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  • #91
Den Knopf an dem ich meine Verliebtheitsgefühle aktivieren kann, habe ich (noch) nicht gefunden. Alles andere wäre dann bei mir Schönreden oder sich aus Vernunftsgründen auf eine Beziehung einlassen.
Na ja, ganz so wie bei einem Knopf ist es bei mir auch nicht. Aber ich würde mich nicht in eine Frau verlieben, ohne mich auch bewusst dafür zu entscheiden. Und genauso kann ich mich tatsächlich entscheiden, mich nicht zu verlieben. Zum Beispiel, wenn Vernunftgründe dagegen sprechen. Ist ganz nützlich, wenn man liiert ist. ;)
 
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Morgenrot

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  • #92
Da habe ich das Gefühl, es geht gar nicht um mich, sondern es ist eine vordefinierte Position frei, die ich einnehmen soll.
Aber ist es nicht genau das, worum es bei der Partnersuche geht? Jeder, der aktiv nach einem Partner sucht, hat genau diese eine Stelle an seiner Seite und in seinem Leben zu vergeben. Man sucht halt nach bestimmten Kriterien und hat ganz individuelle Vorstellung wie der Partner sein soll, oder man ist komplett offen und schaut, was passiert, zumindest ganz am Anfang der OD Suche. Aber man sucht nicht nach einer ganz bestimmten Person X, die es irgendwo gibt, weil sie und nur sie so unheimlich toll ist.
Oder wie stellst du dir das Online Dating vor?
Im RL kann das funktionieren, dass zwei Menschen, die nicht auf Partnersuche sind, sich kennenlernen und so sehr von einander angetan sind, ob nach einer gewissen Zeit oder sofort, spielt keine Rolle, dass sie beschließen, eine Partnerschaft einzugehen. Da geht es tatsächlich um die Person X und um die Person Y, und einen absoluten Glücksfall :) Weißt du was ich meine?
 
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  • #93
Ob es für den "verschreckenden" Teil mit dem scheuen Reh Ratgeber gibt, weiß ich nicht. Glaube ich eher nicht. :)
Oh doch, die gibt es.
sondern es ist eine vordefinierte Position frei, die ich einnehmen soll
Ja, das ist einfach nur unangenehm. Den Unterschied merke ich allerdings sehr früh und meine Beispiele bezogen sich schon auf Menschen, denen es (gefühlt) um mich ging.
Wobei natürlich insbesondere Parship eine große Auswahl (sicher bei beiden Geschlechtern) parat hält, bei denen das jetzt mal schnell passen soll. Egal ob es passt ;)
Ich glaube, niemand lässt sich gerne manipulieren.
Von gern sprach ich nicht :) Es wird tatsächlich hier und da empfohlen sich immer wieder zurückzuziehen, abzuwenden, wenn es gerade super läuft wie nach einem gemeinsamen Wochenende, intensiven Nächten usw. Nicht weil man das so empfindet, sondern weil der Mann dann immer aufs Neue jagen muss und man sonst zu verfügbar sei.
Immer wieder das Gefühl vermitteln er bewerbe sich um einen exklusiven Platz an der eigenen Seite. Klingt halt auch ein wenig wie Fahren mit angezogener Handbremse.
 
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Morgenrot

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  • #94
Und wenn man sich bei einem Date wirklich gleich verliebt, bzw. wenn es so richtig gefunkt hat und man meint DIE Person ist es, genau die. Was hat das mit "eintüten" zu tun? Manchmal ist die (gegenseitige) Anziehung so stark, dass zwei Monate zu warten bis man den anderen berühren darf, einfach nicht möglich ist. Klar, kann es passieren, dass es nach zwei Monaten abflacht und die Gefühle sich nicht festigen, vor allem wenn man merkt, dass man doch nicht so gut zusammen passt. Das Risiko hat man aber auch dann, wenn man monatelang wartet, den Menschen super toll findet, vom Charakter her und was weiß ich, es im Bett dann aber überhaupt nicht passt. Ist die Enttäuschung dann nicht noch ein bisschen größer und die Landung nicht noch ein bisschen härter?
 
