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fleurdelis

  • #46
Zitat von Howlith:
Aber wir drehen uns im Kreise. Versuch doch mal einen anderen Ansatz zu wählen. Löse Dich von Begriffen wie Softie=gut bzw zu gut und Macho=schlecht. Auch der Ansatz, 50%Softie + 50%Macho = 100%Mann wird nicht funktionieren. So simpel sind wir Männer dann auch nicht gestrickt. Hier gilt wohl eher, dass das Ganze mehr als nur die Summe seiner Teile ist.
Der Ansatz klingt doch nicht schlecht.

Vielleicht ist dieses Entweder-Oder-Bild Softie oder Macho eher männlich geprägt. Kaum eine Frau denkt, ich such mir nur Machos, oder nur Softies. Kann es nicht eher sein, dass man einem Menschen begegnet, bei dem es früher oder später einfach "bumm" macht, weil so vieles passt? Andererseits gibt es viele tolle Männer, von denen Frau denken mag, nicht schlecht, aber es reicht nicht. Aber das sagt nichts über die Qualität des Menschen aus, sondern nur um den persönlichen Bezug. Vor allem, nicht immer sind beide Positionen bei Männern sofort erkennbar. Jeder mag auch Teile unterschiedlicher Kategorien in sich tragen.

Howlith hat geschrieben, jemanden nicht im ersten Augenblick mit dem Ziel "Beziehung" zu begegnen, darin liegt eine grundlegende Wahrheit. Verkünstelungen in eine gewisse Richtung wirken nicht glaubhaft, jeder mag sich so präsentieren, wie er ist. Das mag bei einigen nicht ansprechend sein, bei einer einzigen schon. Umgekehrt genauso. Es braucht schon ein wenig Zeit und Geduld um das heraus zu finden. Torschlusspanik ist noch nie ein guter Ratgeber gewesen, wird es auch niemals sein.
 
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  • #48
Ich fürchte ich bin nicht der begabteste was Ratschläge angeht ... trotzdem:

Zitat von moritz:
Ich stelle mir immer wieder die Frage bin ich der einzige? oder gibt es da draussen noch viele andere? Habe nun die 30 überschritten und habe es bis heute noch nicht geschafft eine Freundin zu haben! Bis jetzt hatte ich bloss eine Kurzbeziehung von vier Monaten.
Ob es "da draussen" noch andere gibt? Sicherlich.

Zitat von moritz:
Mittlerweile kann ich auch offen mit Freunden über das Thema sprechen und alle sind sich (unabhängig von einander) einig ich bin eifach ein zu guter Mensch, mache alles richtig, nur einfach Pech gehabt. Nur zweifle ich ein bischen dran, wenn ich alles richtig machen würde, hätte ich eine glückliche Beziehung.
Ich finde es gut, das Du an dem Ratschlag Deiner Freunde zweifelst. Natürlich möglich, dass Du "einfach nur Pech" gehabt hast ... aber sehr wahrscheinlich ist das nicht.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob es wirklich viel bringt, (im Freundeskreis) großartig über "das Thema" zu sprechen. Ich kann Deinen Beitrag bzgl "downhill" und "metal music" nicht (mehr) finden. Gelöscht? Mein Ratschlag wäre: such Dir ne Umgebung (zB Metal-Kneipe? gibt es so was noch?) wo niemand weiß, dass Du "unerfahren"bist ... glaub mir, jeder von uns hat mal bei Null angefangen ... versuchs einfach mal.*
 
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  • #49
Zitat von fleurdelis:
Vielleicht ist dieses Entweder-Oder-Bild Softie oder Macho eher männlich geprägt.
Ich geb zu, dass das ja so ein "Trigger-Thema" für mich ist. genauso wie das "ich-bin-eine-starke-Frau-Thema". Ich erkenne hier mehr so den Wunsch, das "Problem Beziehung" greifbar, verstehbar, lösbar zu machen. Siehe auch den "wissenschaftlichen Ansatz" von Git80. - Es also auf eine einfache und griffige Formel runter zu brechen und so zumindest das Gefühl zu haben, dass man(n) die Sache im Griff hat. Zumindest aber versteht, was da schief läuft.

Verständlich. Aber natürlich kaum hilfreich ...
 
