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  • #76
Zitat von chiller7:
Warum "weiter"? Ich finde es weit genug, einen Menschen mit all seinen Facetten zu sehen.
... weil 'häufig' zwar keine conditio sine qua non impliziert, aber doch unterstellt, dass dies ein im Allgemeinen gebräuchliches Erwartungsmuster ist. Ob dem tatsächlich so ist, steht auf einem anderen Blatt, was mir aufällt, ist die Erwartung, die damit auf das andere Geschlecht projeziert wird.
 
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Gast

  • #77
"Spielen" ist im Forumsjargon der Euphemismus für "auf ungehobelte Weise restaurativ an den Tag legen".

Pit: ich zitiere.
 
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  • #78
Zitat von equinox:
... weil 'häufig' zwar keine conditio sine qua non impliziert, aber doch unterstellt, dass dies ein im Allgemeinen gebräuchliches Erwartungsmuster ist. Ob dem tatsächlich so ist, steht auf einem anderen Blatt, was mir aufällt, ist die Erwartung, die damit auf das andere Geschlecht projeziert wird.
Es ist unter anderem so. Und das häufig. Dass es nicht häufig sei, hast Du nicht komplett untermauert. Ich zwar auch nicht, aber mehr als Du.
 
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  • #79
equinox, Du hast Dich um die Frage gedrückt, warum dann die Menschheit weiter sei.
 
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  • #80
Hallo Sheyla, mir geht es ähnlich. Das mit der "Angst vor starken Frauen" habe ich mir auch schon mal anhören dürfen oder wurde mir als Grund genannt von Freunden, die nach einer Erklärung suchten. Du bist eben eine taffe, selbstbewusste Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht, das macht Männern Angst, da nicht mithalten zu können. Aber es gibt auch Männer, die das bewundern und gern aufblicken. Grundsätzlich sollte man aber auf Augenhöhe sein. Und den Glauben daran nicht verlieren, dass es auch Männer gibt, die sich eine starke Frau wünschen und kein Anhängsel...

Du musst Dich eben auch fragen, was Du Dir wüns
 
H

Hafensänger

  • #81
Zitat von equinox:
BoiledFrog "Ich finde es sogar gut , wenn Sie oder Er mit den weiblichen, respektive männlichen Attributen spielt ..." ... akzeptiert, soweit 'spielen' einen (selbst)bewussten Umgang damit meint. Aber: nur Männer mit den männlichen und Frauen mit den weiblichen oder auch vice versa ...?!
ja, meint es - und natürlich auch transgender.
 
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  • #82
Zitat von chiller7:
equinox, Du hast Dich um die Frage gedrückt, warum dann die Menschheit weiter sei.
... vielleicht, weil traditionelle Rollenmuster nicht mehr so ganz mit einer modernen Gesellschaft kompatibel sind? Aber zweifellos verbirgt sich dahinter auch die Frage, was man unter Modernisierung von Gesellschaft verstehen möchte, ob man überhaupt davon ausgehen darf, dass Modernisierung (noch) stattfindet, und falls doch in welcher Form - oder ob nicht eher von Rückschritten auszugehen ist. Ist m.E. aber kaum ein Thema für ein Forum wie dieses.
 
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  • #83
Zitat von Sheyla:
Mensch, das hat ja eine ganze schöne Eigendynamik entwickelt.

Ich habe mich ja nie selber als "starke Frau" bezeichnet. Dieser ausdruck kam von einem Freund von mir.
Ich selber würde mich nicht so bezeichnen. Ich weiß was ich möchte und was ich eben nicht möchte. Den Beschützerinstinkt zu wecken zählt z.B. absolut nicht zu meinen Atributen die als erstes ins Auge stechen. Das möchte ich aber auch gar nicht.
Dazu kommt, dass ich ziemlich groß bin (für eine Frau). Ich denke, dass ich ein ziemlich sicheres und direktes Auftreten habe. Also definitv nichts mit kleinem, verhuschten Mäuschen.
Natürlich hab ich auch verletzliche Seiten, nur häng ich die halt nicht an die große Glocke.

Ich kann und will halt nur einfach nicht vorstellen, dass alle Welt auf dieses "Klein-Mädchen-Getue" abfährt.
Es gibt ein paar Bücher zu dem Thema die ich momentan lese. Und der Grundtenor scheint zu sein: Wir Frauen müssen die Männer mit unserer hilflosiggkeit einfangen. Ist das nicht doch ein bisschen veraltet?!?
Ohja dieses Klischee ist super veraltet nur leider halten sich immer noch zu viele Frauen daran und zu vielen Männern gefällt es. Ich finde es immer so befremdlich wenn meine beste Freundin mit ihrem Freund spricht... Sie verändert ihre Stimme von normal auf zuckersüß (fast schon wie in ganz miesen Liebesfilmen) und ihr ganzes Vokabular verändert sich, sie verniedlicht viel, stellt sich wesentlich dümmer als sie ist und hat eigentlich einen total anderen Charakter. Als ich sie auf diese krasse Verwandlung angesprochen habe meinte sie nur das sie Angst habe das er mit ihr schluss macht wenn sie sich "Normal" verhält und das ist ja sowieso eine Seite von ihr die nur er zu sehen bekommen sollte. Ich würde gerne mal Wissen wie sie drauf wäre wenn ihr Freund sich zu uns gesellen würde (er ist ebenfalls in einer Ausbildung und besucht die gleiche Berufsschule im Blockunterricht) und sie sich zwischen ihren beiden "Rollen" entscheiden müsste aber bisher hat sie diese Situation meisterhaft vermieden bzw hat er in der Schule gar keinen Bock auf sie und bleibt lieber bei seinen Kumpels und Klassenkameraden :D Sie behauptet ja dieser Gegensatz sei ganz Normal bei Frauen vor allem wenn sie des öfteren mit Kerlen abhängt? Kann das jemand bestätigen? ^^ Ich finde ihre Art die sie zeigt wenn ihr freund nicht am Telefon oder in der nähe ist wesentlich authentischer und vor allem anziehender :p
 