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  • #95
Und wenn man sich bei einem Date wirklich gleich verliebt,
Ich denke mal, das Problem ist, dass sich meistens nicht beide gleich schnell verlieben. Und wenn man da sehr forsch rangeht, fühlt sich der andere evtl. überfordert oder bedrängt. Auch hat er vielleicht zu wenig Raum, um Gefühle zu entwickeln.
Dann kommen evtl. noch so Dinge hinzu wie "der will mich bloß schnell klarmachen, wenn es ihm wirklich um mich ginge, würde er mir mehr Zeit lassen".
 
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  • #96
Wie gesagt, ich finde den Unterschied schnell und leicht spürbar. Und das will etwas heißen bei einem manipulierbaren Menschen, wie ich es nun einmal bin ;)
Es ist ein Unterschied ob da ein (in deinem Beispiel riesiger erster) Funke ist oder ein "Hey, da passt aber einiges zwischen uns" - wenn es dieses "zwischen" nicht gibt.
Edit: Insbesondere an nicht gestellten Fragen, ist das lesbar. Kein Interesse an Hintergründen, warum ich etwas beispielsweise ausübe, was mich interessiert und woher was beim anderen kommt, sondern schlicht, dass es ja wirklich gut passt.
 
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  • #97
Man macht halt beim Daten so seine Erfahrungen, die einen vorsichtig werden lassen.
Ok, solche, hm, "Erfahrungen" hatte ich wohl nie.
Ich meine nur, wenn Du Dich von Deinen (unguten) Erfahrungen (zu sehr) beeinflussen läßt, dann ist das problematisch. Ein neues Gegenüber kann auch nix dafür. Aber es spürt womöglich Deine "Zurückhaltung" und das ist m.E. wenig prickelnd, vorsichtig ausgedrückt... :rolleyes:
Oder kannst du nach einigen Treffen schon sagen, wie dein Gegenüber tickt, so wie wenn du jemanden bereits 10 Jahre kennst.
Nö. Macht aber auch nix.
Wenn Du Dich mit einem andern Menschen einlassen möchtest, benötigst Du so oder so ein hohes Maß an Akzeptanzvermögen. Nach meiner Erfahrung läßt sich das in einer Beziehung gut aufbauen (oder vieleicht auch "trainieren"). In einem Vorbeziehungskennenlernprozess jedoch werden durch die am Gegenüber entdeckten Spleens eher weitere Hürden aufgebaut bis zum "ach, lieber doch nicht". Gleiches gilt auch, wenn die partnerlose Zeit immer länger wird. Die Leute haben dann immer weniger Lust, sich aus ihrem Kokon zu bewegen und hoffen auf den einen fehlerfreien Menschen, der sie von allen Mühen befreit. Das passiert nur nicht.
 
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  • #98
Na ja, ganz so wie bei einem Knopf ist es bei mir auch nicht. Aber ich würde mich nicht in eine Frau verlieben, ohne mich auch bewusst dafür zu entscheiden. Und genauso kann ich mich tatsächlich entscheiden, mich nicht zu verlieben. Zum Beispiel, wenn Vernunftgründe dagegen sprechen. Ist ganz nützlich, wenn man liiert ist. ;)
Das Thema hatten wir ja auch schon Mal: die eine Fraktion baut Beziehung zwingend auf Verliebtheit auf, für die andere Fraktion ist es eine Entscheidung. Du und @fafner gehört zu letzterer, ich uneingeschränkt zu ersterer.
Eine Beziehungsanbahnung, wie ihr sie beschreibt wäre für mich undenkbar. Auch wollte ich mit jemandem, der eine Beziehung so angeht nicht zusammen sein (hatte ich in jungen naiven Jahren und habe mir seine nicht vorhandene Verliebtheit schön geredet).
Auf der anderen Seite bietet so eine Kopfentscheidung natürlich mehr Verbindlichkeit und Sicherheit. Auch verständlich.
Ich kann das aber nicht vom anderen einfordern. Und daher nervt es mich, wenn die von der Verliebtheits-Fraktion hier regelmäßig als Hallodris / Hallodrinen als unverbindlich /nicht willig eine Beziehung eingehen zu wollen verunglimpft werden.
Bloß weil ihr anders leben wollt ist das nicht die moralisch bessere Variante (gilt auch für offene Beziehung oder LAT).
Für mich kommt erst die Verliebtheit und dann habe ich mittlerweile gelernt, mich eben nicht gleich in eine Beziehung zu stürzen, sondern zu gucken, ob's wirklich passt. Weil Verliebtheit eben nicht alles überwindet. Dann kann es eben auch Mal trotz Verliebtheit nicht passen. Ist bitter, aber besser für beide.
Um das rauszufinden muss ich mich aber logischerweise erst Mal näher einlassen - ohne Sicherheit.
Schwierig wird es halt, wenn zwei aus diesen unterschiedlichen Fraktionen aufeinander treffen, ohne dass das geklärt ist. Der eine entscheidet sich für eine Beziehung, wo der andere noch mit seinen Gefühlen und der Findungsphase beschäftigt ist. Das kann dann halt zu Missverständnissen führen, und hat meiner Ansicht nach eben nicht immer gleich mit Spielchen, oder Ausnutzen oder Sex erschleichen zu tun.
Ist halt eine andere Lebenseinstellung und nicht irgendwie moralisch verwerflich.
 