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  • #50
Zitat von Howlith:
Verständlich. Aber natürlich kaum hilfreich ...
Inwiefern wäre es denn hilfreich(er), davon auszugehen, dass bei einem Kennenlernen von Mann und Frau so viele unterschiedliche Variablen eine Rolle spielen, dass es überhaupt keine Muster gibt, aus denen man allgemeine Schlüsse ziehen könnte? Dann könnte man jede Frage in diesem Forum mit der Formel "Das ist aber ein schöner/bedauerlicher Einzelfall" mit einer Antwort beenden.
Ich sehe den Sinn dieses Forums im Austausch von Erfahrungen. Dabei habe ich festgestellt, dass bestimmte Erfahrungen immer wieder gemacht werden ("zu gute" Männer werden verlassen, Frauen fallen auf "bad boys/player" rein, "Strohfeuermänner", usw.), es scheint eine gewisse Systematik zu geben. Dass eine "Statistik" NIE etwas über einen konkreten Einzelfall aussagt, sollte jedem, der sich etwas mit wissenschaftlicher Methodik beschäftigt hat, klar sein.
 
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  • #51
Der Bad Boy mag vielleicht kurzfristig attraktiv sein, ähnlich wie das böse Mädchen. Langfristig differenziert sich das aber. Die Beweggründe für die Liebe sind so zahlreich wie Menschen es sind. Ich denke nicht, dass es da eine Gemeinsamkeit gibt. Und das ist auch das Schöne an der Liebe. Sie ist letztlich nicht greifbar.
 
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  • #52
Zitat von Git80:
(...) dass bei einem Kennenlernen von Mann und Frau so viele unterschiedliche Variablen eine Rolle spielen, dass es überhaupt keine Muster gibt, (...)
Ich finde den Wunsch nach "Mustern" nachvollziehbar. Manchmal muss man aber auch die Abwesenheit von Mustern aushalten ... ob hier "bestimmte Erfahrungen" tatsächlich immer wieder gemacht werden darf getrost bezweifelt werden. Es ist wohl eher so, dass man/frau seine lieb gewonnen Muster den Erfahrungen einfach überstülpt ... und dann eben nur die Muster sieht. Und diese mit den Erfahrungen verwechselt.
 
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  • #53
Zitat von Git80:
Inwiefern wäre es denn hilfreich(er), davon auszugehen, dass bei einem Kennenlernen von Mann und Frau so viele unterschiedliche Variablen eine Rolle spielen, dass es überhaupt keine Muster gibt, aus denen man allgemeine Schlüsse ziehen könnte? Dann könnte man jede Frage in diesem Forum mit der Formel "Das ist aber ein schöner/bedauerlicher Einzelfall" mit einer Antwort beenden.
Ich sehe den Sinn dieses Forums im Austausch von Erfahrungen. Dabei habe ich festgestellt, dass bestimmte Erfahrungen immer wieder gemacht werden ("zu gute" Männer werden verlassen, Frauen fallen auf "bad boys/player" rein, "Strohfeuermänner", usw.), es scheint eine gewisse Systematik zu geben. Dass eine "Statistik" NIE etwas über einen konkreten Einzelfall aussagt, sollte jedem, der sich etwas mit wissenschaftlicher Methodik beschäftigt hat, klar sein.
Sicherlich gibts allgemeinere Muster. Aber die sind doch eher relationaler Art, betreffen also das Passen (zweier zueinander). Das ist wie mit Topf und Deckel.

Und wenn eine Systematik krude ist, bringt es wenig, die Vorzüge von Systematik als solcher zu bewerben. Es wäre doch sinnvoller, konkret auf die Probleme seines Systematikvorschlags eingehen. Das tust du mit einer verblüffenden Hartnäckigkeit nicht. Sondern sprichst etwa weiterhin von "zu gut" usw.
Ein nicht geringer Anteil an den hier verhandelten Problemen dürfte eben durch (Selbst-)Kategorisierungen mitverursacht sein.
Jemand, der wirklich gut ist, hätte wenig Grund, sein Gutsein zurückzuschrauben, nur weil irgendwelche Ratgeber schreiben, böse Menschen kämen nicht nur in den HImmel, sondern überall hin. Und jemand, der hingegen im billigen Forums/Ratgebersinne "zu gut" ist, könnte vielleicht weiterhelfen, wenn er verstünde, daß er gar nicht wirklich zu gut ist.
 
