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  • #1

Handicap

Hallo zusammen

Ich möchte hier mal die Frage stellen ob Frauen mit dem Umstand, dass ihr Partner ein Handicap haben könnte tatsächlich besser umgehen können als umgekehrt? Denn spätestens wenn ich dem Mann hier mitteile, dass ich ein Handicap habe, wird der Kontakt verabschiedet......... Ok, dann war er es auch nicht wert aber trotzdem meine Frage....
 
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Deleted member 20811

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  • #2
Hallo zusammen

Ich möchte hier mal die Frage stellen ob Frauen mit dem Umstand, dass ihr Partner ein Handicap haben könnte tatsächlich besser umgehen können als umgekehrt? Denn spätestens wenn ich dem Mann hier mitteile, dass ich ein Handicap habe, wird der Kontakt verabschiedet......... Ok, dann war er es auch nicht wert aber trotzdem meine Frage....
Hallo Katinka1968, ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht, ob deine Frage möglicherweise nur an die Frauen gerichtet ist...?
Und ich finde sie ganz allgemein sehr schwierig zu beantworten, es kommt doch darauf an, was für ein Handicap und wie stark wirkt sich das auf das (gemeinsame) Leben aus. Ich würde es für mich nicht ausschließen, mich in eine Frau mit Handicap zu verlieben, aber je nach Art der Einschränkung müsste ich mir wohl auch erst mal bewusst machen, was das bedeutet.
 
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  • #3
Miwamo und ich sind selten einer Meinung, aber diesmal kann ich mich ihm nur vollinhaltlich anschließen !
 
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  • #5
Huch ... !?! ;)
 
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Hafensänger

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  • #6
Um welche "Qualität" Handicap geht es denn?
 
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  • #7
Hallo Katinka1968, ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht, ob deine Frage möglicherweise nur an die Frauen gerichtet ist...?
Und ich finde sie ganz allgemein sehr schwierig zu beantworten, es kommt doch darauf an, was für ein Handicap und wie stark wirkt sich das auf das (gemeinsame) Leben aus. Ich würde es für mich nicht ausschließen, mich in eine Frau mit Handicap zu verlieben, aber je nach Art der Einschränkung müsste ich mir wohl auch erst mal bewusst machen, was das bedeutet.

Hallo Miwamo
Ich weiss, dass meine Frage nicht generell beantwortet werden kann. Deiner Antwort zufolge, schliesst Du es aber nicht grundsätzlich aus und würdest Dich doch sicher genauer nach der Art des Handicaps erkundigen. Sind wir doch mal alle ehrlich, es könnte jeden treffen.... Deine Überlegungen finde ich ehrlich und auch mehr als gerechtfertigt.
Aber sich einfach verabschieden finde ich etwas sehr billig. Meine Frage entstand nur daraus, kannst es auch Frust nennen:)
 
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Deleted member 20013

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  • #9
Hallo Katinka,

hinsichtlich Handicap und Beziehungsanbahnung weiß ich nichts.

Aber in meinem Hinterkopf habe ich Studien dazu, dass wenn in einer bereits bestehenden Partnerschaft ein Teil erkrankt, bedeutsam häufiger die Männer das Weite suchen und Ihre Partnerin im Stich lassen, als dass Frauen ihren erkankten Mann verlassen.

Absolute Zahlen habe ich nicht mehr im Kopf. Auch nicht mehr in welchem Land die Studie durchgeführt wurde.

Leider kann ich mir gut vorstellen, dass sich das ähnlich auf die Beziehungsanbahnung übertragen lässt.
Aber selbst wenn, was bringt es dir?
Würdest du homosexuell werden, wenn es sich rausstellt, dass Frauen weniger wahrscheinlich sind ein Problem damit zu haben, dass der/die Partner/in ein Handicap hat? Wenn nicht, dann nutzt dir der Vergleich schlicht und ergreifend überhaupt nichts und bringt evtl nur Frust.
 
