS aber nicht. Ich gehöre z.B. zu den Menschen, die eher viel und mit Begeisterung arbeiten. Ich brauche aber auch Zeiten, in denen ich mich überhaupt nicht mit beruflichen Dingen beschäftige, quasi um mir die Begeisterung zu erhalten. Daher spreche ich außerhalb der Arbeit gerne und viel über andere Dinge, habe auch sehr vielfältige Interessen, die so gar nichts mit meiner beruflichen Tätigkeit zu tun haben.

Bei Männern, die mit sehr viel Engagement ihren Beruf ausüben, ist das meiner Erfahrung nach recht oft genauso.
 

equinox

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  • #36
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Schreiberin:
Nur zur Vermeidung von Missverständnissen : es geht in diesem Thread nicht um das grundsätzliche Interesse am Beruf innerhalb einer Partnerschaft, sondern um die Frage, ob man aus dem Nicht-fragen beim ersten Date irgendetwas schließen kann.

Meine Überlegung von oben - kein tieferes Interesse am Gegenüber - könnte man auch erweitern: Wenn die betr. Personen ihr eigenes berufliches Tun ohne viel Begeisterung ausüben, wäre eine allgemeine Distanz zu Berufs- und Arbeitszusammenhängen (und daraus resultierend auch entsprechendes Desinteresse an der beruflichen Situation des anderen) gut vorstellbar. Sicher gibt es Menschen, die nur auf Freizeit und Urlaub hin leben. Dummerweise sind die meisten aber per Saldo doch mehr mit Berufstätigkeit befasst.
 
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  • #37
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von equinox:
Meine Überlegung von oben - kein tieferes Interesse am Gegenüber - könnte man auch erweitern: Wenn die betr. Personen ihr eigenes berufliches Tun ohne viel Begeisterung ausüben, wäre eine allgemeine Distanz zu Berufs- und Arbeitszusammenhängen (und daraus resultierend auch entsprechendes Desinteresse an der beruflichen Situation des anderen) gut vorstellbar. Sicher gibt es Menschen, die nur auf Freizeit und Urlaub hin leben. Dummerweise sind die meisten aber per Saldo doch mehr mit Berufstätigkeit befasst.

Ja, das sehe ich auch so. Ich habe bei parship allerdings erst ein einziges Mal jemanden kennengelernt, der nicht engagiert und ehrgeizig seiner "Berufung" nachging. Er sagte, er würde eigentlich schon seit seiner Ausbildung auf die Rente warten. Da war ich echt baff (denn er war eigentlich ein sympathischer Kerl ... ;-))

Das Parship-Klientel muss man von daher vielleicht auch berücksichtigen....
 

equinox

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  • #38
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Mira:
... Im Internet gibt es weitere Informationen über meine Tätigkeit, doch über Google bin ich nur mit dem Vornamen, dem Beruf und dem Ort nicht auf Anhieb zu finden, zumal ich auf den Parship-Fotos völlig anders aussehe.

Zitat von Else:
... ob man daraus schließen kann, dass sie Mira über Dritte kennen. (Denn Googlen sei ja nicht möglich).

Also das ist m.E. etwas blauäugig - denn im Internet (möglicherweise mit eigener Seite) wird man mit etwas Fantasie und Recherche-Erfahrung mit den Angaben von Ort, Vornamen und Tätigkeitsprofil immer fündig, wenn man das möchte. Aber das scheint ja nicht der Fall gewesen zu sein, ebenso wie auch Dritte als "Informanten" eher ausscheiden, denn sonst hätte man(n) das ja im Gespräch zumindest angedeutet. (Wenn ich jemanden über Dritte kenne, dann sage ich das doch, warum auch nicht?)

Und selbst gesetzt den Fall, die Teilnehmerin "Mira" ist lokal doch bekannter, als sie annimmt [ ;-) ], dann würden sich manche Fragen natürlich erübrigen, aber auch dann wundert mich die Ausgrenzung der Berufsthematik - zumal bei Gesprächen über mehrere Stunden. Insgesamt entsprechen die hier geschilderten Erfahrungen absolut nicht meinen, das habe ich so noch nie erlebt.
 

Mira

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  • #39
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Mit Euren Beiträgen habt Ihr mir schon interessante Hinweise gegeben.

Zur Präzisierung: Lehrerin bin ich nicht.

Vielleicht sollte ich die Unterschiede bei den beiden Dates einbeziehen.

Bei dem einen Mann war ich mir nach dem Treffen unsicher, ob er mir überhaupt eine Frage stellte außer der nach meinem Nachnamen. Er machte mir viele Komplimente für das Aussehen und die Ausstrahlung. Mit dem Namen konnte er im Internet viel über mich erfahren. Obwohl er mir danach schon mehrfach schrieb, erwähnte er nichts davon. Möglicherweise ist er wirklich jemand, den nur interessiert, ob die Frau ansprechend aussieht und unkompliziert und charmant wirkt.