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  • #99
Unmoralisch wird es dort, wo man weiß wie der andere tickt, die Sachen besprochen hat und trotzdem sein eigenes Süppchen kocht, aber manche Menschen kennen sich selbst auch nicht so genau.
 
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  • #100
Ich fühl mich da gerade in eine völlig falsche Schublade gesteckt, @Luzi99
Ich könnte niemals mit einer Frau zusammensein, in die ich mich nicht verliebt habe. Ich kann nur das Verlieben ein wenig rational beeinflussen, während ich bei anderen oft den Eindruck habe, dass sie sich dem (mitunter hilflos) ausgeliefert fühlen.
Und mit @fafner 's Hallodrinenstempel hab ich gar nix zu schaffen, sei so gut und steck mich da in keine Fraktion.
 
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  • #101
Ist halt eine andere Lebenseinstellung und nicht irgendwie moralisch verwerflich.
Und genau da gehen die Meinungen wohl auseinander. Wer sich in seiner Verliebtheit lenken und damit auch durchaus kontrollieren kann, darf das "natürliche" Verliebtsein schlechter finden, etwas anrüchig und gern auch zügellos. Ich nehme das nicht persönlich :)
Aber ich suche auch nicht nach einer funktionierenden Beziehung sondern nach einer glücklichen. Wenn beides zusammenfällt, prima!
Ich für meinen Teil vermute, dass hinter vernunftsorientien Beziehungen häufig Ängste liegen. Was auch nicht unbedingt verwerflich ist, bloß die Erhabenheit, die sich manch einer aufs Heft pinselt, kann ich nicht erkennen.
 
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  • #103
Ok, solche, hm, "Erfahrungen" hatte ich wohl nie.
Ich meine nur, wenn Du Dich von Deinen (unguten) Erfahrungen (zu sehr) beeinflussen läßt, dann ist das problematisch. Ein neues Gegenüber kann auch nix dafür. Aber es spürt womöglich Deine "Zurückhaltung" und das ist m.E. wenig prickelnd, vorsichtig ausgedrückt... :rolleyes:
Nö. Macht aber auch nix.
Wenn Du Dich mit einem andern Menschen einlassen möchtest, benötigst Du so oder so ein hohes Maß an Akzeptanzvermögen. Nach meiner Erfahrung läßt sich das in einer Beziehung gut aufbauen (oder vieleicht auch "trainieren"). In einem Vorbeziehungskennenlernprozess jedoch werden durch die am Gegenüber entdeckten Spleens eher weitere Hürden aufgebaut bis zum "ach, lieber doch nicht". Gleiches gilt auch, wenn die partnerlose Zeit immer länger wird. Die Leute haben dann immer weniger Lust, sich aus ihrem Kokon zu bewegen und hoffen auf den einen fehlerfreien Menschen, der sie von allen Mühen befreit. Das passiert nur nicht.

Es kann! problematisch werden, muss es aber nicht. Ich als Frau empfinde das Vorgehen eines Mannes, der nicht so viel Gas gibt viel besser. Irgendwie schätze ich Baudolino auch nicht so ein, dass er ein schüchterner Mann ist, der zu zerückhaltend agiert.

