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Gast

  • #46
P.S.: was immer zu beachten ist, dass nach eine Trennung, Männer viel mehr verlieren, sie verlieren das alltägliche Familienleben mit ihren Kindern, wenn die Kinder bei der Mutter bleiben, was größtenteils ja der Fall ist. Das ist ganz schön hart, deswegen darf man ihre exklusive Aufmerksamkeit in Bezug auf ihre Kinder nicht überbewerten, es kommt halt nur darauf an, wie allumfassend diese ist.
"fleurdelis" hat folgende Frage ja schon angesprochen: ist/war es komplett unmöglich, Dich zu einer Freundin der Kinder zu machen?
 
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  • #47
Zitat von lululu13:
Seit 7 Jahren führe ich mit meinen Partner eine Beziehung. Mein Partner hat 2 Kinder aus erster Ehe 19 und 22 Jahre, von seiner Ex lebte er bereits 4 Jahre getrennt als wir uns kennengelernt haben, war er noch mit ihr verheiratet. Er hatte Kontakt mit seiner Exfamilie . Als ich dann auch der Bildfläche erschien und unsere Beziehung mehr und mehr fest wurde , war es mir wichtig, dass ein Schlussstrich auch in Form von einer Scheidung statt findet. So weit so gut, oder eben nicht.
Dann bist ja zwar in die Geschichte reingefahren, aber nicht als Störenfried, da er bereits getrennt lebte,nur nicht geschieden war. Hat er denn einer Scheidung, die er offensichtlich auf Dein "Drängen" vollzogen hat, auch aus freien Stücken eingewilligt?

Man könnte sagen er wird ausgenommen wie eine Weihnachtsgans und erhofft sich dadurch seine Liebe zu den Kindern zu erhalten. Gerade hat die Tochter mal kurz 8.000 € in Australien verbraten(Rücklagen die man angespart hatte) und wenn der Sohn neben seinem Studium mal ein paar Euro verdienen soll ist das schon eine Zumutung. Von seiner Exfrau wird das ganze noch unterstützt. Meinem Partner bleibt der Selbstbehalt von 1.200 € obwohl er fast 45 Stunden jede Woche arbeitet. Es geht mir nicht um das Geld, ich bin finanziell gut gestellt, sehe aber nicht ein für ihn zu bezahlen bzw noch seine Kinder mit zu finanzieren, zumal das Verhältnis mehr als angespannt ist. Er ist zu mir gezogen , da ich eine große Wohnung habe und genügend Platz.
Es liest sich aber so, als hättest Du eben ein massives Problem mit dem Geld. Die Message, die hier ankommt ist, daß Du nicht einsiehst, für die ehemalige Familie mitzubezahlen. Nach einer Scheidung ist es so, dass der Vater Kindesunterhalten zahlen muss per Gesetz. Diesen Umstand hast Du mit eingekauft, als Du mit Deinem Partner die neue Beziehung eingangen bist. Und gehört es nicht zu einer Beziehung, dass man alles gemeinsam durchsteht? Was Du hierzu schilderst hört sich so an, als würdest Du diese finanziellen Probleme Deines Partners nicht mittragen wollen. Trägt man aber nicht alles gemeinsam und geht durch Tiefen und Höhen gemeinsam? So ist jedenfalls mein Verständnis von Beziehung. Man kann nicht immer nur die sunny side mitnehmen.

