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  • #32
Das verletzt mich nicht mehr. Glaube mir, ich habe genug Erfahrungen mit "solchen" Akademikern, tagtäglich. Sie sind, wenn sie denn mit dem niederen Volk reden, pissfreundlich, denn sie wollen ja was von mir. Sonst hätten sie sich ja nicht herabgelassen um mit mir zu reden. Es ist nicht so, dass sie mich oder meine kollegin unfair behandeln. Sie ignorieren uns schlichtweg, übersehen uns so lange, bis wir wichtig genug sind, weil sie etwas von uns brauchen. Da kannst du mit allen Kollegen und Kolleginnen, die nicht studiert haben, bei uns sprechen. Dir wird von jedem das gleiche erzählt. Die Fluktuation ist bei uns extrem hoch. Aber es hinterfragt niemand, warum das so ist.
Mir ist's auch egal, ich bin da auch bald weg!
da ist aber jemand sehr frustriert. Darf ich fragen, wieso du selber nicht studiert hast? Wäre doch interessant zu erfahren, ob man dich dann auch ignorieren würde.
 
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  • #33
Mich je nach Tagesverfassung schon. Es IST frustrierend. Ich habe auch kein reguläres Studium, ich habe mich bewusst dagegen und für einen anderen Weg entschieden - aber es hängt mir bis heute nach. Die Folgen waren mir nicht bewusst. Ich ärgere mich, dass mir Türen verschlossen bleiben, die anderen offen stehen, nur weil sie irgendwann irgendeinen Larifarisch... studiert haben und irgendein (branchenfremdes!) Hochschulzeugnis vorweisen können. Ich bitte unser militärisches Störfeuer, das jetzt einfach mal so anzunehmen, dass es so etwas gibt.

Mein Weg war und ist deutlich bunter (ja, auch härter). Ich kann stolz drauf sein.

Doch: Wenn sich einem Nichtakademiker eben dann nur aufgrund eines fehlenden Zeugnisses Türen nicht öffnen - dann IST das frustrierend. Zumal, weil so ein Abschluss ein Leben lang "gilt" - auch wenn diese akademischen Menschen sich seit dem Abschluss NULL weiterentwickelt haben (Anmerkung: andere Ausbildungen "verfallen" irgendwann, manchmal gibt es die Berufe gar nicht mehr - auch Studieninhalte ändern sich über die Jahrzehnte - doch die Abschlüsse behalten Gültigkeit, auch ohne Weiterbildung oder "Auffrischung"). Ich könnte mich da jetzt echt in Rage reden ...;)

Wer hier - wie @zupfsalat - so eine Frage wie von @Eulenspiegl nicht ernst nehmen kann - der hat das eben noch nicht erlebt oder hat eben nicht diese Akademikerdenke oder ein verdammt gutes Selbstbewusstsein oder da geht Kopf vor Bauch ;) Natürlich weiß der nichtakademische Kopf, dass man drüberstehen sollte - fühlt sich trotzdem manchmal Sch... an, wenn man es direkt erlebt. Natürlich weiß der Kopf, dass da auch viel akademische Angst mitspielt, Pfründe zu verlieren. Aber in so einem Moment gewinnt halt der Bauch vor dem Kopf (über den Kopf??? da sieht man es wieder :D).

@Eulenspiegl - Wieviele Akademikerinnen gibt es, die nur studiert haben, um sich einen Akademiker zu sichern - aber in ihrem Leben nie selbst für sich sorgen konnten und können, weil sie nur als Vernissage-Begleitung fungieren ;) (Ich habe Dates gehabt, die völlig fasziniert waren, weil ich scheinbar noch nie "von einem Mann abhängig" war - ich war ehrlich irritiert). Die sind sicherlich eher ein wenig neidisch auf deine Leistung und Unabhängigkeit. :)

Jep - und wer sich von den mitlesenden Akademikern den kritischen Schuh jetzt anzieht - bitte schön ;) Natürlich sind nicht alle so, weiß ich doch :rolleyes:
 
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fleurdelis*

  • #34
Er sagte mir, dass diese Dame "die Frau an seiner Seite" wäre, und er öfters mit dem Gedanken gespielt hat, sie zu verlassen, wegen mir. Er würde mich sehr lieben und fände mich auch sehr interessant, aber letztendlich kann er von dieser Frau nicht weg weil, sie seinem gesellschaftlichen Status mehr entspricht. Deswegen sei er auch in unserer Beziehung nicht weiter gegangen. Er ist Akademiker, sie auch und ich bin es nicht..... und ich mich als Mensch zweiter Klasse fühle.
Hier geht es nicht um Menschen zweiter oder erster Klasse, ein Standesunterschied wäre da wohl das einfachere Problem, inklusive Lösung. Hier geht es um mehr, um das bewusste Missachten deiner Gefühle.

