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  • #1

Ich habe Angst

Hallo liebe Forengemeinde,

Ein paar wirre Gedanken, die mich zur Zeit beschäftigen:

in letzter Zeit geht mir immer wieder ein Thema im Kopf herum. Ja, es geht um Beziehungen. Es geht m. E. n. um die Beziehung, die ich mit mir selbst habe (auch wenn sich das leicht merkwürdig anhört).

Ich habe Angst. Ich habe bspw. Angst vor meinem Umzug in eine neue Stadt. Ich habe keinen Respekt davor, nein, ich habe ernsthafte Bedenken, ob es mir dort gut gehen wird. Das alte, gefestigte Umfeld verlassen, in ein Neues aufbrechen. Die "Segel abreißen" und neue hissen. Mich von Bekanntschaften, Freunden und Familie örtlich trennen und neue Bekanntschaften finden? Werde ich Anschluss finden? Werde ich mich einsam fühlen? Es sind bloß 100 km, es gibt die Telekommunikation, das gesamte digitale System, ja. Trotzdem.

Vielleicht genieße ich die >>anfängliche
 
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  • #2
AW: Ich habe Angst

Liebe Lieblingsfrau,

erstmal finde ich es sehr mutig von Dir, so offen zu schreiben, das ist nicht selbstverständlich :).

Manchmal ist es so, wenn wir ein inneres "Chaos" haben, dass wir (scheinbar) nicht bewältigen können, dann schaffen wir uns äussere feste Strukturen, die uns Sicherheit und Kontrolle geben. Werden diese äusseren Strukturen gestört, dann werden wir auf unser inneres "Chaos" zurückgeworfen und es entsteht Unsicherheit oder auch Angst. Angst davor, etwas nicht bewältigen oder aushalten zu können.
Das ist ein Prozess, den wahrscheinlich jeder mehr oder weniger kennt, ein Problem wird es dann, wenn er sich verfestigt und ein subjektiver Leidensdruck entsteht, d.h. ich merke, dass ich mir damit auch ziemlich viel verbaue und unzufrieden mit mir bin.
An dieses innere "Chaos" ist oft schwer heranzukommen, weil es auch so bedrohlich wirkt, insofern kann hier tatsächlich jemand Professionelles am Besten unterstützend helfen.

Ich weiß nicht, ob das auf dich zutrifft, aber das waren meine ersten Gedanken dazu.

LG
Lilly
 
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  • #3
AW: Ich habe Angst

Liebe Lieblingsfrau,

wer oder was definiert schon die Schwelle von "normal" zu "nicht normal"? Es spielt tatsächlich keine Rolle, und das ist keine Phrase.
Ich empfinde es als normal, wenn sich auch ein, zumindest meist, starker Mensch Schwäche eingesteht, Ängste zugibt, Unsicherheit zugeben kann.
Du hast die Gabe der Eigenreflexion und bist in der Lage, offen und ehrlich deine Angst beim Namen zu nennen, uns deine Mechanismen zur Umgehung deines "Lochs" aufzuzeigen...Respekt...
Auch ich denke, dass es absolut legitim ist, sich fachliche Hilfe zu holen.

Etwas von mir?

Frau Mitte 40, gehobene Position, steht mitten im Leben, wie es so schön heißt, und genießt dasselbige, zwei Kinder allein großgezogen...Wunden, verheilt, auf der Seele und am Körper, viel erlebt, Schönes, Schlimmes...wie viele von uns. Das, was als sogenannte starke Frau betitelt wird, das würde Jeder und Jede in meinem Umfeld bestätigen. Und doch, manchmal, ganz leise und kaum merklich, bin ich unendlich schwach, ängstlich und fühle mich verwundbar.

Meine Vertrauten kennen diese Seite an mir, stehen mir bei und doch reicht es manchmal nicht aus. Dann hol ich mir professionelle Hilfe, mit dem Blick von außen und jemandem, der nicht emotional an mir und meinem Leben beteiligt ist.

Darf ich dir dazu raten, das auch zu tun, wenn du das Gefühl hast, es überrollt dich? Und noch etwas, man kann, aber muss sich nicht allen Ängsten stellen, es ist deine Entscheidung, auch der Zeitpunkt. Kannst du evtl. den Umzug verschieben und erst nach dir schauen?

Ich wünsche dir alles Gute,
liebe Grüße
Sometimes
 
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  • #4
AW: Ich habe Angst

Hallo Lieblingsfrau
Ich möchte dir ganz kurz etwas sagen über die Angst. Die Angst ist nicht eine Sache die von Aussen her auf uns zu kommt. Wie auch z.B. der Stress oder ein "Burn Out". Diese Dinge entstehen in unserem Kopf. Ich möchte Joe Kreissl zitieren der einmal gesagt hat:
"Es gibt keine Angst. Die Angst ist ausschliesslich in unserem Kopf zuhause, da wir sie erzeugen. Die Ursache für Angst liegt eindeutig in der Zukunft. Es gibt keine Angst von gestern, es gibt nur eine Angst vor irgendetwas was kommt. Wenn du verstehst dass die Zukunft nicht jetzt ist aber du jetzt lebst, kommst du darauf dass die Angst sinnlos ist. Doch sie ist so stark in unserer ganzen Geschichte drin. Von der Kindheit an Angst Angst Angst. Damit wird sie normal und wird aber auch gegen uns ausgenutzt. Also muss sich jeder hinsetzen und darauf kommen, dass es nicht notwendig ist Angst zu haben. Dann kann er Eigenverantwortung übernehmen." Zitatende. Liebe Grüsse, Freespirit
 
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  • #5
AW: Ich habe Angst

Zitat von Lieblingsfrau:
Es geht m. E. n. um die Beziehung, die ich mit mir selbst habe (auch wenn sich das leicht merkwürdig anhört).

Die Beziehung mir dir - woow 'interessant' ...

Zitat von Lieblingsfrau:
Ich habe Angst. Ich habe bspw. Angst vor meinem Umzug in eine neue Stadt. Ich habe keinen Respekt davor, nein, ich habe ernsthafte Bedenken, ob es mir dort gut gehen wird.

Mein 'Motto' ist 'Es gibt keine Probleme nur Herausforderungen'. Klingt zunächst naiv bis blöd ist es aber nicht
wirklich. Was ich damit sagen will ist - ich würde vorsichtig damit umgehen negative Selbstbilder in die Welt zu setzen - die werden unweigerlich damit beginnen eine Art Eigenleben zu entwicklen. Ich meine den Effekt der 'self fulfilling prophecy' - wenn man denkt alles mögliche wird schiefgehen wird es das auch tun - das ganze dadurch nur verstärken.

Das einzig stetige ist der Wandel. Stell dir vor neue Freunde zu finden, eine andere Stadt zu erkunden, mit der Herausforderung zu wachsen. Nur daruf würde ich mich konzentrieren.