Nach all diesen Jahren fühle ich mich jedoch in dieser angespannten Situation nicht mehr Wohl, zumeist ich manchmal das Gefühl habe, seine Exfrau wirkt durch die Kinder auf unsere Beziehung ein. Es ist angespannt mit meinem Partner darüber zu reden , auch darüber,dass ich mich abgelehnt fühle von den Kindern und es nicht besser wird. Ich frage mich ist es nicht besser mich zu trennen, aber ich weiss auch wie schwierig es ist einen Partner zu finden mit dem man leben möchte und den man liebt, vor allem wenn man nicht mehr 20 sondern 57 Jahre ist.
Natürlich ist es angespannt mit ihm darüber zu reden. Er sitzt doch zwischen den Stühlen. Man kann ihm nicht den Vorwurf machen, daß er versucht für die Kinder da zu sein, egal in welcher Form. Egal, was und wie Du es vorbringst, es kann bei ihm als Druck ankommen, auch noch die Kinder ad acta zu legen, wie die Ehe damals, die nur noch auf dem Papier bestand. Egal, wie Du es drehst, es wirkt dann immer wie eine Wahl: Die Kinder oder ich. Das erkennt man an u.s. Passus:
und der 2 Platz den ich da zugewiesen bekomme macht mir zunehmend zu schaffen. Ich weis nicht mehr ob es nur um den 2 Platz geht oder das seine Kinder alles machen können und er dies hinnimmt und ob er wirklich mit seiner ersten Ehe abgeschlossen hat , bzw unsere Beziehung ein richtiger Neuanfang war. ???
Wäre es nicht besser endlich zu akzeptieren, dass er ein Vorleben hatte, dem Kinder entstammen, für die er da ist? Kinder nehmen immer einen besonderen Platz ein. Mit der Geburt hat man eine Verantwortung übernommen. Dazu zählt auch Geld. Es kommt mir so vor, als würde es Dir einfach nicht mehr passen, dass dem so ist. Und es wirkt so, als hättest Du all die vergangen Jahre darauf gehofft, dass sich mit dem Alter der Kinder dieser Umstand quasi rauswächst. Das wird es aber nie, denn Kinder bleiben immer die Kinder. Man muss als neue Frau vielleicht nicht alles akzeptieren, was durch die ehemalige Familie entsteht, aber man kann seinem Partner zur Seite stehen in konstruktiver Form. Stelle Dir einfach vor es wäre umgekehrt und Dein Partner würde mit Dir oft die Diskussionen führen. Was würdest Du denken? Du würdest automatisch in die Kinder verteidigende Position fallen. Meiner Meinung nach wäre es sinnvoller, wenn Du Dein eigenes Verhalten über die Jahre ganz kritisch betrachten würdest, anstatt über eine Trennung nachzudenken.
 
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  • #48
Ich bin mir sicher, dass Menschen ohne Kinder die Chose anders bewerten als welche mit.
 
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  • #49
Und gemeinsam durch dick und dünn gehen, beinhaltet dick UND dünn.
 
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  • #50
Und ein Letztes hierzu: Eine Liebesbeziehung ist keine Olympiade, in der Plätze vergeben werden.
 
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  • #51
Lululu13, hast du denn selbst auch Kinder?
 
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  • #52
Nein, ich habe diese Ehe nicht getrennt, mein Partner lebte bereits 4 Jahre getrennt von seiner Exfrau und ich zerstörte keine Familie!!. Nein, ich will und wollte keine Beziehung mit einem verheiraten Mann ein . Die Entscheidung lag bei Ihm. Ich habe mich sehr um die Kinder bemüht mit dem Sohn klappt es auch besser als mit der Tochter. Da kommen wohl noch andere Probleme zum tragen, die wahrscheinlich in jeder Form von neuer Beziehung und neuer Partner zum tragen kommen. Es geht nicht darum, dass ich die Kinder ablehne, ganz im Gegenteil. Meine Vermutung gehen eher in die Richtung, dass die Kinder von der Ex funktionalisiert werden. Ich denke nicht, dass Sie ihm die neue Beziehung gönnt. Ich vermute, dass größte Problem liegt in der nicht aufgearbeiteten Trennung der Exfrau. Und dies ist eben ein heikles Thema. Einige haben hier gefragt warum ich mich auf so eine Konstellation überhaupt eingelassen habe, ist Liebe immer rational. Es klingt auch etwas abwertend für mich, denn dann dürften Menschen mit solch einer problematischen Vorgeschichte überhaupt keine Verbindung mehr eingehen. Da wird es wohl mehr Leichen auch bei anderen im Keller geben.
Wir haben uns entschlossen eine Paarberatung aufzusuchen.
Was das Finanzielle betrifft. Es war und ist für mich kein Problem , dass mein Partner Unterhalt bezahlt. Die Kinder waren /sind häufig bei uns , als sie noch jünger waren mehr, nun sind sie viel mehr mit ihren Freunden unterwegs. . Auch einen gemeinsamen Urlaub mit der Tochter haben wir uns geteilt. Der Sohn hat einige Zeit bei uns gewohnt, da ihn seine Mutter vor die Tür gesetzt hat. Es sind keine kleinen Kinder mehr, es sind mittlerweile junge Erwachsene. Beide Kinder studieren und werden /wurden immer von Ihrem Vater unterstützt.
Wir sind nicht verheiratet , aber selbst wenn wir es wären würde ich nicht einsehen , dass eine Gesamtfinanzierung auf mir lastet. Da muss schon jeder einen Teil tragen. Zumal die Ex die Kinder 21 und 19 nicht arbeiten.
Wir stecken in einer Krise, wie es wahrscheinlich auch in bei anderen Paaren stattfindet , wenn die Spösslinge ein Stück auch zur Verantwortung herangezogen werden. Nur ist es in dieser Situation wahrscheinlich deutlich schwieriger. Mein Partner will für sich klären , ob er sich mit Zahlungen die über den Unterhalt hinaus gehen Liebe erkaufen muss , oder ob es die auch gratis gibt. Ich denke für mich, dass ich klären muss in wieweit der Kontakt der Kinder zu mir, aus der schwierigen Situation der sie kommen zu besser werden kann, oder ob ich mich mehr zurücknehme eben dieser Situation geschuldet. und wir dafür eine bessere Lösung finden können , für alle.
Jedenfalls danke ich allen für die vielen Anregungen und Ideen, es hat geholfen. Auch die Anregung mit der Prinzessinnen-Tochter.
 