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Philippa

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  • #10
Ich möchte hier mal die Frage stellen ob Frauen mit dem Umstand, dass ihr Partner ein Handicap haben könnte tatsächlich besser umgehen können als umgekehrt?
Hallo Katinka1968!
Willkommen im Forum! Ich kann deine Frage nicht beantworten, aber ich frage mich:
Willst du wirklich diese Frage stellen oder geht es dir eher um etwas Anderes, eventuell Hilfreicheres oder um Mitgefühl oder gar ums gemeinsame Lästern? Ich kann mir ehrlich gesagt weder vorstellen, dass einer der Foristen beim Bundesamt für Statistik arbeitet, noch dass diese Frage in genau dieser Form schon erforscht wurde. Frau könnte noch weiter fragen: Gibt es auch Altersunterschiede oder Schichtunterschiede oder Bildungsunterschiede oder welche der politischen Gesinnung oder der sich selbst zugeschriebenen Attraktivität etc. von denen, die das nicht grundsätzlich ablehnen, im Vergleich zu denen, die sich das nicht vorstellen können oder wollen? Weshalb denkst du, die Unterscheidung läuft entlang der Geschlechterdifferenz?

Ich denke, es könnte sinnvoll sein, wenn du dir überlegen würdest, was dein Handicap für einen Partner bedeuten würde. Was bedeutet es für dich, was für eine Beziehung? Welche Einschränkungen bedeutet es? Bei welchem Lebensstil, welchen Wünschen an gemeinsame Interessen und Hobbies würde es besonders stören oder belasten? Was könnte es vielleicht auch für positive Auswirkungen haben?
Dann kannst du dir überlegen, wo du gezielt nach einem Partner suchen könntest.

Bei solchen Themen finde ich es auch besonders wichtig, wie man selbst damit umgeht. Hast du dich damit versöhnt, dass du dieses Handicap hast oder stört es dich auch selbst? Hast du alles getan, um es so wenig Einfluss auf dein Leben haben zu lassen wie möglich? Zieht dich das Thema herunter oder bist du trotzdem selbstbewusst und lebst ein gutes Leben?

Wie und wann du das Thema ansprichst, könnte auch bedeutsam sein, ob ein Mann davon abgeschreckt wird: Wenn man es in ein Gespräch einfliessen lässt, wo es auf natürliche Weise zum Thema wird, dann ist das sicher weniger belastend, als wenn man es zu einem grossen Ding hochstilisiert oder gar Wut äussert darüber, dass einen deswegen niemand will. Hilfreich ist sicher auch, wenn klar wird, dass du dein Leben selbst im Griff hast und/oder dir die allenfalls nötige Unterstützung von Aussen gut organisiert hast und nicht jemanden suchst, der dich mit deinem Handicap unterstützt...

Viel Glück!
 
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Loirinha

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  • #11
Hallo. Ich selbst bin an Multipler Sklerose erkrankt (seit ca 10 Jahren). Bisher hat es tatsächlich niemanden abgeschreckt, aber ich muss sagen, ich habe mit meinem Verlauf auch (bisher) Glück und es wirkt sich keineswegs auf mein Leben aus.
Meine Freundin hat ebenfalls MS, allerdings mit weniger Glück. Für längere Strecken ist sie auf den Rollstuhl angewiesen, trotzdem hatte sie tatsächlich bisher nie Probleme Männer kennen zu lernen.

Ich muss ehrlich sagen, dass es für mich persönlich wohl auf die Ausprägung ankommt. Klar, auch stark beeinträchtige Menschen haben ein Recht auf Glück in der Liebe, aber ich stelle es mir bei gravierenden Einschränkungen schwierig vor - wissend, dass es mich auch treffen könnte!
 
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fleurdelis

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  • #13
Hat man wirklich ein Recht auf Liebe (egal ob mit Beeinträchtigung oder ohne zusätzliche Schwierigkeiten)?

Manchmal wäre es wünschenswert, wenn die Leute lesen was geschrieben steht: Loirinha hat geschrieben: ein Recht auf Glück in der Liebe .... das sind denke ich 2 Paar Stiefel. Und Recht auf Glück in der Liebe zu haben steht doch jedem zu, oder möchtest du das in Frage stellen? ...... Du stellst hier wieder mal eine sehr esoterisch angehauchte Frage in den Raum.
 