Zitat von Lieblingsfrau:
 
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  • #6
AW: Ich habe Angst

Hier im Forum ist ja nicht der Ort, irgendwelche „Störungen“ oder Abweichungen von der Normalität (?) zu diagnostizieren. Wenn du das Gefühl hast, ein professioneller Blick auf deine Situation könne helfen, scheue dich nicht, Hilfe (im RL) zu suchen.

Du schreibst, dass du Angst vor dem Umzug hast, weil du dich dann von deinen Freunden, Bekannten und Familie trennen musst.

Auf der anderen Seite lese ich gar nicht, dass diese derzeit wichtige Pfeiler in deinem Leben sind.

Zitat von Lieblingsfrau:
Ich habe eigentlich (ja, eigentlich) meine festen Strukturen. Unter der Woche - wie viele von euch - arbeiten, spät nach Hause kommen, Essen vorkochen, die Ordnung in der Wohnung wieder herstellen, Laufen gehen. Morgens - vor der Arbeit - brauche ich meinen festen Ablauf, wenn der gestört ist, dann bin auch ich gestört. Soweit ist alles in Ordnung. Komme zurecht.
Für MICH klingt das ziemlich gruselig. Hast du denn unter der Woche keine Freude am Leben? Jeden Tag bekommst du 24 Stunden geschenkt - die gilt es mit Leben zu füllen und nicht irgendwie „abzuleben“. Wieso schiebst du dein „soziales“ Leben ausschließlich auf’s Wochenende?

Was ist mit Hobbys oder sonstigen Dingen, die dir auch alleine Spaß machen?

Ich kann ja mit dem Begriff „stark sein“ nicht so viel anfangen.
Zitat von Lieblingsfrau:
Man beurteilt mich oft als "stark", ich fühle mich auch selbst stark.
Wann oder in welchen Situationen fühlst du dich denn stark?
 
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  • #7
AW: Ich habe Angst

Zitat von Lilly29:
Liebe Lieblingsfrau,

erstmal finde ich es sehr mutig von Dir, so offen zu schreiben, das ist nicht selbstverständlich :).

Manchmal ist es so, wenn wir ein inneres "Chaos" haben, dass wir (scheinbar) nicht bewältigen können, dann schaffen wir uns äussere feste Strukturen, die uns Sicherheit und Kontrolle geben. Werden diese äusseren Strukturen gestört, dann werden wir auf unser inneres "Chaos" zurückgeworfen und es entsteht Unsicherheit oder auch Angst. Angst davor, etwas nicht bewältigen oder aushalten zu können.
Das ist ein Prozess, den wahrscheinlich jeder mehr oder weniger kennt, ein Problem wird es dann, wenn er sich verfestigt und ein subjektiver Leidensdruck entsteht, d.h. ich merke, dass ich mir damit auch ziemlich viel verbaue und unzufrieden mit mir bin.
An dieses innere "Chaos" ist oft schwer heranzukommen, weil es auch so bedrohlich wirkt, insofern kann hier tatsächlich jemand Professionelles am Besten unterstützend helfen.

Ich weiß nicht, ob das auf dich zutrifft, aber das waren meine ersten Gedanken dazu.

LG
Lilly

Hallo Lilly,

danke für deine Antwort. Ein Chaos ist es nicht wirklich. Unter der Woche habe ich selten Chaos im Kopf - weil beschäftigt. Alles strukturiert und geordnet. Es gibt ja schließlich Aufgaben zu erledigen. Am Wochende beginnt es - aber zu einem richtigen Chaos kommt es nicht - da reichen zwei Tage nicht zu. Und die äußeren Strukturen habe ich vermutlich, um die Kontrolle zu bewahren. Schwierig. Es ist in der Tat ein Leidensdruck. Im Urlaub ist es besonders anstrengend, zu viel Zeit um NICHTS zu tun....

Zitat von Sometimes:
Liebe Lieblingsfrau,

wer oder was definiert schon die Schwelle von "normal" zu "nicht normal"? Es spielt tatsächlich keine Rolle, und das ist keine Phrase.
Ich empfinde es als normal, wenn sich auch ein, zumindest meist, starker Mensch Schwäche eingesteht, Ängste zugibt, Unsicherheit zugeben kann.
Du hast die Gabe der Eigenreflexion und bist in der Lage, offen und ehrlich deine Angst beim Namen zu nennen, uns deine Mechanismen zur Umgehung deines "Lochs" aufzuzeigen...Respekt...
Auch ich denke, dass es absolut legitim ist, sich fachliche Hilfe zu holen.

Etwas von mir?

Frau Mitte 40, gehobene Position, steht mitten im Leben, wie es so schön heißt, und genießt dasselbige, zwei Kinder allein großgezogen...Wunden, verheilt, auf der Seele und am Körper, viel erlebt, Schönes, Schlimmes...wie viele von uns. Das, was als sogenannte starke Frau betitelt wird, das würde Jeder und Jede in meinem Umfeld bestätigen. Und doch, manchmal, ganz leise und kaum merklich, bin ich unendlich schwach, ängstlich und fühle mich verwundbar.

Meine Vertrauten kennen diese Seite an mir, stehen mir bei und doch reicht es manchmal nicht aus. Dann hol ich mir professionelle Hilfe, mit dem Blick von außen und jemandem, der nicht emotional an mir und meinem Leben beteiligt ist.

Darf ich dir dazu raten, das auch zu tun, wenn du das Gefühl hast, es überrollt dich? Und noch etwas, man kann, aber muss sich nicht allen Ängsten stellen, es ist deine Entscheidung, auch der Zeitpunkt. Kannst du evtl. den Umzug verschieben und erst nach dir schauen?

Ich wünsche dir alles Gute,
liebe Grüße
Sometimes

Hallo Sometimes,

Sich selbst Schwächen eingestehen - finde ich in Ordnung und gut. Deine Selbstbeschreibung hilft mir und zeigt auf, dass es noch jemanden gibt, dem es manchmal ungefähr ähnlich geht. Deinen Rat, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, werde ich beherzigen. Sowieso wollte ich morgen mal meinen Arzt des Vertrauens anrufen und einen Besuch ankündigen. Bevor das aus dem Ufer läuft.

Hinsichtlich der Wohnung - habe heute eingewilligt und es wird sie werden. Ich versuche immer einen Schritt nach dem anderen zu bewältigen. Heute mittag fühlte ich mich ganz gut, konnte es emotional vereinbaren, meine Zusage zu geben. Was kommen wird, wenn es tatsächlich so weit ist, das kommt eben einfach. Trotzdem habe ich große Bedenken, aber es nützt ja nichts. Man muss sich auch mal verändern. Dir noch alles Gute - und vielen Dank!

Zitat von Freespirit:
Hallo Lieblingsfrau
Ich möchte dir ganz kurz etwas sagen über die Angst. [...] Liebe Grüsse, Freespirit

Hallo Freespirit, danke für die Anmerkung und das Zitat. Ich kenne es. Aber manchmal hat man Kenntnis von den Dingen und weiß auch wie man mit diesem umgehen sollte, aber man kann es trotzdem nicht umsetzen....

