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  • #31
AW: Gebt der Liebe eine CHANCE! Ein Aufruf zu mehr Realitätssinn

Zitat von bebe69:
Ich denke, wenn man(n) im Kopf ständig die Idee hat, olà wenn es mit ihr schon so gut geklappt hat, dann müßte es ja noch viel besser kommen, dann wird man(n) sich nie auf die Frau richtig einlassen, die gerade da ist (und natürlich auch umgekehrt).
Chapeau!
Genau das war's, was ich sagen wollte.
 
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  • #32
AW: Gebt der Liebe eine CHANCE! Ein Aufruf zu mehr Realitätssinn

Zitat von bebe69:
Wenn das Bauchgefühl bzw. das Herz natürlich etwas anderes sagt, dann würde sich ja sowieso niemand näher auf jemanden einlassen.
Es geht hier also um Situationen, wo Bauch und Herz kein Veto einlegen, aber auch keinen Zuspruch äußern? Dann ist der Ort für die Regel mit dem Spatz und der Taube oder zumindest der Einspruch, was nicht sei, könne ja noch werden. Welche Instanz verkörpert das: müßte der Kopf sein, oder?

Aber wenn man sein Herz nur halb öffnet, damit man die-/denjenigen möglichst leicht wieder "hinauskomplimentieren" kann, wie soll man(n)/frau dann voll und ganz darin landen können?
Stimmt. Und wer ist der Herzöffner?
 
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  • #33
AW: Gebt der Liebe eine CHANCE! Ein Aufruf zu mehr Realitätssinn

Na die Zeit ist der Herzöffner. So wie im wirklichen Leben eben auch. Wenn man sich am Arbeitsplatz, Freundeskreis, beim Sport oder wo auch immer kennenlernt, sieht man sich halt immer wieder, auch wenn man sich anfangs gar nicht so symphatisch findet. Aber man lernt sich mit der Z E I T näher kennen, entdeckt sich, kommt sich langsam näher und beginnt das an dem anderen zu mögen, was den anderen speziell ausmacht.

Das ist genau der Haken an PS. Da geht's von hinten los. Man/frau bewertet das, was den anderen ausmacht, als akzeptabel oder nicht und nimmt sich nie die Zeit und damit die Chance, den anderen richtig kennenzulernen und seine Eigenheiten zu mögen. Da müssen von Anfang an die Funken sprühen und die Herzerln fliegen. Aber wir leben weder im Märchen noch sind wir naive 16.
 
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  • #34
So kann's gehen

Zitat von bebe69:
Na die Zeit ist der Herzöffner. So wie im wirklichen Leben eben auch. Wenn man sich am Arbeitsplatz, Freundeskreis, beim Sport oder wo auch immer kennenlernt, sieht man sich halt immer wieder, auch wenn man sich anfangs gar nicht so symphatisch findet. Aber man lernt sich mit der Z E I T näher kennen, entdeckt sich, kommt sich langsam näher und beginnt das an dem anderen zu mögen, was den anderen speziell ausmacht.

Das ist genau der Haken an PS. Da geht's von hinten los. Man/frau bewertet das, was den anderen ausmacht, als akzeptabel oder nicht und nimmt sich nie die Zeit und damit die Chance, den anderen richtig kennenzulernen und seine Eigenheiten zu mögen. Da müssen von Anfang an die Funken sprühen und die Herzerln fliegen. Aber wir leben weder im Märchen noch sind wir naive 16.

Liebes 45-jähriges Baby aus Frankreich ;-)

Du sprichst mir vollkommen aus der Seele!
Dein Beitrag unter den vielen anderen hier im PS-Forum zeigt auch exemplarisch, dass Geduld und Zeit nicht als ebenso wichtige Voraussetzung angesehen wird wie die Grundsympathie.

