Claudi

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  • #31
Vorschläge, was Du/Ihr machen könnt, hast Du reichlich bekommen. Umsetzen mußt Du/müßt Ihr sie selbst !
@Traumichnich: Nee, ich glaub nicht. Ich glaub sogar, dass genau diese Erwartungshaltung der Kern vieler Beziehungs Probleme ist: dass einer nach bestem Wissen und Gewissen Tipps und Handlungsempfehlungen ausspricht, wenn sich jemand anders mit einem Problem an ihn wendet, und dann erwartet, dass der es jetzt bitte zeitnah auch genauso macht. So funktioniert es doch nicht mal im Märchen. Meist wird da sogar der gute Rat in den Wind geschlagen, was dann für jede Menge Thermik und Komplikationen sorgt, bis alles wieder gut ist. Und am Ende denkt man: "Prinzessin, das hättest Du wirklich einfacher haben können, wenn Du bloß am Anfang auf die alte Frau am Wegesrand gehört hättest..." Aber dann wäre das Märchen kurz und langweilig gewesen und die Prinzessin hätte nicht die Chance gehabt, sich in den schwierigen Prüfungen zu entwickeln und zu wachsen.
Es geht nicht um die Umsetzung von Tipps. Es geht darum, in Kontakt mit anderen Menschen zu sein, festzustellen dass das eigene Problem so alt ist wie die Menschheit, dass man nicht allein damit ist und die Resonanz der anderen zu spüren und zu schauen, was das mit einem selbst macht. Hier ist es nur Text, im echten Leben wären es auch Blicke, Wärme oder Kälte in der Stimme, Berührungen (ob das Gegenüber einen in den Arm nehmen oder lieber packen und schütteln oder sich abwenden möchte).
Eine Erwiderung auf "Ich hab da ein Problem..." stößt im günstigsten Fall einen Fühl- und Denkprozess an, der sich dann aber autark - auch in eine ganz andere Richtung - weiterentwickeln kann. Da darf man als Ratgeber dann nicht enttäuscht sein, wenn man mal drüber nachdenkt, wie man selber in der Rolle der Person mit dem Problem auf Input von außen reagiert.
Ich hab mal so einen Ratschlag 1:1 umgesetzt. Ich hab mir eine e-mail an einen Mann quasi von Freunden in die Feder diktieren lassen. Es war eine Katastrophe: zum einen nicht authentisch und zum anderen musste ich im Nachhinein zugeben, dass ich den Mann und die Situation so gut hätte kennen müssen, dass ich sowas nicht hätte abgeschicken sollen.
 
