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  • #2
Eingangspost:

Wie geht ihr damit um, wenn der Mann beim Essengehen AUSNAHMSLOS IMMER bezahlen will?

Er begründet es über seine Historie (mag ich nicht detaillierter ausführen). Ihm ist das auf alle Fälle sehr wichtig.Ihm das auszuschlagen wäre respektlos und übergriffig und nicht wertschätzend seinen Ansichten gegenüber. Auf der anderen Seite ist es nur ein nicht hinterfragter und unkritisch übernommener nostalgischer Glaubenssatz, der aus der Zeit gefallen ist.
Ist es nicht genau so respektlos und übergriffig, wenn er es wegwischt, dass die Frau sich damit unwohl fühlt?!?
Wenn man viel Essen geht (also wirklich Restaurants, so mit Karte und Stoffservietten und so Zeugs), ist das schon verdammt viel Geld! Und die Regelung, dass die Frau dann andere Dinge zahlt, z.B. Eintrittsgelder, Snacks u.ä., oder nur falls mal ein besonderer Anlass ist (z.B. Geburtstag), kann seine Aufwendungen nicht wirklich aufwiegen, v.a. wenn man zu 80% der Dates Essen geht.
Auf der anderen Seite, ist es so ein Bogus doch überhaupt gar nicht wert irgendeinen Aufriss darum zu machen! Warum also sich seinem Wunsch nicht einfach beugen und das eigene Unbehagen runterschlucken?
Wiederum auf einer anderen Seite werden schon Grundhaltungen sichtbar und Grenzen gesteckt und Dynamiken etabliert.

Wieviele Seite hat diese scheiß Münze?!? Das muss so ein Vielkantwürfel sein!

Mir fällt der Umgang damit schwer! Und mich habe für mich noch keinen gut gangbaren Weg gefunden.
Brainstorming!:
Wie würdet ihr damit umgehen?
Wo würdet ihr den Fokus legen?
 
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  • #3
Zitat von Syntax:
Bei uns gleicht sich das alles irgendwie aus, weil meine Freundin oft was kauft oder bei Reisen übernimmt. Und wenn es sich nicht ausgleicht, ist es auch wurscht, so lange es für mich nicht existenziell wird. Es ist nur Geld, und das sollte in einer Partnerschaft möglichst kein großes Thema sein.
Und es muss sich ja nicht immer alles ausgleichen. Schließlich sind ja nicht alle gleich leistungsfähig.
Ich verstehe aber, dass es für sie wichtig ist, auch ab und zu die Rechnung im Restaurant zu übernehmen und habe damit kein Problem.
In deinem Fall stellt sich letztlich die Frage, ob deine Haltung bzw. dein Wohlbefinden mit der Situation weniger wert ist als seine oder ob du besser in der Lage bist, damit zurückzustecken.
Ich würde sagen, wenn dir das gelingt, ohne einen Groll anzusammeln, Schwamm drüber.
 
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  • #5
Ich hatte das mal mit einem Mann. Ich habe es ein paar Mal angeboten und er hat es kategorisch abgelehnt und gemeint sicher nicht.
Damit kann ich gut leben, auch wenn es auch in dem Fall so war, dass wir sehr häufig in schöneren Restaurants essen waren. Ich wusste, dass er sich das leisten kann und ich habe mich dadurch um nichts minderwertiger gefühlt, als wenn ich bezahlt hätte. Er hat klargestellt, dass er das so will und dann kann ich gut damit leben. Freundliches Danke meinerseits jedesmal und gut war's. Schwierig würde es für mich, wenn der Mann so täte als wenn es mildtätige Gaben wären, die er mir zukommen lässt - da wäre aber die gesamte Beziehung nicht tragbar.
 
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  • #6
Zitat von Syntax:
Zitat von WolkeVier:
Wie es bei euch ist, war jetzt nicht wirklich relevant. ;)

Zitat von WolkeVier:
Schließlich sind ja nicht alle gleich leistungsfähig.
Schon. Aber das ist kein Thema. Entweder sind wir gleich zahlungsfähig oder er etwas weniger aber sicher nicht so viel weniger, dass es irgendeine Rolle spielt.

Zitat von WolkeVier] Es ist nur Geld:
In deinem Fall stellt sich letztlich die Frage, ob deine Haltung bzw. dein Wohlbefinden mit der Situation weniger wert ist als seine oder ob du besser in der Lage bist, damit zurückzustecken.
Das ist wohl der Kern der Sache.

