fafner

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  • #1

Gleich und gleich gesellt sich gern

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/hochzeiten-gleich-und-gleich-gesellt-sich-gern-14375223.html
Warum sollte eine Ärztin einen Pfleger heiraten, nur weil es der Gesellschaft nützt?

Sie sollte es allerdings in Erwägung ziehen, wenn vor lauter Ärzte-Hochzeiten kein Mediziner mehr zur Verfügung steht. Womit wir beim Lamento der erfolgreichen Akademikerin jenseits der 30 wären, die keinen adäquaten Partner findet, weil der Markt abgegrast ist.
...
55 Prozent der Studienanfänger sind Frauen, nur 45 Prozent Männer. Von denen suchen sich 10 oder 15 Prozent eine Frau mit einem niedrigeren Bildungsniveau. Bleiben vielleicht noch 30 Prozent Männer. Das ist eine echte Verknappung, die normalerweise ein Umdenken, die Suche nach Marktlücken, erfordert. Das tun Frauen aber nicht.
...
Eine Parship-Studie nach der anderen bestätigt immer wieder die gleiche Erkenntnis: Frauen können mit vielem leben, sogar mit Schnarchern. Aber wenn der potentielle Partner arbeitslos ist oder verschuldet, ist für Liebe kein Raum. Akademiker sollte der Kandidat selbstverständlich sein: Architekt, Arzt, Psychotherapeut. Männer sind nicht so bildungsfixiert: Ganz oben in der Präferenzliste stehen Juristinnen, aber gleich danach kommt die Flugbegleiterin.
...
Die Suche nach dem Richtigen ist eine Frage von Kompromissen. Doch die Bereitschaft dazu nimmt ab, vor allem bei Frauen, die immer selbständiger und auch emotional unabhängiger werden. ... Männer mit niedrigem Bildungsgrad wagen zwar die Kontaktaufnahme, nur die Damen antworteten nicht.
...
Frauen wollen den „Alpha-Softie“, wie es Fischbach formuliert. Den durchsetzungsstarken Mann mit Herz.
 
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Philippa

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  • #2
Eine Parship-Studie nach der anderen bestätigt immer wieder die gleiche Erkenntnis: Frauen können mit vielem leben, sogar mit Schnarchern. Aber wenn der potentielle Partner arbeitslos ist oder verschuldet, ist für Liebe kein Raum. Akademiker sollte der Kandidat selbstverständlich sein: Architekt, Arzt, Psychotherapeut.

Es ist ja nicht so, dass Parship diese Haltung (z.B. in den Standard-Sucheinstellungen) nicht fördern würde...
 
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Philippa

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  • #3
Irgendwie hast du mir gerade die Laune vermiest, fafner.
 
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  • #4
Der Alpha-Softie zu sein. Schrecklicher Gedanke.
 
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Philippa

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  • #5
Das mit dem Alpha-Softie ist ja eine Interpretation. Die vielleicht gar nicht stimmt. Ich würde behaupten, es gibt genauso "Alphas" und "Softies" unter den Nicht-Akademikern. Das hat überhaupt nichts mit Bildung zu tun.
 
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fleurdelis

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  • #6
Das man uns unterstellt, dass wir mit Schnarchern leben können, ist ja echt unerhört.
 
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  • #7
Am besten er hat Architektur, Medizin und Psychologie studiert. Dann klappt es auch mit der Liebe.
 
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Philippa

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  • #8
Ich bin auch offen für Nicht-Akademiker und habe meine Sucheinstellungen entsprechend geändert. (Ich tausche mich sogar mit Männern mit schlechter Orthogarphie aus. :))

Aber ich wünsche mir doch, dass die Gespräche nicht immer so einseitig verlaufen. Ich bin keine Lehrerin und habe inzwischen auch keine Lust mehr darauf, im Alltag diese Rolle einzunehmen, sondern ich wünsche mir, dass der Mann auch mal Dinge sagt, die mich packen. Und wenn dann nach der 10. Nachricht der Mann sogar noch schreibt, er sei erstaunt, dass ich ihm noch nicht verleidet sei, dann ist er mir definitiv verleidet.
 
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  • #9
Mir war es komplett egal. Ob sie Flugbegleiterin oder Professorin für ontologische Kosmologie war, spielte keine Rolle.
 
