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  • #16
Sport und viel Bewegung sind schon sehr unterschiedliche Dinge.
"Sport oder Bewegung - eine Frage der Etikettierung?"
Eckart Balz


Auszug:
"Nach einer verbreiteten Nominaldefinition kann Sport als die freiwillige und nicht auf (materielle) Zwecke zielende Lösung von willkürlich geschaffenen Bewegungsaufgaben
mit vorrangig körperlichen Mitteln verstanden werden; die Lösungen hängen entscheidend vom eigenen Können ab, lassen sich verbessern, jedoch nicht delegieren
(vgl. u.a. STICHWEH 1995, 17; VOLKAMER 1996, 323).
Demzufolge wären zahlreiche Bewegungsaktivitäten als Sport zu bezeichnen – Schach beispielsweise, auch Bodybuilding und Bungee-Springen sowie Saunieren und progressive Muskelentspannung allerdings nicht.

Dies ist zwar keine umfassende und verbindliche Definition, aber das dargelegte Begriffsverständnis deutet bereits darauf hin, dass sich Sport weder als diffuses „Alles und Nichts“ begreifen noch auf den Nachvollzug normierter Bewegungsfertigkeiten reduzieren lässt. Er bietet mehr als das gern gescholtene Zerrbild eines verdorbenen Leistungssports, verkörpert in seiner Ambivalenz immer auch die sichtbare Vision eines humanen Sports, der den Menschen zugute kommt, ihre Entwicklung fördert und ihr Leben bereichert (vgl. BALZ 2000). Im Sport können wir etwas leisten und zugleich spielerisch agieren, wir können über das Medium der Bewegung die Welt erfahren und gestalten. Bewegung als anthropologische Kategorie ist sozusagen im Sport aufgehoben, über sie differenziert sich der jeweilige Zugang zur Welt – auch zu der des Sports (G RUPE 1982)

Bewegung dürfte demnach einerseits der grundlegendere und offenere Begriff sein, andererseits aber eine gewisse Beliebigkeit und Beschränktheit ausstrahlen: Beliebigkeit, weil Bewegung vom Kauvorgang über das gesellige Wandern bis zum Geschlechtsverkehr alles sein kann; Beschränktheit, weil Bewegung die gesellschaftlichen Verflechtungen des Handelns (im Gegensatz zur Bewegungskultur) nicht mit einschließt. Historisch betrachtet (....)"
 
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  • #17
Okay, ich gebe es zu, ich bin jetzt nicht die geborene Sportskanone.
Ich weiß, dass ist ungesund, verkürzt mein Leben usw.
In meinen Partnervorschlägen lese ich, ungelogen, bei jedem Dritten, dass er mehrmals die Woche Sport treibt. Wow, das ist in meiner Altersklasse schon ne Hausnummer.
Wenn ich dann aber auf den Beruf schaue, kommen mir da so Zweifel, berechtigt oder nicht.
Ist es tatsächlich so, liebe Männerwelt? Habt ihr ungelogen so viel Zeit für Sport? Wie schafft ihr es, da noch Zeit für eine Frau zu haben?
Sehe ich da was falsch, klärt mich doch mal auf.
Doch, das geht sich locker aus - ich habe einige so Exemplare in meinem Freundeskreis - geht problemlos neben Frau und größeren Kindern.
Auf mindestens zweimal pro Woche komme ich auch - und ich bin jetzt nicht die überdrüber Sportlerin.
 
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  • #23
genauer gesagt mach ich täglich eine stunde sport - aber das behalte ich lieber für mich. mehrmals pro woche schreckt weniger ab ;-)
Das sehe ich auch so, damit könntest du Männer abschrecken!
Ich bin da aber ganz ehrlich mit täglich. Das ist auch der einzige Punkt beim Persönlichkeitstest, der mich interessiert und den ich mir anschaue : Alltagsgestaltung und Aktivitätsbedürfnis. Ich hab dort 122 Punkte. Wenn ER dort sehr viel weniger hat, ist das für einen Rentner gar nicht gut. Statt Freizeitbegleitung gibt es dann nur Bummeln und Café - meine persönliche Erfahrung, mehrfach erlebt. Dadurch verjage ich allerdings jeden wieder, der sich mal auf mein Profil verirrt, die kriegen Panik vor meinem Bewegungsdrang. Erspart mir aber überflüssige Dates - (aber gepflegt hab ich ja schon mal) - jetzt suche ich halt einen, der noch fit genug ist zum Leben.
Für Berufstätige gibts aber wohl andere Regeln beim Sport, sonst bleibt sicher nicht genug Zeit für eine Beziehung.
 
