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  • #1

Ich würde mich gerne wieder verlieben.

Ich würde mich gern wieder verlieben. Mit Schmetterlingen und aller Freuden die das leben bietet. Gemeinsam wundervolle Abende vorm Fernseher auf der Couch verbringen. Gemeinsam spazieren. Ein gemeinsames Haustier. Gemeinsame Freizeitaktivitäten. Ich bin so anspruchsvoll?
 
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  • #2
Überhaupt nicht!
Schon paradox das Ganze. Jeder Single (oder die meisten, die ich kenne) haben in etwa dieselben Ansprüche: Ehrlichkeit, gemeinsame Zeit, etc.
Und trotzdem scheint dies ein grosses Problem in unserer Gesellschaft zu sein. Wieso nur?
Wenn alle dasselbe wollen, könnte man meinen, es müssten viel mehr "Matches" existieren.
Und trotzdem sind die Meisten single.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass die meisten mit ihren Anforderungen trotzdem bei der falschen Person landen.
 
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  • #3
Ich würde mich gern wieder verlieben. Mit Schmetterlingen und aller Freuden die das leben bietet. Gemeinsam wundervolle Abende vorm Fernseher auf der Couch verbringen. Gemeinsam spazieren. Ein gemeinsames Haustier. Gemeinsame Freizeitaktivitäten. Ich bin so anspruchsvoll?
Nein, das bist du nicht. Hast du das (vielleicht so ähnlich) in dein Profil hineingeschrieben?

Ich habe viel darüber nachgedacht, wie ich mein Profil gestalte. Soll es möglichst viele ansprechen oder soll sich doch nur der Eine angesprochen fühlen. Verbaut man sich Chancen, wenn man zu konkret über eigene Wünsche spricht oder genau dann, wenn man es nicht tut?

Vor einiger Zeit habe ich in einem "Anflug von Sehnsucht" konkreter in mein Profil geschrieben, was mir fehlt. Ja, was mir fehlt - trotz eines ausgefüllten, gut organisierten Lebens und lieben Menschen um mich herum. Das hat zumindest einen Mann sehr berührt und berührt es noch.
 
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  • #10
Gemeinsam wundervolle Abende vorm Fernseher auf der Couch verbringen. Gemeinsam spazieren.
Was hat das mit Verlieben zu tun? Das eine ist weder hinreichende noch notwendige Voraussetzung für das andere.

Ja.

So wie wir alle.

Man muss sich einfach klar machen, dass unsere Vorstellung der romantischen Liebe eine Erfindung von Romanautoren des 19. Jahrhunderts ist. Aber was bei Jane Austen und Co. nicht nur die Ausnahme von der Regel, sondern sogar geradezu ein Aufstand gegen die Konventionen war - gegen Konventionen, die für das Schließen einer Beziehung (damals gleich Ehe) alle möglichen Regeln vorsahen; von denen aber keine was mit Liebe zu tun hatte - was damals also außergewöhnlich und unerhört war, davon verlangen wir heute, dass es normal und alltäglich ist und dass wirklich jeder davon etwas abbekommen kann.



... aber schön wär's schon 🥰
 
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  • #11
Man muss sich einfach klar machen, dass unsere Vorstellung der romantischen Liebe eine Erfindung von Romanautoren des 19. Jahrhunderts ist.
Ich denke, dass die Autoren nicht nur aus ihrer Fantasie geschöpft haben 😁, diese Revoluzzer

Romantische Liebe existiert. Dieses Kribbeln im Bauch, diese wohlige Wärme, wenn du an den Liebsten denkst. Dieses Gefühl, dass sich die Welt um dich auflöst, wenn ihr zusammen seid und dass du alles für ihn geben würdest... dieses absolute Vertrauen...
 
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  • #12
😁
 
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  • #13
Man muss sich einfach klar machen, dass unsere Vorstellung der romantischen Liebe eine Erfindung von Romanautoren des 19. Jahrhunderts ist. Aber was bei Jane Austen und Co. nicht nur die Ausnahme von der Regel, sondern sogar geradezu ein Aufstand gegen die Konventionen war - gegen Konventionen, die für das Schließen einer Beziehung (damals gleich Ehe) alle möglichen Regeln vorsahen; von denen aber keine was mit Liebe zu tun hatte - was damals also außergewöhnlich und unerhört war, davon verlangen wir heute, dass es normal und alltäglich ist und dass wirklich jeder davon etwas abbekommen kann.
Dann muß man sich nur noch klar darüber werden, weshalb Austen-Verfilmungen blockbustergleich konsumiert werden, während etwa Flaubert eher etwas für einzelne Leser zu sein scheint.
Dann hat man ein bißchen was über Romantik verstanden.
 
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  • #14
Dieses Kribbeln im Bauch, diese wohlige Wärme, wenn du an den Liebsten denkst. Dieses Gefühl, dass sich die Welt um dich auflöst, wenn ihr zusammen seid
Dopamin und Serotonin. Ich geb dir Recht, das hat nicht Jane Austen erfunden.

Das was wir als "romantische Liebe" bezeichnen, geht ja wohl weit über die Verliebtheitssymptome, die du beschreibst, hinaus. Die "Erfindung" von Austen und Co. war, dass die romantische Liebe die Basis und der wichtigste Grund für eine Ehe, also eine lebenslange Beziehung sein sollte. Was auch mit einschließt, dass diese Liebe ein Leben lang andauert (sonst wär ja der Grund für die Ehe weg).

Während das bei Austen noch die revolutionäre Ausnahme war, wurde das bis zur Mitte des 20. Jahrhundert zum (nicht immer erreichbaren) Ideal erhoben, und heute gilt das als der Normalfall. Jeder mag sich mal selber überlegen, ob in der Generation unserer Großeltern tatsächlich immer die große romantische Liebe der Grund für eine Eheschließung war, und ob die Tatsache, dass diese Ehen nur sehr selten geschieden wurde, dem Umstand zu verdanken ist, dass diese Liebe dann ein ganzes Leben gehalten hat.
 
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  • #15
Ja......und?