Das hier trifft es ganz gut:

Einen Menschen macht v.a. aus, wie er fühlt, denkt und handelt, welche Empathiefähigkeit er besitzt, welches Verantwortungsbewusstsein gegenüber anderen Lebewesen er an den Tag legt
In dieser Situation kann man eindeutig von einem Mangel an bewusster Wahrnehmung von Gefühlen oder sogar deren (absichtlicher) Leugnung ausgehen. Solch eine emotionale Blindheit ist teuer erkaufter und meistens (selbst)destruktiver Luxus. Das Problem liegt insofern nicht bei dir und hat mit einer Wertung deiner Person nichts zu tun.
 
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  • #35
Ich selber habe ein abgeschlossenes Studium denke aber: ein Titel sagt noch lange nichts über einen Menschen aus. Bei der Partnersuche achte ich nicht darauf, ob ein Mann auch einen Mag., Dipl.Ing oder Dr. hat. Das ist mir egal, für mich sind andere Werte wichtig. Der Mensch zählt.
 
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  • #36
Ich bin selbst Akademiker und habe jedenfalls kein Problem mit einer Partnerin, die das nicht ist. Wie Markus Ernst schon schreibt, habe ich allerdings auch die Erfahrung gemacht, dass es mit einer Akademikerin häufig etwas besser "passt", weil man die Erfahrung eines Studiums teilt und dadurch häufig ähnliche Lebensbiographien hat. Ich schreib bei Parship auch lieber Akademikerinnen an, weil mir nämlich umgekehrt Frauen schon häufiger erzählt haben, dass sie doch einen Partner mit gleichem Bildungsniveau möchten (im positiven wie im negativen). Aber das sind keinesfalls No-Gos - und auf deine Situation trifft das auch überhaupt nicht zu.
Gute Gedanken, geehrter 'JoeKnows'!
Ich will es mal so sagen: Ich pflege gewisse geistige und kulturelle Interessen, mit der ich mich mit meiner künftigen Partnerin vertieft austauschen möchte, wie z. B. über Kunst, Literatur und besonders über die sogenannte 'Klassische Musik'. Nun ist da bisher meine Erfahrung, dass die Damen mit einem akademischen Abschluss, aufgrund ihrer gesamten Biographie, zu diesen Bereichen eher einen Zugang haben als Nichtakademikerinnen. Die cellospielende Büroangestellte, die sich nach nach einem Klassikkonzert mit ihrem Partner über die Werke von 'Thomas Mann' austauscht, mag es zwar geben, aber die Regel ist das leider nicht.
Nun gibt es auf der anderen Seite Akademikerinnen, die wir als niveauvolle Gesprächspartnerinnen schätzen...Aber sind die immer besonders charakter- und liebevoll sowie frei von jeder Arroganz und Überansprüchen?

Ich nehme wahr, dass wir geistewissenschaftlich studierten Männer uns in der Partnerinnenwahl da wesentlich schwerer tun als Männer mit konventionellem Bildungsgang und Berufen.
 
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  • #37
Gute Gedanken, geehrter 'JoeKnows'!
Ich will es mal so sagen: Ich pflege gewisse geistige und kulturelle Interessen, mit der ich mich mit meiner künftigen Partnerin vertieft austauschen möchte, wie z. B. über Kunst, Literatur und besonders über die sogenannte 'Klassische Musik'. Nun ist da bisher meine Erfahrung, dass die Damen mit einem akademischen Abschluss, aufgrund ihrer gesamten Biographie, zu diesen Bereichen eher einen Zugang haben als Nichtakademikerinnen. Die cellospielende Büroangestellte, die sich nach nach einem Klassikkonzert mit ihrem Partner über die Werke von 'Thomas Mann' austauscht, mag es zwar geben, aber die Regel ist das leider nicht.
Nun gibt es auf der anderen Seite Akademikerinnen, die wir als niveauvolle Gesprächspartnerinnen schätzen...Aber sind die immer besonders charakter- und liebevoll sowie frei von jeder Arroganz und Überansprüchen?

