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  • #16
Zitat von chiller7:
Ich denke nicht, dass Mustererkennung eine spezifisch weibliche oder männliche Fähigkeit ist, bzw., dass da die Talente unterschiedlich verteilt sind.
Nein, natürlich nicht. Bloß hier geht es nicht um angeborene sondern um erlernte Fähigkeiten, und meiner subjektiven Erfahrung nach haben mehr Männer als Frauen im Bereich des Lesens zwischenmenschlicher Signale einen mehr oder minder ausgeprägten Trainingsrückstand. Das mag durchaus mit Erziehung, Umfeld, Erwartungshaltung, weiß-der-Geier, ... zusammenhängen.

Ich gehöre auf jeden Fall dazu.

Vielen ist es allerdings nichtmal bewusst.
 
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  • #17
Zitat von Rätsel:
Ein Mann weiß innerhalb von wenigen Minuten, ob er etwas von einer Frau will oder nicht. Wenn sie ihm nicht gefällt, werden weitere Treffen nichts daran ändern.
Komisch, das ist bei mir nicht so. Vielleicht bin ich gar kein Mann?

Wie schön, dass hier in beide Richtungen so viel pauschalisiert wird. Da bin ich ja eigentlich auch immer sehr gut drin (der gedankliche Topf "die Frauen", auch wenn einem das Bewusstsein sagt, dass das Quatsch ist...), aber wenn man's mal so andersherum liest, fällt einem erst wirklich auf, wie absurd solche Verallgemeinerungen sind...

Sehr lehrreich, danke, Rätsel!
 
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  • #19
Ihr lieben,
zwei von euch haben mir jetzt auch noch geraten, dass ich "Frösche küssen" soll. Dabei ist das doch genau das Problem: Die Männer die ich bisher getroffen habe waren offenbar ihrerseits nicht bereit, mich Fröschin zu küssen. Der Ratschlag ist völlig frustrierend da ich liebend gern mit dem Frosch in den Teich hüpfen würde, wenn nur ER das möchte.
Und kommt mir bitte nicht mit "in mich gehen dazu was ich signalisiere". Denn der dazu passende Gegenvorschlag, ja auch allzeit beliebt, ist: "Sei einfach dich selbst". Aha. Ich bin allerdings durch und durch mich selbst und versuche auch lieb nett attraktiv und aufmerksam zu sein, wenn ich einen Mann treffe. Offenbar "signalisiert" das das Falsche. Also ich bin mich selbst = ich signalisiere mich selbst = ich signalisiere das falsche = Ich bin falsch. Da kann ich ja gleich von der Brücke springen.

Schönen Gruss an alle anderen die hier meine Frage gehijackt haben um hier irgend einen Geschlechterkrieg anzuzetteln, das ist ja ganz lieb von euch.
Ernstgemeinte Ratschläge und Diskussionen sind nach wie vor willkommen.
 
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  • #20
Zitat von Some42:
Nein, natürlich nicht. Bloß hier geht es nicht um angeborene sondern um erlernte Fähigkeiten, und meiner subjektiven Erfahrung nach haben mehr Männer als Frauen im Bereich des Lesens zwischenmenschlicher Signale einen mehr oder minder ausgeprägten Trainingsrückstand. Das mag durchaus mit Erziehung, Umfeld, Erwartungshaltung, weiß-der-Geier, ... zusammenhängen.
Meine Empirie sagt, dass es nicht so ist.

Wer hat jetzt recht?
 
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  • #21
Zitat von Some42:
Bloß hier geht es nicht um angeborene sondern um erlernte Fähigkeiten, und meiner subjektiven Erfahrung nach haben mehr Männer als Frauen im Bereich des Lesens zwischenmenschlicher Signale einen mehr oder minder ausgeprägten Trainingsrückstand.
Das impliziert ja, wir hätten es mit einer universellen Sprache zu tun, einer Orthographie gewissermaßen.

Diese Vorstellung halte ich für falsch.
 
