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  • #1

Fröschin zu küssen

Hab grad zum dritten Mal oder so einen Korb kassiert von einem Herrn der sich genau zwei Mal mit mir getroffen hat. Ich ging mit ihm einig dass es bis jetzt noch nicht "gefunkt" hat. Was mich langsam angurkt ist diese Erwartung meiner Dates es müsse immer gleich beim spätestens zweiten Mal schon prickeln.
Wenn ich mit Freunden darüber spreche dass ich gerne einen Partner hätte kommt garantiert wenn nicht als erstes dann als zweites der Satz "Versuchs doch mal mit online-Dating".
Ja genau ganz toll.
Wenn ich mit Freundinnen darüber spreche wie man jemanden kennenlernen kann fallen sofort Sätze wie Frösche küssen, Geduld haben, Ansprüche runterschrauben, die Liebe kann wachsen BLAHBLAHBLAH.

Aber wenn ich eben via online-Dating jemanden suche kommt diese Erwartung dass es nach zwei Mal Essen/Ausgehen/Kino schon funken müsse. Dieses letzten Mann hätte ich gerne noch ein paar Mal getroffen, vielleicht hätte da was wachsen können.
Ich versteh das immer weniger und möchte ich Moment den Bettel eigentlich hinschmeissen mit der aktiven "Partnersuche".
 
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  • #2
Zitat von SchöneHelena:
Ich versteh das immer weniger und im Moment möchte ich den Bettel eigentlich hinschmeissen mit der aktiven "Partnersuche".
Ich verstehe das sehr gut. Es ist diese Erwartungshaltung, welche einen völlig blockiert. Das tötet Spontanität und führt zu Verkrampftheit. Und zu der Angst, "beim nächsten Date wird's wieder so". Schlußendlich zu Vermeidung, wo Du ja kurz davor bist.

Das ist wie bei einer Angststörung oder Phobie.

Manche schaffen es dann, sich einzureden, dass sie es als Single ja "auch ganz gut haben", reden sich die "Vorteile" schön, wie "Unabhängigkeit" usw. usf. etc. pp. Das ist eben eine der Vermeidungsstrategien. Das Dating wird vermieden, das sei nicht "ihr Ding", sie suchten jetzt "im RL" weiter. Nur: man liest hier nie, dass dann jemand erfolgreich war. Vielleicht liegt es daran, dass auch "im RL" die Erwartungshaltung immer noch dieselbe ist. Ist ja auch irgendwie verständlich, man erhofft, ja erwartet eben, dass es irgendwann "mal funkt".

Ähnlich gelagert sind die Fälle mit (mehrfacher) Enttäuschung wegen Lüge, Betrug, Eifersucht, etc. Führt halt auch leicht zu Beziehungsvermeidung aus Angst, es könnte "wieder so" werden.

Was mich langsam angurkt ist diese Erwartung meiner Dates es müsse immer gleich beim spätestens zweiten Mal schon prickeln.
Ich fürchte, ähnliche Meinungen wirst Du hier auch bekommen, sicher auch von Frauen. Das ist bestimmt kein typisch männliches Problem.

Etwas völlig anderes an der Stelle: https://www.parship.ch/forum/single-leben/238626-treffen-kurzfristig-in-zueri-am-16-juli
 
