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  • #32
Zitat von lululu13:
(...) Wo liegt sein Problem, wo sind seine Ängste ? (...) mich würde auch die Meinung von Männern interessieren.

​Irgendwann wäre ich genervt von allen, die seit Jahren an mir herumzerren, die offenbar keinerlei Vorstellung haben, wie es mir geht, wie es in mir brodelt, dass ich keine Lösung finde. Irgendwann würde ich dann ausrasten und alle verletzen, die mir wichtig sind. Egal. Denn das muss dann einfach mal raus. Wahrscheinlich käme ich nicht auf die Idee, dass es durchaus einen Weg gibt, alle an einen Tisch zu bringen, um wirklich alles einmal an- und auszusprechen.

Mediation? Einen durch einen neutralen Beobachter geschützten Raum? Könntest du nicht auf diese Idee kommen? Könntest du nicht als erste deinen Stolz überwinden und deinem Partner ganz behutsam und diplomatisch geschickt diese Idee schmackhaft machen?

Ich glaube, ich wäre dir ewig dankbar... ;-)
 

Mentalista

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  • #33
Zitat von lululu13:
Sollte es nicht möglich sein , dass ich meine Probleme mit meinem Partner bespreche. Nun wende ich mich hier im diesem Forum an fremde Menschen ,da ich mich damit alleine gelassen fühle. Die Kinder waren sind regelmäßig hier bei uns , wie geht man mit Ablehnung um, wenn Sie so nah ist. Warum darf und kann man nicht seine Meinung sagen , wenn man denkt die Kinder nützen die Situation aus.
Manchmal denke ich es wäre klüger gewesen nie zusammen zu ziehen. Ob wir aber dann heute noch zusammen wären weiß ich nicht...und wäre das nicht besser für mich

Ich habe deine Beiträge nur mal kurz überflogen. Tut mir leid, aber deine Geschichte ist in sehr ähnlichen Facetten im Internet oft zu lesen. Traurig, aber viele Frauen wachen dann nach ein paar Jahren auf und müssen Resümee ziehen und stellen fest, dass es nicht mehr reicht, dass es ihnen reicht und das sie ewig an letzter Stelle stehen. Bewusst wird das vom Mann nicht gemacht, sondern es ist halt einfach so.

Ich halte es genre mit dem Spruch: Schau dir den Stall an, aus dem das Pferd kommt ,-). Mit der Vorgeschichte des Mannes, seiner psychisch angeschlagenen Frau, wo es vielleicht schon eine lange Phase der Vorgeschichte der Trennung gab, hätte ich mich auf so eine Beziehung erst nicht eingelassen, weil ich genau von Anfang an wüsste, dass sich keine ausgewogene Beziehung entwickeln kann und ich immer an der letzten Stelle stehen werde.

Eine gesunde Partnerschaft kann sich gar nicht entwickeln, weil keine gesunden Bedingungen vorhanden sind, wo sich Beide in Ruhe und entspannt aufeinander einlassen können.

Dazu zwei Teenies, der Mann muss selber erstmal alles verarbeiten, die Langzeitwirkung einer Ehe mit einem psychisch angeschlagenen Partner nach der Trennung ist bestimmt nicht kurz, manche erholen sich nie daraus.

War es dir nicht möglich, dir schon viel früher, Beratung zu holen, damit du deine Fragen beantwortest bekommst, wie man mit Ablehnung, bei Teenies völlig normal, habe selber eins im Haus, und den anderen Problemen umgehst?

Ich frage mich auch immer wieder, wenn ich solche Beiträge lese, warum Frau/Mann mit so einem Problem-Paket überhaupt zusammen zieht? Warum steigen Menschen in einen klapprigen Bus ein, wenn schon beim Einsteigen zu sehen ist, dass die Gefahr eines Unfalls sehr groß ist, weil der Bus halbwegs nicht in Schuss ist?