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Philippa

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  • #10
Der Beruf ist eh kein verlässliches Indiz für gute Gespräche. Es hilft ja auch nicht, wenn ein Philosophieprofessor findet, über interessante Themen zu sprechen, sei Arbeit, und er wolle doch jetzt lieber nur eine Frau finden, die mit ihm zusammen ins Fitness geht. Auch das ist mir schon passiert, und auch der ist mir dann verleidet.
Wenn eh kein spannendes Gespräch möglich ist, dann hätte ich mehr Lust auf den Fabrikarbeiter, der immerhin gut aussieht.
 
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  • #11
Mein einziges Kriterium war 45-55 Jahre alt. Ich habe mir jede angesehen, die mir gefallen hat und die das auch wollte.
Da waren sehr unterschiedliche Frauen dabei. Jede hatte aber was. In eine habe ich mich dann sofort verliebt, sofort beim ersten Sehen. Aber ihre Art am Telefon gefiel mir bereits.
Wir sind nun eineinhalb Jahre beisammen und ich liebe sie immer mehr.
 
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Rätsel

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  • #12
Na gut, im Auszug oben steht nichts Neues, die Problematik durfte wohl bekannt sein.

@chiller7: Wie schön zu lesen! Freut mich für euch. Und wieder mal eine Bestätigung dafür, dass ein Mann einfach weiß, wenn die Richtige vor ihm steht und das ziemlich schnell. Darum sollten Frauen ihre Zeit nicht mit Männern verschwenden, die zögern.
 
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Philippa

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  • #13
Ach Rätsel. Es ticken ja natürlich wieder mal alle Männer gleich. Mann tickt so, Frau anders. Langweilig!
 
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  • #14
Wenn Gleich und Gleich sich gern gesellt und Frauen, wie Frau Fischbach formuliert, den Alpha-Softie wollen, bedeutet das dann nicht, daß Frauen Alpha-Softies sind oder sich zumindest dafür halten?
 

Howlith

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  • #15
Danke fafner ... !
 
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Howlith

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  • #17
Zitat von fafner:

Na, für den link ... auch wenn da nix wirklich überraschend Neues drin steht ... finde ich jetzt den Gedanken ... dass die "flexible Partnerwahl" von uns Männern einen positiven (!) Beitrag zur Durchmischung der Gesellschaftsschichten geleistet hat doch sehr erfrischend.
 
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equinox

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  • #18
(Zitat FAZ) "... im realen Leben überwand die Ungleichheit jede Bettritze: (....) hat dieses Paarungsverhalten dafür gesorgt, dass sich unterschiedliche Schichten einander annäherten und sich die Gesellschaft durchmischte."

Herkunftsfamilien spielten natürlich noch nie eine Rolle bei der Partnerwahl, es zählten immer nur formale Bildungsabschlüsse (weil man die leichter messen kann).

Oh Sommerloch, oh Sommerloch ...

1975 erreichte der Frauenanteil bei den Studierenden in der BRD gerade mal 38% - in der DDR waren es bereits 48%. Diese Differenz blieb bis in die 90er Jahre erhalten. Seither, also seit rd. 20 Jahren, sind unter den Studierenden in Ost und West jew. rd. 50% Frauen. Das Problem dürfte somit nicht wirklich neu sein. Blöd ist nur, dass Männer auch heute im Schnitt noch immer mehr verdienen und deutlich mehr Führungspositionen besetzen.

(Zitat FAZ) "Eine Parship-Studie nach der anderen bestätigt immer wieder die gleiche Erkenntnis: Frauen können mit vielem leben, sogar mit Schnarchern. Aber wenn der potentielle Partner arbeitslos ist oder verschuldet, ist für Liebe kein Raum."

Das ist natürlich besonders schlecht, weil damit auch niedergelassene Ärzte, deren Papa keine Praxis zu Übernahme vorhält, aussscheiden. Von freiberuflichen Architekten mit 60 Stunden-Woche erst gar nicht zu reden. Und PS kann unglücklicherweise auch keine erfolgreichen Männer aus dem Nichts produzieren, aber aus diesem Grund verliebt sich wohl auch nur alle 11 Minuten jemand, und das sind - statistisch betrachtet - eben doch verdammt wenige.