Zitat von tina*:
Hier im Forum ist ja nicht der Ort, irgendwelche „Störungen“ oder Abweichungen von der Normalität (?) zu diagnostizieren. Wenn du das Gefühl hast, ein professioneller Blick auf deine Situation könne helfen, scheue dich nicht, Hilfe (im RL) zu suchen.

Du schreibst, dass du Angst vor dem Umzug hast, weil du dich dann von deinen Freunden, Bekannten und Familie trennen musst.

Auf der anderen Seite lese ich gar nicht, dass diese derzeit wichtige Pfeiler in deinem Leben sind.


Für MICH klingt das ziemlich gruselig. Hast du denn unter der Woche keine Freude am Leben? Jeden Tag bekommst du 24 Stunden geschenkt - die gilt es mit Leben zu füllen und nicht irgendwie „abzuleben“. Wieso schiebst du dein „soziales“ Leben ausschließlich auf’s Wochenende?

Was ist mit Hobbys oder sonstigen Dingen, die dir auch alleine Spaß machen?

Ich kann ja mit dem Begriff „stark sein“ nicht so viel anfangen.

Wann oder in welchen Situationen fühlst du dich denn stark?

Ob hier jmd. Diagnosen anstellt, war mir eigentlich egal. Mich interessiert die Denkweise anderer Menschen in dieser Hinsicht. Vielleicht erhoffe ich mir, ähnlich Geschichten zu hören, damit sich das etwas relativiert. Keine Ahnung. Gerne wollte ich meine Gedanken teilen, ich bin hier weitestgehend anonym und habe kein Problem damit, wenn jmd. Ferndiagnosen starten möchte.

Freunde, Bekannte - ist alles vergänglich. Sie kommen und gehen auch wieder. Irgendwann bleibt nur noch der sporadische Kontakt, man ist füreinander da, wenn man sich braucht. Es bleiben nur sehr wenige, die man dann und wann sieht. Die Entfernung hält sich derzeit noch in Grenzen, sodass man innerhalb einer knappen Autostunde dort ist. Ich fahre manchmal am Wochenende Freunde besuchen. Das ist mir schon wichtig. Meine Familie wohnt in der Nähe und ist sehr wichtig. Ich bin am Wochenende oft dort oder telefoniere. Du liegst nicht falsch, unter der Woche arbeite ich, halte mich in meiner Wohnung auf, koche etwas und mache Sport. Dies ist auch ein Hobby, was ich nur alleine praktiziere.

Ich fühle mich stark, wenn ich Dinge mache, die ich kann: Arbeiten, Sport. Auch wenn ich in geselliger Runde bin, in der eine gute Stimmung herrscht, gute Gespräche aufkommen, dann fühle ich mich auch stark.


Zitat von Marvin:
Die Beziehung mir dir - woow 'interessant' ....

Findest du es tatsächlich interessant oder merkwürdig? Man sagt ja auch "mit sich selbst in Konflikt stehen. Was ein Konflikt ist, wissen wir alle. Wenn man mit sich selbst in Konflikt steht, muss es auch zwei Seiten geben. Sonst ginge dies nicht...

Es war nett, dein Beschriebenes zu lesen...
 
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  • #8
AW: Ich habe Angst

Dieser Post hätte auch der erste im Thread sein können, ich habe länger überlegt.

Fritz Riemann, Grundformen der Angst, kann einem zur Reflektion fähigen Menschen Einsicht/Erkenntnis vermitteln, evtl. weiterhelfen.
Mir, damals anfang 20, hat den eine Psychotherapeutin nach einer einzigen, vergeblichen Stunde als Tipp mit auf den Weg gegeben. Die kluge Frau hat nie erfahren, wie gut das gepasst hat. An den habe ich nach dem Eingangspost sofort gedacht.
 
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  • #9
AW: Ich habe Angst

Zitat von Lieblingsfrau:
Findest du es tatsächlich interessant oder merkwürdig? Man sagt ja auch "mit sich selbst in Konflikt stehen. Was ein Konflikt ist, wissen wir alle. Wenn man mit sich selbst in Konflikt steht, muss es auch zwei Seiten geben. Sonst ginge dies nicht...

Es war nett, dein Beschriebenes zu lesen...

Interessant. Ich arbeite selbst gerade an dieser eigentümlichen Beziehung. Ich fand das zunächst schräg (wirklich) - mittlerweile sehe ich das anders. Die Buddhisten glauben, das die 'Seele' ein Spiegel der Welt ist der 'schmutzig' werden kann. Konflikte (Unsicherheiten u-name-it ... ) lagern sich wie Schmutz auf dem Spiegel ab ... lassen einen die Welt verzerrt sehen. Das gibt dem Spruch mit sich selbst ins reine zu kommen auch eine lustige Bedeutung.
 
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  • #10
AW: Ich habe Angst

Zitat von Lieblingsfrau:
Ob hier jmd. Diagnosen anstellt, war mir eigentlich egal.
Ok ;) du bist ein Kontrollfreak, fühlst dich nur wohl, wenn alles rational gesteuert ist, kannst keine Gefühle zulassen und hast eine Bindungsphobie; handelst nach dem Leistungsprinzip, fühlst dich anderen überlegen und deine größte Angst ist, abhängig zu sein bzw. dass irgendjemand mitkriegt, dass du nicht die Beste bist - mehr spuckt meine Glaskugel nicht aus…

Spaß beiseite:

Zitat von Lieblingsfrau:
Ich fühle mich stark, wenn ich Dinge mache, die ich kann: Arbeiten, Sport. Auch wenn ich in geselliger Runde bin, in der eine gute Stimmung herrscht, gute Gespräche aufkommen, dann fühle ich mich auch stark.
Was meinst du mit stark: kannst du das mit anderen Worten umschreiben?

Zitat aus deinem anderen Faden

Zitat von Lieblingsfrau:
Wie du schon sagst, geht es dort um Selbstbewusstsein. Jemand der mit mir "anbandelt", braucht eine riesen Portion Selbstbewusstsein. Das zeigt sich bspw. bei dem Führen von Gesprächen und sehr stark bei Diskussionen. Diejenigen, die nicht sonderlich gefestigt sind, ziehen sich dann zurück. Und ich verliere ebenfalls die Lust.
 