Ich nehme wahr, dass wir geistewissenschaftlich studierten Männer uns in der Partnerinnenwahl da wesentlich schwerer tun als Männer mit konventionellem Bildungsgang und Berufen.
o_O es lebe das Klischee o_O.
Es gibt mehr Büroangestellte? Verkäuferinnen oder zb Gärtnerinnen, die musisch interessiert sind, als du vielleicht glaubst - genauso, wie es viele AkademikerInnen gibt, die damit nichts anfangen können, weil zb ihre oberste Prämisse Gewinnmaximierung ist und da sonst in ihrem Leben nichts Platz hat
 
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  • #39
o_O es lebe das Klischee o_O.
Es gibt mehr Büroangestellte? Verkäuferinnen oder zb Gärtnerinnen, die musisch interessiert sind, als du vielleicht glaubst - genauso, wie es viele AkademikerInnen gibt, die damit nichts anfangen können, weil zb ihre oberste Prämisse Gewinnmaximierung ist und da sonst in ihrem Leben nichts Platz hat
Du meinst die spezialisierten Schmalspurakademiker, wie z. B. Betriebswirtschaftlerinnen oder Informatikerinnen, die nicht aus der geisteswissenschaftlichen Richtung kommen, geehrte 'mone7'! Die sind natürlich (fast nur) auf Gewinnmaximierung aus. Das sind die Geisteswissenschaftlerinnen oft nicht.

Ein bißchen hast Du ja Recht. Deswegen achte ich beim Dating eher auf Hinweise, die auf den Charakter schließen lassen. Der Beruf ist für mich nicht auswahlentscheidend, sondern die persönliche Begegnung. Und da habe ich bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass z. B. die typische Sekretärin nicht wirklich das Interesse an anspruchsvoller Kultur hat. Natürlich wieder ein Klischee. Aber beruhen Klischees nicht auf einen wahren Kern und konkreten Erfahrungen?
Aber ich orientiere mich an dem konkreten Menschen. Und die konkrete Sekretärin müsste damit klarkommen, dass die 'Lusche' während des Shoppings mit ihr z. B. über die Ethik von 'Spinozza' philosophieren oder über die Interpretation der Beethoven Symphonien von Karajan erörtern möchte.
 
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  • #40
Gute Gedanken, geehrter 'JoeKnows'! [...] Ich nehme wahr, dass wir geistewissenschaftlich studierten Männer ...
Da der Eindruck entstehen könnte, das "wir" schließe mich mit ein, fühle ich mich gezwungen, hier explizit zu widersprechen.

Erstens habe ich nicht Geisteswissenschaften studiert, sondern etwas "konventionelles" (womit man auch Geld verdienen kann). Zweitens finde ich sogenannte Klassik-Konzerte und Thomas Mann schnarch-langweilig; ich geh ja auch in kein Restaurant, wo der Koch schon mehr als 50 Jahre tot ist.

Und drittens - und das ist der Punkt, wo ich mich frage, ob du mir nicht eigentlich zustimmst: Ich würde meine Partnersuche doch nicht auf Akademikerinnen beschränken, in der Hoffnung dass die dann eher Thomas Mann und Klassik-Konzerte mögen. Sondern ich würde mich umgekehrt in der Partnersuche auf Frauen fokussieren, die Thomas Mann und Klassik-Konzerte mögen - um dann womöglich festzustellen dass das vor allem Akademikerinnen sind. Oder auch nicht.
 
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  • #41
Du meinst die spezialisierten Schmalspurakademiker
Deine Bildungs-Arroganz ist anscheinend noch schlimmer als die, die hier im Eingangspost beklagt wurde.
die Interpretation der Beethoven Symphonien von Karajan erörtern
Beethoven und Karajan sind für dich "anspruchsvolle Kultur"? Das ist die Pop-Kultur der Spießer. Da sind mir Frauen, die Ed Sheeran hören, allemal lieber - und gern auch ohne Abitur.
 
