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Synonym

  • #1

Hoffnung

Hallo liebes Forum,

irgendwie gibt es hier ziemlich komische Threads. Dennoch hoffe ich, dass es vielleicht doch ein paar Experten für Beziehungen unter euch gibt.

Vor knapp 5 Monaten habe ich (Mitte 30) einen Mann (Anfang 40) über Parship kennengelernt. Nach kurzem Schreibkontakt, haben wir uns zügig getroffen und hatten ein sehr schönes erstes Date (kulturell) mit Verlängerung (Drinks und ein kleiner Happen).

Er wollte recht bald ein 2. Treffen und wollte dafür wieder in meine Stadt kommen (ca. 80 km). Das konnte ich aber nicht annehmen, weil ich mich nach einigen Überlegungen (in die ich die Infos mit habe einfließen lassen, die ich während des ersten Treffens von ihm erhalten habe9 dazu entschieden hatte, das Kennenlernen nicht weiterverfolgen zu wollen, weil ein paar hard facts nicht wirklich stimmig waren (u.a. räumliche Entfernung, Kinderwunsch). Also haben wir uns in der Mitte getroffen und hatten wieder einen schönen Abend. Mit dem Ausklang des Abends habe ich ihm meine Beweggründe dargelegt und wir sind im Guten und mit den besten Wünschen für den jeweils anderen auseinander gegangen.
Nach einiger Zeit musste ich meine Meinung revidieren, weil es mir, im Angesicht der gemachten und durchgezogenen Entscheidung, falsch erschien, wegen solch oberflächlichen und lösbaren Faktoren die Kontaktanbahnung zu stoppen, obwohl wir Spaß miteinander haben, die Chemie stimmt und es einfach irgendwie gut passt. Also habe ich ihm so ziemlich genau das mitgeteil (ein gutes Stück konkreter und ausführlicher natürlich). Er war freudig überrascht und wir haben den Kontakt wieder aufgenommen.

Ich kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft wir uns gesehen haben.
Auffällig ist aber, dass er keine Treffen vorzuschlägt. Wenn ich etwas vorschlage, ist er jedoch oftmals (ca. in 90% der Fälle) voll dabei und macht auch Vorschläge für alternative Inhalte oder Zeitpunkte. In den restlichen 10% hat er es ohne Kommentar versanden lassen. Oder erst im Vorschlagszeitraum "abgesagt".

Er wirkt im Miteinander zwar freudig, positiv und gundlegend zugewandt; aber auch unterkühlt, distanziert und vermeidend oder sogar abwehrend. Dennoch macht er immer mal wieder Bemerkungen oder klare Bekundungen, dass er mich wohl sehr attraktiv findet. Darüber hinaus ist er auch wertschätzend und anscheinend positiv beeindruckt von meiner Geisteshaltung und Begeisterungsfähigkeit. Des Weiteren vertraut er mir Dinge an, die er sonst wohl nicht jedem erzählt, er priorisiert unser Treffen gegenüber andere attraktive Freizeitangebote. Unser Miteinander wirkt auf mich sehr positiv, wohlwollend und wertschätzend.
Ich verstehe diese Ambivalenz einfach nicht. Es passt nicht zusammen und ergibt für mich kein stimmiges Bild. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht greifbar, sondern scheint mir wie Sand durch die Finger zu rinnen. Er hat irgendetwas - hat diese Tatsache auch schon "eingeräumt", sich aber noch nicht zum Inhalt geäußert. Auf dieser Basis kann ich mir kein schlüssiges Bild machen, ob mir gefällt was ich von ihm erfahre und erlebe und folglich auch nicht einschätzen, ob für mich die notwendige Substanz vorhanden ist, um es weiterzuführen oder ob ich mich lieber wieder neu orientiere. Die Flinte ins Korn werfen will ich aber definitiv noch nicht.
Ich glaube, ich gebe ihm viel Raum und dränge nicht. Ich habe auch kein Bedürfnis zu drängen, weil das nicht "in meiner Natur" liegt. Aber irgendwie wird dieser Schwebezustand schon langsam belastend und nervenaufreibend - zumindest in Momenten, wenn ich gerade eh nicht so gefestigt stehe. In den vielen Momenten, in denen ich mit mir und der Welt im reinen bin, ist aber alles gut und ich sehe in erster Linie die positiven und schönen Aspekte und bin schon ein bisschen verknallt und möchte mehr Nähe aufbauen und es sich langsam und natürlich entwickeln lassen.
Aber ich spüre auch eine gewisse Schieflage. Ich glaube, dass ich ihn schon recht weit in mein Leben rein gelassen habe, u.a. ganz konkret in meine Wohnung. Es fällt mir schwer einzuschätzen, wie weit er mich schon in sein Leben rein gelassen hat. Fotos von Verwandten und Freunden habe ich schon gesehen. Seine Wohnung ist jedoch tabu - weil sie, lt. seiner Aussage, nicht vorzeigbar ist und sie ihm unangenehm wäre.

