sugar

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  • #31
Ich finde die pauschale Aussage in dem Text, Eigenheime seien Gefängnisse für Frauen totalen Quatsch. Auch diese Gegenüberstellung von Go-go-Dancing und sonstigem entbehrt jeder Sinnhaftigkeit. Vielleicht liegt das aber auch dem Interview, das völlig nichtssagend ist.
 

sugar

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  • #32
Die Quelle ist aus den genannten Gründen etwas unglücklich gewählt, man weiß nicht recht, was das Thema ist. Ich gehe aber weitgehend mit Marlene, fafner und Traumichnich konform, da herrscht Einigkeit.
 
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fafner

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  • #33
Zitat von Traumichnich:
"Angekommen, glücklich, das war's" - IMVHO ist das ein (unzulässiger) Trugschluß : In einer Beziehung wird man nie ankommen, man wird, man *MUSS* stets auf dem Weg sein, Augenblick für Augenblick daran arbeiten. Sonst war's das in der Tat.

Wie seht Ihr das ?
Ich hasse dieses "an der Beziehung arbeiten", also diese Begrifflichkeit. Das Leben ist einfach ständigen Veränderungen unterworfen, zum Beispiel dem Altern. Und eine Beziehung muß da "mitgehen" können, beide müssen das, in etwa in die gleiche Richtung, in etwa im gleichen Tempo. Sonst kommt man halt unterwegs vom Wege ab. Bzw. die Wege trennen sich...
 

sugar

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  • #34
Ich mag den Begriff auch nicht, er klingt so spaßbefreit. So, als sei eine Beziehung ausschließlich mühsam und beschwerlich oder man müsse andauernd an ihr arbeiten, damit sie hält. Wenn ich so etwas hätte, bliebe ich lieber allein, anstatt jemanden an mich hinzutherapieren oder mich an ihn.
 
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  • #35
Zitat von fafner:
Ich hasse dieses "an der Beziehung arbeiten", also diese Begrifflichkeit. Das Leben ist einfach ständigen Veränderungen unterworfen, zum Beispiel dem Altern. Und eine Beziehung muß da "mitgehen" können, beide müssen das, in etwa in die gleiche Richtung, in etwa im gleichen Tempo. Sonst kommt man halt unterwegs vom Wege ab. Bzw. die Wege trennen sich...

"Arbeiten" finde auch ich in dem Zusammenhang etwas deplatzliert, aber die Redewendung hat sich halt so einegbürgert, daß - analog zum "Platzhalter Knigge" - jede/r sofort weiß, was gemeint ist.

"Mitgehen" ist ein sehr schönes Bild - alleine schon wegen der möglichen Fortsetzung "die Wege trennen sich".

Die andere Option macht mir hingegen Schwierigkeiten : "Mit-gehen" bedeutet ja nichts anderes, als daß ein Teil den anderen auf *dessen* Weg begleitet, den er ohne den anderen womöglich gar nicht gehen würde, i. e. da kommt es wieder darauf an, die Abgrenzung zwischen "Kompromiß und Selbstaufgabe nicht zu übersehen. "Sich anpassen" impliziert eine ähnliche Problematik.

Was wäre mit "nachjustieren" i. S. v. "auf einander einstellen" - trotz des - in dem Zusammenhang - schrecklich technischen Beigeschmacks ?
 

Sonie

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  • #36
Mitgehen hat für mich auch die Bedeutung der Begleitung auf Weg des jeweils anderen - und nicht die Bedeutung einen gemeinsamen Weg zu gehen.
Sich auf einander einstimmen?
 
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Marlene

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  • #37
Zitat von sugar:
@Marlene
Es kann auch sein, dass es durch das Projekt zusätzlich positiv zusammenschweißt. Es kommt sehr auf die Motive einer Partnerschaft an.

Ja. Und es kann auch sein, dass während der Projektarbeit man den Anderen besser kennenlernt, er sich weiter "offenbart", in einem anderen Licht erscheint und die tatsächlichen Motive oder auch Eigenschaften/Einstellungen zum Vorschein kommen....es kann zusammenschweißen oder trennen. Die Frage ist einfach, wie man dann damit umgeht. Es gibt auch Projekte, die werden nie fertig. :)
Z.B. da reist ein Paar sein Leben lang in der Welt herum, um den Traumaltersruhesitz zu suchen und die Vorstellung davon, wo sie am Liebsten gemeinsam die letzte Zeit verbringen möchten, schweißt sie zusammen. Sie träumt von einem alten Baum vor dem kleinen Haus und er von der Bank darunter und dem nahe Meeresrauschen. Da sind beide im Einklang und diese Vorstellung macht sie glücklich.
 
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Marlene

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  • #38
Und wenn sie nicht gestorben sind.......:)
 

fafner

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  • #39
Hach, Marlene, heut einen romantischen Tag? Sehr schön. :)
 
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Marlene

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  • #40
Ja :). Ich träum gerade von blauen Fensterläden. Eine immerwährende gemeinsame Suche wäre vielleicht das Tragfähigste.
 

sugar

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  • #42
@Marlene
Du bist eine sympathische Träumerin, reich an Gedanken und Güte.
 
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  • #43
Gerade in der NZZ gelesen : http://tinyurl.com/zrs228q

Zitat : "Ich würde noch weitergehen und sagen: Eifersucht, solange sie nicht zur Raserei wird, kann das Begehren aufrechterhalten. Der andere bleibt attraktiv; wenn auch schmerzhaft begehrenswert. Eifersucht ist die quälende Variante der Liebe. Deshalb widerspricht sie auch dem Temperierten, der Toleranz und auch der Achtsamkeit, in der sich heute alle üben oder es zumindest behaupten. So auch die Polyamourösen, die sich selbstwirksam von der Eifersucht kurieren wollen, indem sie sich auf keinen wirklich einlassen. Diese Arbeit an sich selbst hat etwas Selbstbezogenes.
Der Eifersüchtige dagegen bleibt den Gefühlen ausgeliefert, unterwirft sich ihnen, lebt für den Geliebten. Er kämpft um seine Zuneigung, bangt um seinen Verlust, opfert seinen Stolz, verliert seine Würde. Wer sich nicht einlässt, ist ein Tourist der Liebe. Ein Feigling."
 

Yvette

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  • #46
Zitat von lisalustig:
Ich habe den Artikel jetzt nicht gelesen.

Beziehung ist immer Arbeit. Die hört nie auf. Menschen und Umstände ändern sich, so dass sich mit der Zeit auch die Passung der Beziehung ändern kann. Nicht immer kann man gegensteuern. Betongold ist (neben Kindern) oft der Anlass, warum man sich trotz schlechter Beziehung nicht trennt.

"Sind wir jetzt ein Paar"?! :)