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  • #54
Howlith, Zustimmung. Wenn man einen Volkswagen fährt, sieht man häufiger Volkswagen als beispielsweise Alfa Romeo - und zwar unabhängig von den Zulassungszahlen. Selektive Wahrnehmung.
 
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  • #55
Die Frage, ob es eine allgemein gültige Systematik in Mann - Frau Beziehung gibt, wird glaube ich schon seit Jahrtausenden versucht zu erklären. Leider kann man wohl keine Gesetze wie z.B. in der Physik definieren. Dazu ist dieses Thema zu irrational.
Zumindest kann man aber Verhaltensmuster erkennen, die in 90 % der Fälle zu treffen.
Ich für meinen Teil vertrete aber mittlerweile die Meinung, dass das Thema biologisch schon ein bisschen zu erklären ist.
Gerade in meinem Alter suchen Frauen einen Mann mit dem sie eine Familie gründen wollen. Da wird schon rein instinktiv von der Frau ein Versorger, Beschützer und aber auch ein liebevoller Vater gesucht.
Versorger & Beschützer ist eher, um bei den Thema zu bleiben, ein Machotyp. Liebevoller Vater eher Softie. Also 2/3 Macho und 1/3 Softie. Deshalb denke ich, dass eine Mischung aus Macho & Softie das Perfekte ist. Aber wenn mann zwischen reinen Softie oder reinem Macho die Wahl hat, wird diese eher auf Macho fallen.
Vielleicht klingt diese These sehr plump und oberflächlich. Aber für mich macht dies Sinn.
Dieses Thema kann man nun ins Unendliche ausweiten. Aber ich denke, dass der Mensch doch ein bisschen Tier ist und die Frau instinktiv im Unterbewusstsein den Beschützer und Versorger sucht.
 
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  • #56
Zitat von Lineal:
Die Frage, ob es eine allgemein gültige Systematik in Mann - Frau Beziehung gibt, wird glaube ich schon seit Jahrtausenden versucht zu erklären. Leider kann man wohl keine Gesetze wie z.B. in der Physik definieren. Dazu ist dieses Thema zu irrational.
Mit Irrationalität hat das nichts zu tun. Eher mit Komplexität. Aber ich würd sagen, daß man das Verhalten von Menschen in Liebesdingen bei vergleichbarer Informationslage nicht weniger vorhersagen kann als das Wetter.

Versorger & Beschützer ist eher, um bei den Thema zu bleiben, ein Machotyp. Liebevoller Vater eher Softie. Also 2/3 Macho und 1/3 Softie. Deshalb denke ich, dass eine Mischung aus Macho & Softie das Perfekte ist. Aber wenn mann zwischen reinen Softie oder reinem Macho die Wahl hat, wird diese eher auf Macho fallen.
Vielleicht klingt diese These sehr plump und oberflächlich. Aber für mich macht dies Sinn.
Dieses Thema kann man nun ins Unendliche ausweiten. Aber ich denke, dass der Mensch doch ein bisschen Tier ist und die Frau instinktiv im Unterbewusstsein den Beschützer und Versorger sucht.
Der Unterschied ist vielleicht, daß man in der "Wissenschaft" beispielsweise die Vierelementelehre aufgegeben hat, während hier von den Forenwissenschaftlern Konzepte wie Macho und Softie unbeirrbar weiter so verwendet werden, als könne man aus ihnen einen Menschen zusammensetzen.
Das ist ein bißchen wie in der Esoterik. Man hat ein zurückgebliebenes Modell und wenn man nicht weiterkommt, erkennt man nicht etwa, daß das Modell schlecht ist, sondern verkündet man, das liege daran, daß das Sein respektive die Liebe nicht ausrechenbar ist.
 
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  • #57
Zitat von Git80:
(...) Dabei habe ich festgestellt, dass bestimmte Erfahrungen immer wieder gemacht werden ("zu gute" Männer werden verlassen, Frauen fallen auf "bad boys/player" rein, "Strohfeuermänner", usw.), es scheint eine gewisse Systematik zu geben. (...)
Also die Statistik sagt, dass ca die Hälfte der Ehen scheitert. Und ich denke nicht, dass all diese Männer "zu gut" waren. Sicherlich waren da auch ein paar dabei, die Du als "zu gut" bezeichnen würdest.

