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  • #1

Interesse erkennen und zeigen - die Suche nach dem roten Faden.

Hallo in die Runde.

Ich habe hier zwar bereits die Forumssuche bemüht, aber kein vergleichbares Thema gefunden oder zumindest keines, dass meine Fragen wirklich konkret beantwortet.
Mich interessiert woran Ihr Interesse an eurer Person durch euren Gegenüber festmacht?
Und wie zeigt Ihr eurem Gegenüber dass ihr interessiert seid?


Ich stelle mir diese Frage weil ich, was mich selbst betrifft, nicht sicher bin ob ich ehrliches Interesse an mir überhaupt erkenne. Ob die Erfahrungen der letzten Jahre meine Sinne oder meine Wahrnehmung so verschoben haben, dass ich es vielleicht gar nicht mehr merke wenn ein Mann an meiner Person ernsthaft interessiert ist oder eben wenn er es überhaupt nicht ist. Das leidige Thema des "Ghostings", ist bei mir an der Tagesordnung, sowohl hier bei Parship, als auch im Reallife. Aber da entsteht dann eben auch der Zweifel, wann ist man ZU interessiert, wann Zuwenig? Und wie zeigt man eigentlich Interesse, ohne in irgendeiner Form verkrampft oder bedürftig zu wirken?

Klar, mir ist bewusst, dass jeder Mensch eine andere Wahrnehmung hat und jeder Mensch Interesse anders definiert. Aber genau das ist es was ich gerne wissen würde. Vielleicht kann ich dann wieder einen "roten Faden" für Interesse oder eben auch Desinteresse, für mich persönlich, erkennen. Und ich stelle jetzt einfach mal die Behauptung in den Raum, dass da draußen noch mehr Menschen dasselbe Problem haben und eben auch nach diesem "roten Faden" suchen...
 
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  • #2
Liebe @Ailana ,
ich kann dieses Thema nachvollziehen, habe selber auch oft Schwierigkeiten zu erkennen, ob jemand wirklich mich meint oder nur seine Projektion. Einen "roten Faden" des Interesses konnte ich ausmachen: wenn jemand sich wirklich daran erinnert an das, was ich so erzählt habe, einschließlich der Gefühlsebene und sich darüber Gedanken gemacht hat. Habe schon oft erlebt, dass jemand eigentlich gedanklich abwesend zu mir und nur anwesend zu sich war. Das stellt sich meistens dann im Nachhinein raus, wenn das Gespräch eigentlich weiter gehen könnte und man wieder von vorne anfangen muss.
 
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fleurdelis*

  • #3
dass ich es vielleicht gar nicht mehr merke wenn ein Mann an meiner Person ernsthaft interessiert ist oder eben wenn er es überhaupt nicht ist. Das leidige Thema des "Ghostings", ist bei mir an der Tagesordnung, sowohl hier bei Parship, als auch im Reallife. Aber da entsteht dann eben auch der Zweifel, wann ist man ZU interessiert, wann Zuwenig? Und wie zeigt man eigentlich Interesse, ohne in irgendeiner Form verkrampft oder bedürftig zu wirken?
Ja, deine Gedanken sind mir wahrlich nicht fremd ... Für mich ist es fraglich, ob es einen "roten Faden" tatsächlich gibt. Ich hab mir auch viele Fragen gestellt, warum Interesse gezeigt wird, teilweise mit schönen verbalen Ausschmückungen, und dann .... war nix. Da dieses Verhaltensmuster nicht nur einzeln auftritt, sondern in bekanntes Phänomen geworden ist, suche ich die Ursache nicht bei mir. Was ich jedenfalls draus gemacht habe: ich werte Interesse als das was es in der Definition ist: jemandem Aufmerksamkeit schenken, oder Sympathie bekunden..... Wenn jemand dieses Interesse vertiefen möchte, und ich damit einverstanden bin, und das signalisiere, gehe ich davon aus, dass derjenige das auch tun wird. So lange ich nicht weiß, ob der "Status" über Interesse hinausgeht, erwarte ich nichts.
 
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  • #4
Bei einem Date ist es eine gewisse spürbare Zugewandtheit und Verbindlichkeit. Ehrliches Interesse an einem gegenseitigen Austausch. Bezugnehmen auf Gesagtes, Geschriebenes. Auch ein aktives Bejahen des anderen. Entspanntheit. Im weiteren Verlauf des Kontaktes konkrete Ansagen.