Zitat von WolkeVier:
Ich würde sagen, wenn dir das gelingt, ohne einen Groll anzusammeln, Schwamm drüber.
Groll nicht, nein.
Aber er zieht mich schon auch damit auf, weil es mich verlegen macht und wirft mir spaßig (?) vor, ich würde mich nicht bedanken und freut sich dann einen Ast ob meiner schockierten, betroffenen und verletzten Reaktion, weil ich mich wirklich IMMER, sogar mehrfach, bedanke (mehrfach, weil er schwer hört und ich Angst habe, dass er es überhört und aber auch nicht überlaut brüllen mag).
 
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  • #7
Zitat von Syntax:
Zitat von syntagma:
Für mich würde die Beurteilung und mein Umgang gerade von dem abhängen, was du (natürlich völlig berechtigt) nicht erzählen möchtest, nämlich von seiner Begründung.
hhhhmmmmm.... es ist zwar nachvollziehbar, aber in meinen Augen unreflektiert und nicht an die heutige Lebensrealität angepasst (denn heute, im Gegensatz zu vor 90 Jahren, verdienen Frauen ihr eigenes Geld)
 
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  • #8
Zitat von Syntax:
Zitat von mone7:
und ich habe mich dadurch um nichts minderwertiger gefühlt,
Um minderwertig fühlen geht es bei mir auch nicht.
Es geht darum den eigenen Anteil (zumindest annähernd) selbst zu tragen, um Fairness, nichts (oder zumindest nicht viel) schuldig zu sein, keine Breitseite für Angriffe und Anschuldigungen zu geben, dass die eigene Sichtweise auch gehört wird, dass man gegenseitig aufeinander Rücksicht nimmt, etc. pp.


Zitat von mone7:
Schwierig würde es für mich, wenn der Mann so täte als wenn es mildtätige Gaben wären, die er mir zukommen lässt -
Nein, das nicht. Er betrachtet es als Ehrensache. Aber dann wiederum verhält er sich im Rahmen dessen immer mal wieder als recht unehrenhaft (das Aufziehen).
 
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  • #9
Mein Partner bezahlt auch immer für mich und wir gehen oft schick essen. Die Beziehung ist noch recht frisch, aber wir kennen uns schon sehr lange und haben auch vorher viel zusammen unternommen, da war das auch so. Es macht ihm einfach Freude, da ist nichts nostalgisch oder aus der Zeit gefallen, er ist einfach ein sehr großzügiger Mensch und hat auch viel mehr Geld als ich, die ich alleinerziehend bin. Aber uns geht es auch gut, ich könnte auch für mich selbst bezahlen.

Wir haben da mal drüber gesprochen, er möchte es einfach so, weil er es schön findet und normal. Ich kann das auch nicht ausgleichen bzw möchte er das gar nicht. Wenn wir zuhause kochen kaufe ich ein, aber er bringt dann immer noch ein tolles Dessert mit oder was fürs Kind, er ist einfach so. Auch mit seinen Kindern. Oder im Freundeskreis.

Ich mache mir da keine Gedanken mehr darum, weil ich weiß, dass er gern gibt und ich denke, wenn man sich liebt gleicht sich alles im Leben irgendwie aus, vielleicht ganz anders als finanziell. Aber ich bin da auch völlig unkompliziert, solange die Beziehung richtig schön ist und keiner sich dadurch unwohl fühlt ist eigentlich alles erlaubt.

Du fühlst dich nicht wohl damit, scheint mir, ich weiß auch nicht, wie gewachsen das bei euch ist und was er für ein Mensch ist. Wenn er wirklich einfach großzügig ist, warum soll es dann nicht so laufen. Ich kenne aber auch Situationen, da war mir das unangenehm, nicht mit ihm, da ist eigentlich alles ganz natürlich und fühlt sich richtig an für mich. Ich würde mich also an deiner Stelle fragen, warum dich das stört und ob da vielleicht zwischen euch auch noch etwas anderes unstimmig ist, dass du so fühlst.
 
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  • #10
OK das klingt jetzt doch etwas unschön. Das mit dem Aufziehen meine ich.