Meine Gedanken sollen dich nicht verletzen, sondern den Fokus eher auf dich lenken. Was kannst du tun, damit du das bekommst, was für dich wichtig ist? Manchmal ist es oft der beste Weg, aus der Problematik heraus zu gehen, man hat schon zu viel Kraft investiert, was Beiden anscheinend nicht viel gebracht hat, weil eine Lösung im Interesse nur möglich ist, wenn beide Seiten Lösungswillig, Lösungsfähig und Lösungsbereit sind. Wenn einer nicht kann, oder will, dann gilt rechtzeitig die Reißleine zu ziehen. Erst recht, wenn Kinder im Spiel sind.

Ansonsten lese ich hier von den anderen Foristen gute Gedanke und gut andere Blickwinkel.

Alles Gute für deinen neuen Weg und... jeder ist sein Glückes Schmied, selbst!
 

Mentalista

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  • #34
Zitat von fleurdelis:
Du hast dich in eine Position manövriert, in der du nur verlieren kannst. Aus deinem genannten Grund. Wie kommst du auf die Idee, einen Mann für dich zu gewinnen, der Kinder hat, und hier eine Trennung zu verlangen? In diesem Moment hattest du bereits alles verloren. Und die Schuld daran tragen weder dein Partner, noch die Kinder.

Ganz im Gegenteil, du wolltest nur das Falsche und hast falsch gespielt, von Anfang an.

Traurig, tragisch, aber wahr.
 

Mentalista

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  • #36
Zitat von lululu13:
Danke für deine Antwort. Seine Exfrau war mehrmals in einer Klinik wegen psychischer Probleme.

Wenn Kinder mit so einer angeschlagenen Mutter aufwachsen, sind m.E. Probleme in einer neuen Beziehung/Bekanntschaft vorprogrammiert. Ich kann das Verhalten des Vaters nachvollziehen, sehr wohl nicht gut heißen, aber es läuft insgesamt nicht gut und ausgewogen ab.

Gerade fällt mir hier das Thema Abgrenzung ein. Inwiefern kann du dich ingesamt von solchen toxischen Verhältnissen/Verhalten rechtzeitig erkennen und abgrenzen?
 

Mentalista

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  • #37
Zitat von Mohnblume:
Diese Aussage hat einen schalen Beigeschmack. So frei nach dem Motto: Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach! Ich möchte kein Spatz sein. Du?

Verständlich, diese Aussage. Es gibt Frauen, die können nicht allein sein, oder erkennen es sehr spät, dass sie nie eine Taube waren. Aber liebe eine späte Erkenntnis, als überhaupt keine.

Lieber mit 57 Jahren noch mal eine Trennung, als weiter so eine unausgeglichene Beziehung zu führen, wo anscheinend keiner so richtig glücklich damit ist und alles schwierig ist.
 

Mentalista

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  • #38
Zitat von lululu13:
Reden: Ja das würde ich gerne, aber mein Partner nicht

Wieso bezeichnest du ihn als deinen Partner? Verhält er sich dir gegenüber partnerschaftlich? Bringt er ausreichend Basics mit, um mit dir eine wirkliche Partnerschaft auf Augenhöhe und auch finanziell gesehen, dass geht m.E. auch mit weniger Geld, führen zu können?
 

Mentalista

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  • #39
Zitat von unwissend:
​Irgendwann wäre ich genervt von allen, die seit Jahren an mir herumzerren, die offenbar keinerlei Vorstellung haben, wie es mir geht, wie es in mir brodelt, dass ich keine Lösung finde. Irgendwann würde ich dann ausrasten und alle verletzen, die mir wichtig sind. Egal. Denn das muss dann einfach mal raus. Wahrscheinlich käme ich nicht auf die Idee, dass es durchaus einen Weg gibt, alle an einen Tisch zu bringen, um wirklich alles einmal an- und auszusprechen.

Mediation? Einen durch einen neutralen Beobachter geschützten Raum? Könntest du nicht auf diese Idee kommen? Könntest du nicht als erste deinen Stolz überwinden und deinem Partner ganz behutsam und diplomatisch geschickt diese Idee schmackhaft machen?

Ich glaube, ich wäre dir ewig dankbar... ;-)

Schön geschrieben!