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Julianna

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  • #32
@Traumichnich: Nee, ich glaub nicht. Ich glaub sogar, dass genau diese Erwartungshaltung der Kern vieler Beziehungs Probleme ist: dass einer nach bestem Wissen und Gewissen Tipps und Handlungsempfehlungen ausspricht, wenn sich jemand anders mit einem Problem an ihn wendet, und dann erwartet, dass der es jetzt bitte zeitnah auch genauso macht. So funktioniert es doch nicht mal im Märchen. Meist wird da sogar der gute Rat in den Wind geschlagen, was dann für jede Menge Thermik und Komplikationen sorgt, bis alles wieder gut ist. Und am Ende denkt man: "Prinzessin, das hättest Du wirklich einfacher haben können, wenn Du bloß am Anfang auf die alte Frau am Wegesrand gehört hättest..." Aber dann wäre das Märchen kurz und langweilig gewesen und die Prinzessin hätte nicht die Chance gehabt, sich in den schwierigen Prüfungen zu entwickeln und zu wachsen.
Es geht nicht um die Umsetzung von Tipps. Es geht darum, in Kontakt mit anderen Menschen zu sein, festzustellen dass das eigene Problem so alt ist wie die Menschheit, dass man nicht allein damit ist und die Resonanz der anderen zu spüren und zu schauen, was das mit einem selbst macht. Hier ist es nur Text, im echten Leben wären es auch Blicke, Wärme oder Kälte in der Stimme, Berührungen (ob das Gegenüber einen in den Arm nehmen oder lieber packen und schütteln oder sich abwenden möchte).
Eine Erwiderung auf "Ich hab da ein Problem..." stößt im günstigsten Fall einen Fühl- und Denkprozess an, der sich dann aber autark - auch in eine ganz andere Richtung - weiterentwickeln kann. Da darf man als Ratgeber dann nicht enttäuscht sein, wenn man mal drüber nachdenkt, wie man selber in der Rolle der Person mit dem Problem auf Input von außen reagiert.
Ich hab mal so einen Ratschlag 1:1 umgesetzt. Ich hab mir eine e-mail an einen Mann quasi von Freunden in die Feder diktieren lassen. Es war eine Katastrophe: zum einen nicht authentisch und zum anderen musste ich im Nachhinein zugeben, dass ich den Mann und die Situation so gut hätte kennen müssen, dass ich sowas nicht hätte abgeschicken sollen.
Das stimmt. Ratschläge helfen vielleicht, wenn man seine Steuererklärung macht oder ähnliches. Aber im zwischenmenschlichen Beisammensein, wenn eine Freundin oder ein Freund ein persönliches Problem hat, dann ist es immer hilfreich, viele Fragen zu stellen (so mein Erfahrungswert).
Wie hast du dich dabei gefühlt? Wie kam die Situation zustande? Wie geht es dir jetzt? Welche Ursachen hast du schon gefunden? Oder auch Fragen, die gezielter nach einzelnen Situationen fragt, die dabei helfen, die Perspektive des anderen auch mal einzunehmen. Zusammen im Gespräch herausfinden, wie die Kommunikationsebene ist? Oder wie es um die Kompromissbereitschaft bestellt ist. Worin man hadert (im Kern, denn es geht nie um die Sache), was als verletzend empfunden wird usw.
Ich finde Fragen helfen oft. Außerdem haben sie den Nebeneffekt, dass das Gegenüber sich gehört fühlt und Aufmerksamkeit bekommt, im Mittelpunkt steht und es nicht darum geht, zu urteilen oder eine sofortige Lösung herbeizudonnern, sondern nur darum, einen neuen Prozess in Gang zu setzen. Und @Liilyfee schrieb ja auch „ich muss einfach nur mal reden“.
 
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t.b.d.

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  • #33
Ratschläge helfen vielleicht, wenn man seine Steuererklärung macht oder ähnliches. Aber im zwischenmenschlichen Beisammensein, wenn eine Freundin oder ein Freund ein persönliches Problem hat, dann ist es immer hilfreich, viele Fragen zu stellen
Darum war mein Rat eine Paarberatung zu versuchen.
Dort werden u.a. viele Fragen gestellt. Strukturiert und systematisch von jemand mit Fachwissen und Berufserfahrung.
Das schafft Durchblick für das eigene Verhalten und Verstehen für den anderen. Aber auch Klarheit darüber ob und wie es weiter gehen kann.
 
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Julianna

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  • #34
Darum war mein Rat eine Paarberatung zu versuchen.
Dort werden u.a. viele Fragen gestellt. Strukturiert und systematisch von jemand mit Fachwissen und Berufserfahrung.
Das schafft Durchblick für das eigene Verhalten und Verstehen für den anderen. Aber auch Klarheit darüber ob und wie es weiter gehen kann.
OT: Glaubst du, dass insgesamt weniger Ehen geschieden würden, wenn die Paartherapie früher und häufiger in Anspruch genommen werden würde? Vielleicht ist die Hürde noch sehr groß, weil ein Paar den Gang zum Therapeuten indirekt als Scheitern empfinden könnte? Was hält Eheleute davon ab, diesen Schritt (frühzeitig) zu gehen?
 
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t.b.d.

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  • #35
Man müsste halt wissen oder fragen was sich derjenige der einem seine Sorgen anvertraut dadurch erhofft. Ein offenes Ohr, Verständnis, Trost, Rat oder Hilfe?
 