Ich weiß jetzt nicht, wie ihr zueinander steht, ob das etwa dein Partner ist? Hoffe nicht. Denn wenn das so gehandhabt wird, er da auf dein Empfinden null Rücksicht nimmt und dich dann noch damit triezt, hat das eine Schieflage.

Das Geld auch in Beziehungen oft eine Rolle spielen kann ist klar, aber eben nicht, wenn einer dem anderen wirklich eine Freude macht, ohne dabei ans Geld zu denken, auch wenns halt welches kostet. Ich habe auch nie das Gefühl, mich zigmal bedanken zu müssen, für mich ist ein Abend mit ihm immer schön, ob in Socken auf dem Sofa oder beim Japaner. Das weiß er, geht ihm auch so, daher, doch, dann sollte das kein Thema sein mit dem Geld. Würde ich das Gefühl haben, ständig dankbar sein zu müssen würde ich das in der Form nicht leben wollen.
 
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  • #11
Zitat von Syntax:
Zitat von AnnaConda:
Nein, ist er nicht.
Aaaaaber..... :)
Status ungeklärt.
Es ist kompliziert!

Zitat von AnnaConda:
Das brauchst du nicht, denn abgesehen von dem kleinen Ausschnitt, weißt du nichts über seine Qualitäten. :)
Oder meine Passung zu seinen Qualitäten.
 
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  • #12
Zitat von WolkeVier:
Zitat von Syntax:
2. Sehe ich nicht, warum Geld möglichst kein großes Thema sein sollte. Das sagen mMn nur die Leute, die sich um Geld keind Gedanken machen müssen. Für den Rest der Bevölkerung spielt es schon eine Rolle und das finde ich nicht schlimm.
Nach meiner Beobachtung hängt es gar nicht vom Wohlstand ab, ob Geld ein großes Thema ist, vielleicht mal Menschen ausgenommen, die wirklich zu kämpfen haben, um die Grundbedürfnisse zu befriedigen. Man wird sich immer im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten bewegen, und freilich muss man darüber reden, was man sich leisten kann. Aber so wie es klingt, ist das Sichleistenkönnen der Restaurantbesuche für keinen von euch beiden ein Problem. Und du schreibst ja auch selbst:
Zitat von Syntax:
Auf der anderen Seite, ist es so ein Bogus doch überhaupt gar nicht wert irgendeinen Aufriss darum zu machen!
Wenn du es so empfindest:
Zitat von Syntax:
Ist es nicht genau so respektlos und übergriffig, wenn er es wegwischt, dass die Frau sich damit unwohl fühlt?!?
ist das hier möglicherweise die falsche Botschaft:
Zitat von Syntax:
weil ich mich wirklich IMMER, sogar mehrfach, bedanke (mehrfach, weil er schwer hört und ich Angst habe, dass er es überhört und aber auch nicht überlaut brüllen mag).
Zitat von Syntax:
Aber er zieht mich schon auch damit auf, weil es mich verlegen macht und wirft mir spaßig (?) vor, ich würde mich nicht bedanken und freut sich dann einen Ast ob meiner schockierten, betroffenen und verletzten Reaktion, weil ich mich wirklich IMMER, sogar mehrfach, bedanke (mehrfach, weil er schwer hört und ich Angst habe, dass er es überhört und aber auch nicht überlaut brüllen mag).
Ganz kütüpsy betrachtet, klingt das für mich danach, dass es ihm sehrest um deine Dankbarkeit geht und er sich diese mit diesem ständigen erneuten Thematisieren immer wieder reinzieht. Ich würd glaub mal ausprobieren, was passiert, wenn ich mich gar nicht dankbar zeigte und ihm, wenn er es dann anspricht, sagen, dass ich nicht dankbar bin. Und dass ich dankbar wäre, wenn ich auch das Recht zu Bezahlen hätte.
 
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  • #13
Zitat von Syntax:
Zitat von WolkeVier:
Ganz kütüpsy betrachtet, klingt das für mich danach, dass es ihm sehrest um deine Dankbarkeit geht und er sich diese mit diesem ständigen erneuten Thematisieren immer wieder reinzieht. Ich würd glaub mal ausprobieren, was passiert, wenn ich mich gar nicht dankbar zeigte und ihm, wenn er es dann anspricht, sagen, dass ich nicht dankbar bin. Und dass ich dankbar wäre, wenn ich auch das Recht zu Bezahlen hätte.
Das muss ich eine Weile sacken lassen. Danke für den neuen und für mich befremdlichen Impuls.
Finde ich interessant und entbehrt einer gewissen Logik nicht.
Das könnte die Dynamik des Systems ganz schön aufwirbeln.
 