Gestern hatte ich ein Date.
Vorab hatten wir ausgemacht, dass wir das Treffen - erkältungsbedingt - auf zwei Stunden beschränken.
Bei der Begrüßung am vereinbarten Ort hat es weder bei ihr noch bei mir Funken gesprüht.
ABER: Was wir ebenfalls im Vorfeld vereinbart hatten: Einfach eine schöne Zeit miteinander zu verbringen und schauen, was dabei rauskommt. Kein angestrengtes Scannen, ob die Kongruenz auch groß genug sei; kein sofortiges an-die-Hand-nehmen.
Nein, wir sind einfach mal losgelaufen und haben miteinander geredet. Wir haben - so weit dies möglich war - so getan, als seien wir nicht auf Partnersuche, sondern z.B. zwei Arbeitskollegen auf Dienstreise.
Die zwei Stunden waren längst vorbei, da saßen wir im Restaurant und es wurde deutlich lockerer. Irgendwann fiel mir auf, dass die Bewegungen immer synchroner wurden...
Tja und spät am Nachmittag, inzwischen waren wir fast sechs Stunden unterwegs, da hatte jeder von uns beiden den Wunsch, den anderen an die Hand zu nehmen... Ich will es nicht als Funkensprühen (feurige Liebe) bezeichnen, sondern als Glimmen (stark empathisches Empfinden).
Und beide haben wir uns gesagt: Die CHANCE ist da, es KANN etwas daraus werden. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Die Zeit wird zeigen, ob daraus eine Liebe wird, die größer ist als die Entfernung (2 Autostunden), die uns trennt.
 
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  • #35
AW: Gebt der Liebe eine CHANCE! Ein Aufruf zu mehr Realitätssinn

Zitat von bebe69:
Naja, die Zeit ist aber kein Körperteil! Ich bin doch interessiert daran, wenn jemand mit Herz, Bauch usw. jongliert, und dann appelliert, was da eigentlich seine Adresse ist. Die Zeit ja nicht, die vergeht einfach und schert sich um nichts. Ich nehme an, deine Empfehlung ist, man solle Zeit geben. Und meine Frage ist: welches Körperteil möchtest du da vor allem ansprechen?

So wie im wirklichen Leben eben auch. Wenn man sich am Arbeitsplatz, Freundeskreis, beim Sport oder wo auch immer kennenlernt, sieht man sich halt immer wieder, auch wenn man sich anfangs gar nicht so symphatisch findet. Aber man lernt sich mit der Z E I T näher kennen, entdeckt sich, kommt sich langsam näher und beginnt das an dem anderen zu mögen, was den anderen speziell ausmacht.
Das ist genau der Haken an PS. Da geht's von hinten los. Man/frau bewertet das, was den anderen ausmacht, als akzeptabel oder nicht und nimmt sich nie die Zeit und damit die Chance, den anderen richtig kennenzulernen und seine Eigenheiten zu mögen. Da müssen von Anfang an die Funken sprühen und die Herzerln fliegen. Aber wir leben weder im Märchen noch sind wir naive 16.
Es ist anders, ja. Meine Empfehlung ist ja tendenziell meist: wenn was anders ist, dann doch mal rausfinden, ob das nicht was für sich hat, statt es so zu biegen, daß es ein verkrüppeltes Nichtmehranders ist. Sprich: wer es auf der Börse probiert, der sollte nicht so tun, als sei es nicht die Börse. Denn die Börse ist nur eine zweitklassige Nichtbörse, aber eine erstklassige Börse.

Abgesehen davon "filtern" wir in dem, was du wirkliches Leben nennst, natürlich auch. Und wie sich Bekanntschaft über einen längeren Zeitraum auf Partnerschaftsanbahnung auswirkt, können wir ja jenseits einer gewissen Mythenbildung mal realistisch quantifizieren: gehe alle deine Nachbarn, (ehemaligen) Arbeitskollegen, Freundesfreunde usw. durch und ermittle dann, mit wie vielen von ihnen du bislang eine Partnerschaft hattest. Wie, Quote von unter 1%? Na, vielleicht also auch nicht besser, als die Börsenquote.
 
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  • #36
AW: Gebt der Liebe eine CHANCE! Ein Aufruf zu mehr Realitätssinn

Partnersuche ist keine Sache des Herzens sein, sondern des Gehirns.
Das Herz ist ein Muskel. Wenn von Herzensangelegenheiten die Rede ist, ist daran das Gehirn beteiligt. Auch die Gefühle werden dort produziert, indem es positiv oder negativ verknüpft und besetzt. Es interpretiert letztlich Wirklichkeit.
Sehr unvollkommen, aber immerhin.
 
