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  • #1

Ich will nicht ins Paradies

Ich habe lange nach einer Antwort gesucht, wieso ich keine Partnerin finde.

Und ich muss sagen, dass mir zunehmends die Antwort gefällt, dass ich einfach ein schlechter Mensch bin und die Liebe nicht verdient habe. Warum nicht einfach einmal den Moralaposteln recht geben? Es ist mir wirklich lieber das zu sein, was ich bin, selbst wenn ich dafür mein ganzes Leben allein verbringen muss.

Ich habe keine Lust, mir Regeln aufzwingen zu lassen, die ich nicht verstehe, Verständnis für Gefühle zu haben, die ich nicht einmal kenne und so zu tun, als wäre die Welt das Teletubbyland, wo allen Einwohnern das Lächeln auf dem Gesicht festgefroren ist.

Der Preis für die Liebe ist mir einfach zu hoch und die Leute, die danach suchen, zu naiv. Und wie ich schon einmal erwähnt habe, ist mir diese Geschlechterkiste zuwider. Im Kindergarten war es ja noch lustig, aber im Erwachsenenalter ist es einfach nur peinlich, wenn man die Leute nach Geschlecht unterscheidet und nicht nach Indentität.

Auch muss ich zugeben, dass ich inzwischen gar nicht mehr weiss, wozu ich eine Partnerin brauche. Ich komme alleine klar und eigentlich es ist eine Wohltat, einmal ohne die Leute zu leben, die mich mehr brauchen als ich sie.

Es ist wirklich nicht leicht mit einer Freiheit klarzukommen, die man zuvor nie gekannt hat. Aber ich glaub sie fängt langsam an, mir so richtig gut zu gefallen.

https://www.youtube.com/watch?v=Gq2BUsuELsA
 
D

Deleted member 23883

  • #2
Du hast Glück, mich hier noch anzutreffen. Obwohl, man könnte es von deiner Warte auch anders sehen. Aber sei froh, morgen bin ich weg.

Ganz ehrlich: Du springst hier allen mit dem Ars... voran ins Gesicht und wunderst dich, warum kein positives Feedback kommt.

Kann man machen...manchmal fühle ich mich auch danach. :rolleyes:


Aber...was ist dein Ziel und wie soll der Weg dahin aussehen?

Und ich muss sagen, dass mir zunehmends die Antwort gefällt, dass ich einfach ein schlechter Mensch bin und die Liebe nicht verdient habe.
Zu billig. Das haben schon so viele Menschen vor dir abgesungen. Die Frage ist doch: warum denkst du das von dir und was verleitet dich zu dieser Schlussfolgerung?

Der Preis für die Liebe ist mir einfach zu hoch und die Leute, die danach suchen, zu naiv
Der Preis für die Liebe ist immer hoch, denn das bist du, mit all deinen Stärken , Schwächen und Verletzungen. Aber wenn man es nicht zulässt, darin erkannt zu werden, sich erkennbar zu machen, wird man nie echte Liebe erfahren..
 
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  • #3
Ich habe lange nach einer Antwort gesucht, wieso ich keine Partnerin finde.
Da ließt man doch gespannt weiter, was da jetzt als Begründung präsentiert wird ;)
Und ich muss sagen, dass mir zunehmends die Antwort gefällt, dass ich einfach ein schlechter Mensch bin und die Liebe nicht verdient habe. Warum nicht einfach einmal den Moralaposteln recht geben? Es ist mir wirklich lieber das zu sein, was ich bin, selbst wenn ich dafür mein ganzes Leben allein verbringen muss.
Oo.
Ich glaube nicht, dass du ein schlechter Mensch bist.
Ich habe keine Lust, mir Regeln aufzwingen zu lassen, die ich nicht verstehe, Verständnis für Gefühle zu haben, die ich nicht einmal kenne und so zu tun, als wäre die Welt das Teletubbyland, wo allen Einwohnern das Lächeln auf dem Gesicht festgefroren ist..
Ja, das klingt leicht frustriert.
Der Preis für die Liebe ist mir einfach zu hoch und die Leute, die danach suchen, zu naiv.
Und DAS ist frustriert.
Und wie ich schon einmal erwähnt habe, ist mir diese Geschlechterkiste zuwider. Im Kindergarten war es ja noch lustig, aber im Erwachsenenalter ist es einfach nur peinlich, wenn man die Leute nach Geschlecht unterscheidet und nicht nach Indentität.
Dem stimme ich absolut zu.
Auch muss ich zugeben, dass ich inzwischen gar nicht mehr weiss, wozu ich eine Partnerin brauche.
Darauf gibt es eine einfache Antwort: Weil wir uns am anderen erfahren und erkennen. Weil wir uns alleine im Kreis drehen. Wir brauchen Reibungsfläche. Wir müssen uns Spiegeln. Sonst werden wir am Ende nicht erfahren, wer wir sind. Der Mensch ist ein soziales Wesen.
Es ist wirklich nicht leicht mit einer Freiheit klarzukommen, die man zuvor nie gekannt hat.
Sieh es als Chance neue Dinge auszuprobieren. Dich selbst zu erkunden. Aber sei milde und gütig. Geh nicht ins Gericht mit der Welt und/oder den Frauen. Finde dich selbst. Und vorallem: Finde innere Ruhe und Zufriedenheit. In dir selbst. Du bist für alles was du fühlst, machst und wie du handelst, "Eigenverantwortlich". D.h. du kannst Unzulänglichkeiten nicht ins Außen projezieren.
 
