Beiträge
2
Likes
0
  • #16
AW: Homosexueller Sohn

Also ich kann die Bedenken der Freundin der Verfasserin (Peony) schon ein wenig nachvollziehen.
Sicher ist es so wie Ihr schreibt, dass für den zukünftigen Partner allein die sexuelle Orientierung der Frau maßgeblich sein sollte. Es geht ja aber nicht nur um die Überbringung der Nachricht, dass der Sohn homosexuell ist und damit hat es sich dann. Vielmehr ist es ja so, dass (zumindest in einer festen Partnerschaft) der Partner schon auch im Alltag mehr oder weniger stark damit konfrontiert werden wird. Gesetzt den Fall, Peony und ihr Partner ziehen zusammen. Dann ist es doch normal, dass das Kind/die Kinder zu Besuch kommen (an Weihnachten, Ostern, und natürlich auch sonst jederzeit, je nachdem wie weit man entfernt wohnt) und ihren Lebenspartner auch mitbringen. Nun sitzt dann aber ein "Männerpaar" am Tisch. Nun muss man doch zugeben, dass es trotz unserer immer toleranter werdenden Gesellschaft sein kann, dass ein Lebenspartner, der altermäßig zu Peony passt (so zwischen 40 und 50) und evtl. auf dem Land lebt mit dieser Situation Schwierigkeiten haben kann. Denn es ist nun mal nicht der Normalfall. Meines Erachtens hängt die Toleranz in dieser Frage hauptsächlich vom Lebensalter und Herkunft/Wohnort (Großstadt bzw. Provinz) ab. Die älteren Leute haben noch sehr den Paragraph 175 im Hinterkopf. Dagegen scheint es für 16 - 25jährige schon fast normal - ja fast chic - zu sein.
Kürzlich erzählten sich einige (männliche) Arbeitskollegen in der Mittagspause Schwulenwitze und lachten hämisch darüber (Alter: 37 - 58 Jahre, 2 davon im Pfarrgemeinderat und streng konservativ). Will damit nur sagen: es gibt sicher noch Männer für die das nicht so "easy-going" ist.
Erwiesenermaßen haben Homosexuelle auch häufigeren Partnerwechsel. Es könnte sein, dass sich der Partner der Mutter daran stört, wenn häufig andere Männer mitgebracht werden.
Ich finde es am besten, es dem potentiellen Partner möglichst bald zu sagen. Dies ist auch eine gute Möglichkeit, die Spreu vom Weizen zu trennen. Wenn er es nicht akzeptieren kann, schicke ihn in die Wüste. Sagt man es zu einem späteren Zeitpunkt, dann besteht die Möglichkeit, dass die Beziehung daran zerbricht, wenn er nicht damit umgehen kann. Dann leidet man ohne Ende, weil man schon viele Gefühle investiert hat.
 
Beiträge
79
Likes
0
  • #17
Und warum sollte der Sohn nicht in einer festen Beziehung leben können?

Zitat von Torbole:
Die älteren Leute haben noch sehr den Paragraph 175 im Hinterkopf. Dagegen scheint es für 16 - 25jährige schon fast normal - ja fast chic - zu sein.
Es ist nicht chic, sondern Normalität, auch rechtlich wird die eingetragene Lebenspartnerschaft der Ehe gleich gestellt.

Außerdem, wenn es Homosexualität im Tierreich gibt, wie kommt man da auf die Idee, dass nur beim Menschen Homosexualität nicht natürlich wäre?

Ich kann aber Eltern verstehen, die für ihre Kinder einen anderen Lebensweg mit Enkelkindern usw. geplant hatten.

Zitat von Torbole:
Kürzlich erzählten sich einige (männliche) Arbeitskollegen in der Mittagspause Schwulenwitze und lachten hämisch darüber (Alter: 37 - 58 Jahre, 2 davon im Pfarrgemeinderat und streng konservativ). Will damit nur sagen: es gibt sicher noch Männer für die das nicht so "easy-going" ist.
Und wie oft werden schmutzige Witze über Nonnen, Pfarrer, Blondinen, Paare beim Sex usw. gemacht? Muss man sich im Pfarrgemeinderat jetzt schämen, Nonne, Pfarrer, Blondine oder ein Paar mit Sexleben zu sein? Das ist kein Argument.