Ist ja auch logisch, dass man aufgrund der gemachten früheren Erfahrungen a bissel langsamer rangeht. Schaden tut das nicht, finde ich. Die Wahrheit kommt so oder so ans Licht, sei es im Gutem, oder sei es im halt nicht passenden.

Es geht hier m.E. auch nicht um den Fehlerlosen Menschen sondern einfach darum, ob es passt, ob der Andere mit den "Fehlern" des anderen umgehen kann, oder diese gar nicht als Fehler sieht, sondern als normales Verhalten.

Bei Baudolino kommen mir wenig Bedenken, wenn ich so seine Beiträge lese. Der muss nur auf die passende Frau treffen und das hat halt auch viel mit Glück zu tun, gerade wenn man Ü50 ist.
 
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  • #104
Ich fühl mich da gerade in eine völlig falsche Schublade gesteckt, @Luzi99
Ich könnte niemals mit einer Frau zusammensein, in die ich mich nicht verliebt habe. Ich kann nur das Verlieben ein wenig rational beeinflussen, während ich bei anderen oft den Eindruck habe, dass sie sich dem (mitunter hilflos) ausgeliefert fühlen.
Und mit @fafner 's Hallodrinenstempel hab ich gar nix zu schaffen, sei so gut und steck mich da in keine Fraktion.
Da habe ich dich tatsächlich in einen Topf geworfen, wo du nicht hingehörst.
Es ging mir eher um die Fähigkeit, sich bewusst für oder gegen Verlieben / Beziehung zu entscheiden. Du beschreibst das ja immer wieder, dass du das in gesisser Weise steuern kannst. Ich kann mir das ganz schwer vorstellen, weil ich da nichts steuern kann. Ich habe es schon in beide Richtungen versucht: der gute Freund, in den ich mich verliebt habe, und den ich nicht verlieren wollte als Freund. Und der Freund, der sich in mich verliebt hatte, und wo ich so gern wollte, dass es mir auch "passiert", weil alles so super gepasst hat.
Hat leider beides nicht funktioniert. Ging dann nur mit Distanz, um die Verletzungen nicht zu arg werden zu lassen. Freunde sind beide nicht mehr, obwohl das mit der Verliebtheit vorbei ist. Ich bedauere das bei beiden sehr, obwohl es sehr lange her ist.

Deshalb finde ich das so faszinierend, was du beschreibst.
 
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  • #105
Da habe ich dich tatsächlich in einen Topf geworfen, wo du nicht hingehörst.
Es ging mir eher um die Fähigkeit, sich bewusst für oder gegen Verlieben / Beziehung zu entscheiden. Du beschreibst das ja immer wieder, dass du das in gesisser Weise steuern kannst. Ich kann mir das ganz schwer vorstellen, weil ich da nichts steuern kann. Ich habe es schon in beide Richtungen versucht: der gute Freund, in den ich mich verliebt habe, und den ich nicht verlieren wollte als Freund. Und der Freund, der sich in mich verliebt hatte, und wo ich so gern wollte, dass es mir auch "passiert", weil alles so super gepasst hat.
Hat leider beides nicht funktioniert. Ging dann nur mit Distanz, um die Verletzungen nicht zu arg werden zu lassen. Freunde sind beide nicht mehr, obwohl das mit der Verliebtheit vorbei ist. Ich bedauere das bei beiden sehr, obwohl es sehr lange her ist.

Deshalb finde ich das so faszinierend, was du beschreibst.
Nicht verlieben kann ich mir schon "vorschreiben". Umgekehrt funktioniert es nicht.
Aber trotzdem kann ich @WolkeVier verstehen.
Ich für meinen Teil verliebe mich erst (lasse das Gefühl erst zu), wenn ich den Eindruck habe, das passt. Insofern steuere ich dieses Gefühl.
Es würde mir nicht passieren, dass mich ein Mann bei den ersten Treffen so flasht, dass mein Kopf ausschaltet und ich nur mehr Schmetterlinge spüre.
 