Warum kommt Mann in so einer Situation nicht von selbst darauf und braucht erst eine Frau, die dazu noch viel Kraft in Behutsamkeit und Diplomatie stecken muss? Dankbarkeit ist ganz nett, aber mir wäre ein Mann lieber, der viel früher von alleine eigenständig und verantwortungsbewusst seine Probleme selber klärt.
 

vhe

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  • #40
Zitat von lululu13:
Er verteidigt seine Kinder wie ein Löwe und der 2 Platz den ich da zugewiesen bekomme macht mir zunehmend zu schaffen. Ich weis nicht mehr ob es nur um den 2 Platz geht oder das seine Kinder alles machen können und er dies hinnimmt und ob er wirklich mit seiner ersten Ehe abgeschlossen hat , bzw unsere Beziehung ein richtiger Neuanfang war. ???
Das mit dem Platz zwei ist das, was für Männer eigentlich der Normalfall ist. Steht bei Frauen mit Kindern auch oft genug gleich im Profil drin. Damit wirst Du also leben müssen.

Die Frage ist eher, ist es sinnvoll, dass Du Dir wegen Problemen den Kopf zerbrichst, wo Dein Mann nicht will, dass Du Dich da einmischst? Dein Mann wird nicht zu seiner Ex zurückgehen. Wenn Dein Mann mit Dir gücklich ist (ist er das?), wird das Verhältnis zwischen Dir und seinen Kindern früher oder später auch ok werden. Keine Kinder wollen unglückliche Väter.

Wenn natürlich seine Ex eine Vendetta führt und z.B. den Kindern ständig einredest, dass Du ihre Beziehung kaputtgemacht hast und jetzt "ihren" Mann irgendwie ausnutzt oder unglücklich machst, dann kannst Du nicht viel machen, ausser, siehe oben, mit Deinem Mann eine glückliche Beziehung führen.
 

Flatchy

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  • #41
Sofort die Reißleine ziehen! Das ist einseitige Liebe!
^^ ne ne, ich kann das voll und ganz nachvollziehen und deine Gefühle sind berechtigt. Wenn man sich nicht ändern möchte - dann kann man die Beziehung beenden. Möchte man in seiner Beziehung wachsen, könnte man die Sichtweise ändern, das verändert dann auch die Einstellung und Gefühle; Leid kann wahrlich motivierend sein und es hilft einen sich selbst zu erkennen; Die Frage ist nur wofür man sich entscheidet!?
 

lululu13

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  • #42
Zitat von fleurdelis:
Hallo fleurdelis,
"….... das scheint sich hier zu wiederholen …….
Dabei hat gerade WasWeißich es bestens mehrmals auf den Punkt gebracht.
"



.....................bitte meinen Text lesen und nicht so komische Antworten geben, ich denke man kann sich hinter der Anonymität des Internets gut verstecken, aber einen schalen Beigeschmack hat dies schon !!! Zum zweiten mal niemals und nie habe ich hier von einer gewünschten Trennung meinerseits von Kindern und Vater gesprochen !!!! Lesen sollte man schon können , wenn man hier mitreden will !
und was hat WasWeißich auf den Punkt gebracht? da waren wirklich tolle Antworten , aber die von Wasweißich waren es nicht und deine auch nicht.
 

Yvette

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  • #43
Zitat von Mentalista:
Wieso bezeichnest du ihn als deinen Partner? Verhält er sich dir gegenüber partnerschaftlich? Bringt er ausreichend Basics mit, um mit dir eine wirkliche Partnerschaft führen zu können?

Diese Kommentare habe ich auch sehr aufmerksam verfolgt. Ich folge aus allem, dass ihr wirklich reden müsstet - du hast aber geschrieben, dass er nicht reden will - ja, was macht man dann? Das finde ich schwierig! ER sollte doch auch den Wunsch haben, dich glücklich zu machen, oder?! Sieht er das denn nicht? Für mich hören sich die Kommentare so an, als stündet ihr in Wettbewerb zueinander - da kannst du nur verlieren, wenn das so wäre
 
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fleurdelis

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  • #44
Zitat von lululu13:
"
..................... ich denke man kann sich hinter der Anonymität des Internets gut verstecken,

Deswegen bist du doch hier.