Zitat von Torbole:
Erwiesenermaßen haben Homosexuelle auch häufigeren Partnerwechsel.
Woher hast Du eine "erwiesene" Behauptung? Und warum sollte der Sohn nicht in einer festen Beziehung leben können?

Ich kenne 4 schwule Paare, alle vier Paare verheiratet (eingetragene Partnerschaft), gemeinsame Eigentumswohnung, zwischen 30 und 40 Jahren, alle vier seit mindestens 15 Jahren (!) in fester Beziehung miteinander lebend! Diese Pärchen leben biederer und konservativer, als die meisten hetero-Pärchen.

Nur fallen sie eben weniger auf als die pinken Tatütataa-Homos.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Beiträge
124
Likes
0
  • #18
AW: Homosexueller Sohn

@sonnenschein76: Deinem Post kann ich nur uneingeschränkt zustimmen und ich hoffe sehr, dass Peony diesen Thread verfolgt hat.
@Torbote: ich gehöre im Übrigen zu den sog. Älteren (zwischen 40 und 50) ;-)
 
Beiträge
3.855
Likes
53
  • #19
AW: Und warum sollte der Sohn nicht in einer festen Beziehung leben können?

Zitat von Sonnenschein76:
Außerdem, wenn es Homosexualität im Tierreich gibt, wie kommt man da auf die Idee, dass nur beim Menschen Homosexualität nicht natürlich wäre?
Nur nebenbei: selbst wenn es das im Tierreich *nicht* gäbe, wäre es immer noch nicht unnatürlich. Fledermäuse sind schließlich auch die einzigen Mäuse (und beinahe sogar die einzigen Säugetiere), die fliegen können. Da kommt ja auch keiner auf die Idee, Fledermäuse für unnatürlich zu halten, weil alle anderen Säugetiere nicht fliegen können. "Natürlich" und "unnatürlich" sind als (moralische) Argumente also sowieso ungültig (sog. naturalistischer Fehlschluss - "aus einem Sein folgt kein Sollen").
 
Beiträge
4.202
Likes
11
  • #20
AW: Und warum sollte der Sohn nicht in einer festen Beziehung leben können?

Zitat von Sonnenschein76:
Ich kenne 4 schwule Paare, alle vier Paare verheiratet (eingetragene Partnerschaft), gemeinsame Eigentumswohnung, zwischen 30 und 40 Jahren, alle vier seit mindestens 15 Jahren (!) in fester Beziehung miteinander lebend! Diese Pärchen leben biederer und konservativer, als die meisten hetero-Pärchen.
weißt du das denn ganz sicher? oder vermutest du das nur? ich kenne auch einige mit eingetragener lebenspartnerschaft. um den sexuellen kick aufrechtzuerhalten ist es nicht unüblich , dritte miteinzubeziehen,
 
Beiträge
124
Likes
0
  • #21
AW: Und warum sollte der Sohn nicht in einer festen Beziehung leben können?

Zitat von Freitag:
weißt du das denn ganz sicher? oder vermutest du das nur? ich kenne auch einige mit eingetragener lebenspartnerschaft. um den sexuellen kick aufrechtzuerhalten ist es nicht unüblich , dritte miteinzubeziehen,
Eigentlich ist hier alles gesagt..aber - Ätsch - ich kenne Ehepaare und Heterosingels auf parship die genau diesen Kick leben/ hier suchen..oder lieber Freitag weißt Du genau was Deine Heterofreunde "letzte Nacht getan haben"??
 
Beiträge
4.202
Likes
11
  • #22
AW: Und warum sollte der Sohn nicht in einer festen Beziehung leben können?