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  • #42
Ich würde meine Partnersuche doch nicht auf Akademikerinnen beschränken, in der Hoffnung dass die dann eher Thomas Mann und Klassik-Konzerte mögen. Sondern ich würde mich umgekehrt in der Partnersuche auf Frauen fokussieren, die Thomas Mann und Klassik-Konzerte mögen - um dann womöglich festzustellen dass das vor allem Akademikerinnen sind. Oder auch nicht.
das macht m.e. eindeutig mehr sinn als umgekehrt!
 
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  • #43
Da der Eindruck entstehen könnte, das "wir" schließe mich mit ein, fühle ich mich gezwungen, hier explizit zu widersprechen.

Erstens habe ich nicht Geisteswissenschaften studiert, sondern etwas "konventionelles" (womit man auch Geld verdienen kann). Zweitens finde ich sogenannte Klassik-Konzerte und Thomas Mann schnarch-langweilig; ich geh ja auch in kein Restaurant, wo der Koch schon mehr als 50 Jahre tot ist.

Und drittens - und das ist der Punkt, wo ich mich frage, ob du mir nicht eigentlich zustimmst: Ich würde meine Partnersuche doch nicht auf Akademikerinnen beschränken, in der Hoffnung dass die dann eher Thomas Mann und Klassik-Konzerte mögen. Sondern ich würde mich umgekehrt in der Partnersuche auf Frauen fokussieren, die Thomas Mann und Klassik-Konzerte mögen - um dann womöglich festzustellen dass das vor allem Akademikerinnen sind. Oder auch nicht.
Mit 'wir' habe ich all diejenigen gemeint, einer meiner mit eingeschlossenen, die von den Geisteswissenschaften herkommen, nicht Dich persönlich, geehrter 'JoeKnows'!
Dass Du kein Klassik- und Thomas Mann-Freund bist, sei Dir unbenommen.
Der Vergleich mit dem Koch ist aber sehr hinterfragungswürdig und trifft überhaupt nicht das eigentliche Wesen der Kunst.

So wie Du das in Deinem letzten Abschnitt beschreibst, ist auch meine Herangehensweise. Und da mache ich oft die empirische Erfahrung, dass z. B. mein Klischee über die typische Sekretärin durchaus zutrifft, wenn auch nicht immer. Mit den geisteswissenschaftlich ausgerichteten Akademikerinnen haben sich bis jetzt in der Regel fruchtbare Gespräche über anspruchsvolle Kunst, Literatur und Musik ergeben.
 
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  • #44
Du meinst die spezialisierten Schmalspurakademiker, wie z. B. Betriebswirtschaftlerinnen oder Informatikerinnen, die nicht aus der geisteswissenschaftlichen Richtung kommen, geehrte 'mone7'! Die sind natürlich (fast nur) auf Gewinnmaximierung aus. Das sind die Geisteswissenschaftlerinnen oft nicht.

Ein bißchen hast Du ja Recht. Deswegen achte ich beim Dating eher auf Hinweise, die auf den Charakter schließen lassen. Der Beruf ist für mich nicht auswahlentscheidend, sondern die persönliche Begegnung. Und da habe ich bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass z. B. die typische Sekretärin nicht wirklich das Interesse an anspruchsvoller Kultur hat. Natürlich wieder ein Klischee. Aber beruhen Klischees nicht auf einen wahren Kern und konkreten Erfahrungen?
Aber ich orientiere mich an dem konkreten Menschen. Und die konkrete Sekretärin müsste damit klarkommen, dass die 'Lusche' während des Shoppings mit ihr z. B. über die Ethik von 'Spinozza' philosophieren oder über die Interpretation der Beethoven Symphonien von Karajan erörtern möchte.
Also erstens erwarte ich von dem Herrn, der mit mir über Spinoza philosophieren möchte, dass er dessen Namen auch richtig schreiben kann.
Und zweitens wirst du auch unter den Geisteswissenschafterinnen wenig finden, die diese geforderte Bandbreite abdecken.
Viel Erfolg
 
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  • #45
Ich nehme wahr, dass wir geistewissenschaftlich studierten Männer uns in der Partnerinnenwahl da wesentlich schwerer tun als Männer mit konventionellem Bildungsgang und Berufen.
äh....da herrschte doch früher, als deiner einer wohl studiert hat, doch sicherlich ein mega-frauenüberschuss an den unis. war denn damals keine flotte studentin fürs leben dabei? so als hahn im korb muss das doch ein kinderspiel gewesen sein :D
 
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