Vielleicht ist Elitepartner da ein klein wenig näher an der Realität, wenngleich auch hier die Vergleichsdimensionen offenbar ausschließlich merkwürdig formale - nämlich Bildungsabschlüsse - zu sein scheinen:
(Zitat FAZ) "... Elitepartner-Beraterin Lisa Fischbach, Diplom-Psychologin aus Hamburg. Fragt man sie nach gemischten Paaren aus ihrer Praxis, fällt ihr die Universitätsdozentin ein, die mit einem Schreiner zusammen ist, allerdings mit einem kreativen Schreiner. Kein Bauschreiner, sondern einer, der Walnussholz schnitzt. Oder die Literaturagentin, die mit einem Künstler liiert ist."
 

Howlith

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  • #19
Zitat von equinox:
(...) Blöd ist nur, dass Männer auch heute im Schnitt noch immer mehr verdienen und deutlich mehr Führungspositionen besetzen.

http://www.faz.net/aktuell/beruf-ch...berufsleben-nicht-diskriminiert-14308455.html

Zitat von equinox:
​(...) Das ist natürlich besonders schlecht, weil damit auch niedergelassene Ärzte, deren Papa keine Praxis zu Übernahme vorhält, (...)

Na, Deine Vorurteile in dieser Richtung fallen mir doch immer wieder auf ... also ich kenne berufsbedingt ne Menge erfolgreicher Ärzte. Und die haben das alles ganz ohne Papa geschafft.
 

lisalustig

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  • #20
Zitat von fafner:
Frauen wollen den „Alpha-Softie“, wie es Fischbach formuliert. Den durchsetzungsstarken Mann mit Herz.

Was spricht gegen solch einen Mann? Ich fände den prima.
Schnarchende Männer gehen nur mit getrennten Schlafzimmern....

Bildungsunterschiede gehen eben oft konform mit unterschiedlichen Lebensansichten und Interessen. Vielleicht kommen Männer damit besser klar als Frauen.
 
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  • #24
Zitat von lisalustig:
Bildungsunterschiede gehen eben oft konform mit unterschiedlichen Lebensansichten und Interessen. Vielleicht kommen Männer damit besser klar als Frauen.

Wieso? Wenn zwischen einem Mann und einer Frau ein Bildungsunterschied liegt, dann liegt er doch sowohl für den Mann wie auch die Frau vor.
Du meinst mit dem, womit Männer besser klarkommen, also vermutlich "Bildungsunterschiede nach unten". Und entsprechend nicht nur "unterschiedliche" Lebensansichten und Interessen, sondern?
 

billig

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  • #25
Also, eine Medizinerin sollte in Betracht ziehen, den Pfleger zu daten, um ihre Chancen zu erhöhen. Aber die Frauen denken nicht um, denn Arbeitslose oder Verschuldete kommen nicht in Betracht. Häh? Der Pfleger ist doch nicht arbeitslos. Und wieso hochverschuldet? Die Parship-Studie widerlegt also überhaupt nicht, dass Ärztinnen nicht auch bereit wären, Pfleger zu daten.
Ob Männer dann so viel kompromissbereiter sind, wenn sie nach der Juristin die Flugbegleiterin daten? Die Flugbegleiterin ist ja auch nicht arbeitslos und auch nicht unbedingt hochverschuldet. Wieviele Männer wären denn bereit, eine arbeitslose oder hochverschuldete Frau zu daten? Gibts dazu auch Studien?

Vielleicht sind gar nicht die Ansprüche der Frauen so viel höher als die der Männer, sondern von den Frauen werden einfach nur niedrigere erwartet. Wenn ein Mann eine Flugbegleiterin daten kann, dann kann sich eine Frau doch mit einem Arbeitslosen oder Hochverschuldeten treffen. Klingt logisch, oder nicht?
 
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  • #26
Ein Bildungsunterschied liegt immer vor. Es wäre seltsam, wenn dem nicht so wäre.
Diese Online-Suche verleitet dazu, stark in Klischees zu denken oder etwas in einen virtuellen Raum zu projizieren. Die Suchkategorien fördern es.
 

equinox

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  • #27
Zitat von Howlith:
Klar, wenn man die Faktoren herausrechnet, die ursächlich für Diskriminierungen sind, sollte die Benachteiligung nicht mehr gegeben sein. Auch Schwarze werden gleich behandelt, wenn man das Schwarz herausrechnet ...