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  • #3
Zitat von SchöneHelena:
Aber wenn ich eben via online-Dating jemanden suche kommt diese Erwartung dass es nach zwei Mal Essen/Ausgehen/Kino schon funken müsse. Dieses letzten Mann hätte ich gerne noch ein paar Mal getroffen, vielleicht hätte da was wachsen können.
Ich versteh das immer weniger und möchte ich Moment den Bettel eigentlich hinschmeissen mit der aktiven "Partnersuche".
Ich kann da jetzt nur für mich selbst sprechen, bzw. nein, ich habe ähnliche Erfahrungen tatsächlich auch im Freundeskreis erlebt, vielleicht hilft dir das, die "Gegenseite" besser zu verstehen:
Bei mir war es bis jetzt immer so, dass ich mich Hals-über-Kopf verliebt habe. Es war fast nie der Fall, dass ich eine Dame über einen längeren Zeitraum kannte (in der Schule, im Studium, im Beruf), anfangs kein Interesse hatte, und dann doch eine gegenseitige Verliebtheit entstanden wäre. Irgendwie war dann immer einer der beiden bereits in der Friendzone des anderen gelandet (Ich mag dich, aber...).
Gerade beim Online-Dating ist ja beiden Beteiligten klar, dass das Ganze mit der Perspektive der festen Partnersuche geschieht (ja, es gibt Ausnahmen, die nur auf ne schnelle Nummer aus sind...). Es erfolgt "zielgerichteter", als dieses "ich gehe mal in die Disco und schaue, was sich so ergibt". Von daher hofft man natürlich, dass sich schnell Gefühle einstellen. Ich telefoniere idR vor Dates mehrmals mit der Dame und habe dann auch regelmäßigen Kontakt zu ihr, so dass das Date nicht im luftleeren Raum steht, sondern in einem gewissen Kontext steht. Wenn ich ihr drei mal einen guten Morgen gewünscht und darauf eine Antwort erhalten habe, dann schreibe ich ihr am vierten nicht, sondern schaue, ob sie sich meldet. Wenn sie dann von selbst schreibt oder fragt, ob ich sie vergessen habe, ist das schon mal ne andere Ausgangsbasis, weil ich zumindest das Gefühl habe, dass da ein Interesse ihrerseits vorhanden ist.
Den Männern gibt man oft den Tipp: Wenn du es nicht schaffst, beim zweiten Date Körperkontakt herzustellen (Händchenhalten, längere Berührung), dann hat die Dame kein ernsthaftes Interesse an dir. Vielleicht signalisierst du den Männern zu wenig, dass du Interesse an einem weiteren, langsameren Kennenlernen hast? Wir Männer sind im Lesen von Signalen nicht immer die besten und brauchen hin und wieder nen kleinen Wink mit dem Zaunpfahl. Du kannst ja mal in dich gehen und reflektieren (wahlweise auch gerne hier schreiben, wir waren ja alle nicht bei deinen Dates dabei), was du den Männern so gesagt hast und wie das unter Umständen gedeutet werden konnte.
Ich kann dir nur raten, nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Auch Online-Dating braucht seine Zeit und genau wie in der Disco lernt man erstmal ein paar Frösche kennen. Hilft dann aber auch dabei, um den wahren Prinzen noch besser erkennen und schätzen zu können. Alles Gute!
 
G

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  • #4
Zwar ist es müßig, darüber zu sinnieren, ab wann es funkt oder funken sollte,
jedoch denke ich, dass sich das sehr früh herausstellt. Das Gehirn gleicht in Sekunden eine Entsprechung ab. Das lässt sich nicht beinflussen und die längere Zeit ist da auch kein Freund.
Manche brauchen Jahre, um herauszufinden, das ihnen der Wunsch einen Streich gespielt hat. Das schon. Aber nur, weil sie es damals den Wunsch wahrnahmen. Den Wunsch wohlgemerkt.
 
G

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  • #5
Edit:
"beeinflussen"
"dass"


Die sollten mal weniger for love worken, sondern die Software hier abdaten.
 
G

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  • #6
Warum sind "wir Männer" beim Lesen von Signalen nicht immer die besten?
Ist diese These einem vorauseilenden Gehorsam gewidmet, Frauen als die fähigeren Menschen zu sehen?
 
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  • #7
Zitat von Git80:
Bei mir war es bis jetzt immer so, dass ich mich Hals-über-Kopf verliebt habe.
Im Erwachsenenalter war das bei mir nie so.

Ich befürchte, daß gerade im Online-Dating sich bei manchen so eine Art Erfolgsgarantiementalität festsetzt, zumal wenn es was kostet...
 