Julianna

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  • #38
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  • #40
Die „unüberbrückbaren Differenzen“.
An diesem Punkt, wo keiner mehr Energie in eine Paartherapie investieren möchte, hat man vielleicht schon das „frühzeitige Handeln“ versäumt? Zu spät erkannt, dass man sich total verstrickt hat?

es gibt menschen, die stehen therapieansätzen aller art extrem skeptisch gegenüber. die wirst du auch vorher daher nicht erreichen. bei mir hätte das definitiv nicht geholfen.
 
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  • #41
es gibt menschen, die stehen therapieansätzen aller art extrem skeptisch gegenüber. die wirst du auch vorher daher nicht erreichen. bei mir hätte das definitiv nicht geholfen.
Also hast du mit einer Wand geredet?
Das ist echt traurig, wenn Menschen so ignorant sind, zu glauben, sie hätten ihre Persönlichkeitsentfaltung abgeschlossen und jegliche Selbstreflexion wäre Zeitverschwendung. :(
Weil, selbst wenn die Paartherapie scheitert, so lernt man sich doch selbst besser kennen und erfährt etwas Neues über sich. Ist also immer eine Art Gewinn.
 
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t.b.d.

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  • #42
OT: Glaubst du, dass insgesamt weniger Ehen geschieden würden, wenn die Paartherapie früher und häufiger in Anspruch genommen werden würde? Vielleicht ist die Hürde noch sehr groß, weil ein Paar den Gang zum Therapeuten indirekt als Scheitern empfinden könnte? Was hält Eheleute davon ab, diesen Schritt (frühzeitig) zu gehen?
In meinem Fall sind wir Jahre zu spät dran gewesen und das scheint auch eher Regel als Ausnahme zu sein.
Was hält einen davon ab sich (rechtzeitig) Hilfe zu suchen? Da gibt es viele Gründe. Zum Beispiel sieht man eine Entwicklung kaum voraus die mit einer kleinen Sorge beginnt. Man glaubt es wird schon wieder. Bis man merkt, dass sich die Dinge statt linear mit quadratischer Funktion entwickeln...
 
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Julianna

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  • #43
In meinem Fall sind wir Jahre zu spät dran gewesen und das scheint auch eher Regel als Ausnahme zu sein.
Was hält einen davon ab sich (rechtzeitig) Hilfe zu suchen? Da gibt es viele Gründe. Zum Beispiel sieht man eine Entwicklung kaum voraus die mit einer kleinen Sorge beginnt. Man glaubt es wird schon wieder. Bis man merkt, dass sich die Dinge statt linear mit quadratischer Funktion entwickeln...
Hast du also eine Art Fazit für dich gefunden?
Vielleicht bei der nächsten Beziehung schon ganz am Anfang auf Probleme zu achten und frühzeitig zu klären, damit aus der Mücke später kein Elephant wird? Kann man das bewerkstelligen? Oder hindert es einen vielleicht daran, sich neu einzulassen?

Edit: ich glaube auch, dass man in jungen Jahren etwas naiv in die Beziehung hinein geht und glaubt, dass ergibt sich schon irgendwie alles von allein. Und dann stellt man irgendwann fest, dass das gar nicht stimmt.
 
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  • #44
es gibt menschen, die stehen therapieansätzen aller art extrem skeptisch gegenüber. die wirst du auch vorher daher nicht erreichen. bei mir hätte das definitiv nicht geholfen.

Bei dir persönlich, oder bei deinem Ex?

Ansonsten gebe ich dir recht. Es liegt m.E. daran, dass diese Menschen in einem Teil der Persönlickeit ein kleines ängstliches Kind geblieben geworden/geblieben sind.
 