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fleurdelis

  • #53
Lululu13, jetzt kann man dich verstehen :)) …….
 
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  • #54
Zitat von lululu13:
Einige haben hier gefragt warum ich mich auf so eine Konstellation überhaupt eingelassen habe, ist Liebe immer rational. Es klingt auch etwas abwertend für mich, denn dann dürften Menschen mit solch einer problematischen Vorgeschichte überhaupt keine Verbindung mehr eingehen. Da wird es wohl mehr Leichen auch bei anderen im Keller geben.

Wir sind nicht verheiratet , aber selbst wenn wir es wären würde ich nicht einsehen , dass eine Gesamtfinanzierung auf mir lastet. Da muss schon jeder einen Teil tragen. Zumal die Ex die Kinder 21 und 19 nicht arbeiten.

Naja, mit etwas gesunden Menschenverstand und vorausschauendem Denken bin ich persönlich der Meinung, dass man schon überlegen sollte, auf was man sich einlässt. Du wurdest ja nicht gezwungen bzw. hattest keine andere Wahl. Das mag für dich abwertend lesen, ist aber nicht so gemeint. Natürlich dürfen Menschen mit solchen problematischen Vorgeschichten eine Verbindung eingehen, aber dann müssen sie und deren "Partner" auch mit den Konsequenzen leben. Den Seitenhieb mit den Leichen der Anderen finde ich nicht angemessen.

Wenn ich was schwieriges Liebe, da muss ich mich selbst hinterfragen, warum ich ich gerade für so was schwieriges "Liebe" empfinde. Manchmal steckt vielleicht auch ein Helfersyndromm dahinter, oder weil Frau meint, nichts besseres verdient zu haben? Sind nur so Gedanken von mir, Blickwinkel, die man sehen kann, oder auch nicht sehen möchte. Völlig legitim.

Völlig unverständlich, dass die Ex und die Kinder nicht arbeiten. Völlig zurecht, darf die Gesamtfinanzierung nicht auf dir lasten. Ich finde es klasse, dass ihr eine Paarberatung macht. Ich wünsche dir, dass diese gerade für dich sehr viel bringt und du mit viel Wissen und Erkenntnis daraus heraus gehst.
 
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  • #55
Zitat von lululu13:
Wir haben uns entschlossen eine Paarberatung aufzusuchen.
Vernünftiger Entschluss. Der neue Input macht Deinen anfänglichen Input verständlicher. Ist doch ein wenig anders, als zuerst dargestellt. Ich wünsche Euch jedenfalls viel Erfolg bei der Beratung und hoffe, daß Ihr eine Lösung finden werdet.
 
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  • #56
Ich habe keine große Ahnung von den Scheidungsregelungen, aber gibt es da nicht diese "Düsseldorfer Tabelle", nach der die Reihenfolge der Unterhaltszahlungen neu geregelt wurde, sodass die Reihenfolge wie folgt aussieht:

1. eigene Kinder
2. neue Partnerin, wenn feste Lebensgemeinschaft vorliegt (und da ist ja bei euch (gemeinsames Wohnen) gegeben)
3. Ex-Frau

Diese muss dann auch wieder anfangen, zu arbeiten, da die Kinder wohl mehr oder weniger aus dem Hause sind und sie diese nicht mehr betreuen muss.
 
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  • #57
Meiner Ansicht nach hast du quasi wie eine Mutter das meiste hinter dir, die Kinder sind 19 und 21, studieren und haben eigene Interessen. Statt Paarberatung würde ich an deiner Stelle liebevoll und nicht gespielt am Leben der beiden teilnehmen, das kann bereichernd sein, immerhin eine Generation, die noch ein Leben vor sich hat.

Die finanzielle Seite steht auf einem anderen Blatt. Institution Ehe unterscheidet sich von zusammen leben. Da finde ich es in deiner Situation viel wichtiger, juristische Klarheit in Bezug auf deinen Partner ob eures langjährigen Zusammenlebens zu bekommen.

Also zwei Schienen und ich kann nur raten, die emotionale und die finanzielle zu trennen. Eine juristische Beratung in diesem Wirr Warr wird mehr Klarheit bringen, als eine Paarberatung unter den Motto *wir schaffen das*. Die Paarberatung sollte höchstens parallel mitlaufen.