Zitat von lululu13:
"
aber die von Wasweißich waren es nicht und deine auch nicht.

Das ist mir klar.

Wäre es dir lieber, dass jeder in deinem Tenor schreibt, ja das mit den Kindern ist echt schrecklich, und dein Partner - das er so wenig Verständnis für dich hat auch? Es fühlt sich immer besser an, wenn man ein Problem hat, und in der eigenen Sichtweise recht bekommt. Das bestätigt das Problem und es bestätigt einen selbst. Du hast hier ein schwieriges Thema zur Diskussion gestellt, also musst du auch damit klar kommen das es welche gibt die möglicherweise dein Problem nicht aus deinen eigenen Augen sehen.

WasWeißich hat den Satz geschrieben: "ich heirate eine Familie - das sehe ich hier nicht". Und das ist genau das was aus deinen Zeilen zu lesen ist.


Zitat von lululu13:
Als ich dann auch der Bildfläche erschien und unsere Beziehung mehr und mehr fest wurde , war es mir wichtig, dass ein Schlussstrich auch in Form von einer Scheidung statt findet.

Das klingt sehr nach Leitung, Führung, aus deiner Sicht. Nun er hat es mit gemacht. Du scheinst sehr für klar Verhältnisse zu sein, ohne Rücksicht auf Verluste. Insofern verwundert einen folgendes nicht:

Zitat von lululu13:
Seine Exfrau überhäufte uns mit Hasstriaden und das Verhältnis zu den Kindern ist angespannt und schwierig.

Das gibt dem Außenstehenden ebenfalls einen bestimmten Verdacht:

Zitat von lululu13:
die Probleme nun zumeist mit Geld und Unterhaltszahlung stehen im Raum und nagen an uns bzw momentan zumeist an mir, da ich nur schlecht mit meinem Partner darüber reden kann. Man könnte sagen er wird ausgenommen wie eine Weihnachtsgans und erhofft sich dadurch seine Liebe zu den Kindern zu erhalten. Gerade hat die Tochter mal kurz 8.000 € in Australien verbraten(Rücklagen die man angespart hatte) und wenn der Sohn neben seinem Studium mal ein paar Euro verdienen soll ist das schon eine Zumutung.

Und das setzt dem ganzen das nötige drauf:

Zitat von lululu13:
, aber ich führe eine Beziehung mit ihm und nicht mit den Kindern. Wenn diese jedoch darüber entscheiden und für Ihre Mutter kämpfen unsere Beziehung zu beenden, dann bin ich machtlos und dann wohl auch der Spatz in der Hand.

Du vermittelst hier den Eindruck dass du einen Mann geheiratet hast, den du wolltest, er dich auch, sonst hätte er nicht mit gemacht. Die Kinder sind dir definitiv ein Dorn im Auge, da du sie in der Position siehst, dass sie das zerstören wollen was ist. Du missachtest jedoch völlig den Gedanken, dass du als Störenfried in diese Familie gekommen bist, dabei ist es völlig egal, ob das richtig war oder nicht. Darüber zu urteilen oder das zu bewerten steht niemandem zu. Aber deine Zeilen lassen nicht vermuten, dass du dich sehr darum bemüht hast, dich deinem Partner als Partnerin zu geben, sprich mit ihm gemeinsam eine Lösung zu finden, sogar in finanziellen Verhältnissen. Ein Involvieren und ein Teilhaben in seinem Problemen auch in Bezug als "Stiefmutter" die Kinder wenigstens in eine freundschaftliche Beziehung zu bekommen, liest man nicht. Also bekommt man den Eindruck, sie stören dich gewaltig. Und wenn der Prozess, dieser Ablehnung begonnen hat, hast du einen großen Teil dazu beigetragen, dass die Sache so gelaufen ist.

