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  • #121
Und Charme zu lernen, dass können selbst Psychopathen, siehe den eiskalten Serienmörder Ted Bundy, dessen Charme selbst so manchem Profiler eine Studie/ein Buch wert war.
Ja das war sicherlich zu kurz gedacht von mir.
Hängt auch mit (m)einem überschätzten Bauchgefühl zusammen.
Richtigen Täuschungen bin ich bisher nicht erlegen und schon ein paar Tage auf der Welt. ;)
 
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  • #122
ui, ich hab vor kurzem den Film "die Verführten" mit Nicole Kidman gesehen, uuuuhhhhhh......toller Film, beginnt ganz gediegen im Mädchenpensionat....bis die Ruhe von einem charmanten Soldaten unterbrochen wird, der aber letztlich dadurch zuerst seinen Fuß und dann sein Leben verliert 😇
 
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  • #123
Ich habe mal gelesen:
Charme hat man solange, bis man sich beginnt darauf zu verlassen. [...]
Das halte ich für ein Gerücht. Ich musste gerade an Felix Krull denken und daran, dass doch gerade in der filmischen und literarischen Umsetzung der charmante Hochstapler in der Regel als liebenswert, amüsant, interessant dargestellt wird. Das betörend Bestrickende scheint in einem Maße zu faszinieren, dass es das (eventuelle) Elend der Verführten überstrahlt.
 
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  • #124
Das halte ich für ein Gerücht. Ich musste gerade an Felix Krull denken und daran, dass doch gerade in der filmischen und literarischen Umsetzung der charmante Hochstapler in der Regel als liebenswert, amüsant, interessant dargestellt wird. Das betörend Bestrickende scheint in einem Maße zu faszinieren, dass es das (eventuelle) Elend der Verführten überstrahlt.
Ich unterstelle mit diesem Satz wohl , dass dies dann dauerhaft zum "bemühten, weniger echt rüberkommenden Charme" werden könnte.


Hochstapler, so charmant sie auch sein mögen, sind auf Vertrauensvorschuss, Leichtgläubigkeit u.a.angewiesen.
 
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  • #125
Ich unterstelle mit diesem Satz wohl , dass dies dann dauerhaft zum "bemühten, weniger echt rüberkommenden Charme" werden könnte.
Aber da würde ich meinen, das bemühter Charme nur begrenzt zu Erfolg führt, also wenig Anlaß dafür geben würde, sich darauf zu verlassen. Man verlässt sich doch nur auf etwas, auf dessen Wirkung man sicher bauen kann und das würde ich dann eher im Bereich des natürlich (wirkenden) Charmes ansiedeln, der dann bewusst eingesetzt wird.
Hochstapler, so charmant sie auch sein mögen, sind auf Vertrauensvorschuss, Leichtgläubigkeit u.a.angewiesen.
Du meinst im Epicharmosschen Sinne "Nüchternheit und Misstrauen sind des Geistes Arme."? Finde ich im zwischenmenschlichen Bereich nicht unproblematisch.
Da ist m.E. jeder auf Vertrauensvorschuss angewiesen und gewährt diesen doch in aller Regel auch. Ich setze diesen Vertrauensvorschuss auch nicht mit Leichtgläubigkeit gleich. Leichtgläubigkeit impliziert Naivität, kindliches Denken, einen Mangel an sozialer Intelligenz. Da wiegt man sich in trügerischer Sicherheit, dass einem das selbst ja niemals passieren kann, was eine Illusion ist. Ich glaube, jeder hat seinen Hochstapler irgendwo da draussen, der einen genau da packt, wo man verwundbar ist. Und wahrscheinlich nicht nur einen. Glück ist vielleicht nur, ihm niemals zu begegnen. ;)
 
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  • #126
also wenig Anlaß dafür geben würde, sich darauf zu verlassen. Man verlässt sich doch nur
Oh manche halten sich schon für charmanter als sie sind.Klappt ja auch immer wieder mal.
Ich setze diesen Vertrauensvorschuss auch nicht mit Leichtgläubigkeit gleich. Leichtgläubigkeit impliziert Naivität, kindliches Denken, einen Mangel an sozialer Intelligenz.
Ich auch nicht.Ohne einen gewissen Vertrauensvorschuss geht es sicherlich nicht, im zwischenmenschlichen Bereich.