Ich glaube ich brauche gar keinen Rat dazu, was ich tun soll, denn ich handle eh aus meinem Bauch heraus und tue das, was ich in dem Moment für richtig und mit mir vereinbar erachte.
Ich denke, ich suche nur alternative Sichtweisen und etwas positiven Zuspruch, um die Geduld und Hoffnung nicht doch noch zu verlieren.
Und einfach mal von der Seele schreiben, ist auch eine nicht zu verachtende Erleichterung - und jetzt, im 3. Anlauf, schicke ich das wohl doch mal ab. :oops:
 
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  • #2
Guten Morgen,

ich vermute mal, dass seine Zurückhaltung daher kommt, weil er sich als 2. Wahl fühlt. Du hast ja zuerst einen Rückzieher gemacht und wolltest die Beziehung nicht weiter verfolgen. Über die Gründe müssen wir nicht streiten, aber zumindest ich bin der Meinung, dass solche Dinge wie die Entfernung kein Grund sind, eine Beziehung auszuschließen, weil diese relativ einfach zu ändern sind. Beim Kinderwunsch sieht das natürlich etwas anders aus, aber auch hier kann man einen Konsenz finden.

Eine Abweisung aus diesesen sogenannten hard facts schmerzt schon ziemlich und vernichtet mit Sicherheit auch eine ganze Menge vertrauen. Daher vermute ich, dass er nun einfach abwartet und beobachtet, ob Deine Entscheidung diesmal von Dauer oder sogar endgültig ist. Auf jeden Fall mag er Dich, weil sonst würde er nicht so handeln und eurer Zukunft keine Chance mehr geben.

Viel Glück und Ausdauer!
 
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  • #3
Eine Frage dazu: Du hast einen Kinderwunsch und er nicht? Oder er hat einen Kinderwunsch und du nicht?

Wie auch immer das gelagert sein mag, deine erste Intention, dass es hier nicht passt, war vermutlich richtig.

Man kann bei vielen Dingen Kompromisse zugunsten einer Partnerschaft machen, beim Kinderwunsch ist das eher eine heikle Sache.

Den meisten Frauen, die Single sind und auf Partnersuche UND den Wunsch haben , Kinder zu bekommen, wird geraten, dies stark zu priorisieren bei der Partnerwahl. D.h. selbst potenzielle Partner, mit denen sonst alles gut passt, loszulassen, um frei zu sein für einen Mann, der sich ebenfalls Kinder wünscht. Hängt natürlich von der Intensität des Kinderwunsches ab. Ist dieser sehr deutlich zu spüren, solltest du hier eher kompromisslos sein. Sonst könnte es dir in der zweiten Lebenshälfte, wenn der Kinderwunsch nicht mehr erfüllbar ist, bitter nachhängen. Oft wird dann der Partner unterschwellig verantwortlich gemacht, die Beziehung ist belastet. Ein Konflikt entsteht, der nicht mehr wirklich aufzulösen ist.

Wenn du keine Kinder möchtest, er aber unbedingt, würde sich dadurch eventuell seine Zurückhaltung erklären lassen. Vielleicht ist ihm dann unbewusst klar, dass es für ihn nicht 100% passt.

So oder so solltest ihr diese Themen klären und schauen, dass dabei keine faulen Kompromisse entstehen, die im Nachgang für den einen oder den anderen schmerzlich sein könnten.
 
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  • #4
Hallo liebes Forum,

irgendwie gibt es hier ziemlich komische Threads. Dennoch hoffe ich, dass es vielleicht doch ein paar Experten für Beziehungen unter euch gibt.