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  • #4
Sieh es als Chance neue Dinge auszuprobieren. Dich selbst zu erkunden. Finde dich selbst.
Macht er doch. Er hat sich nur für etwas entschieden, was dir anscheinend nicht so gefällt.

Wenn die Geschlechter so gleich sind, warum eine Partnerin? Ein Freund tut‘s dann auch, ne? An dem kann man sich auch emotional reiben. Und diese Verbindung ist so viel einfacher zu knüpfen. Komisch, oder?

Ich mein, ich geh demnächst wieder auf so ein Dating Event. Da reden sofort die Männer unter sich miteinander und die Frauen unter sich miteinander. Zumindest bei den ü30ern.
 
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  • #6
Wenn die Geschlechter so gleich sind, warum eine Partnerin? Ein Freund tut‘s dann auch, ne? An dem kann man sich auch emotional reiben. Und diese Verbindung ist so viel einfacher zu knüpfen. Komisch, oder?
Ich sage immer "Das Paradies ist gar kein Ort, sondern ein Zustand.". Von daher ist dies für mich weder geschlechterabhängig noch überhaupt von einem anderen Menschen abhängig. Wenn Du in 4500 Metern Höhe auf Mount Bear / Alaska stehst, brauchst Du niemanden um Dich dem Paradies sehr nahe zu fühlen.
 
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  • #11
Sorry, kann weder ein "Wundern" herauslesen (sondern lediglich seinerseitige "Feststellungen") noch ein "Vermissen" von positivem Feedback.

- ........mir gefällt............
- ...........habe keine Lust mir Regeln aufzwingen zu lassen.............
- ..........Preis für Liebe ist mir zu hoch............................
- ..........wozu brauche ich eine Partnerin..........................
- ........fängt langsam an, mir zu gefallen..............
 
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  • #12
Es ist wirklich nicht leicht mit einer Freiheit klarzukommen, die man zuvor nie gekannt hat. Aber ich glaub sie fängt langsam an, mir so richtig gut zu gefallen.
Es gibt durchaus Menschen, die sich selbst ziemlich genug sind. Oft, weil sie von Natur aus so sind - oder weil es sich im Laufe der Zeit durch die Umstände so ergibt. Einfach offen bleiben, man weiß ja nie.....

Also viel Glück und ein schönes Leben....;)
 
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  • #13
Nun, wenn sich jemand nicht für eine feste Partnerschaft begeistern kann, so sei ihm das unbenommen. Es ist eine persönliche Option, die keinerlei Rechtfertigung bedarf.
Schwierig wird's, wenn Partnerschaft zum einen als 'Paradis' deklariert wird und zum anderen der Verzicht darauf umfangreich, wenngleich nicht wirklich überzeugend, erläutert wird. Auch viele Kinder haben heute leider die Tendenz zu einer extrem geringen Frustrationstoleranz, und erklären etwas, was sie aufgrund fehlender intellektueller oder motorischer Fähigkeiten, oder auch nur aufgrund mangelnder Übung, nicht auf Anhieb beherrschen, für 'blöd' oder für gar nicht erstrebenswert. Tja.
 
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  • #14
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  • #15
Victor, denkst du wirklich, dass Single sein = frei sein heißt?
Ich war einerseits schon lange genug Single, um zu wissen, dass ich nicht freier war in der Zeit. Oder dass ich jetzt nicht weniger frei bin, wenn ich schließlich so frei bin, mit dem zusammen zu sein, in den ich mich verliebt habe und mit dem ich zusammen sein will. Die Beziehung wurde mir ja nicht aufgezwungen von Eltern oder was weiß ich wie das früher mal abgelaufen ist als die Zeiten noch anders waren. Wir sind doch alle frei zu lieben, wen wir wollen. Also verstehe ich dein Plädoyer fürs Singlesein = freisein, womit viele anscheinend nicht klar kommen würden, nicht.

Andererseits war ich auch schon oft genug verliebt, um zu wissen, dass Liebe kein mystisches Paradies ist, in welches man frühestens nach dem Tod kommt, wenn man zuvor alles richtig gemacht hat. Liebe gehört zum Leben dazu und lieben tut man jemanden mit seinen Fehlern, also auch wenn man selbst oder der andere nicht immer alles richtig gemacht hat, wird man geliebt bzw. liebt man jemanden. Es gibt keine Regeln für die Liebe, an die man sich erst halten müsste, um zu lieben und geliebt zu werden.

Aber Liebe ist wunderschön und mich macht sie auch stärker. Was sonst so im Leben mir begegnet, prallt mehr an mir ab und Ärger von außen kann mich gar nicht mehr so leicht aus dem Gleichgewicht bringen. Wenn ich irgendwo mal unfreundlich angemacht werde, ist mir das egal. Wenn ich auf dem Weg zu meinem Freund von jemanden angeflirtet werde, ist mir das egal. Ich fühle mich gelassener und in mir ruhender als in der Zeit davor als Single. Dass ich glücklich darüber bin, dass mein Freund und ich uns gefunden haben, die Euphorie, die Gelassenheit, die Fokussiertheit auf uns beide, ... Das alles macht mich emotional stärker und widerstandsfähiger im Alltag und in vielen anderen Bereichen meines Lebens. Ich bin freier in meinem Handeln, mache mir weniger Sorgen, welche mich unnötig einschränken. Ich bin frei und gleichzeitig geborgen und verbunden. Das ist total schön.
 
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