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fafner

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  • #14
Und darüber hinaus kann man auch der Meinung sein, daß Liebe zu erfahren quasi ein Menschenrecht ist.
Läßt sich nur nicht einklagen...
 
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Philippa

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  • #15
@fleurdelis: Ja, ich möchte das Recht auf Liebe ebenso wie das Recht auf Glück in der Liebe in Frage stellen. Was meint man denn genau mit "Recht"?

Ich denke, jeder Mensch braucht Liebe, um glücklich zu sein, und jeder Mensch wünscht sie sich sehnlichst, wenn er sie nicht hat.

Von einem Recht zu sprechen, finde ich aber problematisch. Denn dann ist es doch bloss eine leere Formel, um so zu tun, als ob man solidarisch wäre. Wer sollte denn diese Liebe geben müssen? Wer sollte sie fühlen müssen? Gibt es eine Pflicht zu lieben? Dazu würde ich sagen, dass Eltern verplichtet wären, ihre Kinder so gut wie möglich zu lieben, aber nicht einmal in diesem Fall kann man es erzwingen. Was, wenn man als Mutter oder Vater die Liebe zum Kind einfach nicht fühlen kann, obwohl man das unbedingt will? Was, wenn man das Kind zwar liebt, aber das Kind dies nicht spüren kann?

Wenn man von Recht auf Liebe oder Glück in der Liebe redet, dann macht es am Ehesten Sinn, dass es darum geht, sich selbst zu lieben oder lieben zu lernen.

Sagt man, man habe ein Recht auf Liebe oder auf Glück in der Liebe - ohne doch zu wissen, an wen sich diese Forderung richten sollte - dann finde ich das auch nicht wirklich hilfreich. Denn auf den Eindruck, ein Recht, das man hat, würde verletzt, erfolgt in der Regel nicht unbedingt ein eigenes liebevolles Verhalten gegenüber anderen, sondern eher etwas Wütendes, Empörtes, Anklagendes. Und das, so denke ich, wirkt eher abschreckend und ist der Liebe hinderlich.

Ich wünsche aber allen Menschen so viel Liebe wie möglich, und auch das Glück darin, sowohl als geliebte wie auch als liebende Menschen!
 
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Julianna

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  • #16
Eine Kollegin hat auch MS. Man merkt es ihr im Laboralltag nicht an. Sie ist flott unterwegs (fast schon hibbelig) und sehr fleißig. Sie hat aber auch immer mal wieder "Schübe". Sie ist verheiratet und sagt, dass zuhause ihr Mann den Haushalt macht (er ist auch berufstätig), und alle körperlich anstrengenden Aufgaben übernimmt. Er kocht sogar jeden Tag. Die Kinder sind aus dem Haus. Sie ist auch schon "Oma" geworden. Ich finde sie spricht immer sehr lobend und liebevoll von ihrem Ehemann, und erwähnt, wie sehr er sie unterstützt und sich kümmert, (weil auch "Stress" neue Schübe auslösen kann). Ich finde das wirklich schön :) Die beiden sind ein super Team.
 