Vor knapp 5 Monaten habe ich (Mitte 30) einen Mann (Anfang 40) über Parship kennengelernt. Nach kurzem Schreibkontakt, haben wir uns zügig getroffen und hatten ein sehr schönes erstes Date (kulturell) mit Verlängerung (Drinks und ein kleiner Happen).

Er wollte recht bald ein 2. Treffen und wollte dafür wieder in meine Stadt kommen (ca. 80 km). Das konnte ich aber nicht annehmen, weil ich mich nach einigen Überlegungen (in die ich die Infos mit habe einfließen lassen, die ich während des ersten Treffens von ihm erhalten habe9 dazu entschieden hatte, das Kennenlernen nicht weiterverfolgen zu wollen, weil ein paar hard facts nicht wirklich stimmig waren (u.a. räumliche Entfernung, Kinderwunsch). Also haben wir uns in der Mitte getroffen und hatten wieder einen schönen Abend. Mit dem Ausklang des Abends habe ich ihm meine Beweggründe dargelegt und wir sind im Guten und mit den besten Wünschen für den jeweils anderen auseinander gegangen.
Nach einiger Zeit musste ich meine Meinung revidieren, weil es mir, im Angesicht der gemachten und durchgezogenen Entscheidung, falsch erschien, wegen solch oberflächlichen und lösbaren Faktoren die Kontaktanbahnung zu stoppen, obwohl wir Spaß miteinander haben, die Chemie stimmt und es einfach irgendwie gut passt. Also habe ich ihm so ziemlich genau das mitgeteil (ein gutes Stück konkreter und ausführlicher natürlich). Er war freudig überrascht und wir haben den Kontakt wieder aufgenommen.

Ich kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft wir uns gesehen haben.
Auffällig ist aber, dass er keine Treffen vorzuschlägt. Wenn ich etwas vorschlage, ist er jedoch oftmals (ca. in 90% der Fälle) voll dabei und macht auch Vorschläge für alternative Inhalte oder Zeitpunkte. In den restlichen 10% hat er es ohne Kommentar versanden lassen. Oder erst im Vorschlagszeitraum "abgesagt".

Er wirkt im Miteinander zwar freudig, positiv und gundlegend zugewandt; aber auch unterkühlt, distanziert und vermeidend oder sogar abwehrend. Dennoch macht er immer mal wieder Bemerkungen oder klare Bekundungen, dass er mich wohl sehr attraktiv findet. Darüber hinaus ist er auch wertschätzend und anscheinend positiv beeindruckt von meiner Geisteshaltung und Begeisterungsfähigkeit. Des Weiteren vertraut er mir Dinge an, die er sonst wohl nicht jedem erzählt, er priorisiert unser Treffen gegenüber andere attraktive Freizeitangebote. Unser Miteinander wirkt auf mich sehr positiv, wohlwollend und wertschätzend.
Ich verstehe diese Ambivalenz einfach nicht. Es passt nicht zusammen und ergibt für mich kein stimmiges Bild. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht greifbar, sondern scheint mir wie Sand durch die Finger zu rinnen. Er hat irgendetwas - hat diese Tatsache auch schon "eingeräumt", sich aber noch nicht zum Inhalt geäußert. Auf dieser Basis kann ich mir kein schlüssiges Bild machen, ob mir gefällt was ich von ihm erfahre und erlebe und folglich auch nicht einschätzen, ob für mich die notwendige Substanz vorhanden ist, um es weiterzuführen oder ob ich mich lieber wieder neu orientiere. Die Flinte ins Korn werfen will ich aber definitiv noch nicht.
Ich glaube, ich gebe ihm viel Raum und dränge nicht. Ich habe auch kein Bedürfnis zu drängen, weil das nicht "in meiner Natur" liegt. Aber irgendwie wird dieser Schwebezustand schon langsam belastend und nervenaufreibend - zumindest in Momenten, wenn ich gerade eh nicht so gefestigt stehe. In den vielen Momenten, in denen ich mit mir und der Welt im reinen bin, ist aber alles gut und ich sehe in erster Linie die positiven und schönen Aspekte und bin schon ein bisschen verknallt und möchte mehr Nähe aufbauen und es sich langsam und natürlich entwickeln lassen.
Aber ich spüre auch eine gewisse Schieflage. Ich glaube, dass ich ihn schon recht weit in mein Leben rein gelassen habe, u.a. ganz konkret in meine Wohnung. Es fällt mir schwer einzuschätzen, wie weit er mich schon in sein Leben rein gelassen hat. Fotos von Verwandten und Freunden habe ich schon gesehen. Seine Wohnung ist jedoch tabu - weil sie, lt. seiner Aussage, nicht vorzeigbar ist und sie ihm unangenehm wäre.

