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  • #63
So etwas (Freiheitswünsche etc.) könnte man doch vorher klären, oder?
Lieber IMHO,
das ist ja gerade das Problem: dass sich solch tief sitzende "Freiheitswünsche" nicht einfach rational, also willentlich klären lassen. Dann wäre es ja auch kein Problem.
Das gleiche gilt für die Verlassenheitsängste.
Davor ist man nie gefeit. Wenn man sich davon nicht freimachen kann, wird es fast unmöglich, etwas Neues zu beginnen. Ist er denn tatsächlich wiederholt verlassen worden, oder war er bei Trennungen der "aktive Part"?
Darum geht es nicht. Diese Ängste sitzen tiefer und haben nicht immer einen realen "Grund" im hier und jetzt. Aber eben einen "Auslöser", der mit dem hier und jetzt nix zu tun hat. Das ist oft das Problem.
Kann hilfreich sein, sich damit zu beschäftigen... das Wissen darum hilft aber leider oft nicht weiter.
Kopf- Gefühl- Erfahrung..
 
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  • #64
Diese Ängste sitzen tiefer und haben nicht immer einen realen "Grund" im hier und jetzt. Aber eben einen "Auslöser", der mit dem hier und jetzt nix zu tun hat. Das ist oft das Problem.
Kann hilfreich sein, sich damit zu beschäftigen... das Wissen darum hilft aber leider oft nicht weiter. Kopf- Gefühl- Erfahrung..
Tja, dann bleibt wohl nur noch die professionelle Hilfe, wenn das auf der rationalen Ebene nicht mehr zu handeln ist.
 
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  • #65
So etwas (Freiheitswünsche etc.) könnte man doch vorher klären, oder?
Also ich hadere ja ein wenig damit, "Freiheitswünsche" ... unbedingt mit Ängsten in Verbindung zu bringen. Kann es nicht auch Erfahrung sein, ein Entschluss, bestimmte gemeinsame "Verpflichtungen" ... nicht mehr eingehen zu wollen. Weil man sie nicht mehr will, auch nicht gebrauchen kann. Ob schlechte Erfahrungen der Grund sein mögen, und daraus unbedingt Angst entstehen muss, weiß nicht, ob man das so ohne Abgrenzung definieren kann oder will.
 
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  • #67
Ich hab mich engagiert. Und (vermutlich) glaubhaft rübergebracht, daß ich 'ne richtige Beziehung führen will und nicht irgend so'n Wischiwaschizügs.
Wenn es nicht nur am mangelnden Glück liegt: kann man / frau denn tatsächlich an sich selbst etwas tun, um solch unbewusste Vermeidungsstrategien / Ängste zu erkennen oder gar zu ändern?
Ja.
Ich hatte ein Coaching und das hat mir definitiv das eine oder andere Auge geöffnet. Für mich hat es sich mehr als bezahlt gemacht.
Aus Dir spricht große Unsicherheit.
... , aber um sich mal "zu trauen" oder zumindest ein gewisses "Risiko" einzugehen, muss es doch für denjenigen auch größtenteils (zumindest mehr als 50%) passen, ...
Wenn es für Dich selten bis nie paßt, dann ist das gerade Deine Vermeidungsstrategie.
Ansonsten kommt man doch schnell in die Schiene "vorlieb nehmen", nur um nicht allein zu sein bzw. einen Partner an seiner Seite zu wissen, ...
Das, was Du da beschreibst, ist keine Beziehung und das macht niemand lange mit. Sofern es überhaupt existiert. Ich glaube eher, diese "Befürchtung" ist eines Deiner Vermeidungskonstrukte.
Kann es nicht auch Erfahrung sein, ein Entschluss, bestimmte gemeinsame "Verpflichtungen" ... nicht mehr eingehen zu wollen. Weil man sie nicht mehr will, auch nicht gebrauchen kann.
Das nenne ich bindungsschwach. Das führt m.E. allenfalls zu ONS, Affären, F+ & Co. Wem das "genug" ist, für den kann es ja durchaus dann so stimmen. Mein Eindruck ist aber, daß viele eher "zufällig" so leben, es aber gar nicht ihrem Lebensziel entspricht. Wobei das "zufällig" nach meinem Gefühl daher kommt, daß sie sich darüber gar nicht bewußt sind.
Aber eben, vielleicht kann ich das auch nicht wirklich beurteilen, weil ich mich definitiv und bewußt für was anderes entschieden hab.
 