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Deleted member 20811

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  • #20
Hallo Miwamo
Ich weiss, dass meine Frage nicht generell beantwortet werden kann. Deiner Antwort zufolge, schliesst Du es aber nicht grundsätzlich aus und würdest Dich doch sicher genauer nach der Art des Handicaps erkundigen. Sind wir doch mal alle ehrlich, es könnte jeden treffen.... Deine Überlegungen finde ich ehrlich und auch mehr als gerechtfertigt.
Aber sich einfach verabschieden finde ich etwas sehr billig. Meine Frage entstand nur daraus, kannst es auch Frust nennen:)
Ich finde es gut, dass du die Frage, die dich quält, hier stellst und aussprichst.
Wir erfahren alle Abweisung in unserem Leben. Ich glaube, das tut immer weh, egal ob man weiß, dass es wegen einem Handicap ist oder weil wir zu klein oder zu dick oder zu sonst was sind. Oder in den meisten Fällen wissen wir ja gar nicht warum, das ist für manche besonders schlimm. Ich glaube, mit einem Handicap ist es nicht arg viel anders als mit anderen Merkmalen. Manche haben ein Problem damit, andere nicht. Aus meiner Sicht ist ein schöner Mensch (und mit schön meine ich seine ganze Persönlichkeit!) mit Handicap attraktiver, als ein weniger sympathischer ohne "Handicap". Oder anders gesagt, für mich ist eine menschenunfreundliche Einstellung (egal welcher Art) das weitaus schwerwiegendere Handicap.
Für mich persönlich könnte eine Frau mit Handicap sogar besonders attraktiv sein. Ich bin ein Mensch, der sich sehr gerne um andere kümmert. Ich bin da auch mit großer Kraft ausgestattet. Das könnte also eine Art win-win-situation sein. Allerdings hab ich nur sehr wenig Erfahrung damit.
Und klar, natürlich würde ich mich nach deinem Handicap erkundigen. Allerdings hätte ich dann auch große Angst davor, dass ich dann von etwas zu hören bekomme, das mich vielleicht überfordert. Das ist nicht schön, das zu sagen, denn die Betroffene darf es ja schließlich auch nicht überfordern. Ist aber so.
 
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fleurdelis

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  • #21
@fleurdelis: Ja, ich möchte das Recht auf Liebe ebenso wie das Recht auf Glück in der Liebe in Frage stellen. Was meint man denn genau mit "Recht"?

Erklär es doch du, du hast doch die Frage gestellt.

Wenn man von Recht auf Liebe oder Glück in der Liebe redet, dann macht es am Ehesten Sinn, dass es darum geht, sich selbst zu lieben oder lieben zu lernen.

Ja, das ist eine Sichtweise, die man sich willkommen nehmen kann, und ebenso eine Interpretation mit gewünschtem Effekt.

Sagt man, man habe ein Recht auf Liebe oder auf Glück in der Liebe - ohne doch zu wissen, an wen sich diese Forderung richten sollte - dann finde ich das auch nicht wirklich hilfreich. Denn auf den Eindruck, ein Recht, das man hat, würde verletzt, erfolgt in der Regel nicht unbedingt ein eigenes liebevolles Verhalten gegenüber anderen, sondern eher etwas Wütendes, Empörtes, Anklagendes. Und das, so denke ich, wirkt eher abschreckend und ist der Liebe hinderlich.

Wer bitte stellt denn eine Forderung? Wie kommst du darauf hier von Forderung zu sprechen? Wenn du schon mit der Beziehung Eltern – Kind kommst, wer fordert da Liebe von wem? Den Eindruck hier würde jemand mit einem Recht dem entgegen gehen, entspricht einer sehr rationell gelegen Denkweise und hat sich aus einem emotionalen Bereich abgekapselt. Das gleicht einem Tanz auf rohen Eiern, du stellst hier menschliche Bedürfnisse in Frage, ob sie überhaupt zugelassen werden dürfen. Hier geht es letztendlich gar nicht um die Beantwortung der Frage, sondern in Wirklichkeit nur um eine Projektion. Du vergleichst hier Menschenrechte, mit dem Recht auf Liebe. Das kann ich nicht nachvollziehen, neben Menschenrechten wie Freiheit, Recht auf Meinung ... usw. steht das Recht auf Liebe in keinem Gesetz. Kein Mensch setzt dieses Recht auch ein, umso verwunderlicher erscheint mir der Gedankenweg hier von Rechtsverletzung zu sprechen.


Ich wünsche aber allen Menschen so viel Liebe wie möglich, und auch das Glück darin, sowohl als geliebte wie auch als liebende Menschen!

Netterweise erlaubst du dir dennoch, allen Menschen so viel Liebe wie möglich zu gönnen. Wer darf sich jetzt dafür bedanken?
 

fafner

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  • #22
Von einem Recht zu sprechen, finde ich aber problematisch. Denn dann ist es doch bloss eine leere Formel, um so zu tun, als ob man solidarisch wäre. ...
Ich wünsche aber allen Menschen so viel Liebe wie möglich, und auch das Glück darin, sowohl als geliebte wie auch als liebende Menschen!
Hmja, diese feine Differenzierung war mir auch aufgefallen. Von einem "Recht auf Liebe" zu sprechen, ist nur "so zu tun, als wäre man solidarisch", es einfach allen zu wünschen, ist dagegen offenbar echt und ehrlich. Gecheckt hab ich den Unterschied natürlich wieder nicht.
 