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  • #24
Das sehe ich auch so, damit könntest du Männer abschrecken!
Ich bin da aber ganz ehrlich mit täglich. Das ist auch der einzige Punkt beim Persönlichkeitstest, der mich interessiert und den ich mir anschaue : Alltagsgestaltung und Aktivitätsbedürfnis. Ich hab dort 122 Punkte. Wenn ER dort sehr viel weniger hat, ist das für einen Rentner gar nicht gut. Statt Freizeitbegleitung gibt es dann nur Bummeln und Café - meine persönliche Erfahrung, mehrfach erlebt. Dadurch verjage ich allerdings jeden wieder, der sich mal auf mein Profil verirrt, die kriegen Panik vor meinem Bewegungsdrang. Erspart mir aber überflüssige Dates - (aber gepflegt hab ich ja schon mal) - jetzt suche ich halt einen, der noch fit genug ist zum Leben.
Für Berufstätige gibts aber wohl andere Regeln beim Sport, sonst bleibt sicher nicht genug Zeit für eine Beziehung.
Ich denke jetzt mal, dass du noch nicht ganz so alt bist, aber mein Grossvater hat mit über 80 noch regelmässig ein Fitnesstudio etc. besucht. Ausserdem war er immer auf Achse, und jeden Tag unterwegs, hat noch die Welt bereist und hat sich nochmals verliebt nachdem seine Frau mit über 70 gestorben war...
Was ich damit sagen will ist, dass du bestimmt einen sportlichen Partner finden kannst. Auch mit über 60 rate ich jetzt mal.. :)
 
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  • #25
"Sport oder Bewegung - eine Frage der Etikettierung?"
Eckart Balz


Auszug:
"Nach einer verbreiteten Nominaldefinition kann Sport als die freiwillige und nicht auf (materielle) Zwecke zielende Lösung von willkürlich geschaffenen Bewegungsaufgaben
mit vorrangig körperlichen Mitteln verstanden werden; die Lösungen hängen entscheidend vom eigenen Können ab, lassen sich verbessern, jedoch nicht delegieren
(vgl. u.a. STICHWEH 1995, 17; VOLKAMER 1996, 323).
Demzufolge wären zahlreiche Bewegungsaktivitäten als Sport zu bezeichnen – Schach beispielsweise, auch Bodybuilding und Bungee-Springen sowie Saunieren und progressive Muskelentspannung allerdings nicht.

Dies ist zwar keine umfassende und verbindliche Definition, aber das dargelegte Begriffsverständnis deutet bereits darauf hin, dass sich Sport weder als diffuses „Alles und Nichts“ begreifen noch auf den Nachvollzug normierter Bewegungsfertigkeiten reduzieren lässt. Er bietet mehr als das gern gescholtene Zerrbild eines verdorbenen Leistungssports, verkörpert in seiner Ambivalenz immer auch die sichtbare Vision eines humanen Sports, der den Menschen zugute kommt, ihre Entwicklung fördert und ihr Leben bereichert (vgl. BALZ 2000). Im Sport können wir etwas leisten und zugleich spielerisch agieren, wir können über das Medium der Bewegung die Welt erfahren und gestalten. Bewegung als anthropologische Kategorie ist sozusagen im Sport aufgehoben, über sie differenziert sich der jeweilige Zugang zur Welt – auch zu der des Sports (G RUPE 1982)