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  • #46
Es gibt auch Menschen, die haben nie gelernt, zu reden. Wenn's schwierig wird, machen die dicht. Wenn Sie keine Lust haben, sich mit etwas oder jemandem auseinanderzusetzen drehen sie sich um und gehen. Besitzen ein großes Harmoniebedürfnis und sind extrem konfliktscheu. Und therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen würde für manche Personen bedeuten, sie seien reif für die Klapse.
Ich weiß auf jeden Fall, was für einen Partner ich in Zukunft NICHT haben möchte. ;)
 
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  • #48
Es gibt auch Menschen, die haben nie gelernt, zu reden. Wenn's schwierig wird, machen die dicht. Wenn Sie keine Lust haben, sich mit etwas oder jemandem auseinanderzusetzen drehen sie sich um und gehen. Besitzen ein großes Harmoniebedürfnis und sind extrem konfliktscheu. Und therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen würde für manche Personen bedeuten, sie seien reif für die Klapse.
Ich weiß auf jeden Fall, was für einen Partner ich in Zukunft NICHT haben möchte. ;)
Ich bin sehr vielen solcher Männer begegnet.
 

MonDieu

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  • #49
@Traumichnich
Ich hab mal so einen Ratschlag 1:1 umgesetzt. Ich hab mir eine e-mail an einen Mann quasi von Freunden in die Feder diktieren lassen. Es war eine Katastrophe: zum einen nicht authentisch und zum anderen musste ich im Nachhinein zugeben, dass ich den Mann und die Situation so gut hätte kennen müssen, dass ich sowas nicht hätte abgeschicken sollen.
Eigentlich sollte man die meisten Emails mit schwierigen Inhalten an Männer gar nicht erst abschicken. :D
Wie ging es dann weiter?
 
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  • #50
Seltsam.
Warum habe ich bei mehr als 90% Deiner Beiträge folgendes Szenario im Kopf ?
Da hängt einer am Abgrund und droht in die Tiefe zu stürzen, und da ist Einer, der versucht ihm nach besten Kräften zu helfen, auch wenn er nicht ausschließlich die richtigen Handgriffe anwendet, und,.....
.....ja, und dann steht daneben ein kluger Ratgeber und kritisiert den Helfenden, ob seiner falschen Rettungsmethoden.
Seltsam, sehr seltsam.
In der Tat, seeeehr seltsame Wahrnehmung.
Insbesondere das, was als "Rettungsmethode" und wer als "Helfender" wahrgenommen wird.
Wenn auf den Händen des am Abgrund Hängenden rumgetrampelt wird, betrachte ich das weder als "Rettungsmethode", noch den Trampelnden als "Helfenden".
 
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tina*

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  • #52
@tina* - nein darauf wird Lillyfee nicht ausführlich antworten.
Das war auch keine Forderung von mir.
Das was ich da vorgestern abend losgelassen habe war ein echter/ehrlicher Hilfeschrei!
Nun, als Schrei ist es bei mir nicht angekommen (das verbinde ich einfach nicht mit Schreiben), allerdings als Hilferuf schon und als Aufforderung zum Austausch (schon durch den Threadtitel).
Aber ich bin nicht bereit hier meine/unsere finanziellen, vertraglichen oder beruflichen Verhältnisse zur Diskussion zu stellen
Brauchst du auch nicht, ich habe es nur aufgegriffen, weil du davon geschrieben hast.
Ich bin froh und es hat mir sehr geholfen, dass die meisten Menschen hier das auch so verstanden haben und mir durch ihre Worte ein bisschen Mut gemacht haben.
Hier ist ja kein Therapieforum, was einige wohl manchmal verwechseln, sondern ein mehr oder weniger unmoderiertes Forum, das einer Partnerbörse angeschlossen ist. Per se also nicht unbedingt von Beziehungsexperten ;) frequentiert.
Jede schreibt da auf ihre Weise. Als ich meinen Beitrag geschrieben habe, war dein Beitrag #11 noch nicht veröffentlicht. Hätte ich den vorher gelesen, hätte ich wohl gar nichts geschrieben. Aufgrund deines Beitrags #6 habe ich meinem Post schon einen "Disclaimer" vorangesetzt.
Mir hilft das, mir in stressigen Situationen klar zu machen, was ist jetzt gerade das Thema, was sehe ich darin, welche positiven Aspekte liegen ggf. darin, könnte ich es auch anders sehen.
Bei der Menge an Themen, die du aufgeworfen hast, war mir nicht klar, welches das Hauptthema ist und ich halte auch nichts davon, etwas überzustülpen. Daher habe ich nachgefragt. Kritik war da keine enthalten - zumindest nicht intendiert.
Ich bin der festen Meinung, dass für eine Beziehungskrise immer beide verantwortlich sind und finde das häufige "Männerbashing" hier nicht weiterführend im Sinne einer gemeinschaftlichen Lösung, auch wenn es vielleicht kurzfristig erleichternd sein kann.