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Deleted member 20811

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  • #23
Erklär es doch du, du hast doch die Frage gestellt.
Es wurde eine rhetorische Frage gestellt, mit der der darauffolgende Diskurs eingeleitet wurde.
Ja, das ist eine Sichtweise, die man sich willkommen nehmen kann, und ebenso eine Interpretation mit gewünschtem Effekt.
Es ist auf jeden Fall eine berechtigte Sichtweise.
Wer bitte stellt denn eine Forderung? Wie kommst du darauf hier von Forderung zu sprechen? Wenn du schon mit der Beziehung Eltern – Kind kommst, wer fordert da Liebe von wem? Den Eindruck hier würde jemand mit einem Recht dem entgegen gehen, entspricht einer sehr rationell gelegen Denkweise und hat sich aus einem emotionalen Bereich abgekapselt. Das gleicht einem Tanz auf rohen Eiern, du stellst hier menschliche Bedürfnisse in Frage, ob sie überhaupt zugelassen werden dürfen. Hier geht es letztendlich gar nicht um die Beantwortung der Frage, sondern in Wirklichkeit nur um eine Projektion. Du vergleichst hier Menschenrechte, mit dem Recht auf Liebe. Das kann ich nicht nachvollziehen, neben Menschenrechten wie Freiheit, Recht auf Meinung ... usw. steht das Recht auf Liebe in keinem Gesetz. Kein Mensch setzt dieses Recht auch ein, umso verwunderlicher erscheint mir der Gedankenweg hier von Rechtsverletzung zu sprechen.
Wenn von einem Recht gesprochen wird, ist es völlig folgerichtig, auch von einer Forderung zu sprechen. Ein Recht macht ja dann auch nur Sinn, wenn es eingefordert werden kann. Was widerum die gestellte Frage beantwortet, ob es ein Recht auf Liebe oder ein Recht auf Glück oder ein Recht auf Glück in der Liebe gibt. Nein, gibt es nicht. Der Vergleich mit Menschenrechten ist absolut zutreffend.
Mit der Fragestellung werden keineswegs die menschlichen Bedürfnisse und deren Zulässigkeit in Frage gestellt. Im Gegenteil.
Netterweise erlaubst du dir dennoch, allen Menschen so viel Liebe wie möglich zu gönnen. Wer darf sich jetzt dafür bedanken?
Der Wunsch von Liebe für alle Menschen ist legitim und keineswegs gönnerhaft. Er trägt eben dem Umstand Rechnung, dass der Mensch das Bedürfnis nach Liebe hat, dieses aber eben nicht rechtlich verbrieft ist.
 
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  • #24
Was widerum die gestellte Frage beantwortet, on es ein Recht auf Liebe oder ein Recht auf Glück oder ein Recht auf Glück in der Liebe gibt.

Wobei in der US-Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung steht:

"Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich erschaffen worden, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freyheit und das Bestreben nach Glückseligkeit. Daß zur Versicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, [...]"

Das Recht zu streben ist etwas anderes als ein Recht auf Glück oder Liebe. Vielleicht ist das auch für Fafners Beitrag #22 von Bedeutung.
 