G

Gast

  • #22
Vielleicht leitet sich die irrige Annahme, Frauen hätten eine bessere Deutungsfähigkeit als Männer von ihrer traditionellen Rolle ab. Die Teilhabe der Frau an der Gesellschaft war bis vor nicht allzu langer Zeit größtenteils auf die der Frau von jemandem beschränkt. In dieser Position war er gewissermaßen existenziell, den Mann zu deuten, den Bezug des Mannes zu ihr und umgekehrt zu interpretieren.
Daraus entstand dann die Annahme, sie sei da besonders befähigt. So betrachtet hat es sicher eine soziologische Komponente, sie darin als trainiert zu betrachten.
Jedoch ist keine intellektuelle Fähigkeit ausschließlich männlich oder weiblich.
Ein andere Mär ist die der Soft Skills, der emotionalen Intelligenz (was immer das sein mag) und der ausgebildeten Empathie. Alles Eigenschaften, die ein Mann auch hat. Es ist jedoch so, dass er das im Wettbewerb nicht andauernd betonen muss, es nicht in die Waagschale werfen muss, um gesellschaftlich akzeptiert zu werden, eine Daseinsberechtigung zu haben.

Kurzum: Diese Mythen speisen sich aus einem tradierten Rollenverständnis.
 
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  • #23
Zum Thema: ich habe dieses Prickeln schon beim ersten Date persönlich" gebraucht". Manchmal habe ich es beim ersten Treffen nicht gespürt, fand den Mann jedoch sympathisch. So nach dem Motto der Kopf/ Verstand sagt ja, Bauchgefühl/ Herz sagt nein bzw. Sagt eben nichts. Habe mich gelegentlich auf ein zweites Treffen eingelassen, in der Hoffnung, dass es dann kommt. Und ja, es kam nicht im Nachhinein. So kann ich deine Datepartner verstehen. Kann jedoch auch deinen Frust nachvollziehen. Mir ist es nie leicht gefallen, jemanden dann zu verabschieden. Andererseits ist es eben ein Gefühl, das man hat. Und es fühlt sich falsch an, nicht darauf zu hören. Wenn man dieses gewisse Prickeln schon mal erleben durfte, weiß man, dass es das gibt, bzw. Dass es auch vom ersten Moment da sein kann. Dann sucht man wieder danach...
Einmal hatte ich eine kürzere Beziehung mit einem tollen Mann. Da prickelte es bei mir sofort. Er beendete die Beziehung nach drei Monaten, wir blieben Freunde. Der Grund war, dass er merkte, er habe mich einfach nur gern. Das Prickeln fehlte, war nie da. Er kannte es auch anders, aber hat damals vom Kopf her gedacht, ich würde gut zu ihm passen. Ich hätte mir gewünscht, er hätte es mir bei den ersten Treffen gleich gesagt, dass er nichts empfindet außer großer Sympathie. Andererseits hätte er nicht für sich herausgefunden, dass auch er eben mehr braucht. Er heiratet diesen Herbst, fand die Liebe über Parship und ja, da prickelte es gleich beim ersten Date. Und ich durfte kurz daraufhin meinen jetzigen Mann kennenlernen, da war diese Chemie, dieses Gefühl gleich beim ersten Treffen vorhanden. Bei beiden.
Ich denke nicht, dass jeder dieses Prickeln beim ersten oder zweiten Treffen" braucht". Doch gibt es eben Typen, zu denen ich mich zähle, die es benötigen. Und dann passt es leider nicht.
Auch wenn es nicht leicht ist, SchöneHelena: nimm es als Kompliment, dass diese Herren dich ein zweites Mal sehen wollten. Das bedeutet, du warst ihnen sympathisch, sie fanden dich interessant. Leider haben sie einfach schnell bemerkt, dass das ihnen alleine nicht reicht. Waren ehrlich.
Ich wünsche dir, dass du jemanden begegnest, bei dem es beidseitig prickelt. Der ähnlich tickt. Es ist manchmal wirklich die Nadel im Heuhaufen. Bis dahin gute Nerven. Lege Pausen ein, wenn die Suche dich zermürbt. Irgendwann kommt der Tag, an dem du wieder locker und entspannt an die Suche gehst. Und mit etwas Glück und Timing kommt auch mal der passende für dich...
 