Wie immer - we are united in our differences.

Ich werde versuchen - in entspannter Atmosphäre - zu reden, so wie mir einige von Euch geraten haben.
Immer wieder erstaunlich, wie oft man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht :) (und das meine ich gar nicht ironisch) - viel Erfolg dabei.
 
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tina*

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  • #53
Wer in einen Swingerclub geht und wie du schreibst, ist er ausgezogen, weil du das nicht möchtest, wird der Faszination die dort geboten wird, nicht mehr ab können. Das ist eine eigene Form von "Magie" ...
Wie kommst du zu dieser apodiktischen Aussage? M.E.ist ja gar nicht klar, ob bzw. wie oft der Mann im Swingerclub war/ist. Nach Aussage der TE weiß sie nicht, was er tut, mit ihm zusammen ist sie nicht hingegangen. Er könnte es auch nur erwähnt haben, weil er weiß, dass er sie damit treffen kann etc. pp - da sind doch viele Unbekannte dabei.
 

Mentalista

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  • #54
Wie kommst du zu dieser apodiktischen Aussage? M.E.ist ja gar nicht klar, ob bzw. wie oft der Mann im Swingerclub war/ist. Nach Aussage der TE weiß sie nicht, was er tut, mit ihm zusammen ist sie nicht hingegangen. Er könnte es auch nur erwähnt haben, weil er weiß, dass er sie damit treffen kann etc. pp - da sind doch viele Unbekannte dabei.

Kann auch sein.
 

Marlene

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  • #55
Ich glaube, das Hauptthema liegt in der Qualität. Früher war Liebe und diese Seitensprünge nicht bedrohlich. Jetzt hat es sich verschoben in Richtung, dass die Beziehung in Frage gestellt werden könnte und Du, liebe @Liilyfee , nicht um seine Gefühle zu Dir mehr weißt. Wie sind denn Deine Gefühle noch zu ihm? Liebst Du ihn noch? Da würde ich ansetzen und mich innerlich überprüfen. Und dann ihn genau das fragen, ob er Dich noch liebt. Und alles Andere erst einmal wegstreichen, das sowieso nur eine Folge von entweder Dem oder Dem ist.
Alles Gute wünsche ich Dir!
 
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fleurdelis*

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  • #56
Wie kommst du zu dieser apodiktischen Aussage?

Das hat jetzt noch nie jemand zu mir gesagt ... :) ... Huch.... Also ehrlich gesagt, hab ich im Nachhinein gehofft, mich würde niemand drauf anschreiben, dann wars fürs löschen zu spät .... Der Grund warum ich es geschrieben habe war der, dass - nicht aus meiner persönlichen Erfahrung - sondern aus einem Erfahrungsbereich von Menschen, mit denen ich zu tun habe, Probleme damit haben, sich den Besuchen von Swingerclubs wieder zu lösen ..... und mich mit dem Thema so etwas gezwungenermaßen auseinander setzten musste ... aber als unwiderlegbar wollt ichs nicht bezeichnen.
 
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Deleted member 20013

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  • #57
*Ironie on*
Sehr gehaltvoll.
Hätte es deine Befürwortung nicht gegeben, hätte ich den Inhalt des Posts von fleurdelis* für unhaltbar gehalten.
*Ironie off*


[Edit, weil mir auffiel, wen ich da gerade zitierte:
Nein, ich habe dich nicht auf dem Kieker. Ich reagiere nur auf Inhalte (oftmals Schwachfug, selten Respektlosigkeiten Dritten gegenüber) über die ich stolpere. Dafür, dass du viele Stolpertsteine auslegst, fühle ich mich nicht verantwortlich.]