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  • #25
Ich finde es gut, dass du die Frage, die dich quält, hier stellst und aussprichst.
Wir erfahren alle Abweisung in unserem Leben. Ich glaube, das tut immer weh, egal ob man weiß, dass es wegen einem Handicap ist oder weil wir zu klein oder zu dick oder zu sonst was sind. Oder in den meisten Fällen wissen wir ja gar nicht warum, das ist für manche besonders schlimm. Ich glaube, mit einem Handicap ist es nicht arg viel anders als mit anderen Merkmalen. Manche haben ein Problem damit, andere nicht. Aus meiner Sicht ist ein schöner Mensch (und mit schön meine ich seine ganze Persönlichkeit!) mit Handicap attraktiver, als ein weniger sympathischer ohne "Handicap". Oder anders gesagt, für mich ist eine menschenunfreundliche Einstellung (egal welcher Art) das weitaus schwerwiegendere Handicap.
Für mich persönlich könnte eine Frau mit Handicap sogar besonders attraktiv sein. Ich bin ein Mensch, der sich sehr gerne um andere kümmert. Ich bin da auch mit großer Kraft ausgestattet. Das könnte also eine Art win-win-situation sein. Allerdings hab ich nur sehr wenig Erfahrung damit.
Und klar, natürlich würde ich mich nach deinem Handicap erkundigen. Allerdings hätte ich dann auch große Angst davor, dass ich dann von etwas zu hören bekomme, das mich vielleicht überfordert. Das ist nicht schön, das zu sagen, denn die Betroffene darf es ja schließlich auch nicht überfordern. Ist aber so.

Nun, vielleicht hätte ich meine Frage anders stellen oder ergänzen sollen. Mit meinem Handicap lebe ich nämlich sehr gut und sowas von selbständig, ich schaue das Leben anders an als die "Gesunden", anders gesagt ich möchte es nicht missen. Mir geht es auch um die Art und Weise des Kontaktabbruches. Man darf doch offen sagen weshalb. Damit ist einfacher umzugehen als mit den vorgegebenen Texten.
Dass man es sich als Partner sehr wohl gut überlegt ist für mich selbstverständlich, dieses Recht nehme ich auch für mich in Anspruch. Ich machte mir sogar Gedanken darüber, ob ich mich jemandem "zumuten" kann.
Jedenfalls Fazit der Geschichte, Deine Worte lassen mich hoffen.... Wie Du schreibst kann eine Beziehung mit einer handicapierten Person auch ein Gewinn für beide Seiten sein.
 
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  • #26
Aber in meinem Hinterkopf habe ich Studien dazu, dass wenn in einer bereits bestehenden Partnerschaft ein Teil erkrankt, bedeutsam häufiger die Männer das Weite suchen und Ihre Partnerin im Stich lassen, als dass Frauen ihren erkankten Mann verlassen.

Das hätte ich auch so eingeschätzt. Frauen sind diesbezüglich in meinen Augen nachsichtiger, mitfühlender - eher die "Kümmerer".
Und verfügen über mehr Resilienz gegenüber derartigen Schicksalsschlägen.

Und ich glaube auch, dass viele Männer es einfach und bequem haben möchten.

Ausnahmen bestätigen, wie so häufig, auch hier die Regel ;-)
 
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  • #27
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  • #28
@fleurdelis Warum sind deine Beiträge immer gleich wieder weg?
 
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  • #29
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Philippa

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  • #30
Erklär es doch du, du hast doch die Frage gestellt.
Na ja, ich habe das Thema nicht aufgebracht, sondern auf etwas reagiert, das für mich seltsam klang. Meine Frage war aber nicht rhetorisch gemeint.

Wenn jemand von Recht auf Liebe resp. Recht auf Glück in der Liebe spricht - und vor allem wenn es um jemanden geht, der das (noch) nicht hat - dann verstehe ich darunter so etwas wie einen Anspruch auf Liebe oder auf Glück. Und das fand ich einen seltsamen Anspruch. An wen sollte sich denn dieser richten?

Nachdem ich im Duden die unterschiedlichen Bedeutungen von Recht nachgelesen habe, frage ich mich, ob du und Loirinha vielleicht eher gemeint haben, dass alle Menschen in dem Sinne ein Recht auf Liebe und auf Glück haben, dass man es ihnen nicht verbieten oder von dritter Seite vorenthalten darf, wenn es denn da sein könnte. Da wäre ich natürlich einverstanden, unbedingt! Aber in diesem Sinne von Recht zu sprechen, macht in meinen Augen im vorliegenden Kontext wenig Sinn. Es war ja nicht so, dass etwa die Familie oder das Umfeld eines Parship-Kontaktes diesem verboten hätten, Katinka1968 zu treffen und sich in sie zu verlieben, oder?
 
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