Im Grunde genommen wäre es deine Aufgabe gewesen, dich einzubringen und den Kindern dich als jemand zu präsentieren, der zwar mit beteiligt war, dass hier eine Ehe gescheitert ist, aber du keine Gegnerin bist. Das zu fühlen, zu sehen, oder zu leben ist nicht die Aufgabe der Kinder, das wäre deine Aufgabe gewesen. Und das, so leid es mir tut, liest sich aus keinem deiner Beiträge raus.

Ich kann mich aber auch komplett irren. Wer weiß.
 
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  • #45
Du bist in einer schwierigen Situation, die Frage ist, wie weit Du seine Prioritätensetzung aushalten kannst. Ich kann jetzt nur mal von mir was erzählen. Da gab es mal einen Mann, geschieden mit einem fast erwachsenen Kind, das bei ihm an wirklich erster Stelle stand und nicht so parallel zu mir an erster Stelle in einer unterschiedlichen Qualität. Meine Kinder kommen auch an erster Stelle, klar und es ist für mich selbstverständlich und normal, dass beim Partner, der Kinder hat, das auch so ist. Bei diesem ist es aber bis heute so, dass Alles, wirklich Alles sich um dieses Kind dreht. Die Gedanken, seine Gefühle, seine Stimmungen macht er davon abhängig. Sein Kind besetzt den heimlichen Thron und hält das Zepter in der Hand, für ihn, das Kind will das gar nicht. Irgendwann war mir das klar und ich konnte nicht mehr, darüber reden ging auch nicht, da rastete er komplett aus, das war voll sein blinder Fleck, Heute sind wir Freunde, das ist richtig schön.
Wie sieht es denn bei Deinem Partner aus? Hast Du das Gefühl, dass Du neben den Kindern genauso wichtig für ihn bist? Fühlst Du Dich gut mit ihm, wenn Ihr zu zweit alleine seid?
 
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  • #46
P.S.: was immer zu beachten ist, dass nach eine Trennung, Männer viel mehr verlieren, sie verlieren das alltägliche Familienleben mit ihren Kindern, wenn die Kinder bei der Mutter bleiben, was größtenteils ja der Fall ist. Das ist ganz schön hart, deswegen darf man ihre exklusive Aufmerksamkeit in Bezug auf ihre Kinder nicht überbewerten, es kommt halt nur darauf an, wie allumfassend diese ist.
"fleurdelis" hat folgende Frage ja schon angesprochen: ist/war es komplett unmöglich, Dich zu einer Freundin der Kinder zu machen?
 

Vizee

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  • #47
Zitat von lululu13:
Seit 7 Jahren führe ich mit meinen Partner eine Beziehung. Mein Partner hat 2 Kinder aus erster Ehe 19 und 22 Jahre, von seiner Ex lebte er bereits 4 Jahre getrennt als wir uns kennengelernt haben, war er noch mit ihr verheiratet. Er hatte Kontakt mit seiner Exfamilie . Als ich dann auch der Bildfläche erschien und unsere Beziehung mehr und mehr fest wurde , war es mir wichtig, dass ein Schlussstrich auch in Form von einer Scheidung statt findet. So weit so gut, oder eben nicht.
Dann bist ja zwar in die Geschichte reingefahren, aber nicht als Störenfried, da er bereits getrennt lebte,nur nicht geschieden war. Hat er denn einer Scheidung, die er offensichtlich auf Dein "Drängen" vollzogen hat, auch aus freien Stücken eingewilligt?