... interessant Deine Aussage zu Frauen. Frauen verlassen also Männer die "zu gut" sind. Du scheinst wohl anzunehmen, Frauen wüssten nicht, was gut für sie ist? Gewagte These. Damit nicht genug, Frauen scheinen auch noch auf die "bad boys" hereinzufallen. Glaubst Du wirklich, dass Frauen so dumm sind???

Da fehlt dann auch nicht viel, und wir kommen an den Punkt, wo dann behauptet wird, Frauen stünden auf bad boys, weil Frauen wollen ja schlecht behandelt werden und man müsse als Mann eben Frauen "frech / nicht gut / schlecht" behandeln, wenn man(n) Erfolg haben will ... spätestens an der Stelle würde ich diesen ganze Gedankenkonstrukt mal grundlegend in Frage stellen und mich nach alternativen Erklärungen umschauen.

Beziehungen zu leben, ist sicherlich in den letzten Jahren nicht gerade einfacher geworden. Die Lösungsansätze sollten es auch nicht werden ...
 
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  • #59
Zitat von Howlith:
... interessant Deine Aussage zu Frauen. Frauen verlassen also Männer die "zu gut" sind. Du scheinst wohl anzunehmen, Frauen wüssten nicht, was gut für sie ist? Gewagte These. Damit nicht genug, Frauen scheinen auch noch auf die "bad boys" hereinzufallen. Glaubst Du wirklich, dass Frauen so dumm sind???...
Ähm... in welcher Realität lebst du eigentlich? Wenn man sich mal hier durch die Foren liest, sich mit weiblichen Bekannten unterhält und sich ein wenig umsieht, wie Partnersuche/Partnerwahl im echten Leben läuft, dann kommt man definitiv zu dem Schluß, dass die "zu guten" Männer schnell als langweilig wahrgenommen und in die Friendzone abgeschoben werden. Und ja, JEDE einzelne meiner weiblichen Bekannten ist mindestens einmal auf einen offensichtlichen "bad Boy" reingefallen. Dass das etwas mit Dummheit zu tun hat, habe ich nie gesagt - ich erkenne nur ein Muster, wenn ich es sehe ;-)


Zitat von Howlith:
Da fehlt dann auch nicht viel, und wir kommen an den Punkt, wo dann behauptet wird, Frauen stünden auf bad boys, weil Frauen wollen ja schlecht behandelt werden und man müsse als Mann eben Frauen "frech / nicht gut / schlecht" behandeln, wenn man(n) Erfolg haben will ... spätestens an der Stelle würde ich diesen ganze Gedankenkonstrukt mal grundlegend in Frage stellen und mich nach alternativen Erklärungen umschauen....
Wenn du ernsthaft der Meinung bist, dass man als Mann größere Chancen hat, wenn man "einfach nur nett" ist, dann solltest du mal gewisse Gedankenkonstrukte deinerseits grundlegend infrage stellen. Einen alternativen Erklärungsansatz habe ich dir hier im Thread geboten... Ernsthaft: Du kannst meine Betrachtungsweise ja für Blödsinn halten. Aber wenn du meinst, dass die lieben und netten Männer größere Erfolgschancen hätten, als die frecheren, dann fehlt dir einiges an Lebenserfahrung und Menschenkenntnis.
 
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  • #60
Das wird ja zu einem richtig lustigen Thema.
Zitat von Git80:
... ja, JEDE einzelne meiner weiblichen Bekannten ist mindestens einmal auf einen offensichtlichen "bad Boy" reingefallen. Dass das etwas mit Dummheit zu tun hat, habe ich nie gesagt .....
"Reingefallen" legt angesichts dessen, dass es sich ja um "offensichtliche" bad guys handelte, allerdings schon nahe, dass in den jeweiligen Fällen mindestens fehlende Aufmerksamkeit bei der Partnerwahl zum Tragen kam. Oder eben doch fehlende Menschenkenntnis, was dann allerdings ...

Nun könnte man aber auch überlegen, ob der 'bad guy' durch seine erotisch-machistische Präsenz nicht einfach einen hormonellen Schub auslöste, der Frau die Sinne vernebelte und den Atem raubte. Oder ist die Unterstellung solcherlei triebgesteuerten Verhaltens bei Frauen politisch inkorrekt? Andererseits könnte es ja auch sein, dass JEDE der angeführten weiblichen Bekannten zumindest temporär doch ziemlich viel Spaß mit den bad guys hatte. Oder darf man das auch nicht unterstellen?