Aber das kann sich eben alles in ganz verschiedenen Ausprägungen zeigen. Mit der Zeit lernt man ja selber, was sich besonders gut angefühlt hat. Und wie es sich bestenfalls wieder anfühlen soll. @Ailana - der "rote Faden" für Dich könnte also einfach Dein Bauchgefühl sein. Auch wenn Du Dir vielleicht etwas "Sichereres" und Messbareres als Hilfestellung gewünscht hättest ;)

In freier Wildbahn brauche ich immer noch einen Blindenhund (Augenöffner) an meiner Seite, um auf mich gerichtetes Interesse wahrzunehmen. :rolleyes: :oops:
 
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  • #8
Aber da entsteht dann eben auch der Zweifel, wann ist man ZU interessiert, wann Zuwenig? Und wie zeigt man eigentlich Interesse, ohne in irgendeiner Form verkrampft oder bedürftig zu wirken?
Hmm, ist das nicht alles sehr situativ und vom jeweiligen Gegenüber abhängig? Und macht es überhaupt Sinn, soetwas theoretisch-verkopft zu betrachten?
Ich für meinen Teil versuche über solche Dinge nicht zu viel nachzudenken und einfach das zu tun, was mir in der Situation passend erscheint. Wenn mir nach detaillierten Nachfragen ist, dann gibt es diese, wenn ich der Meinung bin es sei Zeit für meine Sicht auf etwas, dann gibt's halt die.

Der rote Faden ist für mich, dass überhaupt ernsthafte Kommunikation, ein echter Austausch, stattfindet. Daran, an der Qualität und der Gegenseitigkeit des Austauschs, würde ich sowohl das Interesse des Gegenübers an mir als mein Interesse am Gegenüber festmachen wollen, und nicht so sehr an der konkreten Form oder der "Menge" der Interessensbekundungen.
 
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fleurdelis*

  • #9
Der rote Faden ist für mich, dass überhaupt ernsthafte Kommunikation, ein echter Austausch, stattfindet. Daran, an der Qualität und der Gegenseitigkeit des Austauschs, würde ich sowohl das Interesse des Gegenübers an mir als mein Interesse am Gegenüber festmachen wollen, und nicht so sehr an der konkreten Form oder der "Menge" der Interessensbekundungen.
Das finde ich gut beschrieben, dafür gehört eben auch Zeit dazu, und diesen Bereich bereits als einen schönen gegebenen Moment zu sehen. Ich persönlich sehe dabei ab, direkt "Beziehungserwartungen" zu hegen, sondern nehme es wie es ist, eine schöne Begegnung und sehe, was sich daraus ergeben kann. Glaube, dafür dienen Erfahrungen, um das so resultieren können. Das ist aber nur meine Meinung ... :)
 
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  • #10
Das leidige Thema des "Ghostings", ist bei mir an der Tagesordnung, sowohl hier bei Parship, als auch im Reallife. Aber da entsteht dann eben auch der Zweifel, wann ist man ZU interessiert, wann Zuwenig? Und wie zeigt man eigentlich Interesse, ohne in irgendeiner Form verkrampft oder bedürftig zu wirken?
Vielleicht liegt es gar nicht am falschen Verhalten, sondern an der Erwartungshaltung. Wie genau definierst du Ghosting? Bei jemandem, den man nur virtuell kennt, würde ich den Begriff wahrscheinlich gar nicht verwenden, weil da noch gar kein echtes Interesse vorhanden sein kann. Bei einem realen Kontakt würde ich frühestens nach 2 oder 3 Treffen von Ghosting sprechen. Wenn du nach einem Date ein tolles Gefühl hast und der Mann dich dann wortlos verabschiedet, würde ich mir natürlich trotzdem Gedanken über meine Wahrnehmung machen.
 
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  • #12
@Ailana, mir ist nicht klar, ob du wirklich "Interesse an deiner Person" oder "Interesse an dir als Partnerin" meinst?

Es ist ja wohl klar, dass das erste nicht unbedingt das zweite impliziert. Und solange wir noch über ein Erstes Date oder gar eine erstes zufälliges Kennenlernen sprechen, würde ich das auch umgekehrt nicht so sehen. Zumindest finde ich die Ansprüche, die manche hier für ein "Interesse an meiner Person" formulieren, für ein Erstes Date doch etwas hoch gegriffen.
 
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  • #13
Hallo Ailana,

... Aber da entsteht dann eben auch der Zweifel, wann ist man ZU interessiert, wann Zuwenig? Und wie zeigt man eigentlich Interesse, ohne in irgendeiner Form verkrampft oder bedürftig zu wirken?...
zunächst ist doch mal die Frage zu klären, von welchem Interesse du sprichst bzw. welches du erwartest. Das Interesse an sich kann doch völlig unterschiedlich gelagert sein und genau so, woran jemand für sich selbst festmacht, der andere habe Interesse an einem.