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  • #106
Nicht verlieben kann ich mir schon "vorschreiben". Umgekehrt funktioniert es nicht.
Aber trotzdem kann ich @WolkeVier verstehen.
Ich für meinen Teil verliebe mich erst (lasse das Gefühl erst zu), wenn ich den Eindruck habe, das passt. Insofern steuere ich dieses Gefühl.
Es würde mir nicht passieren, dass mich ein Mann bei den ersten Treffen so flasht, dass mein Kopf ausschaltet und ich nur mehr Schmetterlinge spüre.
Das kann ich nicht.
Das ist dann zwar schon für mich zu händeln, indem ich mich da rausziehe, aber Liebeskummer hätte ich dann schon ne Weile.
Wenn's dann für beide passt, passt's dann halt..
Ist aber sicher mehr Glückssache, als wenn ich das steuern kann.
 
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  • #107
Ich habe es schon in beide Richtungen versucht: der gute Freund, in den ich mich verliebt habe, und den ich nicht verlieren wollte als Freund.
Ich habe mich früher schon immer gewundert über die Typen, die sich so unsterblich in eine Frau verlieben, dass sie dann über Jahre, z. T. Jahrzehnte zum "besten Kumpel" werden. Immer da und immer irgendwie unglücklich. Und eigentlich auch irgendwie verlogen. Ich war immer in der Lage, diese Verliebtheit dann "abzustellen", und ich bin sehr froh darum.
Ich habe also gelernt (?), mich nur dann zu verlieben, wenn das Ganze Aussicht auf Erfolg hat. Daher natürlich auch nicht in Frauen, mit denen ich nicht hätte zusammensein wollen. Außerdem brauche ich, dass die Frau die Gefühle erwidert, sonst laufe ich sowieso nicht heiß. "Hard to get" turnt mich völlig ab.
So weit ich es mitbekommen habe, gibt es auch sehr wenig Frauen, die sich einseitig in mich verliebt haben. Das gab’s ein paar Mal, als ich jung war, bis ich begriffen habe, wie ich das auslöse oder eben nicht.
Vielleicht sind Menschen, die da emotionaler sind und sich rational nicht so gut steuern können, etwas "intensiver" als andere, aber dafür manchmal auch etwas unglücklicher.
Freunde sind beide nicht mehr, obwohl das mit der Verliebtheit vorbei ist. Ich bedauere das bei beiden sehr, obwohl es sehr lange her ist.
Na ja, ich bin gegenüber intensiven Freundschaften zwischen Männern und Frauen ohnehin skeptisch.
 
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  • #108
Nicht verlieben kann ich mir schon "vorschreiben". Umgekehrt funktioniert es nicht.
Ich glaube, dass es Hunderte von Frauen gibt, in die ich mich verlieben könnte. So gesehen könnte ich es schon dadurch beeinflussen, dass ich es halt bei der einen bewusst zulasse. Aber auch dadurch, dass ich die Frau sehr positiv sehe (nicht nur äußerlich), fördere ich meine Verliebtheitsgefühle.
Das ist ja einer der Punkte, zu denen ich hier schon paarmal geraten habe: Durch Verringern der NoGos bzw. der Verurteilung von Eigenschaften die Anzahl der potenziellen Partner zu vergrößern. Das klappt natürlich nur bei denen, die das Verlieben dadurch beeinflussen können.
 
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tina*

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  • #109
Wie meinst du das mit den eigenen Gefühlen, die man beeinflussen kann? Ob ich mich verliebe, mehr empfinde kann ich nicht beeinflussen o_O
Mein Beitrag ging an Rosenfee. Sie war ja verliebt.
Und es waren Angst und Unsicherheitsgefühle da, die sie veranlassten, "blöde" Nachrichten zu schreiben. Das wird auf der anderen Seite dann keine Begeisterungsstürme erwecken. So wie sich das gegenseitig positiv
beeinflussen kann, geht es auch in die andere Richtung.
Und klar kann man Angst und Unsicherheit beeinflussen, die fallen ja nicht einfach so vom Himmel. Das ist natürlich kein Knopf. Eher Lebenserfahrung.
 