Zitat von alster:
Eigentlich ist hier alles gesagt..aber - Ätsch - ich kenne Ehepaare und Heterosingels auf parship die genau diesen Kick leben/ hier suchen..oder lieber Freitag weißt Du genau was Deine Heterofreunde "letzte Nacht getan haben"??
das ist genau das totschlagargument was besagte pärchen auch meistens benutzen und nicht zielführend ist
es ging darum daß jemand fälschlich schlußfolgerte , daß ein schwules verpartnertes paar einander automatisch treu ist.
 
Beiträge
124
Likes
0
  • #23
AW: Homosexueller Sohn

"besagte pärchen" ..na das sagt doch alles und ist keine Erwiederung wert
 
Beiträge
79
Likes
0
  • #25
AW: Homosexueller Sohn

@Freitag
bei der eingetragenen Lebenspartnerschaft oder Ehe geht es nicht nur um Treue, sondern Verantwortung für einander übernehmen zu wollen, ein gemeinsames Leben mit diesem Menschen führen zu wollen.

Genauso falsch oder richtig ist die Vorstellung, dass ein verheiratetes Heteropaar immer treu ist. Hier sagen Statistiken, dass in fast 70 % ein Seitensprung stattfand.

Und weil Du die Schwulen-Witze angesprochen hattest... Welche Witze kennst Du über männliche LKW-Fahrer, Handelsreisende und Männer auf Geschäftsreisen?
Es ist doch kein Geheimnis mehr, wohin Versicherungen ihre männlichen Führungskräften "zur Erholung" auf Reisen schicken; dass die Einkünfte von professionellen Damen steigen, wenn die Messe in der Stadt ist; und dass professionelle Damen abends an den Hotelbars stehen.

Und jetzt der Schock für Dich: ;-) Das Angebot nutzen nicht nur nicht verheiratete hetero Männer!
 
Beiträge
2
Likes
0
  • #26
AW: Homosexueller Sohn

Ich denke, dass die letzten 5 Beiträge doch ziemlich vom eigentlichen Thema abgewichen sind. Das Problem bzw. die Fragestellung der Verfasserin war doch: Könnte ein potentieller Partner der Mutter (mittleren Alters) sich an der Homosexualität des Sohnes derart stören, dass er die Beziehung beendet bzw. diese gar nicht erst zustande kommt, wenn er es erfährt. Weiterhin ging es um den besten Zeitpunkt, dies mitzuteilen (beim Kennenlernen/erst später).

Statt Grundsatzdiskussionen z.B. über Treue in homosexuellen Partnerschaften zu führen, die wahrscheinlich zu nichts führen und die Fragestellerin nicht weiterbringen, wäre es doch sinnvoll und hilfreich, wenn man gezielt auf das Problem eingeht und vielleicht einen Rat geben könnte. Die meisten Beiträge bisher zu diesem Thema kamen von Frauen. Es könnte sicher die Diskussion bereichern, wenn sich noch ein paar Männer zu dem Thema äußern und sich selbst die Frage stellen: "Wäre es eigentlich für mich ein Problem, wenn es sich um den Sohn meiner Partnerin handeln würde?"
 
Beiträge
4.202
Likes
11
  • #27
AW: Homosexueller Sohn

Zitat von Sonnenschein76:
@Freitag

Und weil Du die Schwulen-Witze angesprochen hattest... Welche Witze kennst Du über männliche LKW-Fahrer, Handelsreisende und Männer auf Geschäftsreisen?
Torbole hat schwulenwitze erwähnt nicht ich ;:)
war deine schule in der kaygasse 0? :)

http://www.youtube.com/watch?v=4d_iiOcNCyU
 
Beiträge
11
Likes
0
  • #28
AW: Homosexueller Sohn

Wenn ein Kind sich die Arme aufritzt finde ich das schlimm, wenn ein Kind Drogen nimmt finde ich das schlimm, wenn ein Kind aggressiv sich allem verweigert denke ich, es könnte schwierig werden.... Ich denke mit Deinem Sohn hast Du dann ja nochmal Glück gehabt ;-)
Und wer will schon einen Partner, der intolerant und borniert ist, egal wegen was...