Man könnte sagen er wird ausgenommen wie eine Weihnachtsgans und erhofft sich dadurch seine Liebe zu den Kindern zu erhalten. Gerade hat die Tochter mal kurz 8.000 € in Australien verbraten(Rücklagen die man angespart hatte) und wenn der Sohn neben seinem Studium mal ein paar Euro verdienen soll ist das schon eine Zumutung. Von seiner Exfrau wird das ganze noch unterstützt. Meinem Partner bleibt der Selbstbehalt von 1.200 € obwohl er fast 45 Stunden jede Woche arbeitet. Es geht mir nicht um das Geld, ich bin finanziell gut gestellt, sehe aber nicht ein für ihn zu bezahlen bzw noch seine Kinder mit zu finanzieren, zumal das Verhältnis mehr als angespannt ist. Er ist zu mir gezogen , da ich eine große Wohnung habe und genügend Platz.
Es liest sich aber so, als hättest Du eben ein massives Problem mit dem Geld. Die Message, die hier ankommt ist, daß Du nicht einsiehst, für die ehemalige Familie mitzubezahlen. Nach einer Scheidung ist es so, dass der Vater Kindesunterhalten zahlen muss per Gesetz. Diesen Umstand hast Du mit eingekauft, als Du mit Deinem Partner die neue Beziehung eingangen bist. Und gehört es nicht zu einer Beziehung, dass man alles gemeinsam durchsteht? Was Du hierzu schilderst hört sich so an, als würdest Du diese finanziellen Probleme Deines Partners nicht mittragen wollen. Trägt man aber nicht alles gemeinsam und geht durch Tiefen und Höhen gemeinsam? So ist jedenfalls mein Verständnis von Beziehung. Man kann nicht immer nur die sunny side mitnehmen.

Nach all diesen Jahren fühle ich mich jedoch in dieser angespannten Situation nicht mehr Wohl, zumeist ich manchmal das Gefühl habe, seine Exfrau wirkt durch die Kinder auf unsere Beziehung ein. Es ist angespannt mit meinem Partner darüber zu reden , auch darüber,dass ich mich abgelehnt fühle von den Kindern und es nicht besser wird. Ich frage mich ist es nicht besser mich zu trennen, aber ich weiss auch wie schwierig es ist einen Partner zu finden mit dem man leben möchte und den man liebt, vor allem wenn man nicht mehr 20 sondern 57 Jahre ist.
Natürlich ist es angespannt mit ihm darüber zu reden. Er sitzt doch zwischen den Stühlen. Man kann ihm nicht den Vorwurf machen, daß er versucht für die Kinder da zu sein, egal in welcher Form. Egal, was und wie Du es vorbringst, es kann bei ihm als Druck ankommen, auch noch die Kinder ad acta zu legen, wie die Ehe damals, die nur noch auf dem Papier bestand. Egal, wie Du es drehst, es wirkt dann immer wie eine Wahl: Die Kinder oder ich. Das erkennt man an u.s. Passus:
und der 2 Platz den ich da zugewiesen bekomme macht mir zunehmend zu schaffen. Ich weis nicht mehr ob es nur um den 2 Platz geht oder das seine Kinder alles machen können und er dies hinnimmt und ob er wirklich mit seiner ersten Ehe abgeschlossen hat , bzw unsere Beziehung ein richtiger Neuanfang war. ???
Wäre es nicht besser endlich zu akzeptieren, dass er ein Vorleben hatte, dem Kinder entstammen, für die er da ist? Kinder nehmen immer einen besonderen Platz ein. Mit der Geburt hat man eine Verantwortung übernommen. Dazu zählt auch Geld. Es kommt mir so vor, als würde es Dir einfach nicht mehr passen, dass dem so ist. Und es wirkt so, als hättest Du all die vergangen Jahre darauf gehofft, dass sich mit dem Alter der Kinder dieser Umstand quasi rauswächst. Das wird es aber nie, denn Kinder bleiben immer die Kinder. Man muss als neue Frau vielleicht nicht alles akzeptieren, was durch die ehemalige Familie entsteht, aber man kann seinem Partner zur Seite stehen in konstruktiver Form. Stelle Dir einfach vor es wäre umgekehrt und Dein Partner würde mit Dir oft die Diskussionen führen. Was würdest Du denken? Du würdest automatisch in die Kinder verteidigende Position fallen. Meiner Meinung nach wäre es sinnvoller, wenn Du Dein eigenes Verhalten über die Jahre ganz kritisch betrachten würdest, anstatt über eine Trennung nachzudenken.
 