Zitat von Howlith:
... also ich kenne berufsbedingt ne Menge erfolgreicher Ärzte. Und die haben das alles ganz ohne Papa geschafft.
Sicher, nur nicht schuldenfrei. Und um den pauschalen Ausschluss verschuldeter Männer ging es. Aber mit Satire ist das immer so eine Sache.
 

equinox

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  • #28
Zitat von billig:
Also, eine Medizinerin sollte in Betracht ziehen, den Pfleger zu daten, um ihre Chancen zu erhöhen.
... was allerdings auf etwas ganz anderes verweist, nämlich den sozialen Status formaler Bildungsabschlüsse. Der hierbei unterstellte Unterschied zwischen Medizinern und Pflegekräften ist vor allem ein bundesrepublikanisches Phänomen, denn in Ländern, in denen eine Pflegeausbildung ebenfalls im Rahmen eines Studiums vermittelt wird, sieht das anders aus.

Im übrigen zeigt die in dem ursprünglich genannten FAZ-Artikel präsentierte Grafik aus „Bloomberg Business Week“ nur, dass die Wahrscheinlichkeit, sich über berufliche Kontakte näher zu kommen, hoch ist. Und Ärzte treffen eben eher Ärztinnen als Küchenhilfen oder LKW-Fahrerinnen ... sogar schon während ihrer Ausbildung.
 
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  • #29
Zitat von equinox:
Klar, wenn man die Faktoren herausrechnet, die ursächlich für Diskriminierungen sind, sollte die Benachteiligung nicht mehr gegeben sein. Auch Schwarze werden gleich behandelt, wenn man das Schwarz herausrechnet ....

So einfach ists nicht.
Nehmen wir mal die Bevölkerungsgruppen der Hobbymaler und Ostfriesen. Die Hobbymaler arbeiten gerne nur halbtags, damit sie die andere Hälfte des Tages malen können. Die Ostfriesen arbeiten gerne den ganzen Tag, machen das auch gut, haben aber einen schlechten Leumund und man weiß, daß man sie gut über den Tisch ziehen kann.
Wenn jetzt die Hobbymaler verglichen mit dem Durchschnittstätigen weniger verdienen, bedeutet das keine Diskriminierung.
Wenn die Ostfriesen verglichen mit dem Durchschnittstätigen weniger verdienen, ist das eine Diskriminierung.
Natürlich kann man lange darüber diskutieren, was genau Diskriminierung heißt. Man kann das Wort auch einfach weglassen und dennoch feststellen, daß Hobbymaler und Ostfriesen da im Hinblick auf Bezahlung nicht über einen Kamm zu scheren sind.
 

equinox

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  • #30
Hier mal der Bezug im zitierten Artikel: http://www.faz.net/aktuell/beruf-ch...berufsleben-nicht-diskriminiert-14308455.html

" ... Völlig unbeachtet bleibt, ob die Menschen zum Beispiel Teil- oder Vollzeit arbeiten, in welchen Branchen sie beschäftigt sind, wie groß das Unternehmen ist, für das sie arbeiten, und wie ihre Berufserfahrung aussieht.

Genau solche Merkmale muss man aber berücksichtigen, um die sogenannte bereinigte Lohnlücke zu berechnen. Auch dazu gibt es eine Reihe von Untersuchungen. Je nach Studie liegt der Abstand zwischen Männern und Frauen dann nicht mehr bei 21, sondern irgendwo zwischen 7 und 2,3 Prozent. Zum höchsten Wert von 7 Prozent kommt in seiner Berechnung das Statistische Bundesamt. Doch es berücksichtigt zum Beispiel die Erwerbsunterbrechungen nicht – also jene Pausen in der beruflichen Laufbahn, die bei Frauen mit Kindern die Regel sind, bei Männern jedoch deutlich seltener auftauchen.

In einer Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts hingegen werden solche Unterbrechungen berücksichtigt. Das hat zur Folge, dass der unerklärte Anteil am Lohnunterschied mit 2,3 Prozent deutlich geringer ausfällt."

Nur, kinderbedingte Erwerbsunterbrechungen sind nun mal frauentypisch ... jedenfalls bisher. Vielleicht ändert sich das ja doch noch. Genauso wie Halbtagsbeschäftigungen (auch bei Ostfriesen und Hobbymalern) Karrierebremsen sind. Als Norm dient unverändert der vollzeitbeschäftigte ohne Auszeiten.