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  • #24
Offenbar eine Steinzeitfrage.
Als die Männer auf die Jagd gingen, mußten sie gut Spuren lesen und feinste Regungen der Tiere deuten können. Empathisch zu sein war in hohem Maße gefragt, besonders mit Tieren. Aber Jagd ist auch ein Mannschaftssport. Und weil die Trainingslehre noch nicht so fortgeschritten war, Laufwege zu automatisieren, mußten die Jäger sie ausdrücklich miteinander abstimmen. Also kommunizieren. Um die Beute nicht zu warnen, war das still zu erledigen. Deswegen reden Männer auch heute noch weniger und haben es eher mit der nonverbalen Kommunikation, dem Deuten subtiler Fingerzeichen und dem Ablesen von Wünschen von Gesichtern.
Wohingegen die Frauen vorm Höhleneingang lauthals kommunizieren durften und deswegen untereinander wenig Einfühlungsvermögen nötig war. Dieses mußte sich allerdings umso mehr auf die Kinder erstrecken, die ja noch nicht sprechen können. Deswegen ist die Empathiefähigkeit der Frauen in bezug auf basale (Säuglings)Bedürfnisse besonders ausgeprägt. Lange Zeit später wird sich das noch im Verhalten von Foristinnen zeigen, daß sie in Fällen, wo sie Empathie füreinander für angebracht halten, in einen Dududu-Infantilitätsmodus fallen.
Aber zurück zur Steinzeit. Neben dem Reden und Kindergesichtsdeuten hatten die Frauen eine dritte wichtige Aufgabe: das Grillen der von den Männern erlegten Beute. Heute in unserer verweibischten Gesellschaft, die keine knaickigen Unterschiede mehr kennt zwischen Männer- und Frauenarbeit, wird auch diese Tätigkeit zumeist von Männern erledigt. Das ist zusätzlich zurückzuführen auch auf die christliche Schammoral, die den Frauen aufgezwungen hat, ihre Brüste zu verhüllen. Wie wir wissen, gehört zum archaischen Grillen der nackte Oberkörper. Und das Vorgehen des Patriarchats, den Frauenkörper zuerst zu übersexualisieren, um eine Grund zu haben, ihn dann mit Tüchern bis zur Unkenntlichkeit zu verhüllen, entdeckt sich als Manöver, den Frauen ihren Platz am Herd, am Grillfeuer streitig zu machen.
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  • #25
Zitat von SchöneHelena:
Geh mal ruhig davon aus, dass Du nicht "falsch" bist.

Dabei ist das doch genau das Problem: Die Männer die ich bisher getroffen habe waren offenbar ihrerseits nicht bereit, mich Fröschin zu küssen. Der Ratschlag ist völlig frustrierend da ich liebend gern mit dem Frosch in den Teich hüpfen würde, wenn nur ER das möchte.
Deine Wahrnehmung sagt Dir jetzt aber, dass "die Männer" nicht richtig funktionieren, zumindest die bisher getroffenen. Offenbar gehören sie in die Es-muss-möglichst-bald-funken-Abteilung, wohingegen Du der Es-kann-ja-auch-wachsen-Fraktion angehörst.

Zitat von SchöneHelena:
Ich ging mit ihm einig dass es bis jetzt noch nicht "gefunkt" hat.
Wer hat denn das zuerst formuliert? Ich gehe mal davon aus, Dein Gegenüber. Was hindert Dich denn, dieser Einschätzung einfach *nicht* laut und deutlich zuzustimmen, sondern sie geflissentlich zu ignorieren und stattdessen zu sagen, dass Du die Treffen als angenehm empfunden hast und es gerne fortsetzen möchtest?
 
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  • #26
Zitat von SchöneHelena:
Aber wenn ich eben via online-Dating jemanden suche kommt diese Erwartung dass es nach zwei Mal Essen/Ausgehen/Kino schon funken müsse. Dieses letzten Mann hätte ich gerne noch ein paar Mal getroffen, vielleicht hätte da was wachsen können.
Ich versteh das immer weniger und möchte ich Moment den Bettel eigentlich hinschmeissen mit der aktiven "Partnersuche".
Ich kann deinen Frust absolut verstehen.

Das Problem ist ja, dass man bei einer explizit ausgezeichneten "Partnersuche" auch eine Erwartung und ein Ziel vor Augen hat. Da hat man sich in den ersten Eindruck zu verlieben, und wenn der nicht passt, dann "hat es halt nicht gepasst". Der erste Eindruck ist aber niemals der Richtige, man kann ja nicht auf alle Eigenschafter einer Person daraus schließen, wie sich diese Person gegenüber jemand Fremden in einer Art "Prüfungssituation" verhält. Und ein Date über eine Singlebörse ist genau das.