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  • #11
...es liegt in dir...

das, was du so stark beschreibst, kennen sicherlich Viele Menschen gut aus eigener Erfahrung. Auch ich.
Es ist keineswegs verwunderlich, wenn man vor einem Umzug auch Angst hat. Du gehst in eine völlig neue Umgebung. Klar konzentrieren wir uns schön – so wie wir das alle gelernt haben und nach außen auch immer hübsch demonstrieren – optimistisch und voller "Grundfreude". Aber ein Neubeginn kostet auch Kraft und man kann sich Beulen holen. So ist das - und du bist in allerbester Gesellschaft, wenn du dich davor fürchtest. Auch, wenn du manchmal Angst hast, in gewisser Weise einsam zu werden. Dann, wenn der geregelte und laute Tagesablauf mit Kollegen, Geschäftsbeziehungen und Freunden seine Betäubung verliert und du alleine in deiner Bude stehst. Diese dunklen Seiten der Seele kennt wohl jeder. Allerdings nur von Zeit zu Zeit. Ich glaube, du triffst den Kern sehr schön (!!!) wenn du von einem Beziehungsproblem mit dir selbst schreibst. Ich denke, hier ist das Problem, aber auch die Lösung. Und letzteres sollte dir Mut machen. Denn das kannst du ändern. Allerdings ist das super schwer, denn du müsstest lernen, dich selbst als wertvoll, unterhaltsam, selbstständig zu begreifen. Es reicht nicht, wenn dein Kopf dir das bestätigt, das macht der sicherlich schon lange. Du musst das fühlen! Verinnerlichen. Glauben.
Ich weiß wovon ich spreche. Es ist irgendwie so, als würde man loslassen. Loslassen, Anerkennung durch andere finden zu wollen und Alleinsein mit Einsamkeit zu verwechseln. Wenn du doch nur wüsstest, wie SCHÖN es zum Beispiel sein kann, lange, weit weg und allein (ich bin eine Frau) in den Urlaub zu fahren, du würdest es nicht glauben. Du bist frei, zu tun, was du willst, Menschen zu beobachten und frei, Kontakte einzugehen, wenn sie sich bieten und wenn du es möchtest. Überall gibt es Menschen, die wie du, Kontakte wünschen. Du bekommst mit dem Alleinsein ein enormes Potential, auf andere zugehen zu können und aufgestöbert zu werden. Nie fiel mir das so leicht, wie heute und nie hatte ich so viele schöne Begegnungen, wie als Alleinakteurin. Aber du musst bereit sein, loszulassen. Dann kommen andere Menschen und schöne Erfahrungen von ganz alleine. Auch die Kontakte hier bei PS…völlig egal, ob und wann die Jungs antworten. Die lange Leine wird gespürt und geschätzt! Aber – du ahnst es – das klappt nur, wenn du dir selbst genug sein kannst. Es hat mit dir zu tun. Kein Quatsch. Ich wünsche dir das Beste.
 
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  • #12
AW: Ich habe Angst

Zitat von tina*:
Ok ;) du bist ein Kontrollfreak, fühlst dich nur wohl, wenn alles rational gesteuert ist, kannst keine Gefühle zulassen und hast eine Bindungsphobie; handelst nach dem Leistungsprinzip, fühlst dich anderen überlegen und deine größte Angst ist, abhängig zu sein bzw. dass irgendjemand mitkriegt, dass du nicht die Beste bist - mehr spuckt meine Glaskugel nicht aus…

Spaß beiseite:


Was meinst du mit stark: kannst du das mit anderen Worten umschreiben?

Zitat aus deinem anderen Faden

He, Tina! Da konnte sich deine Glaskugel mal richtig ausk*otzen, wa?! Fein.

Zu dem anderen Faden: Ich bin schon sehr eigensinnig und sage was ich denke. Habe meine Meinungen. Jemand der ständig nur ja und amen sagt, wird irgendwann mal darauf angesprochen, warum das so ist. Da vergeht mir die Lust. Kontra geben ist vollkommen gut und erwünscht.

Jetzt wo du mich nach einer Umschreibung für das Wort "stark" in diesem Kontext fragst - ehrlich gesagt, ziemlich schwierig. Wie du ja gesagt hast, bin ich ein rational-gesteuertes ;) Ungetüm, Gefühle zu beschreiben, fällt unheimlich schwer....Naja, ich versuche es einfach mal. Weiß aber nicht, ob es funktioniert.

Wenn ich mich stark fühle, dann geht es mir gut - sehr gut. Ich fühle mich in der Lage morgens mit Freude aus dem Bett zusteigen, mit Freude die Wohnung aufzuräumen, mein Auto zu waschen, in ein volles Einkaufszentrum zu gehen. Ich fühle mich dann keinen Überlegen, nein. In dieser Zeit kann ich mich auch eloquent und zielgerichtet ausdrücken (sprechen). Ich fühle mich auch stark, wenn ich merke, dass ich etwas für andere sinnvolles tun kann. Irgendwas entwickeln, oder so....Wenn das funktioniert, ankommt, zusagt und nützlich ist, freut es mich.

Wenn ich mich nicht stark fühle, möchte ich mich zurückziehen, will keinen Kontakt zu Mitmenschen - obwohl ich ihn eigentlich doch möchte. Will nicht schlafen, obwohl müde. Will nachdenken und mich somit selbst aufwühlen...Irgendwie sowas in der Richtung. Ich kanns leider nur beispielsweise erklären. Und du kennst dieses "stark" gar nicht - bzw. kannst nichts mit anfangen? Warum? Oder willst du nichts damit anfangen?

Zitat von Marvin:
Interessant. Ich arbeite selbst gerade an dieser eigentümlichen Beziehung. Ich fand das zunächst schräg (wirklich) - mittlerweile sehe ich das anders. Die Buddhisten glauben, das die 'Seele' ein Spiegel der Welt ist der 'schmutzig' werden kann. Konflikte (Unsicherheiten u-name-it ... ) lagern sich wie Schmutz auf dem Spiegel ab ... lassen einen die Welt verzerrt sehen. Das gibt dem Spruch mit sich selbst ins reine zu kommen auch eine lustige Bedeutung.

Okay, interessant. Woher beziehst du das Wissen? Bücher, Netz? Würd ich mich auch mal mit auseinandersetzen. Siehste - da is es schon wieder: Sich mit einem Thema auseinandersetzen. Irgendwo ist ja etwas, was einem zum Nachdenken bringt. Manchmal ist man sich erst nicht sonderlich sicher. Irgendein Denkprozess geht in mir vor und vielleicht merke ich, dass ich meine Meinung doch revidieren sollte?! Hab ich aber auch oft...Bestimmt 10 x am Tag :) Und wie bekommt man den Spiegel wieder sauber? Hab jetzt keine Lust Glasreiniger in mich reinzukippen - wäre nich so gut!

Zitat von Hafensängers Onkel:
Dieser Post hätte auch der erste im Thread sein können, ich habe länger überlegt.

Fritz Riemann, Grundformen der Angst

Hab ich grad mal bestellt, danke. Werde ich lesen!

Zitat von Sternstrudel:
Allerdings ist das super schwer, denn du müsstest lernen, dich selbst als wertvoll, unterhaltsam, selbstständig zu begreifen. Es reicht nicht, wenn dein Kopf dir das bestätigt, das macht der sicherlich schon lange. Du musst das fühlen! Verinnerlichen. Glauben.
Ich weiß wovon ich spreche. Es ist irgendwie so, als würde man loslassen. .