tina*

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  • #110
Aber ist es nicht genau das, worum es bei der Partnersuche geht? Jeder, der aktiv nach einem Partner sucht, hat genau diese eine Stelle an seiner Seite und in seinem Leben zu vergeben.
Durchaus möglich. Wahrscheinlich auch ein bisschen altersabhängig. Ich hab's ja nicht so mit der Partnersuche, eher mit der Findung ;). Möchte das auch nicht als Bewerbung behandelt haben.
Man sucht halt nach bestimmten Kriterien und hat ganz individuelle Vorstellung wie der Partner sein soll
Ich glaube nicht, dass das so funktioniert.
oder man ist komplett offen und schaut, was passiert, zumindest ganz am Anfang der OD Suche.
Glaube ich auch eher nicht. Außer man hat sonst keine Hobbys ;)
Aber man sucht nicht nach einer ganz bestimmten Person X, die es irgendwo gibt, weil sie und nur sie so unheimlich toll ist. Oder wie stellst du dir das Online Dating vor?
Ich stell's mir gar nicht vor, weil es nichts für mich ist. Da ich nicht gern schreibe, habe ich keine Lust, mit Menschen schriftliche Parterschaftstauglichkeitsprüfungen :eek:;) durchzuführen. Und wenn ich Männer im RL kennenlerne, was durchaus häufiger geschieht, haben die kein ausgefülltes Profil um den Hals hängen. Wenn da was gegenseitig Anziehendes vorhanden ist, dann trifft man sich halt ein paar Mal. Wenn mir dann einer beim zweiten Treffen schon mit Eintütungsplänen kommt, bin ich raus. We are united in our differences.:)
Im RL kann das funktionieren, dass zwei Menschen, die nicht auf Partnersuche sind, sich kennenlernen und so sehr von einander angetan sind, ob nach einer gewissen Zeit oder sofort, spielt keine Rolle, dass sie beschließen, eine Partnerschaft einzugehen. Da geht es tatsächlich um die Person X und um die Person Y
Ja, kenne ich nicht anders.
Was hat das mit "eintüten" zu tun? Manchmal ist die (gegenseitige) Anziehung so stark, dass zwei Monate zu warten bis man den anderen berühren darf, einfach nicht möglich ist.
Auch wenn ich von zwei Monaten gesprochen habe, habe ich sicher das nicht gemeint. Ich bin doch verderbt :rolleyes:.
 
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  • #111
Mein Beitrag ging an Rosenfee. Sie war ja verliebt.
Und es waren Angst und Unsicherheitsgefühle da, die sie veranlassten, "blöde" Nachrichten zu schreiben. Das wird auf der anderen Seite dann keine Begeisterungsstürme erwecken. So wie sich das gegenseitig positiv
beeinflussen kann, geht es auch in die andere Richtung.
Und klar kann man Angst und Unsicherheit beeinflussen, die fallen ja nicht einfach so vom Himmel. Das ist natürlich kein Knopf. Eher Lebenserfahrung.
Ängste dürften nur leider mit am schwierigsten zu beeinflussen sein. In der Regel entwickeln wir ja ausgeklügelte Vermeidungsstrategien, um sie bzw. ihre Ursachen so lange wie möglich im Unbewussten zu belassen. Die Krux dabei ist, dass diese Mechanismen situativ/reaktiv so schnell greifen, dass wir ihrer kaum gewahr werden.
 