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  • #16
Ich würd sagen leck mich und beim nächsten Mal selbst zahlen.
Ganz einfach
Das würde ich definitiv nicht mit der Frage verknüpfen, wer das Essen bezahlt. :rolleyes:
Das würde ich auch für einen fatalen Fehler halten.....:D
Du scheinst das Einladen aber dann schon mit sexuellen Diensten zu verknüpfen und bestätigst damit doch etwas die Vorurteile. :rolleyes:
Leck mich ist normalerweise ein Ausdruck von leichter Verärgerung.
hm ..wäre nicht so schlecht, @Syntax Verlangen nach diesem Mann beruhigt ihre Ausdrucksweise bei Verärgerung ....
 
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  • #17
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  • #19
Zitat von lisalustig:
Zitat von Syntax:
Wie geht ihr damit um, wenn der Mann beim Essengehen AUSNAHMSLOS IMMER bezahlen will?
Damit hab ich kein Problem - so lange es sich nicht großkotzig und gönnerhaft anfühlt oder an irgendeine anderweitige Erwartungshaltung geknüpft ist.
Zitat von Syntax:
Warum also sich seinem Wunsch nicht einfach beugen und das eigene Unbehagen runterschlucken?
Warum ist es denn für Dich so unbehaglich? Warum kannst Du es nicht einfach genießen, weil es ihn (vermutlich) freut, Dich einzuladen? Und er es sich wohl auch leisten kann.
Zitat von Syntax:
Und die Regelung, dass die Frau dann andere Dinge zahlt, z.B. Eintrittsgelder, Snacks u.ä., oder nur falls mal ein besonderer Anlass ist (z.B. Geburtstag), kann seine Aufwendungen nicht wirklich aufwiegen
Muss das denn sein - diese Ausgewogenheit? Würde mir im Leben nicht einfallen, mir darüber Gedanken zu machen....
 
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  • #20
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  • #21
Sehe ich auch so. Wenn er zahlen möchte, soll er. Solange ich mich nicht unwohl dabei fühle.
Was ich auch merkwürdig finde, wenn ich eingeladen werde, mich direkt bedanke, und kein Wort von ihm kommt. Also ich sage 'dankeschön' und würde mir ein 'gern geschehen' wünschen/erwarten. Ist just vor 3 Wochen passiert. Wat soll ich sagen, er hat sich eh verdünnisiert ... :D


Ist wirklich komisch....
Muss man (Frau) aber nicht drüber nachdenken. Hat wohl damit zu tun:
Zitat von MissTonka:
 
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  • #22
Liebe @Syntax , das alleine wäre schon ausschlaggebend für mich, seine Einladungen zu respektieren.
Ich versuche es mal zu erklären, und hoffe, dass du meine Formulierungen verstehst:

Das ganze Leben mit Familie, Freunden, Bekannten, Dates
ist in meinen Augen ein ewiges Geben und Nehmen.

Den kleinen Babys geben wir Pflege und Geborgenheit. Von ihnen bekommen wir schon in den ersten Tagen ein reflexartiges Lächeln, Schmuseeinheiten, Strahlen, Anhänglichkeit, und die Liebe, die wir geben, jahrelang um ein vielfaches zurück.

Wenn wir alten Leuten helfen, ihren Alltag zu bewältigen, bekommen wir das zurück mit Dankesworten, einem Lächeln, einem zarten Händedruck bei Schwerkranken, manchmal auch nur noch einem dankbaren Wimpernschlag.

Hast du dir mal Gedanken gemacht, was du deinem besagten Herren gibst? Vielleicht genießt er ja deine Gesellschaft. Und verabredet sich deshalb immer wieder mit dir. Er mag deine Diskussionen, dein bezauberndes Lächeln, er schaut dich gerne an, liebt deine Stimme und das Zusammensein mit dir.
Du gibst ihm folglich eine ganze Menge.
Ich vermute mal, dass er entweder ein paar Jahre älter ist als Du, oder auch jung, aber dafür reifer als seine Altersgenossen.
So, wie du es beschreibst, will er mit seinem Geld nicht angeben, und sich auch von dir keine Gegenleistung erkaufen (wie mancher andere ...:eek::rolleyes: ...).
Es ist halt eine kleine wichtige Macke von ihm, eine Eigenheit, ohne die er anscheinend nicht leben kann.
Vielleicht bist du zu sehr kopflastig, weil dir dieser Punkt Probleme bereitet.

