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  • #61
Hallo zusammen,
ich (27 Jahre, wohne noch Zuhause), möchte jetzt ausziehen und überlege mir gerade ein kleines Häuschen zukaufen.
Weiß aber noch nicht ob es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, weil ich eben noch Single bin.
Ich würde mich natürlich relativ lange Zeit, ungefähr 20 Jahre, an die Immobile binden.
Mieten macht für mich finanziell wenig Sinn, die einzige alternative wäre noch eine günstigere ETW, diese wäre dann aber natürlich zu klein für Frau und Kind, und müsste wieder verkauft werden(Vorfälligkeitsentschädigung)

Wie sieht Ihr das?
1. Sollte man vielleicht erst einen festen Partner finden und dann erst eine teure Immobilie zusammen kaufen?
2. Angenommen Ihr würdet in der gleichen Stadt wohnen.
Würde es euch stören, wenn Ihr jemanden nettes kennen lernt, der schon ein teures Haus gekauft hat? Oder würde es euch vielleicht sogar freuen, wenn es sich um ein schönes Haus handelt?
Wenn ein Eigenheim DEIN Traum ist, dann mache es. Aber binde dich nicht an ein Haus mit allem was dazugehört, nur weil du evtl. eine Familie gründen möchtest. Wie schon von einigen Foristen geschrieben, du bist noch jung - (ver)plane dein Leben jetzt nicht schon auf Jahrzehnte. Du weißt nicht, was alles noch kommt.

Mach deine Entscheidungen nicht davon abhängig, was eine evtl. Partnerin davon halten könnte. Treffe Entscheidungen nur, weil du es gut findest und es für dich genau das ist, was du möchtest.
 
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Deleted member 22408

  • #62
Ja. Gerade bei Reihenhäusern kenne ich es so, dass diese relativ schmal gebaut und dementsprechend oft 3-geschossig sind.
Wie siehst du im Alter das Bewältigen der diversen Treppen?
Es kommt auf das konkrete Objekt an, geehrter @IMHO! Unsere Treppen sind breit genug und bequem gebaut, bis zum Dachboden, der übrigens schon komplett ausgebaut war. Ein älterer Nachbar, 86 Jahre, hat sich einen Lifta einbauen lassen. Es bleibt im Treppenbereich trotzdem noch genügend Platz.
Empfehlenswert finde ich auch die Reihenhäuser der ehemaligen britischen Besatzungssoldaten. Die sind solide gebaut, relativ breit, nur zweistöckig, preisgünstig und im übrigen saniert.
Natürlich kann die Abstimmung mit einer Eigentümergemeinschaft anstrengend sein, aber Photovoltaik und E-Ladestelle sind deswegen nicht unmöglich, es scheitert bisher eher am Stromversorger.
Da sind wir in der Provinz um einiges weiter, geehrte @himbeermond!
Bei Euch in der Großstadt bekommt man sowieso immer mehr das Gefühl, dass immer mehr Stadtteile, wo die Normalverdiener wohnen, kurz vorm Abwracken sind.
130 qm für eine Einzelperson ist dennoch üppig. :)
Ich möchte atmen können, geehrte @himbeermond!
In Köln zahlst Du für ein Reihenhäuschen - durchaus etliche Jahre alt - schnell über 500.000 Euro. Niedrigzins hin oder her. Und für ein 12-qm-WG-Zimmer 500 Euro. Irgendwo dazwischen dürfte für die meisten die Lösung liegen, sofern man sie findet.
Ich weiß, deshalb würde ich um solche Städte einen ganz, ganz großen Bogen machen. Ich kenne verbeamtete Kollegen in der gleichen Gehaltsstufe, die sich in Köln nur das Wohnen in einer WG leisten können. Tolle Wohnqualität kann ich nur sagen!o_O
 
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Deleted member 22408

  • #63
Mach deine Entscheidungen nicht davon abhängig, was eine evtl. Partnerin davon halten könnte. Treffe Entscheidungen nur, weil du es gut findest und es für dich genau das ist, was du möchtest.
Da bin ich ganz bei Dir, geehrte @Fraunette! Man sollte nur (!) seine eigenen Bedürfnisse in den Focus nehmen. Sogenannte 'Lebenspartner/innen' kommen und gehen. Wäre bedauerlich, wenn man feststellt, dass man wegen ihnen die eigenen Weichen falsch gestellt hat.