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  • #48
Ich bin mir sicher, dass Menschen ohne Kinder die Chose anders bewerten als welche mit.
 
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  • #49
Und gemeinsam durch dick und dünn gehen, beinhaltet dick UND dünn.
 
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  • #50
Und ein Letztes hierzu: Eine Liebesbeziehung ist keine Olympiade, in der Plätze vergeben werden.
 

Dreamerin

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  • #51
Lululu13, hast du denn selbst auch Kinder?
 

lululu13

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  • #52
Nein, ich habe diese Ehe nicht getrennt, mein Partner lebte bereits 4 Jahre getrennt von seiner Exfrau und ich zerstörte keine Familie!!. Nein, ich will und wollte keine Beziehung mit einem verheiraten Mann ein . Die Entscheidung lag bei Ihm. Ich habe mich sehr um die Kinder bemüht mit dem Sohn klappt es auch besser als mit der Tochter. Da kommen wohl noch andere Probleme zum tragen, die wahrscheinlich in jeder Form von neuer Beziehung und neuer Partner zum tragen kommen. Es geht nicht darum, dass ich die Kinder ablehne, ganz im Gegenteil. Meine Vermutung gehen eher in die Richtung, dass die Kinder von der Ex funktionalisiert werden. Ich denke nicht, dass Sie ihm die neue Beziehung gönnt. Ich vermute, dass größte Problem liegt in der nicht aufgearbeiteten Trennung der Exfrau. Und dies ist eben ein heikles Thema. Einige haben hier gefragt warum ich mich auf so eine Konstellation überhaupt eingelassen habe, ist Liebe immer rational. Es klingt auch etwas abwertend für mich, denn dann dürften Menschen mit solch einer problematischen Vorgeschichte überhaupt keine Verbindung mehr eingehen. Da wird es wohl mehr Leichen auch bei anderen im Keller geben.
Wir haben uns entschlossen eine Paarberatung aufzusuchen.
Was das Finanzielle betrifft. Es war und ist für mich kein Problem , dass mein Partner Unterhalt bezahlt. Die Kinder waren /sind häufig bei uns , als sie noch jünger waren mehr, nun sind sie viel mehr mit ihren Freunden unterwegs. . Auch einen gemeinsamen Urlaub mit der Tochter haben wir uns geteilt. Der Sohn hat einige Zeit bei uns gewohnt, da ihn seine Mutter vor die Tür gesetzt hat. Es sind keine kleinen Kinder mehr, es sind mittlerweile junge Erwachsene. Beide Kinder studieren und werden /wurden immer von Ihrem Vater unterstützt.
Wir sind nicht verheiratet , aber selbst wenn wir es wären würde ich nicht einsehen , dass eine Gesamtfinanzierung auf mir lastet. Da muss schon jeder einen Teil tragen. Zumal die Ex die Kinder 21 und 19 nicht arbeiten.
Wir stecken in einer Krise, wie es wahrscheinlich auch in bei anderen Paaren stattfindet , wenn die Spösslinge ein Stück auch zur Verantwortung herangezogen werden. Nur ist es in dieser Situation wahrscheinlich deutlich schwieriger. Mein Partner will für sich klären , ob er sich mit Zahlungen die über den Unterhalt hinaus gehen Liebe erkaufen muss , oder ob es die auch gratis gibt. Ich denke für mich, dass ich klären muss in wieweit der Kontakt der Kinder zu mir, aus der schwierigen Situation der sie kommen zu besser werden kann, oder ob ich mich mehr zurücknehme eben dieser Situation geschuldet. und wir dafür eine bessere Lösung finden können , für alle.
Jedenfalls danke ich allen für die vielen Anregungen und Ideen, es hat geholfen. Auch die Anregung mit der Prinzessinnen-Tochter.
 
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fleurdelis

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  • #53
Lululu13, jetzt kann man dich verstehen :)) …….
 