Wenn dir dieser Mann ein klein wenig bedeutet, was ja möglich ist wegen der fortlaufenden Treffen, dann verbau dir bitte wegen dieser Einladungen nicht die Zukunft.
Vermutlich hast du auch schon viel gegeben in deinem Leben.
Jetzt ist da einer, der dich verwöhnen möchte.
Darum ist es ev. an der Zeit, dass du etwas nehmen kannst.

Gib deinem Herzen die Freiheit, das Geschenk, das er dir regelmäßig macht, zu respektieren, ohne zu hinterfragen, und es ganz einfach als etwas wertvolles anzunehmen.
 
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  • #23
:eek: Mag vielleicht bein 80+ so sein, alle anderen Generationen sollten dieses Altherrengetue abgelegt haben.
Aber wenns Essen umsonst ist, vergisst man dann wohl doch leicht die Augenhöhe und Emanzipation.:rolleyes:
Ich würd mal sagen, Du hast die Aussage von @elve nicht erfasst. :)
Denk schon, ist auch kein Zeichen von männlicher Reife aufs Einladen zu bestehen und sich dann lustig zu machen drüber. Wenns ein väterlicher älterer Freund oder Großvater ist, Schwamm drüber, ansonsten würds mich nerven.
Es gibt Menschen, die haben das unbedingte Bedürfnis etwas geben zu wollen, und sei es auf diesem Weg. Ihnen macht das Freude, ohne weitere Erwartung. Sich einfach darüber zu freuen und das anzunehmen wäre die unspektakuläre Lösung.

Warum wieso weshalb der/die eine das braucht und der/die andere das so schlecht annehmen kann, ist ein anderes Thema.
Wenn zu dir ein Mann sagen würde, dass du mal zahlst geht für ihn gar nicht und sich dann über dich lustig macht öffentlich, würdest vermutlich anders denken, grad wenn eine Beziehung möglich ist.
Respekt und so.
Das ist doch nicht die von @Syntax geschilderte Situation, sondern etwas ganz anderes. Such mal ihre letzten Beiträge.

Und zu @syntagma - es kommt auf das Gegenüber an. Wenn das gerne gibt, ist doch alles gut. Und es geht ja hier nur um einen Aspekt im Leben. Insgesamt gesehen kann es sich ja wieder ausgleichen. Wer weiß das schon. Oder will da urteilen.
Jap und? Er erzwingt eine für sie unangenehme Situation und macht sich dann lustig drüber, selbes Thema.
Finde ich weiterhin kein Merkmal von Reife, grad bei so einem Thema.
Und ich (ist ja nur meine Sicht) bleib dabei, ich hätte durchaus weniger Respekt vor einer Frau, die sich das in einer Kennenlernphase gefallen lässt.
Es ging nach meinem Verständnis um den Gedanken, warum jemandem das so wichtig ist. Nicht mehr. Nicht weniger.
Der von mir angeführte Aspekt fehlte m.E. Das heißt nicht, dass derjenige Böses will. Es heißt auch nicht, dass man es hinnehmen muss, wenn es einem unangenehm ist.
Es heißt nur, dass man für sich klärt, welche Haltung man dazu hat und ob die Gründe des anderen an der eigenen (Be)Wertung etwas ändern und ob und welcher Klärungsbedarf besteht.
 
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  • #24
Zitat von himbeermond:
Zitat von creolo:
Denk schon, ist auch kein Zeichen von männlicher Reife aufs Einladen zu bestehen und sich dann lustig zu machen drüber. Wenns ein väterlicher älterer Freund oder Großvater ist, Schwamm drüber, ansonsten würds mich nerven.
Es gibt Menschen, die haben das unbedingte Bedürfnis etwas geben zu wollen, und sei es auf diesem Weg. Ihnen macht das Freude, ohne weitere Erwartung. Sich einfach darüber zu freuen und das anzunehmen wäre die unspektakuläre Lösung.

Warum wieso weshalb der/die eine das braucht und der/die andere das so schlecht annehmen kann, ist ein anderes Thema.