Bewegung dürfte demnach einerseits der grundlegendere und offenere Begriff sein, andererseits aber eine gewisse Beliebigkeit und Beschränktheit ausstrahlen: Beliebigkeit, weil Bewegung vom Kauvorgang über das gesellige Wandern bis zum Geschlechtsverkehr alles sein kann; Beschränktheit, weil Bewegung die gesellschaftlichen Verflechtungen des Handelns (im Gegensatz zur Bewegungskultur) nicht mit einschließt. Historisch betrachtet (....)"
DAS also machst du beruflich?o_O
 
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  • #26
Okay, ich gebe es zu, ich bin jetzt nicht die geborene Sportskanone.
Ich weiß, dass ist ungesund, verkürzt mein Leben usw.
In meinen Partnervorschlägen lese ich, ungelogen, bei jedem Dritten, dass er mehrmals die Woche Sport treibt. Wow, das ist in meiner Altersklasse schon ne Hausnummer.
Wenn ich dann aber auf den Beruf schaue, kommen mir da so Zweifel, berechtigt oder nicht.
Ist es tatsächlich so, liebe Männerwelt? Habt ihr ungelogen so viel Zeit für Sport? Wie schafft ihr es, da noch Zeit für eine Frau zu haben?
Sehe ich da was falsch, klärt mich doch mal auf.
Ich habe keine Zeit für Sport. Ich nehme sie mir. Jeden 2. Tag in der Woche.
Weil ich weiss, dass ich nicht 12h am Tag arbeiten kann ohne Ausgleich, ohne in 10Jahren nichts als Matsch in der Birne übrig zu haben.

Ich denke im übrigen nicht, dass das etwas mit dem Alter zu tun hat. Das ist eher eine Generationenfrage. Die Leute ab 40 bei mir in der Firma ticken anders. Arbeiten bis sie umfallen und wollen dann dafür auch noch befördert und ausgezeichnet werden.
*Wie kannst du es dir bloss erlauben, um 18:00 Uhr zu gehen um deine Zeit im Gym zu verschwenden?* Solche Blicke kenne ich zu genüge..... Eigentlich kann man in 6-7 h das machen, was andere in 8h leisten, wenn man körperlich und geistig fit ist.. Das Eine hängt vom Anderen ab.
 
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  • #27
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  • #28
Ausser Wandern in der Mutter Natur mache ich kein Sport und bin dennoch putzmunter. Ich werde aber sicher noch wegen Yoga gucken und ähhh Kund... naja lassen wir das. Ich versuche mit Meditation das Aussen im Innen zu bewegen.
Ich finde da bleibt schon Zeit für Beziehung, die hört ja weder beim Sport noch beim Sex auf. :)
Du warst ehrlich gesagt auch schon weiser, manche haben in der Tat Beziehung ohne Sex oder Sport... das gezeigte Paar allerdings bestimmt nicht, die sind sehr konventionell.
 
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Deleted member 21128

  • #29
Ich stürme z.B. jeden Tag die zwei Treppen bis ins Büro mindestens einmal hoch und wieder runter
Bei mir sind das sechs Treppen (über 60 Stufen) die ich mindestens zweimal raufspringe, runter ist ja ein Selbstläufer. Als Sport zähle ich das nicht, obwohl ich immer über die Kolleginnen mit ihren dicken Hintern lächeln muss, die den Aufzug nehmen und 2 Minuten später im Büro sind. Ich zähle auch das Laufen mit dem Hund oder das Brötchen holen mit dem Rad nicht. Und Skifahren bzw. Nordic Walking ist nicht regelmäßig genug.
Wenn Frau ein paar Kilos mehr auf den Hüften hat und dann eben liest, das Mann mehrmals die Woche Sport treibt, sage ich mir dann, was soll der mit mir?
Ach ihr Frauen! So denken wir Männer zum Glück nicht. Wir glauben, dass uns ein echtes Rennpferd zusteht, obwohl wir eine Mordsplauze vor uns herschieben. ;)
Ich bin auch nicht völlig austrainiert und schlank. Und genausowenig war das bei mir ein wichtiges Kriterium bei der Partnerwahl. Seid etwas weniger selbstkritisch, dann lebt sich's leichter.
@Mentalista Dein Einsatz... ;)
 
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Deleted member 21128

  • #30
Guten Morgen! :D