Das ist wohl auch ein Punkt. Interessant. Müsste man mal dran arbeiten.

Ahoi!
 
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  • #13
AW: Ich habe Angst

Zitat von Lieblingsfrau:
Okay, interessant. Woher beziehst du das Wissen? Bücher, Netz? Würd ich mich auch mal mit auseinandersetzen. Siehste - da is es schon wieder: Sich mit einem Thema auseinandersetzen. Irgendwo ist ja etwas, was einem zum Nachdenken bringt. Manchmal ist man sich erst nicht sonderlich sicher. Irgendein Denkprozess geht in mir vor und vielleicht merke ich, dass ich meine Meinung doch revidieren sollte?! Hab ich aber auch oft...Bestimmt 10 x am Tag :) Und wie bekommt man den Spiegel wieder sauber? Hab jetzt keine Lust Glasreiniger in mich reinzukippen - wäre nich so gut!

Alles kommt aus dem Netz und der unerschöpflichen Quelle an Ebooks, die sich glücklicherweise aufgetan hat. Woher nun genau - opps. Die Quelle war eine dieser lustigen US Dating Guides, die im wesentlichen auf NLP (neuro-Linguistik programming) Ideen basieren. Kennt man NLP kommt einem vieles in diesen Guides sofort vertraut vor.

Die Spiegel Idee kam im Zusammenhang mit der 'inneren Stimme', die gern mal Bedenken in laut, bunten Failure Scenarien ausmalt (Unsicherheit). Unsere unsinnigen Bedenken werden ein Teil unserer Realität, die wir dann nicht mehr richtig wahrnehmen. Der Spiegel war im Grunde eine Metapher um eine NLP Idee zu motivieren - sich die Unsicherheit einzugestehen (Dreck auf dem Spiegel) und sich innerlich davon zu distanzieren (Spiegel putzen).

Ich würde in diesem Zusammenhang NLP 4 Dummies als Einstieg empfehlen. NLP ist wie eine große Toolbox, die viele brauchbare psycho Erklärungsmodelle für innere Dynamiken oder die Dynamik von Interaktionen liefert. NLP ist mehr pragmatisch auf Anwendung angelegt. Für nahezu 'jedes' Problem gibt es relativ einfache Verfahren damit umzugehen (Selbst-Therapie wenn man so will) und entsprechende Literatur, wie das auf welche Fälle angewandt wird.

Bei Interesse würde ich in jedem Fall nur auf US Literatur zurückgreifen.
 
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  • #14
AW: Ich habe Angst

Zitat von Marvin:
Bei Interesse würde ich in jedem Fall nur auf US Literatur zurückgreifen.

Warum?

Muss ich mal nachsehen. Die ersten Zeilen die ich bei Suche durch google las, fand ich etwas schräg. Eigentlich ist schräg ja gar nicht mal so schlecht...Hab ich zuvor noch nicht viel von gehört...Und, was stellst du jetzt mit dem Wissen an, was du dadurch erlangst? Nüscht?
 
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  • #15
AW: Ich habe Angst

Zitat von Lieblingsfrau:
Zu dem anderen Faden: Ich bin schon sehr eigensinnig und sage was ich denke. Habe meine Meinungen. Jemand der ständig nur ja und amen sagt, wird irgendwann mal darauf angesprochen, warum das so ist. Da vergeht mir die Lust. Kontra geben ist vollkommen gut und erwünscht.
Naja, zwischen eigensinnig die eigene Meinung postulieren und ja und amen sagen gibt es ja auch noch verschiedene Abstufungen ;)

Zitat von Lieblingsfrau:
Wenn ich mich stark fühle, dann geht es mir gut - sehr gut. Ich fühle mich in der Lage morgens mit Freude aus dem Bett zusteigen, mit Freude die Wohnung aufzuräumen, mein Auto zu waschen, in ein volles Einkaufszentrum zu gehen. Ich fühle mich dann keinen Überlegen, nein. In dieser Zeit kann ich mich auch eloquent und zielgerichtet ausdrücken (sprechen). Ich fühle mich auch stark, wenn ich merke, dass ich etwas für andere sinnvolles tun kann. Irgendwas entwickeln, oder so....Wenn das funktioniert, ankommt, zusagt und nützlich ist, freut es mich.

Wenn ich mich nicht stark fühle, möchte ich mich zurückziehen, will keinen Kontakt zu Mitmenschen - obwohl ich ihn eigentlich doch möchte. Will nicht schlafen, obwohl müde. Will nachdenken und mich somit selbst aufwühlen...Irgendwie sowas in der Richtung. Und du kennst dieses "stark" gar nicht - bzw. kannst nichts mit anfangen? Warum? Oder willst du nichts damit anfangen?

Stark“ (v.a. in der Verwendung „starke Frau“) wird hier im Forum öfters mal in einer Form verwendet, die ich etwas merkwürdig finde (es gab auch mal einen Thread dazu
https://www.parship.de/forum/single-leben/starke-menschen-3690.html ).

Ich treffe diese Einteilung so nicht. Klar habe ich auch unterschiedliche Tage, mal morgens mit Schwung aus dem Bett und mal eher nicht so - aber ich teile dem dann nicht das Etikett „stark“ oder „nicht stark“ zu. Z.B. den Besuch eines vollen Einkaufszentrums würde ich nicht von „Stärke“ abhängig machen. Ist das etwas, was dir Angst macht, wenn du dich schwach fühlst?

Rückzugstendenzen habe ich auch ab und an; das tut mir gut - ich bin dann gerne alleine; wenn ich Kontakt zu Mitmenschen will, dann rufe ich jemanden an oder verabrede mich - dafür hat „man“ ja Freunde.

Zitat von Lieblingsfrau:
Freunde, Bekannte - ist alles vergänglich. Sie kommen und gehen auch wieder. Irgendwann bleibt nur noch der sporadische Kontakt, man ist füreinander da, wenn man sich braucht. Es bleiben nur sehr wenige, die man dann und wann sieht.
Freundschaft ist keine Einbahnstraße. Da muss man auch was für tun (sich z.B. auch mal unter der Woche treffen ;) - und nicht nur dann, wenn man sich braucht).
 
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  • #16
AW: Ich habe Angst

Zitat von Lieblingsfrau:
Warum?

Muss ich mal nachsehen. Die ersten Zeilen die ich bei Suche durch google las, fand ich etwas schräg. Eigentlich ist schräg ja gar nicht mal so schlecht...Hab ich zuvor noch nicht viel von gehört...Und, was stellst du jetzt mit dem Wissen an, was du dadurch erlangst? Nüscht?

Bei uns gilt das als 'manipulativ' (= böse) und es wird überwiegend abgeschrieben. NLP ist in den 70ern er in Kalifornien entstanden - ist in den USA populär - bei uns nahezu unbekannt.

Sagen wir ich benutz das, um mich selbst (innere Dynamik) und Interaktionen mit anderen besser zu verstehen.
 