Ich glaube ich brauche gar keinen Rat dazu, was ich tun soll, denn ich handle eh aus meinem Bauch heraus und tue das, was ich in dem Moment für richtig und mit mir vereinbar erachte.
Ich denke, ich suche nur alternative Sichtweisen und etwas positiven Zuspruch, um die Geduld und Hoffnung nicht doch noch zu verlieren.
Und einfach mal von der Seele schreiben, ist auch eine nicht zu verachtende Erleichterung - und jetzt, im 3. Anlauf, schicke ich das wohl doch mal ab. :oops:
liebe synonym, entfernung u. kinderwunsch haben für mich schon etwas mit grundeinstellung zum leben zu tun. nach der 1. verliebtheit ist es sehr wichtig, dass ein paar in grundsatzfragen übereinstimmt. es kann wg solchen einstellungen dann oft zum streit kommen u. eine beziehung vergiften. da ich ein misstrauischer mensch bin, würde ich mit dem nichtkennenlernen d. wohnung ein problem haben. was heisst nicht vorzeigbar?
ich hatte in meiner datingzeit einen mann getroffen, der hatte erklärt, ich könnte nie in seine wohnung, weil es seine exfreundin verletzen würde:rolleyes:
da hatte ich mich dann gleich verabschiedet...
was heisst es denn, eine wohnung ist nicht vorzeigbar?spiegelt ihn doch auch wieder...
meine vermutung: er ist noch gebunden...nur meine vermutung nach so einem verhalten.
ich wünsche dir, dass du ihn irgendwann greifen u. begreifen kannst u. dann für dich die richtige entscheidung triffst.
 
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Deleted member 22408

  • #5
Hallo liebes Forum,

irgendwie gibt es hier ziemlich komische Threads. Dennoch hoffe ich, dass es vielleicht doch ein paar Experten für Beziehungen unter euch gibt.

Vor knapp 5 Monaten habe ich (Mitte 30) einen Mann (Anfang 40) über Parship kennengelernt. Nach kurzem Schreibkontakt, haben wir uns zügig getroffen und hatten ein sehr schönes erstes Date (kulturell) mit Verlängerung (Drinks und ein kleiner Happen).

Er wollte recht bald ein 2. Treffen und wollte dafür wieder in meine Stadt kommen (ca. 80 km). Das konnte ich aber nicht annehmen, weil ich mich nach einigen Überlegungen (in die ich die Infos mit habe einfließen lassen, die ich während des ersten Treffens von ihm erhalten habe9 dazu entschieden hatte, das Kennenlernen nicht weiterverfolgen zu wollen, weil ein paar hard facts nicht wirklich stimmig waren (u.a. räumliche Entfernung, Kinderwunsch). Also haben wir uns in der Mitte getroffen und hatten wieder einen schönen Abend. Mit dem Ausklang des Abends habe ich ihm meine Beweggründe dargelegt und wir sind im Guten und mit den besten Wünschen für den jeweils anderen auseinander gegangen.
Nach einiger Zeit musste ich meine Meinung revidieren, weil es mir, im Angesicht der gemachten und durchgezogenen Entscheidung, falsch erschien, wegen solch oberflächlichen und lösbaren Faktoren die Kontaktanbahnung zu stoppen, obwohl wir Spaß miteinander haben, die Chemie stimmt und es einfach irgendwie gut passt. Also habe ich ihm so ziemlich genau das mitgeteil (ein gutes Stück konkreter und ausführlicher natürlich). Er war freudig überrascht und wir haben den Kontakt wieder aufgenommen.

Ich kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft wir uns gesehen haben.
Auffällig ist aber, dass er keine Treffen vorzuschlägt. Wenn ich etwas vorschlage, ist er jedoch oftmals (ca. in 90% der Fälle) voll dabei und macht auch Vorschläge für alternative Inhalte oder Zeitpunkte. In den restlichen 10% hat er es ohne Kommentar versanden lassen. Oder erst im Vorschlagszeitraum "abgesagt".