Die andere Sache ist, ob und wie du selbst an deinem Gegenüber Interesse hast, dann welches und wie du dieses eben zeigst. Hierbei ist es m.E.n. zudem völlig unerheblich, wie dein Gegenüber dieses wertet. Es liegt schließlich nicht in deiner Sphäre, ob dein Gegenüber dein Interesse (in welcher Form auch immer) zulassen möchte.
Jemand, der z.B. lediglich bzw. primär Interesse daran hat, einen Bewunderer seiner Fassade im Gegenüber zu finden, dem wird es schier unangenehm sein, willst du den Menschen hinter der Fassade kennen lernen, weil du dir selbst mehr Tiefgang wünschst.

Und wer echtes Interesse z.B. allein daran festmachen möchte, ob das Gegenüber sich jedes Wort, das je gefallen ist, merkt, scheint nicht zu wissen, dass es unterschiedliche Wahrnehmungstypen gibt und sein Anspruch objektiv betrachtet rein gar nichts darüber aussagt, ob das Gegenüber "interessiert" ist oder nicht.

Außerdem gibt es genügend "einsame" Menschen, die im Gegenüber lediglich jemanden suchen, der für ihren primären Wunsch nach einer Beziehung funktionieren und somit dafür herhalten könnte.

Wenn mich ein Mensch interessiert, dann vor allem das Wesen dahinter. Also zeige ich mein Interesse entsprechend. Nun kann derjenige zwar selbst interessiert darüber sein, möglichst viel über sich preisgeben zu wollen, d.h. aber längst noch nicht, dass ihm mein Wesen eben so interessiert. Er lässt mich dann zwar an sich, seinem Leben teilhaben, hat aber u.a. nicht so den ausgeprägten Wunsch, dass es umgekehrt ebenso sein soll. Anderenfalls wird er es nicht nur als "Pflichtprogramm" empfinden, mir ggf. hier und da auch mal ein paar Fragen zu stellen. Nein, so jemand zeigt mehr Tiefgang und diesen aus eigener Neugier am anderen.

Im besten Fall scheut sich dein Gegenüber also nicht, die in deiner Gesamtheit kennen lernen zu wollen und hieran auch sein Interesse bekunden zu können. Wer hingegen nur "deine Schokoladen- Seite" abgreifen möchte, dem interessiert eher, dass du nach seinen Vorstellungen funktionierst, weil ihm der Rest egal ist und man "Schokoladen- Seiten" auch von anderen gern präsentiert bekommt.

Hast du es ständig bzw. auffallend oft mit "Ghostern" in deinem Leben zu tun, lässt du dich womöglich leicht von oberflächlichen Menschen blenden und verunsicherst ggf. selbige, entwickelst du mit der Zeit mehr Tiefgang.
Spätestens hier müsste sich dein Gegenüber ja fragen, ob er auf diese Art überhaupt etwas wirkliches zu bieten hat bzw. sich hier mit dir auf Augenhöhe sieht. Fällt das aus seiner Sicht negativ aus, wird er sich vermutlich eher zurück ziehen / dem aus den Weg gehen wollen. Egal wie, es muss ein Unwohlsein auf seiner Seite vorhanden sein, aus dem die Feigheit resultiert, sich dem Leben / der Sache stellen zu wollen.

Du kannst natürlich auch selbst derjenige Part sein, der hier zu oberflächlich und zugleich zu schwach beim anderen erscheint. Nur ergäbe es hier keinen echten Sinn, in einem solchen Fall, dir nicht zumindest seine Entscheidung mitteilen zu wollen. Außer, man erwartet hier zu Recht grobe Ärgernisse/ Übergriffigkeit im Nachgang, die man sich lieber erspart. Z.B., weil du vorher schon bei Kleinigkeiten auf die Barrikaden gegangen bist oder sonst unschöne Szenen geliefert hast.

Ich würde mir deshalb vermutlich eher mal vor Augen halten wollen, um was konkret für "Kontakte" es sich da im einzelnen bei dir gehandelt hat (Art des Kennenlernens bzw. Interesseentwickelns, Persönlichkeitstyp stets gleich oder arg unterschiedlich, Art der Kommunikation miteinander usw. usw.) und mal genauer hinschauen, ob es hier "gleiche" Muster gibt, anstatt nur beim "Ergebnis". Und nein, schau dabei nicht nur auf die Männer, sondern eben auch auf deine Anteile am Ganzen.
 
U

Ursina60

  • #14
"Interesse an meiner Person":
Zuhören, keine Endlos-Monologe führen, Augenkontakt, Fragen... das sollte eigentlich auch bei einem ersten Date normal sein.