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  • #17
AW: Ich habe Angst

Hallo,

das ist doch mal ein neuer Aspekt hier im Forum. Die Beziehung zu sich selbst.

Erstmal finde ich es mutig von dir, diesen doch gravierenden Schritt zu gehen, alleine in eine neue Stadt zu ziehen, Familie und Freunde ca. 100 km zurückzulassen und eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen.

Hut ab, soviel Mumm hat nicht jeder.

Für dich umso schwieriger, da du dir, nach eigenen Schilderungen, ein gefestigtes Umfeld aufgebaut hast und diese derzeit auch benötigst.

Umziehen in eine andere Stadt bedeutet wohl oder übel, dass man ab und an mal für sich alleine (nicht einsam!) ist da sich soziale Kontakte eben erst mit der Zeit aufbauen.

Durch deine gute und sensible Selbstreflektion hast du dir deine Antworten größtenteils bereits selbst gegeben. Du "betäubst" dich durch die Kontakte mit anderen Menschen nur und lenkst dich von deinem Problem, mit dir selbst alleine zu sein, ab.

Ich rate dir, professionelle Hilfe von außen zu suchen. Durch z.B. eine Gesprächstherapie (keine Tiefenpsychologie) kannst du schon eine Menge Übungen und Tipps erhalten, die dir helfen können, die Zeit, die du für dich hast (und glaube mir, die ist echt wertvoll!) sinnvoll in DEINEM Sinne zu verbringen.

Wie auch in diesem Thread bereits genannt, erzeugen wir unsere Ängste selbst in unseren Köpfen, weil wir uns zum Teil zuviele Gedanken über die Zukunft machen, deren Verlauf und deren Ausgang niemand kennt.

Und bitte denke mal zurück: Wann ist etwas wirklich so eingetreten, wie du es dir unter Umständen vorher im schlimmsten Falle vorgestellt hast?
 
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  • #18
AW: Ich habe Angst

Hallo Lieblingsfrau,
ich erkenne mich selbst ( in den letzten Jahren ) ziemlich gut wieder.
Ich könnte mir vorstellen, dass Du dich "einfach" ein wenig einsam oder verloren fühlst, und daher die Angst vor Neuem. Vielleicht ist das viele Grübeln auch Zeichen einer depressiven Neigung - jedenfalls war das bei mir so. Und da könnte eine Therapie oder eine Beratung vielleicht tatsächlich gut helfen...
 
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Clementine_geloescht

  • #19
AW: Ich habe Angst

Zitat von Marvin:
Bei uns gilt das als 'manipulativ' (= böse) und es wird überwiegend abgeschrieben. NLP ist in den 70ern er in Kalifornien entstanden - ist in den USA populär - bei uns nahezu unbekannt.

NLP ist hier schon seit über 20 Jahren sehr bekannt, damals v.a. in der Verkäufer-Szene (meine nicht diejenigen in Boutiquen) zur Verkaufsförderung/Sympathie-Erzeugung beim potenziellen Kunden. Amateur-NLPisten erkennt man u.a. am auffälligen Nachmachen der eigenen Gesten und das merkwürdige Anstarren des Gegenübers beim Gespräch.
 
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  • #20
AW: Ich habe Angst

Oh ha, ich bin so müde - aber gerne äußere ich mich zu diversen Beiträgen. Hab ich ja schließlich was zu tun, wa.

Zitat von tina*:
Naja, zwischen eigensinnig die eigene Meinung postulieren und ja und amen sagen gibt es ja auch noch verschiedene Abstufungen ;)



Stark“ (v.a. in der Verwendung „starke Frau“) wird hier im Forum öfters mal in einer Form verwendet, die ich etwas merkwürdig finde (es gab auch mal einen Thread dazu
https://www.parship.de/forum/single-leben/starke-menschen-3690.html ).

Ich treffe diese Einteilung so nicht. Klar habe ich auch unterschiedliche Tage, mal morgens mit Schwung aus dem Bett und mal eher nicht so - aber ich teile dem dann nicht das Etikett „stark“ oder „nicht stark“ zu. Z.B. den Besuch eines vollen Einkaufszentrums würde ich nicht von „Stärke“ abhängig machen. Ist das etwas, was dir Angst macht, wenn du dich schwach fühlst?

Rückzugstendenzen habe ich auch ab und an; das tut mir gut - ich bin dann gerne alleine; wenn ich Kontakt zu Mitmenschen will, dann rufe ich jemanden an oder verabrede mich - dafür hat „man“ ja Freunde.


Freundschaft ist keine Einbahnstraße. Da muss man auch was für tun (sich z.B. auch mal unter der Woche treffen ;) - und nicht nur dann, wenn man sich braucht).

Stark...ich habe eben ein wenig darüber philosophiert. Eigentlich beschreibt das Adjektiv stark eher einen physischen Zustand. Wenn man versucht es auf eine emotionale Basis umzulegen, kann man nicht wirklich erklären, was dies denn nun bedeutet. Vielleicht meine ich eher etwas anderes und kann es Momentan nicht anders beschreiben, als mit dem mittlerweile inflationär genutzten Wort "stark":

Jedenfalls hab ich in der Tat Schwierigkeiten mit überfüllten Einkaufszentren, Supermärkten, Plätzen etc. Da traue ich mich nicht immer hin. Ich breche dann zwar nicht zusammen, aber verhalte mich nicht normal. Will raus, schaue niemanden an, einfach nur schnell von A nach B. Versuche es zu meiden und gehe eher kurz vor Schluss einkaufen, wenn es leer ist...

Ja, und das mit der Freundschaft ist auch so eine Geschichte. Bedingungslose Freundschaft. Gibt es das? Es ist keine Einbahnstraße - klar. Jedoch ist mir aufgefallen, dass es immer bestimmte Erwartungen gibt (hier das Beispiel des konstanten Meldens). Das habe ich auch. Wenn sich gute Freunde von mir 2 Wochen nicht melden, dann denke ich mir "warum, soll ich hinterher laufen". Das ist falsch, habe ich gemerkt...Beinahe ein kindisches Verhalten. Aber trotzdem herrscht tlw. die gleiche Denke auf beiden Seiten. Dann wird es schwer. Ebenso diese Geschichte mit Kontakten die nicht von selbst ständig aktiv werden, viele schließen gleich Desinteresse daraus. Kann sein, muss aber nicht.....

Zitat von Marvin:
Bei uns gilt das als 'manipulativ' (= böse) und es wird überwiegend abgeschrieben. NLP ist in den 70ern er in Kalifornien entstanden - ist in den USA populär - bei uns nahezu unbekannt.

Sagen wir ich benutz das, um mich selbst (innere Dynamik) und Interaktionen mit anderen besser zu verstehen.

Habs gelesen, das Thema ist nicht auf Rosen gebettet. Weiß aber noch nicht, ob es mich interessiert oder nicht.

Zitat von Benutzer:

Hallo Benutzer!