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  • #84
Zitat von Yogofuu:
Ohja dieses Klischee ist super veraltet nur leider halten sich immer noch zu viele Frauen daran und zu vielen Männern gefällt es.
Das mag für ein bestimmtes Alter und für bestimmte Charaktere zutreffen; ich treffe auf Männer die davon geheilt werden wollen, und endlich mal ne andere Paar-Erfahrung machen möchten.
 
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  • #85
Zitat von Yvette:
Das mag für ein bestimmtes Alter und für bestimmte Charaktere zutreffen; ich treffe auf Männer die davon geheilt werden wollen, und endlich mal ne andere Paar-Erfahrung machen möchten.
Ist wohl tatsächlich eine Altersfrage. Man bemerkt hier im Forum ja schon oft das verschiedene Generationen zusammentreffen und jeweils eigene Ideen und Vorstellungen haben.
 
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  • #86
Ich glaube absolut nicht, dass "Männer" Angst vor starken Frauen haben oder die lieben "Mäuschen - piep" Frauen suchen.
Sicher ein Teil der Männer braucht das für sich und sucht dementsprechend. Aber ich lerne immer wieder Männer kennen, denen eine Frau nur lieb und teuer ist, die auch mal einen geraden Gedanken formulieren kann.

Es kommt allerdings darauf an, WIE eine Frau das tut.
Frau muss nicht in die Piepsstimme verfallen und sich komplett verstellen - aber eine laute Stimme ohne gelgentlich mal den Konjunktiv zu nutzen beim vertreten der eigenen Meinung kann schon ziemlich harsch wirken.

Es gibt eine Menge Ratgeber für Beziehungen - die meisten sind aber nur aufgearbeitete eigene Erlebnisse angereichert mit ein paar im Internet "recherchierten" Alltagsweisheiten ohne jegliches Fundament.

Einen, den ich aber wirklich gut finde ist "Weiblichkeit leben" von Leila Bust.
Sie klärt auch auf, warum man so geworden ist wie man ist. Man kann sich fragen: Ist es das, was ich will - und sie zeigt auf, dass frau, ohne sich verstellen zu müssen und die Piepmaus zu werden, auch mal eine schöne feminine Seite zulassen darf,

Hier mal eine Leseprobe der ersten 30 Seiten:
http://www.lifecreation-shop.de/leseproben/weiblichkeit/

Nochmal zur Frage:
Nein, Männer haben keine Angst vor starken frauen, sie mögen nur bestimmte Verhaltensweisen nicht. Und da auch noch jeder Mann eine andere........
 
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  • #87
Mädchenhaftigkeit bedeutet nicht unbedingt die Piepmaus zu sein. Es kann auch eine charmante Unbekümmertheit sein, ein witziges Spiel in einer Rolle etc.

Ich bin kein Anhänger des Ausschließlichen.
 
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  • #88
Mir gefällt, wenn sich eine erwachsene Frau das AUCH bewahrt und nicht als gestrenge hyperrationale Herrin in allen Lebenslagen kommt.
 
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  • #89
Zitat von chiller7:
Mädchenhaftigkeit bedeutet nicht unbedingt die Piepmaus zu sein. Es kann auch eine charmante Unbekümmertheit sein, ein witziges Spiel in einer Rolle etc.

Ich bin kein Anhänger des Ausschließlichen.
Nein - das wollte ich auch nicht sagen
Ich wollte mit diesem Wort eine Frau beschreiben, die das bewusst einsetzt und sich eher auf dümmlich tut. Hat mit Mädchenhaftgkeit nichts zu tun. Denn der Typ "Mädchen" ist ja sehr anziehend - wenn sie es wirklich ist.
 
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  • #90
Ich wollte zum Ursprung zurück, weil aus der kultivierten Mädchen- und Jungenhaftigkeit und dem Facettenreichtum einer Persönlichkeit plötzlich pseudoprogressive Utopien gezimmert wurden und die Menschheit weitergebracht werden sollte. Die Menschheit vor der Piepmaus gerettet werden sollte und dergleichen. Darum ging es mir aber überhaupt nicht in meinem Kommentar zu frauenzimmers mir sympathischen Beitrag.
 
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