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  • #8
Zitat von fafner:
Im Erwachsenenalter war das bei mir nie so.

Ich befürchte, daß gerade im Online-Dating sich bei manchen so eine Art Erfolgsgarantiementalität festsetzt, zumal wenn es was kostet...
Die Geschichten, bei denen ich mich über einen längeren Zeitraum in eine Dame verguckt hatte, waren nie von gegenseitigem Interesse geprägt. Es lief dann immer auf ein "wir sollten unsere Freundschaft nicht riskieren" (sprich: Ich hatte nie sexuelles Interesse an dir und werde es auch nie haben) hinaus. Damit will ich nicht sagen, dass das immer so sein muss, und deine Aussage belegt ja, dass es auch anders gehen kann. Nur wenn die Helena bisher immer nur die "Spontan-Verlieber" gedatet hat, dann wäre das eine mögliche Erklärung.

Ja, auch wenn man hier im Forum mitliest, merkt man, dass wohl einige (Männlein wie Weiblein) denken, "so, ich habe jetzt Betrag x in die Partnersuche gesteckt, dann muss ja wohl der Traumpartner schon auf mich warten".

@chiller: Nö, wenn jemand Signale nicht lesen kann, dann hat das nichts mit einer Kategorisierung in "besser" oder "schlechter" zu tun. Frauen und Männer ticken in der Hinsicht meiner Erfahrung nach einfach anders. Und da macht es mMn Sinn, selbst zu reflektieren, ob in der Kommunikation bei den Dates von Helena auch bei den Männern angekommen ist, dass sie schon grundsätzlich Interesse an einem weiteren Kennenlernen hat, oder ob sie Ablehnung signalisiert hat. Manchmal sind es so ganz banale Sender-Empfänger-Probleme, die einer erfolgreichen Partnersuche im Wege stehen. Wenn Helena das aus ihrer Sicht ausschließen kann, dann kann man diese Möglichkeit ja getrost ignorieren.
 
G

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  • #9
Ich denke nicht, dass Mustererkennung eine spezifisch weibliche oder männliche Fähigkeit ist, bzw., dass da die Talente unterschiedlich verteilt sind.
 
G

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  • #10
Zitat von Git80:
wenn jemand Signale nicht lesen kann, dann hat das nichts mit einer Kategorisierung in "besser" oder "schlechter" zu tun. Frauen und Männer ticken in der Hinsicht meiner Erfahrung nach einfach anders.
Also ich finds besser, wenn jemand eher was mitkriegt. Mit Ausnahme der Fälle, in denen ich was verstecken möchte. Da find ich dann nicht besser, wenn er was mitkriegt.
Ob das was mit einer "Kategorisierung" zu tun hat, weiß ich nicht. Kategorisierung? Ich finde, hier werden oft zu gestelzte Ausdrücke verwendet.
Ob da Frauen und Männer, Weiße und Schwarze, Links- und Rechtshänder anders ticken, weiß ich nicht. Gibts da verläßliche Statistiken? Und wenn die Signallesekompetenz im Geschlechterschnitt ein wenig abweichen sollte, was folgt daraus für den Einzelfall? Genau, so ziemlich nichts.
Ich persönlich finde so ein "wir Männer" oder "wir Frauen" meist etwas betulich. Und Betulichkeit in den meisten Fällen eher schlechter als besser.
Was nicht hindert, daß andere das schätzen können. Wie sicherlich auch jemand schätzt, wenn der andere in der Regel nicht so viel mitkriegt.
Hauptsache, es paßt. Und erfrischend, wenn alle verschieden sind.
 