Zitat von Benutzer:
Durch deine gute und sensible Selbstreflektion hast du dir deine Antworten größtenteils bereits selbst gegeben. Du "betäubst" dich durch die Kontakte mit anderen Menschen nur und lenkst dich von deinem Problem, mit dir selbst alleine zu sein, ab.

In meinem Kopf tun sich ständig weitere Fragen auf :) Ich betäube mich auch grade durch das Forum, ehrlich gesagt.

Zitat von Benutzer:
Und bitte denke mal zurück: Wann ist etwas wirklich so eingetreten, wie du es dir unter Umständen vorher im schlimmsten Falle vorgestellt hast?

Nicht selten.

Naja, mal sehen was ich anstelle. Jedenfalls bräuchte ich mal einen Menschen, der von Außen auf die Geschichte drauf schaut und mir hilft ein wenig Klarheit zu erlangen. Habe auch schon den ersten Schritt getan.

Ich denke, wer eine "gesunde" Beziehung zu sich selbst hat, schafft damit die Basis zu jeder anderen Beziehung. Heute haben anscheinend viele Menschen irgenwelche Konflikte mit sich selbst. Außer Tina :D

Ahoi
 
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  • #21
AW: Ich habe Angst

Hallo Lieblingsfrau

Ich lebe selber alleine und habe gelegentlich ähnliche Symtome wie diejenigen, die Du beschrieben hast, Bei mir habe ich jedoch festgestellt, dass sie einen direkten Zusammenhang mit Schlafmangel haben.

Tendenziell führt diese moderne Kommunikation dazu, dass man rastlos wird und sich in seiner Freizeit nicht mehr so richtig entspannt und auch zu spät zu Bett geht. Mir hat es immer geholfen, wenn ich eine Weile darauf verzichte und in meiner Freizeit eher Beschäftigungen nachgehe, die weniger mit Denken und mehr mit Bewegung zu tun haben.

Ich weiss, es klingt banal, aber bei mir verschwinden diese Angst und Depressionszustände nach ein paar Tagen, wenn ich mich daran halte,
 
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  • #22
AW: Ich habe Angst

f***, hör' mich da irgendwie selbst im OP ^^.

Muss allerdings meinem Vorredner beipflichten, Sport kann helfen.
 
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  • #23
AW: Ich habe Angst

Zitat von Lieblingsfrau:
Habs gelesen, das Thema ist nicht auf Rosen gebettet. Weiß aber noch nicht, ob es mich interessiert oder nicht.

Ich fand NLP zunächst spekulativ bis schräg - die aha-Erlebnisse kamen später. Wenn man sich Zeit lässt - das eine oder andere über längere Zeit konsequent durch spielt erzielt man einfach erstaunliche Veränderungen.

Man kann Konditionierungen - wie man eine Situation wahr nimmt / darauf reagiert - langsam so verändern wie man will. Einfach nur aufmerksam sein und Failure Fantasieren sofort versenken (sich davon distanzieren) sobald sie auftauchen. Ich tausch die gegen lebendig, laut, quitsch bunte Success Fatantasien aus . Das funktioniert (bei mir) besonders gut, wenn man die Success Szenarien mit positiven Gefühlen (Erlebnisse / Errinerungen) assoziieren kann.

Ich bin schon lange vorsichtig damit Dinge für schwer oder nicht machbar zu halten. Das ist häufig der schnellste Weg sich frühzeitig von einer Lösung zu verabschieden.
 
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  • #24
AW: Ich habe Angst

Zitat von Clementine:
NLP ist hier schon seit über 20 Jahren sehr bekannt, damals v.a. in der Verkäufer-Szene (meine nicht diejenigen in Boutiquen) zur Verkaufsförderung/Sympathie-Erzeugung beim potenziellen Kunden. Amateur-NLPisten erkennt man u.a. am auffälligen Nachmachen der eigenen Gesten und das merkwürdige Anstarren des Gegenübers beim Gespräch.

Das was du meinst ist die komplett uninspirierte Low Level Fraktion - ohne akademischen Hintergrund. Deshalb mein Tip - echt mal die originale Lesen. Das Zeug hat eine Menge praktischer Anwendungen und falsch machen / falsch verstehen kann man es auch - ja.

Das kann schon echt bewusstseinserweiternd sein :)- wenn man sich drauf einlässt.
 
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  • #25
AW: Ich habe Angst

Seit gestern gehts mir fabelhaft....Himmelhochjauchzent und zu tode betrübt. Anstrengend....Naja, ich habe heute meinen ersten Arbeitstag in einer neuen Umgebung. Freue mich sehr.

Zu diesem NLP-Zeugs: Ein Buch habe ich mir auch hierüber gekauft. Wenn ich Zeit habe, les ich es mal...Bevor man über etwas Urteilt, sollte man schon wissen worum es geht. Dass hierbei schlechte und neagtive Gedanken gegen Positive ausgetauscht werden, macht mich etwas stutzig. Es gehört doch auch dazu, oder? Das verstehe ich noch nicht ganz. Ich meine, niemand will in der Melancholie verweilen, aber ständig nur Positiv zudenken, und Gedanken wegzuschieben, die einem nicht unbedingt gut tun - ob das der richtige Weg ist? Wie kann man dann vernünftig reflektieren, betreffend aller Facetten?

An Schlafmangeln kann es liegen, bekomme nicht mehr als 5 h die Nacht. Geht aber auch derzeit noch nicht anders....Als ich noch mehr schlafen konnte - in der Schulzeit - hatte ich aber auch ähnliche Gedanken. Da waren es zwar andere, weil ich diese Ängste noch nicht wahrgenomen habe und trotzdem vom Prinzip her das selbe....

Ahoi
 
C

Clementine_geloescht

  • #26
AW: Ich habe Angst

Zitat von Lieblingsfrau:
Dass hierbei schlechte und neagtive Gedanken gegen Positive ausgetauscht werden, macht mich etwas stutzig. Es gehört doch auch dazu, oder? Das verstehe ich noch nicht ganz. Ich meine, niemand will in der Melancholie verweilen, aber ständig nur Positiv zudenken, und Gedanken wegzuschieben, die einem nicht unbedingt gut tun - ob das der richtige Weg ist? Wie kann man dann vernünftig reflektieren, betreffend aller Facetten?

Ich bin da eher für das bewusste Zulassen von negativen Gefühlen und das Nachschauen, weshalb das so ist. NLP klingt für mich eher nach Übertünchen von Symptomen, anstelle von Ursachenforschung und evtl. Anpassung von eingefahrenen Gedankens- und Lebensmustern.
 
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  • #27
AW: Ich habe Angst

Zitat von Clementine:
Ich bin da eher für das bewusste Zulassen von negativen Gefühlen und das Nachschauen, weshalb das so ist. NLP klingt für mich eher nach Übertünchen von Symptomen, anstelle von Ursachenforschung und evtl. Anpassung von eingefahrenen Gedankens- und Lebensmustern.