Wenn zu dir ein Mann sagen würde, dass du mal zahlst geht für ihn gar nicht und sich dann über dich lustig macht öffentlich, würdest vermutlich anders denken, grad wenn eine Beziehung möglich ist.
Respekt und so.
 
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  • #25
Man kann ja den umgekehrten Fall mal durchspielen: also einen Menschen, der das unbedingte Bedürfnis hat etwas nehmen zu wollen, und zwar auf diesem Weg, daß er immer und ausnahmslos immer eingeladen werden muß. Ihm macht das Freude, ohne weitere Gegenleistung.
Wie, wenn der Mann dieses Muster an den Tag legen würde? (Unter gleichbleibenden Randbedingungen, daß ständig einzuladen einen finanziell nicht arg schmerzen würde, und daß selbst ausnahmslos einzuladen einem genauso wenig naheliegend ist wie ausnahmslos eingeladen zu werden.)
Was wäre dann anders?
Im konstruierten Spiegelbildfall ist das Gegenüber jemand, mit dem es in diesem Punkt eben nicht einfach matcht. Das ist ja Ausgangspunkt von Syntax' Fragestellung. Wenn sie supergerne immer eingeladen würde, dann würde sie die Situation wohl nicht als problematisch emfinden. Genauso soll die Frau in meinem konstruierten Beispiel nicht supergerne immer einladen.
Und wie in Syntax' Fall geht es natürlich in meinem nur um einen Aspekt. Auch das ist einfach übernommen.
Es ist das Angebot: reagiere ich beim Lesen auf diesen Fall anders? Und wenn, weshalb genau?
Man könnte es auch wie eine Art von Fetisch begreifen. Die erstmal wenig mit einem zu tun hat. Das artige Bedanken wäre dann halt der eigene Part im Rollenspiel.
Ja, wobei das Rollenspiel es eben vorsehen mag, daß sie diejenige ist, die sich bedankt?

Aber mal so betrachtet: Syntax, ihr habt da so eine Unstimmigkeit, so etwas wie einen Konflikt. Du könntest ihn lösen, indem du es dahin bringst, daß es dir weniger ausmacht, dich immer einladen zu lassen. Er könnte ihn lösen, indem er es dahin bringt, daß er nicht immer einladen muß.
Gehört zum Konflikt auch so eine insgeheime Vermutung, daß derjenige, der da eher für die Lösung sorgt, irgendwie derjenige ist, der nachgibt, und das etwas ist, was eher negativ markiert ist?

Eine Rolle hierfür könnte auch spielen, daß es da ja vielleicht nicht einfach nur persönliche Vorlieben oder Abneigungen geht, die nicht so zueinander passen, sondern stark auch darum, wie ihr beiden Beteiligten den Status eurer Wünsche/Erwartungen deutet und rechtfertigt.
 
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  • #26
Ich finde Respekt sehr wichtig. Dazu gehört m.E. auch, die Wünsche und Bedürfnisse des anderen zu erkennen und gelten zu lassen. Das setzt voraus, dass diese auch kommuniziert werden. Und dazu muss man sich selbst über die eigenen Bedürfnisse im klaren sein.

@Syntax :
Wie fühlst du dich in dieser Situation?
Ist das o.k. für dich?
Oder wünschst du dir etwas anders?

@Syntax:
Habt ihr schon einmal darüber gesprochen, wie es euch damit geht?
Ich meine nicht in der Situation selbst, sondern in einer ruhigen Stunde.
Es kann hilfreich sein, miteinander zu reden und die eigenen Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken. Das ermöglicht es, einander besser zu verstehen und aufeinander einzugehen.
 
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  • #27
Unabhängig von seinem restlichen Verhalten sehe ich das als Lern- und Entwicklungsfeld für dich.
Aus eigener Erfahrung sage ich dir, dass diese Fähigkeit annehmen zu können (ohne gestresst zu überlegen, ob das danke jetzt ausreichend war oder wie ich einen Ausgleich schaffen könnte) in verschiedensten Situationen äußerst entlastend und entspannend ist.
Ja. Wobei es ja hier ja hier um ein ziemlich extrem ausgeprägtes Annehmensollen geht.
Mich interessiert weiterhin, wie es im spiegelbildlichen Fall eingeschätzt würde, also wenn der Mann darauf bestehen würde, daß immer die Frau einlädt. Bekäme sie dann auch den Rat, sie solle das doch als Lernfeld für die Fähigkeit zu geben begreifen?
Nein, ist für mich auch nicht einfach umkehrbar.
Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass es Menschen (überproportional viel Frauen) gibt, die ein Problem damit haben etwas einfach annehmen und danke sagen zu können.
Damit macht man sich nur selbst das Leben schwer.
Was glaubst, woran das liegt?