Dem anderen Mann ist Desinteresse an meiner Persönlichkeit keinesfalls vorzuhalten. Das zeigen auch die Nachrichten nach dem Treffen. Hinzu kommt, dass er mich ausgerechnet in mein Stammlokal einlud, obwohl weder er noch ich in der Gegend wohnt. Ich sprach ihn darauf an, sagte auch, dass mir jemand schon andere Männer "geschickt" hätte und ob das jetzt wieder so ein Fall sei. Er verneinte das. Zweifel daran bekam ich, weil er mich einerseits sehr intensiv befragte und andererseits keine Frage nach meiner beruflichen Tätigkeit stellte. Zudem machte ich im Treffen deutlich, dass ich seinen vollen Namen und seine berufliche Position kenne. Da hätte es nahegelegen, mich nach meinem Nachnamen zu fragen. Bin ich wegen meiner Erfahrungen zu misstrauisch?
 

Mira

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  • #41
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Andre:
Ich bin auch kein Fragetyp. Ich erfahre über den anderen im "ganz normalen" Gespräch so dieses und so jenes und so nach und nach ergeben die einzelnen Puzzleteilchen dann ein Bild. Diese Art des Kennenlernens beim "absichtlosen Plaudern" liegt mir mit Abstand am besten. Fragen und neue Themen ergeben sich währenddessen wie von selbst. Ich hab's da auch nicht so eilig. Und manchmal ergibt sich ein Thema eben doch nicht von selbst, weil erstmal andere Dinge Thema sind und die Zeit nicht für alles reicht, oder auch, weil ein bestimmtes Thema gerade "irgendwie" nicht passte, weil es den "Flow" unterbrochen hätte.

Also ganz klares "Statement": Nicht zu fragen, bedeutet nicht zwangsläufig Desinteresse. Kann sein, kann aber auch genau das Gegenteil sein. -- Es ist nur so, dass die "Gesprächsstile" unterschiedlich sind und nicht jeder was mit jedem anfangen kann. Wenn man überhaupt keinen Draht zueinander findet, dann passt es wohl ohnehin nicht. Aber vielleicht wäre in Grenzfällen schon hilfreich, nicht die generelle Schlussfolgerung "Keine Fragen -- kein Interesse" zu ziehen.

Nach der Wende lernte ich viele ehemalige DDR-Bürger kennen. In Ostdeutschland war es unüblich zu fragen. Mein Mann wurde sogar in einer Kneipe mal angeherrscht, er würde immer Fragen stellen. Für jemand, der in Westdeutschland aufgewachsen ist, klang der Vorwurf absurd. Meine Datepartner sind Wessis.
 

faraway

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  • #42
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Ich war ja noch nie in so ein online Börsendate involviert. Sind diese dates ganz anders als andere dates? Klingen sie deshalb irgendwie komplizierter?
Ist das so weil alle Beteiligten mehrere Partner daten/testen? Und ihrerseits auch auf einer Testliste stehen?
Hängt das mit dem Ausleseverfahren zusammen?
 

Heike

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  • #43
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von faraway:
Ich war ja noch nie in so ein online Börsendate involviert. Sind diese dates ganz anders als andere dates? Klingen sie deshalb irgendwie komplizierter?
Ist das so weil alle Beteiligten mehrere Partner daten/testen? Und ihrerseits auch auf einer Testliste stehen?
Hängt das mit dem Ausleseverfahren zusammen?

Ich finde das ja auch immer wieder aufällig. Ich glaub schon, daß diese Daterei besondere Probleme aufwirft oder verstärkt. Eben weil diese Partnersuche (mal im Gegensatz zum Partnerfinden) eben insbesondere über so eine Plattform notwendigerweise was von Warenkatalogblättern hat, das aber zugleich ein Bild ist, das man lieber gerne von sich weist. Ein paar Foristen haben das auch sehr eindrücklich beschrieben, wie es ihnen damit so geht. Es könnte also schon sein, daß allein die Auslangslage was Komplizierteres nahelegt.
Aber abgesehen davon gibts denke ich schon große Unterschiede von Nutzer zu Nutzer, wie er damit umgeht. Manche, wo ich mich frage, weswegen sie es sich so schwer machen, andere, die das ganz pragmatisch betreiben, andere wiederum, die das ganz locker und spaßig angehen.
Weswegen die Tendenz so verbreitet scheint, statt mit dem Gegenüber zu reden, das Forumskollektiv zum Spekulieren zu bewegen, darüber gab es ja auch gerade einen eigenen Thread.
 

Mira

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  • #44
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Heike:
Weswegen die Tendenz so verbreitet scheint, statt mit dem Gegenüber zu reden, das Forumskollektiv zum Spekulieren zu bewegen, darüber gab es ja auch gerade einen eigenen Thread.

Das Reden mit dem Gegenüber bringt auch nicht immer Klarheit. Und es gibt Menschen, die nicht meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Die finden es oft sinnvoll bei Problemen mal die Meinungen Dritter zu erfahren. Ich spreche auch mit Freunden über meine Erlebnisse bei Parship. Im Forum profitiere ich von den Erfahrungen anderer beim Onlinedating.
 
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  • #45
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Mira:
Dem anderen Mann ist Desinteresse an meiner Persönlichkeit keinesfalls vorzuhalten. Das zeigen auch die Nachrichten nach dem Treffen. Hinzu kommt, dass er mich ausgerechnet in mein Stammlokal einlud, obwohl weder er noch ich in der Gegend wohnt. Ich sprach ihn darauf an, sagte auch, dass mir jemand schon andere Männer "geschickt" hätte und ob das jetzt wieder so ein Fall sei. Er verneinte das. Zweifel daran bekam ich, weil er mich einerseits sehr intensiv befragte und andererseits keine Frage nach meiner beruflichen Tätigkeit stellte. Zudem machte ich im Treffen deutlich, dass ich seinen vollen Namen und seine berufliche Position kenne. Da hätte es nahegelegen, mich nach meinem Nachnamen zu fragen. Bin ich wegen meiner Erfahrungen zu misstrauisch?

Liebe Mira,
das ist ja eigenartig. Verstehe ich den Satz
Zitat von Mira:
dass mir jemand schon andere Männer "geschickt" hätte
richtig? Das heißt: Du hast jemanden, z.B. eine gute Freundin, Deine Mutter oder Dein Expartner, der Parship-Usern gezielt Deine Daten mitteilt, damit sie Dich gezielt kontakten und treffen? Und die dann natürlich schon alles über Dich wissen, weil sie ja von dem oder den gemeinsamen Bekannten instruiert wurden?
Dass es also jemanden gibt, der Dich unbedingt "verkuppeln" will und dafür diese Plattform nutzt?
Das ist ja eine sehr ungewöhnliche Geschichte, so etwas habe ich noch nie gehört.
Aber selbst wenn das so wäre - was wäre denn daran schlimm?
Dann wäre ein netter Mann ja trotzdem ein netter Mann, auch wenn er von Freunden auf Dich hingewiesen wurde.

Oder bist Du Opfer einer Verschwörungstheorie?
 

alster

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  • #47
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Rätsel:
Das deckt sich völlig mit meiner Meinung.



Klar spielt für uns das Aussehen eines Mannes auch eine wichtige Rolle. Wir sind jedoch in der Lage, einen Mann, der uns anfangs optisch nicht unbedingt zugesagt hat, mit der Zeit lieben zu lernen, wenn er uns mit anderen Qualitäten beeindruckt, z.B. er ist erfolgreich.....

Nun denn....da dürfen diese Männer sich ja wirklich freuen.
 
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  • #48
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Du kannst hier - wenn du willst - herrlich klassische Rollenverteilungsklischees bedienen.

Mann mag sich für den Beruf (auch im Sinne von Geld) nicht sonderlich kümmern, weil er sich sowieso als Versorger sieht. ;-)

Für mich als Mannsbild ist der Beruf oder die Tätigkeit der Frau schon wichtig, vielleicht sogar sehr wichtig. Mal ganz abgesehen von bis zu einem gewissen Grad ableitbaren politischen Tendenzen und Weltanschuungen geht es ja auch um die tägliche "Praxis" in einer Beziehung.

Außerdem will ich mich mit (m)einer Frau ja auch über gewisse Dinge unterhalten können, die sich in meinem Tätigkeitsfeld abspielen.

Anders gesagt: wenn sich Mann für den Job/Beruf einer Frau nicht interessiert, ist er entweder machomäßig altmodisch drauf oder hat kein Interesse an der Person selbst.
 

Pit Brett

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  • #49
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von faraway:
Sind diese dates ganz anders als andere dates?
Manche. Anscheinend jedenfalls.
Für mich kann ich sagen, daß ich die mitgeteilten und gewälzten Probleme nicht einmal im Ansatz nachvollziehen kann. Mangels jeglicher Erlebnisse in diese Richtungen. Deshalb wage ich die These ... nein, lieber nicht.
 

maddib

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  • #50
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

@andre
danke für deine entscheidenden zeilen, die hier aber offenbar völlig untergegangen sind. meine güte, als ich hier die meisten beiträge gelesen habe, ist mir wirklich ein licht aufgegangen.

meine lieben damen hier - ihr trefft euch mit einem mann, einem FREMDEN mann, zum ERSTEN mal. was in gottes namen erwartet ihr hier alles!? kann es sein, dass so manche hier so DERART verkopft an die sache rangehen, dass es für ein wirklich entspanntes treffen eigentlich gar keinen raum mehr gibt? meine güte - was der/die eine gerade NICHT fragt oder unverschämter weise gerade doch, ist doch erstmal VÖLLIG EGAL.

wenn eine BESTIMMTE frage bei einem ersten oder zweiten date NICHT gleich gestellt wird, muss man sich hierüber doch keine gedanken machen - wirklich KEINE! und wenn euch ein bestimmtes thema so auf den nägeln brennt, dann sprecht es doch selbst an, aber wartet nicht darauf, dass der mann es (nicht) anspricht. was ist daran so schwierig? dem mann geht im moment vielleicht ein ganz anders thema durch den kopf.

diese unsäglichen erwartungshaltungen, und seien sie auch noch so klein aber dafür umso fester im kopf, verleiden einem ein date doch nur. was soll das? wollt ihr einen mann KENNENLERNEN, oder ihn schon beim ersten/zweiten date so auseinander nehmen, dass ihr am ende das eh schon erwartete "hat nicht gefunkt" aussprechen könnt?

es kommt doch bei einem date meist eh viel mehr darauf an, WIE etwas rüberkommt, als WAS. es ist doch nur ein erstes beschnuppern.

wenn ich beispielsweise alltags abends noch eine frau treffe, dann vermeide ich eher bewusst das thema beruf und arbeit, weil der feierabend ja gerade erst begonnen hat, und man(n) auch nicht weiß, wie der arbeitstag denn so verlaufen ist... trotzdem suche ich eine frau, die ihre eigene arbeit hat und diese - im besten fall - auch mag.
und bitte schön, der mann - wie die frau - kann TATSÄCHLICH auch mal ihren job wechseln. ja, wir leben in einer arbeitswelt, in der das sogar üblich ist. die folge? mehr/weniger freude an der neuen Arbeit, kürzere/längere Arbeitszeit, kürzerer/längerer arbeitswege usw. usw...

bei einem date erlebt man sich in einem lebensABSCHNITT/AUSSCHNITT, der sich jederzeit ändern kann, auch jobtechnisch!

aber das sind alles so punkte - wieso krallen sich manche frauen so derart daran fest, dass der mann sich eben so und so zu verhalten halt, dieses und jenes gefälligst zu fragen hat - sonst kann man das auch hier und jetzt gleich abbrechen - weil "das KANN ja nichts werden". das ist eine so verkrampfte einstellung, dass ein sich annähern eigentlich gar nicht mehr möglich ist. und wer das genau so angeht, ist eigentlich selber schuld. von extremen auffälligkeiten mal abgesehen.

meine Damen - ich wünsche euch mehr einfühlungsvermögen für das WIE und nicht so sehr das WAS.

andre hat es wunderbar auf den punkt gebracht. das schönste date ist eines, bei dem sich die gesprächsthemen wie von selbst ergeben, ohne dass jeder eine eigene liste führt und versucht diese zwanghaft abzuarbeiten. das wäre der letzte krampf. meine eigenen erfahrungen sagen genau das gleiche. ein ungezwungenes date, bei dem sich zwei das erste mal beschnuppern, ist das beste, was einem passieren kann. ich selbst kann dabei mit einer frau stundenlang über alles mögliche reden. und WIE die frau dann dabei rüberkommt, nehme ich sehr genau wahr.

noch eine frage/sache am rande. ich möchte hier sicher kein pauschalurteil fällen, schon gar keines über frauen allein, sondern wenn dann ebenso über männer ;-). habe selbst schon öfter erlebt, dass bei dates frauen mit doktortitel (also einem recht hohen "bildungsgrad") des öfteren den eindruck bei mir erwecken, dass diese versuchen, sich krampfhaft an "fakten" zu klammern und weniger den mann einfach auf sich wirken lassen können, um auch emotionale entscheidungen zu treffen.
bitte versteht mich nicht falsch, ich möchte nicht behaupten, dass entsprechend gebildete frauen grundsätzlich ein problem mit emotionen haben, doch mir ist halt aufgefallen, dass gerade bei diesen ich das gefühl habe, dass bei manchen völlig unverfänglichen äußerungen scheinbar ein riesiges räderwerk beginnt sich zu drehen, ohne eine chance, es zu stoppen. diese frauen werden es SEHR schwer haben, sich je für ein zweites oder drittes date zu entscheiden. denn - HILFE - was soll das alles bedeuten!? der will was von mir!? hilfe, das dritte date, der will mich wirklich kennenlernen!? sorry für die leichte überspitzung, aber das lese ich manchmal unwillkürlich hinter den augen. und diese verschrecktheit wird mir wohl ewig ein rätsel bleiben.

aber zurück zum thema... es gibt frauen, die sich in erster linie über ihren beruf definieren, und manchmal auch so rüberkommen. ich weiß nicht, woran das liegt, oder was das soll. ich suche jedenfalls einen weiblichen menschen als LEBENSPARTNER und möchte diesen nicht ANSTELLEN ;-).
und - nein - der beruf der frau ist für mich nicht uninteressant, im gegenteil. aber er ist nicht entscheidend. gegenfrage hier an die damen: WARUM findet ihr den beruf des mannes so wichtig? und jetzt sagt nicht "weil es mich interessiert" - oder wenn, dann sagt präzise, warum ;-).
 
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  • #51
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von maddib:
WARUM findet ihr den beruf des mannes so wichtig? und jetzt sagt nicht "weil es mich interessiert" - oder wenn, dann sagt präzise, warum ;-).

Weil man (geschlechtsneutral) in der Regel viel Zeit mit der Ausübung dieses Berufs verbringt. Weil die Berufswahl auch Auskunft über Interessen oder Begabungen eines Menschen gibt (geben kann). Weil es Berufe gibt, die auch ganz direkte Auswirkungen auf das Zusammenleben haben können (z.B. Schichtarbeit oder Lehrer, mit denen man nur in den Schulferien verreisen kann).
 

anka

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  • #52
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von maddib:
habe selbst schon öfter erlebt, dass bei dates frauen mit doktortitel (also einem recht hohen "bildungsgrad") des öfteren den eindruck bei mir erwecken, dass diese versuchen, sich krampfhaft an "fakten" zu klammern und weniger den mann einfach auf sich wirken lassen können, um auch emotionale entscheidungen zu treffen.

--> So ist es leider oft, und genau das kenne ich von mir auch nur allzu gut. Wobei das bei mir eigentlich nur dann der Fall ist, wenn ich mir mit meinen Gefühlen unsicher bin. Es ist ansonsten aber auch so, dass ich gewisse Fakten schon bei der Vorauswahl "abklopfe" und der Beruf zählt bei mir immer dazu (s.u.).

Zitat von maddib:
aber zurück zum thema... es gibt frauen, die sich in erster linie über ihren beruf definieren, und manchmal auch so rüberkommen. ich weiß nicht, woran das liegt, oder was das soll. ich suche jedenfalls einen weiblichen menschen als LEBENSPARTNER und möchte diesen nicht ANSTELLEN ;-) .... WARUM findet ihr den beruf des mannes so wichtig? und jetzt sagt nicht "weil es mich interessiert" - oder wenn, dann sagt präzise, warum ;-).

Bei mir ist es so, dass ich Beruf mit bestimmten Eigenschaften verbinde, die auch mich attraktiv wirken oder nicht. Vielleicht ist es überspitzt und sicherlich nicht immer zutreffend, aber gewisse Rükcschlüsse lässt der Beruf eben doch zu. Wobei ich selbst nicht ganz sicher bin, ob es tatsächlich der Job ist oder die Art, wie er ausgeübt wird. Vielleicht verbinde ich auch die Entscheidung für einen best. Beruf mit best. Persönlickeitsmerkmalen.
 
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Mira

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  • #53
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Liebe Mira,
das ist ja eigenartig. Verstehe ich den Satz richtig? Das heißt: Du hast jemanden, z.B. eine gute Freundin, Deine Mutter oder Dein Expartner, der Parship-Usern gezielt Deine Daten mitteilt, damit sie Dich gezielt kontakten und treffen? Und die dann natürlich schon alles über Dich wissen, weil sie ja von dem oder den gemeinsamen Bekannten instruiert wurden?
Dass es also jemanden gibt, der Dich unbedingt "verkuppeln" will und dafür diese Plattform nutzt?
Das ist ja eine sehr ungewöhnliche Geschichte, so etwas habe ich noch nie gehört.
Aber selbst wenn das so wäre - was wäre denn daran schlimm?
Dann wäre ein netter Mann ja trotzdem ein netter Mann, auch wenn er von Freunden auf Dich hingewiesen wurde.

Oder bist Du Opfer einer Verschwörungstheorie?

Liebe Fenster_zum_Hof,

mir hat jemand Männer geschickt, das steht fest, ich weiß auch, wer er ist. Das Motiv kenne ich nicht, ich habe nur Vermutungen, zu denen ich hier nichts schreiben möchte. Jedenfalls will er mich nicht verkuppeln, sondern ausforschen (lassen).

Leider habe ich nun das Problem, dass ich bei einem Date nicht weiß, ob ich es mit einem ernsthaften Interessenten zu tun habe. Ich bemühe mich um Unvoreingenommenheit beim Treffen, damit diese nicht durch Misstrauen geprägt werden. Außerdem müsste das Interesse an der Ausforschung irgendwann erloschen sein. Ich hatte angenommen, dieser Zeitpunkt läge hinter mir, doch die beiden vorigen Dates fand ich wegen der fehlenden Frage nach meiner Berufstätigkeit wieder irritierend.

Die Beiträge im Forum empfinde ich als hilfreich, weil mir deutlich wurde, dass Nichtfrager gar nicht so selten sind. Der eine könnte nach meinem Eindruck durchaus so jemand sein. Der andere Fall bleibt für mich merkwürdig.
 
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  • #54
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Hallo Maddib !
Ich kann deine Aufregung gut verstehen - mir geht es manchmal ähnlich, was vorgefasste Erwartungen und Schnellurteile angeht.
Oft werden hier aber auch einfach nur Sachen besprochen, bei denen es nicht um URTEILEN, Wegklicken oder Abprüfen geht, sondern einem ist schlicht etwas aufgefallen und man fragt sich, ob das nur ein besonderes Merkmal ist, welche Erklärungen es dafür gibt und wie andere das sehen. Oft hat man dann hier ziemliche Aha-Erlebnisse, weil man von selbst auf bestimmte Sichtweisen gar nicht gekommen wäre bzw. einem einfach auch bestimmte Informationen fehlten. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich denke, in Miras Fall ist es ähnlich, bzw. es hat noch eine sehr spezielle Komponente, warum sie diese Frage eingestellt hat (s. letzter Beitrag).

Warum Frauen sich für den Beruf interessieren, haben ja schon einige verständlich und nachvollziehbar beantwortet. Ich würde noch ergänzen, dass nach meiner Erfahrung viele Männer Probleme damit haben, wenn ihre Partnerin deutlich erfolgreicher im Beruf ist. In der Hinsicht ist das auch noch ein Punkt, da nachzufragen.

Sicher müssen gerade gut verdienende Männer sich öfter mal mit dem quälenden Hintergedanken herumschlagen : Will sie mich oder einfach nur versorgt werden ?
Vielen Frauen geht es da in einem anderen Punkt ähnlich : Will er mich oder nur eine hübsche Dekoration neben sich ?
Tja, da muss man dann eben irgendwie mit klarkommen, ohne ein grundsätzliches Misstrauen zu entwickeln, das dem Gegenüber unter Umständen nicht gerecht wird...
 
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winzling_geloescht

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  • #55
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von maddib:
es kommt doch bei einem date meist eh viel mehr darauf an, WIE etwas rüberkommt, als WAS. es ist doch nur ein erstes beschnuppern.

Ganz genau so seh ich das auch. Wobei ich dir keine Begründung liefern kann, warum die berufliche Tätigkeit wichtig sein sollte. Mir ist der Beruf meines Gegenübers völlig schnuppe, denn der sagt mir nichts über den Menschen und schon gar nichts darüber, ob wir uns ineinander irgendwie wiederfinden. Bei einem ersten Treffen stehen für mich ganz andere Sachen im Vordergrund, die ich registriere, eventuell hinterfrage, sodass sich die gefühlte Distanz zwischen uns entweder verringert oder vergrößert. Das allein ist mir zunächst mal wichtig und wenn das funzt, dann fänden sich auch gemeinsame Wege, um irgendwann mal mit möglichen berufsbedingten Freizeit- und sonstigen Einschränkungen umzugehen. Darüber mach ich mir doch aber beim Kennenlernen noch gar keinen Kopf. Möglicherweise ist ja genau das der Grund dafür, dass meine bisherigen Treffen total erfrischend waren und ich sie alle in bester Erinnerung hab.
 

maddib

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  • #56
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

@anka
das verstehe ich sehr gut. du versuchst eben, dir aus den wenigen "fakten" eine konkrete entscheidungsvorlage zu "basteln", die dir sagt, wir sehen uns noch mal, oder eben nicht. wie du aber schon selber andeutest, sind es ja mit wenigen ausnahmen eher mutmaßungen, vermutungen, ahnungen etc., also kein wirkliches WISSEN. wenn es vorher noch heißt, das lehrer oder schichtarbeiter dann doch offensichtlich den lebensalltag maßgeblich ("unpassend") beeinflussen würden, kann ich das ja noch nachvollziehen. was ist aber mit all den berufsgruppen, die hier eher "unauffällig" sind? ich bin da sehr vorsichtig, wenn es darum geht, pauschal von der berufswahl auf die persönlichkeit zu schließen.
habe selbst einen beruf/bildungsweg, der manche (nicht alle) frauen schon aufhorchen lässt. ich sehe mich dann schon meist genötigt, etwas weiter auszuholen, um das bild ins rechte licht zu rücken. ohne witz - manche dame kommt dann sogar noch auf die idee, einen brigitte artikel zu erwähnen, der wohl recht unglimpflich über unterschiedliche berufsgruppen herzieht. wenn das die quelle der weisheit sein sollte...
aber - ich muss zugeben - auch mir fällt es manchmal schwer, hier eine interessante frau zu kontaktieren, die einer ganz bestimmten berufsgruppe angehört, die ich - nach eigenen erfahrungen - hier sonst eher meide. so blöd das auch eigentlich ist ;-). aber ich lasse mich auch hier nicht beirren und schaue dann doch einfach mal drüber weg - es könnte ja die ausnahme sein ;-).
ich versuche recht konstant, mich von berufen nicht zu sehr beeinflussen zu lassen.


@winzling
du bringst es weiter auf den punkt. der beruf ist kein aushängeschild über die person - und umgekehrt genau so. ICH KENNE DEN MENSCHEN ÜBERHAUPT NICHT! wie kann ich mir anmaßen, von seiner berufswahl auf sein innerstes zu schließen? manche sagen zwar "frauen können das riechen", doch die sinne können auch gehörig täuschen ;-).

ich bleibe dabei, die sache der berufswahl scheint mir - von wenigen ausnahmen abgesehen - eher ein "verzweifelter" versuch zu sein, MÖGLICHST SCHNELL eine für sich selbst vertretbare entscheidung zu treffen, ob es ein weiteres treffen geben wird oder nicht.

wir treffen meist recht schnell annahmen, stellen vermutungen auf, spüren, glauben... aber tatsächlich WISSEN tun wir meist nichts - ich meine GAR NICHTS. und dennoch bildet dieses unwissen eine wichtige basis für eine entscheidung, ob wir einen menschen wiedersehen wollen oder nicht. dabei ist die stütze auf die berufswahl wohl nur ein kleiner teil des ganzen verzwickten gedankengebäudes rund um die partnersuche. schon irgendwie irrational, oder? obwohl uns diese gedanken doch GERADE die so sehnlich gewünschte sicherheit geben sollen.

die sache mit dem beruf fällt vielleicht ohnehin in die "schwierige" altersgruppe der mittdreißiger bis mittvierziger hinein. man hat vielleicht schon einiges hinter sich, das arbeitsleben ist gefestigt/eingespielt, man sucht jemanden für den "rest des lebens" (noch so ein kopfding), man möchte sich einfach SICHER sein - so sicher wie eben irgend möglich. das muss doch möglich sein - oder? nicht?
und da ist es wieder - das/die/der perfekte - ein reines hirngespinst, was nichts mit der realität außerhalb unseres kopfes zu tun hat. eine reine traumvorstellung - und dennoch scheinen die meisten hier genau diese in der realität zu suchen. ist ja auch ein schöner gedanke - doch eben nur ein gedanke...
was - wenn nicht die partnersuche/-schaft - vermischt gefühl und verstand so sehr und ist deshalb nicht selten so schwer dingfest zu machen. passt das gefühl, macht der verstand evtl. nicht mit. gibt der verstand das go, stellt sich aber partout kein gutes gefühl ein. nur wenn gefühl und verstand zum gleichen ergebnis kommen, hat die zweisamkeit wohl eine reale chance. weil das in der realität schon schwierig genug ist, werde ich stets versuchen, mir durch engstirnige vorurteile nicht die chancen nehmen zu lassen - auch wenn's manchmal schwer fällt ;-).
 

schulz

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  • #57
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Traumichnich:
Hallo, Mira,

ohne konkrete Angaben/Profil fällt eine Antwort schwer, aber ich will's mal so sagen : Mich interessiert in 1. Linie der Mensch, der Beruf ist da nur ein kleiner Teil. Schließlich suche ich eine Partnerin, keinen Kompagnon ... ;-)

HTH !?

Das sehe ich komplett anders.. ein Beruf sagt an sich schon sehr viel aus... ich meine damit nicht, das es bessere und schlechtere Berufe gibt. Aber:

Berufe prägen den Menschen...

...aus diesem Grunde würde mich der Beruf einer Frau, mit der ich eventuell eine Beziehung eingehen möchte, doch sehr interessieren. Ich will nicht so weit gehen, daß der Beruf einer Frau für mich an sich ein Ausschlusskriterium ist. Andererseits bin ich mittlerweile bei bestimmten Berufsgruppen sehr vorsichtig.
 
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  • #58
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Eigentlich ist es doch ganz einfach: manche interessieren sich eben - aus den verschiedensten Gründen - für den Beruf ihres Gegenübers. Und manche eben nicht. Warum muss dieses Interesse denn schon wieder 'bewertet' werden?
Wenn Dir maddib, die Frage auch deshalb unangenehm zu sein scheint, weil Du Dich dann zu weiteren Erklärungen 'genötigt' siehst, muss das doch deshalb nicht für alle anderen zum Tabu-Thema erklärt werden.
 

maddib

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  • #59
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von Foristin:
Eigentlich ist es doch ganz einfach: manche interessieren sich eben - aus den verschiedensten Gründen - für den Beruf ihres Gegenübers. Und manche eben nicht. Warum muss dieses Interesse denn schon wieder 'bewertet' werden?
Wenn Dir maddib, die Frage auch deshalb unangenehm zu sein scheint, weil Du Dich dann zu weiteren Erklärungen 'genötigt' siehst, muss das doch deshalb nicht für alle anderen zum Tabu-Thema erklärt werden.

oh, da hast du mich grob missverstanden. mir ging es doch nicht um das interesse am beruf des anderen an sich. ich finde, dieses ist an sich schon nicht unwichtig, so wie natürlich das interesse am gegenüber selbst. und selbstverständlich möchte auch ich wissen, wie eine frau/potentielle partnerin so ihren täglichen arbeitsalltag bestreitet.
ich habe auch überhaupt kein problem damit, wenn ich danach gefragt werde. ich bin ab und an nur erstaunt, wenn die reaktion der frau dann zumindest anfangs geradezu bände spricht. und das, obwohl sie OFFENSICHTLICH nicht den blassesten schimmer hat, wie meine tätigkeit ganz konkret jeden tag ausschaut. mein beruf ist weder "auffällig" noch irgendwie "problematisch".

nein, es geht mir doch um etwas ganz anderes. nämlich um den eigentlichen stellenwert des berufs bei einer (ersten) anbahnung. so wurde dieser thread ja auch eröffnet. wie wichtig oder unwichtig wird die berufswahl des jeweils anderen denn eingestuft - bei einem ersten/zweiten treffen. und noch viel wichtiger - bitte selbst reflektieren - was wird in die berufswahl alles hineininterpretiert - und ist das überhaupt auch nur IRGENDWIE haltbar, wenn ich den menschen so vor mir sehe.

ein fiktives beispiel...

zwei männer, völlig fremd - mitte dreißig - zwei unterschiedliche berufe. der eine kinderarzt, der andere bauingenieur. welcher beruf mag aus sicht einer "durchschnittlichen" frau attraktiver wirken? darüber gibt es untersuchungen und statistiken, die offenbar auch einzug in gewisse frauenzeitschriften finden! der kinderarzt wird in der regel als sehr sozialer, fürsorglicher ja sogar sensibler beruf aufgefasst. der des bauingenieurs galt da eher als nüchtern, emotionslos.

so, was sagt uns das über die menschen (männer wie frauen), die diese berufe ausüben? ist der kinderarzt der potentiell sozialer eingestellte, eher familiäre und sensiblere mensch? und der bauingenieur gefühlskalt, wortkarg und ein unsensibler trampel? darf man diese frage so allgemein überhaupt stellen, ohne den menschen an sich zu kennen? ich finde nein - aber - manche haben eben hier ein sehr fixes muster im kopf, dass obige annahme NATÜRLICH so seine richtigkeit haben muss. man hat ja sonst (noch) nichts, an das man sich festklammern kann.

wenn man ganz ehrlich ist, kann der kinderarzt als mensch der letzte stinkstiefel sein, der sich aber in gegenwart einer frau perfekt verstellen kann, und der bauingenieur ist vielleicht das nette bärchen - und zwar authentisch, echt - der gar nicht weiß, wieso er sich verstellen sollte.

was will ich damit sagen. der "zwang" unseres hirns (ich selbst schließe mich da nicht aus) ab und an aus ALLEM UND NICHTS etwas verwertbares abzuleiten, um für sich zu entscheiden, ob ich einen menschen wiedersehen möchte oder nicht, ob er als potentieller partner in frage kommt oder nicht, ist nicht selten zu beobachten.
die frage ist nur, kann man sich diesem zwang nicht öfter mal einfach widersetzen? ja, es wäre sicher nicht einfacher, aber vielleicht doch etwas zielführender...
 
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winzling_geloescht

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  • #60
AW: Ist der Beruf der Frau uninteressant?

Zitat von maddib:
@winzling
ICH KENNE DEN MENSCHEN ÜBERHAUPT NICHT! wie kann ich mir anmaßen, von seiner berufswahl auf sein innerstes zu schließen? manche sagen zwar "frauen können das riechen", doch die sinne können auch gehörig täuschen ;-).

Ich glaube, das hat nichts mit "anmaßen" zu tun. Analytisches Denken wird ja von Kindheit an auf Kosten der Wahrnehmung über die Sinne trainiert. Was soll Mensch also tun, wenn er gerade auf der Beziehungsebene wichtige Entscheidungen für sich treffen muss? Er stützt sich auf das, was er gut kann, die nonverbale Ebene bleibt bei der Kommunikation dann halt außen vor. Die verbale Ebene läuft über ganze 20%, davon entfallen 13% auf die Wahrnehmung der Stimme und nur 7% auf den Inhalt des Gesagten. Mit diesen 7% muss Mensch jetzt irgendwie klarkommen, um seinen/ihren Gegenüber zu erkennen.

Wenn halt ein Leben lang nur der Kopf trainiert wurde, dann wird das bisschen Inhalt zur entscheidenden Größe, erst recht bei Menschen, die sich selbst aus den verschiedensten Gründen über ihren Beruf definieren. Wenn sich zwei davon finden, warum nicht? Wenn der Herr beim ersten Date stundenlang monologisiert und die Dame ihm mit weit aufgerissenenen Augen verzückt an den Lippen hängt (oder umgekehrt) und beide nach dem Date wissen, das ist es, was sie schon immer wollten, dann ist doch ihre Welt total in Ordnung.

Meine eigenen Intentionen bei der Partnerwahl bleiben davon ja völlig unberührt. Die Tatsache, dass ich da völlig anders bin und mir ganz andere Dinge wichtig sind, ist meine ureigene Angelegenheit und hat mit den "Auswahlkriterien" anderer Menschen gar nichts zu tun. Da kann und soll jede/r für sich selbst entscheiden.