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  • #68
Aus Dir spricht große Unsicherheit.
Wenn es für Dich selten bis nie paßt, dann ist das gerade Deine Vermeidungsstrategie.
Ähm, mit Verlaub, einzelne Worte aus einem Beitrag zu zitieren macht in meinen Augen wenig Sinn - letztlich lässt sich daraus alles mögliche konstruieren.
Außerdem bin ich auf den von @Luzi99 beschriebenen Typus Mann eingegangen - und habe meine Gedanken über diesen Menschen und nicht über mich geschrieben.
Das, was Du da beschreibst, ist keine Beziehung und das macht niemand lange mit. Sofern es überhaupt existiert. Ich glaube eher, diese "Befürchtung" ist eines Deiner Vermeidungskonstrukte.
Wieso glaubst du permanent, dass ich eine Art "Vermeidungsstrategie" fahre? Egal was ich über wen auch immer schreibe, zu welchem Beitrag ich Stellung nehme, oder wage, meine Meinung kundzutun; du tust, als wenn ich selbst unmittelbar von diesen diversen Problematiken betroffen sei. Vielleicht kann ich mich ab und zu nur ganz gut in die entsprechenden Personen hineinversetzen, oder habe mal ähnliche Situationen erlebt?
 
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  • #69
Was genau ist denn daran schwach? Interessant finde ich, dass du das gleich mit:

Das führt m.E. allenfalls zu ONS, Affären, F+ & Co.
in Verbindung bringst. Könnten mit gemeinsamen "Verpflichtungen" nicht auch andere Dinge innerhalb einer Beziehung gemeint sein? ... Ich kann übrigens mit dem Wort "Bindungsschwach" so gar nix anfangen ...
 
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  • #70
Das nenne ich bindungsschwach. Das führt m.E. allenfalls zu ONS, Affären, F+ & Co. Wem das "genug" ist, für den kann es ja durchaus dann so stimmen. Mein Eindruck ist aber, daß viele eher "zufällig" so leben, es aber gar nicht ihrem Lebensziel entspricht. Wobei das "zufällig" nach meinem Gefühl daher kommt, daß sie sich darüber gar nicht bewußt sind.
Aber eben, vielleicht kann ich das auch nicht wirklich beurteilen, weil ich mich definitiv und bewußt für was anderes entschieden hab.
ja, was meint @fafner? :p
schwaches Bindegewebe?
 
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  • #71
Ich glaube, mit zunehmendem Alter, der kommenden Rezession mit zunehmender Arbeitslosigkeit, kaum noch bezahlbaren Wohnungen, Armut, Seuchen, Bürgerkriegen, Völkerwanderung, Klimawandel usw. wird eine Verpaarung doch wieder interessanter.
 
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  • #74
So etwas (Freiheitswünsche etc.) könnte man doch vorher klären, oder?
Dazu muss man sich dessen bewusst sein. Manchmal merkt man erst, wenn der Freiraum verloren geht, dass man ihn braucht.
Zudem scheint mir eine theoretische Klärung vorab schwierig zu sein. Ich neige in einer Parnterschaft zwar durchaus zur "Symbiose", möchte aber auch meine Freiräume nicht missen. Um diese vorab so zutreffend zu beschreiben, dass eindeutig klar wird, was ich damit meine, wäre müsste ich derart ausufern, dass sich das kaum jemand anhören wollte.
Aber wenn es allzu sehr differiert, kann man das vermutlich erkennen.
 
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  • #75
Wieso glaubst du permanent, dass ich eine Art "Vermeidungsstrategie" fahre?
Weil das bei Dir so rüberkommt. Falls es Dich stört, kannst Du es ja ändern. :)
... oder habe mal ähnliche Situationen erlebt?
Ja eben, genau den Eindruck hab ich.
Du hast es doch hier treffend beschrieben:
... ein Entschluss, bestimmte gemeinsame "Verpflichtungen" ... nicht mehr eingehen zu wollen.
Wenn Dir "schwach" nicht gefällt, dann nenn es "locker" oder so. Bindungslocker, ist das besser? Bindungsverpflichtungsgeringfügig? Ist mir eigentlich egal, wie es heißen soll. Ich jedenfalls finde gegenseitige Verpflichtungen wichtig. Die begründen halt 'ne Partnerschaft. Alles andere ist "nur" Beziehung.
Könnten mit gemeinsamen "Verpflichtungen" nicht auch andere Dinge innerhalb einer Beziehung gemeint sein?
Welche sollen denn das sein, deren entschlossener Wegfall dann aus einer Partnerschaft nicht ONS, Affären, F+ & Co werden läßt (so mal als Beispiel)?
... Ich kann übrigens mit dem Wort "Bindungsschwach" so gar nix anfangen ...
Das macht doch nix.