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tina*

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  • #113
Hast du mal Beispiele? Würde mich interessieren.
Ich habe festgestellt, dass auch jüngere Männer (wie häufig ältere auch) einfach keine Lust auf Konkurrenzkampf haben. Von wegen starke Frau und Sahnehäubchen. Das finde ich auch doof. Und Jagdtrieb und scheues Reh sowieso. Das hat ja nichts mit Flirtkultur zu tun (da haben halt generell bestimmte Menschen m/w/d Defizite bzw. unterschiedliche Auffassungen).
An was es häufig fehlt, ist die Fähigkeit, Gefühle überhaupt wahrzunehmen und dann auch noch darüber zu reden :eek: - oweh ;).
Nicht weil man das so empfindet, sondern weil der Mann dann immer aufs Neue jagen muss und man sonst zu verfügbar sei.
Ja, das rules-Zeug halt. Wer's braucht. Gibt ja durchaus auch Männer hier, die drauf abfahren. Wär für mich ein glattes Zeichen für Nichtpassung.
Wie gesagt, ich finde den Unterschied schnell und leicht spürbar. Und das will etwas heißen bei einem manipulierbaren Menschen, wie ich es nun einmal bin
Ich weiß nicht, auf was du manipulierbar beziehst. Wenn das auf alten Kindheitsthemen beruht, ist meine Erfahrung, dass der Manipulationsdetektor einerseits viel schneller anschlägt, manchmal auch da, wo es gar nicht erforderlich ist, was andererseits nicht davor schützt, an einer anderen Ecke voll reinzufallen.
Edit: Insbesondere an nicht gestellten Fragen, ist das lesbar. Kein Interesse an Hintergründen, warum ich etwas beispielsweise ausübe, was mich interessiert und woher was beim anderen kommt, sondern schlicht, dass es ja wirklich gut passt.
Ja, völlig d'accord. Aber solche Fragen schriftlich :) mit Fremden ginge für mich gar nicht.
 
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tina*

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  • #114
Ängste dürften nur leider mit am schwierigsten zu beeinflussen sein. In der Regel entwickeln wir ja ausgeklügelte Vermeidungsstrategien, um sie bzw. ihre Ursachen so lange wie möglich im Unbewussten zu belassen.
Ja, zähes Zeug.
Die Krux dabei ist, dass diese Mechanismen situativ/reaktiv so schnell greifen, dass wir ihrer kaum gewahr werden.
Kann man alles lernen. Wenn man was verändern möchte.
 
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  • #115
Hast du mal Beispiele? Würde mich interessieren.
Das fällt dann wohl alles unter "rules"...
Ich weiß nicht, auf was du manipulierbar beziehst. Wenn das auf alten Kindheitsthemen beruht, ist meine Erfahrung, dass der Manipulationsdetektor einerseits viel schneller anschlägt, manchmal auch da, wo es gar nicht erforderlich ist, was andererseits nicht davor schützt, an einer anderen Ecke voll reinzufallen.
Möglich. Bin da erst vor kurzem hintergestiegen, dass ich noch gut mit zu tun habe :)
Wobei ich tatsächlich versuche nicht arg auf der Hut zu sein, zum einen wegen einer möglichen negativen Erwartungshaltung, zum anderen schlicht weil ohne einen Vorschuss an Vertrauen nicht viel geht. Man kann sich nicht vor allem schützen, aus diversen Anzeichen Gefahren ableiten etc. bzw. kann man das durchaus, es entfernt bloß einfach voneinander und verschließt vor neuen (guten) Erfahrungen.
Vor dem Hintergrund habe ich mich tatsächlich auch ein wenig vom OD entfernt, ich halte die Strukturen für jemanden wie mich schlicht für unpassend, da ich mein Bauchgefühl dort viel leiser höre oder den Verstand und Illusionen, Wünsche wesentlich lauter, wie man's nimmt ;)
Da bin ich offline besser aufgehoben.
 
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Bastille

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  • #116
Ja, zähes Zeug.

Kann man alles lernen. Wenn man was verändern möchte.
Das die Abwehrstrategien in ihrer Funktion, Schmerz zu vermeiden, aus schützendem Grund entwickelt wurden, erleicht die Sache nicht. Zu erkennen, dass Mittel, die erst einmal eine vordergründige Stabilität vermitteln, dann, einmal verselbständigt, sabotierend wirken, ist ja schon ein Prozess.
Von daher kann ich das Festhalten schon verstehen. Häufig erscheint das Leiden, das man kennt und für welches man wiederum Strategien entwickelt hat, als die bessere, kalkulierbarere Wahl, als ein Kampf um etwas Ungewisses. Bringt einen langfristig natürlich nicht weiter, aber die Dynamiken sind schon enorm.
Man muß halt noch viel, viel zäher sein, als das zähe Zeug. ;)
 