Die 'Ursachen' sind manchmal schräg trivial. ZB einfach nur ein Mangel an Selbstvertrauen - Glaube an sich selbst. Das drückt sich uU in Failure Grübeleien aus, die völlig unbegründet, irrational sind. Übertünchen ist nichts weiter als zurechtrücken. Es wird ja zugelassen - nur eben in dem Prozess als der Blödsinn entlarvt der es ist.

Und ja - das ist nichts für jeden. Man muss sich mit dem Problem auseinandersetzen , sich das Problem eingestehen, daran arbeiten wollen - sonst wird das nix.
 
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  • #28
AW: Ich habe Angst

Zitat von Marvin:
Die 'Ursachen' sind manchmal schräg trivial. ZB einfach nur ein Mangel an Selbstvertrauen - Glaube an sich selbst. Das drückt sich uU in Failure Grübeleien aus, die völlig unbegründet, irrational sind. Übertünchen ist nichts weiter als zurechtrücken. Es wird ja zugelassen - nur eben in dem Prozess als der Blödsinn entlarvt der es ist.

Und ja - das ist nichts für jeden. Man muss sich mit dem Problem auseinandersetzen , sich das Problem eingestehen, daran arbeiten wollen - sonst wird das nix.

Hm, ich finde "NLP" hat sich da etwas zunutze gemacht, was die Psychotherapie bzw. Psychologie schon länger weiß und auch einfachere Strategien verwendet. Klingt halt nur besser - obs deshalb besser ist, ist fraglich.
Ich würde lieber ein schönes anschauliches Buch zum Thema Selbstvertrauen lesen, da gibt es einige und es stellt sich wesentlich schneller ein Aha-Effekt ein.
 
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  • #29
AW: Ich habe Angst

Zitat von Lilly29:
Hm, ich finde "NLP" hat sich da etwas zunutze gemacht, was die Psychotherapie bzw. Psychologie schon länger weiß und auch einfachere Strategien verwendet. Klingt halt nur besser - obs deshalb besser ist, ist fraglich.
Ich würde lieber ein schönes anschauliches Buch zum Thema Selbstvertrauen lesen, da gibt es einige und es stellt sich wesentlich schneller ein Aha-Effekt ein.

Ich wollte jetzt nicht wieder einen dieser irrelevanten Threads lostreten - nur kurz anmerken, dass ich NLP für simpel, plausibel, effektiv und überprüfbar halte. Ich hatte schon immer etwas gegen 'limiting beliefs' (Einschränkungen, die man sich selbst auferlegt - ohne das es einem wirklich bewusst ist) - bin eher dafür herauszufinden wie man sein potential besser ausschöpfen kann. In einer anderen Stadt nicht klar zu kommen etc. sind typische limiting beliefs ..
 
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  • #30
AW: Ich habe Angst

Guten Tag liebe Schreiberin,

das was als "schwarzes Loch" bezeichnet wird, findet man sehr häufig bei Menschen die mit sich alleine in "schlechter Gesellschaft" sind.

Es ist mal ganz einfach gesagt, "die Stimme im Kopf" , die die Ängste und Probleme erzeugt.

Unser "Ich" plappert pausenlos irgendeinen Müll daher und im Alltagstrott, können wir diese Stimme seltener hören - aber mit uns allein ist sie überdeutlich "da"

Wer hat Angst ? und wer hat das vor her gedacht ? - es ist inzwischen bekannt, daß Gefühle durch Sorgengedanken, oder Gedanken überhaupt erzeugt werden.

Ich denke "ich fühle mich einsam" - und Bruchteile von Sekunden später bekomme ich das entsprechende Gefühl, welches ich mir bestellt habe.

Ich denke "davor habe ich Angst" - Bruchteile von Sekunden später habe ich die Angst präsent, die ich bestellt habe - aber ich merke es nicht, es kommt mir so vor, als hätte sich das Gefühl ganz von allein gemeldet, als sei etwas in mir, das sein Eigenleben führt und mir mein eigenes Leben schwer macht,

Und wenn ich nur dran denke, daß ich in das schwarze Loch falle, stehe ich schon am Rand davon und schwebe darüber wie ohnmächtig.. Wer in uns denkt das alles ?

- und wenn ich mit meiner inneren Weisheit erkenne, das "ich" es bin der das alles denkt - wer hat dann überhaupt noch einen Einfluß darauf, wann sich welcher Gedanke meldet und manifestiert ? "ich" ??? - ja ICH !!!

Ich habe Einfluß auf das was in mir denkt - wenn ich das einmal begriffen habe, kann ich meine Sorgengedanken sinnvoll ausmisten - mir neue Gedanken befehlen, gegensteuern und mir sagen " stop - daran will ich jetzt nicht denken ".

Nichts muß so sein, nur weil ich es denke - der Typ der nicht antwortet ist eben kein "b..des A.."
- der kann ja nichts dafür, was ich gedacht habe.

Aber es geschieht dennoch etwas mit mir ! - weil ich eben all diese Gedanken zulasse und die entsprechenden Gefühle in mir erzeugt habe, werde ich maßgeblich und nachhaltig meine innere Haltung und meine Ausstrahlung verändern, nämlich genau SO , daß das befürchtete, verhaßte und bemängelte Erlebnis eintreten MUSS !

Wir alle erzeugen genau die Wirklichkeit, die wir durch unser Denken und Fühlen erleben "wollen"
- es ist zwar nicht so, als würden wir uns das wirklich wünschen, aber wir denken nicht so, daß es auch für uns erfahrbar werden kann.

Vergleiche es mal so: ich setze mir Scheuklappen auf und nun erscheint mir die Welt viel kleiner und die Möglichkeiten sind weniger und ich sehe nur noch undeutlich das, was da ist.

Ich liebe deinen Erzählstil, ich finde mich darin wieder, hey ich mag dich, ohne dich zu kennen !

Wenn dir das bewußt bleibt, gibt es keine schwarzen Löcher mehr - nichts in dir ist da, vor dem du selbst Angst haben müßtest - die Begegnung mit der eigenen Einsamkeit und Leere, brauchen wir von Zeit zu Zeit auch, um einzusehen, wo uns unser "Ich" ständig an der Nase herum führt..

was wichtig ist, wie alles sein sollte, was man tut und was man läßt, wie man lebt, wie man arbeitet -- alles Blöd- Sinn.
so gesehen,

der nicht dafür taugt ein glückliches und erfülltes Innenleben zu genießen.. alles nur äußerlich: Leben nach Plan, trügerische Sicherheit, vorgedachtes Lebenskonzept.
- und dann gelingen auch unsere Herzensbeziehungen nicht so einfach.

Wer mit sich selbst nicht gern allein ist, da ist es auch für einen anderen wenig verlockend gemeinsam zu sein. - es ist aber nicht etwa so, daß ich mich über dich stellen wollte, ich habe es genau "so" erlebt - und will das nicht mehr. Punkt :)

Lieber Gruß von "Sesam"