Wenn man sich nach 2,3,4 Dates nicht verliebt hat, gilt es als Zeitverschwendung. Ich hab mir sagen lassen, bei den Anfang/Mitte 20 mit Tinder ist dieses Zeitfenster 15 Minuten. Ich könnte nach 15 Minuten nichtmal sagen, ob ich mit einer Person ins Bett wollen würde. Eigentlich sollte man einen besseren Grund haben, sich zu treffen als diese Prüfung. Und sich auch nicht überlegen wie gut das Gegenüber wohl für das Haus, den Baum und das Kind geeignet ist, sondern diese einfach mal kennenlernen. Wenn man sich nach einer Stunde schon nichtsmehr zu sagen hat, ist es klar. Aber wenn es ein netter Abend war auch wenn es nich nicht gefunkt hat, wer sagt denn das nicht noch viele tausend schöne Abende folgen könnten. Diese "will er/sie nun was von mir" Phase hatte ich auch schon drei Monate und ca 20 Dates lang, bis es dann mal unter Dach und Fach war.

Ich hab auch das Problem, dass die Eigenschaften einer Frau bei der es bei mir in der vergangenheit "Klick" gemacht hat, solche sind, die sie mir niemals beim ersten Date erzählen würden.

Ich würde mich also sehr darüber freuen, wenn mir seitens der Frau auch mal mitgeteilt würde, dass sie mich kennen lernen will, und mich nicht nur gerade dieser Prüfung unterzieht. Dann seteh ich auch nicht so unter dem Druck Taten folgen lassen zu müssen, um die Friendzone zu vermeiden. Dann würde ich mich auch natürlicher verhalten. Leider steht das immer im Raum und muss denke ich aktiv angesprochen werden. Und wenn es nur ein "ich bin jemand der einen Mensch erst kennen lernen möchte" ist. Dann weiß ja das Gegenüber worauf es sich einlässt, und kann sich überlegen ob es bereit ist einen realistische Kennenlernphase in Kauf zu nehmen.

Es haben auch viele Frauen in ihrem Profil stehen, sie haben kein Interesse an einer Brieffreundschaft. Da ist mir schon klar wie der Hase läuft: "Erobere mich sofort, oder hau gleich ab"
 
G

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  • #27
Offenbar. Und da wäre noch die Frage, ob ein feudalistisches Geschöpf, das sein Taschentuch kichernd in Rokoko-Gärten fallen lässt, erotischer ist, als beispielsweise eine Kranführerin, die ihr Leben meistert, indem sie durch ehrliche Arbeit in einem Staat, einer Gemeinschaft mitwirkt, der/die solches nicht nötig hat. Einer Gesellschaft, in der es keine Rolle spielt, sich doof zu stellen und Geist und Körper trotzdem eine Einheit bilden, fernab des burschikos immitierenden und fernab des Fräuleins, das schmachtende Briefe schreibt und sich das Haar bürstet.
Mir ist immer noch die taffe weibliche Marine aus Alien 2 in Erinnerung. Auf die depperte Frage seitens eines männlichen Marine, ob sie denn schon mal für einen Mann gehalten wurde erwidert sie: "Ne, und Du?"
 
G

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  • #28
G

Gast

  • #29
Ja. Aus Gründen des Respekts. Sie würde mir imponieren.
 
F

fleurdelis

  • #30
Zitat von Butte:
Heute in unserer verweibischten Gesellschaft, die keine knaickigen Unterschiede mehr kennt zwischen Männer- und Frauenarbeit, wird auch diese Tätigkeit zumeist von Männern erledigt. Das ist zusätzlich zurückzuführen auch auf die christliche Schammoral, die den Frauen aufgezwungen hat, ihre Brüste zu verhüllen. Wie wir wissen, gehört zum archaischen Grillen der nackte Oberkörper. Und das Vorgehen des Patriarchats, den Frauenkörper zuerst zu übersexualisieren, um eine Grund zu haben, ihn dann mit Tüchern bis zur Unkenntlichkeit zu verhüllen, entdeckt sich als Manöver, den Frauen ihren Platz am Herd, am Grillfeuer streitig zu machen.
Deswegen gibt es jetzt ein Buch das heißt: "Männer Grillbuch" ……... ich hab für so einen großen Grill auf der Terrasse nur keinen Platz ……..