Bastille

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  • #118
Nicht in der Situation selbst vielleicht - wobei man auch da sensibler werden kann für sich - aber durchaus im Nachgang. Vor allem da sich ja Auslöser durchaus immer wieder ähneln.
So denn das Bewusstsein für Auslöser schon geschärft ist. Ich lese das, auch hier im Forum, häufig eher diffus. Gefühle mit den einhergehenden Reaktionen werden als spontan erlebt, wobei gerade das vermeintlich spontane Auftreten selbiger als Beweis für Wahrhaftigkeit/Echtheit/Ungefiltertheit wahrgenommen wird. D.h. die Zwischenstufe des auslösenden Momentes, das Umschalten, wird gar nicht bewusst erfasst, was ja, zugegebenerweise, auch wirklich schwierig ist. Am Ende läuft es, wie immer, auf den subjektiv empfundenen Leidensdruck und den damit einhergehenden Wunsch nach Veränderung hinaus.
 
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  • #119
Ich für meinen Teil vermute, dass hinter vernunftsorientierten Beziehungen häufig Ängste liegen.
Ich vermute - können, müssen nicht.
Meinst du jetzt die Ängste? Die haben ja nichts mit verwerflich zu tun; wenn sie da sind, hat das ja irgendwo einen Grund.
bloß die Erhabenheit, die sich manch einer aufs Heft pinselt, kann ich nicht erkennen.
Ach, faffi hat hier auch schon andere Töne gesungen :rolleyes:. Er provoziert halt gerne, gönn's ihm doch ;).
Das vermute ich auch, allem voran die Angst vor dem Alleine-Sein.
Glaube ich eher nicht. Eher noch die (unbewusste ?) Angst vorm Fühlen, vor dem wirklich Hinschauen, vor dem Kontrolle Verlieren. Das führt zu Vernunftentscheidungen. Auch okay, nicht verwerflich ;).
 

tina*

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  • #120
Wobei ich tatsächlich versuche nicht arg auf der Hut zu sein, zum einen wegen einer möglichen negativen Erwartungshaltung, zum anderen schlicht weil ohne einen Vorschuss an Vertrauen nicht viel geht.
'Auf der Hut sein' würde ich als Ausdruck gar nicht verwenden, wenn ich Leute in meinem Umfeld kennenlerne. Ohne Interesse ergäbe sich ja keine Vertiefung des Kontakts, und klar, das geht nur mit Vertrauen (auch ins eigene Bauchgefühl).
vor dem Hintergrund habe ich mich tatsächlich auch ein wenig vom OD entfernt, ich halte die Strukturen für jemanden wie mich schlicht für unpassend, da ich mein Bauchgefühl dort viel leiser höre oder den Verstand und Illusionen, Wünsche wesentlich lauter, wie man's nimmt ;)
Ja, darauf ist das ja auch ein bisschen ausgelegt... Hoffnungen, Illusionen, Partnerbestellservice :rolleyes:, die Idee, da wären andere/bessere Menschen als sonst so. Ich glaube, wenn man da länger mitspielt, verliert man auch ein bisschen den Glauben an das Gute im Menschen (das kann auch schon mal im Forum passieren ;)).
Von daher kann ich das Festhalten schon verstehen. Häufig erscheint das Leiden, das man kennt und für welches man wiederum Strategien entwickelt hat, als die bessere, kalkulierbarere Wahl, als ein Kampf um etwas Ungewisses. Bringt einen langfristig natürlich nicht weiter, aber die Dynamiken sind schon enorm.
Wenn wir jetzt so allgemein sprechen, finde ich, das darf jede/r selbst entscheiden. Ich finde es voll okay, kann jeder so machen, wie er möchte. Mir fehlt da der 'Missionierungsdrang', den ich hier gelegentlich beobachte. Jede/r hat halt so seine Eigenarten. We are united in our differences.
Man muß halt noch viel, viel zäher sein, als das zähe Zeug. ;)
Ja und nein. :)
Kommt ja drauf an, ob wir von "einfachen" Ängsten reden oder Überlebensanteilen, die Traumaanteile überdecken. Das würde hier zu weit führen.
Frieden schließen, annehmen, dass einige Dinge so sind wie sie sind, ist auch ein guter Weg. Mit dem Kopf durch die Wand führt oft nur zu Beulen :(;).

Volle Zustimmung zu deinem letzten Beitrag.
 
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  • #120
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