Ich war z. B. dunsemal so doof und habe mir kein neues Ledersofa angeschafft, weil meine damalige Partnerin kein Leder mochte. Nun sitze ich auf dem Stoffsofa, aber wo ist meine Partnerin? :eek:
 
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  • #64
Diese Diskussion ob Eigenheim (Haus oder ETW) oder Miete "besser" ist, macht doch irgendwie keinen Sinn. Da hat doch jeder seine eigenen Vorlieben und hängt gewaltig von der Lebenssituation und den (finanziellen) Möglichkeiten ab. Beides (mieten oder kaufen) hat Vor- und Nachteile.
 
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Deleted member 22408

  • #65
Diese Diskussion ob Eigenheim (Haus oder ETW) oder Miete "besser" ist, macht doch irgendwie keinen Sinn. Da hat doch jeder seine eigenen Vorlieben und hängt gewaltig von der Lebenssituation und den (finanziellen) Möglichkeiten ab. Beides (mieten oder kaufen) hat Vor- und Nachteile.
Dass man es sich finanziell leisten kann, ist die Basis, geehrte @Fraunette! Ich persönlich hätte auch kein Wohneigentum wenn ich kein Beamter wäre. Aber so wie es jetzt ist, fühle ich mich sauwohl und unabhängig nach dem Motto "Lieber ein kleiner Herr als ein großer Knecht!".
 
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  • #66
Diese Diskussion ob Eigenheim (Haus oder ETW) oder Miete "besser" ist, macht doch irgendwie keinen Sinn. Da hat doch jeder seine eigenen Vorlieben und hängt gewaltig von der Lebenssituation und den (finanziellen) Möglichkeiten ab.
Das ist doch nicht nur bei diesem Thema so. Ob Auto leasen oder nicht, ob Home-Office oder nicht - bei allen diesen Themen wird es Pros und Contras geben. Deshalb ist doch eine Diskussion darüber nicht sinnlos. Der eine oder andere erhält möglicherweise ihm noch unbekannte Informationen, oder erfährt den einen oder anderen Gedankenanstoß.
 
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  • #67
Wenn ein Eigenheim DEIN Traum ist, dann mache es. Aber binde dich nicht an ein Haus mit allem was dazugehört, nur weil du evtl. eine Familie gründen möchtest. Wie schon von einigen Foristen geschrieben, du bist noch jung - (ver)plane dein Leben jetzt nicht schon auf Jahrzehnte. Du weißt nicht, was alles noch kommt.

Mach deine Entscheidungen nicht davon abhängig, was eine evtl. Partnerin davon halten könnte. Treffe Entscheidungen nur, weil du es gut findest und es für dich genau das ist, was du möchtest.
Ergänzung: Du genau weist, dass du dir langfristig gesehen, so ein Haus mit allen Vor- und Nachteilen, ggf. Haus in der Pampa, weite Wege der Kinder zu Kita, Schule, Freizeitaktivitäten usw. plus viel weite Pendelei zur Arbeit, was ja auch Geld und Zeit kostet, leisten kannst und willst.

Es gibt Paare, die haben ein schönes Haus, sehen sich aber kaum, weil die Fahrerei zur Arbeit, ggf. Schichtarbeit, Stau usw. jegliche Freizeit und Zeit zu Zweit auffrisst, so dass nur noch Zeit fürs Einkaufen, Essen machen, putzen und schlafen gehen bleibt. Zusätzlich muss schon viel Aufwand betrieben werden, um einen Arzttermin auf dem Land, sofern man gute Ärzte dort hat, flexibel wahrnehmen zu können. Oft zerbricht dann an solchen Umständen eine Ehe.
 
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  • #70
Zurück zum Thema? Wenn du es dir finanziell leisten kannst, ohne dich groß einschränken zu müssen, warum nicht.
Wenn du aber nur noch von Brot und Wasser lebst erschwert das vermutlich die Partnerfindung.
 