Er wirkt im Miteinander zwar freudig, positiv und gundlegend zugewandt; aber auch unterkühlt, distanziert und vermeidend oder sogar abwehrend. Dennoch macht er immer mal wieder Bemerkungen oder klare Bekundungen, dass er mich wohl sehr attraktiv findet. Darüber hinaus ist er auch wertschätzend und anscheinend positiv beeindruckt von meiner Geisteshaltung und Begeisterungsfähigkeit. Des Weiteren vertraut er mir Dinge an, die er sonst wohl nicht jedem erzählt, er priorisiert unser Treffen gegenüber andere attraktive Freizeitangebote. Unser Miteinander wirkt auf mich sehr positiv, wohlwollend und wertschätzend.
Ich verstehe diese Ambivalenz einfach nicht. Es passt nicht zusammen und ergibt für mich kein stimmiges Bild. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht greifbar, sondern scheint mir wie Sand durch die Finger zu rinnen. Er hat irgendetwas - hat diese Tatsache auch schon "eingeräumt", sich aber noch nicht zum Inhalt geäußert. Auf dieser Basis kann ich mir kein schlüssiges Bild machen, ob mir gefällt was ich von ihm erfahre und erlebe und folglich auch nicht einschätzen, ob für mich die notwendige Substanz vorhanden ist, um es weiterzuführen oder ob ich mich lieber wieder neu orientiere. Die Flinte ins Korn werfen will ich aber definitiv noch nicht.
Ich glaube, ich gebe ihm viel Raum und dränge nicht. Ich habe auch kein Bedürfnis zu drängen, weil das nicht "in meiner Natur" liegt. Aber irgendwie wird dieser Schwebezustand schon langsam belastend und nervenaufreibend - zumindest in Momenten, wenn ich gerade eh nicht so gefestigt stehe. In den vielen Momenten, in denen ich mit mir und der Welt im reinen bin, ist aber alles gut und ich sehe in erster Linie die positiven und schönen Aspekte und bin schon ein bisschen verknallt und möchte mehr Nähe aufbauen und es sich langsam und natürlich entwickeln lassen.
Aber ich spüre auch eine gewisse Schieflage. Ich glaube, dass ich ihn schon recht weit in mein Leben rein gelassen habe, u.a. ganz konkret in meine Wohnung. Es fällt mir schwer einzuschätzen, wie weit er mich schon in sein Leben rein gelassen hat. Fotos von Verwandten und Freunden habe ich schon gesehen. Seine Wohnung ist jedoch tabu - weil sie, lt. seiner Aussage, nicht vorzeigbar ist und sie ihm unangenehm wäre.

Ich glaube ich brauche gar keinen Rat dazu, was ich tun soll, denn ich handle eh aus meinem Bauch heraus und tue das, was ich in dem Moment für richtig und mit mir vereinbar erachte.
Ich denke, ich suche nur alternative Sichtweisen und etwas positiven Zuspruch, um die Geduld und Hoffnung nicht doch noch zu verlieren.
Und einfach mal von der Seele schreiben, ist auch eine nicht zu verachtende Erleichterung - und jetzt, im 3. Anlauf, schicke ich das wohl doch mal ab. :oops:
Sein Verhalten erklärt sich aus Deinem Verhalten, geehrte @Synonym!
Ich hätte mich an seiner Stelle, aufgrund Deines Verhaltens nach dem ersten Date, auf einen weiteren Kontakt nicht mehr eingelassen und mich sofort weiterorientiert.
 
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  • #6
Ich verstehe diese Ambivalenz einfach nicht. Es passt nicht zusammen und ergibt für mich kein stimmiges Bild. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht greifbar, sondern scheint mir wie Sand durch die Finger zu rinnen.
Es ergibt sich so die Frage, ob es an der ersten Zurückweisung Deinerseits liegen könnte und er einfach Angst hat, sich richtig zu öffenen und auf Dich einzulassen.....
Oder ob er vom Wesen her einfach so ist. Dann gibts da wohl eher keine Lösung für die Ambivalenz.

Versuche doch mal das Gespräch genau darüber.
 
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  • #7
2 Ambivalente sind das.
 
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  • #8
Hallo liebes Forum,

irgendwie gibt es hier ziemlich komische Threads. Dennoch hoffe ich, dass es vielleicht doch ein paar Experten für Beziehungen unter euch gibt. gesehen. Seine Wohnung ist jedoch tabu - weil sie, lt. seiner Aussage, nicht vorzeigbar ist und sie ihm unangenehm wäre.
...wie gehst Du denn hiermit um? Ich habe bezgl. Wohnungstabu (siehe thread in "Dating Tipps" auch so einen Problemfall! Vielleicht hast Du einen Rat?
 