Ich habe es auf diesen Satz bezogen:

Zitat
Das betörend Bestrickende scheint in einem Maße zu faszinieren, dass es das (eventuelle) Elend der Verführten überstrahlt. Ende

Glück ist vielleicht nur, ihm niemals zu begegnen. ;)
Ja zumindest in voller Ausprägung. ;)
 
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  • #127
Ich habe es auf diesen Satz bezogen:

Zitat
Das betörend Bestrickende scheint in einem Maße zu faszinieren, dass es das (eventuelle) Elend der Verführten überstrahlt. Ende
Verstehe. Ich bezog mich damit auf die gesellschaftliche Rezeption, wenn man so will. Den Stellenwert den die Gesellschaft Charme zumisst, dass er, in ausreichendem Maße vorhanden, selbst menschlich grausamstes Verhalten relativiert.
 
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  • #129
Ich unterstelle mit diesem Satz wohl , dass dies dann dauerhaft zum "bemühten, weniger echt rüberkommenden Charme" werden könnte.


Hochstapler, so charmant sie auch sein mögen, sind auf Vertrauensvorschuss, Leichtgläubigkeit u.a.angewiesen.
Darf ich dir da widersprechen? :)

Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, zwei als Psychopathen diagnostizierte Menschen, über Jahre "beobachten" zu dürfen. Und ich kann dir aus dieser Erfahrung sagen, dass Leichtgläubigkeit nicht notwendig ist, um dem, was diese Menschen bezwecken, nicht durchzuschauen. Ich durfte auch miterleben, welche Menschen zumindest einem Psychopathen auf den Leim gegangen sind, und da waren Menschen aus Berufen dabei, denen man solch eine "Leichtgläubigkeit" bereits durch ihr Wissen absprechen würde.

Es liegt tatsächlich am "Geschick" mancher Menschen, sprich: Was wollen sie und was ist ihr Motiv. Letzteres ist teilweise unfassbar und macht sie zu Schauspielern, die für ihre Leistung einen Oskar verdient hätten.
 
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  • #130
Es liegt tatsächlich am "Geschick" mancher Menschen, sprich: Was wollen sie und was ist ihr Motiv. Letzteres ist teilweise unfassbar und macht sie zu Schauspielern, die für ihre Leistung einen Oskar verdient hätten.
Tragisch immer, wenn es zu spät erkennbar wird.
Natürlich konnte ich auch schon Manipulative Persönlichkeiten ( M./W. ) im Umfeld ,über Jahre beobachten.
Im zwischenmenschlichen Bereich wohl am schwierigsten zu durchschauen.
Bei Hochstaplern dachte ich wohl primär an andere Bereiche.
 
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  • #131
Oh je, es wird immer komplizierter :).

Und erst mal die armen Schauspieler, die sie während der Entstehung eines Films kennen und lieben lernten.

Da gibt es ja so einige Schauspieler und Schauspielerinnen.
Das wäre jetzt ein Smaltalk-Themea für eine Party in entsprechenden Kreisen. Auch in vielen Ehen wird geschauspielert.
Was bleibt übrig, wenn, die ganze Schauspielerei wegfällt.
Siehe auch Kinothread. Das wahre Leben liegt meist irgendwo dazwischen.
 
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  • #132
Ach ja, happy go Lucky so war das ja. Einfach alles richtig machen :)))
 
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  • #133
...oder was wir von Jennifer Aniston, Brad Pitt und Angelina Jolie alles noch lernen können.