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Deleted member 22756

  • #71
Kommt ganz drauf an, was für eine Frau du suchst.
Ein eigenes Haus kann sich der Normalverdiener irgendwo in der Pampa (übertrieben gesagt) leisten. Abgesehen davon, dass es eh schon etwas schräg ist, als 27jähriger direkt vom Elternhaus ins Eigenheim zu ziehen, sprichst du damit natürlich einen gewissen Typ Frau an. Eher die Hausfrau und Mutter, ohne eigenen Beruf und naja... Schon eher die Frauen, die auf Versorgersuche sind. Das ist ja nix schlechtes, aber wenn du eher auf die eigenständige Karrierefrau stehst, wirst du es schwer haben.
Ich kannte auch so einen in meinen Zwanzigern: nagelneues riesiges Haus im Speckgürtel, dickes Motorrad davor und auf der Suche nach ner passenden Frau dazu.
War irgendwie gruselig: der Typ in seinem riesigen "Männerhaus".. sehr steril eingerichtet...
Solange ich ihn kannte war er nur einmal sehr kurzfristig erfolgreich. Ob es später noch geklappt hat weiß ich nicht.

Die ganze Finanzdiskussion hier halte ich für albern. Es gibt in größeren Städten eine Beratung zur Altersvorsorge bei der Verbraucher zentrale. Da zählt sowas wie deine Immobilie auch dazu. Die rechnen einem das ganz neutral durch. War ich auch schon... Ist sehr aufschlussreich.
 
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  • #72
Wenn Du auf dem Land noch 130qm Wohnfläche brauchst, um atmen zu können, aber Deinen Reihenendhausgarten pflegefrei (wie Gräber) gestaltest und dort den Freizeitschrott (Segelboote, Camper) anderer Menschen unterzustellen, für eine Refinanzierung. Nunja. Ein sehr spezielles Modell in meinen Augen. DAS würde mir die Luft zum Atmen nehmen.

In der Stadt mag der Wohnraum knapp und teuer sein - dafür bietet die Vielfalt dem Geist viel Raum für freie Entfaltung :)

Nichts für ungut. Jedem das Seine.
 
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  • #74
Ich war damit auch schon Single, kannst mich als dazurechnen.
In meinem Umfeld (Freunde, Bekannte, Nachbarn, Kollegen...) haben sehr viele ein Haus, und obwohl sie nicht alle stinkreich sind, geht es keinem so, wie von dir beschrieben. Dafür höre ich vor allem aus Ballungsgebieten, dass die Mieten für die meisten Menschen unbezahlbar werden.
Es hat immer alles zwei Seiten.
Stimmt, bloß sind in den Ballungsräumen die Häuser jenseits aller Preisvorstellung, auch flächen- bzw. grundmäßig totaler Unsinn - und leider auch die ETWS schier unerschwinglich, vor allem wenn man im fortgeschrittenen Alter eine kaufen möchte. Insofern würde ich jungen Leuten auf alle Fälle zum Kauf einer ETWAS raten, wenn es finanziell drin ist. Den Traum vom Haus hatte ich nie, da bin ich zu sehr Stadtmensch und genieße es zu Fuß oder per Rad schnell mal ins Museum, Konzert oder wie gestern in die Oper zu fahren. Auch würde mich der morgendliche Stau in die Stadt zur Arbeit massiv stören - für mich hat das selbst als die Kinder klein waren - mehr gewogen als die Vorteile, die vielleicht ein Haus mit Garten gebotenen hätte
 
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  • #75
Auch würde mich der morgendliche Stau in die Stadt zur Arbeit massiv stören - für mich hat das selbst als die Kinder klein waren - mehr gewogen als die Vorteile, die vielleicht ein Haus mit Garten gebotenen hätte
Als mein Kind damals klein war hatte ich alles, also Kita, Schule, Hort, Ärzte, Behörden, Einkaufen usw. alles im Umfeld von 10 min mit Rad, oder etwas länger zu Fuss.

Sehr Zeitsparend und ökologisch gesehen, besser gings nicht. Später musste ich meine Tennie nirgendwohin fahren, oder abholen. Das förderte die Selbstständigkeit vom Teenie und sparte mir Zeit, Geld und Nerven:p. Meine Schwester hats genau anders rum und hat es später bitter bereut, dass mit dem Hausbau usw. in der Pampa.

Meine kleine Mietwohnung hat für uns völlig gereicht, der Putzaufwand usw. hielt sich in Grenzen, es war also genug Zeit für mich und fürs Kind. Zudem mein Wohnumfeld sehr grün und ruhig ist und ich in den Wald und dem damaligen Reitstall ne halbe Stunde mit dem Rad brauche.

Ganz ehrlich, selbst wenn ich jetzt im Lotto gross gewinnen würde, ein Haus würde ich mir nicht kaufen, vielleicht mieten, um erstmal zu schauen, ob das Umfeld vom Haus mir auch zusagt, inkl. der lieben Nachbarn.