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  • #9
Eine Abweisung aus diesesen sogenannten hard facts schmerzt schon ziemlich und vernichtet mit Sicherheit auch eine ganze Menge vertrauen.
Eine Abweisung aus "hard facts" schmerzt schon ziemlich? o_O
Ist das dein Ernst? Wäre eine Abweisung aufgrund von 'ich finde dich doof', '... nervend', '... unattraktiv', o.ä. nicht schmerzhafter, als 'ich finde dich toll, aber du wohnst du zweit weg.'?

Welches Vertrauen zerstört eine Abweisung nach dem ersten Date?
Vertrauen in was?
Ich habe noch nicht in der Vertrauensschiene gedacht, aber wenn ich es müsste, würde ich an verlorenen Vertrauensvorschuss für die Stabilität und Verlässlichkeit meiner Meinung denken.

Daher vermute ich, dass er nun einfach abwartet und beobachtet, ob Deine Entscheidung diesmal von Dauer oder sogar endgültig ist.
Ich denke mal, darauf spielst du hiermit an.

Danke für den Gedankenanstoß.
 
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  • #10
was heisst es denn, eine wohnung ist nicht vorzeigbar?
Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen, weil sie mir nicht vorgezeigt wurde.
Es klang aber nach "zu spartanisch", "ungemütlich" und das er sich dafür genieren und damit unwohl fühlen würde.

In welcher Weise? Sein Auftreten ist definitiv nicht spartanisch, ungemütlich oder irgendwie verlottert, ....

ich wünsche dir, dass du ihn irgendwann greifen u. begreifen kannst u. dann für dich die richtige entscheidung triffst.
Danke.
 
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  • #11
Es ergibt sich so die Frage, ob es an der ersten Zurückweisung Deinerseits liegen könnte und er einfach Angst hat, sich richtig zu öffenen und auf Dich einzulassen.....
Oder ob er vom Wesen her einfach so ist. Dann gibts da wohl eher keine Lösung für die Ambivalenz.

Versuche doch mal das Gespräch genau darüber.
Danke! Guter Punkt. Mein Eindruck ist, dass es kein Wesenszug ist. Aber ich muss mal sehen, ob mich mein Eindruck trügt und meine Augen und Ohren in dieser Richtung offen halten.
 
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  • #12
...wie gehst Du denn hiermit um? Ich habe bezgl. Wohnungstabu (siehe thread in "Dating Tipps" auch so einen Problemfall! Vielleicht hast Du einen Rat?
Nein, ich habe keinen Rat.
Unsere Ausgangslagen scheinen unterschiedlich zu sein.
Ich habe kein großes Problem damit. Ich habe diesbezüglich nicht insistiert, sondern nur beobachtet und ein Mal um Unterschlupf gebeten, als wir spät abends in seiner Nähe waren. Seine Erklärung dahingehend war schlüssig, mit dem passenden Mimenspiel untermalt, definitiv nicht wütend, sondern entschuldigend.

In deinem Fall wäre für mich das Wohnungsthema das geringste Problem. Stattdessen wäre mir mit seinen Wutausbrüchen sehr unwohl.
 
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  • #13
Wenn ich hier im Forum unterwegs bin, frage ich mich immer öfter, in welcher Traumwelt manche leben?
Der Typ ist noch gebunden!
Seine Wohnung sei nicht vorzeigbar - ist eine ziemlich billige Ausrede und du fällst drauf rein! Schön 80km weit entfernt ist doch top, dass er nicht von Nachbarn, Bekannten oder Freunden beim Händchenhalten mit dir in der Stadt erkannt wird. Für mich ganz eindeutig, er spielt mit dir, und du lässt es mit dir machen. Fazit: Abschießen und Weitersuchen, denn wenn du noch ein Kind haben willst, rennt dir langsam auch die Zeit davon. Von ihm wirst du nämlich keins bekommen!
 