 
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Älpi

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  • #58
Ich habe nur den Anfang und das Ende gelesen, aber folgendes ist ersichtlich. Du willst ganz einfach nicht mehr und suchst dir Bestätigung von aussen. Übernimm selbst Verantwortung und "erlege" ihn. Mit den Konsequenzen musst du alleine fertig werden. Niemand mit reinem Gewissen, wird dir sagen, was du als grosses Mädchen tun sollst.
 

Claudi

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  • #59
Eigentlich sollte man die meisten Emails mit schwierigen Inhalten an Männer gar nicht erst abschicken. :D
Wie ging es dann weiter?
@MonDieu: Die Ironie des Schicksals war: Die e-mail hat zunächst dazu geführt, dass der Kontakt total zusammenbrach. ich dachte: "Na super, das war jetzt viel zu viel Druck." Ich hab dann monatelang kämpfen müssen, bis wir wieder einen halbwegs regelmäßigen und vertrauensvollen Austausch hatten. Eine Beziehung ist aber nicht wieder zustande gekommen, obwohl wir es uns eigentlich beide wünschten. Und die Gründe dafür waren letzendlich in der mail aufgelistet, als Ultimatum oder eine Art Katalog der Minimalanforderungen, was sich alles ändern müsste...
Typischer Fall von "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint." Ich hätte aber auch heute keine Idee, wie man es anders zu einer bessern Lösung hätte bringen können. Er hat eine (vom einer Fachfrau eindeutig diagnostizierte) narzisstische Persönlichkeitsstörung (jaja, sag jetzt nichts, das böse, beziehungsvereitelnde N-Wort...;-)) und zwar die depressive Variante. Die geht dann so: Wenn er sich Beziehungs-sabotierend verhält, z.B. sich wochenlang nicht meldet oder zu einem Treffen nicht Stunden, sondern Tage zu spät erscheint, und ich versuche, das zu thematisieren (inzwischen behandele ich ihn dabei schon wie ein rohes Ei, bleibe bei Ich-Botschaften, versuche jeden Vorwurf oder Ärger in der Stimme zu vermeiden, weil ich ja will, dass er nicht gleich wierder mit Rückzug reagiert), dann läuft es immer auf "Oh nein, ich habe Dich schon wieder enttäuscht. ich enttäusche Dich immer. Ich bin so ein Loser. Leider muss ich jetzt weg, weil ich darüber so traurig bin und mich so schäme." hinaus - gefolgt von dem nächsten Kontaktabbruch für x Wochen. Wenn´s nicht so traurig wäre, wäre es Slapstick.
 
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MonDieu

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  • #60
@MonDieu: Wenn er sich Beziehungs-sabotierend verhält, z.B. sich wochenlang nicht meldet oder zu einem Treffen nicht Stunden, sondern Tage zu spät erscheint, und ich versuche, das zu thematisieren (inzwischen behandele ich ihn dabei schon wie ein rohes Ei, bleibe bei Ich-Botschaften, versuche jeden Vorwurf oder Ärger in der Stimme zu vermeiden, weil ich ja will, dass er nicht gleich wierder mit Rückzug reagiert), dann läuft es immer auf "Oh nein, ich habe Dich schon wieder enttäuscht. ich enttäusche Dich immer. Ich bin so ein Loser. Leider muss ich jetzt weg, weil ich darüber so traurig bin und mich so schäme." hinaus - gefolgt von dem nächsten Kontaktabbruch für x Wochen. Wenn´s nicht so traurig wäre, wäre es Slapstick.
wie gemein! Aber ich weiß, wovon du redest. Habe ich so auch schon einige Male erlebt. Derjenige nimmt es dann als Anlaß, um noch weniger zu geben. Gemein, perfide, kontraproduktiv.