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  • #37
AW: Gebt der Liebe eine CHANCE! Ein Aufruf zu mehr Realitätssinn

Und was die Spiritualität angeht: Das "Materielle", das "Feststoffliche", die "Teilchenverknüpfung" ist eine Entsprechung. Es gibt nicht "dort" denn Geist und "hier" die Materie.
Es ist ein und dasselbe.
 
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  • #38
AW: Gebt der Liebe eine CHANCE! Ein Aufruf zu mehr Realitätssinn

Und ein Drittes und Letztes zu meiner kleinen Vorlesung:
Liebe stellt sich dann ein, wenn ein Mangel beseitigt werden soll. Sie ist ein Indikator für Mangel.
So wie Hunger oder Durst.
 
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  • #39
AW: Gebt der Liebe eine CHANCE! Ein Aufruf zu mehr Realitätssinn

Mhm...Liebe als Mangelerscheinung? Nüchtern betrachtet ist die "Erklärung" nicht schlecht, zumindest was greifbares, aber dann stellt sich mir die Frage: Ist Liebe ernährungsphysiologisch notwendig oder eher so eine Illusion, wie 'haben wollen' a la Schokolade, weil's bei "Frust" oder bestimmten Gefühlen hilft (helfen soll / kann)?
 
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  • #41
AW: Gebt der Liebe eine CHANCE! Ein Aufruf zu mehr Realitätssinn

Zitat von vivi:
Mhm... Ist Liebe ernährungsphysiologisch notwendig oder eher so eine Illusion, wie 'haben wollen' a la Schokolade, weil's bei "Frust" oder bestimmten Gefühlen hilft (helfen soll / kann)?
Schokolade hilft wirklich, glaub mir! Schon hunderttausendmal ausprobiert! :)
 
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  • #42
AW: Gebt der Liebe eine CHANCE! Ein Aufruf zu mehr Realitätssinn

Man muss sich erstmal kennen lernen und beim 1. Date sind viele Menschen verunsichert. Was soll ich machen sitzen die Klamotten richtig mag er/sie mich usw. Man taut manchmal erst später auf. Von daher sollte man der Person auch ne 2. oder auch 3. Chance geben. Sonst verpasst man vielleicht den Partner fürs Leben.
 
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  • #43
AW: Gebt der Liebe eine CHANCE! Ein Aufruf zu mehr Realitätssinn

Oje Heike,

ich glaube, du solltest dir deine Menschen in deinem Umfeld doch einmal näher ansehen.

Hier sprenge ich jetzt vielleicht deine selbsterstellte Statistik, die ev. nicht ganz auf der Realität beruht. Zumindest was mich und was die meisten meiner Freundinnen anbelangt.

Mein Exmann war ein Freund aus Freundeskreis, meine große Liebe ein Arbeitskollege (da war ich leider schon verheiratet, muss ich gestehen, habe mich aber für Mann und Kind entschieden), mein Lebenspartner nach meiner Scheidung war mein Nachbar.
Der Großteil meiner Freundinnen und Freunde hat seinen PartnerIn in seinem Freundeskreis bzw. Arbeitsumfeld kennengelernt, die wenigsten durch's Flirten. Und sowohl bei mir als auch bei meinen Freundinnen war es ein Kennenlernen und Näherkommen über einen längeren Zeitraum und nicht Liebe auf den ersten Blick oder nach den 5. Treffen, wie auch immer.
Freundinnen, die übers Internet dauerhaft einen Partner gefunden haben, kenne ich nur zwei.

Das was man garantiert falsch machen kann und auch gewiß kein Herzöffner ist, ist das wie und warum und weshalb derart philosophisch zu zerpflücken und zu behirnen, dass Beziehung bzw. deren Anbahnung und Fortführung zu krampfen beginnen. Da geht man weit weg von Gefühlen und deren Wahrnehmung, was die eigenen und die des Partners betrifft.

Materie hin oder her, über die Hirnregionen und deren Funktionen weiß ich ebenso gut bescheid (hab ein Medizinstudium hinter mir, wenn auch nicht vollendet). Bei dem einen liegt das Herz eben im Hirn, beim anderen im Bauch und bei einigen in der Hose. Mir persönlich ist die Bauchregion die Liebste.....