Mentalista

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  • #54
Zitat von lululu13:
Einige haben hier gefragt warum ich mich auf so eine Konstellation überhaupt eingelassen habe, ist Liebe immer rational. Es klingt auch etwas abwertend für mich, denn dann dürften Menschen mit solch einer problematischen Vorgeschichte überhaupt keine Verbindung mehr eingehen. Da wird es wohl mehr Leichen auch bei anderen im Keller geben.

Wir sind nicht verheiratet , aber selbst wenn wir es wären würde ich nicht einsehen , dass eine Gesamtfinanzierung auf mir lastet. Da muss schon jeder einen Teil tragen. Zumal die Ex die Kinder 21 und 19 nicht arbeiten.


Naja, mit etwas gesunden Menschenverstand und vorausschauendem Denken bin ich persönlich der Meinung, dass man schon überlegen sollte, auf was man sich einlässt. Du wurdest ja nicht gezwungen bzw. hattest keine andere Wahl. Das mag für dich abwertend lesen, ist aber nicht so gemeint. Natürlich dürfen Menschen mit solchen problematischen Vorgeschichten eine Verbindung eingehen, aber dann müssen sie und deren "Partner" auch mit den Konsequenzen leben. Den Seitenhieb mit den Leichen der Anderen finde ich nicht angemessen.

Wenn ich was schwieriges Liebe, da muss ich mich selbst hinterfragen, warum ich ich gerade für so was schwieriges "Liebe" empfinde. Manchmal steckt vielleicht auch ein Helfersyndromm dahinter, oder weil Frau meint, nichts besseres verdient zu haben? Sind nur so Gedanken von mir, Blickwinkel, die man sehen kann, oder auch nicht sehen möchte. Völlig legitim.

Völlig unverständlich, dass die Ex und die Kinder nicht arbeiten. Völlig zurecht, darf die Gesamtfinanzierung nicht auf dir lasten. Ich finde es klasse, dass ihr eine Paarberatung macht. Ich wünsche dir, dass diese gerade für dich sehr viel bringt und du mit viel Wissen und Erkenntnis daraus heraus gehst.
 

Vizee

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  • #55
Zitat von lululu13:
Wir haben uns entschlossen eine Paarberatung aufzusuchen.

Vernünftiger Entschluss. Der neue Input macht Deinen anfänglichen Input verständlicher. Ist doch ein wenig anders, als zuerst dargestellt. Ich wünsche Euch jedenfalls viel Erfolg bei der Beratung und hoffe, daß Ihr eine Lösung finden werdet.
 

IMHO

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  • #56
Ich habe keine große Ahnung von den Scheidungsregelungen, aber gibt es da nicht diese "Düsseldorfer Tabelle", nach der die Reihenfolge der Unterhaltszahlungen neu geregelt wurde, sodass die Reihenfolge wie folgt aussieht:

1. eigene Kinder
2. neue Partnerin, wenn feste Lebensgemeinschaft vorliegt (und da ist ja bei euch (gemeinsames Wohnen) gegeben)
3. Ex-Frau

Diese muss dann auch wieder anfangen, zu arbeiten, da die Kinder wohl mehr oder weniger aus dem Hause sind und sie diese nicht mehr betreuen muss.
 
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  • #57
Meiner Ansicht nach hast du quasi wie eine Mutter das meiste hinter dir, die Kinder sind 19 und 21, studieren und haben eigene Interessen. Statt Paarberatung würde ich an deiner Stelle liebevoll und nicht gespielt am Leben der beiden teilnehmen, das kann bereichernd sein, immerhin eine Generation, die noch ein Leben vor sich hat.

Die finanzielle Seite steht auf einem anderen Blatt. Institution Ehe unterscheidet sich von zusammen leben. Da finde ich es in deiner Situation viel wichtiger, juristische Klarheit in Bezug auf deinen Partner ob eures langjährigen Zusammenlebens zu bekommen.

Also zwei Schienen und ich kann nur raten, die emotionale und die finanzielle zu trennen. Eine juristische Beratung in diesem Wirr Warr wird mehr Klarheit bringen, als eine Paarberatung unter den Motto *wir schaffen das*. Die Paarberatung sollte höchstens parallel mitlaufen.