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  • #11
Ich kann deine Frust und Enttäuschung verstehen. Was hier helfen kann, ist trotz allem eine positive Grundeinstellung beizubehalten und zu versuchen zu verstehen, dass das andere Geschlecht anders tickt und die Unterschiede zu respektieren. Ein Mann weiß innerhalb von wenigen Minuten, ob er etwas von einer Frau will oder nicht. Wenn sie ihm nicht gefällt, werden weitere Treffen nichts daran ändern. Eine Frau kann mit der Zeit Gefühle für einen Mann entwickeln, der ihr anfangs nicht gefallen hat. Andersrum funktioniert das aber nicht. Es ist pure Zeitverschwendung (und erhöhtes Risiko für späteren Herzschmerz), einen Mann weiter zu treffen, nachdem er gesagt hat, dass es bei ihm nicht gefunkt hat.

Deine Freundinnen haben Recht mit allem, was sie zu dir sagen: dass du Online-Dating probieren solltest, Geduld haben solltest (ganz wichtig!) und dass es auch zur Partnersuche gehört, viele Frösche zu küssen bis man Mr Right trifft. Also gib nicht auf. Viel Glück bei deiner Suche!
 
G

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  • #12
Rätsel, Du meinst, Frauen würden eher an einer Beziehung "arbeiten" und darauf warten, dass sich dann die Liebe einstellt? Bei wem? Beim Mann oder bei der Frau? Oder bei beiden?

"Die Liebe", das ist so ein abgelutschtes Wort, das alles und jedes substituiert. Da wird dann von morgens bis abends herumgeliebt, dass einem ganz schwindelig werden kann.
Der Abgleich ist aber ein ganz anderer. Gesucht wird vorrangig eine Entsprechung "harter" Fakten, Schicht/Milieu, Geschmack, Perspektiven - solche Sachen.
 
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fleurdelis

  • #13
Zitat von chiller7:
Rätsel, Du meinst, Frauen würden eher an einer Beziehung "arbeiten" und darauf warten, dass sich dann die Liebe einstellt?
Ich glaube nicht. Es hört sich eher so an als ob:

Zitat von Rätsel:
Ein Mann weiß innerhalb von wenigen Minuten, ob er etwas von einer Frau will oder nicht. ….. Eine Frau kann mit der Zeit Gefühle für einen Mann entwickeln, der ihr anfangs nicht gefallen hat. Andersrum funktioniert das aber nicht. Es ist pure Zeitverschwendung
Frau nicht in der Lage wäre, rechtzeitig zu erkennen, wen sie vor sich hat, und einem Mann hinterherdackelt in der Hoffnung es entwickelt sich noch was draus. Männer hingegen, wissen sofort was sie wollen. Laut Rätsels Ratschlag sollte sich Frau also an diese Diskrepanz gewöhnen und den Schluss daraus ziehen:

Zitat von Rätsel:
Wahrscheinlich hätte sie noch erwähnen sollen, dass der Storch die Kinder bringt.
 
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  • #14
Zitat von Rätsel:
Ein Mann weiß innerhalb von wenigen Minuten, ob er etwas von einer Frau will oder nicht. Wenn sie ihm nicht gefällt, werden weitere Treffen nichts daran ändern. Eine Frau kann mit der Zeit Gefühle für einen Mann entwickeln, der ihr anfangs nicht gefallen hat. Andersrum funktioniert das aber nicht.
Kann sein, daß es irgendwo solche Männer gibt. Ich halte es aber größtenteils für schlicht falsch und vor allem für eine unzulässige Verallgemeinerung, die niemandem was bringt. Mir kommt es so vor wie die Rache der Verschmähten...
 
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  • #15
Zitat von Rätsel:
Ein Mann weiß innerhalb von wenigen Minuten, ob er etwas von einer Frau will oder nicht. Wenn sie ihm nicht gefällt, werden weitere Treffen nichts daran ändern. Eine Frau kann mit der Zeit Gefühle für einen Mann entwickeln, der ihr anfangs nicht gefallen hat. Andersrum funktioniert das aber nicht. Es ist pure Zeitverschwendung (und erhöhtes Risiko für späteren Herzschmerz), einen Mann weiter zu treffen, nachdem er gesagt hat, dass es bei ihm nicht gefunkt hat.
Dem muß ich widersprechen, denn ich habe es gerade andersrum erlebt.