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  • #14
Wenn ich hier im Forum unterwegs bin, frage ich mich immer öfter, in welcher Traumwelt manche leben?
Der Typ ist noch gebunden!
Seine Wohnung sei nicht vorzeigbar - ist eine ziemlich billige Ausrede und du fällst drauf rein! Schön 80km weit entfernt ist doch top, dass er nicht von Nachbarn, Bekannten oder Freunden beim Händchenhalten mit dir in der Stadt erkannt wird. Für mich ganz eindeutig, er spielt mit dir, und du lässt es mit dir machen.

@Nemo_73
@MissTonka
@Pablo Neruda
@silvi69
@Datinglusche

Wie passt es zu eurer Theorie, dass er distanziert und ausweichend ist?
Wieso sollte ein liierter Mann sich 5 Monate mit einer anderen Frau abgeben, ganz offensichtlich ohne Intimitäten als Ziel zu haben? Was wäre sein Gewinn? Ego-Schmeichelei? Die hat er nicht nötig und ist auf diesem Gebiet nicht bedürftig.
Oder habt ihr nur reflexartig auf das Wohnthema reagiert, ohne irgendwelche Zusatzinfos zu verarbeiten?
 
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  • #15
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  • #16
Interessant, wie der Möglichkeit, dass ich - als Frau - die Kinder will (und er nicht) deutlich mehr Gewicht gegeben wird, als der Möglichkeit, dass er Kinder will (und ich nicht).

Wir sind beide realistisch genug, um zu wissen, dass das Leben kein Wunschkonzert und keine schwarz-weiß Malerei ist.
(Folglich war eine Reaktion auf @Julianna 's Nachricht obsolet.)

Die Sache ist so gelagert, dass ich mit dem Kinderthema weitgehend abgeschlossen habe, es OK finde u.U. keine Kinder haben zu werden, die Möglichkeit aber auch nicht kategorisch ausschließe, sofern in absehbarer Zukunft, im positiven Sinne, doch mal alles zusammenkommen sollte.
Er möchte sehr gern Kinder, und sich auch stark in diese Richtung bemühen, wird es aber auch akzeptieren und damit abschließen, wenn es innerhalb der nächsten 2-3 Jahre nichts werden wird.
Es ist also so, dass er, und nicht ich, die biologische Uhr ticken hört.

Meine ursprüngliche Absage war u.a. damit begründet, dass ich ihm diese Option nicht nehmen und seine Zeit nicht verschwenden mag, falls es zwischen uns nicht passen sollte und weil ich keine sichere Garantie für Kinder geben kann (aber wer kann das schon) - habe dann aber eingesehen, dass es mir keineswegs zusteht diese Entscheidung zu treffen und er ganz allein entscheiden und verantworten muss, mit wem er Kontakt anbahnen möchte.
 
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  • #17
5 Monate ohne intim zu sein! Dann wäre ich schon längst weg!
Naja, wenn du auf solche Spielchen stehst, dann wünsche ich dir noch viel Freude dabei. So kann Frau auch ihre Zeit vergeuden und älter werden.
@lisalustig
Wenn Mann es ernst nehmen würde, dann würde Mann sich auch bemühen, die Bude aufzuräumen! Wenn Mann das nicht hinkriegt, dann bekommt er auch eine Beziehung nicht hin. Scheinst ja da schon Erfahrungen zu haben?
 
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  • #19
@Nemo_73
@MissTonka
@Pablo Neruda
@silvi69
@Datinglusche

Wie passt es zu eurer Theorie, dass er distanziert und ausweichend ist?
Wieso sollte ein liierter Mann sich 5 Monate mit einer anderen Frau abgeben, ganz offensichtlich ohne Intimitäten als Ziel zu haben? Was wäre sein Gewinn? Ego-Schmeichelei? Die hat er nicht nötig und ist auf diesem Gebiet nicht bedürftig.
Oder habt ihr nur reflexartig auf das Wohnthema reagiert, ohne irgendwelche Zusatzinfos zu verarbeiten?

Ich habe mit "Gefällt mir" nur ausgedückt, daß mir der Beitrag gefällt, weiter habe ich nicht dazu zu kommentieren, sonst hätte ich es gemacht.
 
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  • #20
Wenn Mann es ernst nehmen würde, dann würde Mann sich auch bemühen, die Bude aufzuräumen!
Ja, da bin ich ganz bei Dir. Gleichwohl war kam die Übernachtungsnachfrage von ihr ungeplant, resultierend aus einer späten Uhrzeit. Und da kann es schon sein, dass seine Bude in keinem vorzeigbaren Zustand war und er sie nicht damit verschrecken wollte.
Ja, aber eher nicht auf privater Ebene.... :rolleyes:
 
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  • #22
Sorry, aber ein Mann, der etwas auf sich hält, möchte selber nicht in einem Dreckstall leben und sorgt deshalb dafür, dass seine Bude immer vorzeigbar ist.
Du kannst Deine Maßstäbe nicht auf andere übertragen. Mag ja sein, dass Deine Wohung immer tippi toppi ist. Es muss ja kein Dreckstall gewesen sein, vlt. nur unaufgeräumt, Bett nicht frisch bezogen, ältliche Unterhosen hängen auf der Leine. What ever..... Manchen ist die Wohnung und deren Ordnung und Sauberkeit einfach nicht sooo wichtig.
 
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  • #24
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  • #25
Die Wohnung ist ein Spiegel der Seele und sagt schon seeeehr viel über den anderen aus.
Wie schon geschrieben, ich hab in dieser Beziehung schon sehr viel gesehen. Frauen, die immer schick und etepetete sind, aber deren Wohnung ist der reinste Saustall..... Führungspersönlichkeiten mit Doktortitel, auf deren Regalen man Staubzeichnungen hätte machen können und man aufpassen musste, nicht am Boden kleben zu bleiben..... Wohnungen von eher einfachen Leuten, die aussahen wie aus dem Möbelkatalog, stilvoll und sauber..... Mich überrascht diesbezüglich nix mehr.....
 
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  • #26
Wie schon geschrieben, ich hab in dieser Beziehung schon sehr viel gesehen. Frauen, die immer schick und etepetete sind, aber deren Wohnung ist der reinste Saustall..... Führungspersönlichkeiten mit Doktortitel, auf deren Regalen man Staubzeichnungen hätte machen können und man aufpassen musste, nicht am Boden kleben zu bleiben..... Wohnungen von eher einfachen Leuten, die aussahen wie aus dem Möbelkatalog, stilvoll und sauber..... Mich überrascht diesbezüglich nix mehr.....

Und was sollte Dir das sagen? Richtig, eine saubere Wohnung hat absolut gar nichts mit dem gesellschaftlichen Status zu tun. Auch unter Doktoranten gibt es die allergrößeten Drecksäue und ein Hartz 4-Empfänger kann ein sauberer und ordentlicher Mensch sein. Ich bleibe daher bei meiner Aussage :D
 
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  • #28
Und was sollte Dir das sagen? Richtig, eine saubere Wohnung hat absolut gar nichts mit dem gesellschaftlichen Status zu tun. Auch unter Doktoranten gibt es die allergrößeten Drecksäue und ein Hartz 4-Empfänger kann ein sauberer und ordentlicher Mensch sein. Ich bleibe daher bei meiner Aussage :D
Aber was einer als gut aufgeräumt ansieht ist für den anderen Chaos pur.
Ich habe eine Freundin, deren Wohnung könntest du jederzeit für schöner wohnen fotografieren. Gefällt mir total gut, aber ich weiß, dass ich das nie schaffen werde - bzw. dieser Zustand nur kurze Zeit nach dem Aufräumen anhält. Danach liegt sehr bald wieder die Tageszeitung am Esstisch, oder ein aufgeschlagenes Buch am Sofa, die Decke ist nicht ganz perfekt drapiert , . .
Trotzdem würde ich meine Wohnung als prinzipiell aufgeräumt bezeichnen - vor dem ersten Besuch eines Mannes würde ich aber dennoch aufräumen (in den Zustand versetzen, der nicht lange anhält :D).
Es gibt übrigens auch Freunde, die meine Wohnung immer als tio - top bezeichnen.
Wie vieles im Leben also relativ ;)
 
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  • #29

Absolut, aber aufgeräumt ist ja wirklich meilenweit von "am Boden festkleben" entfernt. Es geht ja auch nicht darum, dass nichts rumliegen darf und alles steril sein muss. Meiner Erfahrung nach erwartet das eine Frau auch gar nicht, aber eine gewisse Grundsauberkeit sollte vorhanden sein und wenn ein Mann eine Frau partout nicht in seine Wohnung lassen möchte, dann ist diese vermutlich eher in weiter Ferne ;)
 
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  • #30
Ihr könnt ja gern weiter über Wohnungen reden, aber mein Thema ist das definitiv nicht - daher gern an einem anderen Ort.
 
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