Ja, haben sicherlich viele. Wobei gerade beim Thema Einladenlassen vermute ich, daß überproportional Männer damit ein Problem haben. :)
 
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  • #28
Zitat von fafner:
Zitat von Syni:
Er begründet es über seine Historie (mag ich nicht detaillierter ausführen). Ihm ist das auf alle Fälle sehr wichtig.
Mmh. Klingt ein wenig nach "Leichen im Keller". Wobei ist er denn noch so stur / dogmatisch?
Zitat von himbeermond:
Es gibt Menschen, die haben das unbedingte Bedürfnis etwas geben zu wollen, und sei es auf diesem Weg. Ihnen macht das Freude, ohne weitere Erwartung.
Die machen dann aber auch kein Brimborium darum. Dann nämlich stimmt m.E. was nicht. o_O
Zitat von Syni:
... und mein Angebot nach 20 Wiederholungen auch wirklich lächerlich ist und es einen Rollenspielcharakter bekommt.
Ja, das wär mir zu kompliziert. Und nach 20 Dates immer noch "Status ungeklärt" auch... :oops:
 
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  • #29
Zitat von Syni:
Zitat von faffi:
Guter Punkt. Da gibt es schon noch das ein oder andere.... Aber nicht dramatisch, oder nicht mit meinen Ansichten im Klinch liegend.

Zitat von faffi:
Die machen dann aber auch kein Brimborium darum. Dann nämlich stimmt m.E. was nicht.
Naja.... er macht ja kein Brimborium draus. Ist ja auch irgendwie verständlich, wenn er mich mal neckt, wenn er merkt, dass ich da auf was anspringe.
Weltuntergangsstimmung herrscht da nicht.
Ich versuche in der Sache nur halt schon länger einen für mich gangbaren Wohlfühlweg zu finden. Nur gelingt es mir nicht so recht und die Frage nach der Wertung und Gewichtung von Empfindlichkeiten bleibt für mich ungelöst.
Wobei ich hier im Diskurs herauslese, dass seine Einstellung höheres Gewicht hat. Ob das damit zu tun hat, dass er der Gebende ist oder, dass er der Mann ist, kann ich nicht einschätzen.
Anders als @syntagmas Idee, könnte die Umkehrung, wenn eine Frau immer einladen und für den Mann mitbezahlen wöllte, wohl etwas Licht ins dunkle bringen.
Auf der anderen Seite leben wir nunmal in unserem Kulturkreis mit unseren Gepflogenheiten, wo eben diese Konstellation 'ungewöhlich' und meine Konstellation eher 'alte Schule' ist. Das blöde daran ist, dass die Gepflogenheiten im Umbruch oder zumindest am Aufweichen sind und somit keine klaren Handlungsentscheidungsbeistand mehr bieten können.
Verzwickter Scheiß!

Zitat von faffi:
Und nach 20 Dates immer noch "Status ungeklärt" auch...
Du wieder.... Wegen dir hab ich jetzt extra gekramt: wir hatten noch keine 20 Dates. Eher so 13 und davon über den Daumen gepeilt um die 10 im Restaurant (nebst anderen Unternehmungen).
 
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  • #30
Zitat von Syni:
Zitat von Baudolino:
Habt ihr schon einmal darüber gesprochen, wie es euch damit geht?
Ich meine nicht in der Situation selbst, sondern in einer ruhigen Stunde.
Du fragst fragen.... phhhuuu.... ja, ich meine, ich hätte das außerhalb der Situation schon mal angesprochen - bin aber nicht gerade auf hohe Gesprächsbereitschaft gestoßen.

Schließlich bin ich ja Empfangende/ Nutznieser und einem geschenkten Gaul..... :rolleyes:

Zitat von Baudolino:
Es kann hilfreich sein, miteinander zu reden und die eigenen Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken. Das ermöglicht es, einander besser zu verstehen und aufeinander einzugehen.
Klingt in der Theorie ja ganz nett.... :rolleyes:o_O:oops: