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  • #1

Hoffnung - Euphorie - Ernüchterung - zu Tode betrübt. Abstumpfung?

Nun ja, das ist so ungefähr die Reihenfolge.
Ich habe noch keine Lust, mich zurückzuhalten, bewusst weniger zu investieren, vorsichtig zu sein, lieber mal nicht zu viel erhoffen.
Ich hatte in meinen 1 - 2 Jahren 2 - 3 "Dates", bei denen ich das Gefühl hatte, es hat gefunkt. Auch beiderseits. Wenn ich das merke, kann ich kaum anders, als mich da reinzuhängen, mein Herz zu investieren. das muss noch nicht "Liebe" sein, aber man merkt, wenn es kribbelt, man den anderen unbedingt wiedersehen möchte, man sich im Blick oder Arm des anderenverlieren möchte.
Da kommt die Euphorie. Hoffnung. Das Gefühl, endlich wieder jemanden an seiner Seite zu haben.

2 bis 3 Wochen später dann: Ernüchterung. "Das klappt nicht". Es geht hier gar nicht um Gründe oder Schuldzuweisung.
Aber Du kriegst Dein Herz mittel bis stark lädiert wieder zurück, fällst in ein tiefes Loch und sitzt... wieder alleine zu Hause.
Ich denke viele hier kennen das.

Es geht hier nicht um die Dates, wo man gemeinsam einfach feststellt, dass es nicht funkt. Sondern um die, wo was da ist. Vielleicht sogar viel. In die man investiert. Und die einen von Himmelhoch-jauchzend zu Zu-Tode-Betrübt fallen lassen.

Wie geht man damit um? Vor allem in Bezug auf das Weitermachen?
Es ist mir "nur" 3x passiert, und ich merke, wie ich jedesmal etwas mehr resigniere, den Glauben verliere.

Erster Gedanke: Lass es. Gib auf. Es ist doppelt schwierig über Online-Dating, etc.

Zweiter Gedanke: Okay, raff Dich auf. "Hinfallen. Aufstehen- Krönchen richten. Weitergehen". Aber wie beeinflusst ist man dann von dem, was passiert ist? Sucht man dann anders? Wird das Ganze verkrampfter? Kritischer?
Beispiel: Meine ersten 2 Erfahrungen in der Richtung war mit alleinerziehenden Müttern (je 1 Kind, ähnliches Alter). Diese Frauen ticken anders. Müssen sie auch. Dennoch war ich so enttäuscht, dass ich Frau "mit Kind" beinahe aus meinen Suchkriterien rausgeschmissen hätte.
Nein, ich habe es nicht gemacht. Es ist nicht fair, nur von zweien auf alle zu schließen. Und ich habe in der zwischenzeit natürlich auch andere alleinerziehende Mütter getroffen. Aber ich merke eben, wie diese "Niederlagen" einen prägen. Man(n) die Sache jedesmal wieder anders angehen möchte. Kritischer ist. Verletzter. Das ist nicht gut.

Dritter Gedanke: Flucht nach vorne. Dann mach´s über Masse! Wird schon irgendwann eine dabei sein, bei der es klappt.
Da muss ich mich schon beim Schreiben übergeben. Auch wenn das viele hier so zu handhaben scheinen. Meines ist das nicht. Frau als Massenware? No way!
Ich möchte mich auf jemanden einlassen können. Und das kann ich nur individuell.

Vierter Gedanke (Gefühl): Resignation. Abstumpfung. Und davor habe ich am meisten Angst. Nach dem dritten Mal hab ich mich ertappt bei: Aha, da sitzt Du nun. Kommt dir bekannt vor? Weißt ja schon wie´s ist.
Es hilft vielleicht mit dem Schmerz besser umzugehen. Aber es ist Abstumpfung. Beim nächsten Mal weniger investieren? Gar nicht erst hoffen? Mal vorsichtig abwarten?
Das fühlt sich für micht nicht richtig an.
Bis jetzt hatte ich immer noch gehört: Sei so wie Du bist. Eine Frau wird einen Mann nicht davon abhalten, sich emotional reinzuhängen, richtig? Aber der fall ist tief.


Wie geht ihr damit um.
Merkt ihr, dass ihr abstumpft?
Werdet ihr vorsichtiger?
Meint ihr das ist (überlebens-) notwendig?
Gebt ihr immer 100%, auch wenn der Fall dann tief und brutal ist?

Und eine Frage an die Frauen:
Ich weiß definitv, dass Mann sich natürlich auch zu viel reinhängen kann. Das kann aufdringlich werden, fordernd, einengend.
Aber wie ist das, wenn´s bei Euch gefunkt hat. Bisher hatte ich da das Gefühl, dass da noch extrem viel Vorsicht, Zweifel und Zurückhaltung ist. Abhängig natürlich davon, woher man kommt, und welche Wunden man auf vorherigen Beziheungen mirbringt.
Soll Mann sich dann eher zurückhalten. Seine Gefühle auf Spraflamme und erstmal warten, ob und wie viel Frau mitzieht und sich raus traut?


Grüße aus dem aktuellen Tief,
Lines
 

???

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  • #3
Hallo Lines,
das eigene Wohlempfinden ist wichtiger als eine erfolgreiche Partnersuche.
Vielmehr ist es die Voraussetzung dafür!

Ich habe für mich herausgefunden, ich brauche Pausen.
Die Tiefschläge kann ich auch nicht einfach wegstecken. Ich nehme mir dann einfach eine Auszeit von der Suche.
Ich bringe mich dann auf andere Gedanken. Ich versuche etwas für mich zu tun.
Erledige liegengebliebenes und treffe mich häufiger mit Freunden o.ä..
Ich muss für eine Suche in Stimmung sein, mit einer Last bin ich es nicht.

Etwas abgestumpft bin ich aber auch, war in meiner Anfangszeit noch.
Ich investiere nicht mehr so viele Gefühle, auch wenn es bestimmt kontraproduktiv ist.
Ich sehe es mittlerweile als eine Art Spiel an, bei dem ich jedoch gewinnen möchte!

Das ist meine persönliche „Überlebensstrategie“.
Das muss jetzt nicht für dich oder andere passen.
 
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  • #4
Bei der Richtigen kannst Du nichts falsch machen, bei der Falschen nichts richtig.
Ein Spruch nur, aber es liegt viel Wahrheit drin.

Die von ??? angesprochenen Pausen sind wohl der richtige Weg, wenn es in die Abstumpfung gleitet.
Ich frage mich allerdings, wie man mit Vorsatz "nicht so viele Gefühle mehr" investiert.

Kann ??? seine Gefühle abbremsen? Ich könnte das nicht, entweder entwickelt sich da was, und dann muss man Risiko gehen. Man kann gewinnen oder verlieren - das ist offen. Wenn beide auf der Zurückhaltungsschiene fahren, kann es auch nicht klappen.

Du musst so an die "Sache" gehen, dass Du Dich damit wohl fühlst - typbedingt eben so wie Du bist. Alles andere gibt keinen Sinn und macht Dich auch nicht glücklich.

Viel Glück und gib nicht auf!
 
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  • #5
Ich merke schon, dass insgesamt viel Angst und Vorsicht herrscht.
Jeder bringt hier so sein Päckchen mit. Viele kommen aus großen Enttäuschungen.
Und einerseits sind ja doch eher die Frauen die Gefühlsbetonten, andererseits merke ich, dass sich schon viele eher zurückhalten. Das geht von: "Uh, ich hab Angst mich zu verlieben" bis zu "Vertrauen geht gar nicht. Vielleicht mal ein wenig in 6 Monaten".
Nicht so viel Gefühle investieren schützt vor dem tiefen Fall, wenn es dann doch eine Enttäuschuing wird.
Und nach einer gewissen Anzahl an emotionalen Abstürzen kann ich ??? schon verstehen.
Aber ich denke wie er, dass es eher kontraproduktiv ist. Ich will da nicht hinkommen, und doch erwische ich mich bei dem Gedanken. Immer wieder zu investieren und einzustecken ist auf Dauer ja auch nicht gesund.
Ich denke.. darum geht´s ja in diesem Beitrag.
 
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  • #6
Hallo Lines,

deine Zeilen haben mich berührt, ich kann sie als Frau und ehem. AE-Mutter sehr gut nachvollziehen.

Auf meinem Weg konnte ich lernen, mein Wohlfühlsein, meine Seligkeit, meinen Lebensmut usw. nicht vom Vorhandensein einen Mannes an meiner Seite abhängig zu machen. Ich durfte lernen, das zu schätzen, was ich habe und nicht das, was ich nicht habe und angeblich benötige, um eine "vollständige" Frau zu sein.

Dazu habe ich viel zu viel an Beziehungsleid in der Familie, in der damaligen Schulzeit meines Kindes und im beruflichen Umfeld in Ehen, Dramen mit dramatischen Auswirkungen auf die Kinder erleben und live hören dürfen. Diese Erlebnisse haben mich doch demütig gemacht und mein Umdenken sehr forsiert und mich auch in gewisser Weise bescheiden gemacht.

Es gehört m.E. auch viel Glück dazu, den passende Gegenstück, sofern es frei ist, zu finden und für sich dauerhaft gewinnen zu können. Wenn man dazu wie ich eine Frau ist, die nicht von der Stange ist, dann wird es umso "schwieriger".

Das Leben ist heutzutage so viel fältig, aber auch stressig geworden, Frau/Mann muss an vielen Fronten "kämpfen", so das wenig Zeit und Energie bleibt, sich ausreichend in Ruhe Beziehungstechnisch emotional zu entwickeln, dazu der Konsumwahn, die Überfütterung der Medien, dieses vorgaugeln, man müsse nur in einer O-Börse "einkaufen" gehen und schon wäre man glücklich bis zum Lebensende.... das ist m.E. ein grosser Drugschluss.

Heute weis ich meinen seelischen und finanziellen Lebenswohlstand, den ich mir mit eigenen Händen aufgebaut habe, sehr zu schätzen. Ich bin froh, Single-Zeiten durchlebt zu haben, weil sie mich klar gemacht haben, mich haben reifen lassen und auch gewisse Lebensweisheiten und Lebensumstände zu verstehen, anzunehmen und damit festzustellen, dass die Balance-Bilanz, die für mich und mein Leben wichtig ist, im Gegensatz zu vielen anderen Frauen aus meinem Umfeld sehr gut ist. Ich bin offen für einen Mann, aber ich muss nicht mehr, wie viele Menschen es leider halten, um jeden Preis einen Mann an meiner Seite haben.

Ich wünsche dir innere Ruhe und ganz wichtig, lächel viel, auch wenn dir nicht so danach ist, das Lächeln geht dann nach innen und lächelnde Menschen kommen viel besser rüber, als Griesgrämmige.

Menta
 
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  • #7
Zitat von Lines:
Und eine Frage an die Frauen:
Ich weiß definitv, dass Mann sich natürlich auch zu viel reinhängen kann. Das kann aufdringlich werden, fordernd, einengend.
Aber wie ist das, wenn´s bei Euch gefunkt hat. Bisher hatte ich da das Gefühl, dass da noch extrem viel Vorsicht, Zweifel und Zurückhaltung ist. Abhängig natürlich davon, woher man kommt, und welche Wunden man auf vorherigen Beziheungen mirbringt.
Soll Mann sich dann eher zurückhalten. Seine Gefühle auf Spraflamme und erstmal warten, ob und wie viel Frau mitzieht und sich raus traut?
Gefühle, oder eher Hormone?

Mann soll sich nicht zurück halten, es ist wie beim Tanzen, Mann soll schon "führen", aber auf die Signale der Frau achten und sich anpassen und dranbleiben. Gutes Tanzen, zusammen tanzen, lernt man durch viel üben. Vielleicht wäre ein Tanzkurs eine gute Übung, um die Technik und Gefühlseben mehr auf eine Linie zu bringen.

Es gibt für Frauen ein Buch: Wenn Frau/en zu sehr lieben..... vielleicht ist der Inhalt auch auf Männer anzuwenden ,-)?

Ansonsten für die freie Single-Zeit haben mir Sport und das Lesen, besonders von einem Buch: Liebe dich selbst und es ist egal wen du heiratest.... doch geholfen, um seelisch ausbalancierter zu werden.

Und..... das Verinnerlichen der Wahrheit, sein gutes Selbstwertgefühl und Lebensqualität nie vom Vorhandensein eines Mannes an meiner Seite abhängig zu machen.

Es ist m.E. normal und sehr gesund, wenn Frau trotz großer Initiative des Mannes trotzdem erstmal weiterhin zu ihrem Vorteil und auch zu deinem Vorteil vorsichtig und zurückhaltend bleibt. Sei doch froh, dass sie so ist. Was wäre denn, wenn sie so drauf wäre wie du und dann von heute auf morgen die Kehrtwende macht? Warum bist du so ungeduldig? Wer zu schnell und zu viel Gas gibt, kann viel schneller am Baum landen, ist doch logisch, oder?
 
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  • #8
Mich hat es nicht positiv berührt. Zu viel ich, ich, ich.

Auch geht es mir auf den Senkel, dass das Forum vorwiegend als Ausheulstation benützt wird.
 
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  • #9
Zitat von chiller7:
Mich hat es nicht positiv berührt. Zu viel ich, ich, ich.

Auch geht es mir auf den Senkel, dass das Forum vorwiegend als Ausheulstation benützt wird.
Das Forum wird von Leuten benutzt die Rat suchen. Wenn man ausgeglichen, zufrieden und ohne Sorgen ist sucht man i.A. keinen Rat.
 
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  • #10
Unsinn, auch dann kann man Rat suchen, oder etwas beitragen. Ich sehe meine Aufgabe hier nicht vorranging darin, den Seelenmülleimer für andere zu machen und dann aufbauendes Zeug zu schreiben. Ich bin nicht der Onkel für solches. Und diese Beweihräucherung des Herzeleids in Verbindung mit pseudoempathischem Getue ist mir zuwider. Wenn andere darin ihre Bestimmung sehen, bitteschön.
 
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  • #11
Hallo Lines ,
Kann dich gut verstehen ! Immer wieder hoffnung und enttäuschung machen einen Müde.
Ich bin zwar noch lang dabei aber was so läuft weiss auch nicht, man schreibt an paar mal hin und her will sich Treffen und dann sendepause ,keine zeit oder sonst was.
Vileicht liegt es auch an meiner grösse bin als mann nur 165 cm gross keine grösse die anscheinend Frauen mögen.
Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt ! Ich glaube bei mir ist sie gestorben immmer100% liegen einfach nicht drin es muss auch etwas von den Frauen kommen.
 
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  • #13
Mit Griesgram hat es überhaupt nichts zu tun. Du bist halt der volkstümliche Witzbold, ist doch okay, wer's mag.
 
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  • #14
Sicherlich eröffnen nur Leute hier ein Thema, wenn sie Rat suchen. Da dieses Forum von Parship ist, sind es überwiegend Partnersuchende. Sollte zumindest so sein.
Und da Online Dating mitunter sehr frustrierend sein kann, sind doch viele Themen hier negativ behaftet.
Keiner oder nur die wenigsten werden hier reinschreiben: "Gestern hatte ich voll das tolle Date und freue mich aufs nächste!"

Aber zurück zum eigentlichen Thema:

Ja, auch ich bin extrem abgestumpft, was das Online Dating anbelangt.
Auf Dauer kann man ansonsten die vielen Rückschläge hier nicht hinnehmen.
Der Vorteil beim Online Dating besteht aus meiner Sicht darin, dass man doch mit sehr vielen Leuten in Kontakt kommt, die auch auf Partnersuche sind. Dies jedoch im ersten Schritt nur Online. Beim ersten Treffen im Real Life kommt dann doch sehr häufig die Ernüchterung.
Weil reales Aussehen, Mimik, Stimme, Gang,..., in Erscheinung treten.
Wenn man im normalen Leben jemanden ansprechen würde, macht man das ja nur bei Menschen, die einem auf den ersten Blick gefallen.
Fotos zeigen leider jedoch oft ein verzerrtes Bild der Realität.
Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Aber häufig ist der erste Moment beim ersten Date doch für einen der beiden Seiten enttäuschend.
Oder wie sind da eure Erfahrungen?

Zudem kommt noch hinzu, dass beide wissen, dass man sich trifft um einen potentiellen Partner zu finden. Das verkrampft die Sache ungemein.

Ich denke, dass man wegen diesen Faktoren auf Dauer abstumpft. Man braucht ziemlich viel Glück und Ausdauer beim Online Dating.
Und ohne abzustumpfen, würde man auf Dauer dabei kaputt gehen.

Vielleicht sollte man aber das Wort "Abstumpfen" eher durch Gelassenheit ersetzen. Das klingt doch wesentlich schöner!!!
 
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  • #15
Man hätte auch die Suchfunktion nutzen können und hätte dann gesehen, dass Ähnliches bereits dutzende Male debattiert wurde.
Die Themen ähneln sich zu einem großen Teil.